Berliner Busse, Corona, krank und Freude

Guten Morgen, langsam wird es gruselig, man darf in die Berliner Busse nicht mehr vorne einsteigen, Großveranstaltungen wurden abgesagt und jetzt hat auch mein Arbeitgeber beschlossen, dass es bei uns Einschränkungen gibt. Die Kollegin ist krank, aber ich hoffe nicht Corona, also stehe ich heute und morgen allein auf dem Feld. Der Freund kam gestern mit einem deformierten Gesicht und Schmerzen hier an, der Zahn wurde operiert und ist jetzt tot, denn was meine Zahnärztin mit ihm anstellen wollte war zu teuer. Ich hoffe, er erholt sich schnell, ich kann mich noch gut an meine Zahnschmerzen vor ein paar Monaten erinnern und möchte nicht tauschen. Gut, dann habe ich heute meine Ruhe im Büro, ist ja auch was, wenn ich dann mit dem Corona Bus durch die Stadt bin. Musste feststellen, dass ich es nicht witzig finde, wenn im Bus um mich herum gehustet und geniest wird, auch wenn ich eine Quarantäne zu Hause sicher besser vertrage als andere. Der Kaffee schmeckt und ich habe heute 8 Stunden geschlafen, trotz ihm hier. Gestern viele Beratungen gemacht, der Tag ging schnell vorbei und ich habe wieder etwas Freude bei der Arbeit gespürt, es wird schon alles wieder werden, weitermachen und bloß nicht panisch werden.

Schlaf, Labbertag, Lotto, Pizza und Valentinstag

Guten Morgen, wer ständig wach um acht ist, der muss einfach um spätestens Mitternacht schlafen. So geschehen gestern, denn ich brauche dringend Schlaf. Arbeit gestern an die Kollegin weitergeben, kann nicht sein, dass wir zu dritt sind, aber ich 5 von 6 Tagen die Verantwortliche bin. Jetzt bleiben mir 3 Tage, immer noch mehr als die Kolleginnen. Gestern großer Labbertag und es gab viel zu bereden, sehr anstrengend, besonders wenn Tränen dazu kommen. Gestern abends nur schnell gekocht und Wäsche gewaschen, mehr nicht, ich brauche gerade kein „Mehr“. Heute wieder Beratungen, mal sehen wie es wird, gestern fühlte ich mich kurzzeitig wie ein totaler Versager, was die Arbeit angeht. Ich bin mittlerweile ein dummes Lotto-Schaf geworden, ich gebe Geld aus für die Hoffnung auf einen Gewinn, aber ich gewinne nie oder wenn den Einsatz. Ziemlicher Schwachsinn Geld auszugeben für eine minimale Gewinnchance, das Geld Obdachlosen zu schenken wäre sinnvoller. Das Büro wird heute voll, sehr unangenehm, das Büro ist einfach zu klein, wenn alle sich entscheiden gleichzeitig zu kommen. Heute Abend Pizza mit dem Vater und Hund, ich habe mich von der anstrengenden Hundewoche noch nicht erholt. Auf so ein Fellmonster aufpassen, ist halt doch nicht ohne. Morgen Valentinstag, ich habe ihn verpflichtet vorbeizukommen, um mich zu umarmen und zu küssen, mehr erwarte ich nicht, aber das muss schon sein. Auf in den Tag ein blauer Himmel grüßt und ich sehe auch etwas Sonnenschein, weitermachen.

Frei, Schlüssel, Schönefeld und Gespräch

Guten Morgen, viel zu früh für einen freien Tag, aber wach ist wach. Kurze Nacht, aber ohne Störungen, heute kein Graben, kein Kotzen. Die Hundesitterin hat den Schlüssel zurückgegeben, sehr gut, es ist nämlich sein Schlüssel und ihm kurz nach dem Auszug die Schlüssel wegzunehmen, empfinde ich als falsches Signal. Gestern endlich ein ruhigerer Tag für mich, nur eine Beratung, die zweite fiel aus und endlich Zeit Beratungen per Mail abzuarbeiten. Erleichterung, es ist nämlich nicht angenehm, zu wissen, dass da immer Leute auf Antwort warten, aber man kommt nicht dazu. Ich hoffe, er ist von seiner Nachtschicht sicher nach Hause gekommen und schläft jetzt. Einen schwarzen Mann nachts allein in Schönefeld rumrennen zu lassen, halte ich für riskant. Die Ehrenamtliche wünscht ein Dreier Gespräch mit der Projektleitung, ich vermute, weil ich auf ihre Entschuldigungen nicht reagiert habe und sie sich jetzt Sorgen macht. Diese Woche war eine Antwort an sie, aber einfach keine Priorität, ich will keinen Krieg gegen sie führen. Morgen wird der Hund wieder abgeholt, wahrscheinlich werde ich ihn vermissen, aber gleichzeitig erleichtert sein. Heute nichts groß vor, einkaufen und ein langer Spaziergang mit dem Hund im Wald ist geplant, mehr nicht. Der Hund liegt wärmend auf meinem nackten Fuß und schnarcht, ich würde gern auch soviel schlafen wie er. Auf in den Tag, auf in mein langes Wochenende, alles gut.

Frühdienst, Verstopfung und Selbstbewusstsein

Guten Tag, dunkel ist es und die Autos rauschen, der Kaffee steht bereit und die Kippe brennt. Alles ok so weit, keine Ahnung warum es ist immer wieder nötig ist, dass ich nach dem Spätdienst Frühdienst habe. Gestern 2 Beratungen, aber mir ging es nicht sonderlich, irgendwie war mir die ganze Zeit schlecht. Abends wurde es dann besser, aber ich kam zu einem immer noch schlecht gelaunten Mann nach Hause. Ich fragte mich dann, ob er sauer auf mich ist, denn das geht schon seit Tagen, aber wie sich dann klärte, hatte er einfach tagelang Verstopfung und war deswegen mies gelaunt. Schön, dass nicht immer alle Dinge mit mir zu tun haben. Irgendwie kann ich es derzeit noch nicht fassen, dass ich wieder jeden Tag arbeiten muss, das Herumgammeln zwischen den Jahren war auch ganz schön. Brötchen warten, die Dusche, der Bus und das Büro, aber ich würde mich für den Moment gerne verstecken. Diese Woche wieder Pizzaabend und Sonntag mit dem Vater, er ist wieder da und hat Zeit, obwohl er mit einer Frau am flirten ist. Mein Selbstbewusstsein wächst derzeit, komisch dann mitzubekommen, dass die eine Kollegin mich nach 1,5 Jahren immer noch so behandelt, als wäre ich der Azubi. Bisher hat mich das nicht gestört, aber gestern ist es mir aufgestoßen, auch wenn sie es sicher gut gemeint hat. Heute fühle ich mich schon besser, ist auch nötig, denn heute werden wir stundenlang zusammen sitzen und reden, das ist anstrengender als zu beraten. Auf in den Tag, immerhin früh frei nach Frühdienst.

Streit, destruktiv, Kollegin und Zukunft

Guten Morgen, nein eigentlich ist es gerade nicht gut, wir haben uns gestritten. Da hat er mir gestern noch ein schönes Nikolaus-Geschenk mit Blumen, Kerzen und Schokolade gemacht und auch abends verstanden wir uns gut, bis er dann die Frage nach der Zukunft stellte und ich mich bedrängt fühlte, dass er vielleicht über Hochzeit sprechen möchte. Wollte er aber gar nicht, aber dadurch kam meine Befürchtung auf den Tisch, dass er vielleicht nur wegen der Papiere mit mir zusammen ist. Er war schwer beleidigt, in seinen Stolz gekränkt, unterstellte mir Rassismus und destruktives Denken und Handeln. Den Abend habe ich damit zerstört, vielleicht auch mehr. Er schläft auf dem Sofa und er hat beteuert schnellstmöglich auszuziehen, das wollte ich eigentlich nicht. Keine Ahnung wie es weitergeht, für den Moment könnte ich heulen, aber es heißt wohl abwarten. Auf Arbeit gestern alles ok, Beratungen gemacht und mit der Kollegin gut verstanden. Viel zu früh wach und zu wenig geschlafen, unsere Diskussion ging noch bis 2 Uhr morgens. Heute Tag 6 der 6-Tage-Woche, ich brauche dringend eine Pause, ich will einfach nur meine Ruhe und ausreichend Schlaf, mehr nicht. Der Kaffee schmeckt und ich sitze im Schlafzimmer im Bett, komische Welt, ich wollte seinen Stolz nicht untergraben, aber das alles geht mir zu schnell, wir kennen uns noch kein halbes Jahr und leben schon seit Monaten zusammen. Ich weiß eine Frau in meinem Alter sollte sich freuen noch  endlich jemanden gefunden zu haben, ich habe aber immer noch Schiss vor einer ernsthaften, vielleicht unendlichen Beziehung und suche nach anderen Motiven als Liebe. Heute werde ich nur kurz arbeiten und weiß nicht wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll. Eigentlich wollten wir morgen was zusammen unternehmen, einen Tag, wo wir mal beide freihaben. Auf in den Tag und abwarten was passiert.

Früh, Ohr, Weihnachtsfeier und Bestelllaune

Guten Morgen, früh ins Bett, früh aus dem Bett. Gestern hatte ich auf dem rechten Ohr Probleme, es fühlte und hörte sich an, als hätte ich gerade einen Flug hinter mir. Zum Glück ist jetzt wieder alles in Ordnung. Er kam spät von Arbeit und musste trotzdem heute vor mir raus, denn die Uni wartet. Meine Weihnachtsfeier war ganz ok, keine Dramen und auch kein zu langes oder gar besoffenes zusammen hängen. Trotzdem war der Tag lang von 9 bis fast 18 Uhr auf Arbeit zu sein, ist dann doch nicht so mein Geschmack. Heute wieder früh zur Arbeit, aber auch früher gehen, Tag 4 der 6-Tage-Woche. Heute mache ich doch wieder einen Versuch für uns zu kochen, ich gehe auf Nummer sicher, es gibt Hähnchenschenkel mit Reis, das mag er auch. Das Konto sieht mies aus, aber ich war in Bestelllaune, selbst schuld. Im Büro gibt es jetzt noch genug zu essen von der Weihnachtsfeier, heute sollte ich da nicht verhungern. Heute viel zu tun, 3 Beratungen warten, mal sehen wie ich mich schlage. Die Vögel piepsen und draußen ist es grau mit einem einzelnen Sonnenstrahl, alles wird gut, die Zukunft gehört uns.

Private Zeit, Termine, Netbook und zusammenleben

Moin, ganz gut allein geschlafen, komischerweise ist morgens, wenn ich allein geschlafen habe, mein Blutdruck viel geringer als, wenn wir das Bett teilen. Kaffee gekocht und ihn geweckt, er sagte was von „your private time“ und ging sofort ins Schlafzimmer, um mich hier mit dem Laptop allein zu lassen. Danke! Heute kaum Termine für mich, aber ich werde schon was zu tun finden. Mein Wochenziel von 10 Beratungen die Woche, habe ich bereits erreicht, in 3 Tagen. Gestern zu spät auf Arbeit gewesen und weil alle Rechner schon besetzt waren, an einem 10 Zoll Netbook arbeiten müssen, eine Zumutung und nicht nur, weil das Netbook erstmal eine halbe Stunde mit Updates beschäftigt war. Ich hoffe wir schaffen zum nächsten Jahr neue Rechner an, wir sind jetzt mehr Leute, da brauchen wir mehr Rechner. Heute letzter Arbeitstag die Woche, weil die nächste Arbeitswoche 6 Tage für mich haben wird. Der November ist kacke, viel zu wenig Licht, ich komme mit Regen und Kälte klar, aber Licht brauche ich schon, kann doch nicht sein, das es um 16 Uhr bereits dunkel wird und um 17 Uhr zappenduster ist. Der Tag ruft, ich bin gespannt was heute passiert, er muss wieder arbeiten und sitzt nicht zu Hause an seinen Hausaufgaben für die Uni. Gestern hat er so gekocht, dass sogar ich es mochte, ich glaube wir spielen uns als Paar gerade ein, es klappt immer besser mit dem zusammenleben, ungewöhnlich für mich, aber ich denke alles eine Frage der Zeit.