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Liebesgötter

In letzter Zeit öfter Männer davon prallen gehört, wie gut sie als Liebhaber sind. Woher nehmen die dieses Selbstbewusstsein? Weil sich Keine beschwert hat? Keine Beschwerde, heißt nicht automatisch guter Liebhaber, liebe Männer. Klar jeder sammelt im Laufe der Jahre seine Erfahrungen, erlernt vielleicht ein paar Tricks und Kniffe, doch auch mit Trickkiste kann man ein schlechter Liebhaber sein. Ich denke meine Trickkiste ist gut gefüllt, aber trotzdem würde ich es nie wagen mich, als gute Liebhaberin zu bezeichnen. Warum? Weil jeder anders ist, jeder hat seine Vorlieben und Eigenheiten und möchte man ein guter Liebhaber sein gilt es jedes Mal erneut heraus zu finden, was dein Gegenüber glücklich macht. Es ist also das Einfühlungsvermögen und die Neugier die einen guten Liebhaber macht, nicht vergangene Erfolge. So eine Erkundungsreise kann gut gehen und sie kann schiefgehen, man(n) fängt jedes Mal von vorne an. Also liebe Männer, werdet euch bewusst, dass ihr eigentlich nichts wisst, wenn da eine neue Frau vor euch steht. Liebesgötter gibt es nicht, nur gute Schüler.

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Anders, Lebensmittel, Besuch, Grau, Arbeit und frei

Gestern der Tag war ganz anders als gedacht. Bevor ich zum Krankenhaus aufbrechen konnte, kam die Nachricht, dass er entlassen ist. Ein Anruf bei der Mutter ergab sofortigen Hilfebedarf. Also nicht zum Krankenhaus, sondern in den Laden meiner Mutter, helfen. Nach ein paar Stunden der Wechsel in die Wohnung, meinen Online-Check in durchführen und reichlich Lebensmittel einpacken, damit sie bei meinen Eltern nicht vergammeln. Jetzt habe ich ganz viele Lebensmittel, die ich nie kaufen würde. Abends kam er dann vorbei, noch angeschlagen, und blieb ein paar Stunden. Es war schön ihn zu sehen und mit ihm zu lachen, aber ich gestehe seine Erzählungen haben mich irgendwann gelangweilt. Ich habe ihn halt in meiner schweigsamen Zeit kennengelernt, dummerweise sind diese Zeiten jetzt vorbei. Er wird jetzt wohl nach Italien weiter reisen, denn er braucht weiterhin medizinische Versorgung. Die Temperaturen sind derzeit perfekt, nur 25 Grad, so kann es bleiben. Grau ist es heute, heute Abend wartet Arbeit auf mich, wahrscheinlich wieder eine Beratung, wie es aussieht, darf ich bald allein beraten. Mein Kopf und mein Herz feiern weiter die neue Arbeit, der einzige Nachteil scheint zu sein, dass ich jetzt wieder viel auf meinen Hintern sitze. Immer noch keine Urlaubs-Lösung für die Vögel, ich muss wohl intensiver suchen. Ab heute allein in der Stadt, mal sehen wie es wird, ich fühle mich derzeit aber sehr frei damit. Auf in den Tag, es wird alles gut.

Nachtmensch, Krankenhaus, Eltern, Junkie und S-Bahn

Aktuell muss ich aufpassen, dass ich nicht total zum Nachtmensch werde, wenn es nach mir geht, bin ich jetzt nachts bis 3 wach. Das sollte ich mir bis Dienstagnacht wieder abgewöhnen. Gestern nicht viel, nur aufräumen, kochen und abends mit dem Hund im Wald spazieren. Heute Krankenhaus, meine Lust darauf ist bedingt, aber versprochen ist versprochen. Vielleicht gibt es ja doch Freundschaft nach einem verkackten Beziehungsversuch. Ist nur die Frage, ob ich meine Gefühle im Griff habe. Anständig wird es auf jeden Fall, das bringt so ein Krankenhaus mit sich. Der Himmel ist blau mit weißen Wölkchen und aktuell sind angenehme 26 Grad. Heute Abend Eltern verabschieden, ich hoffe, ihre Reise wird unbeschadet vorbeigehen. Der Kaffee schmeckt und ich schaue noch etwas verkniffen in den Tag. Gestern war es hart ohne Zucker abends zu Hause zu sein, nur ein Joghurt mit zuckerfreier Marmelade war mein Trost. Mein Handy piept immer öfter, ich bin auf den besten Weg auch ein Smartphone-Junkie zu werden. Auf in den Tag, lange keine S-Bahn gefahren, aber heute schon.

Schlaf, Er, Arbeit, Scammer und keine Pläne

Was für ein Morgen, ganz gut geschlafen und aufgewacht in einer nicht aufgeräumten Wohnung. Eine Nachricht vom ihm, er hat endlich frei, liegt aber im Krankenhaus. Wunderbar, da war ich so schön sauer und jetzt das. Mal sehen, ob sie ihn bald entlassen, mal sehen, ob wir uns sehen. Gestern der Tag war ok, kaum mehr Drama in meinen Kopf und auf Arbeit Gespräche, die meinen Tag gerettet haben. Irgendwie gibt mir die Arbeit Kraft und Mut, auch wenn der Rest nicht stimmt. Die Sonne scheint und die Temperatur in der Wohnung ist auf 26 Grad gefallen. Kein Hunger, nur da sitzen und rauchen. Keine Ahnung was aus mir werden soll, heute und allgemein. Gestern wieder von einem Scammer über Facebook angeschrieben worden, keine Ahnung was mich zum Scammer-Ziel macht. Wieder ein angeblicher Amerikaner in den 40ern, der gleich mit Liebesworten um sich schmeißt und gern über Google Hangouts sprechen will. Doch dieses Mal nicht mit mir. Auf in den Tag, die Bude sieht chaotisch aus, ich ebenfalls, aber immerhin keine Pläne.

Mängelexemplar

Gestern Abend fühlte ich mich durch und durch wie ein Mängelexemplar. Dick, alt und dann auch noch latent psychisch krank. So richtig unperfekt, dazu die Erkenntnis, dass ich ihn wohl für immer zu den Akten legen sollte und das alle seine schönen Worte wohl eine Lüge waren, um mich bei der Stange zu halten, als die Frau die seine Sachen in Deutschland regelt. Dann die Angst die beste Freundin zu verlieren, wohl auch wegen ihm, zweimal verloren. Das kein Geld da ist macht es nicht besser und das mein Bauch gestern in keine Hose passte, machte mich verzweifelt. Da esse ich seit Wochen keine Schokolade mehr und es tut sich nichts. Eigentlich nicht nur ein Mängelexemplar, eigentlich Müll diese Frau, die ich bin. Scheiß Leben, wer hat das für mich bestellt? Gestern lebensmüde Gedanken gehabt, Drama hoch 10. Heute dan eine Erklärung für das Drama, meine Tage, das war wohl PMS der bösen Sorte. Passend zu meiner Laune gestern Abend bei Arte den Film „Mängelexemplar“ geschaut, ja auch andere haben nicht immer Glück im Leben, aber dafür ein Happy End. Ich versuche mich dann mal zu beruhigen, irgendwoher Zuversicht zu nehmen und besser nicht in den Spiegel zu schauen.

Arbeit, Parade, Rücken, Laden, Frust, Handy und grimmig

Guten Morgen, heute Arbeit und eigentlich noch die Hanf Parade. Er legt dort auf, hat es aber nicht für nötig gehalten mich dazu nochmal zu informieren. Da ich eh die halbe Zeit der Parade noch arbeiten muss und danach eigentlich noch einkaufen, überlege ich es ausfallen zu lassen. Soll er doch nur für Unbekannte spielen, die sich nicht um seinen Arsch kümmern. Rückenschmerzen etwas besser, aber immer noch nicht ganz verschwunden. In der Bude halten sich 27 Grad, obwohl es draußen kühler ist. Gestern der Tag im Laden war mittelmäßig, einige Kunden, kleiner Umsatz. Abends fühlte ich mich dann ganz schrecklich und musste heulen. Irgendwie kam der ganze Frust über mein Leben, mein Schicksal und meine ganzen Verluste durch die Krankheit hoch. Aktuell liebe ich mein Leben wohl weniger, aber es heißt weiterleben. Ein piependes Handy mitten in der Nacht und am morgen, ich antworte noch nach dem Kaffee. Grau grüßt der Himmel, das mit der Arbeit heute schaffe ich noch. Grau sehe ich derzeit aus, es wird Zeit für Haarfarbe, aber irgendwie ist mir das derzeit egal, wenn schon Scheiße, dann halt auch alte Scheiße. Immer noch keine Einladung vom Arbeitsamt, dann halt nicht. Ich versuche dann mal nicht grimmig zu wirken, denn im Herzen bin ich es.

Schmerzen, Regen, Laden, Zucker, Handyrechnung und Urlaub

Na wunderbar, das mit dem Rücken wird schlimmer, letzte Nacht mehrfach wach gelegen vor Schmerzen und nicht gewusst wie ich weiterschlafen soll. Liegen ist gerade nicht mein Thema, immerhin sitzen geht einigermaßen schmerzfrei. Gestern Abend hat es tatsächlich kurz geregnet, ich rannte auf den Balkon und hörte die Freudenschreie meiner Nachbarn, dann dachte ich, ich bleibe auf dem Balkon, genieße den Regen und rauche, doch leider hielt der Regen keine Zigarettenlänge an. Die Abkühlung betrug damit auch nur 1 Grad, Nachschub dringend erwünscht. Heute arbeiten im Laden in Kreuzberg, mal sehen, ob was passiert, die letzten Tage lief es schlecht. Der kein Zuckerkurs wurde schon leicht aufgeweicht, ergibt sich unterwegs etwas mit Zucker, greife ich zu, nur abends zu Hause gibt es nur Obst. Ich kaufe weiterhin keinen Zucker ein und so gibt es hier seit Wochen keine Schokolade, keine Kekse und keine Gummibären mehr. Graue Aussichten grüßen heute, während ich hier 27 Grad habe. Gestern erleichtert gewesen, dass sich die Scammer-Gespräche nicht auf meiner Handyrechnung zeigen, immerhin bezahlen muss ich nicht dafür, das jemand versucht hat mein Hirn zu ficken. Bald sind die Eltern weg, ich hoffe es passiert nichts auf der Autofahrt nach Gran Canaria, so richtig wohl ist mir dabei nicht. Ich trage dann wieder die Verantwortung für ihre Wohnung und den Laden, denn die Vertretung für den Laden ist noch sehr unsicher. Auf in den Tag, auf das die Schmerzen aufhören.