Nein, Supervision, Nachbar und mein altes ich

Guten Morgen, endlich mal mehr geschlafen. Gestern früh ewig an einer neuen technischen Lösung für das Team gearbeitet, die dann auch gelang. Ja aktuell freue ich mich, wenn ich andere Arbeit finde als Beratung, meine Seele sagt „Nein“ zu Entlastungsgesprächen für Fremde. Ehrlich gesagt auch nicht so gern für Freunde und Familie, ich habe mit mir selber zu tun. Heute ins Büro, heute Supervision, ich hoffe, ich kriege die Redezeit, die ich brauche. Dass die Reaktion, wenn ich „Nein“ sage ist, dass Leute heulen und betteln, damit komme ich nicht klar. Gut heute raus zu kommen, gut die Kolleginnen zu sehen, gestern habe ich nur für den Müll das Haus verlassen. Den neuen Hausmeister gestern kennengelernt, weil der Nachbar wieder laut bohrte, schade, dass der Alte nicht mehr da ist, der konnte den Nachbarn beeinflussen/beruhigen. Jetzt fühle ich mich wieder allein mit dem Psycho. Vielleicht sollte ich hier wirklich ausziehen und ihm eine Großfamilie oder eine wilde Studenten-WG als Nachmieter schenken. Ich denke dann wird er verstehen, wie ruhig ich hier eigentlich bin. Blutdruck und Puls unten, fühle mich auch so, müde und verpennt. Im Arbeitszimmer arbeiten, ist viel besser für mich, es strukturiert mehr, wäre da nicht der Nachbar der nach 3 Stunden Telefonat im Arbeitszimmer laut stark bohrt. Nein ich telefoniere nicht laut, aber telefonieren gehört nun mal zu meiner Arbeit. Kann doch irgendwie nicht sein, dass er noch nicht mal einen Mietvertrag hat, sich aber als Besitzer des ganzen Hauses wähnt. Gestern keinen Bock auf den Internetfreund gehabt, seine Depression, sein Weltschmerz, färbt ab auf mich. Bin nicht gut genug drauf, um davon unbeeinflusst zu sein. Sich gegenseitig deprimieren, kann ja irgendwie auch nicht der Sinn eines Gesprächs sein. Schnittblumen blühen im Wohnzimmer, mein Luxus, den Vater erinnert es an die Mutter, dabei meine ich, habe ich zuerst damit angefangen mir selber jede Woche einen Strauß aus dem Supermarkt zu spendieren. Was soll Frau machen, wenn Mann keine schenkt? Dabei wäre es wirklich kein teures Wunderwerk, jede Woche für 2-4 Euro einen Strauß zu bringen. Egal selbst ist die Frau, wie auch bei anderen Dingen. Heute noch keine Beratungs-Termine, aber eine Warteliste mit Menschen, die ich anrufen kann. Ich hoffe ich habe Glück und es gibt keine Tränen. Der Kaffee schmeckt, die Kippe weniger, irgendwie schmecken Kippen kacke, aber ich kann es trotzdem nicht sein lassen, obwohl ich es besser weiß. Für eine blöde Nachbarin gestern ein Paket entgegengenommen, ich mag sie nicht und ich glaube sie mich auch nicht. Aber das Paket war sehr groß und schwer und der Paketbote tat mir leid. Aber gut, ich habe es überlebt und sie auch. Hier und da mal nett sein, muss schon drin sein, auch wenn man keinen Kaffee zusammen trinken möchte. Etwas Sonne ist zu sehen, die Straße rauscht, es gibt schlimmere Tage. Brötchen warten, aber keinen Hunger. Die Erinnerung an mein 11-Jähriges ich bewegt mich immer noch, sie wäre entsetzt von meinem Leben, was hatte die für Pläne, aber dann kam Berlin:

Nacht, Vater, Pakete, Jobs und Berge

Ein Gruß aus der Nacht, bin müde, aber wach, irgendein Nachbar hat gerade das Haus verlassen. Gestern der Tag ging schnell vorbei, einkaufen gewesen, Mann kam vorbei, Arbeits-Videotreffen, Pizza gemacht, Vater kam zu Besuch und danach alleine entspannen. Bis zum Treffen mit dem Vater ging es mir (sehr) gut, als er dann da war nicht mehr. Thema mit dem Vater war Tod der Mutter und die Entsorgung der Spülmaschine. Ja mein Geschirrspüler ist Schrott und eine Reparatur lohnt nicht mehr. Irgendwie habe ich den Eindruck, auch der Vater entfernt sich gerade. Er hat immer weniger Zeit und wenn, hat die neue Partnerin und deren kranke Mutter Priorität. Finde ich so nicht richtig, mit denen hat er nicht die letzten 30 Jahre verbracht, die haben ihn nicht aufgefangen als es ihm nach dem Tod meiner Mutter schlecht ging, aber gut, die sind wohl seine Zukunft. Wo meine Zukunft dann liegt, weiß ich aber nicht. Der Bruder wird immer seltsamer, der Vater entfernt sich mit neuer Partnerin und ich habe dann wohl nur noch als enge Verwandtschaft den Mann in Berlin. Nicht so gute Aussichten für mich. Heute ein Paket vom Paketshop abholen, ist man einen Tag die Woche nicht da, kommen natürlich alle Pakete auf einmal. Meine Nachbarinnen hatten ja einiges für mich angenommen, aber ein Paket ist jetzt kilometerweit entfernt im Paketshop. Der Kaffee schmeckt und ich überarbeite gerade meinen Lebenslauf, denn es gab eine Anfrage einer Recruiterin. Eigentlich will ich nicht wirklich wechseln, aber zu wissen, was andere bieten und einen Plan B haben, erscheint mir gerade nicht so falsch. Wenn Corona nicht aufhört, weiß ich nicht, ob ich meinen Job seelisch noch lange aushalte. Ein Ausweg scheint nur die extreme Abgrenzung gegenüber dem Kunden, aber selbst wenn ich das lerne und durchziehe, möchte ich das? Alles unklar gerade. Erwachsensein sein, Verantwortung tragen, stinkt. Fühle mich gerade alleine mit der Trauer um die Mutter, der Mann kannte sie nicht, der Bruder ist wie immer abwesend und anderer Meinung und der Vater investiert lieber in die Zukunft. Es ist dunkel, grau grüßt der Tag oder ist es noch die Nacht? Die Straße rauscht aber wie der Tag. Die Aktivität der letzten Tage scheint mir aber gutzutun, gerade nur alleine zu Hause sitzen, echt nicht ratsam. Frische Blumen gekauft, mein Luxus, Schnittblumen braucht man eigentlich wirklich nicht. So viel Depression gerade um mich herum und jetzt ist auch noch der Sommer ausgefallen. Überall verrückte Leute, kein Tag wo ich keinen durchgeknallten Menschen sehe, meistens mehrere und sollte ich zu Hause bleiben, gibt es da immer noch die Nachbarsfamilie und dann im Zweifelsfall auch mich selber. Ich muss mein Leben ändern, wenn ich es noch länger behalten möchte, aber ich kriege es gerade nicht hin, ich müsste abnehmen, ich müsste aufhören zu rauchen, mir einen Sport suchen, aber gerade kriege ich nur das hin, was wirklich für den aktuellen Tag notwendig ist. Also werde ich wegen Corona und nicht durch Corona sterben? Auch ohne Corona wären diese Herausforderungen schwierig. Na immerhin mein Covid-Arm ist wieder in Ordnung, die schmerzhafte Rötung nach der Impfung ist verschwunden, ich hoffe das bringt jetzt auch irgendwas, einen nicht zugelassenen Impfstoff in den Venen zu haben finde ich immer noch gruselig. Das Bein tut wieder weh, die Zehen sind wieder teilweise taub, danke Neuroleptika-Erhöhung, danke Muskelkrämpfe, danke Stress. Erzähle es der Tapete, sagte meine Mutter immer, wenn sie nicht zuhören wollte, ich erzähle es dann mal dem Blog oder den Bergen, hier in Berlin eher Müllberge:

Früh, Steuer und der falsche Umgang mit Depressiven

Guten Morgen, viel zu früh wach, aber auch sehr früh schlafen gewesen. Büro war gestern ganz gut, viel Organisatorisches gemacht, damit die Arbeit wieder losgehen kann. So richtig ran an den Kunden traue ich mich noch nicht, habe Respekt vor dem Leid der anderen. Der Kaffee schmeckt und ist auch nötig, denn ich habe leichte Bauchschmerzen, vielleicht weil ich ein Steak gegessen habe, irgendwie vertrage ich Fleisch nicht mehr so gut. Das Steuerprogramm meldete gestern, dass der Bescheid da ist, knapp 10 % weniger Geld als erwartet, aber immer noch reichlich Geld. Sehr schön, jetzt muss nur noch die Überweisung kommen. Nächste Woche dann doch Urlaub, ist vielleicht auch besser so, Mama-Woche. Der Internet-Freund unterstellte mir gestern magisches Denken, weil ich ihm erklärte, dass Menschen mit fehlendem Selbstwert Probleme haben Glück in das eigene Leben zu lassen, einfach, weil sie es sich selbst nicht gönnen. Das ist aber ein Erfahrungswert aus dem eigenen Leben und hat aus meiner Sicht nichts mit Magie zu tun. Fehlende Selbstliebe macht so vieles unmöglich. Er verstand daraus nur, dass alle Unglücklichen selber schuld sind, aber so war das wirklich nicht gemeint. Fehlende Selbstliebe hat meistens externe Gründe wie Prägung und diese zu überwinden ist echt schwierig. Aber vielleicht doch mein Fehler, solche Ansichten einem Depressiven mitzuteilen, ich scheine kein Händchen für den Umgang mit Depressiven zu haben, denn ich versuche immer positive Gedanken zu leben, egal wie scheiße die Lage ist. Das kommt aber anscheinend echt schlecht an. Mitheulen, ist für mich aber auch keine Lösung. Vielleicht verteidige ich mit solchen Sprüchen aber auch nur meine Gedankenwelt, weil ich es (momentan) nicht lange aushalte, wenn jemand dauerhaft so pessimistisch und hoffnungslos in die Welt blickt. Ich kämpfe doch nur darum nicht selber depressiv zu sein. Vielleicht ist das aber auch übergriffig, jemand anderem, der aus meiner Sicht eine bessere Geschichte als meine hat zu sagen: „Ich heule auch nicht, also warum du?“ Ich will damit auf keinen Fall den Schmerz des anderen kleiner machen, aber vielleicht verstehe ich es einfach nicht. Ich gelobe hiermit, ich erzähle keinem Depressiven mehr, dass es schlimmer kommen könnte, dass es auch Schönes zu entdecken gibt, das wird nur als Angriff verstanden, auch wenn es gar nicht so von mir gemeint ist. Es ist nur ein Versuch aufzuheitern, Hoffnung zu finden und ja das vielleicht auch: Die eigene Hoffnung nicht zu verlieren. Vielleicht sollte ich mich einfach von depressiven Menschen fernhalten. Der Tag dämmert, werde dann wohl früher ins Büro fahren, es gibt genug zu tun, die Datensicherung, Recherchen, Beratung und mein Lieblingstee ist auch wieder im Büro vorrätig. Morgen die zweite Impfung, ich hoffe, das haut mich nicht wieder so aus der Bahn wie die erste Impfung, keinen Bock mich wieder eine Woche krank zu fühlen. Nächste Woche gibt es nämlich gleich zwei Wellness-Termine für mich, eine Massage und der Ausflug ans Meer. Vielleicht doch noch mal versuchen zu schlafen? Was macht man in Berlin um 6 Uhr morgens? Ich habe keine Ahnung. Bisher war die Antwort darauf immer: Schlafen! Schließen wir mit dem Anti-Depression-Song meiner Urgroßoma, sie hatte eine Spieluhr mit diesem Song:

Besser, Ärzte, Gewicht, Gesundheit und Liebe

Guten Morgen, heute schon viel besser, vielleicht weil ich ausgeschlafen bin, vielleicht weil die Horroruntersuchungen beim Kardiologen endlich vorbei sind und sicher auch, weil mir das Gespräch mit dem Vater geholfen hat. Die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt, der Blutdruck ist unaufgeregt unten und ich muss Informationen von den Ärzten erstmal sacken lassen. Alles kommt jetzt auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung an, ob weitere Pillen nötig sind. Außerdem, welche Überraschung^^, wäre es wohl generell sinnvoll Gewicht zu reduzieren und aufzuhören zu rauchen. Gestern musste ich nämlich auch auf die Waage und ich war geschockt. Jetzt im Sommer weniger und/oder gesünder zu essen, sollte kein Problem sein, aber das Rauchen einstellen oder reduzieren, das wird deutlich schwieriger. Ich versuche dann aber mal beides und hoffe das Beste für die Blutresultate. Ich denke für einen Menschen wie mich, ist eine Blutdruckuntersuchung, die mich nicht schlafen lässt, denkbar ungeeignet, denn das setzt mich so sehr unter Stress, dass die Werte nur hoch sein können und so wie gestern, die Seele auch kurz vor dem Durchknallen ist. Pizza gestern tatsächlich bestellt und mit dem Vater geteilt, die roten Abdrücke der Messgeräte auf meinem Körper sind fast verschwunden. Gestern todesmutig noch gestaubsaugt und der Nachbar reagierte umgehend mit lauter Technomusik, nicht sein ernst, dass ich noch nicht mal 10-20 Minuten die Woche staubsaugen darf. Dem Mann gestern Lebensmittel und Putzutensilien geschickt, er hat sich gefreut, streng genommen hätte ich diesen Einkauf aber mir selber schicken sollen, denn er war viel gesünder als den Kram, den ich für mich bestelle. Aktuell ist meine Stimmung wohl als depressiv einzuordnen mit der Gefahr zum psychotischen, wenn ich nicht schlafe und/oder unter Stress stehe. Ich sehe aber nicht ein, dass ich wegen Stress im Beruf jetzt meine mühsame und unter Schmerzen erzielte Medikamentenreduktion wieder rückgängig mache. Dafür habe ich jetzt Monate gekämpft und gelitten und bei meinem jetzigen Medikament würde eine Dosiserhöhung auch wieder Beinkrämpfe bis zur Unfähigkeit zu laufen bedeuten. Ruhe, ich brauche noch Ruhe und vielleicht noch andere Medikamente für den durch Neuroleptika und die Zeit zerstörten Körper. Die Vögel sind ruhig oder nicht störend und ich habe Angst vor dem Blutergebnis. Es zu wissen ist aber besser, als unwissend zu verfallen. Die Videokonferenz gestern war ok, ich lasse mich aktuell zu nichts drängen, erst kommt die Gesundheit, denn Gesundheit ist unbezahlbar. Ich werde nicht den gleichen Fehler wie meine Mutter machen und Arbeit über Gesundheit stellen bzw. ich habe den Fehler schon mehrfach gemacht und gelobe jetzt Besserung. Ich lasse mich nicht wieder total zerstören und zerstöre mich auch nicht selber, um eine gute Arbeitnehmerin zu sein. Mein Körper ist schon kaputt, aber ich hoffe das lässt sich reparieren, noch bin ich jung genug dafür. Noch ein Song zum Tag für mich und für alle die da draußen gerade nicht weiter wissen…

Schlaf, Brandenburg, Depression und Zeitreisen

Guten Morgen, endlich genug geschlafen, aber immer noch müde. 9,5 Stunden habe ich jetzt geschlafen und könnte weiterschlafen. Der Vogel stresst, das Haus schweigt. Gestern doch noch in Brandenburg gewesen, er hatte sogar Essen organisiert. Leider war mir nicht so nach Essen, es war zu früh und mir noch schlecht. Irgendwie geht es mir immer noch nicht gut, ja ich glaube aktuell bin ich depressiv. Corona zerstört so viele Biografien, vielleicht auch meine. Nichts großartig vor, außer den Vater auf eine Pizza zu sehen, bei der Nachbarin müsste ich auch noch klingeln, denn sie hat mein Päckchen. Der Kaffee schmeckt, meine Frauenorgane schmerzen und ich bin so müde. Der Tag wirkt auch depressiv, graue Wolken, graue Aussichten. Es ist schwierig ewig im Tunnel zu sein, wenn man kein Licht am Ende sieht. Corona kein Ende in Sicht, Arbeit keine Lösung greifbar und meine gesundheitlichen Probleme auch nicht so schnell lösbar. Der Mann ist auch müde, müde vom kämpfen um eine Zukunft, was dann doch meist nur zum Überleben langt. Freunde, auch alle mies drauf, ich bin auch an den Punkt niemanden mehr zuzuhören. Überall Katastrophen, alles so bedrückend und mit Worten nicht wegzureden. Optimismus verzweifelt gesucht. Zahlreiche Mückenstiche erzählen vom Spaziergang im Wald am Sonntag und jucken. Zwischendurch immer wieder die Versuchung in Verschwörungstheorien abzurutschen. Ist Corona für die Profite der Pharmaindustrie erfunden worden? Bin ich jetzt von Bill Gates gechipt worden? Wer weiß es? Es gibt so viele Argumente auf beiden Seiten, aber ich mag nicht mehr zuhören. Kann das alles nicht einfach aufhören? Das kann doch nicht zu viel verlangt sein, ich wünsche mir doch nur ein kleines glückliches Leben. Aber wahrscheinlich war meine Vergangenheit glücklich genug? Ich meine nicht meine individuelle Vergangenheit, ich meine die Vergangenheit in Deutschland, von meiner Geburt bis Corona gab es keine Kriege oder Pandemien hier. Vielleicht bin ich auch einfach ein verwöhntes Kind, dass aus dem Paradies geschmissen wurde. Dabei denke ich das meine persönliche Moral- und Umweltbilanz gar nicht so schlecht aussieht, ist aber egal, denn meine Mitschüler haben massiv Scheiße gebaut, besonders die älteren Semester. Mutter Natur haut uns jetzt kollektiv in die Fresse, auch den Ökos und Hippies. Zeitreisen, ich würde gern zurück in die 80er zurück, da war noch scheinbar alles gut und man hätte für heute noch was ändern können, leider war ich damals zu klein dafür und meine Erwachsenen machten lieber Party im Wohlstand. 2020 eine Zahl, die ich damals gruselig fand, ich weiß jetzt warum…

Früh, Nachbar, Kochbox und kollektive Depression

Guten Morgen, viel zu früh wach, aber er muss zur Botschaft. Die Pizza war gestern nicht der Hammer und der Vater sehr müde und kurz da, das er heute um 5:30 eine Dienstreise beginnen musste. Die Nachbarn gestern ab Mittag nicht mehr gehört, sie sind nicht da? Heute auf jeden Fall einkaufen, gestern habe ich mich nicht recht getraut. Diese Woche bisher gar nichts gebacken bekommen, noch nicht mal erholen. Mein Nachbar macht mir nicht nur Vorschriften was ich hier machen darf, sondern klaut auch meinen Urlaub und meine Erholung. Müde und seltsam drauf sein, können aber gerade sehr viele Leute um mich herum. Irgendwie sind alle erschöpft, um nicht zu sagen leicht depressiv. Es grüßt bisher ein grauer Tag, ich hoffe nachmittags kommt noch etwas Sonne. Ich erwarte heute meine letzte HelloFresh Box, denn es gibt keine Gutscheine mehr. Die Boxen sind halt zu teuer, wenn es nur darum geht Essen auf den Tisch zu haben. Ich sehe es eher als Kochkurs und Inspiration für das eigene Kochprogramm. Vielleicht auch ein bisschen als Alternative zum Restaurantbesuch, wenn die Menüs gelingen. Dafür zahlt man mehr, denn die Lebensmittel kriegt man woanders billiger. Die letzten Tage abends wahnsinnig müde bereits gegen 21 Uhr will ich ins Bett und warte dann doch ab, bis der Mann von Arbeit kommt. Die Berliner sind überwiegend sehr brav, ab 21 Uhr sind die Straßen jetzt leer, dass man Partys auch tagsüber feiern kann, ist der Regierung wohl entgangen. Auf den Balkon sprießt bisher gar nichts, es ist wohl zu kalt dafür und ich bin ungeduldig. Morgen wollen wir was zusammen machen, aber keine Ahnung was, ich will aber dazu die Wohnung verlassen, gemeinsam zu Hause chillen ist nach über einem Jahr Corona nicht mehr so attraktiv. Aber uns geht es vergleichsweise gut, wir haben eine Wohnung, Arbeit und kein Corona. Dass wir mental angeschlagen sind, dass finanziell Grenzen erreicht sind, das sind wohl Luxusprobleme im Vergleich. Bin müde, werde wohl wieder schlafen gehen, die Erschöpfung war schon groß bevor der Nachbar durchdrehte, jetzt ist wirklich jede Kraftreserve aufgebraucht. Warten auf das Finanzamt, bitte gebt uns unser Geld zurück, wir brauchen es. Aber noch sind keine 8-9 Wochen um. Depression die Volkskrankheit der Deutschen, die mit Corona richtig durchstarten konnte. Langsam könnte es mal aufhören, ich will zurück zum Leben:

Kurze Nacht, grau und Manie?

Guten Morgen nach einer kurzen Nacht, immerhin 6,5 Stunden mit einer Unterbrechung habe ich geschafft. Er schläft noch also habe ich meine Ruhe, schlürfe Kaffee, rauche und tippe vor mich hin. Gestern der Homeoffice-Tag war nicht der Hit, mal sehen wie es heute im Büro wird. Am Sonntag zum Vater, mal sehen, wie das wird. Gestern ein Asien-Gericht mit Hoisin-Soße gezaubert, fand auch er gut. Schade, dass er derzeit keine Hello Fresh Gutscheine gibt. Heute zu Lidl, Gratis-Artikel abholen, ich mag die App. Die Vögel schweigen genau wie ich den grauen Tag an, da soll man nicht depressiv werden. Derzeit wenig zu tun auf Arbeit, das macht die Spannung im Team nicht einfacher. Geschafft Politiker zu einer Veranstaltung einzuladen, darauf bin ich ein bisschen stolz, lange genug genervt zu haben. Aktuell habe ich wieder Ängste, ich bin derzeit wieder selbstbewusster als sonst, das letzte Mal als ich so selbstbewusst war, war es aber wohl eine Manie und der Anfang der Psychose. Deswegen schwer für mich, Selbstbewusstsein nicht hinterfragt zu genießen. Geht es mir gut oder genau das Gegenteil? Vom Fernsehtypen nichts gehört, vielleicht auch ganz gut, wenn das nicht klappt, beim Fernsehen weiß man nie, was sie aus der eigenen Geschichte machen. Dann lieber nur hier, relativ anonym, hier und da blamieren. Immer noch nicht meinen Ausweis abgeholt, aber ich habe keine Ahnung auf welchen Bürgeramt der liegt. Auf in den Tag, ich habe genug Kleingeld durch die Socke, um heute den ganzen Bäcker leer zu kaufen, das Leben geht weiter, auch mit Corona.

Nacht, kein Ausnahmegrund, Luxus und Gutschein

Ein Gruß aus der Nacht, keine Ahnung warum ich immer nach 6 Stunden wach bin. Heute schläft er unruhig. Es ist zwar toll einzuschlafen, wenn er hier ist, ich schlafe sofort ein, aber leider nicht durch. Gestern Spätdienst, es war sogar was los, es scheint wieder loszugehen. Meine neue Spezialität sind Angehörige. Die Homeoffice-Pflicht trifft dann doch überwiegend auf mich zu, leider, musste jetzt alle Präsenzberatungen absagen und darf keine neuen anbieten. Seelische Krankheit ist leider kein Ausnahmegrund, die Kontaktbeschränkungen zu lockern, auch wenn jemand depressiv und selbstmordgefährdet ist. Soviel zum sozialen Lockdown, um unsere Risikogruppe zu schützen.^^ Gegessen gestern zu viel, vielleicht bin ich auch nachts wach, weil ich seitdem er hier ist, nicht mehr auf Toilette kann, wenn er da und wach ist. Das ist ziemlich unangenehm. Heute Büro, mal sehen, ob die Hüte noch steht, ich werde allerdings allein im Büro bleiben. Ziemlich blöd, eine Kollegin im Urlaub, eine krank. Der Luxus des Monats kam gestern an: Eine neue Mikrowelle, die alte war rostig und durch die falsch angewendete Grillfunktion total eingesaut. Corona und die ganzen Theorien dazu, 1a Psychose-Material, wenn wundert es, wenn die Leute dabei auch psychotisch werden. Heute Pizza mit dem Vater, zurück zum Pizza Mittwoch, Donnerstag ist ein ganz doofer Termin für mich. Ich hoffe heute lässt er mich nicht bis 20:30 warten. Die Woche mit Nivea eindeckt, 3 Euro Rabatt sind schon attraktiv, Creme, Duschgel und Deo zum Schnäppchenpreis. Meiner Kassiererin war das aber zu viel als ich an der Kasse, Pfandbon, Kundenkarte, Punktecoupon und Nivea-Gutschein vorlegte. Ich glaube mein Bett ruft, mal sehen, ob er jetzt ruhiger schläft und wie der Tag später wird.