Nacht, Eule, Er und Arbeit

Das war jetzt mal eine beschissene Nacht, erst nicht einschlafen können und dann ständig wach. Keine 6 Stunden geschlafen, aber jetzt wach und gar nicht begeistert von der Arbeit die wartet. Gestern viel gelaufen, sicher 5 km, aber nicht alles geschafft, die kranke Mutter ging vor, die hat mich besucht, und hat den Tod der Palme doch lockerer genommen als gedacht. Mein Bauch gibt Ruhe, da ist noch viel Luft in mir, aber Erbrechen und Durchfall ist weg. Ich werde wohl nie begeistert eine Frühschicht machen, dazu bin ich zu sehr Eule. Er bekam mal wieder Post vom Anwalt, ein Anlass miteinander zu reden, mehr aber nicht. Aktuell bin ich nicht so optimistisch was eine gemeinsame Zukunft angeht, er hat Wünsche, die ich vielleicht doch nicht erfüllen will und kann. Dunkel ist es und ruhig, die Kollegin wird sicher wieder eine halbe Stunde vor mir da sein, besser ist es, falls mal wieder die Öffentlichen ausfallen, so wie letzte Woche. Auf in den Tag oder sollte ich besser sagen Nacht?

Advertisements

Ich laufe, weil ich kann

Ja ich bin zu dick, aber noch nicht so dick, dass das Laufen mir schwerfällt. Da ich zusätzlich Probleme mit den Atemwegen habe, durch Allergien und Medikamente, ist auch joggen nichts für mich. Überhaupt Sport wird mit Kurzatmigkeit belohnt und gegen Fitnessstudios hatte ich schon was als ich deutlich leichter war. Am Wochenende, beim Einkaufsmarsch, konnte ich durch meine Beladung, dann mal fühlen wie es wäre nochmal 20-30 Kilo mehr zu wiegen, es wäre eine Tortur dauerhaft mit solchen Gewicht zu laufen. Ich konnte verstehen und fühlen wie es ist durch sein Übergewicht nicht mehr oder nur unter Schmerzen laufen zu können. So geht es meiner Mutter, so geht es einen Freund, sogar ein Spaziergang ist für diese Beiden eine Herausforderung und wird meist nach keinen 20 Minuten abgebrochen. Dagegen geht es mir echt gut, ich laufe gern und auch mal kilometerweit, auch mal für 1-2 Stunden. Also laufe ich in letzter Zeit viel, obwohl Sportler es sicher nur als schnelles spazieren gehen bezeichnen würden. Das tut mir aber gut, Bewegung, frische Luft und ich muss es einfach machen, denn ich laufe, weil ich es kann.

Der Berg, Plan, Nahrungsaufnahme und Kaffee

Schon besser, gestern weder tagsüber noch heute Nacht übergeben, hoffentlich bin ich über den Berg. Gestern Hunderunde gelaufen, auch wenn ich mir wegen meinen Magen nicht sicher war, dachte Bewegung tut gut. Heute steht relativ viel auf dem Plan, Heizungsableser, Hunderunde und abends noch eine bezahlte Umfrage. Keine Ahnung, ob ich das alles machen werde oder ob etwas ausfällt. Ein Paket müsste ich auch noch abholen, aber das hat Zeit. Schön das Wochenende versaut durch die Kotzerei und selbstverständlich wieder gesund zum Arbeitsbeginn. Bin immer noch vorsichtig mit der Nahrungsaufnahme, aber traue mich schon mehr. Vielleicht noch ein bisschen putzen bevor der Ableser kommt, das habe ich dieses Wochenende weniger gemacht. Der Kaffee schmeckt und bleibt wo er ist, die Vögel singen ein leises Lied und ich schaue in den grauen Tag, schauen wir mal was heute passiert.

Pole-Position, Einkauf und Mieten in Berlin

Die Woche geschafft und die Pole-Position auf dem Sofa eingenommen. Seit gestern habe ich einen neuen/gebrauchten Wanderrucksack, der deutlich größer ist als mein Alter. Den werde ich heute einweihen, denn der Wocheneinkauf steht an. Fast 20 Sachen fehlen im Haushalt, das wird ein teurer und schwerer Einkauf. Es wird leider wieder gebohrt, ich hoffe das endet bald. Heute also einkaufen und putzen, das übliche Samstagsprogramm. Die Mieten in Berlin steigen weiter, in gefragten Gegenden liegt jetzt der Preis für eine 2-Zimmerwohnung bei 1000 Euro, wer bitte kann sich das leisten? Dafür müsste man nach der Drittelregel ja ganze 3000 Euro netto vorweisen, um überhaupt in die Auswahl für die Wohnung zu kommen. Ich kenne niemanden in meinen Freundeskreis der allein 3000 Euro netto verdient, denn in Berlin steigen die Löhne leider nicht wie die Mieten. Verständlich dass meine beste Freundin jetzt einen Gerichtsprozess wegen einer Mieterhöhung verloren hat, aber im Vergleich zu einer Neuanmmietung fährt sie damit immer noch günstiger. Ich schweige dann mal lieber über meine Miete, es könnte Neid aufkommen und ja mir ist mal wieder klar, ich kann nirgendwo hinziehen, denn für mein Budget gibt es ein kleines Zimmer im Umland.

Bohren, Sturm, Dosen, krank, Vertragsverlängerung und Pensum

Guten Morgen, hier wird wieder gebohrt, aber ich darf ja bald die Flucht ergreifen. Gestern war ok, der Sturm war spürbar, ein Orkan nicht. Also ohne Probleme bei der Arbeit gewesen und nur auf dem Rückweg an der Bushaltestelle, im Schneeregen und starken Wind, etwas gelitten. Für Berlin war die Warnung also eigentlich überflüssig. Vor und nach der Arbeit aber keine Lust gehabt einzukaufen und so gab es gestern was Gutes aus der Dose. Erst „Chili con Carne“ und später musste dann die Keksdose herhalten. Heute wieder sozial arbeiten im Laden, ich hoffe es passiert was und das mein Lieblingsklient wieder auftaucht. Aktuell sind viele krank und so kann es sein, dass wir nur zu zweit oder zu dritt den ganzen Laden schaukeln. Ich muss mich erkundigen, wie es mit meiner Vertragsverlängerung aussieht, die Zeit läuft mir langsam weg. Momentan möchte ich, das alles so weiter läuft wie bisher. Die Kräfte fürs neue Jahr sind endlich da und ich wundere mich aktuell was ich Anfang des Jahres hatte, mein Pensum ist doch mehr als erträglich. Auf in den Tag, das Wochenende winkt schon.

Ok, Schnee, Duftkerze, kreativ und Nachgeschmack

Gestern war doch alles ok, das Treffen und auch die Arbeit mit der Kollegin danach. Geschneit hat es gestern doch noch, aber es blieb nichts liegen auf den nassen Straßen. Abends dann eine geplatzte Verabredung, aber es lag an mir, denn nach 18 Uhr wollte ich dann doch nur nach Hause. Angeblich heute Orkan, aber hier ist bisher nichts davon zu sehen. Befürchte, ein Freund von mir könnte an mir interessiert sein, bitte lasse das nicht der Realität entsprechen, ich mag ihn nur als Freund. Der Tag heute motiviert zu gar nichts, es ist grau, es ist dunkel, es schneit auf nasse Straßen und es ist kalt. Musste feststellen, dass meine Duftkerze von Ikea eher stinkt, als Wohlgeruch zu verbreiten. Mein Geld-Leih-Nachbar scheint jetzt sauer zu sein, weil ich ihm nicht helfe, hat er umsonst, soll er woanders ständig klingeln. Heute arbeiten bei den Bonzen, ich war schon mal kreativer als jetzt, hoffe ich kriege trotzdem was auf die Reihe. Die Tage alte Kleidung vom vorletzten Jahr angezogen, es passt noch alles, ich bin erleichtert, immerhin keine weitere Zunahme. An ihn denke ich gerade weniger, irgendwie hat unser letztes Treffen einen fahlen Nachgeschmack hinterlassen, eine Ahnung, ob wir es jemals schaffen werden. Schnee, noch mehr Schnee, keine Lust das Haus zu verlassen, aber wird schon.

Anruf, Team-Meeting, Freundin und Untermieter

Mittwoch, geweckt worden von einem Anruf, ich glaube vom Jobcenter, muss noch zurückrufen. Keine Ahnung was die von mir wollen, ich hoffe sie kommen nicht, auf die schräge Idee mich vermitteln zu wollen, die Vermittlungsvorschläge vom Amt waren bisher immer unterirdisch. Ich arbeite ja und möchte arbeiten, aber bitte nicht zum Mindestlohn in Brandenburg in einem Copyshop. Das war damals das überirdischste Angebot, ein Angebot, für das ich überqualifiziert war und außerdem ethnisch nicht passend, denn in Brandenburg hätte ich sicher wegen meinem Aussehen auf die Fresse bekommen. Heute ein relativ entspannter Tag, später Team-Meeting und dann noch ein paar Stunden arbeiten, habe ein bisschen Schiss die nicht so geliebte Kollegin wieder zu sehen, aber wird schon schief gehen. Heute kein Schnee und dazu trübe Aussichten, ein wenig einladender Tag. Die beste Freundin meldet sich nur sporadisch, aber sie lebt und kämpft wieder mit einem Untermieter, obwohl Vermietung wirklich nichts für sie ist. Ich würde mir lieber noch einen Job suchen, statt zu vermieten, denn auch ich komme mit Mitbewohnern nicht klar. Das ist wohl das letzte Privileg alter Berliner, sie haben alte Mietverträge und günstige Mieten und können mit der Untervermietung die Kosten für den Monat rein holen. Aber bitte ohne mich, ich gehe lieber arbeiten und habe zu Hause meine Ruhe und ich hoffe ich werde es dieses Jahr auch ohne Jobcenter schaffen.