Demo, Vorräte, Pfadfinderin und Freizeitmöglichkeiten

Guten Morgen, eine neue Woche nach einer schlechten Nacht. Gefühlt viel passiert und jetzt erschöpft. Der Kaffee schmeckt, draußen ist es laut und ich bin unmotiviert. Andere waren gestern demonstrieren, ich im Wald. Alles noch sacken lassen, erholen und jetzt bloß nicht panisch werden. Ich denke, meine Kraft sollte der Vorbereitung dienen, die Russen lassen sich sicher nicht durch eine Demo aufhalten. Aber gut, es ist ein öffentliches Zeichen wo die Bevölkerung steht, nur damit unsere Politiker Bescheid wissen. Ein ehemaliger Kollege von mir ist gestorben, wahrscheinlich die Leber und ja ihr denkt richtig. Traurige Zeiten, gewaltvolle Zeiten und ich liege auf dem Sofa, lerne Erdkunde und denke zu viel. Bin ich in meiner Wohnung gefährdet, weil sie im ehemaligen Osten liegt? Ist Berlin als Insel im Osten generell gefährdet? Wieder der Reflex horten zu wollen, es sind noch Corona Vorräte da, aber es fehlen Notstromlösungen für mich. Wenigstens kochen und telefonieren möchte ich, wenn hier wirklich was ausfallen sollte. Gekocht gestern Ingwer-Hackfleischbällchen mit Aubergine.

Als alte Pfadfinderin weiß ich eigentlich wie es geht. Im Nachhinein kommt mir meine Zeit bei den Pfadfindern wie ein kirchlich organisiertes Überlebenstraining vor. Denn wann bitte steht man allein im Wald und versucht, mit so wenig Hilfsmittel wie möglich zu überleben? Ich könnte mir im Notfall, ohne große Werkzeuge, in der Natur eine Toilette, einen Ofen, Sitzmöbel oder eine Hütte bauen und dabei Feuer machen und mich anhand von Sterne und Sonne orientieren. Wozu brauchte ein kleines Mädchen in den 80er so eine Ausbildung? Aber gut, ich bin dankbar, diese Ausbildung gehabt zu haben. Auch wenn es rückblickend gruselig erscheint, dass ein kleines Mädchen in Tarnkleidung allein durch den Wald läuft, tagelang ohne jegliche Zivilisation. Heute gehen die Kinder nur noch ins Ikea Bällebad oder zu McDonalds.

Der Rücken ist langsam besser, konnte mich gestern bewegen und auch heute, trotzdem möchte ich mich erholen. Der Wald sieht gerade mies aus, überall umgestürztes Holz und Obdachlose bauen sich Holzhäuser für die Übernachtung. Aktuell kostet eine Einzimmerwohnung in der Innenstadt schon 700-800 Euro, wer kann das bezahlen? Da braucht man ja ein nachgewiesenes Netto-Einkommen von 2100 Euro oder mehr, um eine Einzimmerwohnung zu bekommen, doch welcher Single in Berlin hat schon dieses Einkommen oder mehr? Die traditionell schlechte Bezahlung in Berlin ist nämlich geblieben, während die Mieten explodiert sind. Nur der Fachkräftemangel macht da Hoffnung, dass Chefs dann hoffentlich auch bald mehr zahlen? Kann doch nicht sein, dass Vollzeitarbeit nicht reicht, um eine kleine Wohnung zu kriegen! Aktuell also mal ganz ruhig sein mit meiner Wohnung und Arbeit, einfach mal die Fresse halten und glücklich sein. Vielleicht heute noch einkaufen und putzen, ein freier Tag und die attraktiven Freizeitmöglichkeiten einer Erwachsenen. Ich glaube, mein Standpunkt zum Krieg ist klar, aber untermalen wir das mit einem Klassiker:

Rücken, Indien, Ignoriert, Anonymous und Weltkarte

Guten Morgen, noch nicht ganz wach, aber der Rücken ist wieder besser. Gestern krampfte es plötzlich und der aufrechte, schmerzlose Gang verließ mich. Damit dann auch kein Einkaufen, sondern herumliegen, Essen bestellen und warten bis der Schmerz aufhört. Der Mann kam dann zu Besuch, was gerade besser ist, denn wenn man in der Stile in der Wohnung sitzt, hört man plötzlich Geräusche, die normalerweise, von Musik oder Fernsehen übertönt werden. Verstanden, warum sich Indien aus der Wahl rundum Russland rausgehalten hat, die sind dicke Freunde. Das war mir bisher nicht klar, ich hatte Indien bisher eher unserer Kultur zugeordnet. Ich frage mich auch, was ist mit dem Afrikaner? Die wurden gar nicht gefragt, wie sie zu Russland stehen?! Das sind ziemlich viele Menschen, ein großer Kontinent, vielleicht auch mal befragen? Viele Mails gestern geschrieben, heute so weit mein Rücken will zum Vater und in den Wald danach. Der Hund scheint schon alles vergessen zu haben, was hier passiert ist, ich leider nicht. Homeoffice gestern langweilig, die Arbeitsstrategie sollte sich bald wieder ändern. Der Kaffee schmeckt, der Mann telefoniert und ich habe meine schreibende Zeit am Morgen für mich.

Ist aber nicht so entspannend zu schreiben, wenn einem jemand im Nebenzimmer im Nacken sitzt. Aufgeregt über eine Ratsuchende, aufgeregt über den Mann, zuhören scheint eine Fähigkeit zu sein, die nicht jeder hat, oder liegt es an mir? Spreche ich so verwirrend? Oder liegt es daran, dass ungewünschte Nachrichten einfach mal ignoriert werden? Ich höre dann mal auf, mich zu wiederholen, bis mein Gegenüber zuhört. Ist einfach zu anstrengend, gegen die Ignoranz anzureden. Die Sonne scheint bei Minusgraden, was wird aus dieser Welt? Ich war gestern sehr glücklich, dass Anonymous auf unserer Seite ist, für mich im Informationszeitalter, eine sehr wichtige Gruppe von Köpfen, die sicher einiges bewegen können. Tja es wird wohl Zeit, dass ich Erdkunde-Wissen nachhole, in der Schule habe ich in diesem Fach ziemlich versagt. Aber es gibt es ja die Weltkarte für alle Rückfragen. Ich hoffe schwer, dass mein Schulatlas aus den 70ern dann nicht bald wieder aktuell wird. Kann die Freundin von Putin nicht mal was Schönes mit ihm unternehmen? Vielleicht eine Reise nach Indien? Würde mich eigentlich wundern, wenn sie keinen Einfluss auf ihn hat. Die Krähen schreien, mein Konto ist immer noch leer, der Körper krank, die Mutter tot und es herrscht Krieg. Willkommen in meinen wundervollen Leben, aber ich weiß den Menschen in der Ukraine geht es schlechter. Jammern in Berlin ist gerade ein Luxusproblem. Der erste Song heute in meinem Ohr war ein für mich bereits Klassiker, ein sehr beruhigender wie ich finde:

Vorräte, Europa, Radarfalle, Fettanzug, Heilige und Irre

Guten Morgen, viel telefoniert gestern. Noch nicht ganz wach, Kaffee auf dem Tisch, Fenster auf. Heute Homeoffice und später verabredet mit dem Mann zum Einkaufen. Die Nacht war zu kurz, aber ok, eine Freundin geht davon aus, dass wir derzeit vorbereitet sein sollten auf einen Katastrophenfall wie 14 Tage ohne Strom. Interessanterweise habe ich bereits gut 90 % des Vorrats hier, der auf der Liste steht. Vorräte wurde bei den Frauen in meiner Familie immer sehr ernst genommen, meine Mutter hortete z.B. immer Lebensmittel für mindestens einen Monat. Für mich allein reicht das hier auch für einen Monat, nur das Wasser könnte knapp werden, weil ich halt Säuferin bin. Für 10 Tage reicht es aber locker. Anbetracht von Putin halte ich das jetzt aber auch vom Kopf und nicht nur vom Bauch her angemessen. Lächerlich dagegen das Corona horten, 14 Tage Quarantäne in einem friedlichen Land, mit vollem Zugriff auf die Konten und Lieferdienste, ist halt doch was anderes. Es gibt mittlerweile auch eine Berichterstattung aus Russland, dass Putin wohl doch davon träumt Europa zu erobern. Ich kann da nur flehend zum großen Bruder USA schauen und hoffen, dass er uns Blumenkinder hier militärisch beistehen wird. Europa ein Waldorf Kindergarten, der plötzlich ein aggressives Assi-Kind aus der Nachbarschaft in der Gruppe hat, dass allen die ihren Namen tanzen eines auf die Fresse haut.

Zurück zum gerade friedlich wirkenden Berlin, ein Spatz erzählt was zum Morgen, die Autos fahren laut zu schnell, eine dauerhafte Radarfalle wäre was, wäre hier sicher auch sehr lukrativ. Kein Gehalt bekommen diese Woche, es scheint keine Regel zu geben, wann das Geld zu früh kommt oder auf den letzten Drücker, schwierig das nicht persönlich zu nehmen, wenn man sich mit der Person die überweist gerade gestritten hat. Vielleicht aber auch paranoid, da ich Machtspiele aus der eigenen Familie zu gut kenne. Körperlich geht es mir ganz gut, seelisch so mittelmäßig, gestern zum Feierabend ein sehr langes und belastendes Gespräch. Aber es war vor 16 Uhr, da ist der Krisendienst noch nicht zu sprechen. Im Haus derzeit ruhig, nur leise Technoeinlagen zu angemessenen Zeiten. Die Wahrnehmung meines Körpers ist immer noch schräg, ich komme mir vor als wäre ich eingeschlafen und in einem Fettanzug erwacht, nur dass ich den nicht einfach ausziehen kann. Was ist das für eine Wissenschaft, die seelische Krankheit heilen will, mit Pillen, die den Körper zerstören? Das hat für mich eher was mit der Eliminierung von seelisch Kranken zu tun. Immer noch zu wenig Ärzte treffen ihre eigene Entscheidung, jenseits der Interessen der Pharmaindustrie.

Zum Glück habe ich jetzt so einen Arzt gefunden, der nicht denkt: „Viel hilft viel.“ Leider acht Jahre zu spät. Die Tage einen sehr interessanten Artikel zum Thema Schizophrenie gelesen, eine Krankheit die es nicht gibt? Was ist dann Religion? Waren alle Propheten schizophren? Weil sie Botschaften erhielten? Hatten die eine Psychose, weil sie Visionen hatten? Heilige oder Irre? Wie haben die nach unserer heutigen Logik ohne Pillen überlebt? Das Frühstück wartet, lassen wir den Irren Zarasthustra den Morgen musikalisch untermalen:

Kein Alptraum, Freunde und Feinde, Regeln und 1989

Ein Gruß aus der Nacht, nein das war kein Alptraum, es ist wahr, Putin will die Sowjetunion zurück und hat einen Krieg angefangen. Gestern nach der Arbeit stundenlang ARD laufen lassen, doch besser informiert zu sein ist nicht unbedingt besser. Auf der Arbeit gestern ganz ok, abgesehen von der Kollegin. Danach noch zu Lidl, aber nicht viel gekauft und ab nach Hause Pizza gemacht. Den Vater und Hund zu sehen, ganz schön, ganz seltsam. Keine Altkleider entsorgt, weil die Abholerin abgesagt hat. Nächste Woche dann. Heute Homeoffice, ist mir fast lieber als mit der Kollegin im Büro zu streiten. Ich verstehe das nicht, dass ich in beruflichen Dingen immer und immer wieder angegriffen werde. Immer Leute, die meinen Kuchen klauen wollen. Vielleicht sollte ich es als Kompliment sehen, wäre es nicht so unheimlich anstrengend. Immer noch keine Lust zu kochen, Essen schmeckt halt meist viel besser, wenn es jemand anderes gekocht hat. Nicht weil ich eine schlechte Köchin bin, nein weil es einfach viel bequemer ist. Heute aber gekocht, die Zutaten aus meiner Kochbox werden alt, ich glaube, das war vorerst meine letzte Kochbox. Der Spaß ist zur reinen Nahrungszubereitung einfach zu teuer, man zahlt halt auch für den Kochkurs mit. Keine Ahnung, ob der Mann jetzt die Wohnung kriegt oder nicht, er hat nichts davon erzählt.

Ein Termin beim Bürgeramt gemacht, im April ist es dann so weit, nur 6 Wochen Wartezeit, das nenne ich Service am Bürger!^^ Überlegt alleine auf die Insel zu fahren, der Mann traut sich nicht und das Argument täglich schwimmen zieht bei ihm nicht. Ich muss aber trotzdem ans Meer, ist wirklich überfällig. Eine Kerze brennt, der Kaffee schmeckt, die Straße rauscht in der Dunkelheit. Ich denke an alte Freunde oder waren es doch Feinde? Freund oder Feind, woran macht man das fest? Ich dachte immer das ein Regelkatalog das regelt, aber das ist irgendwie zu wenig flexibel für wenig perfekte Menschen. Die 10 Gebote, die sieben Todsünden, welcher Mensch wäscht sich da von Schuld frei? Um nur zwei Regelwerke zu nennen, die einfach nicht funktionieren wollen. Wie viele Ausnahmen hat ein Mensch verdient? Da wieder eine neue Regel aufzustellen, nächster Schwachsinn. Allerdings alle Fehltritte mit einer Beichte, Spende wieder gutmachen zu wollen, auch nicht richtig. Die Menschheit, ich werde nicht schlau aus ihr, dabei fühle ich mich schon seit Jahrzehnten eher als Beobachterin als als Teilnehmerin. Vielleicht sind Regeln generell Schwachsinn, aber bei vielen Menschen dann doch nötig. Alle privaten Gespräche gestern über Putin, also wenn es um Aufmerksamkeit geht, die hat er jetzt, weltweit. Mir persönlich sind nur keine Leute bekannt, die den politischen Zustand von 1989 zurück haben wollen. Egal ob die Leute aus Ost oder West kommen.

Vielleicht wieder ins Bett, es ist zu früh um wach zu sein oder zu spät? Keine Ahnung, die Gegenwart und Zukunft wird es zeigen oder halt auch nicht. Weitermachen…

Homeoffice vorbei, Krieg und Ukraine

Guten Morgen, nicht so gute Nacht. Gestern Homeoffice mit viel Videokonferenz. Sehr erbaulich gleich am Morgen gesagt zu bekommen, dass man scheiße aussieht. Einen kleinen Triumph gehabt, denn ein bisher immer überheblich wirkender Mann, wurde ganz blass, als ich ihm die aktuell geltenden Gesetze erklärte, in diesem Fall Schulungsvorteil auf meiner Seite. Kann irgendwie nicht sein, dass ein Leiter eines Amtes seit 2 Jahren geltendes Gesetz ignoriert und sich darüber hinwegsetzt. Danach aber Krämpfe bekommen und lieber schlafen gegangen. Gegessen gestern einen Schawarma Teller und später Thunfischsalat. Keinen Bock zu kochen und bestellt. Heute Büro, ich glaube besser für meinen Körper, der schon wieder angefangen hat wegen zu wenig Bewegung zu gammeln. Aber bald gibt es wieder einen anzulernen Kollegen, dann werde ich wieder mehr ins Büro fahren. Offiziell ist nämlich die Weisung zum Homeoffice in Berlin bald vorbei, womit sich die Ämter endlich nicht mehr im Homeoffice verstecken dürfen, aber ich halt auch nicht mehr. Damit dürfte der Zugang zu Hilfeleistungen bald wieder erleichtert werden.

Der Kaffee schmeckt und ich schaue mit Entsetzen auf die Neuigkeiten aus der Ukraine, doch keine Ahnung wie man Putin stoppen könnte. Die deutsche Armee hat dem nichts entgegenzusetzen, aber mischt sich die USA ein, wird es noch schlimmer? Ist Europa noch sicher? Haben wir bald noch Gas? Einen Krieg? Ja, wie lächerlich kommen einem da wieder die eigenen Wohlstandprobleme vor. 33 Jahre Frieden im Kalten Krieg nach der Wiedervereinigung waren genug? Ist den alten Kriegstreiber langweilig geworden? Was kann ich als Einzelperson dagegen tun? Mir fällt leider nichts ein. Heute doch kein Lager räumen, aber Pizza mit dem Vater am Abend. Auf der Arbeit warten Präsenztermine, das gefällt mir meist ganz gut, besser als nur telefonieren. Corona Test gestern negativ also raus da und unter Menschen gemischt. Der Mann fühlt sich schikaniert wegen der ganzen Papiere, die notwendig sind, um sich auf eine Wohnung zu bewerben. Da muss aber jeder durch, das ist kein Plan gegen Ausländer. Eine Kerze brennt und es dämmert, Spatzen singen aufgeregt und die Straße rauscht, aus gegeben Anlass:

Die Dame, DHL-Wunder, nicht selbstverständlich und Fraggles

Guten Morgen, diagonal im Bett erwacht. Ganz gut geschlafen und aktuell am Kaffee festgehalten. Neuerdings nennen mich Leute Dame, doch nichts rebelliert in mir, im Gegenteil es hat mich gefreut. Es macht keinen Sinn weiterhin Teenager oder Twentysomething sein zu wollen, wenn im Ausweis Ü40 steht. Das bedeutet nicht nur alt zu sein, das bedeutet auch erwachsen zu sein. Gestern nicht so viel passiert, vor mich hingearbeitet und oh Wunder: „Meine Pakete durch DHL geliefert bekommen!“ Mega große und schwere Pakete! Erst wollte er sie im Erdgeschoss stehen lassen, aber dann sah er mich humpeln und brachte sie doch zur Wohnung. Dafür gab es dann Trinkgeld, auch wenn ich normalerweise DHL kein Trinkgeld gebe. Aber wer mir über 40 Kilo Getränke schleppt, verdient ein Trinkgeld. Nichts gekocht gestern, Reste gegessen, ich finde eigentlich sollten jetzt die Männer kochen, die ich die letzten Jahre bekocht habe, da das nicht passiert, gibt es ja noch Lieferdienste. Für die Lieferdienste habe ich mich jetzt mit Gutscheinen ausgestattet, sodass 40% Rabatt möglich sind. Rücken passabel, Verdauung fast gut und Blutdruck normal, ja es ist so schön, wenn der Schmerz vorbeigeht!^^ Viele Dinge im Leben werden als selbstverständlich gesehen, Schmerzfreiheit zum Beispiel, bis man sie dann verloren hat.

Es ist wirklich nicht fassbar wie unwissend und undankbar gesunde Menschen im Wohlstand sind, es geht ihnen blendend, aber sie wissen es nicht. E-Mails geschrieben, gechattet gestern, es gibt wohl wieder einen kleinen Job für mich extra. Ich hoffe, die Übungsleiterpauschale reicht dafür aus. Bei Lohnsteuerklasse sechs kann man gleich Geld an den Staat spenden. Die Paketboten für die Nachbarn klingeln gerade nicht bei mir, erst für gut befunden, dann angefangen zu fragen wieso, ist irgendwas passiert? Oder Zufall, weil die im EG jetzt immer öffnet? Die Sonne scheint bei 5 Grad, es scheint ein freundlicher Tag zu werden, abgesehen von starkem Wind. Meine Mutter, ich bin mir sicher, sie ist hier irgendwo als begleitender Schutzengel und nicht mehr als Dämon meiner Jugend. Vom Vater nichts gehört, langsam vermisse ich ihn, den Hund sowieso, aber der Hund hier in meiner Wohnung, immer noch Trauma. Warum auch immer gerade an die Fraggles gedacht, das ist doch mal ein Tagesmotto: „Sing und schwinge das Bein, lasse die Sorgen, Sorgen sein.“…

Viel, spät, Pakete, Stein, Datum, Wohnung und Krieg

Guten Morgen, heute Zeit zum Schreiben, sehr schön. Gestern irgendwie sehr viel passiert für einen freien Tag und weil das so war, erst sehr spät schlafen gewesen. Immerhin gestern die Lohnsteuererklärung gemacht. Der Mann versucht eine neue Wohnung zu kriegen und ich war dann so weit es geht unterstützend, denn die aktuelle Adresse ist für mich irgendwie gruselig. Meine Kochbox in einem Paketshop abgeholt, tolle Idee einen Karton mit gekühlten Lebensmitteln in einen Paketshop zu bringen. Was wäre gewesen hätte ich gestern keine Zeit gehabt das Paket abzuholen? Warum auch immer freue ich mich aber sehr auf Hähnchen in Erdnusssoße. Heute hoffentlich Pakete wobei ich immer noch erstaunt bin wie man als Supermarkt zum Transport DHL wählen kann. Hätte ich das vorher geschnallt, hätte ich gar nicht da bestellt. Fakt ist nämlich weigert sich DHL jetzt, wie üblich, ist der Paketshop deutlich weiter weg als der Supermarkt. Warten wir ab, landet es im Paketshop kann ich es leider nicht abholen ohne Auto. Zu viel gegessen, leider, keine Ahnung was los ist, aber gestern Nacht sogar noch Brownies gebacken. Der Kaffee schmeckt und es ist bereits hell, immerhin stresst hier keiner. Schlafen ist aber gerade viel besser geworden, wenn ich schlafe, dann wie ein Stein.

Schönes Datum heute, muss man ja auch würdigen, leider bin ich schon verheiratet und eine Lotto-Ziehung findet heute nicht statt. Schön ist auch, dass mein Psychiater wohl denkt, ich bin zu aufgedreht, dabei versuchte ich nur nach drei Monaten Pause möglichst schnell und freundlich zu erzählen, was passiert ist. Vorher und nachher war ich deutlich ruhiger und entspannter bei Gesprächen, allerdings mit Gesprächspartner wo man nicht drei Monate auf ein Gespräch warten muss und dann unter Zeitdruck steht. Und schubs habe ich den Stempel Manie, nur weil ich mich freue den Mann endlich mal wieder zu sehen und möglichst viel in ein paar Minuten besprechen will. Ich hoffe, er erkennt auch den systemischen Grund für seine Fehldiagnose. Spatzen singen ein Lied, die Autos rasen, nie wollte ich neben einer viel befahrenen Straße leben, aber betrachte ich die Wohnungssuche des Mannes, kann ich nur für mich resultieren: „Klappe halten und glücklich sein.“ Würde ich meine Wohnung zu dem Preis, den ich zahle, inserieren, hunderte ständen vor der Tür.

Heute Arbeit, aber keine Termine, ich bin immer noch müde. Mit Schrecken das Handeln von Putin beobachtet, sind wir schon im Krieg? Es ist schon putzig, dass unsere Länder denken man könnte mit Handels-Sanktionen auf Kriegsgerät antworten. Tote können nichts mehr kaufen. Das Müsli schmeckt, ich bin hungrig. Turnschuhe aus Spanien bestellt, ich bin wohl ewig hängen geblieben bei den 80er Jahre Designs. Versteht der Mann nicht, ich verstehe aber auch keine knallengen Hochwasserhosen. Hochwasserhosen hatte ich nur in einer Zeit, wo ich schneller wuchs als das Kleiderbudget reichte. Freiwillig solche Hosen kaufen und tragen, verstehe ich nicht, mir war es immer peinlich. Es ist etwas Sonne zu sehen, Krähen verjagen wieder alle anderen Federfreunde. Versuchen wir es mit Musik:

Besuch, Ärztemarathon, Wildsau und Musik

Guten Morgen, kurze aber erholsame Nacht, der Mann ist da und liegt noch schlafend im Bett. Ich halte mich am Kaffee fest und tippe vor mich hin. Heute Ärztemarathon, Psychiater Versuch zwei und Niere checken lassen, danach aber frei. Der Mann muss arbeiten. Gestern den Fisch mit dem Lauch gegessen, wobei das Konsequenzen hatte, Lauch-Konsequenzen. Der Mann ist doch wach, keine Ruhe zum Schreiben, schade. Sonst spielt er erstmal eine Stunde mit seinem Handy. Das Haus ist ruhig und ich bleibe heute konsequent bei Müsli, auch wenn der Mann Rührei wünscht. Heute wohl Fleisch mit Rosenkohl. Gestern Filme geschaut auf Netflix, immerhin kann ich das wieder: Filme schauen, vor ein paar Jahren war keine Konzentration dafür da. Diese Woche finale Räumung des Lagers meiner Mutter, mittlerweile fühle ich mich mehr erleichtert als traurig und schuld behaftet dabei. Diese Anlage zum Messie, bricht hoffentlich nicht bei mir durch. Die alten Dinge, die sich so festhalte, sind noch überschaubar und werden genutzt. Das Konto sieht zum Monatsende mies aus, aber diese Woche sollte das Gehalt kommen und dann keine Schulden mehr bei Klarna oder Paypal für den nächsten Monat.

Die Straße ist zu laut, keiner hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h, hier gilt wohl eher: „Wer unter 100 km/h fährt ist ein Weichei.“ So habe ich Autobahnkulisse mitten in der Stadt. Keinen Bock auf die Arzttermine heute, nicht zufrieden mit der zu dunklen Haarfarbe gerade, was Neues ausprobieren, geht bei den Haaren immer in die Hose. Leben, immer noch eine seltsame Sache, ich versuche mein Bestes und scheitere oft daran. Besonders beim Essen die letzten Tage wieder Wildsau, sobald die Sonne untergeht Scheitern für Fortgeschrittene. Essen ist und war halt immer Trost und Zuwendung, schwierig diesen Effekt zu entkoppeln. Gerade ist etwas Sonnenschein zu sehen, das motiviert tatsächlich das Haus zu verlassen, vielleicht sogar zu lächeln. Die Dusche ruft, mein Frühstück ebenfalls, Medikamente auf leeren Magen, keine gute Idee, versuchen wir es mit guter Laune Musik:

Ruhe nach dem Sturm, gekocht, depressive Alkoholiker, Bäume und geklaute Poesie

Die Ruhe nach dem Sturm und ein Gruß aus der Nacht. Gestern zu viel gegessen, keine Ahnung was mit mir los war. Obwohl, eigentlich doch, morgens hungrig einkaufen gewesen und mit viel zu viel Kram nach Hause gekommen. Nase ist wieder zugeschwollen, zu viel Zeit im Vogelzimmer verbracht. Nach dem Einkaufen nicht mehr das Haus verlassen, hinter dem Haus liegt ein entwurzelter 10 m Baum. Glück gehabt, dieser Baum hätte auch in meinem Fenster landen können. Da lobe ich mir, dass ich den Hausmeister im Spätsommer überzeugen konnte, die maroden Birken direkt vor dem Fenster zu fällen, die wären gestern mit Sicherheit in meinem Fenster gelandet. Gekocht gestern auch sehr viel, Nudeln mit Champignon Soße und später Steckrübenmus. Heute habe ich für den Mann und mich Lachs geplant. Etwas gearbeitet und nichts im Haushalt gemacht gestern, dafür aber versucht graues Haar auf dem Kopf zu eliminieren. Haushalt habe ich mir heute vorgenommen, wenigstens das Bad putzen und die Böden reinigen.

Aktuell wenig mit dem Freund aus Frankfurt am Reden, er ist immer so negativ und depressiv, ich weiß bei ihm nicht mehr weiter. Depression ist schon eine fiese Krankheit, aber freiwillig und dauerhaft ertragen, irgendwann eine Herausforderung. Diese Handlungsunfähigkeit der Erkrankten bei ständigen Jammern, schwierige Nummer, kommt dann noch Alkoholismus dazu, bin ich ganz raus aus irgendeinem Gespräch gerade. Ich weiß aber glaube ich woher das kommt, es gab zweimal depressive, männliche, Alkoholiker in der Familie und ich war dem ausgeliefert. Heute kann ich wenigstens wegrennen, auch wenn es mir leidtut. Aber wer sagt, dass es meine Aufgabe ist, Alkoholiker zu bespaßen oder gar retten zu wollen? Da waren mir frühzeitig die Kiffer lieber, die sind wenigstens nicht aggressiv und laut, auch wenn sie gesellschaftlich geächtet sind. Während anscheinend keine Party in Deutschland ohne Alkohol geht. Was musste ich mich rechtfertigen, wenn ich auf Partys keinen Alkohol trinken wollte! Nüchterne Beobachtung scheint nicht gewünscht zu sein?!

Der Sturm scheint vorbei, viele Bäume in Berlin haben es nicht überlebt. Keine Ahnung, ob die S-Bahn heute wieder fährt. Der Kaffee schmeckt, die Kippe ein ekliges Ritual und draußen singen heute relativ laut die Vögel. Nichts gehört von den Nachbarn, nur kurz Musik, aber im Rahmen, die Kinder scheinen nicht da zu sein. Getränke bestellt, seitdem ich Müsli esse, habe ich nicht nur einen hohen Wasserverbrauch, sondern auch einen hohen Milchverbrauch, schleppe mal mit kaputten Rücken bis zu 30 Liter Getränke jede Woche. Sonntag, nichts vor, wobei verkaufsoffen, ich könnte nochmal zum Supermarkt, in der Hoffnung dort nicht angeranzt zu werden wie gestern, weil ich die Herren mit meinem Wocheneinkauf davon abhalte schnell ihr Frühstück in Form von Bier zu kaufen. Musikalisch gehört der Morgen Gil Scott Heron, obwohl der eigentlich nur bei den Last Poets geklaut hat. Aber wer hat was nicht geklaut irgendwo her? Also das Album des Tages: