Rückenschmerzen, Kleidung von Mutti, Böllerverbot und erwachsen?

Ein Gruß aus der Nacht mit Rückenschmerzen. War zu viel gestern, fast 8 Stunden im kalten Lager gestanden und mich ständig bücken müssen, 4 Stunden davon allein. Aber es ist geschafft, ich muss deswegen nicht mehr ins Lager! 40 Säcke Kleider aussortiert, wobei 2 davon dann doch in meiner Wohnung gelandet sind. Letzte Chance von Mutti Kleidung zu bekommen, danach nie wieder. Aber es sind auch echt schöne Sachen dabei, manche sogar sehr teuer, aber nicht alles passt, also wird die Aktion Keller aufräumen dringlicher. So wie sich mein Rücken anfühlt, aber sicher nicht heute, vielleicht gehe ich heute lieber nirgendwo hin. Besuch will ich auch keinen, ich denke kochen und essen mit dem Mann reicht dann. Immer noch herrlich hier keinen Schreihals mehr zu haben, seitdem der Terrorvogel im Arbeitszimmer weilt, ist Ruhe hier, vielleicht wollte auch er genau das: Ruhe.

Nach dem Lager gestern voll fertig gewesen, nicht mehr gekocht, aber baden gewesen, weil mein ganzer Körper auch Stunden später zu Hause eiskalt war. Waschmaschine läuft seitdem durch, denn 3 Jahre gelagerte Sachen haben einen Eigengeruch, den man nicht haben will. Zum Glück nehme ich diesen Ballast jetzt nicht mehr ins neue Jahr. Der Kaffee schmeckt und eine Kerze brennt, meine Mutter ist gerade ganz sicher bei mir. Ihre Bekleidung liegt hier in Wäschehaufen rum und ich trinke aus einer Tasse von ihr. Heute Lebensmittel-Lieferung, zum Glück, heute trage ich nicht nochmal kiloweise mit kaputten Rücken, dafür bezahle ich dann lieber einen jungen Mann. Bin gespannt, ob das Böllerverbot was bringt, ich vermute jedoch nicht, Polen ist zu nah. Die Heizung rauscht, dabei ist es draußen gar nicht mehr so kalt, aber die Nachbarn heizen.

Schöne neue Welt, meine Wohnung ist immer mehr erwachsen und auch die neue/alte Kleidung von Mutti ist erwachsener als das, was ich im Schrank habe. Mitte 40 erwachsen werden? Ich vermute, ich bin eigentlich etwas spät dran. Aber Erwachsensein war nie mein Ziel. Ich vermisse meine Mutter, aber ich weiß, sie war und bleibt mein Schutzengel und ist weiterhin bei mir. Schwimmen gestern wieder nicht geschafft, jetzt ist Sonntag angepeilt. Gerade irgendwie zu viele Termine, ich komme ständig durcheinander und habe Doppelbelegungen in meinem nicht vorhandenen Terminkalender. Vielleicht doch einen Terminkalender kaufen? Auf meinem Handy will ich solche Daten immer noch nicht haben, was geht es Google an was ich so mache? Reicht schon, dass ich blogge, da muss nicht auch noch ein detaillierter Terminkalender ebenfalls übermittelt werden. Heute irgendwie wieder sehr deutsche Musik im Ohr, die Frage gerade: Wo war ich (die letzten Jahre)?

Röcheln, räumliche Trennung, Urlaub und Tageslicht

Guten Morgen, der Nachbar röchelt und hustet lieblich auf dem Klo, vielleicht hat der mich geweckt. Gestern früh verquatscht mit einer Freundin und nicht schwimmen gewesen. Termin auf morgen verlegt. Dafür dann aber zu Hause fleißig gewesen, Wohnung umgeräumt und mich räumlich wieder vom Terrorvogel getrennt. Der wohnt jetzt nicht mehr im Wohnzimmer, sondern wieder im Arbeitszimmer. Besser ist es, so schreit mich nicht ständig jemand an und ich habe keine so starke allergische Reaktion in den Atemwegen. Auch eine Palme durfte umziehen und weitere Möbel wurden gerückt. Jetzt warte ich auf eine Lieferung. Wobei das heute hauptsächlich Vogelfutter und Getränke sind. Essen gestern war lecker, heute wohl asiatische Suppe und später Kino. Mondlampe gestern schon kaputtgegangen und reklamiert, sehr schnell den Rechnungsbetrag erstattet bekommen. Bin bei den Kollegen am Geld sammeln, für die Kollegin die seit neuesten auch Mutter ist, vielleicht können wir ihr so ein paar Windeln ausgeben.

Fühle mich körperlich besser, Blutdruck unten, Verdauung besser, aber wollen wir nicht zu optimistisch werden. Eine Kerze brennt und der Kaffee schmeckt, eine alte Tischdecke der Mutter reaktiviert, dass der Stiefvater mir Weihnachten Tischdecken geschenkt hat, darüber bin ich noch nicht weg. Der weiß doch, dass meine Mutter Tischdecken gesammelt hat und ich damit Tischdecken-Millionärin bin, obwohl ich nur selten welche nutze. Auch Bilder umgehängt gestern, im Wohnzimmer hängt jetzt ein echtes Gemälde von der verlassenen Olympiastation U-Bahnstation aus den Neunzigern. Keller aufräumen ist gerade so eine Sache, die Beleuchtung im Keller ist defekt, im dunklem Sortieren, dann doch lieber nicht. Heute mal den Hausmeister kontaktieren? Zu viel gegessen, bin traurig und frustriert und stopfe wieder in mich rein, leider. Die Mutter, die Elternwohnung, den Stiefvater loslassen, nicht so einfach für mich, also Schokoladenpudding festhalten? Mein Körper hält da so einigen Frust der Vergangenheit fest. Der Urlaub rennt mir gefühlt davon, zu wenig Zeit für alles, Erholung für Geist und Körper, Freundschaften pflegen und die Wohnung in Ordnung bringen. Gestern nur den Müll weggebracht und abends online Geld ausgegeben.

Wird Zeit für mehr Licht, ich will wieder Tageslicht und keine Vitamin D Präparate. Auch, wenn der Dauerkerzenschein ganz schön ist. Keine Ahnung was ich Silvester mache, wohl nur mit dem Mann chillen und anstoßen und schlafen, wenn ich kann, wobei das Böllerverbot Hoffnung macht, dass das auch möglich sein wird. Silvester ist sonst immer akustische Kriegskulisse für mehrere Tage. Ein paar Raketen um Mitternacht finde ich ja ganz schön, aber aggressive Mitmenschen, die anderen Böllern zwischen die Beine schmeißen, darauf kann ich verzichten. Ist das schön keine Angst zu haben, dass der Vogel jede Sekunde mit 120dB losschreit, ist das schön keine verstopfte Nase zu haben. Warten wir auf Godot oder auch Sommer…

(Alt)modisch, Kerzen, Rosa und Kältebäder

Guten Morgen aus der Nacht, bei -7 Grad. Gestern zu Hause fleißig gewesen, tatsächlich den Schrank ausgeräumt und aufgeräumt und Wäsche gewaschen. Modisch gesehen, ist bei mir seit dem Tod der Mutter nicht viele passiert, kann ich resultieren, kaum neue Kleidung in drei Jahren. Mir war nicht klar, wie langweilig ich damit bin, dabei wäre schon Geld dagewesen mir neue Kleidung zu kaufen. Ich glaube sowas kommentierte auch schon der Ehemann, warum ich immer gleich rumrenne. Auch bin ich aktuell extrem farbenfroh, alles schwarz geworden, nur hier und da ein Farbtupfer, meist in grün/türkis, ganz selten auch rot. Viele trampelnde Kinder im Haus gestern, aber Kinder sind Kinder. Gestern die Bedingungen der Bäderbetriebe erneut gelesen, alle Schüler brauchen einen Test, aber ich nicht, bei mir reicht der Impfnachweis, also auf ins Schwimmbad!

Überlege mich heute boostern zu lassen, aber habe Schiss, dass ich dann wieder flach liege. Kann mir meinen Urlaub auch anders versauen und noch gilt mein Zertifikat. Zu viel gegessen gestern und definitiv zu wenig bewegt. Gesprochen mit niemandem, außer ein paar Nachrichten auf dem Telefon geschrieben. Der Kaffee schmeckt und Kerzen brennen. Abends ein Bad genommen und kaum Zigaretten geraucht, irgendwie sind die eklig geworden. Keller aufräumen wäre auch eine Mission für heute, aber ich ahne schon, das wird zu viel Tatendrang. Bude so weit in Ordnung, ich hatte Weihnachten geputzt. Abends sitze ich jetzt im Kerzenmeer im Wohnzimmer, eine ziemlich raffinierte jahrhundertealte Technologie für den Winter: „Licht und Wärme aus nur einer Quelle.“ So spart die Romantikerin auch gleichzeitig Heizkosten.

Habe mir eine Mondlampe besorgt, die in verschiedenen Farben leuchten kann, ich finde es schön farbiges Licht zu haben und meine Stimmung damit bewusst zu beeinflussen. Aktuell am besten Rosa gegen Aggressionen. Funktioniert bei mir, während ich bei anderen Farben noch schimpfe, bei Rosa werde ich ganz entspannt. Gegessen gestern Rotkohl mit Kartoffelpüree und Bouletten, ein bisschen Weihnachtstradition in Form von frisch gemachten Rotkohl, die meinem Magen gutzutun scheint. Der Rotkohl wird also aufgegessen. Der Mann ist gestern beim Cousin geblieben und schaute glücklich drein, ich hoffe er hat eine gute Zeit. Aktuell genieße ich es zwischendurch Kältebäder zu nehmen, einfach ans offene Fenster stellen oder auf den Balkon gehen, andere zahlen für einen Aufenthalt in der Kältekammer, mir reicht der kostenlose Winter. Ist irgendwie erfrischend und ich bin ja schnell wieder in der Wohnung, wenn es zu viel wird.

Auf in den Tag oder besser wieder ins Bett? Zumindest die Altkleider sollte ich wegbringen heute, einkaufen wäre auch eine Option, schauen wir mal, gerade keine Musik im Ohr. Versuchen wir es doch mit einem Original, wohl besser bekannt als Cover der Blues Brothers…

Geschafft, Gutscheine, Alkohol und keine Menschen

Guten Morgen, für mich ist Weihnachten erstmal geschafft. Keinen Bock mehr auf das Fest, keinen Bock auf Menschen. War genug Trubel die Tage, waren genug Menschen. Heute dann bitte gar nichts mehr für mich. Außer Müll wegbringen, keine Ambitionen das Haus zu verlassen. Gestern war dann nicht so toll, zu sauer und enttäuscht vom Vater. Geschenk war dann auch blöd, aber gut so ist es. Vom Mann und Bruder gab es Gutscheine, ich habe dann genug Guthaben für Massage oder Kosmetik. Immer noch schweinekalt mit -10 Grad, aber kein Schnee. Der Kaffee schmeckt und draußen singen wieder Krähen ein Lied. Der Mann geht gerade auf eine Reise, Freunde besuchen. Ich habe gerade lieber keine Freunde, ich brauche nichts, was sich nicht hier befindet. Immerhin, das hat sich seit der Kindheit verbessert, ich kann mich in meine eigene Wohnung zurückziehen, wenn ich die Schnauze voll habe. Emotional durchzudrehen und sich dann nirgendwo hin zurückziehen können ist nämlich doppelt grausam. So kann ich jetzt so lange Pause von der Welt machen, bis ich wieder Bock habe. Schwimmen ist leider nicht möglich, das Schwimmbad um die Ecke hat zu bis nächstes Jahr und selbst wenn nicht, die wollen jetzt 2G+, wo soll ich an den Feiertagen einen Test herkriegen? Na vielleicht nächste Woche, dann halt ein anderes Schwimmbad.

Dieser Druck an den Feiertagen Alkohol zu trinken, ist schon immens, es gehört traditionell einfach dazu. Ich habe es dann bei einem Sekt und zwei Radler belassen, und war trotzdem angetrunken, ich vertrage nichts mehr, währende ich als Teenager als trinkfest galt. Aber gut, die Nebenwirkungen, keine Angst und fröhlicher und geselliger sein, sind während den Feiertagen halt förderlich. Ich hätte gestern nur gar nicht so viel trinken können, um die Gesamtsituation gut zu finden. Außerdem Drogen jeder Art verstärken nur die Gefühle, die man eh in sich trägt, ich brauchte gestern nicht noch mehr Wut und Tränen. Mit dem Bruder ganz gute Gespräche gehabt und der Mann hatte sein erstes Raclette. Es wird langsam hell, gestern strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, immerhin etwas. Mal sehen, was ich heute anstelle, den Kleiderschrank entmisten habe ich schon länger vor, vielleicht auch nicht, aber einen Schrank voller Dinge zu haben, die nicht mehr passen ist nur frustrierend. Nächste Woche wieder Kochbox ist wahrscheinlich besser für mich, was ich so sonst koche, ist meistens einfach viel zu viel und am dritten oder vierten Tag schmeckt es dann nicht mehr. Den Stiefvater eins nochmal versucht anzurufen, der hat einfach aufgelegt, dann halt nicht. Der hat Scheiße gebaut, nicht ich, also kann er auch mal zurückrufen. Berlin 2021, soll ich froh sein dabei zu sein? Gut (über) leben ist natürlich wünschenswert, aber alles andere? Ich kann es wohl mit: „Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“ zusammenfassen. Oder auch da sind zu viele Menschen, die Probleme machen:

Gefühle eines Grinchs, keine weiße Weihnacht und komme drüber weg

Ein Gruß aus der Nacht mit gemischten Gefühlen. Gestern noch geweint, weil Weihnachten, aber nicht nur, auch geärgert und fast den Besuch wieder absagen wollen. Irgendwie scheint die Meinung zu herrschen, dass die Trauer um meine Mutter vorbei zu sein hat und ich nicht so gefühlsduselig sein soll. Entschuldige, aber wann, wenn nicht Weihnachten? Der Mann hatte wohl nicht gerafft, dass der 24.12. der wichtigste Weihnachtstag ist und der Vater weiß das, aber er scheint jetzt andere Prioritäten zu setzten, sogar heute hat er nur begrenzt Zeit. Der Bruder haute dann noch einen Spruch darauf, von wegen er möchte heute dann auch noch woanders hin. Vielen Dank liebe Männer, dann halt ohne mich in Zukunft, wenn mich keiner verstehen kann. Dass ich der Grinch mal heule, weil keiner Weihnachten mit mir feiern will, gut gemerkt, ab sofort wieder Grinch for life.

Gestern wurde dann aber doch noch ganz gut, zusammen gekocht und gegessen und danach wurde noch gesungen und gelacht. War eigentlich ganz schön, nur halt nicht der Vater oder Bruder. Es wird wohl das letzte gemeinsame Weihnachten sein, denn ab nächsten Jahr gibt es keine Elternwohnung mehr und ich laufe den beiden sicher nicht hinterher. Dieses am 25.12. ein paar begrenzte Stunden zusammen verbringen, können sie sich stecken. Ich glaube am meisten verletzt hat mich der Vater, dass er den 24.12 der Neuen widmet und auch am 25.12. nur begrenzt Zeit hat. Aber seine Wahl bzw. die Regeln der Neuen. Ich schreie nicht so laut, aber auch ich habe meine Regeln. Normalerweise enttäuscht man(n) mich nur einmal. Gestern doch keine weiße Weihnacht, es hat geregnet und der Schnee war weg. Der Lammbraten war butterweich, aber leider auch etwas trocken und der Tomaten-Reis für meinen Magen grenzwertig scharf, aber lecker. Zum Glück eine Spülmaschine im Haus, denn die Küche sah danach aus wie ein Schlachtfeld.

Der Mann schläft noch und schnarcht, nein das bin nicht immer nur ich. Es ist dunkel, keine Kerze brennt und ich lasse die Roots für mich sprechen:

Passabel, Hund, Adele, Schlangen und Badewanne

Guten Morgen, passabel geschlafen, allein. Irgendwie doch ganz gut, dass der Mann gestern wieder gegangen ist, ist doch ganz schön viel Arbeit, wenn er da ist. Aufgeräumt, Spülmaschine laufen lassen, Waschmaschine laufen lassen und dann ein Nachmittagsschlaf. Pizza für den Vater gemacht und der kam zu spät mit Hund. Der Hund wollte gestern erstaunlicherweise hier bleiben, obwohl es hier keine Dose für ihn gibt. Müsste ich den Hund nicht im Treppenhaus tragen, hätte ich ihn auch am liebsten hier behalten. Mit dem Vater teilweise ein Adele Konzert gesehen, wie konnte sie sich so sehr zur Barbie machen lassen? So eine talentierte Sängerin, aber kein Gefühl mehr unter der blondierten Birne. Bin mit meinen Kosmetikprodukten sehr zufrieden, sie machen die Haut so schön jung weich, nein es gibt keine Pläne mich blondieren zu lassen. Das Geschenk für den Bruder ist immer noch nicht da, obwohl vor Wochen bestellt. Die Schlange vor dem DHL Shop ist gerade wieder sehr lang in der Gegend, wenn man dachte, man ist schlau und bestellt hat und dann 30 Minuten in der Kälte vor dem Paketshop steht.

Lebensmittel doch nicht ganz komplett für Weihnachten, aber bestellen ist nicht mehr, keine Lieferslots, also heute mal zu Netto oder Lidl gegangen? Aber erst Homeoffice, es wartet ein Termin und sicher auch weitere Anrufe und Mails. Immerhin, als letzte arbeiteten Kollegin, kriege ich jetzt auch die ganzen Danksagungen ab. Der Mann wird heute vielleicht wieder trotz Krankschreibung arbeiten, so ist das halt mit der Probezeit. Die Kerze brennt in der Dunkelheit und der Kaffee schmeckt, Blutdruck schon eine Weile normal bis zu niedrig, muss ich beobachten. Weder im Lager gewesen noch bei einer neuen Hausärztin, irgendwie alles zu viel gerade, um neben den zwingenden Aufgaben wie Arbeit, Haushalt, Familie und Freunde irgendwas hinzukriegen. Vielleicht nächstes Jahr oder vielleicht doch schon nach Weihnachten? Kalt ist es in der Stadt mit -3 Grad, die Autos vor der Tür haben eine Eisschicht, aber kein Schnee. Gestern nur bei der Tankstelle gewesen, um Tabak zu holen, meine Sucht scheint größer als gedacht zu sein. Immerhin hier funktioniert die Heizung richtig, es gibt eine Badewanne und genug zu Essen und Getränke hier. Frauenschmerzen sind im Rückzug, aber irgendwie bin ich frustriert und traurig, leer. Weihnachten ohne Mutti, immer noch eine harte Sache. Alleine in der Badewanne liegen, vielleicht mein Trostpreis.

Immer noch nicht wirklich Bock auf Fernsehen und Musik, alles so stressig, aber auf Gesellschaft schon. Versuchen wir es mit Mama Musik…

Männergrippe, Lachs, freie Religionswahl und für Elise

Guten Morgen, der Mann ist krank (kein Corona) und da und mein Schlaf war diese Nacht deutlich besser. 7 Stunden durchgeschlafen. Wunderbar. Wenn Krankenschwester spielen mit besserem Schlaf belohnt wird, bin ich dabei. Gestern nur beim Paketshop gewesen und gekocht, sonst nicht viel. Der Kaffee schmeckt und ich fühle mich passabel. Heute Homeoffice, aber nicht viele Termine, am Nachmittag dann Geburtstags Spazieren mit dem besten schwulen Freund. Ja schöne Zeit, erstmal Test machen und dann auf einen Spaziergang mit Abstand treffen. Ich habe aber keine Erkältungssymptome. Stille hier in der Dunkelheit, eine Kerze brennt und der Mann schläft noch. Gerade nicht soviel zu erzählen wie sonst, ich bin müde und irgendwie auch leer. Ich hoffe, der Mann ist bald wieder gesund, obwohl er kann auch gleich bis Weihnachten bleiben. Gestern hat das erstmalig gut geklappt, dass wenn es Nervmomente gab, jeder in ein Zimmer ist, Tür zu und gut ist.

Heute vielleicht Lachs gekocht, je nachdem ob der Mann bleibt oder nicht. Gestern Lebensmittellieferung Teil 1 bekommen, erst unvollständig, dann kam der Lieferant wieder und doch noch vollständig. Heute warte ich auf Teil 2 vom anderen Lieferanten. Habe jetzt teuren Kosmetikkram, aber keine Ahnung davon, leider vergessen, was ich wie in welcher Reihenfolge nutzen sollte, was waren das noch für Zeiten wo Wasser und Seife reichte. Esse weiterhin Müsli, ich gewöhne mich dran, es gibt schlimmeres und mein Magen dankt es mir. Das Kirchendebakel vom Wochenende noch nicht vergessen, warum mussten sie auch „Oh Kinderlein kommet“ spielen? Das hat mich sehr getriggert, ich finde, Kinder sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie eine Religion wollen und wenn ja welche. Dieses einem Baby eine Religion aufdrücken, bevor es das erste Wort sprechen kann, halte ich für falsch. Das heißt nicht, dass ich Religion nicht wichtig finde, doch ist sie, jeder Mensch braucht Werte, aber das sollte eine selbstbestimmte und freie Entscheidung sein und kein Zwang.

Eine alte Massage Matte aus dem Schrank gefischt, sie scheint zu helfen, ich fühle mich besser, zum Glück habe ich sie nicht weggeworfen. Der Mann ist fiebrig und grummelig, Männergrippe halt, aber wird schon wieder. Neue Musik entdeckt, aber auch Musik ist aktuell mit Vorsicht zu genießen, Medienkonsum jederart geht gerade schnell auf den Sack. Versuchen wir es mit Klassik, mit einem Song, denn damals als Kind mein Teddy auf Bauchdruck für mich spielte:

Geschwommen, gerannt, geheult und gelacht

Guten Morgen, was für ein Tag gestern, geschwommen, gerannt, geheult und gelacht. Beim Schwimmen länger durchgehalten und dabei einen Mann wie Mr. Herbert aus Familie Guy erlebt. Hat mich das angewidert, ich musste das Kinderbecken verlassen. Danach Versuche zu schlafen, aber nicht wirklich erfolgreich. Wieder aufgemacht, um zum Schnelltest, Döner und Kirchenkonzert zu rennen. Ich habe 30 oder mehr Jahre keine Kirche betreten? Wie ich feststellen durfte, hat das auch Gründe, denn ich wurde in der Kirche immer trauriger, wütender und ging früher. Steckt euch Martin Luther irgendwo hin. Danach nach Mitte gefahren, zum besseren Teil des Tages und in einer Comedy Show gewesen, wir hatten gute Plätze und die Show war inhaltlich 50 % plus gut. Habe ich das vermisst an kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen und gleichzeitig waren es mir dann doch zu viele Menschen.

Es wurde streng nach 2G+ kontrolliert und erstmal im Theater, gab es einen alkoholfreien Cocktail namens „Drachenblut“ für mich. Wie passend, nicht nur, weil ich eine Frau bin, sondern auch im chinesischen Zeichen Drachen geboren. Irgendwie habe ich mich von Alkohol sehr weit entfernt, ich finde den Geruch schon widerlich. Ich weiß in Deutschland Säuferland, keine sozial förderliche Haltung. Den Rest des abends Wasser getrunken und meine Begleitung hat dann später ein Taxi nach Hause ausgegeben. Zu kurz geschlafen, aber heute nichts vor, außer vielleicht ein Spaziergang, das Problem bei mir, tun die Gelenke weh, dann muss ich mich bewegen, die Schonhaltung macht es nur schlimmer. Die Nachbarn hören Techno, leise, aber ich höre die Bässe, ganz schön hellhörig hier. Der Kaffee schmeckt und es ist dunkel, gegessen gestern dann doch nur ein Döner auf dem Weg, keine Zeit zu kochen. Heute vielleicht asiatisch mit Glasnudeln? Bin ich froh, dass der Vater heute abgesagt hat, sonst hätte ich abgesagt, ich brauche einen wirklich freien Tag. Nicht nur für den Haushalt.

Auf in den Tag oder besser wieder ins Bett? Die Technoeinlage scheint vorbei zu sein, dafür jetzt Schlager? Versuchen wir es mit eigener Musik:

Nacht, die Party, Sandmann, Weihnachtsessen und Pink

Ein Gruß aus der Nacht, keine Ahnung warum ich wach bin, aber gut, so ist es halt. Der Mann ist krank, also heute Konzert allein? Irgendwie werden gerade alle um mich herum abwesend durch Erkältung. Der Kaffee schmeckt in der Dunkelheit und das linke Bein macht Probleme. Das Essen gestern war gut, aber heute vielleicht doch mal frei kochen? Es gibt noch Kassler und Sauerkraut. Gesehen gestern Abend „Matrix“, der erste Teil, wie viel man von einem Film nach Jahren vergisst. Ich bin ja immer noch dafür: „Wer eine Party nicht mag, sollte sie verlassen dürfen, ohne Sanktionen.“ Heute viel vor, aber mit mitten in der Nacht wach sein, nicht gerade in Bestform, als wollte mich jemand von meinen Tagesplänen abhalten. Vielleicht ist der Sandmann ja sauer auf mich, kommt vorbei, aber macht nur den halben Job. Also klein, mit rotem Mantel, wie aus dem DDR-Fernsehen ist der sicher nicht.

Später schwimmen, mal sehen wie es heute wird und was die Omas sagen, wenn ich mit ihnen schwimmen will. Irgendwo heute noch einen Schnelltest machen, denn ich möchte heute zu einer Comedy Show mit 2 G plus Auflage. Weihnachtseinkäufe gestern online erledigt, genug Essen und Süßigkeiten für alle beteiligten Männer und mich. Es wird wohl am 24.12. Lammkeule mit Rotkohl und Klößen geben und am 25.12. dann Raclette. Ein Gulasch wäre auch noch möglich. Gestern wenig, aber sehr intensiv gearbeitet, sehr mitteilsame Frauen am Telefon. Geduld, Geduld, die müsste man kaufen können, wäre dann aber sicher immer ausverkauft. Nirgendwo gewesen gestern, außer beim Müll, muss auch mal sein, aktuell bin ich wirklich keine Stubenhockerin. Eher die Frau, die vor Kopfkino und dem totalen körperlichen Verfall davon läuft. Vielleicht auch auferstanden aus Ruinen.

Rauchen macht heute früh keinen Spaß, ich denke ein gutes Zeichen, nach dem Schwimmen bestimmt wieder gar keine Lust mehr zu rauchen. Die Kerze leuchtet in der Dunkelheit und aktuell treffen die Songs von Pink meine Stimmung ganz gut, deswegen der perfekte Song zum mittlerweile Morgen:

Terminkalender, Dunkelheit, Heizung, Zeit und die Nachricht

Guten Morgen, es wird Zeit das die Arbeitswoche vorbei ist. Mein Terminkalender sagt nur anderes. Gestern anstrengender Tag, zu spät zu Hause, Pizza erstmalig nicht fertig, als der Vater (pünktlich!!) kam. Letztes Weihnachtsgeschenk für den Vater erhalten, dank Nachbarin. Das mit dem Päckchen bei den Nachbarinnen abholen klappt hier eigentlich. Freut mich, dass sie auch was für mich machen. Spät oder sollte ich besser sagen früh schlafen gewesen, ist immer so wenn ich noch bis 21/22 Uhr Besuch habe, ich kann danach nicht bald schlafen gehen. Der beste schwule Freund hat bald Geburtstag und lädt zum Spaziergang ein, ich habe beschlossen ihn kulinarisch zu beschenken, denn er kocht auch gerne. Nicht geschafft mich um meine Schüler zu kümmern, das wird schon noch. Gerade ist mein Leben voller Termine, was freue ich mich auf die Ruhe zwischen den Jahren. Es ist noch dunkel, aber es dämmert, keine 8 Stunden Licht am Tag ist schon eine Nummer, mit der man klarkommen muss. Ein alter (Handwerker) Freund hilft heute dem Vater oder besser seinen Nachbarn, die Heizung ist ausgefallen in dem Haus, schlechter Zeitpunkt so im Winter. Obwohl ich finde es nicht so kalt gerade, ich weiß aber, dass viele Leute das anders empfinden. Heute zum Glück Homeoffice, keine Lust allein im Büro zu sein, keine Lust auf den Fahrtweg, heute ist der Tag wo ich zu Hause sein darf.

Morgen voller Terminkalender und Sonntag zum Glück frei, dieser ganze Kosmetikkram die letzten Wochen hat mir regelmäßig meinen Montag und damit mein Wochenende zerstört. Musik immer noch ein schweres Thema, nichts passt und auch der Suchtfaktor Facebook ist gerade eher zu meiden. Auch Herr Zuckerberg darf mir meine Zeit nicht mit großteils Schwachsinn rauben. Der Kaffee schmeckt und heute wird wieder richtig gekocht, die Pizza gestern war nicht der Hit, heute lieber vegetarisch, asiatisch. Gerade keine Proteste oder Nachrichten an die Welt, außer vielleicht eine ganz alte: