Wahlchaos oder Wahlbetrug?

Ich war wählen. Doch leider nicht so schnell ich dachte, denn vor dem Wahllokal eine lange Schlange mit der Ansage 30 Minuten Wartezeit oder länger. War dann auch länger, 40 Minuten stehend darauf gewartet in eine von gerade mal zwei Wahlkabinen in meinem Wahlbüro zu kommen. 5 Wahlhelfer, aber nur zwei Kabinen? Vor und hinter mir sicher 50 ebenfalls wartende Leute? Ein Kerl kam laut schreiend vorbei: „Das wäre Wahlbetrug, schon morgens wäre die Schlange lang gewesen und er wäre wieder gegangen. Man wolle die Leute vom Wählen abhalten, viele würden doch so gleich wieder gehen?! Ob es jetzt auch solange dauern würde?“ Die Wahlhelferin meinte nein, jetzt unter 30 Minuten warten und er stellte sich weiter schimpfend in die Schlange hinter mir. Hm, ein Spinner oder ein schlauer Kopf? Eine kleine Recherche ergab, mein Erlebnis ist kein Einzelfall, überall in Berlin herrschten Chaos und Wartezeiten, es kann sogar sein, dass Wahlen ungültig sind. Eine Freundin berichtete auch von einer Warteschlange in Kreuzberg. Immerhin meiner Quelle ist auch zu entnehmen, dass die Wahlbüros deswegen NICHT um 18 Uhr schließen, wenn noch Leute vor der Tür stehen. Alles Corona? Oder warum plötzlich so ein Wahlchaos? Sollten wir die Wahl lieber wiederholen? Ich finde es schon seltsam, dass bei so einer wichtigen Wahl so viel schiefgeht. Warten wir die Ergebnisse ab.

8 Gedanken zu „Wahlchaos oder Wahlbetrug?

  1. Danke, gerade hörte ich im Fernsehen, dass manche Wahllokale in Berlin bis 19.30 Uhr offen hatten. Die Nachrichten berichteten auch. Durch dich habe ich ein Beispiel aus erster Hand. Es ist unglaublich, was sich da abgespielt hat.

  2. In Köln gab es auch Warteschlangen. Aber wahrscheinlich nicht so lange wie in Berlin, da man hier nur 2 Stimmen abgeben musste/konnte. Ich habe mich dennoch gewundert, zumal es vorher hieß, dass 50 % der Wähler schon Briefwahl gemacht hätten.

    • Guten Morgen Lutz, also hier in Berlin waren 6 Stimmen möglich, ich glaube aber jetzt nicht, dass weil jeder Wähler ein paar Minuten länger brauchte, es deswegen Schlangen gab.

  3. Pingback: Ok, keine Angst, Essen und Wahlen | Nadine in Berlin

  4. Ich habe schon zwei Wochen vor dem Termin im Rathaus Spandau meine Stimme abgeben können.
    Durch diese Wahlquerelen werde ich nach der offiziellen Bekanntgabe des Wahlergebnisses die Wahl anfechten, denn diejenigen, welche nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen nach 18.00Uhr noch wählen durften, könnten von den Hochrechnungen beeinflusst worden sein.
    Auch gibt es einen fahlen Nachgeschmack, wenn irgendwo Stimmen nochmals gezählt werden müssen.
    Das Wahlchaos in Berlin kann ich mir dadurch erklären, weil auch schon 16 Jährige den Senat wählen dürfen. Kinder, welche ich noch für politisch unreif und nicht weitsichtig genug halte (aber für manche Partei überlebenswichtig ist).

    G. l. G. Jochen

    • Du glücklicher, ich hätte wohl auch besser Briefwahl wählen sollen. Oh das finde ich ein sehr gutes Vorhaben, für mich lief das so einiges schief und ich denke dieses Mal zählte wirklich jede Stimme. Ich denke nicht, dass es die 16-Jährigen waren, auch nicht, dass man dieses Mal 6 Kreuze machen durfte, das war doch alles vorher bekannt und man hätte es einplanen können, hat aber keiner. Ist jetzt nur die Frage Zufall oder nicht?

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