Grünkohl, gefangen, traumatisiert, Bluterguss und Ego

Guten Morgen, die Verdauung ruft, denn es gab reichlich Grünkohl. Bin ich erleichtert, dass der Hund gestern abgeholt wurde und verdammt sauer auf den Vater. Dank Ibuprofen kann ich mich nach dem Aufstehen bewegen, aber ganz sicher keinen 26 kg Hund im Treppenhaus tragen. Was war das für ein Horrorfilm, mit dem Tier hier in diesem Zustand allein zu sein und keiner kann helfen. Solange mein Rücken in diesem schlimmen Zustand ist, werde ich den Hund nie wieder aufnehmen. Hoffe, mein gereizter Magen macht weiterhin bei den Unmengen Ibuprofen mit, genau wie mein Blutdruck. Ich möchte nur noch schlafen und kann verstehen, wenn auch der Hund nie wieder zu mir kommen möchte. Die Straße rauscht, es ist dunkel und das Haus still. Keine Nachricht von den Quarantäne-Leuten, aber ich habe hier meine eigene Quarantäne ohne Corona. Mit der besten Freundin gesprochen, das hat ganz gutgetan, auch wenn sie auch keine lustigen Geschichten zu erzählen hatte. Eine vertraute Stimme halt. Anfrage bei der Krankengymnastik gemacht, aber keine Antwort erhalten, ich vermute da einen Platz zu kriegen wird genauso schwierig wie einen Arzttermin zu kriegen? Heute eine wichtige Videokonferenz mit den Chefs, ich werde versuchen trotzdem teilzunehmen, ich möchte solche Informationen nicht aus zweiter Hand erfahren.

Der Kaffee schmeckt und ich fühle mich durch die letzten Tage traumatisiert, zwei körperlich behinderte Wesen eingesperrt in einer Wohnung und niemand kommt zur Hilfe, weil wir Corona-Zeiten haben. Ich glaube, ich habe jetzt einen Eindruck, wie es vielen meiner Kunden seit Corona geht und das deutlich länger als ein paar Tage. Dass der Vater bei meinem Hilfeschrei aber gar nichts gemacht hat, das verstehe ich immer noch nicht und ich bin so wahnsinnig enttäuscht und wütend, der kann sich in Zukunft seine Pizza selbst machen. Gestern eine Werbepost ohne Inhalt bekommen, wer verschickt denn leere Briefumschläge? Stille, ich bin allein, endlich allein, der Kaffee schmeckt, mein ganzes Leben war ich allein, das scheint der natürliche Zustand zu sein. Aktuell aber besser so, ich kann nicht mehr, das hat auch mein Körper jetzt beschlossen. Allein in meiner Wohnung sein dürfen, das ist gerade die maximale Belohnung. Der riesige Bluterguss am Unterarm ist immer noch da, so sieht das also aus, wenn Ärztinnen Blut abnehmen. Ich glaube, die Liefermänner, die meinen Arm gesehen haben, denken dabei an ganz andere Dinge. Nein ich wurde nicht verprügelt, weder freiwillig noch unfreiwillig und ich hatte auch keinen Unfall.

Dem Mann gestern Corona Tests geschickt, es ist schwierig online noch welche zu bekommen und ich will nicht, dass er vielleicht noch infiziert zu irgendeiner Teststation fährt. Die aktuelle Regelung, dass die Quarantäne nach 10 Tagen ohne erneuten Test endet halte ich für unzureichend. Warum machen die Leute nicht wenigstens einen Schnelltest, bevor sie wieder herausgehen? Zu teuer? Gestern Abend wieder musikalisch bei Deichkind gelandet, Egolution, der beste Song gerade für meine Mitmenschen:

2022, Gast, Veränderung und aufstehen

Guten Morgen oder besser frohes neues Jahr?! Ich bin weder froh noch traurig, eher neutral. Was für ein beschissener Tag gestern, mit einem Abend der als OK durchgeht. Der Trauzeuge kam nämlich spontan doch und ich hatte damit zu wenig Essen und Getränke. Abgesehen davon hätte ich lieber meine Ruhe gehabt, im Zweifelsfall auch ganz alleine. Dieses Silvester nicht alleine sein wollen, ist doch nur ein Resultat von konditioniertet Erwartungshaltung. Das Feuerwerk vor der Tür war aber toll, nix hier von wegen Böllerverbot. Danach aber sehr müde gewesen und dem Gast das auch signalisiert und schlafen gegangen. Alles gerade etwas viel, Trauer und Veränderung. Gestern für meine Verhältnisse gesoffen: Bier, Sekt, Amaretto, aber ich vermute, das reicht dann für den Rest des Jahres. Der Mann hat gestern Blumen mitgebracht, endlich die richtigen Blumen, Gerbera statt Rosen. Eine Kerze brennt, der Kaffee schmeckt, die Spülmaschine läuft und der Mann schläft noch.

Immerhin gestern im Haushalt geputzt und geräumt, ich finde die ganzen Sachen der Mutter hier gerade doch belastend, weil ich bis gestern Abend nicht dazu gekommen bin alles durchzuwaschen und wegzusortieren. Gerne hätte ich diesen Ballast nicht mit ins neue Jahr genommen. 2022 eine Jahreszahl, die sich futuristisch anhört, aber doch schon jetzt ist. Obwohl ich nicht allein war, fühlte ich mich allein, vielleicht weil mein Kopf, meine Seele woanders war. Aber was soll es so war es schon sehr oft in meinem Leben, dass ich letztendlich mit meinem Kopf, meinen Gedanken allein bin. Bald wieder Arbeit, Vorfreude aktuell nicht vorhanden, ich brauche noch Zeit. Die Nachbarn gestern gar nicht gehört, alle ausgeflogen oder waren wir hier einfach die lautesten?

Heute nicht viel vor, wahrscheinlich noch frühstücken mit dem Mann und dann endlich Ruhe in der Kiste? Nicht wirklich Lust auf Menschen, es reicht ja schon, wenn ich einer bin. Ein grauer Tag grüßt, bei zu warmen Temperaturen für Dezember, Neuanfang, warum ausgerechnet am ersten Januar? Warum nicht zum Geburtstag? Kaum Neujahrsgrüße erhalten, alle schon am Pennen gewesen? Ich habe gehört, dass alte Leute Leute in meinem Alter das machen. Immer noch entspannend, keinen Vogel hier zu haben, er scheint wirklich das jeweilige Zimmer, indem er ist zu verteidigen. Das nenne ich mal einen Luxusvogel, der ein eigenes Zimmer will. Mein Kopf ist ok, keine Kopfschmerzen, wie die Tage öfter, da stehe ich nun in 2022, so allein wie schon immer, versuchen wir es trotzdem, mit guter Laune:

Dauerschlaf, Vorräte, Ruhe und die Welt

Guten Morgen oder besser zwischen wach. Gestern fast den ganzen Tag geschlafen mit Unterbrechungen und heute Nacht weitere 8 Stunden. Fühle mich geringfügig besser. Ein grauer Tag grüßt und ich denke heute werde ich es genauso machen. Ich will nur schlafen, ich will Ruhe und genieße die Ordnung hier und das keiner was will. Gegessen gestern Spiegelei mit Spinat und Kartoffelpüree, so kommt es, wenn ich müde und allein bin, dann gibt es Gerichte aus der Kindheit. Rücken geringfügig besser, aber noch nicht gut, laufe hier wie eine buckelige Hexe herum mit grimmigem Blick. Eigentlich wollte ich einkaufen, eigentlich den Müll wegbringen, aber uneigentlich brauche ich das allein nicht, denn es gibt weniger Müll und genug Nahrung hier die ich mag. Der Tiefkühler ist halb leer, spricht für vergangene Corona-Panik, ich horte nicht mehr, denn für mich allein gibt es genug hier. Notfalls wartet hier immer eine Dose auf mich. Ruhig ist es hier, keine Vögel oder Kinder zu hören nur die Straße. Er hat sich gestern nicht gemeldet, ich mich aber auch nicht, auch mal ganz schön, keinen Bock auf Streit und das er lebt, zeigte mir die Facebook-Status-Anzeige. Diese extreme innere Unruhe legt sich langsam, ich hatte das Gefühl nicht mehr runterkommen zu können, weil alles so aufregend und anspannend war. Jetzt kann ich endlich wieder zur Ruhe kommen und schlafen. Keinen Bock auf Welt, keinen Bock auf Gespräche, nur Bock auf Bett allein. Blutdruck und Puls leicht erhöht, aber gut für mich, keine Gefahr. Kann es noch nicht fassen, dass ich allein sein darf. Fünf Monate habe ich das jetzt durchgehalten, aus Liebe, aber nicht gut für meine Gesundheit. Wenn er mich nicht zur Nummer eins macht, dann mache ich es halt selber. Keine Ahnung, ob es eine gute Entscheidung ist nächste Woche wieder zu arbeiten, aktuell fühlt es sich noch nicht so an, warten wir auf Montag. Gestern auch wach im Bett gelegen und Bienen und Vögel beobachtet, die sich an meinen Balkon erfreuten. Der Schnittlauch blüht und ein Meisenknödel vom Winter erfreut die Spatzen. Der Kaffee schmeckt und ich denke ich werde bald wieder ins Bett gehen, keine Revierstreitigkeiten, keiner stört, alles meins und ich kann es noch nicht fassen. Das alles hier läuft jetzt wohl nach dem Motto: „Hilfe dir selbst, dann hilft dir Gott“. Ich bin es gewohnt, dass keiner mir hilft, das war fast mein ganzes Leben so, also habe ich gelernt mir selbst zu helfen, doch dazu brauche ich Ruhe und nur meine eigenen Probleme. Allein zu Hause zu sein, ist dann wohl jetzt mein Corona-Urlaub oder besser meine Corona-Reha. Ich hörte bereits von vielen Müttern und Vätern, die sich genau wie ich nichts sehnlicher wünschen als endlich in Ruhe allein zu sein, egal wo. Bananen eingefroren, aber es bleiben noch welche übrig, also gibt es wohl Banane zum Frühstück. Die Küche ist jetzt auch viel luftiger, nicht soviel Kram, nicht soviel Chaos, nicht ständig aufräumen und die Spülmaschine läuft auch nur noch einmal am Tag oder seltener. Gestern keine Briefe bekommen und keine Pakete, auch mal ganz schön, die Welt will nichts von mir, aber ich will auch nichts von ihr. Ich fange dann mal ganz spontan gar nichts an:

Allein, schlechtes Karma, übergriffig und verfolgt

Guten Morgen, erste Nacht allein, wieder zu wenig geschlafen, meine Schuld. Irgendwie musste ich das alles gestern Abend noch sacken lassen und außerdem lief die Waschmaschine noch. Das ist so ein Ritual, gilt es die Wohnung zu zurückzuerobern, wasche ich hier alles durch. Geputzt habe ich auch, schon besser hier und alle Türen auf. Die große Freude ist nicht eingetreten, dafür etwas Erleichterung. Geweint nur ein bisschen. Dem Vater abgesagt, denn heute haben wir Jahrestag, was für ein beschissenes Timing, wie so oft bei uns. Irgendwie scheint das Schicksal nicht auf unserer Seite zu sein. Alles was schieflaufen kann geht schief und besondere Tage fallen immer auf den ungünstigsten Zeitpunkt. Die Nacht nicht der Hammer, irgendein Nachbar hat mich gegen vier geweckt, wir waren dann parallel auf Toilette. Ansonsten ruhig hier und Sonnenschein, zwischen ganz viel Wäsche von gestern, die noch nicht trocken ist. Bin versucht hier auch wieder umzustellen, aber erstmal abwarten. Etwas Angst vor der Impfung, ich hoffe das haut mich nicht um, denn perfekt gesund, davon bin ich weit entfernt. Möchte ihn später im Park treffen, da wo wir uns kennengelernt haben vor zwei Jahren. Trage gerade keinen Ring, irgendwie ist der derzeit eher Symbol der Unterdrückung und von Problemen. Solange ich hier allein zu Hause bin, verzichte ich dann mal auf dieses Symbol. Das Finanzamt gestern nochmal angerufen, sie arbeiten dran und die Bearbeitungszeit beträgt gerade drei Monate, nicht wie im Internet angegeben 5-8 Wochen. Dann gibt es also wieder Hoffnung auf das Geld, in ein paar Tagen haben wir drei Monate gewartet. Die Miete ist bezahlt, das Monatsticket auch und ich würde ihm gern eine French Press organisieren, denn Kaffee zum Morgen hat er lieben gelernt. Vielleicht doch der falsche Tag für eine Impfung, ich sehe aus wie der Tod auf Latschen und fühle mich auch so. Blutdruck und Puls auch zu hoch, vielleicht weil ich Angst habe, vielleicht weil das mit der Beziehung gerade alles zu viel ist. Eigentlich ein freundlicher, sonniger Tag, der Kaffee schmeckt mit reichlich frischer Milch, die er mitgebracht hat. Er hat gestern wirklich bedacht für mich bei den Gratis-Artikeln zugeschlagen, mag ich alles, kann ich alles gebrauchen. Auch die Grill Cool Box ist nicht so enttäuschend wie gedacht, außer ein Haferjoghurt alles brauchbar. Da ich die Box bereits letztes Jahr bestellt hatte, habe ich glaube ich auch nur 10 Euro gezahlt, da habe ich ein gutes Geschäft gemacht, auch wenn es hier jetzt Burger oder auch Burger gibt. Kühlschrank also derzeit voll, dank ihm und der Grill Box. Wäscheberge warten, auch das Bettzeug gewaschen, das war eh überfällig, eigentlich muss ich alle drei Monate alles auf 60 Grad durchwaschen. Schade dass das mit meiner Massage nichts wird heute, das würde ich gerade am dringendsten brauchen, aber es bleibt mir die Badewanne als Trostpreis. Kartons warten im Flur und erzählen von seinem Auszug, er musste einen neuen großen Koffer bestellen, denn er alte ist kaputt. Für einen nigerianischen Mann eine harte Sache, wenn die Frau ihn nun das zweite Mal vor die Tür setzt, in Nigeria gibt es dafür noch nicht mal ein Wort, sowas kommt nicht vor, dass Frau das macht. Gestern mit meinem langjährigen Internetfreund gestritten, er sagte sowas in der Art wie er würde mir die Freundschaft nicht kündigen, selbst wenn ich mich nicht impfen lasse. What the fuck? Wer ist er über meinen Körper entscheiden zu wollen? Ist das sein ernst auch nur daran zu denken deswegen eine Freundschaft zu beenden? Wie übergriffig ist das denn? Wo sind die Graustufen in den Köpfen geblieben? Gibt es nur noch schwarz oder weiß? Gut und geimpft oder böse und nicht geimpft? Schon mal auf die Idee gekommen, dass nicht impfen lassen einen nicht automatisch zum Querdenker oder AfD-Wähler macht? Dass es Gründe gibt, selbst wenn man Corona anerkennt und seit über einem Jahr alle Maßnahmen voll mitträgt? Ich finde diese Spaltung der Gesellschaft sehr bedrohlich und das gerade die angeblichen Gutmenschen körperliche Eingriffe ohne Gegenargumente verlangen oder nie wieder mit einem sprechen? Ich glaube dieser Freund und ich mache jetzt erstmal eine Pause, ich brauche seine Genehmigung nicht, für nichts. Die entfernte beste Freundin steckte die Tage wirklich in Ärger, ein psychisch auffälliger Mann hatte sie verfolgt, deswegen ihr Anruf, aber was hätte ich aus der Ferne tun können? Zum Glück kam ein anderer Freund zur Hilfe, der in der Nähe war. Hui, habe ich heute viel geschrieben, aber es gibt so vieles das mir durch den Kopf geht. Einatmen, ausatmen, alles wird besser, irgendwann.

Schlechte Nacht, Insel, gratis Essen und Ruhe

Guten Morgen, eine schlechte Nacht. Nachts als er ins Bett wollte so erschreckt, das ich los geschrien habe, restliche Nacht anscheinend so verkrampft geschlafen, das ich jetzt Schmerzen habe. Jetzt teilt er mir auch noch mit, dass er heute nicht arbeiten wird und es kam zu Streit. Ich brauche wirklich meine Ruhe. Gestern der Arbeitstag war nicht der Hit oder besser die Präsentation, keine Ahnung warum, aber ich wurde danach verbal attackiert, mit der Aussage Teilhabe gäbe es im Jobcenter nicht. Das Treffen mit dem Vater war dann kurz, die Pizza etwas angebrannt, er plant mit seiner Neuen auf die Insel zu fahren. Irgendwie hat mich das gestört, denn ich denke ich brauche die Insel dringender als die beiden. Gestern wieder böse Bauchschmerzen zum Abend, vielleicht sollte ich einfach zum Arzt gehen und mich krankschreiben lassen, wie die anderen Kolleginnen auch. Problem ist nur, dann habe ich gar nichts mehr was mich ablenkt. Er hat gestern Beeren, Weintrauben und TK-Pizza mitgebracht, wenn das so weiter geht, brauchen wir nur noch wenig einkaufen. Ich wünsche mir gerade einfach eine gute, ruhige Zeit allein oder eine gute Zeit mit ihm, aber er ist ständig da, stresst mich ab und wir haben keine gute Zeit, womit ich keines von beiden bekomme. Er hat versprochen heute trotzdem das Haus zu verlassen, jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, aber ich brauche wirklich Ruhe. Graues Wetter grüßt, nachdem es gestern so schön und sonnig war. Der Kaffee schmeckt, vielleicht mache ich doch am Samstag frei, auch wenn das vielleicht Unterstunden bedeutet. Gestern ging es mir körperlich so gut, keine Schmerzen und sogar laufen konnte ich, als hätte es nie einen Dauerkrampf im Bein gegeben. Auf dem Balkon sprießt und grünt es, aber bisher keine Blüten zu entdecken. Alles nicht so gut gerade, kommen die Kolleginnen nicht zurück, sollte ich wohl wirklich zum Arzt gehen und mir dann in Ruhe überlegen, ob ich lieber woanders arbeiten sollte, allein mit dieser Kollegin halte ich nicht lange durch. Auf in den Tag vielleicht kann ich später noch schlafen, für den Moment alles blöd.

Allein, Steuern, TV, Redaktion und Pizza

Guten Morgen, endlich mal allein, wie herrlich. Er hat Frühschicht und ist außer Haus und ich darf allein aufwachen und bloggen. Heute Büro, um den Trend der Wunderlichkeit abzuwenden. Gestern nur Teamsitzung und eine Beratung, mal sehen was heute passiert. Gekocht Rindfleisch-Suppe mit Gnocchi. Gestern die Steuererklärung final bearbeitet, in diesem Punkt lohnt es sich wirklich verheiratet zu sein. Mehr Fotos an einen TV-Redakteur geschickt, jetzt liegt es nicht mehr in meiner Hand, ob das was wird oder nicht. Das selbstgebackene Brot schmeckt gut, sogar ihm, dabei lehnt er Brot sonst ab. Die Nachbarn schreien ihre Kinder an und es grüßt von draußen Sonnenschein. Versuche weniger zu essen, Kekse werden nicht mehr gekauft und auch keine Sprühsahne, das sind schlechte Angewohnheiten, die sich irgendwann vor Weihnachten eingeschlichen haben. Auch habe ich ihm erklärt, dass ich eine zweite warme Mahlzeit am Tag, am besten erst ab 22 Uhr, nicht tragbar finde. Ich esse da nicht mehr mit. Blutdruck ok, gestern immerhin Betten frisch gemacht, gestaubsaugt und Wäsche gewaschen. Heute werde ich die Kleingeldsocke wegbringen, immerhin 100 Euro sind es geworden, Geld das mein Schatz bei eisiger Kälte auf dem Fahrrad und mit dem Steigen vieler Treppen verdient hat. Auf Arbeit bei mir immer noch alles offen, der Konflikt ist immer noch nicht gelöst, seit Dezember 2020 lebe ich deswegen in Unsicherheit, wie es beruflich weitergeht und ob überhaupt. Jobangebote in meinen alten Job gesichtet, aber die Bezahlung ist mies und die Arbeitsbedingungen wahrscheinlich auch. Kein Grund zu überlegen, ob eine Tätigkeit beim Teufel Axel-Springer attraktiv wäre. Ich verkaufe meine Seele und Überzeugungen nicht mehr für den Traum redaktionell tätig zu sein. Da sollen sie andere suchen, die sich für einen Traum versklaven. Blumen blühen im Wohnzimmer und ich genieße die Ruhe hier. Heute Abend Pizza für den Vater, keine Ahnung was es wird, mal sehen, was der Supermarkt anbieten kann. Weitermachen mit meinem unsicheren Job an einen Tag der wie Frühling aussieht.

Allein, Bolognese und Sonnenschein

Guten Morgen, viel zu früh, aber er hat Frühschicht, nachdem er gestern Spätschicht hatte. Also bin ich auch wach, viel zu früh und trinke Mikrowellen-Kaffee. Gestern zu Hause geblieben und die Einsamkeit genossen, nur ein kleiner Ausflug zur Packstation und danach ab auf Sofa und Bett. Gekocht Spaghetti Bolognese, mir war danach und sogar er hat davon gegessen. Heute nur einkaufen und Paket wegbringen, mehr aber nicht, ich möchte auch mal faul sein. Nach Wochen, ich glaube sogar Monaten, habe ich jetzt das zweite Wochenende mit 2 Tagen frei für mich. Nach Wochen und Monaten hat er endlich wieder Arbeit und verlässt das Haus. Ich bin erleichtert, ausatmen für mich und endlich mal erholen. Gestern festgestellt das nachmittags die Sonne auf mein Bett scheint, das war eine Einladung bei geöffneten Fenster im Bett zu liegen und sich gleichzeitig die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen. Das Teilen der Monatsmarke klappt derzeit ganz gut, bisher gibt es keine Überschneidungen beim Ticketbedarf bei uns. So sparen wir Geld. Morgen kommt der Hund zu mir, ich bin gespannt wie es wird, ich freue mich auf ihn, aber gleichzeitig graust es mich ihn die Treppen runter- und hochzutragen. Da werde ich sicher Waldspaziergänge einplanen. Bin gespannt was aus seinem Bewerbungsgespräch wird, leider habe ich nicht so große Hoffnungen, weil ich jetzt schon weiß, dass er nicht alle Kriterien erfüllt, aber sie haben ihn ja trotzdem eingeladen. Rentnerschuhe von Adidas bestellt, ja ich wünsche mir eine dämpfende Sohle und ergonomische Einlagen. Ich bin in einem Alter da ist altersgerecht wichtiger als trendgerecht. Kalt ist es gerade bei 2 Grad, aber der Himmel ist blau, für viele ist das schon der Frühlingsanfang. Gestern bei Sonnenschein stürmten gefühlt alle Berliner raus auf die Straße. Überall Leute und ein voller Bus am Sonntag. Die Sehnsucht nach Licht und Sonnenschein ist nach den letzten Wochen groß und Futter für die ausgebrannte Seele. Die neuen Nachbarn nerven, ständig Lärm im Hausflur, ständig Männerstimmen, ich hoffe das ist nur temporär, bis sie sich eingerichtet haben. Versuchen wir es mit guter Laune zum Wochenanfang, irgendwer der diese Laune zerstört kommt sicher.

Allein, Krähe, Medis und gar nichts

Guten Morgen, was für eine herrliche Ruhe hier. Er ist nicht da, ich habe 8 Stunden geschlafen und gerade jetzt alle Zeit zu bloggen. Herrlich! Gut einschlafen ohne ihn war nicht so lustig, aber alles Gewohnheit. Homeoffice gestern war ok, eine Ratsuchende und Rückmeldung zu einer Bachelor-Thesis geschrieben. Keiner da der wegen meiner Zigaretten meckert und mir großzügig meine Zeit zum Bloggen lässt. Der Kaffee schmeckt und ich höre Krähen schreien, meine Vögel antworten. Krähen waren in meiner Psychose wichtig, ich dachte sie verfolgen mich, reden mit mir und beobachten mich. Sie waren damals in meiner Wahrnehmung überall und ich dachte, ich bin die Krähen-Frau. Na vielleicht früher zu viel „The Crow“ geschaut. Er hat wieder Bewerbungsgespräche für qualifizierte Jobs, ich hoffe es klappt mal endlich irgendwas, wenn es sein muss auch bei einem fucking Internet-Startup. Ich kenne ja die Wege wie Start-ups Leute systematisch ausbeuten und werde gut auf ihn aufpassen. Der Vater antwortet nicht auf meine letzte Nachricht, ich wollte absagen, aber jetzt reagiert er nicht mehr. Aber ich glaube ich brauche meine Ruhe, er wird heute arbeiten, ein wirklich ungestörter Tag für mich also. Allein sein war mir immer wichtig, gut hier und da habe ich übertrieben, aber ganz darauf verzichten kann ich auch nicht. Nur allein komme ich zur Ruhe, kann ich mich sortieren, die Bude aufräumen und Ruhe meine Dinge machen. Wieder Probleme mit dem linken Bein und zwischendurch ist mir immer wieder schlecht, scheiß Medikament, keine Ahnung wie lange man bei „Anpassungsschwierigkeiten“, wie es die Ärztin nennt, warten sollte. Ich nehme den Scheiß schon über ein halbes Jahr, habe zugenommen und es ist zwar weniger schlimm geworden, ist aber immer noch schlimm. Ganz ausschleichen traue ich mich aber immer noch nicht. Vielleicht gehe ich wieder schlafen, lasst mich doch alle in Ruhe, ich schlafe, die letzten Wochen und Monate waren so anstrengend, Medikamentenumstellung, zusammen wohnen mit einem lauten Afrikaner, Konflikte auf Arbeit, die alles zerreißen könnten, der Vater mit seiner Neuen und dann noch der fucking Lockdown im Winter, danke ich bin bedient und möchte nichts mehr bestellen. Vielleicht heute in die Badewanne und entweder nur Reste essen oder kochen, aber was mir gefällt und nicht irgendeinen Kerl. Auf in den Tag, Optimismus gesucht und einmal gar nichts für Nadine.

Allein, Zombie, Corona und durchhalten

Guten Morgen, zu kurze aber gute Nacht. Wieder allein geschlafen, weil er noch Filme gucken wollte und darüber eingeschlafen ist. Somit hatte ich fast 7 Stunden ohne Unterbrechung. Er muss sich eigentlich nicht wundern, dass seine Ehefrau zum Zombie wird, wenn sie wochenlang weder ihre Ruhe noch ausreichend Schlaf bekommt. Gestern endlich mal ein wenig Schönheitsprogramm gemacht, schon besser, die Zombiefrau hat jetzt nicht nur gefärbte Haare, sondern ist auch rasiert und hat pedikürte Füße. Mein Menü gestern ist 1a bei ihm durchgefallen, den Entenschenkel mochte er, aber Spitzkohl und Kartoffeln wurden verschmäht. Heute gibt es wahrscheinlich Burger, auch schön, koche ich nicht 2-3 Stunden und der Kerl isst es auch. Er scherzte gestern, dass ich es wohl kaum erwarten kann, bis er das Haus verlässt, als er sich zur Arbeit fertig machte, das war gar nicht mein Gedanke, aber verneinen konnte ich diese Aussage auch nicht ganz. Er ist jetzt so lange zu Hause, laut und dabei oft schräg drauf, da ist es allein auch mal ganz schön. Ohne Corona würden wir uns hier wahrscheinlich gar nicht nerven, denn wir beide wären mindestens 5 Tage die Woche aus dem Haus, aber wir haben Corona im Winter und ich sitze hier im Homeoffice fest und er macht nur widerwillig seine Schichten im Schnee. Heute zum Supermarkt, es fehlen einfache Grundzutaten, die sollte es auch um die Ecke geben. Der Müll müsste auch weggebracht werden, denn ich war gestern nicht draußen und fand das gut so und er scheint irgendein Problem damit zu haben den Müll wegzubringen. Nicht an die Arbeit denken, das ist bisher ganz gut gelungen, ärgern und sorgen kann ich mich wieder ab morgen. Meine Valentins-Blumen sind immer noch schön und ich freue mich, auch wenn eingeforderte Blumen, wenig romantisch sind. Wenn ich heute nicht koche, könnte ich putzen, aber auch dazu habe ich ihn hier nicht so gerne herumspringen. Immer noch Zahnschmerzen, zu dieser Zahnreinigerin gehe ich nie wieder, kann nicht sein, dass ich nach ihrer Behandlung immer mindestens 2 Wochen Schmerzen habe. Na mal sehen wie lange der Lockdown noch dauert, wir halten durch, auch wenn schön was anderes ist.

Allein, Schlaf, Morgenritual und Waldschrat

Guten Morgen, endlich mal ungestört bloggen. Die letzten Tage wollte er unbedingt mit mir im Wohnzimmer sein, beim Aufwachen. Seine Argumentation: „Ich schaue doch gar nicht und wenn, verstehe ich doch nichts.“ Mag ich nicht folgen, erstens versteht er sehr wohl deutsch und zweitens ist es einfach entspannter allein zu schreiben. Sitzt da jemand neben mir, bin ich einfach nicht entspannt und kann meine Gedanken nicht frei kreisen lassen. Jetzt schläft er auf dem Sofa und ich liege allein im Schlafzimmer, er ist im Wohnzimmer eingeschlafen, also hatte ich eine ungestörte Nacht und gerade einen ungestörten Morgen. Knapp 8 Stunden geschlafen, ohne Unterbrechung, das deutet an, das mein Schlafproblem wohl auch durch seine Gesellschaft zustande kommt. Gestern zwei Beratungen die sich in sich hatten, Verrückte, die nicht glauben, dass sie verrückt sind. Ich werde es ihnen nicht erzählen, empfehle, aber wenn es passt einen Arztbesuch. Jetzt erstmal frei richtig frei, keine Termine heute und morgen und ich werde auch keine machen. Der Kaffee schmeckt und ich vermisse mein Morgenritual, seit 16 Jahren stehe ich jeden Morgen auf, koche mir einen Kaffee, setzte mich ins Wohnzimmer und rauche und blogge, das scheint jetzt nicht mehr möglich, denn immer ist er irgendwo und will was. Es wird wieder wärmer in Berlin, wir haben tagsüber wieder Plusgrade und auch die Tage werden wieder länger, es ist fast bis 18 Uhr hell. Gestern Reste gegessen, Maultaschen Suppe, heute warten Entenschenkel. Er hatte die Tage keinen Unfall wegen Schnee und Glatteis und es gab ordentlich Trinkgeld für ihn, immerhin. Warum auch immer, er mag es Essen mit dem Fahrrad auszufahren. Muss ich nicht verstehen, Hauptsache er hat Arbeit. Vielleicht komme ich heute noch zu einem weiteren Schönheitsprogramm, zurzeit bin ich ein Waldschrat, weil er immer da ist. Rasieren, färben, schrubben, zupfen, alles keine Tätigkeiten wo ich ihn dabei haben will. Auf in den Tag, wobei ich mir nicht so sicher bin, ob ich heute im Bett bleibe. Der Zombie Waldschrat braucht Ruhe.