Kein Regen, Hitze, Traumas, aufstehen und Lachnummer

Guten Morgen, immer noch zu heiß, kein Regen, kein Erbarmen, keine Erlösung. Weiter das Hühnerfrikassee gegessen und später eine Rosenkohlsuppe. Aktuell nur Nahrung, die erfahrungsgemäß gut für mich ist. Gut, die Kekse um Mitternacht gehörten nicht dazu. Durchlüften, bevor es draußen wieder wärmer ist als drinnen. Kaffee gekocht und verkniffen in den Tag geschaut. Eine Fliege stresst. Keine Ahnung, warum die auf Körperkontakt steht, vielleicht weil ich in der Nacht geschwitzt habe. Überlegt wieder arbeiten zu gehen, das war genug alleine zu Hause Zeit. Ich denke, es lässt sich sicher eine Art Hamburger Modell mit den Chefs diskutieren. Krähen schreien draußen wieder den Tag an und verscheuchen die anderen Singvögel. Heute vielleicht zum Mann, in seiner kühlen Wohnung verstecken und auf seiner neuen Matratze schlafen. Blutdruck abends jetzt total unten, gestern sogar nur 98 zu 60, da hatte ich mal einen berechtigten Grund eine Cola zu trinken. Denke aber liegt an der Hitze, da habe ich einfach keinen Bluthochdruck. Die Sonne scheint und alles erscheint friedlich, Wäsche waschen ist derzeit eine gute Tätigkeit, weil alles so schnell trocknet.

Traumas, gäbe es einen Preis für zahlreiche überlebte Traumas, ich hätte gute Chancen. Wie oft habe ich erlebt, dass Menschen schon nach einem Trauma aus meiner Sammlung, im Arsch sind für den Rest des Lebens. In meiner Familien aber irgendwie anders, wir alle haben sehr viele unerfreuliche Geschichten überlebt. Manchmal muss ich aufpassen, dabei nicht arrogant oder überheblich zu denken, weil eine Person wegen einer Sache nicht mehr aufhört zu jammern und nicht mehr aufsteht. Klar verstehe ich das dann, wenn mir das jemand erzählt, aber manchmal habe ich kein Verständnis für die damit verbundene Schwäche des Liegenbleibens. Wurde man verletzt, kann man erstmal liegen bleiben, darf man heulen und schreien, sich Hilfe suchen, aber irgendwann muss man dann doch wieder aufstehen und weiter machen? Oder muss man nicht?

Aktuell wieder Talent mir blaue Flecken zu holen, ich stehe neben mir und ramme ständig Gegenstände, das hat Folgen. Immer so, wenn es mir nicht so gut geht, ich verletzte mich nicht vorsätzlich selber, aber irgendwie unterbewusst. Manchmal denke ich, ich bin die Lachnummer für Engel oder sonst irgendwen, der gerne sieht, wie Nadine gegen die Schrankecke läuft und an der Türklinke hängen bleibt. Hat was von Dick und Doof, wobei ich hoffe nur dick zu sein und nicht doof. Alternativ könnte ich auch das HB-Männchen sein, wenn man auf mein Leben blickt, vielleicht habe ich deswegen angefangen zu rauchen, anders lässt sich der ganze Scheiß nicht ertragen. Der Song des Tages heute ein stressender Ohrwurm, des mich die letzten Wochen immer mal wieder verfolgt:

2 Gedanken zu „Kein Regen, Hitze, Traumas, aufstehen und Lachnummer

  1. Vergangenheit ist etwas, was man nicht ändern kann. Punkt. So schwerwiegend und prägend auch alle Erlebnisse sind – es ist Vergangenheit. Es gilt damit abzuschließen, zu akzeptieren, dass es so ist,. Vor allem, wenn keine rechtlichen Ansprüche bestehen. Es geht ums Jetzt. Alle Verletzungen der Vergangenheit sind nur dann in der Gegenwart mächtig, wenn man das zulässt. Ich habe auch keine „einfache” Biografie, habe aber damit mehr oder weniger abgeschlossen, mit meinem Schicksal zu hadern. Ich kann es nicht ändern – das ist alles geschehen. Es ist Vergangenheit und ich will auch nicht, dass diese die Gegenwart beeinflusst. Es gilt jetzt zu leben. Und dieses Leben hier im Jetzt zu genießen. Auch wenn im Diesseits ebenso nicht alles gut läuft.
    Mit dieser Einstellung kann man sicher nicht massive Probleme lösen und auf professionelle Hilfe sollte man nicht verzichten, aber es ist eher als Ermunterung gedacht, dass man mit der eigenen Einstellung schon viel bewirken kann.

  2. Also ich musste mich erstmal erinnern, bevor ich irgendwas abschließen kann. Ich brauche die Erinnerung, um zu verstehen, warum ich die bin oder war, die ich bin. Es gibt wahrscheinlich noch rechtliche Ansprüche, aber erstmal muss ich mich sortieren und heilen, und dann weiter sehen. Für mich ist die Erinnerung der Schlüssel dazu, endlich in der Gegenwart leben zu können und vielleicht die zu sein, die ich immer sein wollte. Einen Totalschaden kann man nur reparieren, wenn man auch weiß, dass er da ist und warum. Ich bin froh, im Jetzt zu sein, in die Vergangenheit will ich ganz sicher nicht zurück. Danke für deine Worte, dein Kommentar hat gutgetan.

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