Pizza, Corona-Tests, Medikamente, neu und alt

Guten Morgen, nicht so gute Nacht, weil zu spät schlafen gewesen. Gestern Büro, ein empfunden sehr teurer Einkauf bei Lidl, schlafen und dann Pizza mit Vater und Hund. Wobei für den Hund gab es nur Leckerli. Die Pizza ist erstaunlich gut geworden, es ist wohl auch dringend nötig, den fertigen (gekauften) Teig vorher gar nicht zu kühlen und liegenzulassen und die belegte Pizza wirklich erst in den Ofen zu schieben, wenn die Backtemperatur bereits erreicht ist. So schmeckt dann auch ein Lidl Teig als Pizza. Im Büro gestern nur Telefonate für mich, passte aber, im Büro sein tat trotzdem gut. Heute wieder Büro, weil wirklich Termine vor Ort, produktiver bin ich im Homeoffice, aber für Geist und Körper ist es besser regelmäßig im Büro zu sein. Der Mann hat nächste Woche Geburtstag und ich habe einen kleinen Plan gemacht, unter der Woche nach der Arbeit groß feiern ist ja dann doch wohl eher nicht. Getestet auf der Arbeit, negativ, aber gut nach den aktuellen Untersuchungen zu der Zuverlässigkeit von Tests, vielleicht auch nur scheinbare Sicherheit.

Immer noch nicht boostern lassen, ich will einfach nicht eine ganze Woche flachliegen, wie die letzten zwei Male. Ich und Medikamente und Impfstoffe, ein Bereich wo ich wohl ein sehr großes Sensibelchen bin. Vielleicht, weil ich in meinen Leben wenig Impfungen hatte und eigentlich nie (regelmäßig) Medikamente genommen habe. Vielleicht war damals die Pharmaindustrie und ihre Interessen einfach auch weniger vertreten. Heute versucht man alles mit Pillen zu heilen, wozu früher oft auch einfach Zeit gereicht hat. Ja, die alte Lady faselt wieder aus ihrer Jugend, während sie neben sich das Relikt Festnetztelefon stehen hat und vor sich einen Plattenspieler sieht. Vielleicht hänge ich zu sehr an der Vergangenheit, vielleicht war die Vergangenheit aber auch in manchen Punkten besser als das Jetzt. Die Gegenwart bietet natürlich auch erfreuliche Neuerungen, aber ich lehne den Satz: „Neu ist immer besser!“ immer noch ab, einfach, weil er zu radikal ist. Immer neu ist genauso schädlich wie Stillstand. Aber ich denke, es gilt mit Bedacht auszuwählen, was bleiben kann und was neu gehört.

Die Straße rauscht, der Kaffee schmeckt und ich liege verpennt auf dem Sofa. Ein fliegendes Sofa wäre doch mal was, so als moderne Form des fliegenden Teppichs. Gestern beim Einschlafen geglaubt ich würde fliegen, das war schön, aber irgendwie auch gruselig, also beim Abheben doch wieder die Augen geöffnet. Wenn Träume zu schön werden habe ich seit 2013 Angst zu sterben. Heute vorgenommen Hähnchenflügel mit Bulgur zu machen, mal sehen, wie es wird. Heute früh alte Musik, danach für mich neues Müsli zum Frühstück…

Schlaf, Reste, Müsli und wegrennen

Guten Morgen, bis auf eine Unterbrechung gut geschlafen und ausreichend. Das mit dem Schlaf scheint gerade besser zu werden. Heute Büro und ganz froh darüber zu lange hier gewesen. Nachbarn sind zu hören und es ist noch dunkel, der Kaffee schmeckt. Gestern Reste gegessen und zu lange geschlafen nach der Arbeit. Schlafen möchte ich gerade immer. Die Überreizung durch Medien ist aber immer noch gegeben, doch wieder im Kerzenschein hier gesessen und nur zum Einschlafen, ein paar Musikvideos. Gutes Gespräch mit der Chefin gehabt, alles gut so weit und weitermachen. Endlich durch mit den Altkleidern der Mutter, alles durchgewaschen und sortiert. Mit dem Mann nur kurz gesprochen, nicht seine Schuld so spät und in einer anderen Kultur geboren zu sein. Heute kommt der Vater und Hund auf eine Pizza vorbei, ich hoffe, er kommt nicht erst wieder nach 20 Uhr. Neuerdings in Träumen englisch quatschen, warum auch immer, dabei ist mein Englisch-Level immer noch weit entfernt von Muttersprache. Neues Ticket zum Schwimmen gebucht, dieses Mal klappt es, bitte nicht wieder Terminschwierigkeiten und Schweinehund.

Wollte wieder Lebensmittel bestellen, aber keine zeitnahen Lieferslots, dann vielleicht doch heute nach der Arbeit einkaufen. Pizzateig nach der Arbeit mal schnell selber machen, zu stressig. Müsli vorbereitet, irgendwie in letzter Zeit immer weniger Brot auf meinen Speiseplan, sogar der Käse wird schlecht, weil er nun mal nicht zu Müsli passt. Coronazahlen wieder steigend, heute wohl einen Test im Büro machen, aber keine verdächtigen Symptome. Die Kleidung der Mutter müffelt immer noch, ich hoffe, das gibt sich noch mit mehrfachen durchwaschen. Mein Leben von dem religiösen Mädchen, zur Gangsterbraut in Berlin und zurück? Obwohl so religiös wie damals werde ich nie wieder, dazu habe ich zu viel erlebt und weiß ich zu viel. Die Kirche als Institution ist für mich ein Scheißhaufen, Religion an sich aber nicht. Ein alter Hip-Hop Freund und Handwerker hat dem Vater bei einem Heizungsproblem geholfen, ich freue mich, dass das geklappt hat.

Zurück zur alten Musik, die aber gerade hervorragend passt, ich kann nicht ewig wegrennen…

Zwischen wach, Formularhaufen, Italienisch, Comics und Musik

Ein Gruß aus der Nacht. Zwischen wach würde ich sagen. Gestern ganz nett im Büro, aber einen viel zu hohen Formularhaufen ausgefüllt. Ich bezeichne mich zwar als Papierkriegerin, aber 90 Minuten am Stück Formulare ausfüllen ist dann doch grausam für alle Beteiligten. Da kam auch mir der Gedanke auf: „Ich muss weg!“. Supervision ist dann ausgefallen, wie auch schon meine Massage diese Woche, wunderbar, wenn hilfreiche Termine ausfallen. ^^ Heute nochmal Büro, aber aktuell bin ich lieber im Homeoffice, da bin ich derzeit auch effektiver. Die Pizza für den Vater dann gestern auf heute verschoben, ich war zu müde nach der Arbeit, um dann noch stundenlang auf Essen und Gesellschaft zu warten. Stattdessen sehr lecker italienisch gekocht und baden gewesen. Ich liebe die italienische Küche und kann sie auch erstaunlich gut kochen, auch schon vor der Zeit mit dem Italiener hier in Berlin, der immer für mich kochte. Mein Gesicht ist immer noch nicht in Ordnung, also so schnell mache ich das nicht mehr, ich denke ich kann froh sein, wenn ich Weihnachten wieder normale Gesichtshaut habe. Die Kollegin sollte gestern entbunden habe und ist jetzt hoffentlich Mutter eines gesunden Sohnes, das Team möchte sie noch beschenken.

Schwacher Kaffee schmeckt, ich will nichts riskieren, obwohl die Blutdruckwerte die letzten Tage unten sind. Manchmal stelle ich mir meinen Kopf wie im Film „Alles steht Kopf“ vor. Kleine Wesen, die in meiner Schaltzentrale irgendwelche Diskussionen führen. Alternativ passt auch Mr. Incredible, besonders die Szene wo er nach langer Pause, viel zu alt und zu dick versucht wieder in seinen Superheldenanzug zu schlüpfen. Meine Mutter liebte den Film und der Vater fand ihn auch lustig. Die Stille der Nacht hat auch was, keiner stört in der Dunkelheit. Mit meiner Musik noch nicht im Reinen, irgendwie passt nichts mehr, weder Rock, noch Soul und auch nicht die Klassik, alles klingt wie eine Lüge. Dann halt nicht und zu ganz anderer Musik gewechselt:

Ich gehe dann mal wieder ins Bett…..

Vegetarische Burger, Zeitdiebe, Psychopharmaka und Sonnenbrille

Guten Morgen aus der Dunkelheit, ich steigere mich 7 Stunden Schlaf. Gestern nicht viel passiert, abgesehen von meinen ersten vegetarischen Burgern, war lecker, aber sehr ungewohnt und später dann doch noch ein Würstchen gegessen. Über DHL geärgert, die klingen, ich stehe „Hallo“ sagend an der Tür und mein Paket wird trotzdem im Erdgeschoss bei den Nachbarn abgegeben. War ich nicht schnell genug? Diskussionen mit den Kolleginnen zu 2G oder 2G plus. Ich finde 2G plus eine übertriebene Barriere für unsere Kunden, mir reicht 2G, mal abgesehen davon, dass keine von denen gerade Präsenzberatung macht, sondern nur ich. Interessant wie sie Regeln für etwas machen wollen, dass sie gar nicht betrifft. Gestern telefoniert und noch bei der Tanke gewesen, Tabak holen. Der Vogel stimmt ein Lied an, es ist f*cking 6:30, was denkt der sich, bzw. was denkt er nicht?

Wieder ein Ticket zum Schwimmen am Samstag ergattert, dieses Mal lasse ich es langsamer angehen, dann schwimme ich halt mit den Omas und plansche mit den Kindern. Mein Gesicht hat sich noch nicht vollständig beruhigt, ich sehe immer noch gerötet aus, aber heute geht es ins Büro, Rotkopf hin oder her. Es ist noch dunkel, der Kaffee schmeckt und die Kerze brennt, fühle mich ganz passabel und werde wohl früh ins Büro. Aktuell frühstücke ich tatsächlich Müsli, mein Magen findet das gut, die Zunge weniger. Heute Pizzaabend mit dem Vater, ich bin es leid immer Ewigkeiten zu warten. Wie kann es sein das jemand regelmäßig 2-3 Stunden später kommt? Ich finde, das ist eine respektlose Zumutung, mal abgesehen von kalter Pizza. Man(n) kann mit seiner Zeit machen, was man will, aber die Zeit anderer zu klauen, das geht gar nicht. Es sei denn es würde dabei um das In Time Robin Hood Prinzip gehen. Ich bin aber keine Zeit-Millionärin, also warum raubt er mich aus?

Anderes Thema, die Nachbarn sind auch schon wach, der Sohn ist wieder da, sie versuchen es immer wieder, obwohl eindeutig überfordert. Gestern wurde hier wieder sehr viel geschrien, weil der Sohn wohl andere Pläne als Mutti hatte. Mein Körper schmerzt wieder, mein Bein, meine Hüfte, meine Schultern und der Rücken. Hätte ich eine Chance würde ich diesen Körper entsorgen und neu starten, aber das ist leider nicht möglich. Wir beide sind für dieses Leben verheiratet und die Erinnerung an meinen jugendlichen, durchtrainierten Körper ist das Dressing auf meinen Salat. Die Krankheit und vor allem die Neuroleptika danach haben diesen Körper zerstört. Wie kann man Medikamente verordnen, die so viele schlimme Nebenwirkungen haben? Warum nicht gleich wieder Elektroschocks? Die gehen wenigstens schnell vorbei und bringen meist auch nichts, außer Qualen für die Erkrankten. Sind die Ärzte Sadisten? Oder wissen sie es wirklich nicht besser? Alles nur Hilflosigkeit? Jünger der Pharmaindustrie? Lernt man das im Studium? Im Zweifelsfall alle verfügbaren Pillen auf einmal in den Patienten schmeißen und dann ne Runde beten?

Für alle diese Ärzte wünsche ich mir, dass sie mal selber ihre Pillen schlucken sollten und danach, falls sie noch denken können, mal darüber nachdenken, ob die Kosten-Nutzen-Rechnung aufgeht. Das alles ist viel zu wenig erforscht und Patienten damit immer Versuchskarnickel? Für mich ist das alles nicht „Leben retten“, die wenigsten seelisch Kranken sind fremd- oder eigengefährdend. Genug gekotzt über das System Psychiatrie in Deutschland, gerne würde ich meinen Leidensweg für Ärzte spürbar machen. So viel zu den Gedanken zum Morgen, nicht so fröhlich heute, ich sage nur:

„Es sind 106 Meilen nach Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ’n halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel, und wir tragen Sonnenbrillen!“

Die Musik dazu aber lieber im Original:

Haarloser Grizzly, telefonieren, Familienmuseum und Musik

Guten Morgen, 6 Stunden scheint mein neues 8 Stunden beim Schlaf zu sein. Heute Büro, ist vielleicht auch ganz gut so. Gestern nicht viel passiert, Homeoffice und Müll wegbringen. Gegessen Reste, trotz vorhandener Kochbox. Heute Abend dann Pizza mit dem Vater. Der Kaffee schmeckt, die Straße rauscht und es ist dunkel, abgesehen von meiner Kerze. Mit der Chefin gesprochen, es gibt etwas Hoffnung für nächstes Jahr, also weiterhin durchhalten? Mein Gesicht hat sich etwas beruhigt, was ich jedoch befremdlich bis übergriffig finde, die Kosmetikerin hat mir einfach mein Gesicht gewachst, das wollte ich abgesehen von Damenbart aber eigentlich gar nicht. Ich hatte eine Gesichtsreinigung und -massage gebucht, nicht reiß Lola dem Grizzlybären das Fell aus der Fresse. Aber gut für unerwünschte Behaarung im Mundbereich ergibt es Sinn. Mache auf der Arbeit jetzt langsam, gestern sehr viel telefoniert und unter dem schreienden Terrorvogel gelitten, keine Ahnung was der jetzt wieder hat.

Freue mich auf die Kollegin im Büro und habe den Mann vorgeschlagen äthiopisch essen zu gehen, er meinte dazu aber nur „kenne ich nicht“. Kenne ich auch nicht, aber warum nicht? Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich mich mehr für Afrika interessiere als er, er sieht es nur als seine Vergangenheit, wie es scheint. Der Adventskalender grüßt zum morgen, aber es ist nur ein einfacher mit Schokolade, an die selbstgebastelten von Mutti kommt das nicht ran. Aber immerhin überhaupt einer. Hatte Müsli bestellt, jetzt stehen da zwei Gläser mit Müsli in der Küche und warten auf mich, eine echte Frühstücksalternative wird das aber nicht, ich finde Müsli zum Frühstück irgendwie befremdlich.

Schaue ich mich in meiner Wohnung um, sehe ich auch einiges von Stiefvater eins, ich muss unterbewusst Sachen von ihm gesammelt zu haben, seltsame Sache, dass ich über 30 Jahre später an uralten Sachen von ihm festhalten, erst neulich habe ich Sachen von ihm aus der Wohnung der Mutter hier hergeschleppt. Vom Stiefvater zwei und von der Mutter sowieso finden sich auch Sachen und ich habe auch noch eine Kette der Urgroßoma hier. Meine Wohnung, ein Familienmuseum? Gestern alte Fotos geschaut, was war ich ursprünglich für ein süßes und fröhliches Kind, doch dann kam das Leben und das Lachen verging mir.

Es dämmert, die Annäherung an die Musik hat wieder begonnen, aber ich bin immer noch verwirrt, wer bin ich und wenn ja wie viele? Versuchen wir es mit neuer Musik, bemerkenswert ist das neue Album von Adele:

Ok, Büro, Seele und nicht ok

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, aber ich fühle mich ok. Homeoffice gestern ok und Supervision sehr fruchtbar. Endlich einen alten Konflikt ausgeräumt. Bin am überlegen, ob heute ins Büro oder nicht, vielleicht lieber raus hier. Gestern noch Kassler, weil er wegmusste. Immer noch komisch so ein aufgeräumtes Wohnzimmer zu haben, die extreme von aufgeräumt bis Chaos sind leider beide ein Anzeichen von Manie oder Depression, deswegen bin ich da immer wachsam in der Beobachtung. Nicht mit der Chefin gesprochen, aber in der Supervision einen Plan besprochen, wie ich dieses Jahr auf der Arbeit überlebe, ich denke die Chefin wird zustimmen.

Es ist dunkel, die Straße rauscht und ich muss aufpassen, dass die Vögel kein Lied um sechs Uhr morgens singen. Heute Pizza-Abend mit dem Vater, ich bin immer noch traurig, dass es da derzeit wohl keinen Weg für mich gibt, die ehemalige Wohnung der Eltern als Mieterin zu übernehmen, statt dessen schleimen jetzt diverse Leute den Vater voll, weil sie die Wohnung zum möglichst günstigsten Preis haben wollen. Mein Vater ist da leider zu wenig Kapitalist, um einen angemessenen Preis zu fordern. Verstehe ich ja bei Freunden und Familie, aber nicht bei fremden Leuten. Gestern der Tag des kaputten Glases, erst eine Glaslampe im Keller zerstört, weil ich ein Netzwerkkabel suchte und später noch ein Kerzenglas zerstört, Scherben bringen Glück? Oder wieder Tollpatsch in the house?

Vielleicht auch meine Seele, die erwacht und sich fragt, wer diese Frau ist. Keine Ahnung, die letzte gefühlte Erinnerung ist von 2012? Das kleine Mädchen in mir hatte sich das alles anders vorgestellt. Ach lassen wir Jessie sprechen:

Rucola, Zeitumstellung, Brot und Avocado und Emanzipation

Guten Morgen, endlich mal lange genug geschlafen. Brauchte ich auch. Verdauung ok dank Rucola, sollte ich wohl öfter essen, mag ich sogar im Gegensatz zu Chicorée. Der Tag dämmert und ich bin müde, heute weniger Termine und dafür Supervision. Brauche ich auch, denn gestern mein letztes Telefonat hatte es in sich. Hätte ich da mal nicht mehr angerufen. Gestern viel telefoniert und mehrfach den Müll weggebracht, irgendwie musste ich doch raus hier. Lebensmittel-Lieferungen erhalten, vollständig, muss ja auch mal sein. Feststellen müssen, dass mein Humor derzeit so schwarz ist, dass ich aufpassen muss, wo ich welche Witze verbreite. Gegessen Reste, keinen Bock zu kochen. Heute Abend vielleicht wieder. Hähnchen mit Erdnusssoße wäre eine Maßnahme. Haare gefärbt, gründlich, fies ist, dass sich am Hinterkopf eine graue Strähne versteckt hat. Jetzt auch noch Zeitumstellung am Wochenende, wann hört dieser Scheiß endlich auf, dadurch wird kein Strom gespart, nur Millionen von Bürgern sind in ihrem Tag-Nacht-Rhythmus verwirrt, zweimal im Jahr, für gar nichts. Heute ins Büro mal sehen, wie es wird. Für den Moment entspannt auf dem Sofa mit Kaffee und Kippe.

Kartoffelbrot ist da, ich liebe Kartoffelbrot, es müssen ja nicht immer Brötchen sein. Früher war Brot für mich eine Strafe, ich wollte eigentlich immer Brötchen haben, aber die gab es nur zu besonderen Anlässen. Dass Brötchen jeden Tag möglich sind, darauf kam ich erst später, als mich mein Ex mal fragte: „Wenn du Brötchen lieber magst, warum dann nicht jeden Tag?“ Klingt lapidar, aber für mich kam diese Frage wirklich überraschend. Ich hatte so verinnerlicht, dass es Brötchen nur am Wochenende und/oder bei Gästen gibt. Das zu den programmierten Glaubensssätzen als Kind, schön, dass es irgendwann mal aufgefallen ist, dass das eine völlig hinfällige Programmierung ist. Wenn ich Brötchen will, will ich Brötchen! Ich bin alt genug und zahle selber. In letzter Zeit fallen mir viele solche Programmierungen ein, die ich als Kind gehört und verinnerlicht habe.

So haben mir meine Kinderhort-Betreuerinnen z.B. irgendwann erzählt, wie lecker Avocado ist und dass ich als Erwachsene Avocado lieben werde. What the fuck? Ich esse heute wirklich gern Avocado. Ich dachte jahrelang, das wäre meine Idee gewesen. War es aber wohl nicht. Gut Brot und Avocado essen schadet mir wohl nicht, ich bin aber erschrocken, wie man mir dermaßen ins Gehirn scheißen konnte und ich Jahrzehnte brauchte, um es zu erkennen und mich davon frei zu fühlen. Ich denke Eltern sollten wirklich gut aufpassen, wer ihrem Kind was erzählen darf, es könnte lebenslange Auswirkungen haben. Leider erinnere ich mich auch an Glaubenssätze, besonders von der Kirche, die wirklich schädlich waren, aber die behalte ich hier dann mal für mich. Es gilt wohl herauszufinden, was davon Fremd- und Eigenbotschaften sind und mich dazu neu und frei zu entscheiden. Kartoffelbrot ab und zu darf ruhig bleiben, auch eine Avocado ist in Ordnung, aber nicht mehr in dem Glauben das wären meine Lieblingssachen. Es gilt sich zu emanzipieren und selbst zu finden…

Ohne Hund, Onkel, Stress und Wasser gegen Haustiere

Guten Morgen, seltsam aufwachen ohne Hund, obwohl das auch stressig war. Der Vater hat den Hund gestern Abend noch abgeholt. Der Onkel rief noch an, um viel zu spät zu einem Geburtstag einzuladen, klar kann ich nicht, aber das war ihm sicher auch klar. Immerhin er hat überhaupt persönlich gefragt. Gestern nach der Arbeit noch mit dem Hund durch den Park gelaufen und anschließend eine 2-stündige Videokonferenz. War beides anstrengend, ich wollte doch nur ruhen und essen, war dann aber beides erstmal nicht. Geld sollte unterwegs sein, wenn die Sächsin von Ebay wirklich überwiesen hat. Mit der untreuen Freundin noch gechattet, sie hat gerade auch zu viel Arbeit und kommt kaum zum Schlafen, das erklärt auch einiges. Eine Präsenzberatung gestern, zu viel erzählt, für die Aufnahmefähigkeit von meinem Gegenüber, aber es gab einen Betreuer der mitgeschrieben hat.

Heute auch früh Büro, keine Ahnung was mit früh ist, aber scheint aktuell normal zu sein. Getestet, aber immer noch kein Corona, aber überall Grippesymptome. Pakete von mir sind irgendwo gelandet, ja ohne Homeoffice, ist bestellen keine so gute Idee mehr. Ein Paket ist in einem anderen Haus in der Nachbarschaft, eines in einem Paketshop der 6 km entfernt ist. Der Terrrorvogel mag auch kein Wasser, die Wasserpistole hilft also nicht nur gegen kratzenden Hund, sondern auch gegen schreienden Vogel. Ich war schon kurz davor dem Vogel ein neues zu Hause zu suchen. Aktuell ab und zu ein zuckendes Auge, noch so ein Frühwarnsymptom, aber ich weiß, dass ich gestresst bin, auch so. Geräte aufladen für den Weg mit dem Bus, ja weder auf Smartphone noch auf iPod möchte ich verzichten. Dann kann ich genau wie die anderen blind, taub und stumm im Bus sitzen. Die Frage zum Frühstück bleibt unbeantwortet, entweder Bäcker oder jetzt noch was zubereiten. Gestern Abend gab es nur noch Nudeln mit Pesto.

Heute noch zur Apotheke und zum Supermarkt, mit Hund dabei darf man eigentlich nirgendwo rein, auch nicht zum Bäcker. Versuchen wir es mit guter Laune, um den grauen Tag zu verscheuchen…

Hund, Büro, Bulgur und 7-Tage-Woche

Guten Morgen mit Hund, das hatte ich mir alles anders vorgestellt. Besonders gestern Abend, als der Hund mal so spontan nach seinem Essen früher rausmusste. Keine Ahnung wie ich den jetzt ins Büro kriege, der Vater hat den Maulkorb vergessen. Heute viele Termine, ich hoffe, ich darf mal eine Beratung allein machen (ohne Azubi). Das stresst ständig unter Beobachtung zu sein. Geplant heute früh auf Arbeit, früh heim, denn abends noch eine wichtige Videokonferenz. Der Kaffee schmeckt und der Hund chillt, noch keine Ahnung was ich mit seinem Frühstück mache. Er hat vor meinem Bett geschlafen, das war sehr beruhigend, auch wenn ich weiß, dass er nicht als Wachhund taugt. Gestern viel gearbeitet und danach in den Wald, das hat uns beiden gutgetan. Ich sollte viel öfter in den Wald, auch ohne Hund. Gekocht mein vorerst letztes Dinnerly Menü, Bulgur mit Hackbällchen. Das mit Bulgur und Couscous hatte ich mir schwieriger vorgestellt. Nichts vom Mann gehört, mich aber auch nicht gemeldet, keine Lust und er hat halt seine 7-Tage-Woche und ich aktuell auch. Diese Woche gar keinen Tag frei, erst wieder Montag, aber nur tagsüber. Wird Zeit für Ruhe, alles zu aufregend gerade. Blutdruck normal und ich verpennt. Gestern ein Selfie des Horrors im Wald gemacht, war ich deprimiert, aber auch scheiße müde und das sah man. Heute früh geht es schon wieder, immer noch dicke Frau, aber ohne Augenringe und Müdigkeit im Gesicht. Auf in den Tag mit Hund, gerade nicht viel zu erzählen, weil so beschäftigt. Bude sieht schlimm aus, ich sehe schlimm aus, alles sieht gerade schlimm aus und ich mache dann mal weiter…

Marathon, Gemüsedöner, Lager, Sitten und keine Egoisten

Guten Morgen, viel zu früh wach, aber die Nachbarin über mir läuft Marathon in ihrer Wohnung. Keine Ahnung wo man Samstag früh um 6 hin muss, aber Sie rennt und rennt und findet anscheinend den Ausweg aus ihrer Wohnung nicht. Gestern auf dem Heimweg einen extra Umweg gefahren, um einen Gemüsedöner zu kriegen. War lecker und genauso lecker wie bei Mustafa, nur ohne Schlange. Im Büro war es ok, eine Beratung einer Angehörigen, Datensicherung, anlernen des Azubis, bloß selber keinen Stress machen. Der Kaffee schmeckt und es ist noch dunkel, ich muss aber heute früh arbeiten, weil ich auch früh frei brauche, um danach ins Lager zu fahren, um das Problem: „Vater will, dass ich Lager räume, aber gleichzeitig stellt er alles so zu, dass ich an nichts herankomme“ zu lösen. Mit dem Mann weiter gestritten, ich könnte auch schweigen. Nach der Arbeit noch geschlafen, ich vermisse mein Mittagsschläfchen aus dem Homeoffice. Schlaf ist so wichtig für meine Stabilität, besonders jetzt. Stress und kein Schlaf, das geht nicht lange gut. Der Countdown zu meinem Geburtstag läuft ab, die große 45 droht, nicht mehr lange zu einem halben Jahrhundert. War nie mein Plan so alt zu werden, was aber auch am evangelischen Glaubensansatz liegt, dass das Leben leiden ist und die Erlösung/die Belohnung erst im Himmel kommt. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Mutter im Himmel ist, sie war beides gut und schlecht, die Erinnerungen des kleinen Mädchens, das ich war, waren aber überwiegend schlecht. Schläge, Vernachlässigung, emotionaler Missbrauch, nur um nur die Top 3 zu nennen. Ja, das waren noch die lustigen 70er und 80er, wo es noch keine Helikopter-Eltern gab. Keine Ahnung wie die Generationen davor ihre Kindheit überlebt haben, denn da waren die Sitten noch rauer.

Anderes Thema, wir haben 2021, eine Zahl die immer noch beeindruckend ist, gestern über Amazon aufgeregt: „Paket wurde einem Hausbewohner übergeben“ aber kein Hinweis darauf, welcher Nachbar. Ich klingel doch jetzt nicht bei jedem Nachbarn auf Verdacht. Besonders bei denen unten möchte ich echt nicht klingeln. Die Bude sieht mies aus, keine Zeit zu putzen, wann auch und mit welcher Kraft? Mache nur das Nötigste, wie Müll wegbringen und Abwasch in die Spülmaschine räumen. Schlafe derzeit wieder wie ein kleines Mädchen, nur Größen angepasst, heißt: ich in der Mitte eines großen Bettes mit zwei großen Decken und ganz vielen Kissen. Gibt irgendwie Geborgenheit. Der Mann kommt heute noch vorbei, mal sehen, wie das wird, große Sehnsucht habe ich gerade nicht. Ich brauche keine ausgeprägten Egoisten in meinem Leben. Der Bruder schickte gestern Musik, dieses Mal ein Volltreffer für mich, gute Musik und noch besserer Text:

Danke Bruder!