Schlafen, Süßkartoffel-Gnocchi, Erinnerungen und der Wille

Guten Morgen, schon besser, sehr viel geschlafen gestern und nochmal drüber nachgedacht was jetzt zu viel war, ich denke die Arbeit gerade. Zurück ins Büro ist Stress und die Doppelaufgabe: Anlernen und Beraten, war jetzt so unstrukturiert auch nicht gut. Dabei dann kaum noch schlafen und der Salat ist perfekt oder besser der Wahnsinn nah. Das kann so jetzt nicht weitergehen, sonst schreibe ich bald aus dem Krankenhaus. Gekocht gestern Süßkartoffel-Gnocchi, allerdings nicht ganz nach dem Rezept, denn ich hatte weder Pilze noch genug Walnüsse. Also gab es stattdessen Möhren und Schinkenwürfel, war sehr lecker. Gestern eine Lieferung erhalten oder sollte ich besser sagen „Lieferungen“, denn ein kleiner Junge der aussah wie 12, lieferte erst nur die Hälfte und kam dann noch dreimal wieder um den Rest zu bringen und sich zu entschuldigen. Ich sage dazu jetzt einfach mal: „Spaß mit Azubis!“. Noch an mehr Sätze von meiner Mutter erinnert, also an Sachen, die sie zu ihren Lebzeiten erzählt hat. Also entweder hat sie Teile der Zukunft gekannt oder ich erinnere mich falsch? Fast alle Erinnerungen dieser Art haben in ihrem Laden stattgefunden, also vielleicht jetzt wo ich die Reste des Ladens verkaufe, ein Erinnerungsfehler? Mein ganzes Leben hatte ich aber nie falsche Erinnerungen, außer in der Zeit der Psychose, da erlebte ich Horrorvorstellungen als meine eigenen, zum Glück waren das nicht meine Erinnerungen, wie ich heute weiß. Mein echtes Leben war auch nicht lustig, aber im Vergleich was ich in der Psychose erlebte, ist mein Leben schwer in Ordnung. Nicht so richtig Bock auf den Kollegen heute, es wird Zeit für eine Aussprache und eine strukturierte Zusammenarbeit mit mehr Erholungspausen für mich. Der Mann freut sich auf den neuen Job, Nachtschicht ist nicht so gesundheitsförderlich, da kann man doch hoffen, dass Homeoffice für ein Unternehmen mit schlechten Mitarbeiterbewertungen besser ist? Am Wochenende immerhin Wäsche gewaschen, gestaubsaugt, Müll weggebracht, Anfragen zum Ladenabverkauf beantwortet, gekocht, gebadet, telefoniert, Musik gehört und geschlafen. Mehr dann nicht denke, das war schon zu viel. Heute eine Beratung, gerade keine Ahnung worum es geht, aber ich denke die werde ich allein machen. Der Kollege hat es nicht eilig in die Beratung einzusteigen, auch wenn es eilig ist, also höre ich auf mich selber damit zu stressen. Wer nicht will, der hat schon. Wahrscheinlich früher ins Büro, dann habe ich auch früher frei und darf wieder in mein Bett. Der Herbst grüßt bei grauem Wetter und Bäume tanzen im Wind. Frühstück wäre gut, aber ich habe keine Lust, ich gehe wohl lieber zum türkischen Bäcker. Die Wille sitzt gerade auf dem Dach und denkt: „Ich würde schon wollen, wenn ich wollen würde!“ Ein beruhigender Song zum Tag dazu, es ist Zeit für Sonnenschein:

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