Spätdienst, Ruhe, Vater und Valentinstag

Guten Morgen, wieder wach um acht, aber umgedreht und weiter gepennt. War heute Nacht bis fast 2 wach, weil er und ich noch reden wollten und er Spätdienst hatte. Heute allein arbeiten, fand ich vor einem Jahr noch gruselig, heute eher entspannend. Endlich Ruhe, kein Gequatsche und kein Gezicke. Drei Termine heute, das wird schon, Langeweile auf Arbeit hatte ich schon lange nicht mehr. Die Pizza gestern war gut, aber der Vater kam wieder 2 Stunden zu spät und war dann nicht hungrig. Wir haben darüber gesprochen, dass es zukünftig keine Pizza am Donnerstag mehr gibt. Er braucht das nicht mehr und für mich ist es nur Stress, von dem ich wenig habe. 1,5 Jahre habe ich mich jetzt um meinen Vater gesorgt, jetzt sorgt sich eine andere. Loslassen ist so eine Sache, denn mit ihm lasse ich auch meine Mutter ein Stück los. Gestern 5 Beratungen gemacht, immer noch Akkordarbeit, aber ich fühlte mich gestern gut dabei. Valentinstag und für mich gibt es etwas Romantik am Abend, nach seiner Schicht. Wir müssen leider beide heute und morgen arbeiten. Mit der Zahnschiene läuft es gut, derzeit keine Zahnschmerzen. Ich freue mich auf ihn, ich freue mich für meinen Vater, aber es bleibt auch ein mulmiges Gefühl. Meine und seine Unterlagen sind bei der Lohnsteuerfrau, ich hoffe das Finanzamt lässt Geld regnen, schon ewig keine Lohnsteuererklärung gemacht. Auf in den Tag, alles verändert sich und ich bin nicht mehr für zwei Männer zuständig.

Kein Hund, Polizistin, Sabine und frei

Guten Morgen, zu früh wach, dabei gibt es hier gar keinen Hund. Wunderbar gestern nach Mitternacht nicht mehr raus zu müssen, wunderbar heute früh nicht bedrängt zu werden. Der Hund ist wieder beim Vater, beidem ich gestern auch war. Ziemlich chaotisch gelaufen gestern und am Ostbahnhof wohl die aggressivste, allein kämpfende Polizistin kennengelernt. Die durfte allein an einer Stelle stehen, wo alle parken, aber parken nicht erlaubt ist. Sie schrieb grüne Zettel wie eine Weltmeisterin und schrie immer wieder: Ich bin die Polizei, ich bin die Polizei, zu den falsch Parkenden. Hat keine Sau interessiert und sie wurde immer lauter. Wir haben auch einen grünen Zettel bekommen, weil mein Vater einkaufen war, allerdings fehlte auf dem Zettel unser Vergehen. Irgendwie hat sie mir leidgetan, was muss man angestellt haben, dass einen der eigene Chef an einem Sonntag vor den Bahnhof stellt, um Freiflächen, wo immer geparkt wird, zu verteidigen? Das ist doch ein Arschloch-Job. Ganz gut geschlafen, Blutdruck normal und der Sturm Sabine hat hier nichts davon geweht. Wenn ich da rausgucke, verstehe ich nicht, warum den Berliner Schülern wegen Sabine heute frei steht zur Schule zu gehen oder auch nicht. Ich sehe keinen Sturm. Mein Schatz hatte wegen Sabine gestern frei, seine Schicht wurde abgesagt, aus Sicherheitsgründen. Heute sehe ich ihn, aktuell keine Meinung dazu. Jetzt wo der Hund weg ist, möchte ich endlich allein sein, ich will nichts teilen, ich will nicht quatschen, ich will einfach meine Ruhe. Aber vielleicht kann ich gemeinsam mit ihm schweigen. Heute zum Zahnarzt, meine neue Beißschiene abholen, um damit der Selbstzerstörung eine Grenze setzen. Bin ich gestresst, zerstöre ich meine Zähne durch ständiges beißen und knirschen. Grau grüßt der Tag, heute mal wieder Hähnchen kochen, unser gemeinsamer Nenner. Das Bafögamt hat nach meinem Widerspruch doch beschlossen, eine viel geringere Ratenzahlung zu akzeptieren. Alles gut so weit und erst morgen wieder Büro-Wahnsinn. Na immerhin bin ich nicht Polizistin, die allein am Sonntag Parkplätze verteidigt.

Kein Internet, früh, Gran Canaria und allein

Guten Morgen, verschlafen und kaum Zeit, besonders weil es zum Aufstehen erstmal kein Internet gab. Jetzt doch, aber die Zeit ist weg. Ganz gut geschlafen, wieder separat, denn gestern Abend war er wunderlich und ablehnend. Er macht sich Sorgen um die Finanzen, ich mache mir Sorgen, ihn zu verlieren. Das passt wunderbar zusammen, er will seine Ruhe und ich bin am Klammern. Die Arbeitswoche schreitet voran und ich halte mich wacker, gestern war es wieder sehr ruhig auf Arbeit, ich komme mir fast faul vor. Der Kaffee schmeckt und ich habe keine Lust zur Arbeit, gerade ein Anruf, mein Frühtermin entfällt, wunderbar, dann habe ich jetzt mehr Zeit als gedacht. Manchmal bekommt man genau die Geschenke, die man braucht. Im April wahrscheinlich nach Gran Canaria, die Insel grüßen und zum Anwalt gehen. Jetzt wo es keine Ausbildung gibt, habe ich dieses Jahr Zeit für Urlaub. Heute Nacht ist seine vorerst letzte Nacht bei mir, aktuell finde ich das eher zum Heulen, aber ein bisschen Freude ist auch da. Mal sehen wie das mit dem Hund wird, ihn dreimal am Tag die Treppen runter und hoch zu tragen wird auf jeden Fall wieder Kraftsport. Aber frau gewöhnt sich schnell dran, erst werde ich stöhnen und meckern und wenn er dann wieder weg ist, ihn vermissen. Aber gut, so werde ich, nachdem er weg ist, erstmal wieder Gesellschaft in Form des Hundes haben. Aber gut, der Hund will abends keine Actionfilme gucken, kocht nicht afrikanisch und hat auch keine lauten Telefonanrufe. Mal sehen wie es wird und wie unsere Liebe auf Distanz weitergeht, er wird ab Samstag viel arbeiten, und ich vermute, ich höre und sehe ihn dann vorerst nicht mehr. Das wird seltsam, dass weiß ich jetzt schon. Frische Luft strömt durchs Wohnzimmer und ich bereue es jetzt schon, dass ich gestern Chili con Carne hatte. Ich hoffe, ich muss auf Arbeit später nicht ständig pupsen. Auf in den Tag, ins Grau und Grau mit Regen von Oben.

Stille, backen, SMS, mitwirken und Verwandte

Guten Morgen in aller Stille, niemand hier, keiner will was, keiner sieht mich, herrlich. Gestern doch kurz das Haus für Müll und Einkauf verlassen, dann aber schnell zurück in meine Schutzhöhle. Reste von Weihnachten gegessen und einen großen Marmorkuchen gebacken, irgendwie war gestern Zeit zum Backen. Sein Geschenk ist endlich angekommen und liegt jetzt als Geschenk verpackt bereit. Die beste Freundin meint mir um 5 Uhr morgens SMS schreiben zu müssen und hat mich damit geweckt, die Nachbarn schrien sich gegen 10 laut an und machten mich endgültig wach. Der Kaffee schmeckt, die Kippe auch und ich kann es gar nicht fassen, dass ich allein bin und es vorerst auch bleibe. Nichts zu tun, außer vielleicht Backutensilien kaufen, aber eigentlich habe ich gestern genug gebacken für dieses Jahr. Heute wahrscheinlich nur kochen, die Wäsche ist gewaschen, es ist gestaubsaugt und gewischt und ich erwarte keine Pakete. Die Rentenversicherung fragt nach Lücken in meinen Versicherungsverlauf und fordert zum Mitwirken auf, vielleicht mache ich das mal endlich, mitwirken. Der Sekt für Silvester steht auf dem Balkon, aber Silvester lässt auf sich warten. Nächste Woche wieder arbeiten, aber ich vermute es wird ruhig. Der Vater versteckt sich bei meiner Verwandtschaft in Köln, schon seltsam, dass er mehr mit meiner genetischen Familie zu tun hat als ich. Aber ich hatte auch vor ihren Tod kaum mit den Verwandten zu tun. Brötchen warten im Tiefkühler und ich habe leckeren Käse, aber ich habe noch einen Kuchenbauch. Auf in den Tag, mal sehen, ob ich heute bei irgendwas mitwirke oder nicht.

Allein, Vater, Onkel, Weihnachten und Bahn

Guten Morgen, ist das herrlich: Ich bin allein. Allein geschlafen, allein erwacht und niemand hier der mich sieht und irgendwelche Bereiche der Wohnung für sich beansprucht. Gestern Arbeit und abends Telefonate mit der besten Freundin, es gab auch etwas zu beraten, aber ansonsten sehr entspannt. Er hat mir nachts geschrieben, dass er bei einem Freund übernachtet, ich habe es aber erst heute früh gelesen. Gestern nach der Arbeit die Reste der Erdnusssoße mit Asia-Nudeln gehabt, war lecker und stressfrei, immer gut, wenn man noch gekochte Dinge im Kühlschrank hat. Heute früh Arbeit, aber auch früh frei, es warten nur ein paar Team-Termine. Mein Adventskalender hat mir heute einen Labello geschenkt, Fettstifte für die Lippen habe ich aber eigentlich genug. Der Vater kehrt bald zurück, ich freue mich ihn am Sonntag zu sehen und endlich wieder zu quatschen. Ich bin gespannt auf den Urlaubsbericht. Die Sache mit dem Erbe ist immer noch nicht geklärt, ich hoffe wir schaffen das nächstes Jahr. Mein Onkel schreibt mir wegen Weihnachten und mein Freund hat jetzt doch gesagt, dass er gern Weihnachten dabei gewesen wäre. Ich finde es aber zu früh, ihn meiner ganzen Familie in Westdeutschland vorzustellen, es reicht doch für den Moment, dass er meinen Vater kennt. Ehrlich gesagt, habe ich mein ganzes Leben noch nie einen Mann mit zu einer Familienfeier geschleppt, es hat also weniger mit ihm zu tun. Interessanterweise glaubt meine Familie wohl deswegen, dass ich ein ewiger Single bin, dabei hatte ich meistens irgendwenn irgendwo und habe sie schlichtweg nicht dazu informiert. Der Unterleib krampft, ich glaube, es geht bald los, immerhin bleibt mir der Kram Weihnachten erspart. Ich bin gespannt auf die Zugfahrt an Weihnachten, ich habe bewusst keinen Flug gewählt, fliegen ist immer so stressig, da lohnt sich für mich nicht, dass man effektiv Reisezeit spart, wenn man dann wie ich Angst bei Start und Landung hat und taub oder halbtaub den Flieger verlässt, weil die Ohren nicht mitspielen. Ne da fahre ich lieber Bahn und die Umwelt findet das auch gut. Der Kaffee schmeckt und Brötchen sind im Ofen, komisch diese Ruhe und freie Platzwahl, nur noch 9 Arbeitstage zum Urlaub.

Ausziehen, Pakete, Teamkalender und Männer

Guten Morgen. Zu früh wach, aber er ist schon wach und telefoniert. Das heißt, aber auch der Laptop ist frei. Vielleicht zieht er wieder aus, aber ohne Trennung. Abgesehen von der Angst ihn ganz zu verlieren, finde ich das gut. Meine Wohnung ist einfach zu klein oder wir zu verschieden, besonders im Schlafrhythmus. Heute nichts vor, außer Pakete empfangen, ich habe schon angefangen für Weihnachten vorzusorgen, aktuell aber nur für meine Männer. Er hat gestern gekocht, es war ok, ich denke, ich kann besser kochen, aber alles, was ich koche, ist halt deutsch oder europäisch. Der Zahn tut gerade nicht weh, für eine Frau meines Alters habe ich, nach Aussage der Zahnärztin, gute Zähne. Ich hoffe das bleibt so, demnächst werde ich hunderte Euro zahlen, damit dass so bleibt. Gestern über die Kollegin aufgeregt, schreibt die mir doch im Urlaub, ich möge mich noch um meine Terminverschiebungen kümmern, hatte ich bereits getan, nur verpasst es in den Teamkalender einzutragen. Finde ich aber im Urlaub trotzdem unangemessen. Das hier ist meine Freizeit, keine Arbeitszeit. Ich finde, ich bin im Urlaub nicht verpflichtet, regelmäßig meine Arbeitsmail zu lesen und zu antworten. Grau ist der Tag, aber derzeit kein Regen und kein Nebel. Frauenfreuden plagen mich, Tage an denen man besser nicht mit mir diskutieren sollte. Auf in den Tag, der Vater hat diese Woche keine Zeit für mich, ok seine Wahl. Meine Männer in Form von Vater und Partner, lassen mich allein, dann kümmert euch doch um euch selbst!

Allein, Kurzreise, Fortbildung, Pizza und Nachbarskinder

Guten Morgen. Ich bin allein! Mein Morgen und auch heute Nacht darf ich allein schlafen. Habe ich solche entspannten Morgen vermisst. Keiner da, kein Gequatsche und freier unbeobachteter Zugang zum Computer. Er hat heute eine Kurzreise zum Cousin angetreten und komischerweise habe ich selber geträumt, ich würde reisen. Mein Traum war ziemlich wirr, ich war reisefertig, aber wollte unbedingt noch mal nach Hause Dinge wegräumen, dann wurde ich wach. Zu früh wach, aber egal, ich genieße die Ruhe. Das heißt jetzt nicht, dass ich ihn nicht lieb habe, aber morgens allein sein und nachts mal mit voller Bettbreite pennen, ist halt auch was. Gestern die Fortbildung war interessant, aber habe mich über einen Politiker aufgeregt, der selber feststellte, es gibt Personalmangel, aber auf die Frage, ob man denn mehr bezahlen würde, um neues Personal zu gewinnen, in Luftblasen antwortete. Gestern wunderbar zu spät gekommen, aber das war nicht so schlimm, denn der Veranstalter hatte zwar um 9 geladen, aber der offizielle Programmbeginn war erst 9:30, also war ich trotz 10 Minuten Verspätung noch pünktlich genug. Heute Pizza mit dem Vater, ich finde es etwas schade, dass ich meinen freien Abend mit dem Vater verbringen werde. Aber gut, man kann nicht alles haben. Die Internetverbindung fällt ständig aus, ärgerlich, wird Zeit, dass ich den Scheißladen Vodafone verlasse. Der Kaffee schmeckt und die Nachbarn schreien mal wieder ihre Kinder an. Das mit dem ständigen Anschreien der Nachbarskinder, findet auch er nicht so witzig, schön, dass ich damit nicht allein bin. Heute Arbeit, zwei Termine warten und danach Pizzakram kaufen und auf zum Vater. Ich begreife erst jetzt, in welchen Luxus ich all die Jahre gelebt habe, allein zu leben ist halt doch ein Luxus, hier und da zwar sehr öde, aber es ist die maximale Freiheit zu tun oder zu lassen was man auch immer möchte. Auf in den Tag, es ist kalt und ich habe meine Winterjacke rausgeholt, gestern Nacht waren es Null Grad, das fühlt sich nach Winter an.