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Verarscht, Inder, Finale, Finanzen, Gutschein und Weiß

Ein neuer Tag, gestern dachte ich bei meinen Texterjob die wollen mich verarschen, eine ziemlich blöde Aufgabe und danach Lob aus allen Kanälen. Warum machen die das? Wissen sie, dass sie sonst bald auf mich verzichten müssen? Danach noch ein Treffen, beim Inder, doch ich musste gar nicht an den Toten denken. Ich mache also Fortschritte. Heute großes Wochenfinale, dann endlich Wochenende.Ich freue mich auf die freien Tage. Irgendwie bin ich derzeit mit keinen meiner Jobs zufrieden, dabei habe ich doch die Auswahl. Träume zurzeit wirr, aber vergesse alles beim Aufstehen. Die Finanzen sind knapp, aber der Monat ist ja auch schon über die Hälfte vorbei. Ich rauche zu viel, keine Ahnung warum ich bei Zigaretten mehr rauche als bei Selbstgedrehten. Ich habe noch einen Geburtstagsgutschein für Rossmann, mal sehen mit was ich mich eindecke. Es stehen zahlreiche Weihnachtsfeiern auf dem Plan, eigentlich keine Lust, aber als Neuling sollte man sowas nicht verpassen. Bin bei meinen ersten Job endlich mit der Probezeit durch, aber das ändert nichts an meinen befristeten Vertrag. Bin gespannt wie es nächstes Jahr weitergeht, ich hoffe mit Arbeit. Noch schimmert meine Haut braun, innerlich bin ich aber schon wieder ziemlich weiß.

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Heimweg, Russen, Urlaub, Laptop und Meckermodus

Gestern noch einen sehr unschönen Heimweg gehabt: Rammelvolle S-Bahn, eine Gruppe rot angelaufener, stinkbesoffener Russen, die stanken und ne Menge Lärm machten und ansonsten Kuschelmodus im Stehen. Mir taten die Füße weh und meine Einkaufstasche wurde immer schwerer und ich wollte nur raus aus der S-Bahn. Zum Morgen dann die unschöne Nachricht, dass mein Urlaub nächstes Jahr wohl doch nicht klappt und die Aussichten in den grauen Tag wirken wenig motivierend. Berlin hat mich zurück und die gute Laune ist wohl im Flieger geblieben. Ansonsten Geschichten von Frauen im Rentenalter, die sich junge ausländische Männer nehmen und beklaut werden. Heute arbeiten in Mitte, keine Lust mit dem Laptop durch die Stadt zu rennen, vor allem weil ich danach noch einen Termin habe. Gestern noch einen neuen Drucker bestellt, meiner hat nach über 10 Jahren das Zeitliche gesegnet. Bloß nicht in den Meckermodus verfallen, Montag war ich noch so entspannt.

Schlafen, Handy und Termine

Schlafen, ganz viel schlafen, das mache ich derzeit am liebsten. Gestern noch lange mit meinem neuen Handy gespielt, jetzt brauche ich nur noch eine neue Sim-Karte, denn die Alte passt nicht in das neue Gehäuse. Diese Nacht mal durchgeschlafen und auch meine Verdauung hat sich in Berlin wieder beruhigt. Keiner, der mich morgens voll quatscht, niemand, der morgens vor meiner Tür steht und mich zu Aktivität drängt. Allerdings auch kein Pool um die Ecke und kein Blick auf Palmen und Meer zum ersten Kaffee. Heute nur kleines Programm, ein Arbeitstreffen und ein paar Stunden Arbeit, das sollte zu schaffen sein. Jetzt rauscht nur noch die Straße vor meinem Fenster und nicht mehr das Meer und es warten zwar Termine, aber keine Termine vor 12 Uhr. Habe ein schlechtes Gewissen, weil ich noch nicht allen Gratulanten geantwortet habe, aber das wird schon. Auf in den Tag, mein Leben in Berlin geht weiter.

Früh, Ohren, 360 Mails und Berlin

Früh, geschlafen wie ein Stein und meine Ohren scheinen wieder zu funktionieren. Warum habe ich mir nach dem Urlaub nicht noch einen Tag freigenommen? Heute noch ein Tag zum Ausschlafen und ankommen wäre gut gewesen. Ist aber nicht, weil ich wenig vorausdenkend war. Statt dessen Wecker um 6:40 und ein Blick ins graue, dunkle und kalte Berlin. Immerhin heute Nacht keine Bett- und Zimmernachbarin, ordentlicher Kaffee, eine funktionierende Toilette und Dusche und ein Kleiderschrank nur für mich. Arbeiten werde ich schon überleben, aber danach noch nach Kreuzberg fahren, darauf habe ich weniger Bock. Immerhin Internet für mich, aber noch bin ich mit meinen 360 Mails von einer Woche ohne Internet nicht durch. Ab unter die Dusche, mit Wasser, dass man auch trinken kann, Berlin wartet auf mich.

Zurück, Geburtstag, Integration und Daheim

Ich bin zurück, eine ereignisreiche Woche liegt hinter mehr und ich bin vom Flug noch halb taub. Leider hatte das Internetcafe an meinen Urlaubs-Wohnort zu gemacht, womit ich jetzt eine ganze Woche ohne Internet auskommen musste.Ich gebe zu, es gab leichte Entzugserscheinungen, aber ich habe es überlebt. Den Vögeln geht es gut, die Bude steht noch, nur zu Essen gibt es hier nichts, muss also noch einkaufen. Das Meer war wunderschön und ich bin jeden Tag mindestens eine Runde geschwommen. Mein Geburtstag auf der Insel war gemischt, der Tag war schön, der Abend eine Katastrophe. Es ist schlecht, wenn sich die Reisebegleitung streitet und man zwischen den Stühlen sitzt. Ich habe aber zahlreiche Gratulanten gehabt und mich sehr darüber gefreut, ich scheine sozial wohl wieder voll integriert zu sein, das ist ein verdammt gutes Gefühl. Die Wäsche läuft, der Kühlschrank gähnt Leere, der Koffer ist ausgepackt und ich habe als Erinnerung noch reichlich günstige Kippen, neue Bekleidung, Käse und Schinken da. Schön wieder daheim zu sein. 🙂

Schwarz, Aufbruchstimmung und auf Wiedersehen

Was für eine Nacht, ich hatte einen sehr seltsamen Traum. Ich träumte ich sei schwarz und nicht nur das, nein auch mit völlig neuen afrikanischen Gesicht. Ich war nicht sehr glücklich darüber und machte mir Sorgen, jetzt keinerlei gültige Papiere mehr zu haben. Im Traum hatte ich jedoch eine weiße Familie, die zu mir hielt, aber ich war trotzdem sehr traurig und wollte mich nicht mit meinem Schicksal abfinden. Was war das für ein Traum? Sowas habe ich noch nie geträumt! Aufgewacht und alles war normal, helle Haut und das alt bekannte Gesicht. Erleichterung und nicht nur wegen den Papieren. Es ist nun mal ein verdammtes Privileg helle Haut zu haben.

Ansonsten Aufbruchstimmung, bald geht es los, immerhin zu meinem Geburtstag sollen 30 Grad herrschen, aber mir ist immer noch unwohl mit Ryanair zu fliegen und nicht nur, weil ich meinen Arsch wahrscheinlich in viel zu kleine Sitze quetschen darf. Der Koffer ist nur halb gepackt, ich muss mich jetzt beeilen. Mein Urlaubsbudget ist reichlich, ich denke ich kann zum Geburtstag einladen. Meine Vögel schreien, als wüssten sie, dass ich bald weg bin und wollten mir schon auf die Insel hinterher schreien. Auf Wiedersehen Berlin, die Stadt, die aus der Ferne am schönsten ist.

Aktion, Putzen, Packen, Frühstück und Insel

Doch ganz schön viel Aktion vor dem Urlaub, gestern doch noch zum Familienausflug überreden lassen und erst gegen 20 Uhr wieder zu Hause gewesen. Heute noch Besuch am späten Nachmittag und ich habe bisher gar nicht geputzt, die Tasche gepackt oder mich selbst auf den Urlaub vorbereitet. Das muss jetzt alles in den nächsten Stunden passieren.
Versuche nicht so gestresst drein zu blicken, denn eigentlich ist mir das zu viel für ein Wochenende vor dem Abflug. Das Jobcenter hat mich überrascht, innerhalb einer Woche habe ich einen Weiterbewilligungsbescheid bekommen, schönes Geschenk so vor dem Urlaub zu wissen, dass man sich um den Monatsende keine finanziellen Sorgen machen muss. Fürs Frühstück ist gesorgt, die Nachbarn lärmen und ich schaue in den grauen Tag. Bald bin ich auf der Insel, wo es billige Kippen und nicht so leckeres Brot gibt. Älter werde ich auch auf der Insel, endlich mal wieder ein Geburtstag auf der Insel, ohne das graue Berlin. Das wird auch ein Urlaub ohne meine Internet-Rituale, es wartet nur ein Internetcafé auf mich, was laut und teuer ist. Auf in den Tag, der Countdown läuft.