Büro, Pizza, Rezepte, Krieg der Sterne, Fachwissen und Schnulze

Guten Morgen, ein grauer Tag grüßt. Gestern im Büro war ganz ok und die Pizza mit dem Vater danach auch. Heute noch mehr Termine vor Ort, der eigentlich beste Teil meines Jobs, Menschen von Angesicht zu Angesicht beraten und nicht per Internet. Der Vater meckerte an meinem Regal und witzelte, dass ich jetzt ähnlich wie die Mutter früher mit dem Vorrat auf die Zombieapokalypse vorbereitet bin. Ich sehe es eher als eine Geldanlage in Lebensmittel, denn alle meine Lebensmittel sind seit dem Kauf im Preis gestiegen. Der Hund freute sich auf ein Schweineohr und inhalierte es quasi, als der Vater gehen wollte, wollte der Hund dann zum wiederholten Mal hier bleiben und das nach unserem gemeinsamen Trauma hier. Die Planungen der Hochzeit des Vaters gehen weiter voran, ich bin immer noch dagegen, aber es ist sein Leben, nicht meins, obwohl das durchaus Auswirkungen auf mein Leben haben wird.

Der Mann versteht nicht, dass die Heizung im Haus abgestellt wurde, aber wer bitte heizt denn seine Wohnung, wenn draußen 30 Grad sind? Heute geht es zu Lidl, es gibt einen Gutschein, beim Sichten der Angebote auf diese Rezeptsammlung gestoßen, da werde ich mich im Laufe der nächsten Wochen mal durchkochen. Erinnert mich an die Aldidente Kochbücher, nur irgendwie etwas anspruchsvoller. Dass Putin Krieg der Sterne spielt, sehr bedenklich und dass jetzt Satelliten aus Versehen getroffen wurden, wer das glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Aktuell bekomme ich immer mehr Zusatzarbeit zu meiner eigentlichen Tätigkeit, der Fluch der Leute in meinem Bereich, die stabil scheinen und was auf den Kasten haben, es gibt mehr Anfragen als man gesund bewältigen kann. So nett und verlockend die Anfragen dann sind, man sollte zuerst an die eigene Gesundheit denken. Immerhin, es lockt auch zusätzliche Bezahlung, die ich aktuell gut gebrauchen kann. Ich denke, das wäre auch ein Notfallplan, falls mein Job nicht verlängert wird, solange mit meinem Fachwissen Vorträge und Schulungen veranstalten, bis das Wissen veraltet ist. Ich denke, 1-2 Jahre könnte ich damit weiter über die Runden kommen.

Die aktuellen Temperaturen zwingen mich auf Kleidersuche zu gehen, lange Hose und irgendein Oberteil, ist aktuell zu warm, aber ich habe nicht viele Alternativen im Schrank. Nackt gehen, ist aber in dieser Stadt immer noch tabu, wenn schon Brüste zu einem Polizeieinsatz führen. Egal, im Zweifelsfall mehr Deo auftragen und im Schatten bleiben, das Büro ist zum Glück kühl. Eine Schnulze im Ohr zum Morgen, ich wünsche einen schönen Tag:

Büro, Mutter, Hip-Hop, Entnazifizierung und Bus

Guten Morgen, das mit dem Schlaf wird wieder. Heute Nacht passabel. Gestern gar nicht draußen gewesen, aber mir war nicht danach. Gearbeitet, Küche geputzt und geschlafen. Heute Büro, mit ein paar Terminen, mal sehen, wie das wird. Käsespätzle mit Brokkoli gekocht und gegessen. Fernseher nervt weiter, also nur spät Nachrichten geschaut. Gerade etwas Sonnenschein, aber sehr verhalten. Das Küchenregal ist immer noch wunderbar, so sieht der gierige Hamster in mir, was ich alles schon als Vorrat habe und dann hält er schnell die Klappe. Aktuell ist mein Kopf so voll, dass ich nichts zu sagen habe, ja auch das kommt vor, tausend Geschichten und keine einzige auswählen können. Da lobe ich mir Kunden auf der Arbeit, die einfach nur Fachwissen abfragen und sonst nichts. Viele Gedanken an Mutti gerade, sie verschwindet und doch ist sehr da. 14 Jahre habe ich mit ihr zusammengelebt, meistens keine gute Zeit.

Auch die Erinnerungen an die Hip-Hop-Bewegung der Neunziger beschäftigen mich, sehr viel Trauma-Material, zum Bruch mit diesen Leuten kam es aber erst, als mein Ex erstochen wurde und ihn alle als Helden feierten, während ich da ganz andere Erinnerungen an ihn habe. Ich weiß, über Tote soll man nichts Schlechtes sagen, auch wenn es Arschlöcher waren, also habe ich gar nichts mehr dazu gesagt und mich von den Leuten entfernt, denn ihre Lobgesänge an ihn konnte ich dann auch nicht ertragen. Auch muss ich an Pia denken, eine Schulfreundin von mir, die damals die Mission hatte junge Männer, durch Liebe und Sex zu entnazifizieren. Ob das bei dem Anführer aus Lichtenrade tatsächlich funktioniert hat, weiß ich bis heute nicht. Es gab während ihrer Beziehung mit ihm aber keine weiteren Nachrichten über brennende Flüchtlingsheime in dieser Gegend und auch keine anderen Vorfälle.

Genug Vergangenheit, zurück zum jetzt, eine Krähe macht Krach hinterm Haus und ich bin mir nicht sicher, ob heute Pizzaabend mit dem Vater ist oder morgen. Noch genug Zeit mich fertig für das Büro zu machen, aber keine Lust auf die Busfahrt, hoffentlich ist es leer. 2022 und ich bin dabei, wer hätte das gedacht? Ich nicht. Versuchen wir es mit beruhigenden Klängen zum Morgen:

Fliege, Nachbar, Gasangriff, Ferse, Büro und weitermachen

Guten Morgen, gestern hat sich eine nervige Fliege hier eingeladen und sie ist heute immer noch da und stresst gerade gewaltig, sie fliegt mich ständig an. Nachmittags beim Mann gewesen, der jetzt endlich eine neue/gebrauchte Waschmaschine hat. Seine erste eigene Waschmaschine, ich erinnere mich an meine Glücksgefühle über die erste eigene Waschmaschine. Hat dann alles länger gedauert als geplant, aber noch pünktlich wieder zurück zur Arbeit zu Hause gewesen. Dann ein kleines Wunder, der aggro Nachbar hat mein riesiges IKEA Paket angenommen und machte nach dem Klingeln die Tür auf und war sehr freundlich und friedlich. Das war gut, nicht nur, weil ich jetzt mein Paket habe, sondern auch, weil meine Angst vor ihm abfiel. Jetzt habe ich alles, was ich für die Wohnung des Mannes haben wollte, also heute nach der Arbeit letzte Arbeiten in der Wohnung. Meine Wochenplanung ist diese Woche aber Mist, gestern Spätdienst, heute Frühdienst im Büro.

Abgesehen von sehr viel Polizei in der Gegend, gestern nichts weiter passiert, keine Demo, keine Auseinandersetzung, nur eine sehr gesprächige russisch sprechende Frau, setzte sich im Bus mir gegenüber und startete einen Gasangriff mit ihren Gedärmen. Da musste ich dann mal weg. Fremde Fürze sind doch nur bedingt angenehm. Meine Ferse ist immer noch nicht gut, aber sie heilt langsam, laufen ist aber immer noch eine Sache, die ich mit Vorsicht versuchen sollte. Sehr schön laufende Aufgaben an eine Frau mit temporärer Gehbehinderung geben. Versteht der Mann nicht, obwohl er die Ferse gesehen hat. Aber gut, anscheinend gibt es sonst niemanden, der ihn bei der Wohnung helfen kann. Für mich sind sogenannte Freunde, die einem aber nicht beim Umzug helfen, keine Freunde. Ja wer dein Freund ist oder nicht, siehst du, wenn du umziehst oder krank wirst. Von Vorratshaltung hält der Mann immer noch nichts, ich aber schon, also habe ich Vorräte im Rahmen meiner Möglichkeiten angeschleppt und liefern lassen. Er wird schon irgendwann sehen, wofür es gut ist. Gute Versorgungszeiten machen auch mal Pause und wenn es nur ist, weil man temporär pleite ist. Von Überlebenskampf hat er wohl wenig Ahnung.

Schön, dass sein Leben bisher so schön war. Ich habe heute einige Beratungen vor Ort, mal sehen, wie das wird, eigentlich liebe ich das. Ein bisschen Glücksgefühle auf der Arbeit kann ich gerade gut gebrauchen. Gekocht gestern gar nichts, nur Brötchen gegessen und später eine Frühlingsrolle. Ein grauer Tag grüßt, die Straße rauscht, wann kommt sie endlich, die sonnige Straße? Obwohl ich kann gerade eh nicht laufen, heilen ist auf einer sonnigen Straße aber sicher auch angenehmer. Weiter machen, von Stillstand ändert sich nichts, aber das ist auch langsam erlaubt.

Müde, Lebensmittel, Büro, äthiopische Kämpfer und Stress

Guten Morgen, noch nicht ganz wach und nicht so gute Nacht. Gestern ist nicht so viel passiert bei mir, total müde gewesen und vollständige Lebensmittel-Lieferung bekommen von einem Mann der nach Alkohol roch. Heute ein sehr früher Termin im Büro, keine Ahnung, warum ich diesen Termin vereinbart habe. Gekocht die Spinat-Gorgonzola-Soße und dazu dann Nudeln und Huhn. Heute Nacht hustend erwacht, das verdirbt sogar mir gerade die Lust auf das Rauchen. Zum nächsten ehemaligen Treffen eingeladen worden, dieses Mal von meiner Uni, darauf habe ich aber spontan so gar keine Lust. Heute Abend Wohnungsbesichtigung, es bleibt spannend, wobei sich meine Spannung eher auf den Zustand der Wohnung bezieht. Kaffee schmeckt gerade auch nicht so richtig, ich sollte es endlich sein lassen, bei meinem seltsamen Blutdruck. Jemand anderes will unbedingt die aktuelle Wohnung des Mannes haben, damit sollten sich dann doppelte Mieten vermeiden lassen.

Das Büro findet es sicher gut, wenn es mal wieder besucht wird, aktuell ist da wohl lange niemand gewesen, ich hoffe, der Briefkasten quellt nicht über. Keine Ahnung, warum ich mir immer die anstrengenden Dinge im Leben aussuche, bei uns in der Familie hieß es immer: „Einfach kann jeder!“. Aber ob das wirklich ein so schlauer Satz war? Sich ständig beweisen, dass man mehr als „einfach“ kann? Für mich klingt der Satz heute nach jugendlichen Größenwahnsinn. Heute denke ich: „Es darf auch mal einfach für mich sein.“ Ich habe oft genug im Leben bewiesen, dass ich mehr als einfach kann. Grau grüßt der Tag, die Straße rauscht, der Wellensittich singt, mein Hals rebelliert gegen das Rauchen. Der Mann fand es dann doch nicht so lustig, dass ich vielleicht wieder seinen Namen ablege. Lassen wir uns dazu nochmal beraten. Das Putin jetzt in Äthiopien rekrutiert, gar nicht witzig. Das erinnert mich doch sehr an Squid Game oder an den älteren Film: „Get rich or die tryin„. Aber wer ist wohl verantwortlich, dass die Äthiopier ihr Leben verkaufen für ein bisschen Geld? Wer hat sie in die Situation gebracht, dass sie dieses russische Angebot interessiert? Für mich ist die einzige Lösung ihnen ein besseres Angebot zu machen, z.B. eines wo die Überlebenschancen besser sind.

Zurück mit den Gedanken nach Berlin, keine Ahnung wer unsere Regierung zum Handeln bringen kann, wenn ich da morgens auf meinem Sofa drüber nachdenken kann, warum nicht die während ihrer Arbeitszeit? Meine Arbeitszeit beginnt dann auch bald, hoffentlich finde ich meine Freude an der Arbeit wieder, gerade bin ich immer noch sauer auf eine Kundin und abgeschreckt von anderen, aber ich erinnere mich, dass es da auch viele sehr nette Leute gab. Hoffen wir heute auf nette Leute und wenig Stress….

Rote Beete, Liste, Freundlichkeit und Schwäche und Musik

Guten Morgen, ganz ok geschlafen, aber nicht so gut drauf. Habe mich gestern auf der Arbeit geärgert und irgendwie hält das jetzt an. Immerhin geschafft zum Sanitätshaus zu gehen, um mir orthopädische Einlagen anfertigen zu lassen. Willkommen im Rentnerdasein. Abends noch telefoniert und gechattet. Gekocht, deftig, Rote-Bete-Kartoffelstampf ist zu empfehlen. Heute wieder Büro mit Kollegen, gerade keine Vorfreude dazu. Es ist immer schön, wenn Freundlichkeit mit Respektlosigkeit quittiert wird. Freundlichkeit ist keine Schwäche, sie ist Stärke, zumindest in meiner Matrix. Versucht den Kram der Mutter irgendwie in der Küche unterzubringen, belastend so zu geramscht zu sein. Aufgehört Putin zu beobachten, doch die Rede zum Stolz ist mir zum Teil verständlich, was aber total verdreht ist, niemand hatte Russland angegriffen, Russland hat die Ukraine angegriffen.

Meine Selbstwahrnehmung wird immer schmerzlicher, wie konnte ich nicht mitbekommen, dass ich so dick geworden bin? Klar, die größeren Kleidungsgrößen sind mir nicht entgangen, aber was ich im Spiegel sah, war nicht so alarmierend. Ich möchte endlich keine Musst-Du-Machen-Aber-Flot-Liste in meinen Kopf mehr haben. Arbeit und hier und da ein privates Treffen reichen mir eigentlich völlig. Es wird Zeit, dass die Aktion: „Mutters Sachen“ und die Aktion „Renne zu allen Ärzten“ endlich vorbei sind. Nichts einkaufen gewesen gestern, zu müde und unmotiviert, verhungern tut man in meiner Wohnung ganz sicher nicht, auch ohne Einkäufe. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Leute mein Wissen (aus)nutzen, um sich selber gut darzustellen, nein es macht mich wütend, denn selten erhalte ich eine Gegenleistung. Vielleicht wieder der Punkt: Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft als Schwäche sehen und ausnutzen. Die Welt scheint den Narzissten zu gehören, wie schade, wie schlecht für mich.

Aktuell höre ich kaum Musik, ich ertrage es nicht, irgendwie bin ich sauer auf die Musik, die mal mein Leben war. Doch passend zu meinem Thema gerade einen Song zum Abreagieren gefunden:

Vater, der neue, größenwahnsinnige Führer, Büro und die Russen

Guten Morgen, zu kurze Nacht, aber so kommt es, wenn der Vater da war, danach kann ich immer eine Weile nicht schlafen. Gestern im Büro war nett mit dem Neuen, ich habe Hoffnung, dass der vielleicht auch bald schon eigene Beratungen anbieten kann. Das wäre dann tatsächlich eine Entlastung. Der Mann hat Geld geschickt, damit ich mir selber online Klamotten aussuchen kann. Ja, so romantisch ist das zwischen uns.

Gestern in der Blog-Nachbarschaft zum Krieg und zu den Russen gelesen, ich stimme überein, dass es jetzt keinen Sinn ergibt alle Russen zu hassen, auch ein totaler Ausschluss aller Russen aus der Weltgemeinschaft ergibt keinen Sinn. Gut, ihr Führer gehört derzeit aus meiner Sicht isoliert, aber wünscht man sich, dass das russische Volk sich um den eigenen Führer kümmert, sollte man ihnen Unterstützung und Optionen anbieten. Die meisten Russen, die ich kenne und kannte, waren schwer in Ordnung, was können die dafür, wenn der Anführer plötzlich durchdreht? Ich hasse doch jetzt auch nicht alle Türken, weil Erdogan alles andere als ein Sympathieträger ist. Angst haben muss man schon vor Leuten wie Putin und Erdogan, auch Kim Jong-Uh aus Korea sollte man mit Vorsicht beobachten. Gerade die Deutschen sollten das verstehen, denn wir hatten mit Hitler auch einen total größenwahnsinnigen Führer, denn das Volk nicht stoppen konnte. Statt jetzt in Kriegen zu denken, sollte man eher Ideen entwickeln, wie man nicht demokratisch gewählte Diktatoren absetzt, ohne dabei ganze Völker zu morden.

So viel zu meiner Sicht, aber eine Lösung habe ich auch nicht, leider. Ich bin aber sehr wohl davon überzeugt, dass es unter den Russen, Türken und Koreaner sehr viele Leute gibt, die kein Fan des Anführers sind. Zurück zu meinen kleinen Leben in Berlin, es ist kalt, es dämmert und ich muss heute ins Büro und später in die Apotheke Drogen abholen. Die Pizza mit dem Vater gestern war ganz gut, aber der Vater sehr müde. Mindestens zweimal ist er hier fast eingeschlafen. Einen Plan entwickelt, wie ich auf der Arbeit möglichst wenig mit der Lieblingskollegin direkt arbeiten muss. Morgen dann wieder Homeoffice und danach Lager räumen. Das Müsli steht bereit und Lidl hatte gestern sehr leckere Erdbeeren im Angebot. Die Musik heute gehört den Russen….

Fersen, Mode Frust, Essstörung, Psychonachbarn und das Spiel

Guten Morgen, ganz passable Nacht und Kaffee gemacht. Gestern der Tag nicht der Hit, die Fersen sind so schlimm, dass ich damit kaum zur Arbeit laufen konnte. Also auch schnell die Arbeit wieder verlassen, als es möglich war, um Blasenpflaster zu kaufen und zu Hause barfuß zu sein. Später mit dem Mann getroffen und ganz frustriert gewesen, denn auch C&A hört wie H&M in den Läden mit der Größe L auf. Das erinnert mich an Italien mit dem Ex, der wollte mich auch mal zum Shopping einladen, aber nichts passte mir. Es gibt schon einen Grund, warum ich von mir aus, seit geschätzten 10 Jahren nicht mehr Kleider shoppen war, sondern bestelle. Der Mann meinte es sicher gut, aber letztendlich bin ich dann traurig nach Hause und habe online meine Klamotten bestellt. Ist schon sehr geil, wie die Modeindustrie an ihren Mager-Idealen festhält, auch wenn ein Großteil der Bevölkerung anders aussieht und das dann auch noch selbst schuld sein soll. Wir stellen Kleider her, die 80 % der Bevölkerung nicht passen, aber das ist nicht unser Fehler, das ist der Fehler des fetten Volkes. Wow, was für eine Arroganz, frei nach dem Motto: „Das Problem sind nicht wir, das Problem seid ihr!“ Und es gibt so viele Leute, die das auch noch glauben, dass etwas falsch an ihnen sei, weil die Klamotten nicht passen. Mir ging es bereits mit 12 so, nicht weil ich Übergewicht hatte, sondern weil ich einfach zu groß war für mein Alter. Ich dachte aber ich sei fett und begann mit Diäten, um in die gleichen Klamotten zu passen wie Mädchen, die mindestens einen Kopf kleiner waren. So viel zu meinen Anfängen einer Essstörung.

Heute wieder Büro, ich freue mich auf den Neuen, ich freue mich auf eine Beratung vor Ort. Gestern Abend das große „Türen knallen“ im Haus, dieses Mal der weibliche Teil der Psychonachbarn. Er bohrt und schreit, sie schreit und knallt Türen. Wieder über die Lieblingskollegin geärgert, wieder dominantes, übergriffiges Verhalten, aber auch dieses Mal gleich was gesagt. Gestern vor C&A einem alten Stalker begegnet, wie unpassend, aber er freute sich, all die Jahre umsonst versteckt. Es ist kalt, aber der Himmel strahlt blau, ich vermute, Sonnenschein kommt noch? Besser nicht in die Ukraine schauen, aber gerührt sein wie hilfsbereit die Leute gegenüber den Flüchtlingen sind. Was will Putin mit einem Land ohne Volk? Das Lager und die Wohnung der Mutter leeren sich, bald keine Gedenkstätten mehr für sie. Alles verschwindet, nur ich bleibe übrig. Die Wohnung ist bald vermietet, eine Familie mit Kindern zieht ein, zu einer Miete, die ich mir nicht leisten kann. Frische Luft weht in die Wohnung, heute Abend Pizza für den Vater. Es werden noch weiter Dinge aus der Elternwohnung hier landen, aber ohne Versuch, die Gesamtsammlung zu erhalten. Mache ich das, bin ich auch bald ein Fall für die Messiehilfe. Corona, gar kein Thema mehr, seitdem Putin den Angriff geblasen hat. Versucht, mit der Freundin in der Türkei zu telefonieren, aber Sturm in der Türkei, also Funköcher und wegfliegende Terrassenmöbel, die das Telefonat dann endgültig beendeten.

Mein Leben, ein ganz schlechtes Spiel, die Programmierer müssen drauf gewesen sein, oder gerade frisch von der Ex betrogen und verlassen. Anders kann ich mir diesen schlechten Film für mich nicht erklären. Ein Job, den ich nie haben wollte, Sündenbock sein, für frustrierte Männer. Ich dachte zwischendurch, ich könnte solche Männer heilen, konnte ich teilweise auch, aber zu welchem Preis für mich? Heute will ich keine Männer mehr retten, zumindest nicht mehr zu jeden Preis, ich bin auch wichtig. Ach, lassen wir Chaka Khan dazu singen:

Heizung, Kohl, schwimmen, Zauberlehrling und die Revolution

Guten Morgen, noch nicht ganz wach und mit einem Tee bewaffnet. Gestern Heizungsableser und Videokonferenzen. Gekocht ein Kohlgericht, weil es die Vorräte hergaben. Heute Büro, mit vielen Terminen, mal sehen, wie es wird. Gerade kaum Schmerzen, aber das ändert sich noch im Laufe des Tages. Sitzen ist noch immer nicht meine Sache, aber es geht wenigstens eine Stunde. Der Mann ist bemüht, aber ich reagiere nicht viel, so wie er vorher nie reagiert hat. Ebenfalls werde ich nicht an den Valentinstag erinnern, ist ja eigentlich auch nicht mein Job. Er ist und bleibt halt romantisch wie ein Betonpfeiler. Es dämmert bereits, heute mal „länger“ geschlafen, aktuell zwischendrin immer sehr, sehr müde, muss richtige dagegen kämpfen nicht einzuschlafen. Gestern einen der kleinen Jungs von unten getroffen, er wollte wissen, ob ich die Mutter von Oskar bin. Wer ist Oskar? Das Haus verlassen wird mir aber guttun, bin schon zu lange hier, dieses Mal aber krankheitsbedingt. Heute eigentlich Pizza mit dem Vater, uneigentlich habe ich keine Lust dazu, jetzt aber vor ihm wegrennen macht auch keinen Sinn. Für Samstag ein Ticket fürs Schwimmbad bekommen, ich hoffe, das geht klar mit dem Rücken.

Gestern durch Zufall an den Zauberlehrling erinnert, in Gedicht, dass mir als Kind mal sehr wichtig war. Stiefvater eins hatte mir mal ein Buch mit Kassette geschenkt, indem dieses Gedicht vorgelesen wurde. Meine Mutter nannte mich immer Hexe, vielleicht fand ich die Geschichte mit dem Zauberlehrling deswegen spannend, Hexen und Zauberer waren damals hoch im Kurs bei mir. Vorgenommen heute zu Lidl zu gehen, die Angebote sind oft so viel interessanter als ständig bei Netto, den Monopolisten der Gegend, zu landen. Gestern Fernsehen geschaut, das geht aber nicht mehr lange gut, Fernsehen ist halt das Opium fürs Volk und ich vertrage nicht mehr viel davon. Oder wie Gill Scott sang: The revolution will not be televised….

Schlaf, ungeduldig, Arzttermine, Quarantäne und kein Paradies

Guten Morgen, endlich mal wieder ausreichend geschlafen. War auch dringend nötig. Gekocht eine einfache Tomatensoße mit Nudeln und Salat. Ja ich habe hier seit Corona sehr viele Nudeln gehortet und kaum Nudeln gegessen. Aktuell bin ich ungeduldig für meine Verhältnisse, quatscht jemand zu lange Blödsinn bin ich nicht mehr gewillt dem unendlich zuzuhören. Wie bringt man Klartext nur möglichst freundlich rüber? Homeoffice war ok, ein paar Beratungen und weitere Termine für die Woche gemacht. Für mich Arzttermine gemacht, endlich zum Orthopäden, das ist so was von überfällig bei meinen Schmerzen und Ausgaben für Massagen. Beim Psychiater kein Durchkommen, seit Tagen, immer besetzt, dabei möchte ich doch nur einen Termin umlegen. Zum Glück habe ich noch genug Medikamente, weil ich von einem Lieferengpass ausging, es gibt aber wohl eher einen Ärzteengpass. Die Freundin in der Türkei angerufen, auch sie hat Corona und ist in Quarantäne. Gruselig, wenn mehrere geimpfte, direkte Kontakte in Quarantäne sind. Habe mich dann mal getestet, ich habe immer noch alles, aber kein Corona. Angefangen die Steuererklärung zu machen, aber mir fehlen noch Daten vom Mann. Heute Büro und Supervision, ich denke, das ist gut so.

Es ist noch dunkel und eine Kerze brennt, der Kaffee schmeckt, aktuell kein Bock mehr auf mein Leben, also nicht lebensmüde, aber müde, sehr müde und keine Perspektive in Sicht. Will gar nichts mehr, aber gar nichts macht mich auch nicht glücklich. Alles doof. Frühling könnte helfen, Freiheit könnte helfen, aber während Corona scheint Freiheit ausverkauft zu sein. Von der besten Freundin auch nur Horrornachrichten. Meine kleine Horrorshow, ich weiß aber, mein aktueller Film ist nicht der Schlimmste, auch wenn es mir so vorkommt. Immer weniger Lust am Wochenende zu arbeiten, ich sollte vielleicht nach einer anderen Lösung suchen. Die Welt retten, vergesse es, ich allein schon mal gar nicht, ich mache mich damit nur kaputt. Alles, was ich geben kann, ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ein Angebot erhalten in einem Film mitzuspielen, zugesagt aber doch noch am überlegen, ein Outing will gut überlegt sein bei den aktuellen Arbeitsmarktchancen. Wäre ich schwul oder lesbisch, divers, kein Problem heutzutage, aber seelisch krank? Da kriegen die Leute mit ihren Vorurteilen Angst. Ich bin gut in meinem Job, aber reicht das als lebenslange Perspektive in einer Gesellschaft in der die Inklusion für Behinderte gerade abgeschafft wird?

Gerne würde ich alles verschlafen, aber ich habe schon zu lange geschlafen, freiwillig und unfreiwillig. Das Paradies, vielleicht gibt es das gar nicht, nicht hier und auch sonst nirgendwo. Meine Idealistin kann einpacken, die Träumerin auch, das ist Realität und nicht das Paradies…

Pizza, Corona-Tests, Medikamente, neu und alt

Guten Morgen, nicht so gute Nacht, weil zu spät schlafen gewesen. Gestern Büro, ein empfunden sehr teurer Einkauf bei Lidl, schlafen und dann Pizza mit Vater und Hund. Wobei für den Hund gab es nur Leckerli. Die Pizza ist erstaunlich gut geworden, es ist wohl auch dringend nötig, den fertigen (gekauften) Teig vorher gar nicht zu kühlen und liegenzulassen und die belegte Pizza wirklich erst in den Ofen zu schieben, wenn die Backtemperatur bereits erreicht ist. So schmeckt dann auch ein Lidl Teig als Pizza. Im Büro gestern nur Telefonate für mich, passte aber, im Büro sein tat trotzdem gut. Heute wieder Büro, weil wirklich Termine vor Ort, produktiver bin ich im Homeoffice, aber für Geist und Körper ist es besser regelmäßig im Büro zu sein. Der Mann hat nächste Woche Geburtstag und ich habe einen kleinen Plan gemacht, unter der Woche nach der Arbeit groß feiern ist ja dann doch wohl eher nicht. Getestet auf der Arbeit, negativ, aber gut nach den aktuellen Untersuchungen zu der Zuverlässigkeit von Tests, vielleicht auch nur scheinbare Sicherheit.

Immer noch nicht boostern lassen, ich will einfach nicht eine ganze Woche flachliegen, wie die letzten zwei Male. Ich und Medikamente und Impfstoffe, ein Bereich wo ich wohl ein sehr großes Sensibelchen bin. Vielleicht, weil ich in meinen Leben wenig Impfungen hatte und eigentlich nie (regelmäßig) Medikamente genommen habe. Vielleicht war damals die Pharmaindustrie und ihre Interessen einfach auch weniger vertreten. Heute versucht man alles mit Pillen zu heilen, wozu früher oft auch einfach Zeit gereicht hat. Ja, die alte Lady faselt wieder aus ihrer Jugend, während sie neben sich das Relikt Festnetztelefon stehen hat und vor sich einen Plattenspieler sieht. Vielleicht hänge ich zu sehr an der Vergangenheit, vielleicht war die Vergangenheit aber auch in manchen Punkten besser als das Jetzt. Die Gegenwart bietet natürlich auch erfreuliche Neuerungen, aber ich lehne den Satz: „Neu ist immer besser!“ immer noch ab, einfach, weil er zu radikal ist. Immer neu ist genauso schädlich wie Stillstand. Aber ich denke, es gilt mit Bedacht auszuwählen, was bleiben kann und was neu gehört.

Die Straße rauscht, der Kaffee schmeckt und ich liege verpennt auf dem Sofa. Ein fliegendes Sofa wäre doch mal was, so als moderne Form des fliegenden Teppichs. Gestern beim Einschlafen geglaubt ich würde fliegen, das war schön, aber irgendwie auch gruselig, also beim Abheben doch wieder die Augen geöffnet. Wenn Träume zu schön werden habe ich seit 2013 Angst zu sterben. Heute vorgenommen Hähnchenflügel mit Bulgur zu machen, mal sehen, wie es wird. Heute früh alte Musik, danach für mich neues Müsli zum Frühstück…