Rückenschmerzen, Kleidung von Mutti, Böllerverbot und erwachsen?

Ein Gruß aus der Nacht mit Rückenschmerzen. War zu viel gestern, fast 8 Stunden im kalten Lager gestanden und mich ständig bücken müssen, 4 Stunden davon allein. Aber es ist geschafft, ich muss deswegen nicht mehr ins Lager! 40 Säcke Kleider aussortiert, wobei 2 davon dann doch in meiner Wohnung gelandet sind. Letzte Chance von Mutti Kleidung zu bekommen, danach nie wieder. Aber es sind auch echt schöne Sachen dabei, manche sogar sehr teuer, aber nicht alles passt, also wird die Aktion Keller aufräumen dringlicher. So wie sich mein Rücken anfühlt, aber sicher nicht heute, vielleicht gehe ich heute lieber nirgendwo hin. Besuch will ich auch keinen, ich denke kochen und essen mit dem Mann reicht dann. Immer noch herrlich hier keinen Schreihals mehr zu haben, seitdem der Terrorvogel im Arbeitszimmer weilt, ist Ruhe hier, vielleicht wollte auch er genau das: Ruhe.

Nach dem Lager gestern voll fertig gewesen, nicht mehr gekocht, aber baden gewesen, weil mein ganzer Körper auch Stunden später zu Hause eiskalt war. Waschmaschine läuft seitdem durch, denn 3 Jahre gelagerte Sachen haben einen Eigengeruch, den man nicht haben will. Zum Glück nehme ich diesen Ballast jetzt nicht mehr ins neue Jahr. Der Kaffee schmeckt und eine Kerze brennt, meine Mutter ist gerade ganz sicher bei mir. Ihre Bekleidung liegt hier in Wäschehaufen rum und ich trinke aus einer Tasse von ihr. Heute Lebensmittel-Lieferung, zum Glück, heute trage ich nicht nochmal kiloweise mit kaputten Rücken, dafür bezahle ich dann lieber einen jungen Mann. Bin gespannt, ob das Böllerverbot was bringt, ich vermute jedoch nicht, Polen ist zu nah. Die Heizung rauscht, dabei ist es draußen gar nicht mehr so kalt, aber die Nachbarn heizen.

Schöne neue Welt, meine Wohnung ist immer mehr erwachsen und auch die neue/alte Kleidung von Mutti ist erwachsener als das, was ich im Schrank habe. Mitte 40 erwachsen werden? Ich vermute, ich bin eigentlich etwas spät dran. Aber Erwachsensein war nie mein Ziel. Ich vermisse meine Mutter, aber ich weiß, sie war und bleibt mein Schutzengel und ist weiterhin bei mir. Schwimmen gestern wieder nicht geschafft, jetzt ist Sonntag angepeilt. Gerade irgendwie zu viele Termine, ich komme ständig durcheinander und habe Doppelbelegungen in meinem nicht vorhandenen Terminkalender. Vielleicht doch einen Terminkalender kaufen? Auf meinem Handy will ich solche Daten immer noch nicht haben, was geht es Google an was ich so mache? Reicht schon, dass ich blogge, da muss nicht auch noch ein detaillierter Terminkalender ebenfalls übermittelt werden. Heute irgendwie wieder sehr deutsche Musik im Ohr, die Frage gerade: Wo war ich (die letzten Jahre)?

Freizeitstress, Matrix, kochen, Studenten-Sperrmüll-Schick und Geld

Ein Gruß aus der Nacht, das nenne ich Freizeitstress: bloggen wollen, schwimmen wollen und ins Lager müssen. Aber wahrscheinlich besser so, wenn das Lager endlich geräumt ist und ich nicht ständig diesen Druck und das schlechte Gewissen im Nacken habe. Der Kinobesuch gestern hat sich gelohnt, ich fand, der neue Matrixfilm war trotz Überlänge sehr kurzweilig. Aktion, philosophische Gespräche, Psychiatriekritik und die gute Botschaft, dass es nie zu spät im Leben ist. Ich ging mit einem Lächeln aus dem Film. Die Begleitung fand es auch gut und wir hatten eine ganze Sitzreihe für uns allein. Danach die japanische Suppe gekocht und für gut befunden, das war gestern fast ein vegetarischer Tag, nur eine Scheibe Salami und Schinken waren gestern mein Fleischanteil an der Ernährung. Heute ist eine Wiederholung geplant: „Tikka-Masala-Curry mit knusprigem Paneer-Käse“ ein Gericht, dass ich schon mal gekocht hatte und für gut befunden habe. Aber gut, ich finde fast alles mit Käse gut, vielleicht etwas zu gut. Silvester eigentlich nur ein Essen mit dem Mann geplant, aber der Trauzeuge hat sich eingeladen und ich sage dazu nicht nein. Silvester dann nicht vegetarisch und asiatisch kochen.

Es ist gerade so entspannend ohne Vogel hier zu sein, wie konnte ich so lange nach dem Auszug des Mannes warten, den Vogel wieder in ein anderes Zimmer zu positionieren? Ich denke auch die Nachbarn sind erleichtert, hier keine Geräuschalarmanlage in Form eines Nymphensittichs mehr zu haben. Zum Glück morgen früh einen Liefertermin ergattert, so konnte ich gestern Abend noch spontan beim Essen auf drei Personen umplanen, ohne in Stress zu geraten. Der Kaffee schmeckt, die Verdauung bereitet bisher keine Probleme, aktuell bin ich leider wieder „Pupsi“ meine Verdauung rebelliert ständig, ziemlich peinlich für mich. Meine Wohnung sieht jetzt schrittweise ziemlich erwachsen aus, der Studenten-Sperrmüll-Schick verschwindet schrittweise. Ich wusste irgendwie, als ich anfing meine Poster zu rahmen und nicht mehr mit Stecknadeln an der Wand zu befestigen, dass es wohl bald vorbei ist mit Einrichtungskindergarten. Findet der Mann ziemlich erfreulich, dem war das hier alles immer irgendwie peinlich, jetzt dürfen Gäste kommen.

Die finanzielle Armut der Kindheit und besonders die als Studentin zu vergessen, hat etwas länger gedauert. Obwohl, das werde ich nie vergessen, aber langsam mal loslassen, das ist die andere Geschichte. Ich kann ja immer noch sparsam leben, auch wenn es hier nicht mehr wie im Sozialkaufhaus aussieht. Ich werde schon nicht zum totalen Kapitalisten, nur weil ich Geld in meine Einrichtung stecke. In meinen Herzen bin ich immer ein Arbeiterkind, das sitzt tief, die Liebe zum Geld wird niemals allein mein Lebensinhalt sein…

Röcheln, räumliche Trennung, Urlaub und Tageslicht

Guten Morgen, der Nachbar röchelt und hustet lieblich auf dem Klo, vielleicht hat der mich geweckt. Gestern früh verquatscht mit einer Freundin und nicht schwimmen gewesen. Termin auf morgen verlegt. Dafür dann aber zu Hause fleißig gewesen, Wohnung umgeräumt und mich räumlich wieder vom Terrorvogel getrennt. Der wohnt jetzt nicht mehr im Wohnzimmer, sondern wieder im Arbeitszimmer. Besser ist es, so schreit mich nicht ständig jemand an und ich habe keine so starke allergische Reaktion in den Atemwegen. Auch eine Palme durfte umziehen und weitere Möbel wurden gerückt. Jetzt warte ich auf eine Lieferung. Wobei das heute hauptsächlich Vogelfutter und Getränke sind. Essen gestern war lecker, heute wohl asiatische Suppe und später Kino. Mondlampe gestern schon kaputtgegangen und reklamiert, sehr schnell den Rechnungsbetrag erstattet bekommen. Bin bei den Kollegen am Geld sammeln, für die Kollegin die seit neuesten auch Mutter ist, vielleicht können wir ihr so ein paar Windeln ausgeben.

Fühle mich körperlich besser, Blutdruck unten, Verdauung besser, aber wollen wir nicht zu optimistisch werden. Eine Kerze brennt und der Kaffee schmeckt, eine alte Tischdecke der Mutter reaktiviert, dass der Stiefvater mir Weihnachten Tischdecken geschenkt hat, darüber bin ich noch nicht weg. Der weiß doch, dass meine Mutter Tischdecken gesammelt hat und ich damit Tischdecken-Millionärin bin, obwohl ich nur selten welche nutze. Auch Bilder umgehängt gestern, im Wohnzimmer hängt jetzt ein echtes Gemälde von der verlassenen Olympiastation U-Bahnstation aus den Neunzigern. Keller aufräumen ist gerade so eine Sache, die Beleuchtung im Keller ist defekt, im dunklem Sortieren, dann doch lieber nicht. Heute mal den Hausmeister kontaktieren? Zu viel gegessen, bin traurig und frustriert und stopfe wieder in mich rein, leider. Die Mutter, die Elternwohnung, den Stiefvater loslassen, nicht so einfach für mich, also Schokoladenpudding festhalten? Mein Körper hält da so einigen Frust der Vergangenheit fest. Der Urlaub rennt mir gefühlt davon, zu wenig Zeit für alles, Erholung für Geist und Körper, Freundschaften pflegen und die Wohnung in Ordnung bringen. Gestern nur den Müll weggebracht und abends online Geld ausgegeben.

Wird Zeit für mehr Licht, ich will wieder Tageslicht und keine Vitamin D Präparate. Auch, wenn der Dauerkerzenschein ganz schön ist. Keine Ahnung was ich Silvester mache, wohl nur mit dem Mann chillen und anstoßen und schlafen, wenn ich kann, wobei das Böllerverbot Hoffnung macht, dass das auch möglich sein wird. Silvester ist sonst immer akustische Kriegskulisse für mehrere Tage. Ein paar Raketen um Mitternacht finde ich ja ganz schön, aber aggressive Mitmenschen, die anderen Böllern zwischen die Beine schmeißen, darauf kann ich verzichten. Ist das schön keine Angst zu haben, dass der Vogel jede Sekunde mit 120dB losschreit, ist das schön keine verstopfte Nase zu haben. Warten wir auf Godot oder auch Sommer…

Alle melden sich, Rotkohl, Mutter und wieder ich?

Guten Morgen, noch gar nicht richtig wach. Gestern tatsächlich einkaufen gewesen und noch einen Sack Altkleider weggebracht. Danach ein Schläfchen und dann über 4 Stunden telefoniert, denn gestern war der „alle melden sich“ Tag. Heute neue Kochbox kriegen und schwimmen in Köpenick, danach gibt es dann wohl Fleisch mit Pommes, diese Woche aber auch vegetarische Gerichte bestellt. Gestern Reste von vorgestern gegessen, der Rotkohl ist nach wie vor meine große Helferin. Morgen dann wohl ins Kino, der neue Matrix Film ist wohl Pflicht für alle über 40, was für ein Zufall ich habe auch interessierte Freunde in dem Alter und bin verabredet. Das Gute in meinem Bezirk, wir haben ein Kino wo keiner hingeht, ich genieße es in leeren oder fast leeren Kinos zu sitzen. Zu viele Mitmenschen sind doch meist nur störend. Nachdem wieder Platz im Kleiderschrank ist, ein paar Oberteile bestellt, immer nur Sachen von Mutti auftragen, ist genau genommen vielleicht doch zu viel des Guten. Vor allem, nachdem ich diese Sachen vor ihrem Tod niemals getragen hätte. Ich werde sie auch so nicht vergessen. Ich habe so viele Sachen von ihr, es muss dazu nicht auch noch alle ihre Kleidung sein. Versuche ich doch mal wieder ich zu sein.

Der Mann weilt mit Magen-Darm-Problemen immer noch beim Cousin, ich denke, das tut ihm gut, also der Cousin. Heute Mission Vogelkäfig umstellen, sie kommen wieder in einen ruhigen Raum und ich darf hier wieder atmen? Ich bin nämlich immer noch allergisch auf die Vögel. Dass die hier stehen, war eigentlich nur wegen des Mannes. Dabei werde ich den Altar der Mutter wohl auch abbauen. Sie ist auch so immer bei mir, ich brauche doch nur in den Spiegel schauen oder in meine Küche gehen, überall sie. Mir ist vieles klar geworden, was sie betrifft, viele unserer Kriege waren Missverständnisse, schade, dass ich das nicht früher bemerkt habe. Aber besser spät als nie. Genieße die Ruhe zwischen den Jahren und bin erfreut, dass es wieder wärmer wird die Woche. Leider sind nämlich meine Getränke auf dem Balkon eingefroren. Weihnachten gab es schon gefrorene Paprika vom Balkon. Schauen wir mal wie es weiter geht mit der alten, dicken Lady in Berlin, die braucht jetzt wieder einen Terminkalender und kleidet sich neu ein. Ach, ich lasse einen kleinen, talentierten Mann für mich sprechen:

(Alt)modisch, Kerzen, Rosa und Kältebäder

Guten Morgen aus der Nacht, bei -7 Grad. Gestern zu Hause fleißig gewesen, tatsächlich den Schrank ausgeräumt und aufgeräumt und Wäsche gewaschen. Modisch gesehen, ist bei mir seit dem Tod der Mutter nicht viele passiert, kann ich resultieren, kaum neue Kleidung in drei Jahren. Mir war nicht klar, wie langweilig ich damit bin, dabei wäre schon Geld dagewesen mir neue Kleidung zu kaufen. Ich glaube sowas kommentierte auch schon der Ehemann, warum ich immer gleich rumrenne. Auch bin ich aktuell extrem farbenfroh, alles schwarz geworden, nur hier und da ein Farbtupfer, meist in grün/türkis, ganz selten auch rot. Viele trampelnde Kinder im Haus gestern, aber Kinder sind Kinder. Gestern die Bedingungen der Bäderbetriebe erneut gelesen, alle Schüler brauchen einen Test, aber ich nicht, bei mir reicht der Impfnachweis, also auf ins Schwimmbad!

Überlege mich heute boostern zu lassen, aber habe Schiss, dass ich dann wieder flach liege. Kann mir meinen Urlaub auch anders versauen und noch gilt mein Zertifikat. Zu viel gegessen gestern und definitiv zu wenig bewegt. Gesprochen mit niemandem, außer ein paar Nachrichten auf dem Telefon geschrieben. Der Kaffee schmeckt und Kerzen brennen. Abends ein Bad genommen und kaum Zigaretten geraucht, irgendwie sind die eklig geworden. Keller aufräumen wäre auch eine Mission für heute, aber ich ahne schon, das wird zu viel Tatendrang. Bude so weit in Ordnung, ich hatte Weihnachten geputzt. Abends sitze ich jetzt im Kerzenmeer im Wohnzimmer, eine ziemlich raffinierte jahrhundertealte Technologie für den Winter: „Licht und Wärme aus nur einer Quelle.“ So spart die Romantikerin auch gleichzeitig Heizkosten.

Habe mir eine Mondlampe besorgt, die in verschiedenen Farben leuchten kann, ich finde es schön farbiges Licht zu haben und meine Stimmung damit bewusst zu beeinflussen. Aktuell am besten Rosa gegen Aggressionen. Funktioniert bei mir, während ich bei anderen Farben noch schimpfe, bei Rosa werde ich ganz entspannt. Gegessen gestern Rotkohl mit Kartoffelpüree und Bouletten, ein bisschen Weihnachtstradition in Form von frisch gemachten Rotkohl, die meinem Magen gutzutun scheint. Der Rotkohl wird also aufgegessen. Der Mann ist gestern beim Cousin geblieben und schaute glücklich drein, ich hoffe er hat eine gute Zeit. Aktuell genieße ich es zwischendurch Kältebäder zu nehmen, einfach ans offene Fenster stellen oder auf den Balkon gehen, andere zahlen für einen Aufenthalt in der Kältekammer, mir reicht der kostenlose Winter. Ist irgendwie erfrischend und ich bin ja schnell wieder in der Wohnung, wenn es zu viel wird.

Auf in den Tag oder besser wieder ins Bett? Zumindest die Altkleider sollte ich wegbringen heute, einkaufen wäre auch eine Option, schauen wir mal, gerade keine Musik im Ohr. Versuchen wir es doch mit einem Original, wohl besser bekannt als Cover der Blues Brothers…

Geschafft, Gutscheine, Alkohol und keine Menschen

Guten Morgen, für mich ist Weihnachten erstmal geschafft. Keinen Bock mehr auf das Fest, keinen Bock auf Menschen. War genug Trubel die Tage, waren genug Menschen. Heute dann bitte gar nichts mehr für mich. Außer Müll wegbringen, keine Ambitionen das Haus zu verlassen. Gestern war dann nicht so toll, zu sauer und enttäuscht vom Vater. Geschenk war dann auch blöd, aber gut so ist es. Vom Mann und Bruder gab es Gutscheine, ich habe dann genug Guthaben für Massage oder Kosmetik. Immer noch schweinekalt mit -10 Grad, aber kein Schnee. Der Kaffee schmeckt und draußen singen wieder Krähen ein Lied. Der Mann geht gerade auf eine Reise, Freunde besuchen. Ich habe gerade lieber keine Freunde, ich brauche nichts, was sich nicht hier befindet. Immerhin, das hat sich seit der Kindheit verbessert, ich kann mich in meine eigene Wohnung zurückziehen, wenn ich die Schnauze voll habe. Emotional durchzudrehen und sich dann nirgendwo hin zurückziehen können ist nämlich doppelt grausam. So kann ich jetzt so lange Pause von der Welt machen, bis ich wieder Bock habe. Schwimmen ist leider nicht möglich, das Schwimmbad um die Ecke hat zu bis nächstes Jahr und selbst wenn nicht, die wollen jetzt 2G+, wo soll ich an den Feiertagen einen Test herkriegen? Na vielleicht nächste Woche, dann halt ein anderes Schwimmbad.

Dieser Druck an den Feiertagen Alkohol zu trinken, ist schon immens, es gehört traditionell einfach dazu. Ich habe es dann bei einem Sekt und zwei Radler belassen, und war trotzdem angetrunken, ich vertrage nichts mehr, währende ich als Teenager als trinkfest galt. Aber gut, die Nebenwirkungen, keine Angst und fröhlicher und geselliger sein, sind während den Feiertagen halt förderlich. Ich hätte gestern nur gar nicht so viel trinken können, um die Gesamtsituation gut zu finden. Außerdem Drogen jeder Art verstärken nur die Gefühle, die man eh in sich trägt, ich brauchte gestern nicht noch mehr Wut und Tränen. Mit dem Bruder ganz gute Gespräche gehabt und der Mann hatte sein erstes Raclette. Es wird langsam hell, gestern strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, immerhin etwas. Mal sehen, was ich heute anstelle, den Kleiderschrank entmisten habe ich schon länger vor, vielleicht auch nicht, aber einen Schrank voller Dinge zu haben, die nicht mehr passen ist nur frustrierend. Nächste Woche wieder Kochbox ist wahrscheinlich besser für mich, was ich so sonst koche, ist meistens einfach viel zu viel und am dritten oder vierten Tag schmeckt es dann nicht mehr. Den Stiefvater eins nochmal versucht anzurufen, der hat einfach aufgelegt, dann halt nicht. Der hat Scheiße gebaut, nicht ich, also kann er auch mal zurückrufen. Berlin 2021, soll ich froh sein dabei zu sein? Gut (über) leben ist natürlich wünschenswert, aber alles andere? Ich kann es wohl mit: „Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“ zusammenfassen. Oder auch da sind zu viele Menschen, die Probleme machen:

Gefühle eines Grinchs, keine weiße Weihnacht und komme drüber weg

Ein Gruß aus der Nacht mit gemischten Gefühlen. Gestern noch geweint, weil Weihnachten, aber nicht nur, auch geärgert und fast den Besuch wieder absagen wollen. Irgendwie scheint die Meinung zu herrschen, dass die Trauer um meine Mutter vorbei zu sein hat und ich nicht so gefühlsduselig sein soll. Entschuldige, aber wann, wenn nicht Weihnachten? Der Mann hatte wohl nicht gerafft, dass der 24.12. der wichtigste Weihnachtstag ist und der Vater weiß das, aber er scheint jetzt andere Prioritäten zu setzten, sogar heute hat er nur begrenzt Zeit. Der Bruder haute dann noch einen Spruch darauf, von wegen er möchte heute dann auch noch woanders hin. Vielen Dank liebe Männer, dann halt ohne mich in Zukunft, wenn mich keiner verstehen kann. Dass ich der Grinch mal heule, weil keiner Weihnachten mit mir feiern will, gut gemerkt, ab sofort wieder Grinch for life.

Gestern wurde dann aber doch noch ganz gut, zusammen gekocht und gegessen und danach wurde noch gesungen und gelacht. War eigentlich ganz schön, nur halt nicht der Vater oder Bruder. Es wird wohl das letzte gemeinsame Weihnachten sein, denn ab nächsten Jahr gibt es keine Elternwohnung mehr und ich laufe den beiden sicher nicht hinterher. Dieses am 25.12. ein paar begrenzte Stunden zusammen verbringen, können sie sich stecken. Ich glaube am meisten verletzt hat mich der Vater, dass er den 24.12 der Neuen widmet und auch am 25.12. nur begrenzt Zeit hat. Aber seine Wahl bzw. die Regeln der Neuen. Ich schreie nicht so laut, aber auch ich habe meine Regeln. Normalerweise enttäuscht man(n) mich nur einmal. Gestern doch keine weiße Weihnacht, es hat geregnet und der Schnee war weg. Der Lammbraten war butterweich, aber leider auch etwas trocken und der Tomaten-Reis für meinen Magen grenzwertig scharf, aber lecker. Zum Glück eine Spülmaschine im Haus, denn die Küche sah danach aus wie ein Schlachtfeld.

Der Mann schläft noch und schnarcht, nein das bin nicht immer nur ich. Es ist dunkel, keine Kerze brennt und ich lasse die Roots für mich sprechen:

Jollof Rice, Dunkelheit und weiße Weihnacht!

Guten Morgen, oder besser frohe Weihnacht? Bin ich froh? Gerade weniger, eher neutral. Obwohl der Schneefall in Berlin ist wohl ein kleines Weihnachtswunder, weiße Weihnacht nach über einem Jahrzehnt ohne? Gestern nicht so viel passiert, Homeoffice, einkaufen und frischen Rotkohl gekocht. Den Rotkohl werde ich wohl allein essen, mag der Mann und auch der Trauzeuge nicht. Stattdessen überlegt heute Jollof Rice zum Fleisch machen. Muss noch putzen, wegen des Besuches, ist mir dann doch peinlich. Ich finde, zumindest das Bad, muss glänzen. Der Plan ist zusammen essen und dann ziehen die Männer weiter, die halten nämlich nichts von stille Nacht, ich aber schon. Morgen dann richtige Familienfeier und übermorgen dann Netflix, Rotkohl und ich? Schlafe jetzt mit geschlossenen Gardinen, ein ziemlicher Erfolg, dass klein Nadine keine Angst mehr im dunklen Raum hat. Wollen wir mal nicht weiter darüber nachdenken, warum das Jahrzehnte nicht möglich war. Kippe zum Morgen erzeugt Kotzreiz, warum kann ich es nicht lassen? Wenigstens heute bei dem Besuch, werde ich wohl zum Rauchen auf den Balkon gehen, obwohl der eignet sich gerade auch als Kältekammer. Endlich frei, endlich keine Arbeit mehr dieses Jahr, das brauche ich auch. Pause für den Kummerkasten Nadine. Geschenk für den Bruder ist nicht angekommen, sehr schlecht, vielleicht doch noch eine Flasche Wodka für ihn kaufen und einen Ausdruck der Bestellung dran hängen?

Krähen kreuzen laut schreiend, so faszinierend Krähen sind, langsam nervt es, wenn es sonst keine anderen Vögel in der Gegend mehr gibt. Zukunft, was die Zukunft wohl bringt? Ich denke immer noch, dass wenn der Mensch so asozial weiter macht, dass Mutter Natur irgendwann zurückschlagen wird. Aber lassen wir die apokalyptischen Gedanken zum Weihnachtsfest. Versuchen wir es heute mal mit Nächstenliebe und guten Gedanken und freuen uns über die weiße Weihnacht….Frohe Weihnachten da draußen!

Passabel, Hund, Adele, Schlangen und Badewanne

Guten Morgen, passabel geschlafen, allein. Irgendwie doch ganz gut, dass der Mann gestern wieder gegangen ist, ist doch ganz schön viel Arbeit, wenn er da ist. Aufgeräumt, Spülmaschine laufen lassen, Waschmaschine laufen lassen und dann ein Nachmittagsschlaf. Pizza für den Vater gemacht und der kam zu spät mit Hund. Der Hund wollte gestern erstaunlicherweise hier bleiben, obwohl es hier keine Dose für ihn gibt. Müsste ich den Hund nicht im Treppenhaus tragen, hätte ich ihn auch am liebsten hier behalten. Mit dem Vater teilweise ein Adele Konzert gesehen, wie konnte sie sich so sehr zur Barbie machen lassen? So eine talentierte Sängerin, aber kein Gefühl mehr unter der blondierten Birne. Bin mit meinen Kosmetikprodukten sehr zufrieden, sie machen die Haut so schön jung weich, nein es gibt keine Pläne mich blondieren zu lassen. Das Geschenk für den Bruder ist immer noch nicht da, obwohl vor Wochen bestellt. Die Schlange vor dem DHL Shop ist gerade wieder sehr lang in der Gegend, wenn man dachte, man ist schlau und bestellt hat und dann 30 Minuten in der Kälte vor dem Paketshop steht.

Lebensmittel doch nicht ganz komplett für Weihnachten, aber bestellen ist nicht mehr, keine Lieferslots, also heute mal zu Netto oder Lidl gegangen? Aber erst Homeoffice, es wartet ein Termin und sicher auch weitere Anrufe und Mails. Immerhin, als letzte arbeiteten Kollegin, kriege ich jetzt auch die ganzen Danksagungen ab. Der Mann wird heute vielleicht wieder trotz Krankschreibung arbeiten, so ist das halt mit der Probezeit. Die Kerze brennt in der Dunkelheit und der Kaffee schmeckt, Blutdruck schon eine Weile normal bis zu niedrig, muss ich beobachten. Weder im Lager gewesen noch bei einer neuen Hausärztin, irgendwie alles zu viel gerade, um neben den zwingenden Aufgaben wie Arbeit, Haushalt, Familie und Freunde irgendwas hinzukriegen. Vielleicht nächstes Jahr oder vielleicht doch schon nach Weihnachten? Kalt ist es in der Stadt mit -3 Grad, die Autos vor der Tür haben eine Eisschicht, aber kein Schnee. Gestern nur bei der Tankstelle gewesen, um Tabak zu holen, meine Sucht scheint größer als gedacht zu sein. Immerhin hier funktioniert die Heizung richtig, es gibt eine Badewanne und genug zu Essen und Getränke hier. Frauenschmerzen sind im Rückzug, aber irgendwie bin ich frustriert und traurig, leer. Weihnachten ohne Mutti, immer noch eine harte Sache. Alleine in der Badewanne liegen, vielleicht mein Trostpreis.

Immer noch nicht wirklich Bock auf Fernsehen und Musik, alles so stressig, aber auf Gesellschaft schon. Versuchen wir es mit Mama Musik…

Musikloser Gruß

Ein Gruß aus der Nacht, heute Nacht nicht so wunderbar, der Mann störte mit Heizung an und aus in der Nacht. Im Homeoffice mehr gemacht als geplant, aber insgesamt nicht viel. Gekocht Lachs mit Kartoffelecken und Salat. Spülmaschine lief dann ständig gestern, den zu zweit fällt halt sehr viel Abwasch an. Gerade Schmerzen, hoffe, das geht wieder weg. Schlechtes Gewissen wegen des Freundes, der Geburtstag hatte, gestern nach der Arbeit neben dem Mann eingeschlafen, statt zu spazieren. Abends Filme geguckt, aber Filme in Englisch finde ich dann irgendwann anstrengend, auch mit Untertiteln. Heute wieder Homeoffice, aber nur einen Termin, mal sehen, wie es wird. Ich bin so müde. Dem Mann geht es schon etwas besser, nachdem er gestern den ganzen Tag verschlafen hat. Heute Abend Pizza mit dem Vater, mal sehen, wie das wird. In letzter Zeit immer weniger gemeinsame Sonntage. Mit der Musik immer noch auf Kriegsfuß, alles passt irgendwie nicht mehr. Ein Leben ohne Musik, aber eigentlich nicht denkbar für mich.

Sprachlos, mit Schmerzen in der Nacht, nicht so wunderbar, immerhin Blutdruck unten, vielleicht gehe ich wieder ins Bett, schlafen, alles verschlafen, wie schon mein ganzes Leben, aber da spielte früher wenigstens Musik.