Marathon, Gemüsedöner, Lager, Sitten und keine Egoisten

Guten Morgen, viel zu früh wach, aber die Nachbarin über mir läuft Marathon in ihrer Wohnung. Keine Ahnung wo man Samstag früh um 6 hin muss, aber Sie rennt und rennt und findet anscheinend den Ausweg aus ihrer Wohnung nicht. Gestern auf dem Heimweg einen extra Umweg gefahren, um einen Gemüsedöner zu kriegen. War lecker und genauso lecker wie bei Mustafa, nur ohne Schlange. Im Büro war es ok, eine Beratung einer Angehörigen, Datensicherung, anlernen des Azubis, bloß selber keinen Stress machen. Der Kaffee schmeckt und es ist noch dunkel, ich muss aber heute früh arbeiten, weil ich auch früh frei brauche, um danach ins Lager zu fahren, um das Problem: „Vater will, dass ich Lager räume, aber gleichzeitig stellt er alles so zu, dass ich an nichts herankomme“ zu lösen. Mit dem Mann weiter gestritten, ich könnte auch schweigen. Nach der Arbeit noch geschlafen, ich vermisse mein Mittagsschläfchen aus dem Homeoffice. Schlaf ist so wichtig für meine Stabilität, besonders jetzt. Stress und kein Schlaf, das geht nicht lange gut. Der Countdown zu meinem Geburtstag läuft ab, die große 45 droht, nicht mehr lange zu einem halben Jahrhundert. War nie mein Plan so alt zu werden, was aber auch am evangelischen Glaubensansatz liegt, dass das Leben leiden ist und die Erlösung/die Belohnung erst im Himmel kommt. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Mutter im Himmel ist, sie war beides gut und schlecht, die Erinnerungen des kleinen Mädchens, das ich war, waren aber überwiegend schlecht. Schläge, Vernachlässigung, emotionaler Missbrauch, nur um nur die Top 3 zu nennen. Ja, das waren noch die lustigen 70er und 80er, wo es noch keine Helikopter-Eltern gab. Keine Ahnung wie die Generationen davor ihre Kindheit überlebt haben, denn da waren die Sitten noch rauer.

Anderes Thema, wir haben 2021, eine Zahl die immer noch beeindruckend ist, gestern über Amazon aufgeregt: „Paket wurde einem Hausbewohner übergeben“ aber kein Hinweis darauf, welcher Nachbar. Ich klingel doch jetzt nicht bei jedem Nachbarn auf Verdacht. Besonders bei denen unten möchte ich echt nicht klingeln. Die Bude sieht mies aus, keine Zeit zu putzen, wann auch und mit welcher Kraft? Mache nur das Nötigste, wie Müll wegbringen und Abwasch in die Spülmaschine räumen. Schlafe derzeit wieder wie ein kleines Mädchen, nur Größen angepasst, heißt: ich in der Mitte eines großen Bettes mit zwei großen Decken und ganz vielen Kissen. Gibt irgendwie Geborgenheit. Der Mann kommt heute noch vorbei, mal sehen, wie das wird, große Sehnsucht habe ich gerade nicht. Ich brauche keine ausgeprägten Egoisten in meinem Leben. Der Bruder schickte gestern Musik, dieses Mal ein Volltreffer für mich, gute Musik und noch besserer Text:

Danke Bruder!

Bett, keine Krankenschwester, Zahn und nächste Woche

Guten Morgen, passable Nacht mit 7 Stunden, aber vielleicht werde ich im Laufe des Tages noch nachlegen. Irgendwie habe ich gerade den Anspruch, dass gesamte Bett für mich allein haben zu wollen. Aber er war gestern beim Arzt wegen seinen Finger und ist jetzt krankgeschrieben. Männer, kein Bruch, keine Prellung, einfach nur ein gequetschter leicht blutender Finger und er macht hier auf Voll-Invalide. Also war ich gestern einkaufen, ich gestern kochen, denn der Mann ist ja sterbenskrank. Dass ich, glaube ich, viel kränker bin, sieht er nicht. Tja damit ist der Göttergatte jetzt ständig hier bis nächste Woche, bisher halte ich es aus. Dass ich aber seine Krankenschwester bin, davon habe ich mich gerade distanziert. Das Gehalt ist da, immerhin, die Zahlung vom Finanzamt wäre interessanter, aber die rühren sich nicht und wie ich las, kann man da auch sechs Monate nichts machen. Viel geschlafen gestern, wir nutzten das Bett jetzt im Schichtdienst, er schläft, ich schlafe, im Wechsel. Der Kaffee schmeckt und ich hatte einen Traum von einem verlorenen Backenzahn, war ich froh, dass der noch da war als ich erwachte. Er war jetzt beleidigt, weil ich ihm mitgeteilt habe, dass ich trotzdem erwartet, dass er heute Wasser kauft. Ich habe gestern beim Einkaufen schwer genug geschleppt, danach musste ich erstmal zwei Stunden Schlafen vor Erschöpfung. Der Termin beim Kardiologen steht, aber mein Herzschlag hat sich wieder beruhigt. Gestern keine Moussaka, sondern asiatisch gekocht, damit es ihm auch schmeckt, den schwerkranken^^ Mann. Der unbekannte Nachbar hat sich sehr gefreut über den Spargel und einen Granatapfel gab es noch obendrauf. Heute aber keine Termine, kein Paket, keine Lieferung und einkaufen gehe ich auch nicht. Die Bude sieht immer noch schlimm aus, aber was soll ich machen? Ich weigere mich hier zu putzen, wenn er entspannt daneben sitzt. Dann putzt hier halt keiner. Graue Aussichten, ich denke, es wird wieder Regen geben. Die Vögel schweigen und die Straße rauscht. Gestern Sonderangebote mit Sparpunkten kombiniert, weniger als 40 Euro für einen Einkauf bezahlt der online sicher 50-60 Euro gekostet hätte. Es scheint so, also würde Netto versuchen seine Kunden hier zurückzugewinnen. Erstaunlicherweise waren gestern auch fast nur junge Menschen im Laden. Es gab ein Sonderangebot bei Eiern, es empfiehlt sich also zum Frühstück Eier zu essen, aber gerade bin ich nicht hungrig. Auf in den Tag oder wieder ins Bett, leider nicht allein, weil er ja „krank“ ist. Ich freue mich dann mal auf nächste Woche, wenn ich in Ruhe nur mich selbst ertragen muss.

Gute Nacht, Zahnarzt, Cola-Lacher und Fisch

Guten Morgen, wir haben es endlich geschafft: In einem Bett schlafen und trotzdem hatte jeder eine gute Nacht. Er ist jetzt auf zur Botschaft, ich glaube keine erfolgreiche Mission, aber warten wir ab. Ich erwarte eine Lieferung, angeblich vollständig, aber auch dieses Mal werde ich wohl nicht zählen, sondern dem Lieferanten vertrauen müssen. Heute Homeoffice, aber erst spät, viel zu früh wach. Der Zahnarzttermin gestern war der Horror, ich hatte Schmerzen und teuer ist es auch. Obendrauf hat sie ein Loch entdeckt, also darf ich nächste Woche nochmal da hin. Vielleicht sollte ich den Zahnarzt wechseln, aber finde mal einen guten. Hier im Haus ist irgendwas los, Krach den ganzen Tag und Abend, ich vermute handwerkliche Tätigkeiten, doch warum müssen sie im Hausflur stattfinden? Er würde gern den deutschen Führerschein machen, aber wir haben kein Geld und hat er keinen Job wird es noch enger. Gestern der Lacher des Abends eine gefrorene Cola vom Balkon, er wollte sie unbedingt trinken, doch schon beim Öffnen explodierte sie förmlich. Er stand dann in Cola geduscht da und wir lachten herzlich. Jetzt taue ich eine Cola auf, vor dem Öffnen, ich hoffe das wird nicht wieder so eine Katastrophe. Der Kaffee schmeckt, es ist immer noch bitterkalt bei Minusgraden, aber der Schnee verschwindet gerade. Die Vögel leben sich langsam auch im Wohnzimmer ein, der Stressvogel will einfach nur Aufmerksamkeit, spricht man mit ihm oder pfeift ihm was, ist er ruhig und antwortet. Die Waschmaschine läuft, den Haushalt so weit geordnet, Lieferung ist erfolgt und eingeräumt, was nun? Ein Vorsatz ist, jetzt mehr auf mein Vitamin D zu achten, bei seiner Vorliebe für Fisch leicht machbar, ich muss nur mitessen. Vielleicht lege ich mich wieder hin, ich glaube ich habe heute keine Lust Überstunden zu sammeln. Auf in das frisch bezogene Bett!

Geträumt, Pennerlook, Neu und Ohrwurm

Guten Morgen, endlich ein wirklich guter Morgen, genug geschlafen. Wirr geträumt, aber nicht bedrohlich. Er muss arbeiten, ich muss gar nichts und finde das gut so. Heute zwei Lieferungen, vielleicht vorher duschen, bin im Pennerlook, wobei es mir fern liegt Lieferanten beeindrucken zu wollen. Gestern fast nichts gemacht, gut den Müll rausgebracht, dann aber nichts mehr. Gekocht dann doch lieber Nudeln mit einer Pilz-Schinken-Rahmsoße. Der Kaffee schmeckt und ich blicke leicht müffelt entspannt um mich. Keine Frauenschmerzen mehr und schweigende Nachbarn. Es ist immer noch ungewöhnlich in unserem Schlafzimmer zu schlafen, jahrelang habe ich in einem sehr kleinen Zimmer mit kleinem Bett geschlafen und jetzt schlafe ich im großen Zimmer auf einer Fläche von 1,80 x 2,00 m. Er hat den Leitspruch: Neu ist besser! Na ja vielleicht manchmal zutreffend, generell stimme ich dem aber nicht zu. Eigentlich stehe ich sogar nicht auf Veränderung, das steht im totalen Gegensatz zu „Neu ist besser“. Mir reicht immer noch meine medikamentöse Umstellung, das macht viel mit meinem Körper und meiner Seele, immer noch. Aber gut 7 Jahre habe ich den viel zu starken Kram genommen, ein Körper und auch eine Seele braucht Zeit um sich zu erholen. Gestern keine Negative gescannt, dafür ferngesehen und kaum gechattet, sogar darauf habe ich gerade wenig Bock. Dieser Kommunikationsterror, beruflich wie privat. Ich kann gerade gut schweigen und gar nichts tun, doch Musik darf nicht fehlen, mein Ohrwurm zum Morgen:

Etappennacht, Demo, Hypochonder und graue Schläfen

Guten Morgen, eine Etappennacht liegt hinter mir, aber ich fühle mich erholt. Gestern tatsächlich 6 Stunden Arbeit durchgezogen, danach aber nicht mehr viel. Gekocht: Kotelett mit Brokkoli und Reibekuchen und dann abgegammelt. Gar nicht das Haus verlassen, noch nicht mal Müll weggebracht und besorgt über die Demo in Berlin gewesen. Macht gegen Corona sein, automatisch zum Nazi? Es scheint so, eine ungute Mischung. Heute nichts vor, gar nichts und das ist gut so, ich überlege wieder ins Bett zu gehen, irgendwie bin ich erschöpft nach meiner ersten Arbeitswoche nach dem Urlaub, aber immerhin habe ich sie ohne schwächeln durchgezogen. Morgen zur Ärztin, es gilt wieder hart zu verhandeln, so kann es nicht weitergehen, ohne Schlaf gibt es ganz andere Gefahren. Blutdruck und Puls ganz unten, darauf gibt es einen Kaffee. Ich habe Angst zum Hypochonder zu werden, aktuell spüre ich jeden Schmerz, jedes Zipperlein, als wäre das Ende nah. Aktuell also eher ungut wieder sehr viel zu empfinden. 24 Grad, der Tag grüßt grau, ich vermute das ist jetzt schon der Herbst, kein Altweibersommer für das alte Weib Nadine. Die Praktikantin trägt ihre grauen Schläfen voller Stolz, sieht gut bei ihr aus, keine Ahnung warum ich bei mir keine weißen Schläfen akzeptieren kann. Keine Ahnung was ich heute anstelle, am besten nicht soviel, aber Aufräumen wäre ganz gut, besonders Boden wischen schiebe ich schon eine Weile vor mir her. Auf in den Sonntag oder ab ins Bett, keiner will was und das ist gut so.

Blutdruckprofi, 48 Briefe, Kuchenräuber und Frühaufsteherin

Guten Morgen, mit Tee bewaffnet. Er ist da, aber schläft noch, als nutze ich die Chance trotz gemeinsamen Sonntag zu bloggen. Gestern bei der Apotheke gewesen und nun bin ich Bluthochdruck-Profi von der Ausstattung. Dank an die Hausärztin. Das wichtige Rezept der Psychiaterin kam nicht. Dafür hatte mein Schatz 48 Briefe im Briefkasten. Mein ganzes Leben hatte ich noch nie 48 Briefe an einem Tag, aber ich habe noch nie dauerhaft ohne Vertrag irgendwo gearbeitet und habe deswegen 48 einzelne Sozialversicherungsnachweise bekommen. Bisher fühle ich mich heute ganz gut, keine Migräne wie die letzten Tage, die Sonne scheint ein wenig durchs Grau, Mit einer Kollegin gechattet, meine Diskussion mit der Vorgesetzten am Donnerstag ist kein Einzelfall, es liegt also nicht nur an mir. Er ist ein Kuchenräuber geworden, ich hatte Kuchen gebacken, den er liebt und als er das letzte Mal gegangen ist packte er den ganzen Kuchen ein und fragte nur nebenbei, eher hinterher, den Kuchen kann ich doch mitnehmen?! Ich musste lachen, denn eigentlich hätte ich auch gern noch Kuchen gehabt, aber gut mein Schatz hat keinen Ofen und kann sich nicht selber Kuchen backen. Gestern quatschte er einen beträchtlichen Teil des Abends Deutsch mit mir, er spricht mittlerweile ganz gut, eine Unterhaltung auf Deutsch ist jetzt möglich mit ihm. Gut geschlafen gemeinsam im großen Bett, keine Probleme mehr mit dem Platz, er nannte das neue Bett auch schon den besten Platz zum Schlafen. Das freut mich alles, langsam kenne ich meinen Partner, das alles herauszufinden war nicht so einfach. Er wird heute noch arbeiten, ich werde wohl gar nichts machen und vielleicht baden gehen, wie die letzten Tage jeden Tag. Ich bin total verspannt und bräuchte eigentlich eine Massage. Ich genieße es keine Termine zu haben, ich will nicht durch die Straßen hetzten und mich hier und da medikamentös bedingt sehr seltsam fühlen. Zu Hause bin ich sicher und das Bett kann jederzeit bezogen werden, was es auch wird. Ätzend eine Frühaufsteherin zu sein und dabei Tee zu trinken von meinem alten Leben bleibt gerade nur die Zigarette. Alles wird gut, schon bald.

Schlaf, Dinge, Lampe, umsonst bestellen und langweilig

Guten Morgen, irgendwie ist das mit dem Schlaf seitdem neuen Medikament kacke. Ich schlafe zu wenig und auch nicht mehr durch. Was würde ich derzeit tun, um 8 Stunden am Stück zu schlafen, aber noch möchte ich dazu keine Pillen zum Einsatz bringen, wenn das so weiter geht, versuche ich vielleicht was Pflanzliches. Immerhin 7,5 Stunden mit Unterbrechungen heute, das ist eigentlich ok. Gestern der Dienst war auch ok, aber wie zu erwarten nicht sehr spannend, aber ich habe 6 Stunden durchgezogen. Heute zum Vater, wieder räumen, aber nicht sonderlich viel, keine Ahnung warum er es plötzlich so eilig hat, die Dinge meiner Mutter zu verdammen. Die neue gelbe Lampe hängt noch nicht, die Gardine ist noch nicht gekürzt, auch hier gibt es noch Dinge zu tun, aber vielleicht morgen. Der Kaffee schmeckt, die Kippe auch und ich habe noch reichlich Zeit bis zum Vater. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und was die Wohnung generell angeht habe ich fertig. Die Top 2 Wohlfühlgegenstände sind jetzt wohl das Bett mit den neuen Matratzen und die neue sehr bequeme Klobrille. Die Klobrille hat mit „Sitzplatz“ auch einen sehr schönen Namen, man sitzt hervorragend darauf. Mein Corona Klopapier ist aufgebraucht, jetzt gibt es wieder das günstige recycelte Papier und ich finde das plötzlich nicht mehr so toll. Es bleibt aber dabei, denn damit ich mir den Hintern abputzen kann, müssen keine Bäume gefällt werden. Dem Standesamt müsste ich schreiben, dass vielleicht heute. Nicht bei Amazon bestellen geht ganz gut, es gibt ja noch andere Online-Shops, die sogar günstiger sind. Aus meinem alten Leben kenne ich eigentlich alle Online-Shops und die Tricks dort günstig wegzukommen. Das ist allerdings auch der Grund warum ich bei einigen Shops eine zeitlang gesperrt war, weil ich früher beruflich mit Tricks zu oft für mich umsonst bestellt habe. Sonnenbrand habe ich vom Boot, auf dem Wasser knallt die Sonne halt doppelt so stark. Auf in den Tag, heute alles schön langweilig und das ist gut so.

Müde, Bootsfahrt, Fuß, Kleid und Homeoffice

Guten Morgen, immer noch müde, wieder zu wenig geschlafen. Die Bootsfahrt gestern war schön und auch das Wetter hat einigermaßen mitgespielt. Wir sind dann auch ganz nah an den Brüdern an der Elsenbrücke vorbei, ich wusste nicht, dass sie für die Bezirke Friedrichshain, Kreuzberg und Treptow stehen. Die Leute an Board waren überwiegend nett, aber es gab auch blöde Blicke, wegen seiner Hautfarbe. Blöd blicken kann ich aber auch und noch besser ignorieren. Seit gestern Probleme mit dem linken Fuß, es ist wohl der große Fuß zum Sommer. Zu Hause danach seine Leibspeise gegessen: Chicken-Wings, Süßkartoffelpommes und Salat. Heute Homeoffice, dabei gibt es heute nicht wirklich viel zu tun, also Arbeit suchen, ich werde schon finden. Der Kaffee schmeckt und heute tut der Fuß weniger weh, mein Schatz mag das neue Bett, er meinte er wird es vermissen und korrigierte sich dann gleich, dass er mich natürlich als Erstes vermissen wird und dann erst das Bett. Die Sonne scheint, heute keine Wolken in Sicht und hier ist es ruhig. Auch 14 Jahre später, bin ich immer noch die geheime Kleidträgerin, dabei lebe ich gar nicht mehr in Neukölln, wo die Männer aufdringlich werden, wenn sie ein Kleid sehen und auch sonst habe ich kaum mehr moslemische Freunde, wie in Teenagerjahren, die mir Kleidervorschriften machen. Aktuell tauchen viele meiner Hip-Hop-Freunde von früher auf Facebook auf, seltsam dieser Club der Ü40 Kinder. Auf in den Tag im Kleid und Fuß hochgelegt, zum Glück erwartet niemand eine Wanderung von mir.

Edit: Ganz vergessen, meine gelbe 60er-Jahre Lampe ist endlich angekommen, mit Hermes, nachdem DHL grandios versagt hat.

Früh, Homeoffice, Rassismus, Lampen und Zukunft

Guten Morgen, noch ziemlich verpeilt, er war gerade kurz nach der Nachtschicht da und ich bin damit zu früh wach. Meine Vögel singen ein Lied und der Kaffee schmeckt. Heute Homeoffice, aber ich vermute heute könnte was los sein. Falls nicht, die Paketboten werden für Abwechselung sorgen, denn meine Ebay Lampen und eine andere Bestellung sollten heute kommen. Mein Schatz hat sich auf meine alte Uni beworben, ich hoffe das klappt, ich vermute dieser teure Privathochschulabschluss denn er jetzt gerade macht, bringt ihm nicht viel. Gestern einigermaßen zu tun gehabt. Zwei alte Ratsuchende suchten den Kontakt und hatten Fragen und Bitten. Ich muss eine Gardine vor mein Schlafzimmer hängen, jeden Tag um 8 wach, ist nicht so optimal, wenn man erst gegen 1 oder 2 im Bett war. Heute Abend zum Vater, mal sehen wie es wird und ob er wieder mit Vorwürfen um die Ecke kommt. Wieder ein grauer Tag, ich hätte gern den Sommer zurück. Eine Laugenstange mit Sesam wartet und Kartoffelbrot. Müsste dringend staubsaugen und wischen, aber ich hatte keine Zeit dazu. Dass auch Berliner Polizisten rassistisch sind, habe ich jetzt schriftlich, es ist also nicht nur mein Bauchgefühl. Ich war wohl etwas naiv, mir einen Nigerianer anzulachen, mir war nicht klar, wie viele Probleme ich mir damit anlache. Es ist nicht nur die Hautfarbe, es sind so viele andere Dinge anders. Wir werden es aber trotzdem schaffen, auch wenn ich mir das alles einfacher vorgestellt hatte. Mein Bett ist immer noch wunderschön, das liegt auch an der Bettwäsche, bei Bettwäsche bin ich ein Snob und gebe viel Geld aus und ich finde, das lohnt sich auch. Mal sehen, ob ich die neuen Lampen selber montieren kann, eigentlich kann ich das und es wäre auch schön, wenn diese Veränderung sofort umgesetzt werden kann. Mein kleines Leben in Veränderung, für mich, für ihn, für die Zukunft.

Früh, Lattenrost, Keller, Balance und gelöste Probleme

Guten Morgen die Ruhe nach dem Sturm macht müde. Die letzten Tage deutlich früher ins Bett und früher wach. Alles so anstrengend gerade, da bleibe sogar ich nicht mehr bis 2 wach. Gestern kurz gearbeitet, neue Bettdecke bekommen, den Müll rausgebracht, den Keller aufgeräumt und dann bei Ebay inseriert. Wenn alles klappt, bin ich heute um 12 mein altes Lattenrost los. Dann habe ich mehr Platz zum Streichen und etwas Bargeld in der Tasche. Das alte Bett ist damit dann in vielen Schritten verschwunden, erst die Matratze in den Müll, das Bettgestell zurück zur alten Besitzerin, das Lattenrost verkauft und der alte Topper ist jetzt gewaschen und gelüftet und wird von ihm mitgenommen. Ich habe mich nebenbei um neue Bettlaken gekümmert, Dinge meiner Mutter sortiert, integriert oder im Keller gelagert und dabei noch Schätze im Keller gefunden: Ein gerahmtes und gemaltes Bild, das ich schon vergessen hatte und neu gekaufte Kartons, die ich gerade dringend gebrauchen kann. Der Abflussverschluss in der Küche ist wieder defekt und muss erneuert werden und ich will für mein blaues Schlafzimmer ein blaues Bild. Es ist seltsam ihre Sachen hier zu haben, aber ich weiß sie wäre über jedes Stück welches ich weiternutze glücklich. Zum Glück gefallen mir die meisten Dinge auch wirklich, sodass ich mich dabei nicht selber verrate ihr zuliebe. Es ist ein Balanceakt ihre Dinge zu integrieren, denn es darf nicht bedrückend werden. Auch wenn ich weiterhin meine Vorstellungen von einem schönen zu Hause umsetzte, ist da noch genug von ihr dabei. Heute das Zimmer zu Ende streichen und putzen und sortieren mit Musik wird das schon gehen. Der Familie in Nigeria geht es wieder besser, dort gab es ein Problem, das dank ihm endlich gelöst ist. Das heißt wir können jetzt endlich wieder entspannen und uns auf Berlin und uns konzentrieren. Gestern zweiten Teil eines meiner Lieblingsgerichte gegessen. Ich nenne es Matschepamp, es ist eine Mischung von Kartoffeln, Möhren und Kohlrabi mit Hackfleisch angebraten und mit Sahne verfeinert. Ich finde das schwer lecker, aber es sieht halt wie Matschepamp aus. Auf in meinen freien Tag, das Lattenrost muss bereitgestellt werden und da ein Fremder Teile meiner Wohnung sieht, vielleicht noch putzen bevor der kommt. Neues Leben, mein Leben, hoffentlich mit ihm als feste Größe.