Nachtaktiv, Ängste, Homeoffice und Privilegien

Wieder zu wenig geschlafen, denn ich bin nachtaktiv, aber nicht allein, gestern bis fast 3 Uhr morgens mit ihm, der besten Freundin, dem Bruder und einem Freund gechattet. Fast alle sind Corona wach, so wie ich und Gespräche zur Sicht der Dinge und zu den Ängsten wurden ausgiebig geführt. Beim Vater vorher war Corona auch Gespräch, er fragte, wem diese Krise wohl nütze, denn er glaubt nicht an die ernsthafte medizinische Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Der Bruder bereitet sich auf einen neuen Job in der Leichenverbrennung vor, die beste Freundin ist total ängstlich, fast hysterisch und der Freund aus einer anderen Stadt ist ruhig, aber braucht wohl derzeit mehr Pillen. Mein Freund war einfach nur müde von der Nachtschicht und Zahnarzt und schlief im Chat ein. Die deutsche Sprache nicht perfekt zu beherrschen, ist derzeit glaube ich ein guter Panikschutz. Ab heute Homeoffice, ich weiß es ist ein Privileg, bei voller Bezahlung zu Hause sein zu dürfen. Die Arbeit derzeit ist nur auch sehr von Corona geprägt, denn die Anrufe sind zum Teil verzweifelt. Besonders die finanziell armen treffen die aktuellen Maßnahmen besonders hart. Was macht man, ohne Internet, Fernsehen und ohne nennbare Essensvorräte? Das sind Fälle wo ich weiß wie verdammt privilegiert ich bin in der Krise. Eine Kollegin kommt gleich vorbei und bringt mir ein VoIP Telefon für die Arbeit, ich bin gespannt, ob die Installation klappt. Die Internetversorgung ist immer noch stabil, aber deutlich langsamer als gebucht, ich vermute meine Nachbarn hängen auch alle im Netz. Erstmal wach werden und ins Graue geschaut, ich würde sagen heute sind die Berliner artiger, die Stadt ist ruhiger.

Sonnenschein, Treffen, Newsletter, Knoblauch und Mehrstunden

Guten Tag, ausgeschlafen und Sonnenschein. Es könnte schlimmer sein. Der Pizza-Mittwoch wurde auf den Pizza-Donnerstag verschoben. So habe ich heute nach Arbeit frei für außerfamiliäre Treffen. Gestern war langweilig auf Arbeit, meine Termine wurden abgesagt und in die Sprechstunde kam niemand. Gut, ich habe derzeit auch andere Dinge zu erledigen, wie z.B. eine Newsletter-Vorbereitung. Heute also den Brasilianer treffen, wenn er denn erscheint und wenn wir uns leiden können. Keine Ahnung wie zuverlässig und pünktlich Brasilianer sind. Ich werde wohl direkt nach der Arbeit hinfahren, kommt er nicht, fahre ich einfach weiter heim. Mir verkniffen Döner zu essen, mein letztes Date hat sich deswegen beschwert, nicht jeder mag Knoblauch, ich allerdings schon. Gestern Abend eine Tüte Nasi Goreng und Badewanne und zur Abwechselung mal nicht chatten. Die Mehrstunden arbeiten ist immer noch ungewohnt und seltsam, ich hoffe, ich gewöhne mich noch dran. Mich über mehr Geld zum Monatsende freuen, wird wohl nicht solange dauern. Ich habe leichte Rückenschmerzen, ich hoffe die gehen wieder weg. Kartoffelbrot wartet zum Frühstück, auf in den Tag, vielleicht freue ich mich ja heute Abend bei dem Treffen.

Aprilwetter, Arzttermin, Bolognese, Motivation, Talfahrt und Discokugel

Morgen, zurück zum Aprilwetter. Da hat die Sprechstundenhilfe mir heute schon einen sehr späten Termin innerhalb der Öffnungszeiten gegeben und es ist mir trotzdem zu früh. Draußen ist es dunkel und grau und ich schaue verkniffen in den Tag. Keine Lust für einen 10-20 Minuten Termin über eine Stunde durch die Stadt zu fahren. Aber gut, danach darf ich mich wieder hinlegen. Gestern beim Vater war ok, wir haben viel geredet und der Hund hat sehr gehaart. Es gab Bolognese, die auch ganz lecker war. Danach noch Fernsehen und chatten und zuviel Pudding zu hause. Einkaufen müsste ich noch und zu putzen gibt es hier auch genug, aber Motivation gibt es gerade nicht. Angeblich wurde heute versucht ein Paket hier zu zustellen, kann aber nicht sein, ich war hier und keiner hat geklingelt. Gestern schlechte Laune bekommen wegen den beruflichen Dingen, plötzlich kam ich mir wie ein Loser vor und ich dachte, dass ich die Trainerausbildung nicht kriege und vielleicht auch meinen Job verliere. Dabei gibt es dazu keine Anzeichen, keine Ahnung warum ich so negativ drauf bin. Es war wohl die Talfahrt nach der großen Freude. Aktuell weder erfreut noch ängstlich, warten wir ab was passiert, vielleicht ist mir die Aussicht einen guten Job und eine teure Ausbildung kostenlos zu haben doch etwas zu viel Glück, das macht misstrauisch. Ich habe wohl Angst vor der Discokugel. Auf in den Tag, dieser graue Tag wird vorbei gehen und alles wird gut.

Verpennt, Arbeit, Männergeschichten und Wiedergutmachung

Guten Tag, was für ein verpennter Tag gestern. Gefrühstückt, Waschmaschine laufen lassen und in die Badewanne und danach gleich wieder ins Bett. Abends dann chatten und kochen, aber wieder nicht überzeugt, vom Chatpartner, nicht vom Essen. In der Nacht Etappenschlaf und zu früh wach, aber alles ok. Heute nur ein paar Stunden Arbeit, ich vermute, es wird ruhig. Danach noch einkaufen, ich plane für Ostermontag Rinderrouladen. Eigentlich sind meine Männergeschichten kompliziert genug, weiß nicht, ob es sinnvoll ist, noch einen Mann zu treffen, besonders wenn ich schon Bedenken habe. Aber heute ab Nachmittag und morgen nichts zu tun zu haben, ist auch seltsam. Eigentlich liebe ich doch Zeit für mich, aber derzeit scheine ich keinen Bock auf mich selber zu haben. Die Sonne scheint und alles ist friedlich. Die Lottoanbieter wollen mich wieder zum Spielen verführen, aber ich finde Einsätze über 10 Euro unanständig. Auf Facebook weiterhin reichlich Kontaktanfragen, von wie es mir scheint Arabern, wieso wollen die alle mit mir befreundet sein? Also ich will von keinem von denen etwas. Die Stundenerhöhung auf Arbeit ist geritzt, ab Mai geht es los, mal sehen wie ich mich damit fühlen werde. Aber wer wie ich jahrelang 40 Stunden plus die Woche für ein bestimmtes Gehalt gearbeitet hat, der sagt nicht nein, wenn einen fast das gleiche Gehalt für 30 Stunden angeboten wird. Ab Mai verdiene ich also wieder fast das gleiche Gehalt wie vor meiner Krankheit, nur halt mit weniger Wochenstunden, das nenne ich Wiedergutmachung. Der Kaffee schmeckt, mein Handy piept, die Dusche wartet und danach die Arbeit.

Früh, chatten, stillen, Brokkoli und Extra-Geld

Was ist denn mit mir los? Sonntag und ich bin vor 10 wach und auch aufgestanden. Ist wohl der Frührhythmus der letzten Tage, gestern vor 8 aufgestanden und so war ich gestern Abend früh sehr müde und heute auch das erste Mal um 8 wach. Habe gestern mal eine Pause von den Dauerchats mit dem Albaner genommen, chatten macht Spaß, aber es ist auch anstrengend, wenn es immer Stunden sind und bis spät in die Nacht dauert. Aber auch die Mails der besten Freundin mussten warten, gestern mal ein Abend, ohne Laptop und Smartphone. Ich muss nicht immer erreichbar sein, ich muss nicht immer labbern. Ich labber beruflich schon viel, da kann man zum Feierabend auch mal schweigen. Die Beratung gestern war ganz gut, auch wenn es befremdlich war, dass die Mutter vor mir irgendwann ihre Brüste auspackte und ihr Kind stillte. Heute auf zum Vater und dem Hund, Frühstücken und abends kochen und zusammen essen. Ich wollte heute eigentlich Bohnen machen, aber nirgendwo gab es Bohnen, außer die in der Dose, also gibt es Brokkoli. Gestern Abend noch gebadet, in der Badewanne könnte ich derzeit auch den Tag verbringen. Ich habe aus den Verkäufen im Laden etwas Geld bekommen und werde davon wohl eine Forderung des Jobcenters zahlen, schade, wenn Extra-Geld reinkommt und gleich wieder verschwunden ist. Das Gehalt müsste auch bald kommen, ist aber noch nicht in Sicht. Auf in den Tag, die Sonne lächelt draußen.