Früh, Beratungen, Fisch, Corona und Oma

Guten Morgen, wie ätzend am Sonntag wach um 7. Liegt aber an meiner Woche, da war es nötig um 7 wach zu sein nur heute eigentlich gar nicht. Gestern auf Arbeit war es doch aufregend, die zwei Beratungen hatten es in sich. Meine Spezialität scheinen aber Angehörige zu sein, das kriege ich immer gut hin. Das Elternpaar empfand die Beratung als sehr nützlich. Meine Blumen aus dem Büro mitgenommen, noch mehr Lilien für mich, meine Wohnung hat jetzt überall Blumen, so nach der Hochzeit. Graue Aussichten grüßen, ich glaube ich gehe gleich wieder ins Bett, ich muss nirgendwo hin und ich verpasse nichts. Heute kommt er, ich freue mich auf meinen Mann, er wird seinen Kram herbringen und den eigentlich für die Hochzeit gedachten Fisch kochen. Die Auswertung des Sprachtestes wird tatsächlich mehrere Wochen dauern, ich hoffe das Ergebnis ist da, bevor wir einen Termin bei der Ausländerbehörde bekommen. Nix los hier, keine Geräusche der Nachbarn und auch meine Vögel schweigen. Blutdruck und Puls ok zum Morgen, gestern war es abends viel zu hoch, aber noch nicht gefährlich. Seltsames Leben, auch wegen Corona, das soll endlich aufhören. Ich möchte meine Arbeit zurück so wie sie war mit Kolleginnen und echten Beratungen. Gerade jetzt kommen so viele verzweifelte Anfragen, da braucht frau ihr Team und die Leute brauchen uns. Brötchen warten, aber ich glaube später. Bin froh, dass ich wieder meine Hände und Füße spüre und nichts mehr kribbelt, auch der Durchfall ist weg, nur das mit dem Schlaf ist immer noch auffällig. Mein Arbeitgeber hat uns einen Erlebnisgutschein geschenkt, ich hätte gern Floating gemacht, er findet essen gehen aber besser. Für ihn als Afrikaner ist es wohl seltsam Geld auszugeben, um im Wasser zu schweben, ich als ehemalige Hartz-IV-Empfängerin finde es seltsam soviel Geld für Essen auszugeben. Der Onkel hat sich gemeldet, er kommt mit dem Tod seines Vaters klar, seine verbliebene Ehefrau aber nicht. Ich kannte seinen Vater kaum, aber ich trug 17 Jahre seinen Nachnamen. Die Oma meldet sich nicht, sie ist eine kranke und schrullige Frau geworden, mal sehen, ob ich irgendwann den ersten Schritt mache. Ich plane immer noch ein Fotobuch meiner Mutter, ist das fertig, kriegt sie auch ein Exemplar. Bin gespannt was die Zukunft bringt und lasse Doris Day sprechen:

Nacht, Prüfung, sparen und Reduktion

Guten Morgen, wieder eine schlechte Nacht, ständig wach gewesen. Immerhin Blutdruck ok. Grau grüßt der Tag und gleich nach der Hochzeit mehrere Tage und Termine quer in der Stadt wahrzunehmen war vielleicht doch zu viel. Auch heute wieder Büro mit zwei Beratungen und Lieblingskollegin zur Unterstützung. Er hat heute seine Deutschprüfung, ich hoffe er kommt mit einem Zertifikat zurück, das ist zwingend für die Aufenthaltsgenehmigung. Zuviel und wirr gegessen gestern. Ich brauche Ruhe und muss hier auch mal dringend aufräumen und putzen. Immer noch seltsam einen Ehering zu tragen. Brötchen sind im Ofen, hungrig bin ich derzeit ständig, nachdem mir wochenlang schlecht war. Mal sehen wie der Tag wird, ich bin froh, wenn ich wieder zu Hause bin. Immerhin dann nächste Woche mehrere Tage Homeoffice gerade sehne ich mich danach. Ich vermisse meine Kolleginnen im Büro, waren das noch Zeiten wo wir alle regelmäßig miteinander gesprochen haben. Immerhin das Geld ausgeben für die Hochzeit hat jetzt aufgehört, jetzt heißt es sparen. Werde versuchen ihn in die Familienversicherung zu kriegen, mal sehen was meine Krankenkasse antwortet. Die Regularien dazu sind mir nämlich nicht klar. Immerhin keine Todesangst mehr seit der Hochzeit, es ist so als wäre die Hochzeit jetzt eine Verpflichtung und ein Versprechen zu leben. Suche trotzdem weiter einen Therapietermin, den einen, einen Tag vor der Hochzeit habe ich abgesagt. Das wäre einfach zu viel gewesen, allerdings werden derzeit keine Termine bei der Wunschtherapeutin angeboten. Ich vermisse meine Mutter, mit ihr konnte ich über alles reden, das ersetzt mir kein Mensch auf Erden. Die Reduktion scheint Wirkung zu zeigen, ich hoffe es wird weiterhin täglich besser, weiter reduzieren oder gar ausschleichen, traue ich mich derzeit nicht. Gestern war es dunkel und es regnete die ganze Zeit, heute sieht es nicht viel besser aus. Ein dunkler grauer Tag grüßt. Auf in den Tag und morgen fahre ich nirgendwo hin.

Friedrichstraße, Vater und aufstehen

Guten Morgen, was für eine kurze Nacht. Aber ich soll eigentlich um 8 Friedrichstraße sein, es wird wohl eher 9. Auf Arbeit waren Sie gestern sehr süß zu mir, es gab einen Videochat nur, um mir zu gratulieren und außerdem ein Geschenk und Blumen zur Hochzeit. Ich habe mich sehr gefreut. Abends dann den Vater ne Runde angeschrien wegen seiner Neuen, zum Glück sieht er es nicht genauso wie seine dumm schwätzende Tempelhofer Tante. Nix ist mit sie erlaubt uns irgendwas und erst Recht ist sie nicht Gastgeberin in meiner Elternwohnung. Wer hätte gedacht, dass ich mal um meinen Vater kämpfe. Abgesehen von Tempelhofer Tanten aber sehr glücklich gerade. Heute geht es um den Jobcenter Vortrag und die Vorbereitung, es wäre gut, wenn wir in den Köpfen der Mitarbeiter etwas bewegen können. Ich verstehe aber echt nicht, wie man einen Termin um 8 Uhr morgens dafür wählen kann. Erstmal Tee, der Blutdruck ist zwar ok, aber das soll er auch ohne Pillen den Tag bleiben. Verheiratet, ich bin immer noch verheiratet, komische Sache. Heute wird ein langer Tag, es werden sicher 8 Stunden Arbeitszeit, bin ich nicht gerade gewöhnt, oft kämpfe ich schon mit 6 Stunden. Das wäre noch vor 2 Wochen nicht denkbar gewesen, aber jetzt geht es mir ja soviel besser. Es ist auffällig, dass derzeit sehr viel Polizei unterwegs ist, alles wegen Corona? Muss Berlin kontrolliert und überwacht werden? Berlin war eigentlich mal wild und frei. Auf in den Tag, alle die ich kenne schlafen sicher noch, ich normalerweise auch, aber heute heißt es aufstehen.

Ring, Corona, Freundin und Diskriminierung

Guten Morgen, die Nacht war nicht so gut, aber insgesamt geht es mir viel besser. Der Blutdruck ist ok, nichts kribbelt, der linke Fuß tut nicht weh, nur die Hand ist mir im Schlaf wieder eingeschlafen. Erstmal aufwachen, mit dem ungewohnten Ring an meinem Finger. Eine verheiratete Frau, das war für mich nie Lebensziel, ich bin da im Denken wohl eher männlich, heiraten heißt aufgeben oder müde sein, ständig Dates zu haben. Ich habe keine Lust mehr ständig zu daten, ich habe keine Lust mehr ständig allein zu sein, ich will einen Partner und Ruhe im Karton. Meine Hochzeitsblumen, rosa Lilien, sind wunderschön, aber riechen etwas aufdringlich. Gestern der Tag war davon geprägt die Ausländerbehörde zu erreichen, man kann derzeit wegen Corona nicht vorbeigehen, man kann nichts online buchen, man kann telefonisch niemanden erreichen, nur eine E-Mail ist möglich. Ich frage mich was die da den ganzen Tag machen, wenn die Kontaktaufnahme nur per Mail möglich ist. Viele haben gratuliert und erwartet hätte das von mir keiner. Ich frage mich ja warum keiner das erwartet hätte, ich habe nie ein „Heiraten ist scheiße“ Schild vor mir hergetragen. Im Nachhinein mega über die Freundin vom Vater aufgeregt, sie hat sich zwischen uns gestellt und mich in der Wohnung meiner Eltern wie einen Gast behandelt, außerdem möchte sie uns Vorschriften machen, wann und wie oft wir uns sehen dürfen. Geht es noch? Wer ist diese Frau? Sollte das im Sinne meines Vaters sein, werde ich mich zurückziehen. Es tut weh, aber ich lasse mich nicht in meinem Elternhaus von einer Fremden wie einen Gast behandeln und ich will auch keine Genehmigung brauchen, um meinen Vater zu sehen. Heute früh kein Kaffee, sondern Chai-Tee. Das Büro und der Dienst wartet, mal sehen, wie es wird, ich sehe immerhin versetzt zwei Kolleginnen. Heute Abend dann Pizza beim Vater, vielleicht das letzte Mal, denn so kann seine neue nicht mir umgehen, die sind noch nicht mal ein Jahr zusammen und sie tut so, als wären sie bereits seit Jahren ein Ehepaar. Mein Onkel hat angerufen, wegen dem Todesfall, aber auch wegen einer Feier, mein Schatz ist auch eingeladen, da muss er jetzt durch, er gehört jetzt auch zur Familie und wird zu Familienfesten erwartet. Ich habe jetzt einen neuen Nachnamen, einen Namen, mit dem ich sicher öfter diskriminiert werde, aber alter Schuh für mich, ich wurde mein Leben lang diskriminiert, das werde ich jetzt auch noch überleben. Im Gegenteil, so erkenne ich schneller die guten und schlechten Menschen. Die Auszeit von der Arbeit hat gutgetan, brauchte ich auch, war alles viel zu aufregend. Noch habe ich keine Fotos, aber der Vater wollte seine schicken. Auf in den Tag, so beringt, ich bin nicht mehr allein und das ist gut so.

Verheiratet und Papierkram

Guten Morgen in der Warteschleife. Behördentermine in Berlin kriegt man derzeit nämlich nicht mehr online, ich hoffe ich komme jetzt beim Bürgertelefon durch. Ja es ist vollbracht wir sind verheiratet, jetzt brauchen wir aber Termine, um den Papierkrieg zu bewältigen. Die Feier war klein und nett, leider separiert die Gruppe sich dann schnell nach englisch- und deutschsprachig. Wir hatten zu viel Essen und leider wurde mir beim Essen dann schlecht. Ich bin aber glücklich verheiratet und der Tag gestern ging ohne Bluthochdruck und Herzrasen vorbei, abends hatte ich sogar nur 120 zu 80, ich scheine mich gerade wieder zu beruhigen. Es ist geschafft und ich bin jetzt eine Ehefrau. Auffällig war auch, dass wir nur zwei Frauen waren, alles andere Männer. Immerhin 8 Leute waren wir, aber lieb gewonnen habe ich nur seinen besten Freund. Leider sagte auch meine Freundin ab, wegen Arbeit. Abends kam dann die Nachricht, dass der Namensgeber meines Lebens von 0 bis 17 Jahre verstorben ist. Er war der Vater meines älteren Onkels, also muss ich wohl bald nach NRW zu einer Beerdigung. Ein netter Typ war er nicht und der Nachname war auch beschissen, aber er mochte mich und das letzte Mal, dass ich ihn sah, stand er tränenüberströmt vor mir und freute sich mich zu sehen, obwohl ich ihn kaum kannte. Komischer Tag gestern, ich hoffe, der Vater schickt mir die schönen Fotos von unserer Hochzeit. Seine Neue war mir gestern etwas zu übergriffig, aber sie gibt sich alle Mühe ihre Rolle zu finden und hat uns bei der Hochzeit unterstützt. Mein Kleid wurde für süß befunden und leider auch für schlicht, aber gut, was will man machen mit kleinem Budget, ich fand es dafür sehr schön. Die Übersetzerin war zuverlässig und kompetent, wurde aber von der Standesbeamtin blöd angemacht. Danach war die Standesbeamtin aber nett zu uns und sogar etwas einfühlsam. Mein Vater scheint gestern etwas losgelassen zu haben, er hat mich meinen neuen Mann übergeben. Schöne neue Welt, ist nur fraglich wer hier, wen übergeben hat. Hänge seit 30 Minuten in der Warteschleife des Bürgertelefons, die Musik ist nicht schlecht, aber langsam geht es mir auf den Sack. Der Blutdruck zum Morgen ist auch niedrig, es scheint jetzt nach der Hochzeit sehr viel Druck von mir abzufallen. Warten wir ab wie es weiter geht, für den Moment ruhe ich in mir und die Panik scheint passee.

Hochzeit

Guten Morgen. Heute ist es so weit, unser großer Tag und ich hoffe es geht alles glatt. Ich war gestern sehr aufgeregt, während er ziemlich ruhig war. Gestern noch Torte, Blumen, Snacks und Essen organisiert und der Vater hat Getränke ran geschafft. Er hat noch afrikanisch gekocht, mal sehen, ob das die Gäste mögen. Die nigerianische Küche ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Mein Blutdruck und Puls war gestern nicht lustig, zu viel Aufregung. Heute schon besser, aber mein Puls ist zu hoch. Aktuell noch nicht zu sehr aufgeregt, wer hätte gedacht, dass ich mal heirate, ich nicht. Zu früh wach, aber ich muss hier noch etwas aufräumen und mich selber fertig machen. Ich werde wohl Klamotten zum Wechseln mitnehmen, ich will nicht den ganzen Tag im Brautkleid rumrennen. Mein Brautstrauß ist jetzt ein bunter Strauß mit riesiger Sonnenblume, eine Sonnenblume für meine Mutter und auch für mich, denn Sonnenblumen halfen ihr, wenn sie traurig war. Ich bin auch traurig, traurig, dass sie nicht da ist. Ich hoffe unsere Gäste machen Fotos und dass wir unser Essen ohne Unfälle abholen. Heute kein Kaffee, sondern Chai Tee, ich will diesen Tag ohne Ausnahmezustände überleben. Die Übersetzerin kommt auch, ohne sie wäre die ganze Hochzeit nicht möglich. Ich habe einen Schleier, aber ich glaube, das ist nichts für mich, fühle mich blöd mit einem Schleier. Ich bin weder behütet noch Jungfrau, da ist schon ein weißes Kleid gewagt. Bin gespannt auf seine Freunde, ob sie mich mögen und hoffe ich habe nicht doch rassistische Leute auf meiner Gästeliste. Warten wir ab, hoffentlich nicht auf Katastrophen. Mein bester schwuler Freund kommt auch, ich freue mich auf ihn, er war gestern auch aufgeregt. Ab heute gibt es einen neuen Ring für mich, der auch passt oder trägt man auch nach der Hochzeit seinen Verlobungsring weiter? Er ist jetzt auch nervös, das freut mich, bin ich nicht allein. Ich hoffe, nach der Hochzeit wird es ruhiger, ich brauche Ruhe um mich auf alle diese Veränderungen einzustellen zu können. Wen ich damit fertig bin, dann kann auch der Vater mit seinen Veränderungen kommen. Auf in den Tag, wir können alles sein:

Hochzeit, die Neue, Tempelhof und Erwachsen sein

Mitten in der Nacht wach, das passiert, wenn man früh schlafen geht. Er hat ein Einsehen, dass er heute parat zu stehen hat, besonders wenn er noch kochen will. Ich werde nämlich heute nicht bis spät in die Nacht Hochzeitsvorbereitungen treffen, kann er dann im Zweifelsfall alleine machen, wenn er vorher besseres zu tun hat. Es ist noch soviel zu tun und ich schaffe das alleine nicht. Gestern das Treffen mit der Neuen war ok, aber ich hatte eine Panikattacke. Mich widert es an wie Sie sich an ihn kuschelt und gleichzeitig scheint sie eine nette, aber sehr kranke Frau. Es wird jetzt wohl afrikanisches und arabisches Essen geben und ich muss noch Blumen besorgen und dekorieren. Die Feier wird ohne genetische Verwandtschaft stattfinden, die Oma ist mit der Freundin im Urlaub und die Onkel müssen arbeiten oder sind zu feige für die Reise. Mir geht es ganz gut, die Nebenwirkungen lassen nach, aber ich fühle mich immer noch geschwächt und bin froh, wenn wir es hinter uns haben. Der Vater scheint etwas zu verwechseln, seine Freundin ist depressiv, aber ich nicht. Ich brauche keine Aufforderung zu mehr Aktion, ich bin träge, weil es mir durch den ganzen Stress und das Medikament schlecht geht, seit Wochen und Monaten und ich einfach Ruhe und Erholung brauche. Da ist ein ständig fordernder und Druck machender Vater nicht hilfreich, auch wenn ich denke er meint es gut. Das gemeinsame Frühstück gestern war nett und empfehlenswert, ich kann nur nicht fassen, dass der Vater nach all den Jahren zurück nach Tempelhof gehen will bzw. schon gegangen ist. Meine Mutter war so unglücklich in Tempelhof und die nun leerstehende Wohnung in Kreuzberg ist soviel cooler. Mein Verlobter scheint nicht zu verstehen, warum ich aufgeregt bin, er nimmt die Hochzeit mit einer Lässigkeit, als wäre es eine tagtägliche Geschichte. Wer mich kennt, weiß aber, das wird für mein Leben eine einmalige Geschichte. Ich werde nicht nochmal heiraten. Dunkel ist es und totale Ruhe herrscht, kaum Autos und mein Bett wartet auf mich, aber ich musste erstmal Wasser trinken, rauchen und mich beim Schreiben sortieren. Ich vermisse meine Mutter, es wäre alles soviel einfacher mit ihr. Zeit, Zeit ist alles und ich wollte nie erwachsen sein…

Treffen, Austausch, beleidigt und arme Würstchen

Guten Morgen mit Kaffee, fühle mich seltsam, aber nicht verdächtig. Wach gewesen in der Nacht, mehrfach, aber wieder eingeschlafen. Der zweite Onkel meldet sich nicht, ich vermute das heißt er kommt nicht. Dafür hat sich eine alte Freundin gemeldet, sie kommt vielleicht doch. Heute das Treffen mit der Neuen vom Vater, ich fühle mich unwohl. Ich hasse Veränderung und diese ganz besonders. Wie kann man(n) eine Person so schnell austauschen? Immerhin gestern fast normal gegessen und auch kein Durchfall mehr, heute Nacht ist auch kein Körperteil eingeschlafen, also eigentlich alles gut. Er verhält sich derzeit fast depressiv, er braucht Arbeit, um gut drauf zu sein. Ich könnte derzeit immer noch auch 1 Jahr Auszeit nehmen, aber natürlich nicht in Berlin, sondern dann lieber in Gran Canaria. In Berlin brauche ich meine Arbeit aber auch, sonst sitze ich nur noch seltsam gelaunt zu Hause. Freizeit, aber irgendwie doch keine, denn das Treffen heute wird hart für mich und morgen muss noch gemeinsam der ganze Rest organisiert werden. Warum müssen immer alle Leute auf einmal was von einem wollen oder keiner will was? So ein Mittelweg wäre mir lieber. Immerhin heute kein kochen für den Vater, das wäre mir auch zu viel, erst die Neue und dann noch den ganzen Sonntag bis spät in den Abend zusammen verbringen. Er will unbedingt die B1 Prüfung machen, aber leider meine ich er ist noch nicht so weit, das sieht er aber nicht ein und reagiert beleidigt, spreche ich es aus. Die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt nicht sonderlich und ich liege auf dem Sofa und tippe vor mich hin. Die Übersetzerin vom Freitag beim Notar hat mich beleidigt, zum Glück wird sie nicht bei der Hochzeit übersetzen, besonders toll übersetzen konnte sie nämlich auch nicht, die Notarin korrigierte sie mehrfach. Dann auch noch bezahlen dafür beleidigt zu werden und eine fehlerhafte Übersetzung zu kriegen, ist schon ne Nummer. Einen Ausländer heiraten ist halt doch ein teures Minenfeld der Diskriminierung. Aber gut, ich wurde auch früher schon diskriminiert, da stehe ich drüber. Menschen die diskriminieren, sind doch meist selber arme Würstchen. Auf in den Tag, alles wird gut, es gibt sie die korrekten Menschen, die keine Farben oder Herkunft sehen, sondern Menschen.

Früh, Homeoffice, Onkel, Erwachsen und Krämpfe

Guten Morgen, lange geschlafen und fühle mich ganz gut. Die Sonne scheint und es ist ruhig hier. Einkaufen muss ich, kein Wasser da und auch sonst fehlen Dinge. Viel zu früh wach, aber ich war auch früh schlafen. Gestern der Tag war eine Qual, müde, voller Schmerzen, nur die Arbeit brachte etwas Ablenkung. Heute Homeoffice, aber es gibt nicht viel zu tun für mich, nur eine Beratung, langsam nagt Corona auch an meiner Arbeitsmotivation. Sich im Homeoffice ständig selber Arbeit suchen ist doch mühsam. Im Büro ist das alles einfacher, als allein zu Hause zu sitzen und hoffen das jemand anruft. Mein Onkel wird doch nicht zur Hochzeit kommen, was leider bedeutet, dass wahrscheinlich auch mein anderer Onkel nicht kommen wird, denn Onkel 1 wollte das Auto fahren. Finde ich kacke, ich hätte meine Onkel gern dabei gehabt. Immerhin meine Oma lässt mich grüßen, dass erste Wort nach dem Streit. Vergammelte Blumen stehen im Wohnzimmer, mir ist gerade echt alles zu viel, normalerweise sind meine Schnittblumen immer frisch. Der Makler wegen der überteuerten Einzimmerwohnung in meinem Haus hat mich jetzt doch angeschrieben und bietet eine Besichtigung an, ich glaube ich habe aber kein Interesse mehr. Ich weiß es fanden bereits Besichtigungen statt und die Leute sind schimpfend davon gerannt. Schöne neue Welt, soviel Verantwortung und keine schützende Mutter. Erwachsensein in einer neuen Stufe für mich. Morgen lerne ich die Neue vom Vater kennen, ich weiß noch nicht wie ich das finde, aber ich muss da wohl durch. Immerhin heute früh fast keine Schmerzen/Krämpfe im linken Fuß, es ist wohl doch das beschissene Medikament. Besser als Gesichtskämpfe wie früher von Fluanxol, einen Fuß kann man verstecken. Aber gar keine Krämpfe wäre natürlich besser. Ich hoffe so sehr, dass er den Job kriegt, dann würde es ihm sicher besser gehen und finanziell wäre das für uns beide erfreulich. Hat er ein richtiges Einkommen, wäre auch an einen Umzug zu denken. Ich überlege gerade glatt jetzt schon einkaufen zu gehen, Wasser ist schon wichtig und wenn ich schon mal da bin, könnte ich auch frische Brötchen kaufen. Auf in den Tag, hoffentlich ohne Krämpfe.

Müde, Ehevertrag und Essen

Guten Morgen, heute mal keine Gärtner, aber spät schlafen gewesen und früh wach. Gestern der Arbeitstag war sehr erfreulich, hatte meinen Spaß mit Ratsuchenden und Kollegen. Bin müde, aber muss zum Anwalt und Notar wegen dem Ehevertrag. Beschlossen heute im Homeoffice zu arbeiten, allein im Büro sitzen ist dann doch nicht so der Hit. Er hilft mir jetzt, aber grummelig. Was dachte er, dass wir nur die Standesamt-Nummer allein durchziehen? Ich bin doch schon genügsam, aber Familie und Freunde im kleinen Kreis gehören schon dazu. Bin müde und habe wieder Beschwerden, nachdem es mir gestern im Vergleich blendend gegangen war. Keine Lust nach Charlottenburg zu fahren, es ist ein langer Weg und teuer ist die Geschichte auch. Mit dem Vater gestern war nett, er kümmert sich noch um Getränke und bereitet den Raum vor. Zu essen haben wir noch nichts, denn Chinesen scheinen kein Englisch zu sprechen. Notfalls gibt es arabisches Essen. Auf in den Tag, ist das heute geschafft, kann ich mich ein wenig entspannen.