Psychopharmaka, eine Dokumentation von der ARD

Guten Morgen, endlich genug geschlafen. Das ist doch mal was. Fühle mich auch schon etwas besser. Ein grauer Tag grüßt und gestern lief auf der ARD endlich mal eine Aufklärung über Psychopharmaka, wie ich und sehr viele Freunde und Bekannte von mir es erlebt haben. Ein Hoffnungsschimmer, dass Menschen, die die Pillen nehmen und über fehlende Wirkung, aber üble Nebenwirkungen klagen, mal ernst genommen werden. Auch wird über die lebenslange Abhängigkeit gesprochen und über die Schmerzen und Zustände, die man erleidet, möchte man davon wieder wegkommen. Es geht zwar nur um Antidepressiva, aber bei Neuroleptika ist das ähnlich. Man wird mit diesen Medikamenten versorgt, hat oft keine erwünschte Wirkung, aber Nebenwirkungen und davon wegzukommen bedeutet schlimme Schmerzen. Ist schon genial, wenn Pharmaindustrie und Ärzte aus zweifelhaften Gründen zusammenarbeiten und Patienten jede Glaubwürdigkeit absprechen. Ein lebenslanger Leidensweg, ein riesiges Geschäft. Leider schaffen es nur wenige aus eigener Kraft da wieder herauszukommen. Auch ich brauchte Hilfe, sehr viel Hilfe und die Schmerzen und Zustände waren einfach unerträglich. Besonders wenn man irgendwann so abhängig ist, dass eine sehr hohe Chance auf eine Absetzungspsychose entsteht, die dann wieder genutzt wird, um noch mehr Medikamente lebenslang zu verschreiben. Ein Teufelskreis. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr das Video verteilt, vielleicht kann man so noch das ein oder andere Schicksal retten.

Zurück zu meinen Leben, ein grauer Tag grüßt, ich bin jetzt bald zwei Monate ohne Neuroleptikum und habe nur noch die Schmerzen, die ich durch meinen zerstörten Magen-Darmtrakt und das Übergewicht habe. Keine Krämpfe mehr, kein Tremor und endlich wieder das Gefühl ich zu sein. Auch die Frauensachen haben sich endlich wieder, bei sinkenden Prolaktinspiegel erholt. Ich habe wieder Gefühle, ich kann lachen und weinen, wütend werden. Auch der Blutdruck ist wieder unten, kein Herzrasen mehr, keine Angst- und Panikattacken mehr. Aber mein Körper ist eine Ruine, schwierig zu ertragen, wenn der Kopf wieder auch Hochtouren läuft. Aber immerhin habe ich jetzt wieder die Chance, mit guter Ernährung und Sport so viel zu reparieren wie geht. Und die bei mir zum Glück nur leicht erhöhten Werte bei Zucker und Cholesterin noch so weit zu senken, dass ich nicht weitere lebenslange Pillen kriege. Ist schon ein geniales Geschäftsmodell, wenn Pillengabe dazu führt, dass weitere Pillen gegeben werden müssen. Ein Schelm, ein Geisteskranker, wer Böses dabei denkt. Ich finde, da sind die Drogendealer in Berlin dagegen ehrlichere Leute. Die erzählen eine wenigstens keine Lügengeschichten, auch wenn deren Ziel sicher auch ist, lebenslange Kunden zu generieren. So genug geschrien, geschrieben zum Morgen, bitte schaut euch das an, denkt mal darüber nach und lächelt nicht abfällig über Leute, die bereits abhängig sind von diesen teuflischen, pharmazeutischen Produkten.

Heiß, Blutdruck, Therapie und das Geschäft Gesundheit

Guten Morgen, des Zauber des Bloggens scheint vorerst vorbei für mich zu sein. Zu heiß zum Schlafen hier, lediglich ein paar Stunden in der Nacht, bis die Vögel grüßten. Gestern beim Mann gewesen, geschlafen, nach Hause, geweint, wieder sehr viel geweint. Ich will meine Vergangenheit nicht, ich denke, niemand will die. Auch meine Gegenwart ist nicht der Hit, aber immerhin gibt es die. Lebensmittel bestellen wollen, aber jedes Mal bei 100 Euro und mehr gelandet, zu viel Geld für Ende des Monats. Zu viel Geld für eine Frau, die gerade eh nur bedingt isst. Also doch zum Supermarkt, wenn ich auf der Straße in der Hitze nicht wie ein Käfer verbrenne. Kochbox für nächste Woche wieder reaktiviert, mit Gutschein sind die gerade günstiger als der Supermarkt. Vielleicht heute das hier gekocht, obwohl ich den Eindruck habe, Kartoffelsuppe wäre besser für den Magen-Darmtrakt.

Der Ventilator, mein Freund, Schatten Notwendigkeit, Blutdrucksenker bei diesem Wetter unnötig, aber die Ärztin sprach von einem zu haltenden Blutlevel, kurzum ich bin abhängig von den Pillen. Plötzliches Absetzten könnte zum Tod führen, auch wenn ich gerade bei der Hitze eher Werte von 110 zu 70 habe. Scheiß abhängig machende Pillen, für mich nichts anderes als legale Drogenabhängigkeit. Für mich ist die Pharmaindustrie leider zu oft der staatlich legitimierte Drogendealer. Ein Geschäft, an dem beide verdienen. Die Krankenkassen sind auch dabei, denn wirkliche Heilung ist teuer, also Pille rein und Deckel drauf, solange es gut geht. In meinem Fall bedeutet das, keine Therapie für Seele oder Körper, sondern Pille darauf. Psychotherapie oder ein überdachtes Sportprogramm, viel zu langfristig und teuer, lieber Pillen darauf, keine Heilung, aber scheinbare Linderung, starke Nebenwirkungen und sehen wie lange ich das überlebe. Ein toter Patient ist halt der günstige Patient für die Kasse.

Durch die fehlende Psychotherapie, Pillen genommen, die die erst meinen Geist, dann meine Gefühle und letztendlich meinen Körper zerstört haben. Da wieder durch erpresste Reduktion herausgekommen, aber mit starkem Übergewicht und Angst- und Panik. Bluthochdruck, der wieder mit appetitsteigernden Pillen behandelt wird. Weiter zu genommen, doch mit jedem Kilo mehr, brauche ich mehr von den Blutdrucksenkern, immer noch keine Therapieangebote der Krankenkasse, weder für Seele oder Körper. Dabei die Schuld immer wieder dem Patienten geben, ja warum haben sie denn nur 10 Therapeuten und nicht 20 angerufen? Beim 20ten Therapeuten hätte sie sicher einen Platz erhalten!? Ja, warum ernähren sie sich nicht richtig und machen Sport? Ja, dann wären die Blutdrucksenker nur halb so schlimm! Zuzahlungen dazu? Äh, nein, Medikamentennebenwirkungen sind ihr Problem.

Ein Teufelskreis, aus dem man selber wieder rauskommen soll. So wird an Therapien gespart und gleichzeitig durch die Gabe von Medikamenten verdient. Ein optimales Geschäft, außer für den Patienten. Wie soll ein krankes System gesund machen? Stimmt, gar nicht. Es ist ein Sterben auf Raten, mit immer mehr Pillen, die aber nicht heilen. Genug gekotzt, meine Mutter ist durch die Kombination starke Schmerzmittel und Blutdrucksenker schon tot, ich kämpfe dann mal weiter, allein, obwohl ich jeden Monat hunderte Euro an die Krankenkasse zahle. Was ist ein Glück wert, dass nur den Pharmazeuten ehrt?: