Schlaf, die Wohnung, Wahlen und Veränderung

Guten Morgen, wirklich ganz gut, fast 8 Stunden geschlafen. Insgesamt aber nicht so gut drauf, denn der Vater hat verkündet, die ehemalig gemeinsame Wohnung mit meiner Mutter aufzulösen. Das hat mich dann doch getroffen, dass diese Erinnerung verschwinden wird. Andererseits eine Wohnung in Berlin fast leer stehen lassen, ist natürlich auch keine Dauerlösung. Er verkauft jetzt ihren Kram, denn er und leider auch ich nicht brauchen. Darüber hinaus wird er wohl endgültig zur neuen Frau ziehen, ein Ort wo ich ihn wohl nie besuchen werde. So verliere ich nicht nur den Ort der Erinnerung an meine Mutter, sondern auch ihn stückweise. Alles nicht so lustig. Der Vogel schreit und geht mir auf die Nerven, einiges vor heute, nachdem die erste Priorität „Schlafen“ erfüllt ist. Endlich keine Arzttermine heute, heute wartet die Wohnung auf mich. Der Mann ist fertig mit der Nachtschicht und schläft hoffentlich bald. Die Wahlen stehen vor der Tür und ich bin immer noch nicht sicher was ich wählen werde, es ist eine strategische Abwägung. Eine zu wichtige Wahl, um irgendeine Außenseiter-Partei zu wählen. Dabei wird mir immer wieder vom Wahl-O-Mat die Tierschutzpartei mit größter Übereinstimmung angeboten. Die werden aber sicher nicht die AfD in meiner Gegend stoppen können. Zukunft, ich hoffe, das Land kippt nicht nach rechts, zu viel Frust in der Bevölkerung und beobachtbar weniger soziales Verhalten. Ein ehemaliger Freund schickte gestern ein 1a Querdenker-Video auf einem Telegramm-Kanal, auf seinem Planeten möchte ich nicht leben. Ich finde, man muss unterscheiden zwischen Verschwörungstheorie und wie in meinem Fall Kritik an der Regierung und ihren Maßnahmen. Ich leugne nicht, dass es Corona gibt, ich leugne nicht, dass Maßnahmen nötig sind, finde aber die Umsetzung unserer Regierung schlecht und egoistisch. Alles sacken lassen erstmal, es scheint wieder etwas kontrollierte Normalität wiederzukehren. Die Bude sieht mies aus, irgendwie haben mich die letzten Jahre geschafft, als mein Mann zum ersten Mal meine Wohnung sah, meinte er noch wie ordentlich und sauber, aber jetzt, nachdem er hier wohnte und es im Job richtig abging, sind wir hier weit davon entfernt. Keine Lust zu putzen, wenn er dann gleich wieder kommt und alles dreckig macht. Keine Kraft zu putzen, wenn wieder Leute am Arbeits-Telefon mit Selbstmord drohen. Keine Zeit zu putzen, wenn ich ständig für zwei Männer am Einkaufen und Kochen bin. Keine Kraft zu putzen, wenn ich große Schmerzen wegen des Entzuges von Neuroleptika habe. Überforderung, meine Wohnung erzählt eine Geschichte der Überforderung. Aber ich bin noch da und putzen kann man nachholen. Veränderung, die größte Herausforderung für mich, früher änderte sich so oft immer alles für mich, ich sage nur mindestens 10 Umzüge bis zum 18. Lebensjahr, ich glaube es waren sogar mehr. Ein Grund warum ich heute nicht mehr so darauf stehe, aber das Leben geht weiter und Leben ist immer Veränderung:

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