Spülmaschine und Todestag

Guten Morgen, endlich mal ausgeschlafen! Um zehn ins Bett wach um vier und endgültig wach um acht. Vielleicht doch eine Nebenwirkung der Impfung? Sonst gehe ich nie um zehn schlafen. Gestern früh nicht so erfreut gewesen, Spülmaschine defekt, das erste Mal seit Jahren mit der Hand abgewaschen und weiter aufgeräumt. Ich hoffe der Vater kann sie reparieren, aber gut, sie ist jetzt schon mindestens 8 Jahre alt. Der Mann kam zu Besuch und war nicht erfreut, dass ich nicht gekocht hatte, aber er hatte mir nicht Bescheid gesagt, ob und wann er kommt und ohne Spülmaschine war meine Motivation zu kochen auch nicht gegeben. Er räumt die Küche danach nämlich nicht auf. Also haben wir selbstgemachte Burger bestellt. Der Tag grüßt noch grau und heute zum Herzarzt, Endbesprechung. Zum Glück weiß ich großteils schon was mich erwartet. Der Mann sollte jetzt in der Frühschicht arbeiten. Der Arm tut immer noch weh und hat roten Ausschlag an der Einstichstelle der Impfung, sonst aber anscheinend dieses Mal keine Nebenwirkungen. Der Kaffee schmeckt, der Blutdruck ist unten und der Puls normal. Meine Haare sind durch den Haarschnitt endlich wieder lockig und weich, schön, wenn sie auch sehr kurz sind für meine Verhältnisse. Mücken, Mücken sind dieses Jahr sehr stark, nachts scheinen sie sich über mich herzumachen, wache immer auf mit neuen Stichen. Gestern einen alten Freund kontaktiert, er war mal Geliebter meiner Mutter und weiß glaube ich gar nichts von ihrem Tod. Bisher aber keine Antwort. Vielleicht auch unpassend ihn nach 20 Jahren zu kontaktieren. Fliegen kreisen unter der Lampe, wir ätzend. Urlaub, ich habe Urlaub, fühlt sich nur nicht so an. Was soll man mit Urlaub machen, wenn man nicht (weit) verreisen kann und alle Freunde arbeiten? Immer noch nicht die Böden gewischt, das kommt heute, sieht wirklich schlimm aus. Ich sollte Abstand von meinen depressiven und psychotischen Freunden nehmen, durch meine Empathie fühle ich mich dann irgendwann genauso. Beides kann ich gerade nicht gebrauchen und sind es keine Kunden, sondern Freunde, fällt das mit dem Distanzieren noch schwieriger. Meine Empathie, Fluch und Begabung zu gleich. Ich wünschte ich könnte sie abstellen, bis Corona vorbei ist und die Welt weniger verrückt. Die Nachbarn haben gestern wieder ihre Lieblingsmusik sehr laut gespielt, es geht ihnen wohl wieder gut. 16. August 2021, der dritte Todestag meiner Mutter wie ich heute weiß, dass sie körperlich wiederbelebt wurde zählt für mich nicht. Ohne Kopf, Geist, Erinnerung nicht mehr meine Mutter. Diesen Song hier habe ich für sie gespielt, als wir die Maschinen abgeschaltet haben:

Ich hoffe, sie war wirklich „ready“ aber ich denke schon, denn sie hatte die Monate vorher so viel von ihrem Tod erzählt. Ihre körperlichen Schmerzen waren zu groß geworden, dass auch die Schmerzmittel nicht mehr halfen, dass sie aber ausgerechnet nach einem Gespräch mit ihrer Mutter vor ihrer Tür gestorben ist, finde ich immer noch bezeichnend und überhaupt nicht zufällig. Das Verhältnis zu meiner Oma war ihr größter innerer Konflikt, so wie mein größter Konflikt mein Verhältnis zu ihr war. So viele schlechte Mütter in Serie in meiner Familie, der Grund keine Mutter zu sein, ich möchte das keinem kleinen Menschen antun. Bisher nur wenige Tränen, kein Bedürfnis die Oma anzurufen, sie ist für mich mit schuld und hat trotzdem ihre letzten Minuten bekommen. Ich lebe noch, warum auch immer, ich sollte die Ängstlichkeit ablegen, die ich so stark seit ihrem Tod habe, als hätte sie mich jemals richtig beschützt, sie war doch meistens abwesend. Ich beschütze mich doch schon immer selber, meistens nicht so erfolgreich, aber zum Überleben hat es gereicht. Mama ich grüße dich von der Erde und weiß du schaust immer noch nach mir, ich hoffe du hast eine gute Zeit mit all den lieben Menschen, die uns gestorben sind. Ich hoffe, du bist jetzt schmerzfrei, rennst über Wolken, lachst und singst wunderbar schief ein Lied. Ich singe auch für dich und weiß du bist dann bei mir.

Schlaf, Chef, rote Autos und müde

Guten Morgen, schon besser. Das war eindeutig zu viel Stress und zu wenig Schlaf die Tage. Auch heute Nacht wenig Schlaf, weil ich einfach nicht einschlafen konnte, nachdem ich entdeckt hatte, dass man mein alter Chef nach 8 Jahren auf einen meiner Social Media Profilen war. Was will dieser Arsch? Ich hatte ihn doch gelöscht und wie ich auch dachte gesperrt. Mit diesem Mann möchte ich sicher mein ganzes Leben nichts mehr zu tun haben. Es reicht doch, wenn er mein Leben einmal zerstört und sich daran bereichert hat. Mit dem Vater war es gestern angenehm sehr viel geredet und etwas Neues zu meiner Vergangenheit erfahren, einen Fakt den meine Mutter mir nie mitgeteilt hatte, aber ihm. Gestern nicht mit dem Freund gechattet, irgendwie reicht es gerade, wir reden immer sehr lange, aber aktuell habe ich den Eindruck, dass seine Depression meine schlimmer macht. Das ist nicht so gut, bei aller Sympathie. Ich brauche jemanden der mir, wenn ich sage: „Die Welt ist scheiße“ widerspricht und nicht noch 10 Beweise liefert wie scheiße die Welt ist. Das ist, dann glaube ich, dann auch für ihn nicht so förderlich. Stille hier und Sonnenschein, nicht so viel über die Vergangenheit nachdenken, ich kann sie nicht mehr ändern. Was in meiner Hand liegt, ist das Jetzt und Morgen, der Rest gehört, wem auch immer. Was mich vorgestern endgültig verunsichert hat, war die Sache mit den Autos, vor meiner Tür. Im direkten Blickfeld standen 7 rote Autos. Ein statistisch unwahrscheinlicher Fakt. Denn rot ist bei den Deutschen mit 7,2 % aller Autos keine übliche Autofarbe. Vor meinem Fenster waren aber 7 Autos von 20 rot. Um sicherzugehen, dass ich nicht spinne, habe ich es fotografiert, aber z.B. dem Vater ist bei dem Bild nichts aufgefallen. Vielleicht wirklich Zufall vielleicht mögen meine Nachbarn halt sehr rote Autos. Aber ich wohne hier schon Jahre und es gab noch nie so viele rote Autos. Aber ob Zeichen oder nicht, ich ignoriere das lieber. Es ist einfach die Angst, dass das Gastlighting und/oder die Psychose wieder losgeht. Vielleicht reagiere ich auch viel zu sensibel, warum schaue ich überhaupt auf Autofarben? Autos kann man auch ignorieren, ich fahre noch nicht mal Auto. Was auch immer ich da vor über 8 Jahren mit einem Fremden über die Bedeutung von Autos und Autofarben besprochen habe, ist viel zu lange her um heute noch Gültigkeit zu haben. Vielleicht alles Zufall, die roten Autos, der Ex-Chef auf meinem Profil, ich scheine gerade zu viel Zeit zu haben zu beobachten und nachzudenken. Wird Zeit, dass ich wieder arbeite statt hier zu Hause Autos zu beobachten und im Internet zu surfen. Der Mann möchte heute vielleicht vorbeikommen, könnte gut sein, ich denke heute würde ich sogar kochen. Vergessen, vergessen, ich wünschte ich könnte vergessen wie andere Menschen, aber ich vergesse nicht. Ich schaffe es hier und da Erinnerungen zu verdrängen, aber irgendwo in meinem Hirn bleiben sie erhalten und grüßen dann irgendwann, wenn es gerade gar nicht passt. Der Kaffee schmeckt und ich bin nicht wirklich motiviert irgendwas Sinnvolles zu tun, sollte ich aber, bevor ich wieder parkende Autos beobachte und dann auch noch drüber nachdenke. Es gibt auch eine Erfindung die heißt Gardine, da sieht man dann gar keine parkenden Autos mehr. Hunger, gerade habe ich selten Hunger, ist aber vielleicht ganz gut so, nachdem ich jetzt mein aktuelles Gewicht kenne, wie gesagt großes Erstaunen bei der Hausärztin, wie man mit dem Gewicht so gesunde Blutwerte haben kann. Mein linkes Bein tut nur nicht mehr weh, es ist auch endlich abgeschwollen, die linke Wade war dicker als die rechte, was ich an den Hosen merkte, gestern machte die Hose kein Problem mit der linken Wade und ich bin schmerzfrei kilometerweit gelaufen. 2021 ein Jahr für die Tonne, aber wir sind selber schuld, dass die Natur keinen Bock mehr auf uns hat. Die Erde ist nicht unser Untertan, die Erde ist unsere Mutter. Vielleicht lege ich mich gleich wieder hin, gestern habe ich in Etappen 12 Stunden geschlafen, mein Körper ist sehr erschöpft, meine Seele ist erschöpft, jetzt wo ich nach 3 Jahren Angst weiß, dass mein Körper abgesehen von Übergewicht in Ordnung ist. Das ist eine zentnerschwere Last die von meinen Schultern gefallen ist und jetzt bin ich müde.

Besser, Ärzte, Gewicht, Gesundheit und Liebe

Guten Morgen, heute schon viel besser, vielleicht weil ich ausgeschlafen bin, vielleicht weil die Horroruntersuchungen beim Kardiologen endlich vorbei sind und sicher auch, weil mir das Gespräch mit dem Vater geholfen hat. Die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt, der Blutdruck ist unaufgeregt unten und ich muss Informationen von den Ärzten erstmal sacken lassen. Alles kommt jetzt auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung an, ob weitere Pillen nötig sind. Außerdem, welche Überraschung^^, wäre es wohl generell sinnvoll Gewicht zu reduzieren und aufzuhören zu rauchen. Gestern musste ich nämlich auch auf die Waage und ich war geschockt. Jetzt im Sommer weniger und/oder gesünder zu essen, sollte kein Problem sein, aber das Rauchen einstellen oder reduzieren, das wird deutlich schwieriger. Ich versuche dann aber mal beides und hoffe das Beste für die Blutresultate. Ich denke für einen Menschen wie mich, ist eine Blutdruckuntersuchung, die mich nicht schlafen lässt, denkbar ungeeignet, denn das setzt mich so sehr unter Stress, dass die Werte nur hoch sein können und so wie gestern, die Seele auch kurz vor dem Durchknallen ist. Pizza gestern tatsächlich bestellt und mit dem Vater geteilt, die roten Abdrücke der Messgeräte auf meinem Körper sind fast verschwunden. Gestern todesmutig noch gestaubsaugt und der Nachbar reagierte umgehend mit lauter Technomusik, nicht sein ernst, dass ich noch nicht mal 10-20 Minuten die Woche staubsaugen darf. Dem Mann gestern Lebensmittel und Putzutensilien geschickt, er hat sich gefreut, streng genommen hätte ich diesen Einkauf aber mir selber schicken sollen, denn er war viel gesünder als den Kram, den ich für mich bestelle. Aktuell ist meine Stimmung wohl als depressiv einzuordnen mit der Gefahr zum psychotischen, wenn ich nicht schlafe und/oder unter Stress stehe. Ich sehe aber nicht ein, dass ich wegen Stress im Beruf jetzt meine mühsame und unter Schmerzen erzielte Medikamentenreduktion wieder rückgängig mache. Dafür habe ich jetzt Monate gekämpft und gelitten und bei meinem jetzigen Medikament würde eine Dosiserhöhung auch wieder Beinkrämpfe bis zur Unfähigkeit zu laufen bedeuten. Ruhe, ich brauche noch Ruhe und vielleicht noch andere Medikamente für den durch Neuroleptika und die Zeit zerstörten Körper. Die Vögel sind ruhig oder nicht störend und ich habe Angst vor dem Blutergebnis. Es zu wissen ist aber besser, als unwissend zu verfallen. Die Videokonferenz gestern war ok, ich lasse mich aktuell zu nichts drängen, erst kommt die Gesundheit, denn Gesundheit ist unbezahlbar. Ich werde nicht den gleichen Fehler wie meine Mutter machen und Arbeit über Gesundheit stellen bzw. ich habe den Fehler schon mehrfach gemacht und gelobe jetzt Besserung. Ich lasse mich nicht wieder total zerstören und zerstöre mich auch nicht selber, um eine gute Arbeitnehmerin zu sein. Mein Körper ist schon kaputt, aber ich hoffe das lässt sich reparieren, noch bin ich jung genug dafür. Noch ein Song zum Tag für mich und für alle die da draußen gerade nicht weiter wissen…

Angst, Ärzte, sterben und lieber allein

Guten Morgen, keine so tolle Nacht, aber solange wieder hingelegt bis fast 8 Stunden voll waren. Heute Arzttermin Nummer zwei die Woche, nachdem ich gestern meine Ärztin zu einer Blutuntersuchung bringen konnte, wird heute mein Herz untersucht und ein Langzeit EKG gemacht. Ich habe Angst, aber das ändert gar nichts, außer vielleicht die Werte. Nichts machen und einfach sterben ist auch keine Lösung, dann bin ich halt mal teuer für die Krankenkasse. Meine Mutter meinte immer, wir brauchen nicht zum Arzt. Im Nachhinein denke ich, weil sie neben der Arbeit keine Zeit dafür hatte? Ich erinnere mich wie ich als Kind mit Masern fast an Fieber gestorben bin, weil meine Mutter mich tagelang im Bett liegen ließ und nicht zum Arzt mit mir ist, bis das Fieber dauerhaft bei 42 Grad war. Der Arzt hat dann ziemlich geschimpft und sprach von Lebensgefahr. Vielleicht der Grund warum ich mich heute genauso dämlich verhalte und die Arbeit wichtiger finde als die Arztbesuche. Aber nicht diese Woche, diese Woche habe ich mich krankschreiben lassen, um zu allen Ärzten zu rennen. Ein Blutbild wurde, glaube ich noch nie bei mir gemacht und mein Herz auch noch nie untersucht. Der Herzarzt war ziemlich überrascht als ich das mitteilte, aber es gibt keine Pflicht zum Arzt zu rennen. Immerhin kein Durchfall heute, das ist doch mal was und esse ich eine warme Mahlzeit während des Tages, gibt es auch keine Bauchkrämpfe. Dieses morgens minimal Frühstücken und dann erst abends wieder essen, findet mein Bauch gerade nicht lustig. Die Vögel stressen gewaltig, vielleicht weil die Sonne endlich mal wieder scheint. Der Kaffee schmeckt und ich versuche ruhig zu bleiben, wenn ich krank bin, dann bin ich halt krank, wenn ich sterben muss, dann muss ich halt sterben. Mein ganzes Leben lang wollte ich immer wieder sterben, diese Welt erschien mir zu oft nicht lebenswert. Früher wollte ich durch einen vermeidlichen Tod meine Mutter bestrafen, habe es aber dann doch nie gemacht und heute ist sie tot und ich denke, sie ruft nach mir. Es gibt aber auch Menschen auf Erden, die nach mir rufen, die mich noch brauchen, also ab zu den Ärzten und hoffentlich weitergelebt. Die Frauen in meiner Familie sind eigentlich alle sehr alt geworden, außer meine Mutter. Der genetische Vater scheint auch noch zu leben, bisher keine Post vom Anwalt bekommen. Hier allein zu sein, ist immer noch seltsam, einerseits herrlich, dann auch wieder gruselig. 18 Jahre musste ich warten, bis ich endlich allein leben durfte, ohne Fremdbestimmung, ohne ständig umgesetzt zu werden und auf die Launen der Erwachsenen ständig Rücksicht zu nehmen. Vielleicht der Grund warum ich auch heute noch lieber allein lebe. Ich will keine Gefangene sein, von niemanden. Auf in den Tag, genug therapeutisch geschrieben heute und den passenden Song zum Leben und sterben:

Schlaf, Essen, Sorgen und Symptome

Guten Morgen, beschissene Nacht, weil ich zu viel gegessen hatte und dann nicht schlafen konnte. Vielleicht war es auch der Schlaf tagsüber, auf jeden Fall nix mit durchgängigen, erholsamen Schlaf in der Nacht. Die Nachbarin meinte dann auch um 2 Uhr nachts noch einen Joint durchziehen zu müssen und den Geruch mit billigem Deo überdecken zu wollen, ist toll, wenn man im Bett liegt und plötzlich diese Wolke hereinzieht. Vielleicht auch schlaflos wegen Corona Angst, Angst um meine Existenz. Da wäre das berufliche, da wäre aber auch die frische Impfung und die möglichen Nebenwirkungen. Die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt und ich bin wach. Plan für den Tag den Mann besuchen, ich war ihn noch nicht besuchen, vielleicht weil er sehr beengt und fast in Brandenburg lebt. Vielleicht aber auch, weil mir die letzten Wochen immer alles zu viel war und ich auch generell selten Leute besuche. Ein Freund aus Internatszeiten ist damit beschäftigt sein Haus, das geflutet wurde, wieder trocken zu legen. So hat das Hochwasser ein Gesicht für mich. Immerhin heute kein Durchfall mehr, ist bei mir immer Stress und damit ein Frühwarnzeichen, wenn der Magen-Darm-Trakt durchdreht. Fühle mich schwächlich, die Kämpferin ist müde oder doch grippeähnliche Symptome von der Impfung? Ich habe nämlich auch Gliederschmerzen. Egal, der Tag ist da, ich auch und es geht weiter mit dem Corona Leben. Arbeitsmail gelesen, ein Treffen heute, also den ganzen Tag anders organisieren. Ich glaube, Brandenburg fällt aus. Kein Hunger, aber wenn wundert es, nach dem Essen gestern. Alles gerade doof, alles unklar und mein Körper hat keinen Bock mehr auf mich und mein Leben.

Kardiologe, Ruhe, Aneurysma und Veränderung

Guten Morgen, die Untersuchung beim Kardiologen gestern hat mich geschafft und sehr geängstigt. Das Ergebnis war dann ein EKG mit einem Puls von 130 und Bluthochdruck. Reaktion besorgter Arzt und besorgte Schwester. Wieder meinen Blutdrucksenker bekommen, allerdings doppelt so hoch dosiert wie vorher. Danach war ich total fertig, körperlich und emotional, habe alle Termine gestrichen und bin dem Rat der Schwester gefolgt so schnell wie möglich zur Ruhe zu kommen. Also nur Apotheke und nach Hause. Blutdrucksenker genommen und beruhigt und zu meiner großen Erleichterung ist der Blutdruck wieder gesunken und der Puls auch wieder runter auf 87. War das jetzt wieder eine Panikattacke wie ich dachte oder vielleicht doch meine Schilddrüse? Zahlreiche weitere Tests werden folgen, aber für den Moment geht es mir gut und auch heute früh ist der Blutdruck und Puls normal niedrig. Abends dann zu Aneurysma schlau gelesen, das woran meine Mutter wahrscheinlich gestorben ist. Die Chance eines zu bekommen liegt bei 2 Prozent, ist ein direkter Familienangehöriger daran erkrankt bei 4 Prozent und hat man selber Bluthochdruck und/oder ist Raucher, steigt die Wahrscheinlichkeit nochmal auf das Doppelte. Meine Wahrscheinlichkeit liegt als bei circa 8 Prozent, immerhin 92 Prozent sprechen dagegen genau wie meine Mutter zu versterben. Es ist besser Fakten zu kennen, als sich ungewiss zu fürchten. Also Bluthochdruck nicht auf die leichte Schulter nehmen und behandeln und doch nochmal ernsthaft drüber nachdenken das Rauchen einzustellen oder wenigstens zu reduzieren. Auch die ganzen anderen Ängste krank zu sein werden sich dann wohl im Laufe der folgenden Tests klären. Besser wissen als unbekannt fürchten und ausmalen. Er hat gestern endlich die Steaks gebracht und noch anderen leckeren Kram, sogar eine Flasche Schampus. Gegessen dann angebratene Süßkartoffel mit Champignons, Frühlingszwiebel und Steak dazu. War lecker, kostenlos und alles Bio. Der Vater bekommt dann morgen auch Steak, allerdings mit grünen Bohnen und kleinen spanischen Kartoffeln. Abends noch lange gechattet, musste das Geschehene erstmal sortieren. Es ist eine Entscheidung jetzt doch alle Untersuchungen zu machen, eine Entscheidung leben zu wollen, möglichst lange. Ein grauer Tag grüßt und ich weiß nicht, ob ich es heute zur Demo vorm Bruder schaffe, kommt auf die Tagesform an. Insgesamt würde ich mich als geschwächt bezeichnen. Heute ein paar Stunden Homeoffice, aber ich mache nur solange, solange ich mich damit gut fühle. Der Kaffee schmeckt, schmeckt er nicht mehr, ist wahrscheinlich mein Blutdruck zu hoch. Schön, dass mein Körper mich warnt. Es heißt allerdings auch zuhören. Soviel Stress und Veränderung in letzter Zeit, ich muss erstmal hinterherkommen, aktuell weiß ich manchmal nicht wo oben oder unten ist. Ich stehe nicht so auf dauernde Veränderung, sie verunsichert mich, durch die vielen Umzüge als Kind und Teenager habe ich die Schnauze voll von Veränderungen. Immer wieder neu anfangen, immer alles neu (kennen-)lernen, das ist anstrengend. Also bin ich eine Person geworden die sich nicht so gern grundlegend verändert und gern immer vorher weiß was wann wie passiert. Ich weiß spontan ist anders, aber spontan ist was für Leute die nicht wie ich fast zehn Schulwechsel und noch mehr Umzüge hinter sich haben. Schon als Teenager wünschte ich mir ein ruhiges, planbares und beständiges Leben, das gab es aber nicht, aber jetzt entscheide ich über mein Leben. So lebe ich jetzt schon sechs Jahre in meiner Wohnung und arbeite seit drei Jahren für den gleichen Arbeitgeber, auch wenn vieles dabei nicht ideal läuft oder lief. Ruhig hier, nix los und das ist gut so, ich brauche Ruhe. Wer hätte gedacht, dass über ein Jahr Corona dazu führt, dass ich noch mehr zu Hause bleiben muss, weil ich so erschöpft bin vom zu Hause bleiben. Gestern tatsächlich einen neuen Impftermin bekommen für Mitte Juli, ist mir ganz recht, dass es noch dauert, bis dahin kann ich mich noch erholen und meine Ärzte mich untersuchen. Urlaub hatte ich dieses Jahr eh erst im September eingeplant, bis dahin sollten mein Mann und ich durchgeimpft sein. Auf in den Tag, aktuell alles stabil, dann bleibend wir doch mal bei 2Pac:

Streit, Herzprobleme, Rente und woanders

Guten Morgen, gestern wieder Streit, den ich angezettelt habe. Ich will meine Ruhe. Denn gestern Morgen teilte mir meine Hausärztin mit, dass sie mir kein Gesundheitszeugnis für die Adoption ausstellt, wenn ich nicht zum Kardiologen gehe. Ich habe aber Angst vor dem Kardiologen, meine Mutter hatte Herzprobleme und mein Stiefopa ist daran gestorben. Außerdem ist bekannt, dass es schnell mal zur Herzschwäche oder schlimmeren durch Neuroleptika kommt. Dazu war gestern durchgehend mein Herzschlag viel zu schnell, erst abends senkte es sich ein wenig. Habe jetzt einen Termin beim Kardiologen im Juni, denn sterben ist dann doch keine Option. Vielleicht alles zu viel gerade, aber etwas zu schnell ist mein Herz schon ne Weile. Wie gut, dass ich krankgeschrieben bin, mein Gefühl sagt mir sonst ist ein Herzinfarkt nicht weit. Er war mittags als ich ihm das mitteilte sehr besorgt und rief sogar an, aber abends war er dann wieder egoistisch wie immer. Ich finde es ergibt keinen Sinn soziales Verhalten immer und immer wieder einzufordern, entweder sind die Leute sozial oder auch nicht. Wohnung gestern abends aufgeteilt, er in einem Zimmer, ich in einem Zimmer, so ging es irgendwie. Heute schon etwas ruhiger und weniger dramatisch drauf, aber meine Ruhe will ich immer noch. Jetzt ist er weg, arbeiten, sehr gut, nur leider kommt er durch den Frühdienst auch früh nach Hause. Das Konto sieht mies aus, denn auch die letzten Abbuchungen des Monats wurden gebucht, das Gehalt ist noch nicht da. Die nächsten Wochen werde ich wohl versuchen gar nichts mehr einzukaufen, ich habe genug Vorräte und er bringt ja auch noch Lebensmittel mit. Ich muss dringend die letzte Kochbox kochen, sonst kann ich das wegwerfen. Lebensmittelrettung scheint jetzt wohl mein Thema zu sein. Vermisse den Vater, den habe ich gestern nach dem Termin mit der Hausärztin angerufen und meine Sorgen und Befürchtungen geteilt. Er meinte, dass er nicht an einen nahen Tod glaubt, weil ich dazu zu fit bin, trotz schnellen Herzschlag. Er kennt das genau von seinem Vater, der mit Herzschwäche am Schluss kaum mehr etwas allein machen konnte. Das hat mich etwas beruhigt, dass ich jetzt einen Termin beim Arzt habe zeigt aber meine Angst. Die Woche endlich die restlichen Unterlagen zur Klärung meines Versicherungsverlaufes bei der Rentenversicherung eingereicht, wer weiß, ob ich die Rente bald brauche. Erstaunlich fand ich aber, dass die Schulzeugnisse aus den 90ern von mir sehen wollten, warum auch immer. Versuche die mögliche Rentenberechnung von mir zu verstehen sind gescheitert, es ist eine sehr trockene Materie mit zu vielen Regeln mit Wenn und Aber. Da muss ich den Spezialisten von der Rentenversicherung wohl einfach glauben, ohne es selber zu verstehen. Es wird also eine Überraschung was die meinen, was ich kriegen kann. Sollte ich wieder schwer erkranken, werde ich nämlich nicht wieder kämpfen, dann gebe ich auf und versuche mit der Rente irgendwo einen schönen Platz zum Leben zu finden. Ein schöner Platz zum Leben wird aber wahrscheinlich nicht Berlin sein, vielleicht noch nicht mal Deutschland. Dieses ständige Kämpfen, dieser ständige Wettbewerb mit mies gelaunten Leuten bei beschissenen Wetter, das ist für mich kein schönes Leben. Ein grauer Tag grüßt, ich verpasse da draußen nichts, aber werde wohl einen kurzen Tagesausflug machen, den ganzen Tag in der Wohnung sitzen ist auch nicht förderlich, ich bin schon viel zu lange hier. Auf in den Tag oder erstmal zurück ins Bett, es ist zu früh um irgendwas zu machen.

Baulärm, gekocht und unter Psychos

Guten Morgen, gestern blieb es ruhig hier. Der Nachbar macht immer noch Baulärm aber viel leiser und wenn nicht leise, dann sehr kurz. Der Mann scheint ein echtes Aggressionsproblem zu haben, das er mit Baumaschinen auslebt. Versuche hier keine Angst zu haben, gestern versucht so leise wie möglich zu sein, aber das kann auch keine Lösung sein, ich darf hier auch wohnen und auch zu hören sein. Heute Pizzatag mit dem Vater aber ohne Hund, wegen des Psychopathen. Fühle mich zwischendurch schlecht, weil ich will das sie ausziehen, aber das hier ist nervlich eine viel zu große Belastung, es heißt also er oder ich und ich habe mich für mich entschieden. Es ist nicht meine Schuld, dass er wegen des Hundes ausrastete und brüllend vor der Tür stand und auch nicht meine Schuld, dass er die eigene Wohnung danach zerstört hat. Er findet die Situation mit dem Nachbar auch belastend, bei jedem Geräusch, das wir hier machen, müssen wir damit rechnen, dass er ausrastet. Vielleicht heute einkaufen, aber ich fühle mich derzeit unsicher in der Gegend, auch wenn es draußen genug Zeugen gibt. Gekocht gestern asiatisch mit viel Gemüse, Huhn und Kokosreis. Urlaub ist das alles bisher nicht, ich wollte doch entspannen und jetzt bin ich genau das Gegenteil wegen des Nachbars. Ich habe keinen Bock Seelenretterin im eigenen Haus zu spielen, hier habe ich Feierabend, weil das hier privat ist. Gut ist, dass mein Mann gerade meinen Essensplan beeinflusst, ich esse jetzt mehr Eier, Avocado, Banane und Fisch. Geschlafen ganz passabel, leider werde ich immer gegen 6 wach, weil die Nachbarin da aufsteht. Aber wieder hingelegt. Mache jetzt öfter Strechübungen, gegen die ganzen Krämpfe, leider habe ich vereinzelt auch wieder Mundkrämpfe. Gestern mit dem Freund telefoniert der abgesetzt hat, er wird wohl wieder ein Medikament ansetzen. Der Kaffee schmeckt und ich suche meine Entspannung, mein zu Hause ist mir eigentlich heilig, aber der Nachbar scheint wenig gläubig zu sein. Auf in den Tag, ich dachte ich bin hier der Psycho, aber weit gefehlt, die beiden da untern schießen jeden Vogel ab.

Höllen-Nachbar, Coaching und Allergie

Guten Morgen, endlich mal wieder gut geschlafen. Gestern war hier die Hölle los, der Nachbar ist völlig durchgedreht und hat stundenlang ohrenbetäubend Lärm gemacht und gegen seine Decke geklopft. Arbeiten dabei unmöglich, denn jede Bewegung des Hundes in unserer Wohnung animierte ihn noch lauter zu werden. Das sein Krach gegen das Tapsen eines Hundes deutlich lauter war interessierte ihn nicht. Ich saß hier, konnte nicht arbeiten und hatte Angst. Ein Versuch beim SpDi anzurufen, aber da geht keiner ran und rausfahren tun die auch nicht mehr, die sozialpsychiatrischen Dienste in Berlin sind überlastet. Dann bei der Hausverwaltung angerufen, die waren sehr interessiert, empfahlen aber ich möge es erst mit unserem Hausmeister versuchen, der wäre groß und kräftig und würde ihn gut kennen. Gesagt getan, der nette Hausmeister hat dann bei ihm geklingelt und sofort war Ruhe im Karton. Nebenbei erfahren, dass er gar nicht Mieter ist, sondern seine Freundin und ihr rechtlicher Betreuer. Das die beiden nen Dachschaden haben wusste ich schon länger, aber dass der so groß ist, dass muss ich erstmal verdauen. Ich bin immer gegen die Diskriminierung von seelisch kranken Menschen, auch auf den Wohnungsmarkt, aber wer möchte solche Nachbarn haben? Sogar ich möchte das nicht. Fühle mich jetzt in meiner Wohnung nicht mehr 100 % sicher, habe Angst ihn zu treffen, sich darauf zu verlassen, dass die Polizei im Zweifelsfall schnell genug da ist, darauf verlasse ich mich lieber nicht. Er lässt eine Entschuldigung ausrichten, das glaube ich nicht wirklich, ich glaube er hat ein wenig zu viel konsumiert und ist gerade psychotisch. Zum Glück sind seine Kinder gerade nicht da, da bleibt denen das erspart. Ein Lärmprotokoll wird trotzdem geführt, aber erst ab heute. Ich will doch eigentlich nur Friede hier. Er hatte gestern lange Schicht, heute wieder, alleine mache ich die Tür hier nicht mehr auf. Nasenspray nehmen ist gerade Pflicht, die Birke macht mich sonst fertig. Gestern richtig lange im Wald gelaufen, ohne Pause, mein Bein wird immer besser. Gestern das Coaching ist ausgefallen, wenn 3 von 5 Teilnehmer daneben sind, ergibt es keinen Sinn. Im Angebot waren Migräne, Partner ins Krankenhaus gebracht und vom Nachbarn bedroht. Schöne neue Corona Zeit. Konnte gestern nicht mehr arbeiten, es war einfach zu laut und stressig hier mit den Nachbarn, also muss ich schauen diese Unterstunden wieder hereinzukriegen. Keine Ahnung wie es weiter gehen soll, ich mache dann mal weiter und hoffe das Beste oder auf die Polizei.

Hund, Nachbarschaftsstreit und anderes

Guten Morgen, ne eigentlich gar nicht gut. Kaum geschlafen wegen Hund und vor allem Nachbar. Der Nachbar stand gestern schreiend vor der Tür und meinte, dass das Kratzen des Hundes auf meinen Fußboden ihn davon abgehalten hätte im Homeoffice zu arbeiten und/oder zu schlafen. Welches Homeoffice? Jeder weiß, dass diese Familie seit Jahren von Hartz IV lebt, obwohl sie jung und gesund sind. Jeder weiß, dass diese Familie hier seit Jahren sehr viel Krach macht. Hat der nen Dachschaden, dass er wegen insgesamt vielleicht 30 Minuten Kratzen und von mir aus einer schlaflosen Nacht vor meiner Tür steht? Ich hatte sehr viele schlaflose Nächte mit denen, denn sie haben zwei kleine Jungen aufgezogen, sie haben ständig Party gemacht, ja auch gern unter der Woche bis 3 Uhr morgens, wenn ich arbeiten musste und dann nicht zum Schlafen kam. Ich habe mich nie bei Ihnen beschwert oder die Polizei gerufen, aber der beschwert sich jetzt, wenn der Hund alle paar Wochen oder Monate 1-2 Tage hier ist? Gehts noch? Er hat mir gestern sehr viel Angst gemacht mit seiner Schreierei und sein Facebook-Motto: „Lade, ziele, schieße“ macht es auch nicht besser. Ich werde dann spontan nicht mehr meine Wohnungstür öffnen und selbstverständlich keine Pakete für die entgegennehmen. Außerdem habe ich beschlossen, ab sofort ein Lärm-Protokoll zu führen. Gestern gab es von dieser Familie Techno-Musik mit harten Bässen und stundenlange Bauarbeiten. Der Krieg ist eröffnet, ich kann im Gegensatz zu ihnen meine Wohnung nicht so leicht verlieren. Ich hasse es die Polizei zu rufen, aber ein böser Brief an die Hausverwaltung geht schon. Allerdings wird das dann sicher dazu führen, dass er mich hier noch richtig bedroht, aber es kann doch nicht sein, dass ich hier zu machen und zu erdulden habe, was der gerade will. Der Hund wird heute Abend wieder abgeholt, dann kriegt er seine Ruhe, ich vermute, er selber glaubt an die Monster, denn ihre Kinder wohnen hier gerade gar nicht, wahrscheinlich weil es ihnen bei Oma besser gefällt, dort werden sie vielleicht nicht jeden Tag angeschrien und müssen bei Techno-Musik in einer Wolke von Alkohol und Gras sitzen. Ich hoffe die ziehen bald aus, ich vermute aber freiwillig gehen die nirgendwo hin. Erstmal alles verdauen. Heute Homeoffice für mich mit Team-Coaching, ich bin gespannt, aber auch sehr müde und gestresst. Gegessen gestern Reste-Nudeln und Burger, er hat dann nach seiner Schicht noch Yams mit Eiersoße gemacht. Urlaub, ich brauche Urlaub, allerdings Urlaub mit diesem Nachbarn in Hörweite? Aktuell richtiges Aprilwetter, gestern alles dabei: Sonnenschein, Regen, Schnee, Sonnenschein. Mal sehen, ob ich es auch heute für eine Stunde in den Wald schaffe, meine Kondition beim Laufen ist wieder besser geworden, ich brauche nicht ständig Pausen. Der Wadenkrampf wird seit den Vitaminen auch besser. Heute keine Termine gemacht, sehr schlau wie sich jetzt herausstellt. Habe zu wenig geschlafen und bin zu sehr mit dem Hund und Nachbarn beschäftigt. Aber den Rest der Woche habe ich viele Termine. Auf in den Tag oder besser raus mit dem Hund, ich hoffe, ich begegne ihm nicht.