Wald, Kartoffelsuppe, Käfer und Hilfe

Guten Morgen, gestern im Wald gewesen und den Vater meine Küche auseinanderbauen lassen. Jetzt habe ich aktuell also Chaos und kein Wasser in der Küche. Die Hitze ist vorbei und stattdessen gibt es graue Aussichten und Regen. Die letzten Tage Kartoffelsuppe gegessen, irgendwie hilft mir das immer. Meine Kartoffelsuppe, die ursprünglich auf Mamas Rezept beruht, ist für mich Seelen- und Körperfutter. Gestern sogar teilweise wieder normal gegessen. Hoffentlich ist jetzt das große Fressen vorbei. Die Gründe meiner Essstörung sind mir ja jetzt alle bekannt, also ist jetzt der nächste Schritt es auch zu ändern? Heute vielleicht das hier gekocht und wieder spazieren, später, aktuell brauche ich das, aus vielen Gründen, ebenfalls für Körper und Seele. Bin müde den Ärzten hinterherzurennen und mich dann gestresst abwimmeln oder abfertigen zu lassen. Klar verstehe ich die Ärzte auch, aber es ist auch bitter für mich als Patient, was in der deutschen Gesundheitsversorgung gerade alles nicht mehr geht.

Durch die Coronazeit sind nicht nur viele Leute deutlich kränker, sondern es haben sich riesige Warteschlangen für Hilfs- und Heilangebote gebildet. Möchte ich derzeit eine Magenspiegelung oder Krankengymnastik warte ich Monate, Therapie ist gar nicht mehr zu kriegen für Kassenpatienten und sollte ich es schaffen eine Kur oder Reha bewilligt zu bekommen, sind die Wartezeiten 1-2 Jahre. Das ist sehr scheiße für mich, aber auch für andere, wie kann ich Leute zu diesen Angeboten beraten und ermutigen sie zu beantragen, wenn die Hilfe dann absehbar nicht kommt? Ich bin schon ein Profi in dem Bereich, weiß, was es wo überall gibt, kann jeden Antrag ausfüllen, aber auch ich liege wie ein Käfer auf dem Rücken. Die Folgekosten für diese ganzen aktuell nicht mehr verfügbaren Hilfen des Gesundheitssystems werden wahrscheinlich noch deutlich höher ausfallen. Es sei denn, die Leute sterben vorher, dann wurde natürlich maximal gespart. Die Politik macht wie immer nichts, während das Volk im eigenen Saft schmort. Ist klar, wer privat versichert ist, der merkt das alles ja auch nicht. Hilfe, gerade Mangelware, auch ich kann derzeit kaum mehr Hilfe geben, ich muss mir selbst helfen und scheitere daran in Serie.

4 Gedanken zu „Wald, Kartoffelsuppe, Käfer und Hilfe

  1. Der Staat ist tot, kann nicht mehr helfen. Aber die Vielzahl Hilfesuchender wird sich Alternativangebote schaffen und s suchen. Und wenn es Esoterik ist oder schamanische Heiler!

  2. Ich lese viel über das deutsche Gesundheitswesen, und das ist alles sehr bedenklich. Tut mir leid, dass Du keine Hilfe bekommst! Hoffe, es tritt bald Besserung ein.

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