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Ausgeschlafen, Paket, Freunde und Vater

Grauer Morgen, aber endlich lange geschlafen, zwar wieder wach um acht, aber wieder hingelegt. Wenigstens am Sonntag will ich ausschlafen. Gestern auf Arbeit nicht viel passiert, nur kurz da gewesen und mit der Ehrenamtlichen unterhalten. Danach einkaufen und nach Hause Pakete einsammeln. Meine (Asi-) Nachbarin hat ein Paket für ihn angenommen und fragte mich mehrfach, ob er mein Mann sei, keine Ahnung warum sie wissen wollte, ob wir verheiratet sind. Es schien fast so, dass sie seine Pakete nur an die Ehefrau rausrückt. Nächste Woche habe ich zwei Treffen mit Freunden geplant, die letzten Monate des Zusammenlebens, habe ich meine Freunde vernachlässigt. Das darf eigentlich nicht passieren und geht gar nicht, wegen der Beziehung die Freunde nicht mehr sehen. Sollte die Beziehung mal nicht gut laufen oder sogar in die Brüche gehen, sind es die Freunde die einen auffangen, aber auch nur, wenn man sie vorher nicht total vernachlässigt hat. Die Beziehung der besten Freundin kriselt, es könnte sein, dass sie bald wieder Single ist und dann muss ich für sie da sein. Der beste schwule Freund ist verwirrt wegen Liebesdingen, Themen bei denen ich eigentlich die Zuhörerin bin. Nächste Woche werde ich Zeit für beide haben. Beziehungsmässig geht es mir gut, bei mir gibt es keinen Streit und auch keine Trennung, im Gegenteil, vielleicht steht dieses Jahr noch eine Hochzeit an. Heute zum Vater, ich muss mit ihm über meine Gefühle wegen der Neuen sprechen und später werden wir mit Freunden und Hund über das Tempelhofer Feld spazieren. Die Blutdruckwerte sind seitdem er und der Hund weg sind wieder deutlich geringer, Mitbewohner zu haben, scheint mich aufzuregen. Aber die Konsequenz, dass ich alleine gesünder lebe, möchte ich nicht dauerhaft ziehen. Auf in den Tag, alles wird gut, weitermachen.

Valentinsstunden, Spandau und Verantwortung

Guten Morgen, er hätte gestern gar nicht zu mir kommen dürfen, denn er hatte keine Zeit, aber er war trotzdem hier für den Valentinstag bzw. für 2 Valentinsstunden. Heute früh musste er um 7 in Spandau sein, da möchte ich nicht tauschen. Heute wieder alleine Dienst. Irgendwie häuft sich das, die ewige Wochenend-Vertretung. Gestern thailändisch bestellt für uns, war lecker, er hat die Ente in seinen Essensplan aufgenommen, vor Deutschland hatte er nie Ente gegessen. Er hat mir Blumen gebracht, selbst zusammengestellt, ich freue mich und finde sie hübsch. Bei der Telekom scheine ich ein Neukunden-Guthaben zu haben, denn bisher habe ich nichts bezahlt, ist aber laut Rechnung alles richtig. Irgendwie kommt mir die Arbeitswoche unrealistisch vor oder fremd, ich gehe da jeden Tag hin, aber irgendwie fühlt es sich anders an. Vielleicht ist es die neue Verantwortung die jetzt auf meinen Schultern lastet, ich trage diese Verantwortung ohne Probleme, aber es ist seltsam, früher war ich nicht soviel allein bei der Arbeit. Aber es läuft ja alles, ich bin mittlerweile fast 2 Jahre dabei, natürlich kann ich alleine Dienst machen. Es ist immer noch seltsam, dass er nicht mehr hier wohnt, aber ich brauche Ruhe und Schlaf. Die Veränderungen in meinen Leben häufen sich gerade und dazu brauche ich immer etwas Rückzugszeit, um alles zu verdauen. Heute nur ein paar Stunden arbeiten und dann frei, ich brauche kein Essen für morgen einkaufen, denn morgen gehen mein Vater und ich mit Freunden essen. Freunde die mich seit über 30 Jahren kennen. Auf in den Tag, als Verantwortliche auf Arbeit und dann bald Wochenende.

Spätdienst, Ruhe, Vater und Valentinstag

Guten Morgen, wieder wach um acht, aber umgedreht und weiter gepennt. War heute Nacht bis fast 2 wach, weil er und ich noch reden wollten und er Spätdienst hatte. Heute allein arbeiten, fand ich vor einem Jahr noch gruselig, heute eher entspannend. Endlich Ruhe, kein Gequatsche und kein Gezicke. Drei Termine heute, das wird schon, Langeweile auf Arbeit hatte ich schon lange nicht mehr. Die Pizza gestern war gut, aber der Vater kam wieder 2 Stunden zu spät und war dann nicht hungrig. Wir haben darüber gesprochen, dass es zukünftig keine Pizza am Donnerstag mehr gibt. Er braucht das nicht mehr und für mich ist es nur Stress, von dem ich wenig habe. 1,5 Jahre habe ich mich jetzt um meinen Vater gesorgt, jetzt sorgt sich eine andere. Loslassen ist so eine Sache, denn mit ihm lasse ich auch meine Mutter ein Stück los. Gestern 5 Beratungen gemacht, immer noch Akkordarbeit, aber ich fühlte mich gestern gut dabei. Valentinstag und für mich gibt es etwas Romantik am Abend, nach seiner Schicht. Wir müssen leider beide heute und morgen arbeiten. Mit der Zahnschiene läuft es gut, derzeit keine Zahnschmerzen. Ich freue mich auf ihn, ich freue mich für meinen Vater, aber es bleibt auch ein mulmiges Gefühl. Meine und seine Unterlagen sind bei der Lohnsteuerfrau, ich hoffe das Finanzamt lässt Geld regnen, schon ewig keine Lohnsteuererklärung gemacht. Auf in den Tag, alles verändert sich und ich bin nicht mehr für zwei Männer zuständig.

Er hat ne Neue!

Er hat ne Neue! Nein nicht mein Freund, mein Vater. Ich freue mich für ihn, aber gleichzeitig löst das komische Gefühle in mir aus. Da schläft jetzt also eine fremde Frau im Bett meiner Mutter. Mein Vater braucht aber eine Frau, möchte nicht allein leben und ich kann ihn nicht dauerhaft stützen. Ich sollte mich auch für mich freuen, ich kann machen was ich will, Verantwortung fällt von meinen Schultern und trotzdem lache ich nicht. Ich muss mich sortieren, es ist erfreulich, aber aktuell bin ich nur überrascht und verwirrt. Die Kinder haben Priorität haben sie abgemacht, das heißt wohl ich kann trotzdem immer auf ihn zählen. Es ist eine Kindergartenfreundin von ihm, das wird sicher passen, die beiden kennen sich und haben viel miteinander erlebt. Wahrscheinlich perfekt für ihn, aber perfekt für mich? Ich möchte nicht, dass sie die Sachen meiner Mutter berührt. Aber das Leben geht weiter und die Welt verändert sich.

Schlaf, Labbertag, Lotto, Pizza und Valentinstag

Guten Morgen, wer ständig wach um acht ist, der muss einfach um spätestens Mitternacht schlafen. So geschehen gestern, denn ich brauche dringend Schlaf. Arbeit gestern an die Kollegin weitergeben, kann nicht sein, dass wir zu dritt sind, aber ich 5 von 6 Tagen die Verantwortliche bin. Jetzt bleiben mir 3 Tage, immer noch mehr als die Kolleginnen. Gestern großer Labbertag und es gab viel zu bereden, sehr anstrengend, besonders wenn Tränen dazu kommen. Gestern abends nur schnell gekocht und Wäsche gewaschen, mehr nicht, ich brauche gerade kein „Mehr“. Heute wieder Beratungen, mal sehen wie es wird, gestern fühlte ich mich kurzzeitig wie ein totaler Versager, was die Arbeit angeht. Ich bin mittlerweile ein dummes Lotto-Schaf geworden, ich gebe Geld aus für die Hoffnung auf einen Gewinn, aber ich gewinne nie oder wenn den Einsatz. Ziemlicher Schwachsinn Geld auszugeben für eine minimale Gewinnchance, das Geld Obdachlosen zu schenken wäre sinnvoller. Das Büro wird heute voll, sehr unangenehm, das Büro ist einfach zu klein, wenn alle sich entscheiden gleichzeitig zu kommen. Heute Abend Pizza mit dem Vater und Hund, ich habe mich von der anstrengenden Hundewoche noch nicht erholt. Auf so ein Fellmonster aufpassen, ist halt doch nicht ohne. Morgen Valentinstag, ich habe ihn verpflichtet vorbeizukommen, um mich zu umarmen und zu küssen, mehr erwarte ich nicht, aber das muss schon sein. Auf in den Tag ein blauer Himmel grüßt und ich sehe auch etwas Sonnenschein, weitermachen.

Wach um acht, Er, Beißschiene und meine Mutter

Guten Morgen, also langsam wird es gruselig, jeden Morgen wach um acht, egal wann ich schlafen war. Vorgestern/gestern mit ihm war schön, ihn in den Armen zu halten und mit ihm zu lachen, sogar das gemeinsame Schlafen im kleinen Bett hat wunderbar funktioniert. Gestern Nacht habe ich besser geschlafen als letzte Nacht allein. Gestern die Gespräche gut überlebt, kein Streit und keine Abmahnung, alles gut. Doch das Arbeitspensum wird auch diese Woche sehr hoch sein, weil ich wieder Vertretungen mache. Ich liebe meine Arbeit, aber gerade habe ich den Punkt erreicht, wo ich nicht mehr hier schreie. Grau grüßt der Tag und dunkle Wolken ziehen vorbei, ich habe nichts zum Frühstücken da, weil ich gestern nach der Arbeit nur nach Hause und nicht mehr in den Supermarkt wollte. Meine neue Beißschiene scheint in Ordnung zu sein, sie passt perfekt und die Zähne schmerzen nicht durch sie, keine Ahnung warum die Zahnärztin mich deswegen nächste Woche nochmal sehen will. Ich glaube ich sage den Termin ab, ohne Grund nach Wilmersdorf zu fahren, kann ich mir auch sparen. Er hatte wieder Doppelschicht gestern: nachmittags bis abends Schicht und dann noch eine Nachtschicht, ich hoffe, er liegt jetzt im Bett mit seinen neuen Kissen und schläft. Heute keine Beratungen, dafür eine Menge Teambesprechungen, auch anstrengend. Die eine Kollegin sollte aus dem Urlaub zurück sein, sehr gut, wir haben zu viel Arbeit für nur 1-2 Personen, ich werde die Kollegin fragen, ob sie Arbeit von mir übernehmen möchte, sie sollte ja ausgeruht sein, während ich seit Wochen für 2 arbeite. Der Kontostand sieht nicht erfreulich aus, aber davon lasse ich mich nicht runterziehen, ich komme schon durch den Monat, so oder so. Ich vermisse meine Mutter, irgendwie raffe ich erst jetzt, dass sie wirklich nie wieder kommen wird. Zurückbleiben mein Vater, ihr Hund und ich, aber ich denke wir meistern das ganz gut. Da hatte ich so viele Jahre Angst vor ihr und jetzt ist sie einfach weg. Mein soziales Netzwerk ist mittlerweile wieder gut, ich brauche nicht mehr dringend Mutti zum Reden, ich möchte aber trotzdem mit ihr reden. Heute keine Angst zu sterben, der Blutdruck ist sogar zu niedrig, wir werden alle sterben, aber nicht heute.

Keine Zeit, Fahrrad, Stress und sterben

Guten Morgen, heute keine Zeit zum bloggen, denn er war da, vor mir wach und außerdem wollte er mein Fahrrad. Das freut das Fahrrad es wurde seit Jahren nicht ausgeführt. Jetzt auf den Weg zur Arbeit, ein langer stressiger Tag liegt vor mir. Durch die 3 Tage frei aber etwas Abstand zur Arbeit gefunden, meine Gedanken sind noch ganz woanders. Er wollte gestern seine Schlüssel nicht zurück, er war wohl doch beleidigt, dass ich sie ihm weggenommen hatte, aber wir haben darüber geredet und jetzt hat er wieder seinen Schlüssel. Ich liebe ihn und möchte ihn nicht verlieren, seine Pläne vielleicht, wegen einem Job, in einer anderen Stadt zu leben, finde ich gar nicht witzig. Wir müssen das hier lösen. Auf in den Tag, viele Termine warten und ich hoffe ich werde aus Stress nicht spontan versterben.