Frühstück, Corona, Arzt, Muskelkater, Passierschein und Hund

Guten Morgen, ne eigentlich mitten aus der Nacht. Der Hund war der Meinung Zeit für Frühstück, aber gut, ich wollte vor neun beim Arzt sein. Hiobsbotschaft von gestern, der Mann hat Corona, er fühlte sich nicht gut und hat einen Test gemacht bevor wir uns treffen wollten. Warten wir ab, ob der PCR-Test auch positiv ist. Mich selbst auch nochmal getestet, kein Corona. Der Kaffee schmeckt, der Hund furzt und ich finde die Anwesenheit des Hundes nicht mehr so beruhigend wie zu meinen Angstattacken damals, im Gegenteil er weckt mich und ich habe dann Angst um sein Wohlbefinden. Nach dem Arzt heute keine Pläne außer Gassi gehen und vielleicht noch etwas mehr schlafen. Vielleicht eine gute Entscheidung diese Woche lieber im Homeoffice zu arbeiten, die Zahlen explodieren und Bruder und Mann sind infiziert trotz Booster-Impfung. Dass der Vater dabei verreist ist, wahrscheinlich auch keine so gute Idee. Gestern sehr viel geschlafen, tagsüber, wollte gar nicht mehr aus dem Bett. Der Sturm scheint vorbei zu sein, auch schön, weder Corona zu haben, noch vom Baum erschlagen zu werden. Bin mir nicht sicher, ob Hund schleppen jetzt gut oder schlecht für meinen Rücken ist, in den Armen habe ich schon Muskelkater.

Die Rentenversicherung schickte einen Ablehnungsbrief für die Reha wegen fehlender Mitwirkung, alles Schikane, sie hatten die Erlaubnis sich alle Daten bei der Krankenversicherung zu holen, da frage ich mich, warum einzelne Ärzten nochmal Formulare ausfüllen sollen und ich die verschicken soll. Unnötige und hindernde Bürokratie und Papierverschwendung. Aber wer hat jetzt Geld gespart? Alle Diagnosen kennen, aber nochmal Formulare dazu verschicken? Kranke Menschen nochmal durch die ganze Stadt und in Wartezimmer während Corona schicken? Ach ja während Corona kriegt man innerhalb von 3-4 Wochen Abgabefrist gar keinen Arzttermin? So kann man Hilfen auch verweigern. Gleiches bei der Krankenkasse: schwimmen gehen ist keine Kassenleistung, auch wenn Sport bei mir mehr als dringend ist und Schwimmen derzeit der einzige Sport ist, den ich machen kann. Hilfe dir selbst, dann hilft dir Gott? Seine Versicherungen kann man auf jeden Fall vergessen. Und nein, ich glaube nicht, dass es jetzt so viele Leute gibt, die solche Anträge nur zum Spaß stellen. Aber gut, ich sollte nicht so überrascht und empört tun, das ist unser Kostenvermeidungssystem, bisher war nur ich nie die Antragstellerin. Eigentlich bräuchte ich gerade eine Beraterin wie mich, die mich durch die Formulare führt und mir Mut gibt nicht aufzugeben.

Gegessen gestern weiter Gnocchi-Auflauf und dann Heißhunger auf Pommes und Burger und dann doch noch Essen bestellt. Mache ich sehr selten, aber gestern musste es irgendwie sein. Körperliches und seelisches Wohlbefinden gerade ganz ok, es gab schlimmere Tage. Auf in den Tag, ich hoffe, die Ärztin hat ein neues Rezept für mich, denn ohne Blutdrucksenker rumrennen ist keine gute Idee und da schwebt ja immer noch das Thema Adoption über mir, für das ich einen Brief vom Arzt brauche. Keine Ahnung, warum auch die zu adoptierende Person einen Gesundheitsnachweis bringen muss. Nächste Schikane, denn wenn jemand über meine Diagnosen Bescheid weiß, dann ist das mein Stiefvater. Nadine auf der Suche nach dem Passierschein, glücklich wer dabei nicht im Krankenhaus landet. Keine Musik im Ohr heute früh, dafür Hundefurz in der Nase, dann etwas Hundemusik:

Heizung, Sturm, gespart, Müsli und Traurigkeit

Guten Morgen, eigentlich ganz gute Nacht, nicht so guter Morgen, denn der Hund kratzte am Boden und der Nachbar schlug als Antwort lautstark gegen die Heizung. Muss ich heute noch die Polizei rufen? Kann irgendwie nicht sein, dass ich aus deren Sicht, weder Vögel, einen Hund noch einen Ehemann haben darf. Ich bin auch dagegen, dass die Hauptmieterin zwei kleine Jungs, mehrere Hunde und einen seltsam aggressiven Kerl dazu hat. Der Sturm ist immer noch stark, gestern sind mir die Balkonmöbel um die Ohren geflogen und heute früh ist der Hund fast davon geweht. Da hat dann auch der Hund keine große Lust auf ausgedehnte Gassirunden. Homeoffice war gestern ok, aber wegen Sturm, danach dann lieber nicht in den Wald, könnte lebensgefährlich sein, wegen alter, maroder, umkippender Bäume. Gleiches heute, Baumgerippe wackeln bedrohlich vor sich hin. Immerhin noch im Supermarkt gewesen, meine Art an der Kasse neben Rabatten und Sonderangeboten, auch noch Gutscheine und Coupons geltend machen zu wollen, überfordert viele Kassiererinnen, die dann verzweifelt nach der Marktaufsicht rufen. Freut dann andere wartende Kunden, aber ich habe 10 Euro extra gespart. Von 10 Euro kann man viel kaufen, warum sollte ich das Geld verschenken?

Mein Müsli-Business geht voran, ich werde immer kreativer in der Zusammenstellung, aktuell nehme ich einen Teil fertiges Müsli, ergänze es mit Haferflocken, Nüssen und Früchten und stelle die Mischung mit Milch abends vor dem Schlafen in den Kühlschrank. Keine Gedanken an die Vergangenheit gerade, aber die Gegenwart ist gerade auch nicht erheiternd. Die Außenwelt ist gerade eine visualisierte Depression. Glücklich wer gerade ein zu Hause hat. Gestern erst weiter Spinat gegessen und später noch den Gnocchi-Auflauf gemacht. Abgesehen von einer Scheibe Schinken, gestern kein Fleisch für mich. Der Vater ist gut angekommen im Ferienort und der (Pflege-) Bruder hasst mich bestimmt gerade, weil ich seiner Querdenker Mutter mitgeteilt habe, dass er Corona hat, war keine Absicht, fiel mir erst später auf, dass das wohl Konsequenzen hat. Ich finde jetzt sollten beide doch mal einsehen, dass es a) Corona gibt und b) die Impfung vor eine Infektion nicht schützt. Also beide mit ihren radikalen Ansichten falsch lagen. Stille im Haus, dem Nachbar mache ich ganz sicher nie wieder die Tür auf, der Zug für Gespräche ist abgefahren, selber mega asozial verhalten, aber maximal Rücksicht von anderen erwarten.

Mal sehen was aus dem Tag so wird, für den Moment keine Meinung und keine Pläne, spazieren gehen ist ja gerade eher nicht. Vielleicht Frühstück und wieder ins Bett, Faulheit muss auch mal sein, morgen und übermorgen genug Pläne und Termine. Winter und Traurigkeit:

Kotzgeräusch, Pizza, Regen, Frühstück, früher und mein Leben

Guten Morgen, nicht so gute Nacht, dieses Mal weiß ich aber warum, der Hund hat in der Nacht Kotzgeräusche gemacht, aber anscheinend nicht gekotzt. Hunderunde bereits hinter mir, wach und gutaussehend ist was anderes, aber das braucht es auch nicht um einen Hund hinterherzulaufen und seine Hinterlassenschaften aufzusammeln. Gestern Homeofficetag ganz ok und auch noch im Büro gewesen. Pizza für den Vater gemacht, wobei ich mittlerweile auch eine Empfehlung für den Lidl Pizza XXL Teig aussprechen möchte. Heute wieder Homeoffice mit einigen Telefonterminen, mal sehen, wie es wird. Scheißwetter haben wir, es ist grau und dunkel und es regnet in einer Tour, genau das richtige Spaziergehwetter.^^Aber heute Nachmittag geht es dann trotzdem in den Wald. Ein Paket sollte heute kommen, langsam kenne ich unseren Hermes-Boten, eine verlässliche Größe. Vor lauter Hund ist die Birne gerade leer. Mein kleines Leben in Berlin mit Hund zum Morgen. Der Mann will morgen vielleicht vorbeikommen, aber irgendwie entfernen wir uns gerade immer mehr, er scheint es nur nicht zu merken. Er scheint nicht zu verstehen, dass ich nicht die Frau bin, die man mit gutem Verdienst und einem Auto beeindrucken kann, sowas ist mir ziemlich egal, ich will das Kostbarste: Zeit. Er investiert aber gerade alle Zeit in Job und Führerschein.

Übergegangen mein Frühstück am Vorabend vorzubereiten, morgens habe ich einfach keine Lust lange darauf zu warten, bis die Haferflocken weich genug sind. Keine Ahnung wie es weitergeht, mit allen, aber mache dann trotzdem mal weiter. Zum Glück keine frühen Termine heute, also jetzt erstmal entspannen. Der Vogel nervt, was geht der mir auf die Eier, aber genau deswegen macht er Stress, er will Eier, aber keine willige Henne in Sicht. Der Kaffee schmeckt und die Leute aus der Einzimmerwohnung von oben sind gestern Nacht wieder unzählige Male laut durch das Treppenhaus gelaufen, keine Ahnung, warum um Mitternacht Dinge erledigt werden müssen und jetzt auch wieder, immer zwei Männer, ich frage mich wie viele Leute da leben oder ob sie Treppenhausnutzung als Sport sehen. Ja, ja, man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat. Zum Beispiel einen ruhigen Hausflur. Nein ich singe jetzt kein Lied über früher, früher war bei mir auch oft nicht besser. Früher war ich nur jung und gesund, die Chancen waren besser, aber geklappt hat trotzdem nichts. Der Blutdruck ist unten, der Kaffee schmeckt und der Hund frühstückt vor mir.

Heute vielleicht ein Gnocchi-Auflauf in Tomatensoße mit Zucchini, wobei ich bemerken muss, dass Zucchini gerade mit über drei Euro das Kilo einen sehr hohen Preis hat. Normalerweise kostet das die Hälfte. In meiner jetzigen Situation an Essen sparen geht aber nicht und möchte ich auch nicht. Nie wieder billige Cervelatwurst von Aldi, dann lieber woanders gespart. Irgendwie musikalisch etwas aggressiv gerade, aber dieser Onkelz Song passt gerade wunderbar: Das ist mein Leben…

Quiche, der Hund, die Männer, Nachbarin und Essen

Guten Morgen, ganz schlechte Nacht, warum auch immer. Hoffentlich nur zwischen wach und bald wieder ins Bett. Die Kollegin hat gestern zum Abschied eine Quiche gemacht, war lecker, aber auf Paprika reagiere ich gerade nicht so gut. Der Vater hat gestern abgesagt, aber kommt ja heute inklusive Hund. Der Hund wollte schon bei den letzten Besuchen hier bleiben, heute darf er dann auch erstmal bleiben. Vielleicht koche ich für den Hund schon mal etwas Reis mit Möhre, das liebt er. Finde es seltsam, dass der Hund die letzten Male trotz Vater der gehen wollte hier bleiben wollte. Normalerweise ist der Vater die absolute Nummer eins für ihn, aber vielleicht weiß der Hund auch einfach, dass der Vater keinen Reis für ihn kocht. Je älter er wird, umso mehr ist er nur noch an Futter und Schlaf interessiert. Obwohl, das wollen auch viele Menschen vermehrt im Alter, schlafen und essen. Beschreibt auch gut mein Leben der letzten Jahre. Leider habe ich nicht nur Reis und Möhren gegessen, sondern eher Schokolade und Eiscreme.

Die Nachbarin scheint verreist zu sein, ich habe dann mal ihre Fußmatte nach dem Putzdienst gerichtet, denn ich denke immer an den Film Bin-Jip, wenn es offensichtliche Zeichen gibt, dass Nachbarn nicht zu Hause sind. Gestern ist ein alter Mann im Bus gestürzt, aber es schien ihm gutzugehen, mithilfe konnte er wieder aufstehen und ist auf beiden Beinen aus dem Bus ausgestiegen. Wieder einen Corona-Test gemacht, kein Corona für mich. Gestern nicht viel beraten, ich schone mich gerade etwas, denn ich habe gemerkt, dass es weder mir noch den Ratsuchenden guttut, wenn ich zu viel mache. Nächste Woche Homeoffice, aber ich habe ja 24/7 den Hund als Gesellschaft da. Manchmal finde ich Hunde besser als Gesellschaft als Männer, aktuell erscheint mir der einzige Vorteil bei einem Mann, dass der alleine auf Toilette gehen kann. Im Haushalt läuft gerade nicht viel, nur kochen, Küche aufräumen und Wäsche waschen, mehr kriege ich nicht hin. Nächste Woche wieder Kochbox. Ernährungstechnisch läuft gerade sehr viel anders, es gibt Müsli zum Frühstück und gekocht wird immer mehr vegetarisch. Früher gab es immer Brot oder Brötchen und meistens auch Fleisch. Früher habe ich mich aber auch nach den Männern gerichtet, die müssen dann nur nicht mit meinem Magen und meinem Gewicht leben. Alleine kann Frau machen, was sie will und ihr guttut.

Weil ich jetzt nicht Mandy spielen will, kommt Cat Stevens zu Wort:

Gestern, Medikamente und Nebenwirkungen, krankes System

Guten Morgen, nicht so grandiose Nacht, aber immerhin sechs Stunden am Stück geschlafen. Bin noch nicht wach zwischen Kerze und Kaffeebecher. Supervision gestern war gut, wieder das Thema Abgrenzen, schwierig das zu lernen, wenn man es eigentlich nicht will. Aber ohne Selbstschutz rumzurennen, auch keine gute Idee. Der Bruder meldet ebenfalls Corona, obwohl dreifach geimpft. Heute Büro und letzter Tag mit der Ehrenamtlichen, ich werde sie vermissen. Der Kaffee schmeckt, die Kippe nicht, aber ich lasse es trotzdem nicht. Die Straße rauscht und ich sehe verkniffen in den Tag, keine Lust auf die Pizza-Aktion heute, aber der Vater hat meine Ansage es verschieben zu wollen nicht akzeptiert. Wir sehen uns doch auch morgen, zur Hundeübergabe, also warum heute auch? Steuerspiele haben ergeben, dass der Mann kein Geld zurückbekommt, vielleicht mein Fehler bei der Eingabe? Oder auch nicht?! Dieses Jahr also lieber getrennte Steuererklärungen, damit ich wenigstens Geld erhalte. Die Nachbarn machen Krach, wahrscheinlich hat mich das geweckt. Verdauung ok, das ist doch mal was. Der Körper schmerzt jedoch, ich hoffe der Orthopäde nächste Woche kann mir weiterhelfen. Bewusst für einen neuen Arzt entschieden, denn die alte Orthopädin ist unfreundlich und hat meine Mutter bis zum Tod behandelt. Sicher nicht ihre alleinige Entscheidung meiner Mutter viel zu viele starke Schmerzmittel zu geben, aber diese Schmerzmittel über Jahre waren auch Grund für ihren Tod. Bin ich damals ausgerastet als der Bruder nach ihrem Tod die ganzen Pillen an sich nehmen wollte. Hier wird nicht weiter gestorben!

Freue mich auf den Hund, oder auch nicht? Der Hund ist klasse, aber ihn täglich im Treppenhaus tragen wird heftig. Aber gut kein Ticket für das Schwimmen ergattern können, so habe ich dann täglich anderen Sport. Was waren das noch für Zeiten, wo man jederzeit ohne Anmeldung und Nachweis schwimmen konnte. Berufliche Zukunft, vielleicht sollte ich mich einfach bewerben und mir nicht den Arsch abarbeiten. Ich habe wohl Wasser in den Händen, mal mehr mal weniger, ich weiß nicht woher, aber ich merke es am Ehering, einen Tag passt er, am nächsten nicht. Die Kosmetikerin wies mich darauf hin. Noch so eine Rentnerkrankheit für mich. Danke fucking Neuroleptika! Ich hatte damals keine Ahnung, was diese Medikamente bedeuteten und aufgeklärt hat mich niemand dazu zu keinem Zeitpunkt. Nein ich wurde ohne jegliche Aufklärung jeden Tag unter Aufsicht gezwungen die Pillen zu nehmen. Erst als ich andere Patienten kennenlernte, bekam ich eine Ahnung, was diese Pillen bedeuten, aber da war es schon zu spät. Das ist aber nicht mein alleiniges Schicksal, ich habe auch nicht erlebt, dass irgendein anderer Patient oder dessen Angehörigen vorher aufgeklärt wurden. Solche Aufklärung betreibe ich jetzt öfter, auch wenn es anscheinend keine Alternativen in unserem System gibt, weil diese zu personal- und zeitintensiv und damit zu teuer sind. Die ganzen Folgekosten durch die Nebenwirkungen sind aber auch teuer. Vorausgesetzt der Patient ist noch lebendig genug dazu.

Heute Beratung, mal sehen, wie es wird, aber ich glaube ein leichteres Thema als Neuroleptika. Gekocht gestern indischen Spinat und dazu ein Spiegelei, beim Kochen kenne ich keine Landesgrenzen, ich nehme mir aus jedem Land, was schmeckt. Finde es immer noch bedenklich, dass Bürger jetzt Bürger kontrollieren. Auch ich muss bei der Arbeit Impfnachweise kontrollieren, aber wer gibt mir das Recht dazu? Bin ich Arzt? Bin ich Polizist? Vom Ordnungsamt? Wie kann es sein, dass jetzt Hinz und Kunz Exekutive des Staates sind? Klar will ich auch kein Corona, aber was gehen mich die Gesundheitsdaten meiner unbekannten Mitmenschen an? Aus meiner Sicht gar nichts. Merke schon, heute keine Heiterkeit im Schreiben, aber das ist wie ich die Welt gerade erlebe und was ich so denke und fühle. Vielleicht besser frühstücken und duschen und einfach weiter machen als Kranke im kranken System.

Schlaf, ungeduldig, Arzttermine, Quarantäne und kein Paradies

Guten Morgen, endlich mal wieder ausreichend geschlafen. War auch dringend nötig. Gekocht eine einfache Tomatensoße mit Nudeln und Salat. Ja ich habe hier seit Corona sehr viele Nudeln gehortet und kaum Nudeln gegessen. Aktuell bin ich ungeduldig für meine Verhältnisse, quatscht jemand zu lange Blödsinn bin ich nicht mehr gewillt dem unendlich zuzuhören. Wie bringt man Klartext nur möglichst freundlich rüber? Homeoffice war ok, ein paar Beratungen und weitere Termine für die Woche gemacht. Für mich Arzttermine gemacht, endlich zum Orthopäden, das ist so was von überfällig bei meinen Schmerzen und Ausgaben für Massagen. Beim Psychiater kein Durchkommen, seit Tagen, immer besetzt, dabei möchte ich doch nur einen Termin umlegen. Zum Glück habe ich noch genug Medikamente, weil ich von einem Lieferengpass ausging, es gibt aber wohl eher einen Ärzteengpass. Die Freundin in der Türkei angerufen, auch sie hat Corona und ist in Quarantäne. Gruselig, wenn mehrere geimpfte, direkte Kontakte in Quarantäne sind. Habe mich dann mal getestet, ich habe immer noch alles, aber kein Corona. Angefangen die Steuererklärung zu machen, aber mir fehlen noch Daten vom Mann. Heute Büro und Supervision, ich denke, das ist gut so.

Es ist noch dunkel und eine Kerze brennt, der Kaffee schmeckt, aktuell kein Bock mehr auf mein Leben, also nicht lebensmüde, aber müde, sehr müde und keine Perspektive in Sicht. Will gar nichts mehr, aber gar nichts macht mich auch nicht glücklich. Alles doof. Frühling könnte helfen, Freiheit könnte helfen, aber während Corona scheint Freiheit ausverkauft zu sein. Von der besten Freundin auch nur Horrornachrichten. Meine kleine Horrorshow, ich weiß aber, mein aktueller Film ist nicht der Schlimmste, auch wenn es mir so vorkommt. Immer weniger Lust am Wochenende zu arbeiten, ich sollte vielleicht nach einer anderen Lösung suchen. Die Welt retten, vergesse es, ich allein schon mal gar nicht, ich mache mich damit nur kaputt. Alles, was ich geben kann, ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ein Angebot erhalten in einem Film mitzuspielen, zugesagt aber doch noch am überlegen, ein Outing will gut überlegt sein bei den aktuellen Arbeitsmarktchancen. Wäre ich schwul oder lesbisch, divers, kein Problem heutzutage, aber seelisch krank? Da kriegen die Leute mit ihren Vorurteilen Angst. Ich bin gut in meinem Job, aber reicht das als lebenslange Perspektive in einer Gesellschaft in der die Inklusion für Behinderte gerade abgeschafft wird?

Gerne würde ich alles verschlafen, aber ich habe schon zu lange geschlafen, freiwillig und unfreiwillig. Das Paradies, vielleicht gibt es das gar nicht, nicht hier und auch sonst nirgendwo. Meine Idealistin kann einpacken, die Träumerin auch, das ist Realität und nicht das Paradies…

Durchwachsen, Baerböckchen, die Welt und die Menschheit

Ein Gruß aus der Nacht, wobei für manche auch guten Morgen? Der Tag war gestern durchwachsen, nur mit viel Überwindung zur Kosmetik und mich dabei gefühlt wie der sterbende Schwan. Danach nicht mehr viel, erneut telefoniert mit der Hass-Freundin, dieses Mal war sie besser drauf. Geschlafen und doch noch gekocht. Das war jetzt sogar vegan, wobei ich in Zukunft auf fertige Guacamole gern verzichte. Ich mache selbst bessere. Mein Magen hat sich dadurch etwas beruhigt und auch die Rückenschmerzen sind besser. Blutdruck derzeit etwas zu hoch, aber noch nicht gefährlich. Alles Nachwirkungen der Impfung oder einfach Stress? Beruflich war und ist das einfach zu viel und sich in der Freizeit dann um die Hinterlassenschaften der verstorbenen Mutter kümmern, nicht so erheiternd und entspannend. Ach ja und Corona haben wir auch noch. Wobei ich wohl zu den Leuten gehöre, die durch Corona keinen wirklich veränderten Lebenswandel haben, ich war schon vorher viel allein zu Hause. Dass meine Mitmenschen aber so abdrehen, das ist dann schon belastend. Politisch kann man auch nur noch wegschauen, ich sage nur Baerböckchen, so sehr ich mich über Frauen im Parlament freue, sie stellt sich wie eine Vollidiotin dar. Gab es keine schlauen und kompetenten Frauen für den Job? Hat sie keine guten Berater? Jobs nur nach Geschlechtsmerkmalen zu vergeben ist andersrum also auch falsch. Welches Geschlecht sich in der Hose befindet, sollte eigentlich egal sein, wenn der Mensch stimmt.

Nachbarn sind schon wach und hörbar, irgendwer rennt durch das Treppenhaus und mein Kaffee schmeckt. Fühle mich für den Moment ganz passabel, nur das Gesicht ist rot und heiß von der Behandlung gestern. Brauche ich das wirklich? Ein junges Gesicht für einen alten Körper? Letztendlich bin ich doch so alt wie ich bin, auch wenn die Leute mich jünger schätzen. Im Alter wird man vielleicht weniger begehrt, aber dafür wird man endlich ernst genommen? Wer zu hübsch ist, dem hört nämlich keiner zu. In diesem Punkt ist der Mensch wohl immer noch Tier, wenn es um Fortpflanzung geht, scheint gesprochene Sprache nicht mehr zu existieren. Bei der Anzahl der Menschen auf der Erde, sollte aber eigentlich klar sein, dass Fortpflanzung nicht mehr unsere erste Priorität sein sollte, wir sind schon genug und werden dabei mittlerweile sehr, sehr alt. Für mich ist die Menschheit auf der Erde nur haltbar, wenn der Mensch sich gegenüber der Rest der Welt sozialer verhält oder halt aufhört sich so rasant fortzupflanzen. Am besten Beides. Der kirchliche Ansatz den Menschen als Herrscher der Welt zu sehen ist für mich totaler Blödsinn. Es sei denn, es ist damit gemeint der König als erster Diener des Volkes. Alle Lebewesen haben ihre Daseinsberechtigung, wir sind ein Gesamtsystem, das nur zusammen funktioniert.

Aber genug zu Weltansichten, das sind nur meine Gedanken, als eine Frau, die manchmal lieber kein Mensch wäre. Mich kotzt rücksichtsloser Egoismus einfach an. Aber die Menschheit ist meine Familie, eine Familie, für die ich mich oft schäme. Das Ding ist nur, dass der Rest der Familie mich für sonderbar hält und mich fragt, warum ich nicht mitfeiere. Ganz einfach, weil ich nicht feiern kann, solange ich in Babylon lebe…

People of Colour

Mein Bruder ist ziemlich links und nennt meinen Mann einen Menschen der Gruppe „People of Colour“ (Menschen mit Farbe). Das scheint der neuste, politisch korrekte Begriff zu sein, um dunkelhäutige Menschen zu beschreiben. Was für ein Bullshit! Menschen mit Farbe! Wie diskriminierend ist das denn? Wer ist hier denn wirklich farbig? Ich zitiere dazu ein altes Gedicht aus meiner Kindheit:

Gedicht eines Farbigen
Wenn ich geboren werde, bin ich schwarz.
Wenn ich aufwache, bin ich schwarz.
Wenn mir schlecht ist, bin ich schwarz.
Wenn ich sterbe, bin ich schwarz.

Aber Du!!!

Wenn du geboren wirst, bist du rosa.
Wenn du aufwachst, bist du weiß.
Wenn dir schlecht ist, bist du grün.
Wenn dir kalt ist, bist du blau.
Wenn du stirbst, bist du violett.

Und du nennst mich einen Farbigen???

Quelle

Alle Menschen haben irgendeine Farbe irgendwann, wenn dann sind alle Menschen „People of Colour“! Hört mit dieser beschissen, separierenden Begriffsfindung auf, nennt sie einfach Menschen!

Schlechte Laune, intelligenter Matschhaufen und aufgewacht

Guten Morgen, habe ich schlechte Laune. Alles ziemlich doof gelaufen gestern und schlechte Nacht. Meine theoretische Unterstützung für das Hundesitten nächste Woche hat kaum Zeit und dachte sie kommt nur mal vorbei zum Gassi gehen, das ist nur leider gar nicht notwendig und damit auch keine Unterstützung. Sauer auf die Mutter, weil ich rausgefunden habe, dass sie für sich selbst, nicht nur einmal, das 10-20 fache ausgegeben hat, als das, was sie für mich bereit war auszugeben. Wie wenig wertschätzend, wie egoistisch ist das? Dann einen Fehler gemacht eine Freundin anzurufen, die aufgrund der Corona-Situation voller Hass ist, das hat mir auch nicht so gutgetan. Danach total aufgewühlt mit dem Mann gesprochen und mit ihm einen Streit über die steuerliche Absetzbarkeit von Immobilien geführt. Ja er ist der Typ mit dem Master in Finanzen, aber ich bin die Frau, die hier schon immer lebt und arbeitet und damit das deutsche Steuersystem und seine Tricks besser kennt?! Wieder fehlende Wertschätzung und ich danach total bedient. Für den Moment denke ich, dass Männer nur ein teures und nerviges Accessoire sind, das keine Frau braucht. Für einen Arztbesuch heute früh bin ich auch zu spät dran, aber irgendwie war das schon gestern Abend klar. Genug gekotzt, so viel zu mir und meinen Enttäuschungen und Aufreger von gestern.

Ein grauer Tag grüßt, die Straße rauscht und ich fühle mich wie ein wütender Matschhaufen. Das ist nicht meine Welt, mit egoistischer Mutter und Besserwisser Männern. Heute nur einen Termin, zur Kosmetik, aber eigentlich habe ich da keinen Bock drauf, meine Gesichtshaut ist wirklich nicht gerade mein Problem Nummer eins. Hübsch und jünger aussehen, um wen zu beeindrucken? Ach Männer, die einen dann nur als hübsches Accessoire ohne Inhalt sehen. Ich bin ein Mensch und nicht nur Tochter und Frau, was kann ich dafür weiblich geboren zu sein? Ein bisschen Versöhnung vor dem Einschlafen brachte dann gestern der Film „Ronja Räubertochter„, das ist eher das Frauenbild, das ich als Kind gut fand und anstrebte. Nach dem ganzen Frust nicht mehr gekocht gestern, sondern eine Dose Kartoffelsuppe warm gemacht. Vielleicht heute kochen, vielleicht aber auch nicht, bei der Kosmetik gibt es einen Döner. Aktuell habe ich den Eindruck, dass mein Intellekt auch wieder erwacht, doch dumm erträgt sich die Welt besser. Tja, die Sache mit der Intelligenz und dem Glück. Doch lieber dumm sein oder wenigstens so tun? Sich nicht aufregen wäre vielleicht auch ein Anfang. Aber der Idealist in mir findet das alles nicht komisch.

Die Arbeitssituation und Perspektive macht das alles auch nicht besser, unterstützen in einem zusammenbrechenden Unterstützungssystem, da braucht es keinen Idealismus, da braucht es berechnenden Pragmatismus. Der Kaffee schmeckt und ich trinke zu viel davon, rauche zu viel, fluche zu viel, der Situation angepasstes selbstzerstörerisches Verhalten?! Ist so ne Sache mit dem Durchhalten von guten Vorsätzen, wenn die Welt drumherum einfach mal ein Arschloch ist. Aufwachen nichts für Weicheier…

Grau, Neuroleptika-Wrack, vegetarisch, und Nüsse

Guten Morgen, ganz passable Nacht, nur einmal wach gewesen in der Nacht und über sieben Stunden geschlafen. Ein grauer Tag grüßt und ich denke, die trampelnden Kinder von oben haben mich geweckt. Gestern doch kein Homeoffice gemacht, aber einkaufen gewesen und schwimmen gewesen. Schwimmen war anstrengend, zu viele stressige Menschen im Bad. Hoffentlich wird das nächsten Samstag anders. Heute zum Vater, er will, dass ich bei einer Besichtigung dabei bin, ich aber nicht, warum auch immer, ich reagiere aggressiv auf Leute, die die Elternwohnung haben wollen. Also werde ich vorher gehen. Gibt es dann Mieter, kann ich die auch später noch kennenlernen. Ein grauer Tag grüßt, Spatzen singen im Busch und die Straße rauscht noch gemäßigt. Der Kaffee schmeckt und für den Moment funktionieren Atmung und Verdauung. Fühle mich immer noch wie ein Neuroleptika-Wrack, das hat alles so viel zerstört und ich meine nicht nur mein aktuelles Gewicht. Ob das alles wirklich angemessen oder nötig war, das weiß keiner, denn Forschung wird in diesem Bereich kaum betrieben. Ich für mich persönlich vertrete den Standpunkt, dass Neuroleptika nur in absoluten Krisenzeiten gegeben werden sollten und danach schnellstmöglich wieder reduziert und/oder abgesetzt werden sollten. Lieber etwas verrückt in der Birne, als ein (dauerhaftes) seelisches und körperliches Wrack. Das ist für mich nämlich nicht Leben retten, das ist für mich mehr Leben zerstören.

Aber genug über Psychopharmaka, mein Standpunkt sollte bekannt sein und ich kenne auch wenige Leute, die damit zufrieden sind. Immerhin gestern noch das Bad geputzt und gechattet, ansonsten eher weniger Tatendrang in der Wohnung. Die Tür zum Vogelzimmer zu lassen hilft weiterhin ungemein, betrete ich das Zimmer fange ich sofort an zu niesen und die Nase schwillt zu. Aktuell fange ich an mich vor Fleisch zu ekeln, vielleicht weil ich Fleisch gerade auch nicht vertrage, also heute wieder vegetarisch. Die nächste Woche dann keine Kochbox, erstmal kochen, was ich noch hier habe und ich habe noch verdammt viel hier, dank Corona-Panik-Horten. Selbst wenn das Ende der Welt naht, was will man dann mit einem vollen Küchenschrank? Sich damit begraben lassen und in Himmel oder Hölle dann auffuttern? Gibt es dort Bonuspunkte für eine Dose Hühnersuppe oder Knäckebrot? Für Klopapier und Nudeln? Kann ich mir kaum vorstellen, im Himmel gibt es sicher bessere Sachen und in der Hölle wäre ein Brathähnchen wohl passender.

Aktuell steige ich immer mehr in das Nuss-Business ein, damit pimpe ich mein Müsli am Morgen, am Anfang waren es geröstete Cashewnüsse oder Haselnüsse, mittlerweile bin ich bei Walnuss und Paranuss angelangt, dazu dann noch Banane und Himbeere. Auf in den Tag, es gibt nichts Gutes, außer man tut es, dazu der Lieblingssong des Mannes, der auch mich zum Lächeln bringt: