Psychonachbarn, Lager, heulen, Fisch, Bodenbeläge und Überlebende

Guten Morgen, der Kaffee schmeckt und alles friedlich. Irgendwas ist mit dem Psychonachbarn, entweder renovieren sie oder sie ziehen aus. Ich hoffe natürlich auf zweiteres, mein Wohlfühlfaktor würde sich stark erhöhen ohne sie. Gestern ein aufregender und tränenreicher Tag, die Heuschrecken aus Sachsen waren da und haben das Beste aus dem Lager mitgenommen. Leider ist das Lager immer noch voll, aber ich denke das Meiste davon kann jetzt gespendet werden. Hat mich sehr viel Kraft gekostet, erst körperlich beim Schleppen helfen und dann emotional, denn das ist Mama loslassen. Es macht aber keinen Sinn für mich den Kram zu horten, denn ehrlich gesagt, vor ihren Tod mochte ich den Kram nie. Ich hatte für mich nur beschlossen, dass alles noch unter Leute kommt und nicht entsorgt wird. Ihre Sachen sollen getragen werden, irgendwo auf der Welt von Leuten, die den Kram mögen. Danach total verspannt mit Schmerzen nach Hause und eine Runde geheult, ja heulen ist auch für starke Menschen was, denn es baut nachweislich Stress ab. Nicht heulen, wenn einem danach ist, ist Selbstzerstörung, die einem keiner dankt. Man kann es ja diskret machen und nicht öffentlich, das ist dem Stresslevel im Körper egal. Es gibt keine Extrapunkte für dramatisches öffentliches heulen.

Gekocht dann noch Fisch mit Gurkensalat und Kartoffeln, das war überraschend gut. Für den Moment fühle ich mich ein bisschen reich, weil ich gestern Geld gemacht habe mit dem Verkauf, aber Fakt ist, das ist wohl eher ein teilweiser Ausgleich des Corona-Dispos bei der Bank. Also jetzt nicht groß einkaufen gehen, das habe ich bereits gemacht. Feststellen müssen, dass Bodenbeläge scheiße teuer sind, was ich mir wünsche, liegt bei einem Raum schon bei 500 Euro Materialkosten. Ich würde sagen, da muss ich auf den Weihnachtsbonus warten oder doch noch auf den Lottogewinn der niemals kommt? Heute Abend ein Termin im Büro mit meinen Schülern, mal sehen wie das wird und wie ich den Tag bis dahin gestalte. Es wartet noch ein Ausflug in die weit entfernte Postfiliale, was würde ich mit meiner Freizeit machen ohne DHL.^^ Eigentlich wollte ich noch zu Netto, aber der hat für eine Woche zu, ich verkrafte es, aber die anderen? Ich hörte schon schreiende Nachbarn deswegen, ist ja auch doof, wenn der einzige Supermarkt in der Gegend einfach zu hat. Ich habe bestellt und werde den Arbeitsweg noch zum Einkaufen nutzen.

Die Sonne geht gerade auf, das ist ein schönes Spektakel, ich fühle mich ruhig, denke Mutter ist zufrieden und der Vater sicher auch, jetzt wo absehbar das Lager geräumt ist. Ein Song meiner Mutter, aber dieses Mal als Botschaft an sie: „Ich werde nicht ohne dich sterben!“

Wahlchaos oder Wahlbetrug?

Ich war wählen. Doch leider nicht so schnell ich dachte, denn vor dem Wahllokal eine lange Schlange mit der Ansage 30 Minuten Wartezeit oder länger. War dann auch länger, 40 Minuten stehend darauf gewartet in eine von gerade mal zwei Wahlkabinen in meinem Wahlbüro zu kommen. 5 Wahlhelfer, aber nur zwei Kabinen? Vor und hinter mir sicher 50 ebenfalls wartende Leute? Ein Kerl kam laut schreiend vorbei: „Das wäre Wahlbetrug, schon morgens wäre die Schlange lang gewesen und er wäre wieder gegangen. Man wolle die Leute vom Wählen abhalten, viele würden doch so gleich wieder gehen?! Ob es jetzt auch solange dauern würde?“ Die Wahlhelferin meinte nein, jetzt unter 30 Minuten warten und er stellte sich weiter schimpfend in die Schlange hinter mir. Hm, ein Spinner oder ein schlauer Kopf? Eine kleine Recherche ergab, mein Erlebnis ist kein Einzelfall, überall in Berlin herrschten Chaos und Wartezeiten, es kann sogar sein, dass Wahlen ungültig sind. Eine Freundin berichtete auch von einer Warteschlange in Kreuzberg. Immerhin meiner Quelle ist auch zu entnehmen, dass die Wahlbüros deswegen NICHT um 18 Uhr schließen, wenn noch Leute vor der Tür stehen. Alles Corona? Oder warum plötzlich so ein Wahlchaos? Sollten wir die Wahl lieber wiederholen? Ich finde es schon seltsam, dass bei so einer wichtigen Wahl so viel schiefgeht. Warten wir die Ergebnisse ab.

Kaffee, Excel, Produktivität und Melanie

Guten Morgen, viel zu früh wach, es scheint als wäre es noch Nacht. Immerhin sechs Stunden am Stück geschlafen. Kaffee gekocht und beschlossen früher ins Büro zu fahren. Irgendwie sehr anstrengend wieder jeden Tag im Büro zu sein, bin ich nicht mehr gewöhnt. Gestern war ganz gut, Supervision, Kollege anlernen, Beratung, Massage und Vater dann abgesagt, weil nach der Massage sehr schwindelig und müde gefühlt. Noch mehr Anfragen zu der restlichen Kleidung aus dem Laden meiner Mutter, aber ich brauche genaue Stückzahlen und gebe zu, ich hab keine Lust auf die Exceltabelle. Es ist noch dunkel und ich vermute, der Mann hat jetzt Feierabend. Der Rücken tut mir weh von der Massage, scheine aktuell sehr verspannt zu sein. Immerhin nicht mehr so aggressiv, voller Liebe bin ich zwar auch nicht, aber irgendwas in der Mitte. Diese Woche die letzte 4-Tage-Woche, ab nächste Woche geht es dann wieder richtig rund. Interessanterweise aber in der 4-Tage-Woche nicht weniger produktiv gewesen als in der 5-Tage-Woche. Kann man mit dem Arbeitgeber aber nicht machen, sagen: „Ich komme dann bei gleichem Ergebnis nur 4 Tage, aber bitte bezahlen Sie mich weiterhin 5 Tage die Woche.“ Dabei gibt es sogar Studien dazu, dass in weniger Arbeitszeit die Produktivität steigt, also nicht nur bei mir. Eine weitere Erinnerung ist dazu gekommen, eine Erinnerung die ich in der Psychose auch schon hatte, die damals aber eskalierte. Es geht um die Geschichte von Melanie aus Lichtenrade, einer ehemaligen Klassenkameradin und Freundin von mir, aber diese Geschichte aus den 90ern erzähle ich ein andern Mal. Die Geschichte ist aber echt, denn Sandra und Melanie waren damals dabei, das war keine einsame Hirngeburt ohne Zeugen. Ich wollte Melanie damals retten und habe mich dabei selber in die Scheiße geritten? Egal, ich nehme diese Erinnerung wahr, aber steigere mich nicht wieder rein, wer auch immer damals was gesagt oder versprochen hat, es ist zu lange her. Neuroleptika weiter hoch gesetzt und meine linke Seite tut wieder weh, angeblich nicht möglich bei der geringen Dosis, ich spüre es aber. Heute letzter Arbeitstag die Woche und dann endlich frei und in ein langes Wochenende. Keine Termine gemacht, ist gerade alles genug und die Wohnung mit vielen Aufgaben wartet auch. Kommt ein neuer Lockdown? Ich vermute, nach den Wahlen könnte es wieder so weit sein. Oder wird es bald öffentliche Kennzeichnungen für geimpfte und ungeimpfte geben? Ich finde diese Spaltung in der Gesellschaft weiterhin gruselig. Versuchen wir es mit ruhigeren Klängen zum Tag, ein Song den ich damals noch über einen Walkman im Internat hörte:

Scheißtag, Einkaufspreise, Aggressionen und Erinnerungen

Tach och, war das ein Scheißtag gestern. Auf Arbeit so sehr geärgert, dass ich schreiend davon rennen wollte, ja wieder die Kollegin. Dann zum Restaurant um den sehr müden Mann zu treffen und schlechtes Essen bekommen. Dann Rohrbruch am Herrrmannplatz und keine U-Bahn nach Hause. Ein durchgehend „perfekter“ Tag. Brauchte dann noch ne Weile um mich abzuregen. Den besten schwulen Freund zugekotzt und noch weitere Personen. Heute schon etwas besser. Heute wieder Büro und Supervision. Vielleicht alles gerade zu viel, zurück ins Büro, Kollege anlernen, sehr viele Termine und dann auch noch privat sehr viele Verpflichtungen. Gut, dass ich heute noch meine Massage habe. Am Wochenende ins Lager, es gibt Kaufinteressenten, aber die wollen mehr Informationen und Fotos. Aber gut, vielleicht kann ich dann auch noch mal für mich schauen, ob ich passende Kleidung finde? Klar ist, niemand wird mir die Verkaufspreise der Mutter zahlen, ich kann froh sein, wenn ich annähernd die Einkaufspreise erhalte. Dafür sollte ich aber die gesamten Einkaufspreise kennen. Zum Glück war meine Mutter ein Inventur-Nazi, die meisten Antworten sollte ich durch eine Excel-Tabelle finden. Wieder angefangen mit der undankbaren Freundin zu sprechen, vielleicht gibt es ja doch eine Lösung. Endlich gelernt die Zahnschiene für oben auch wieder aus dem Mund zu kriegen, das war die Tage ein Problem, weil sie zu fest sitzt. Wieder Verdauungsprobleme, aber immerhin 7 Stunden geschlafen. Heute Pizza mit dem Vater, ich möchte einen neuen Sauerteig ausprobieren. Der Mann hat mir gestern verschiedenfarbige Rosen mitgebracht, jede Farbe hat eine Bedeutung. Aktuell ist mein Motto wohl: „Ach Sie suchen Streit?“ oder sind es doch nur die Anderen oder beides? Ich sage nur: „Friedlich durch das Leben gehen ist gar nicht mal so leicht“. Warum können mich die Arschlöcher der Welt nicht einfach in Ruhe lassen? Wie die Musikauswahl zeigt spitzen^^ Laune. Aggressionsabbau mit politisch nicht korrekter Musik. „Die Zeit heilt Wunden, doch vergessen kann ich nicht…“

Schlaf, die Wohnung, Wahlen und Veränderung

Guten Morgen, wirklich ganz gut, fast 8 Stunden geschlafen. Insgesamt aber nicht so gut drauf, denn der Vater hat verkündet, die ehemalig gemeinsame Wohnung mit meiner Mutter aufzulösen. Das hat mich dann doch getroffen, dass diese Erinnerung verschwinden wird. Andererseits eine Wohnung in Berlin fast leer stehen lassen, ist natürlich auch keine Dauerlösung. Er verkauft jetzt ihren Kram, denn er und leider auch ich nicht brauchen. Darüber hinaus wird er wohl endgültig zur neuen Frau ziehen, ein Ort wo ich ihn wohl nie besuchen werde. So verliere ich nicht nur den Ort der Erinnerung an meine Mutter, sondern auch ihn stückweise. Alles nicht so lustig. Der Vogel schreit und geht mir auf die Nerven, einiges vor heute, nachdem die erste Priorität „Schlafen“ erfüllt ist. Endlich keine Arzttermine heute, heute wartet die Wohnung auf mich. Der Mann ist fertig mit der Nachtschicht und schläft hoffentlich bald. Die Wahlen stehen vor der Tür und ich bin immer noch nicht sicher was ich wählen werde, es ist eine strategische Abwägung. Eine zu wichtige Wahl, um irgendeine Außenseiter-Partei zu wählen. Dabei wird mir immer wieder vom Wahl-O-Mat die Tierschutzpartei mit größter Übereinstimmung angeboten. Die werden aber sicher nicht die AfD in meiner Gegend stoppen können. Zukunft, ich hoffe, das Land kippt nicht nach rechts, zu viel Frust in der Bevölkerung und beobachtbar weniger soziales Verhalten. Ein ehemaliger Freund schickte gestern ein 1a Querdenker-Video auf einem Telegramm-Kanal, auf seinem Planeten möchte ich nicht leben. Ich finde, man muss unterscheiden zwischen Verschwörungstheorie und wie in meinem Fall Kritik an der Regierung und ihren Maßnahmen. Ich leugne nicht, dass es Corona gibt, ich leugne nicht, dass Maßnahmen nötig sind, finde aber die Umsetzung unserer Regierung schlecht und egoistisch. Alles sacken lassen erstmal, es scheint wieder etwas kontrollierte Normalität wiederzukehren. Die Bude sieht mies aus, irgendwie haben mich die letzten Jahre geschafft, als mein Mann zum ersten Mal meine Wohnung sah, meinte er noch wie ordentlich und sauber, aber jetzt, nachdem er hier wohnte und es im Job richtig abging, sind wir hier weit davon entfernt. Keine Lust zu putzen, wenn er dann gleich wieder kommt und alles dreckig macht. Keine Kraft zu putzen, wenn wieder Leute am Arbeits-Telefon mit Selbstmord drohen. Keine Zeit zu putzen, wenn ich ständig für zwei Männer am Einkaufen und Kochen bin. Keine Kraft zu putzen, wenn ich große Schmerzen wegen des Entzuges von Neuroleptika habe. Überforderung, meine Wohnung erzählt eine Geschichte der Überforderung. Aber ich bin noch da und putzen kann man nachholen. Veränderung, die größte Herausforderung für mich, früher änderte sich so oft immer alles für mich, ich sage nur mindestens 10 Umzüge bis zum 18. Lebensjahr, ich glaube es waren sogar mehr. Ein Grund warum ich heute nicht mehr so darauf stehe, aber das Leben geht weiter und Leben ist immer Veränderung:

Kontrolliert

Ich habe es immer noch nicht überwunden, dass mir das in Berlin passiert. Nein ich wurde nicht nach meinem Fahrschein gefragt, dass passiert schon mal. Nein, ich saß in einem Café und plötzlich kommt das Ordnungsamt und lässt sich von allen Gästen einen Nachweis zeigen, ob genesen, geimpft oder getestet. Wer keinen Nachweis hatte, durfte gehen. Nicht viel später saß ich mit meiner Begleitung fast allein im Café. Ätzend. Wie ich bei der Kontrolle nach meinem Impfausweis griff, ihn vorzeigte, wie so eine folgsame Bürgerin und dafür sitzen bleiben durfte. Wilde Freiheit, das war Berlin mal, bis Corona kam.

Wach, geputzt, Klugscheißerin, gekocht und Teenagermusik

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, weil der Mann da ist. Irgendwie geht das selten gut: Wir beide in einem Bett über Nacht. Einer von beiden liegt dann meistens wach. Eine bin diese Nacht wohl ich, aber nicht so schlimm, ich habe heute frei, während er heute noch arbeiten muss. Vater hat für heute abgesagt und ich keine Pläne, also später schlafen. Gestern wollte ich eigentlich das Wohnzimmer umräumen, uneigentlich habe ich dann geputzt, weil das weniger anstrengend erschien. Auf dem großen Fernsehen macht Filme gucken plötzlich wieder Spaß, ich bleibe dabei den Film zu schauen und lege zwischendurch sogar Laptop und Smartphone weg. Der Mann ist der Meinung ich bin zu viel im Internet und dass das nicht gut für meinen Kopf ist, sagte er, nachdem ich ihn mit Fakten/Statistiken aus dem Internet meine Sichtweise untermauert hatte. Ich bin wirklich zu viel im Internet, ich mag das aber nicht hören, nachdem ich eine Diskussion durch ordentliche Recherche, sogar in Englisch für ihn, gewonnen habe. Ist er jetzt ernsthaft besorgt oder mag er einfach keine Klugscheißerfrauen? Oder beides? Der Kaffee schmeckt und ich habe gestern den Kampf gegen den Riesenkarton beim Altpapiercontainer verloren, ein schöner blauer Fleck ziert nun meine Hand. Gestern früh Päckchen abgeholt und Tabak besorgt, der Kassierer des Kiosks war sichtlich und riechbar besoffen am Vormittag. Immer noch keinen neuen Duft gefunden, mein Gewohnheitstier sträubt sich nach so vielen Jahren anders duften zu wollen, außerdem habe ich seit ein paar Monaten eine sehr empfindliche Nase, ich rieche viel intensiver und so kommt mir fast jedes Parfüm erstmal sehr aufdringlich vor. Vielleicht derzeit doch nur ein Stück Seife für mich? Immer noch begeistert von der Zahnschiene, so viel besser und keine Schmerzen mehr. Gekocht gestern Gemüse mit asiatischer Soße, Reis und Entenschenkel, das fand der Mann dann mal endlich gut. Morgen zum Kosmetiker und zum Telefonieren verabredet. Wobei das eigentlich übervorsichtig ist, überall in der Stadt wird das Ende von Corona abstandslos gefeiert. Überall Menschen ohne Masken, die Gruppenkuscheln betreiben. Die Freundin, mit der ich telefonieren will, ist geimpft, ich auch, aber wir halten trotzdem Abstand? Der Tag grüßt grau, die Vögel schweigen und ich bin bei Teenagermusik, heute nicht nur Ärzte, sondern auch Nirvana:

Stadtrundfahrt, Stromkosten und peinliche Musik

Guten Morgen, früher ins Bett und mitten in der Nacht wach. Noch nicht ganz wach, aber der Kaffee schmeckt. Beim Psychiater gestern alles unspektakulär, er hat mir eine Zusage für einen Arztbrief gemacht, mit dem ich leben kann. Ob es das jetzt allerdings wert war 4,5 Stunden unterwegs zu sein? Auf jeden Fall eine „lustige“ Stadtrundfahrt gehabt mit vielen Bussen, U-Bahn und für ein paar Stationen sogar S-Bahn. Der zweite Arzttermin entfiel damit, sogar wenn ich gewollt hätte, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich pünktlich zu sein. Gestern weiter erinnert, an ein Gespräch mit einem Kollegen vor 23 Jahren, ich hoffe ich erinnere mich falsch, weil wenn das wahr ist, dann dachte ich all die Jahre fälschlicherweise er sei ein Freund. Egal, wen ich hier alles in der Stadt kenne, besser ich erinnere mich nicht. Heute kommt eine Kochbox, ich freue mich, denn bei der letzten Box waren 2 von 3 Mahlzeiten gut für mich. Die Kollegin versteht meine Liste nicht, ich habe ihre Liste auch nicht verstanden. Ich würde mal sagen, wir sollten heute mal telefonieren und versuchen uns gegenseitig unsere Logik zu erklären. Heute Homeoffice mit bisher zwei Terminen, meine Erfahrung damit: Es bleibt nicht dabei. Der Mann hatte Nachtschicht und schläft jetzt hoffentlich. Der Tag grüßt grau mit verhaltendem Sonnenschein, die Vögel draußen singen, die drinnen halten zum Glück den Schnabel. Ärgere mich über meinen Stromanbieter, der ohne Zählerablesung irgendeinen hohen Wert geschätzt hat und meinen monatlichen Abschlag fast verdoppelt hat. Klar kriege ich zurück die Kohle, aber sehe ich so aus als wäre ich die Kreditstelle für notleidende Energieunternehmen? Überhaupt was sollen diese Tabellen für den durchschnittlichen Verbrauch in einer bestimmten Wohnform? Mein Verbrauch liegt bei maximal bei 2/3 dieser Werte. Seit Jahren kriege ich immer Geld zurück, seit Jahren gebe ich damit zinslose Darlehen. Gestern wieder verarscht worden von DHL: Ankündigung Paket kommt zwischen 17 und 19 Uhr. Zustellversuch 14 Uhr und ab in die Filiale. Vielen Dank auch! Da war ich wohl etwas optimistisch, dass DHL wieder die reguläre Arbeit aufgenommen hat. Gestern unterwegs keine Spur mehr von Abstand in den öffentlichen Verkehrsmitteln, überall Gedränge, jeder Sitzplatz wird besetzt, egal wie nah man sich kommt. Ehrlich gesagt, das fand ich an Corona ganz entspannend, dass niemand mehr neben mir sitzen wollte. Gestern meinte leider eine Frau im Bus, das Arsch-Kuscheln mit mir super ist. Ich hoffe der Streik ist jetzt wieder vorbei, im vollen Bus stehend und/oder mit Körperkontakt zu Fremden fahren, wirklich nicht mein Ding, auch ohne Corona. Gestern sonst nicht viel passiert, Spaghetti-Reste mit Sauerkraut und Schinken in der Pfanne gemacht, war gar nicht so schlecht. Auf in den Tag, die Dusche wartet und hat hoffentlich warmes Wasser für mich, warmes Wasser gibt es hier jetzt nicht mehr immer, was nicht an den Rohren liegt, sondern an einer (defekten?) Umwälzpumpe. Denken, könnte ich aufhören zu denken, ohne dabei gleich tot zu sein. Ein Song aus Kinderzeiten dazu, ja heute der Mut zur Peinlichkeit:

Kurze Nacht, keine Schmerzen, Parfüm und meine Welt

Guten Morgen, viel zu kurze Nacht, aber ich lege mich nach dem Schreiben wieder hin. Gestern dann doch nicht so viel passiert wie gedacht, da der Mann noch bis 14:30 hier war. Gegessen asiatisch vom Lieferdienst, war frisch, lecker und reichlich, ein Tipp einer Freundin, dort und nicht woanders zu bestellen. Mit der ehemaligen Kollegin telefoniert, hat gutgetan, ich hatte angefangen sie zu vermissen. Also nicht das Wohnzimmer umgestellt, aber immerhin Wäsche gewaschen. Es ist zu bemerken und zu wertschätzen, dass ich gerade keine körperlichen Schmerzen habe, kein Fußschmerz, kein Beinschmerz, kein Hand- oder Armschmerz und auch die Verdauung läuft. Blutdruck und Puls auch ok, ich fühle mich fast gesund. Mit der Ex-Kollegin/Freundin über Anpassungsstörungen gesprochen, vielleicht habe ich aktuell doch eine, und zwar deswegen, weil ich meine Mutter immer noch vermisse. Diesem Umstand, dass sie tot ist, dem kann ich mich nicht anpassen. Es bleibt aber trotzdem dabei, dass mein Herzarzt sowas nicht diagnostizieren darf. Habe am Montag einen Termin beim Psychiater, der kann mir dazu gern was erzählen. Bin auf der Suche nach einem neuen Parfüm, die Neue vom Vater hat meinen Duft geklaut, geht irgendwie gar nicht, dass seine Neue genauso riecht wie ich, aber sie ändert es nicht, also bin ich dran? Der Mann wäre über einen neuen Duft auch erfreut, irgendwie ist Parfüm ein großes Thema bei Afrikanern. Zum Beispiel in der Kirche gilt bei Parfüm: „Viel hilft viel.“ Das ist eigentlich so gar nicht mein Motto, aber gut nach 15 Jahren kann man mal einen neuen Duft probieren? Heute zum Vater, mal sehen, wie es wird, heute habe ich nicht so einen großen Rededrang, gerade beschäftigen mich keine scheinbar psychotischen Gedanken, für die ich einen Realitätsabgleich brauche. Geplant ist heute Wiener Schnitzel, Kartoffelspalten und ein Gurkensalat mit Sesam und Chili. Mal sehen, wann die andere Ex-Kollegin was merkt, sie hatte schon früher Größenwahn und neigte dazu arrogant zu sein, ich warte dann mal, ob sie wieder die Erde erreicht. Das passiert, wenn Leuten Erfolg zu Kopf steigt. Ein grauer Tag grüßt, es ist frisch und das Haus ruhig, auch die Vögel draußen und drinnen schweigen. Ich frage mich was meine Mutter gerade macht, ob sie irgendwo mit unserer Bobtail Hündin spaziert, spielt und kuschelt. Nicht über die nächste Woche nachdenken, so viele Termine, mal sehen wie ich mich schlage. Zum Morgen an Pippi Langstrumpf gedacht, in meiner Erinnerung singt sie besser:

Egal, das bleibt aber trotzdem mein Lebensmotto: „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt!“

Arbeit, Müll, husten und untreue Freundinnen

Guten Morgen, endlich mal länger als sechs Stunden geschlafen und das, obwohl der Mann da ist. Der Tag gestern war wieder sehr beschäftigt mit Arbeit, gar kein Problem die Zeit zu erfüllen. Viele Termine gemacht, die nächste Woche bin ich ausgebucht. Den Abend gestern dadurch versaut, einen abgelaufenen Joghurt zu essen und mich danach Übergeben zu müssen. Selbst schuld, blöde Prägung, wenn frau denkt, sie müsste immer den Müll aufessen. Kurze Erklärung zum zusätzlichen Text gestern, die Herzpraxis hat nach erneuter Rückfrage geschrieben, ich kriege meinen korrigierten Arztbrief, ohne fachfremde Diagnosen! Schon krass wie selbstherrlich manche Ärzte Sinn, ich bitte doch auch nicht meine Zahnärztin um eine gynäkologische Untersuchung. Irgendwie seit gestern husten, also heute vielleicht noch ein Corona Test? Ist nämlich so eine Sache auf Arbeit zu fahren, die Infektionszahlen sind dort sehr hoch, während in meinem Wohnbezirk die Zahlen sehr gering sind. Gleich zwei untreue Freundinnen haben sich gestern wieder nach langer Pause gemeldet, aber auch ich kann mir jetzt Tage und Wochen für eine Antwort Zeit lassen. Warten ist Demut und eigentlich war ich noch nie demütig und wenn, dann sicher nicht im privaten Bereich. Der Kaffee schmeckt, der Vogel stresst und es grüßt wieder ein grauer Tag. Immerhin die Temperaturen sind wieder hochgegangen und es gab Sonnenschein. Gestern das hier gekocht und enttäuscht gewesen. Bei dem Foto denkt man an Rindersteak, es war aber Schweinesteak, solange in Hoisinsoße eingelegt bis es dann dunkel aussieht. Nicht der Hit, heute lieber wieder Freestyle kochen. Immer noch keine Ahnung über die Zukunft meiner Arbeit, aber ich mache dann mal weiter, denn alle anderen Optionen stinken gerade ab. Eigentlich könnte ich jetzt schon in einer Fortbildung für einen besseren Job sein, hätte jemand Wort gehalten, uneigentlich bin ich es aber nicht. Keine Ahnung, ob ich das verzeihen kann, nicht Wort halten ist aus meiner Sicht ein schwerer Verstoß im Vertrauen. Dank der besprochenen Urlaubsregelung diese Woche wieder einen Tag kürzer gearbeitet, also ein langes Wochenende für mich. Wobei auch nicht so wirklich, Sonntag zum Vater und Montag Ärztemarathon. Das für mich neue Arbeitszimmer ist wunderbar, ein ruhiger Platz mit Sonnenschein, war zwar für den Mann gedacht, aber jetzt meins. Wie fühle ich mich? Mary sagt es am besten: