Psychopharmaka, eine Dokumentation von der ARD

Guten Morgen, endlich genug geschlafen. Das ist doch mal was. Fühle mich auch schon etwas besser. Ein grauer Tag grüßt und gestern lief auf der ARD endlich mal eine Aufklärung über Psychopharmaka, wie ich und sehr viele Freunde und Bekannte von mir es erlebt haben. Ein Hoffnungsschimmer, dass Menschen, die die Pillen nehmen und über fehlende Wirkung, aber üble Nebenwirkungen klagen, mal ernst genommen werden. Auch wird über die lebenslange Abhängigkeit gesprochen und über die Schmerzen und Zustände, die man erleidet, möchte man davon wieder wegkommen. Es geht zwar nur um Antidepressiva, aber bei Neuroleptika ist das ähnlich. Man wird mit diesen Medikamenten versorgt, hat oft keine erwünschte Wirkung, aber Nebenwirkungen und davon wegzukommen bedeutet schlimme Schmerzen. Ist schon genial, wenn Pharmaindustrie und Ärzte aus zweifelhaften Gründen zusammenarbeiten und Patienten jede Glaubwürdigkeit absprechen. Ein lebenslanger Leidensweg, ein riesiges Geschäft. Leider schaffen es nur wenige aus eigener Kraft da wieder herauszukommen. Auch ich brauchte Hilfe, sehr viel Hilfe und die Schmerzen und Zustände waren einfach unerträglich. Besonders wenn man irgendwann so abhängig ist, dass eine sehr hohe Chance auf eine Absetzungspsychose entsteht, die dann wieder genutzt wird, um noch mehr Medikamente lebenslang zu verschreiben. Ein Teufelskreis. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr das Video verteilt, vielleicht kann man so noch das ein oder andere Schicksal retten.

Zurück zu meinen Leben, ein grauer Tag grüßt, ich bin jetzt bald zwei Monate ohne Neuroleptikum und habe nur noch die Schmerzen, die ich durch meinen zerstörten Magen-Darmtrakt und das Übergewicht habe. Keine Krämpfe mehr, kein Tremor und endlich wieder das Gefühl ich zu sein. Auch die Frauensachen haben sich endlich wieder, bei sinkenden Prolaktinspiegel erholt. Ich habe wieder Gefühle, ich kann lachen und weinen, wütend werden. Auch der Blutdruck ist wieder unten, kein Herzrasen mehr, keine Angst- und Panikattacken mehr. Aber mein Körper ist eine Ruine, schwierig zu ertragen, wenn der Kopf wieder auch Hochtouren läuft. Aber immerhin habe ich jetzt wieder die Chance, mit guter Ernährung und Sport so viel zu reparieren wie geht. Und die bei mir zum Glück nur leicht erhöhten Werte bei Zucker und Cholesterin noch so weit zu senken, dass ich nicht weitere lebenslange Pillen kriege. Ist schon ein geniales Geschäftsmodell, wenn Pillengabe dazu führt, dass weitere Pillen gegeben werden müssen. Ein Schelm, ein Geisteskranker, wer Böses dabei denkt. Ich finde, da sind die Drogendealer in Berlin dagegen ehrlichere Leute. Die erzählen eine wenigstens keine Lügengeschichten, auch wenn deren Ziel sicher auch ist, lebenslange Kunden zu generieren. So genug geschrien, geschrieben zum Morgen, bitte schaut euch das an, denkt mal darüber nach und lächelt nicht abfällig über Leute, die bereits abhängig sind von diesen teuflischen, pharmazeutischen Produkten.

Kopfkino, Reise, Trauma, Medizin und Drogen

Guten Morgen, nicht allein und das ist gut so. Gesellschaft hilft mir immer aus meinem Kopfkino auszusteigen. Ich bin dann mehr im Jetzt, ich bin mehr da. Es geht mir körperlich und seelisch besser heute, nicht so viel denken, nicht so viel essen, mehr schlafen. Heute ins Büro und abends Team-Event. Keine Ahnung, ob ich so lange durchhalten kann. Ich werde es versuchen. Der Mann geht auf Dienstreise, ich habe etwas Angst um ihn, das erste Mal Verlustängste ihm gegenüber. Die Sonne scheint, es sieht nach einem freundlichen Tag aus. Das neue Schnellladegerät für das Handy ist faszinierend schnell, wer hätte gedacht, dass es wirklich so viel schneller ist. Rührei zum Frühstück, immerhin gestern etwas geputzt, keine Ahnung woher die Energie dazu plötzlich kam.

Für mich scheinen derzeit Traumata als Wurzel so vieler seelischer Krankheiten: Depression, Manie, Angst- und Panik und nicht zuletzt Psychosen, meist liegt es an der nicht so wundervollen Vergangenheit, die nie geheilt werden konnte. So ein Trauma ist wie eine Zeitbombe, die irgendwann explodiert oder halt nicht. Oft ist dann ein Substanzmissbrauch nur ein Versuch der Selbstmedikation. Nach meinen Erfahrungen mit Psychopharmaka, würde ich sogar sagen, dass Alkohol oder Cannabis manchmal die bessere oder zumindest nicht die schlechtere Lösung ist. Nur das der Staat sich rausnimmt das eine Medizin und das andere Droge zu nennen, dabei haben alle scheinbar hilfreichen Substanzen bei zu hoher und/oder langer Dosierung tödliche Nebenwirkungen.

Heute dann einen Song für den Mann, in der Hoffnung, dass er bald gesund zurückkehrt:

4 Uhr, Klapptisch, Scheissstadt, Knast und die kleine Schwester

Guten Morgen, nein eher ein Gruß aus der Nacht, das neue 6 Uhr scheint jetzt 4 Uhr zu sein. Die Nacht liegt noch über der Stadt und ich habe einen Kaffee gekocht. Der Vater war mit dem mittlerweile sehr klapprigen und verwirrten Hund zu Besuch. Es gab Apfelkuchen und ich habe Gnocchi mit einer Gemüse-Tomatensoße gekocht. Mit frischen Kräutern vom Balkon und Pecorino sehr lecker gewesen. Endlich einen Klapptisch aus Holz aus dem Nachlass der Mutter erhalten, ich kenne diesen Tisch seit fast 40 Jahren und verbinde sehr viele Erinnerungen damit, darüber hinaus ist er sehr praktisch und vergleichbares wird heute nicht mehr hergestellt. Wieder geweint, weinen scheint zum aktuellen Tagesablauf zu gehören. Heute Arzt- und Therapeutentermin, mal sehen, wie das wird, hoffentlich erst weinen beim Therapeuten. Viel zu verdauen, sehr viel, spazieren hat gestern etwas dabei geholfen. Hoffe, der Onkel schaut heute nach der Oma, die war nicht erreichbar und ist bettlägrig.

Für den Moment ist mein Hass auf Berlin wieder sehr groß, was für eine Scheissstadt mit kranken Gestalten. So viel passiert hier, meistens nicht Gutes. Drogen, Sex, Gewalt und Kriminalität, mein Programm der letzten 33 Jahre. Aber ich lebe noch, aber wie. Das Schlimmste war aber wohl die Psychiatrie nach diesem wunderbaren Rahmenprogramm, die hat am meisten zerstört an/in mir. Statt Hilfe zu bekommen, hingerichtet worden. „Kind, du bist verrückt, du gehörst nach Berlin!“ heißt es so schön, aber man sollte sich dabei besser nicht erwischen lassen, sonst ist es bald zappenduster, eingesperrt in einem Krankenhaus, zu gepumpt mit Medikamenten und schnell unter rechtlicher Betreuung, wenn einen da keiner mehr rausholt. 10 Jahre Neuroleptika, für mich schlimmer als Knast, denn im Knast ist man zwar eingesperrt, aber man hat noch Intellekt, Gefühl und körperliche Unversehrtheit, das hatte ich alles nicht mehr. Ich durfte zwar frei herumlaufen, aber ohne Gefühle, ohne geistige Freiheit und mit einem Körper der immer mehr zum weiteren, kranken Gefängnis wurde. Wäre ich nur im Knast gewesen, ich hätte frei denken und fühlen können und der Körper wäre sicher auch nicht so verfallen. Eingesperrt im eigenen Körper und Geist, finde ich schlimmer als eingesperrt in ein Gebäude zu sein.

Der Himmel wird gerade rosa, wunderschön, ich liebe Sonnenauf- und Untergänge. Die Trümmerfrau schaut auf ihre Stadt, ein gelber Bus rast vorbei und sie begrüßt in einem grauen T-Shirtkleid den Tag. Keine Ahnung, ob es je eine Versöhnung mit dieser Stadt für mich gibt. Vielleicht sind Städte allgemein nichts für mich, vielleicht gehöre ich auf eine Farm oder auf eine Insel. Natur und/oder Tiere sind mir angenehmer, als das hier. Der Gedanke an Arbeit liegt mir nicht mehr so fern, wollte so viel erledigen während der Krankschreibung, passiert ist fast nichts davon. Es sei denn erinnern, im Bett liegen und heulen ist etwas erledigt haben. Habe mir heute vorgenommen, Öffentliche zu fahren, mal sehen, wie das wird, zur Sicherheit lieber Musik mitgenommen, das ist dann ein bisschen wie einen Splatterfilm schauen und dazu Disneymusik hören. Die kleine Schwester hat hoffentlich ausgeheult:

Böse Erinnerungen, Neid, keine Mutter und Überlebende

Guten Morgen, noch gar nicht wach. Nicht viel passiert, außer das Hühnerfrikassee gestern. Noch eine böse Erinnerung mehr, ich hoffe, das hört endlich mal auf. Nicht nur, dass ich das ich wohl mit 10 das erste Mal bekifft war, durch passives einatmen, nein, abgefüllt wurde ich das erste Mal mit 11 durch einen notgeilen Mann. Alle anderen Details erspare ich euch, ich dachte, das ging erst mit 14 los. Wie schön, dass meine Mutter so gar nicht auf mich aufgepasst hat. Im Gegenteil, immer wenn irgendein Mann scharf auf mich war, was spätestens ab 12 öfter der Fall war, unterstellte sie mir immer wieder gern, dass ich das provoziert und gewollt hätte. Nein habe ich nicht, ich wollte Liebe und Aufmerksamkeit, aber sicher keine Drogen und sexuelle Handlungen. Dass notgeile Kerle später zu Verteidigung behaupten, ein kleines Mädchen hätte das gewollt, logisch, aber dass die eigene Mutter das behauptet? Wie krank ist das denn? Ja, ich war eine Lolita, aber konnte ich irgendwas dafür? Ein Grund, mich vor lauter Neid nicht zu beschützen? Gut es waren andere Zeiten, aber zu keiner Zeit, möchte ein Kind solche Sachen. Keine Ahnung wie ich das alles überlebt habe, an meiner Mutter lag es sicher nicht. Aktuell denke ich, sie hatte den Namen Mutter nie verdient. Kein Vater und eine Mutter, die mit sich selber und ihrem Neid beschäftigt war.

Wunderbar und da fragt noch irgendwer, warum ich heute als seelisch krank gelte? Fragt lieber, warum ich noch lebe. Genug schlechte Neuigkeiten für heute versuchen wir es mit leichteren Themen. Der Kaffee schmeckt, es gab keinen Regen und die Sonne scheint schon wieder. Mein Leben, von dumm gelaufen, bis schrecklich. Eines ist aber sicher, ich bin eine Überlebende, einer elternlosen Kindheit in Deutschland:

Nonne, Allah, Supermarkt, China, Drogen und Männer

Guten Morgen, der Mann war da, der Mann ist weg, das ist dann erstmal ganz gut so. Der Vogel singt ein Lied und mir ist das alles zu früh. Gestern im Krankenhaus gemischter Eindruck, keine Ahnung, ob mir das helfen kann. Lebensmittel-Lieferung erhalten, aber sehr spät, also großes Trinkgeld, der Mann sagte sowas von wegen Allah möge mich segnen, war seltsam. Erst eine grimmige Nonne im Krankenhaus und dann ein Lieferant der von Allah spricht, gestern schien wohl ein göttlicher Tag gewesen zu sein. Die Sonne scheint und ich muss heute wieder zum Arzt, wunderbar, mein neues Hobby. Der Kaffee schmeckt, der Mann wollte keine Getränke mitnehmen, zu schwer, aber ich darf die tragen. Aber gut, so ist mein Vorrat größer, den der Mann gestern schon als kleinen Supermarkt bezeichnete. Also, ich brauche vorerst nicht mehr einzukaufen.

Gestern Nacht noch eine Doku über China gesehen, also in China leben möchte ich ja lieber nicht, dagegen erscheint ja sogar Putin noch als liberale Führung. Die Sonne scheint, die Straße rauscht und ich bin müde. Müde über Müdigkeit hinaus einfach erschöpft und genervt von vielen. Ich scheine durch den Vorfall mit 15 Jahren ziemlich viel vergessen zu haben, es ist so als hätte ich alle Details meines Lebens von 0 bis 15 Jahren mit dieser Nacht verloren. Jetzt kehren die Erinnerungen zurück und ich möchte nur weinen, über dieses tolle Mädchen, dass in nur einer Nacht total zerstört wurde. Aber es ist auch schön zu erinnern, wer ich mal war. Schon krass, wie kann man 15 Jahre seines Lebens vergessen? Vielleicht war es notwendig, denn leider ist mir auch sehr viel Unerfreuliches eingefallen und ich muss meine erinnerte Biografie in einigen Punkten korrigieren. Drogen und Männer, ein Problem damals, weil ich älter wirkte als das Kind in mir war. Ach man Erinnerungen, wenig Paradies in der Vergangenheit:

Heiß, Blutdruck, Therapie und das Geschäft Gesundheit

Guten Morgen, des Zauber des Bloggens scheint vorerst vorbei für mich zu sein. Zu heiß zum Schlafen hier, lediglich ein paar Stunden in der Nacht, bis die Vögel grüßten. Gestern beim Mann gewesen, geschlafen, nach Hause, geweint, wieder sehr viel geweint. Ich will meine Vergangenheit nicht, ich denke, niemand will die. Auch meine Gegenwart ist nicht der Hit, aber immerhin gibt es die. Lebensmittel bestellen wollen, aber jedes Mal bei 100 Euro und mehr gelandet, zu viel Geld für Ende des Monats. Zu viel Geld für eine Frau, die gerade eh nur bedingt isst. Also doch zum Supermarkt, wenn ich auf der Straße in der Hitze nicht wie ein Käfer verbrenne. Kochbox für nächste Woche wieder reaktiviert, mit Gutschein sind die gerade günstiger als der Supermarkt. Vielleicht heute das hier gekocht, obwohl ich den Eindruck habe, Kartoffelsuppe wäre besser für den Magen-Darmtrakt.

Der Ventilator, mein Freund, Schatten Notwendigkeit, Blutdrucksenker bei diesem Wetter unnötig, aber die Ärztin sprach von einem zu haltenden Blutlevel, kurzum ich bin abhängig von den Pillen. Plötzliches Absetzten könnte zum Tod führen, auch wenn ich gerade bei der Hitze eher Werte von 110 zu 70 habe. Scheiß abhängig machende Pillen, für mich nichts anderes als legale Drogenabhängigkeit. Für mich ist die Pharmaindustrie leider zu oft der staatlich legitimierte Drogendealer. Ein Geschäft, an dem beide verdienen. Die Krankenkassen sind auch dabei, denn wirkliche Heilung ist teuer, also Pille rein und Deckel drauf, solange es gut geht. In meinem Fall bedeutet das, keine Therapie für Seele oder Körper, sondern Pille darauf. Psychotherapie oder ein überdachtes Sportprogramm, viel zu langfristig und teuer, lieber Pillen darauf, keine Heilung, aber scheinbare Linderung, starke Nebenwirkungen und sehen wie lange ich das überlebe. Ein toter Patient ist halt der günstige Patient für die Kasse.

Durch die fehlende Psychotherapie, Pillen genommen, die die erst meinen Geist, dann meine Gefühle und letztendlich meinen Körper zerstört haben. Da wieder durch erpresste Reduktion herausgekommen, aber mit starkem Übergewicht und Angst- und Panik. Bluthochdruck, der wieder mit appetitsteigernden Pillen behandelt wird. Weiter zu genommen, doch mit jedem Kilo mehr, brauche ich mehr von den Blutdrucksenkern, immer noch keine Therapieangebote der Krankenkasse, weder für Seele oder Körper. Dabei die Schuld immer wieder dem Patienten geben, ja warum haben sie denn nur 10 Therapeuten und nicht 20 angerufen? Beim 20ten Therapeuten hätte sie sicher einen Platz erhalten!? Ja, warum ernähren sie sich nicht richtig und machen Sport? Ja, dann wären die Blutdrucksenker nur halb so schlimm! Zuzahlungen dazu? Äh, nein, Medikamentennebenwirkungen sind ihr Problem.

Ein Teufelskreis, aus dem man selber wieder rauskommen soll. So wird an Therapien gespart und gleichzeitig durch die Gabe von Medikamenten verdient. Ein optimales Geschäft, außer für den Patienten. Wie soll ein krankes System gesund machen? Stimmt, gar nicht. Es ist ein Sterben auf Raten, mit immer mehr Pillen, die aber nicht heilen. Genug gekotzt, meine Mutter ist durch die Kombination starke Schmerzmittel und Blutdrucksenker schon tot, ich kämpfe dann mal weiter, allein, obwohl ich jeden Monat hunderte Euro an die Krankenkasse zahle. Was ist ein Glück wert, dass nur den Pharmazeuten ehrt?:

Desensibilisierungstraining und Respekt

Guten Morgen. Nicht meine Zeit. War bei dem Treffen mit den alten Hip-Hop Bekanntschaften. War nicht der Hit und nur als Desenbilisierungstraining zu gebrauchen. Ich kann nicht für immer vor diesen Leuten weglaufen. Ich denke, treffe ich jetzt jemanden von denen auf der Straße, ignoriere ich die und gehe weiter, während ich vorher Fluchtinstinkt hatte. Ist schon geil, wie viele von denen bis heute glauben, sie seien irgendwie Stars mit Fans, sind sie aber nicht. Es sind nur Menschen um die 50, die mal einen Künstler-Traum hatten. Denn meisten von denen kamen aber Kriminalität und Drogen dazwischen. Aber auch ein paar nette Gesichter gesichtet, keine handvoll, aber immerhin. Vielleicht gestern auch generell ein Fehler, traumatisiert zu, selber traumatisierten Leuten zu gehen, die wiederum weitere Traumas bei mir ausgelöst haben. Aber immerhin, es leben noch viele, nur halt mit grauen Haaren. Frauenverachtende Vergangenheit, diese Kerle lernen das nicht mehr, dass auch eine Frau ein gleichberechtigter Mensch mit Menschenrechten ist. Damals dachte ich halt, schlechte Gesellschaft ist besser als gar keine Gesellschaft. Heute denke ich anders.

Respekt, Respekt, der immer wieder im Hip-Hop gefordert wird, während die gleichen Kerle, noch nicht mal ihre Frauen, ihre Schwestern und Töchter respektieren…

Auge, Essen, Freund und nichts

Guten Morgen, genug geschlafen, aber Probleme mit dem rechten Auge. Außerdem mit dem Mann gestritten, weil er der Meinung ist, dass alles, was er bisher gegessen hat, entsorgt werden kann bzw. ich es essen soll. Was habe ich mir den Arsch aufgerissen, um Dinge die er mag zu finden und ran zu schaffen und jetzt alles von vorne? Nein ohne mich. Mal sehen welche Nahrung er sich jetzt selbst kauft und zubereitet. Gegessen gestern den Rest der Erdnussnudeln, Arbeit von 10 bis 19 Uhr verdirbt dann doch die Lust noch zu kochen. Festgestellt, dass regelmäßiger Kefir Genuss mir guttut, das bleibt auf dem Speiseplan. Heute Pizza für den Vater, noch keine Ahnung was das für eine Pizza wird. Die Nachbarn sind ruhig, es gibt jetzt zwei neue Nachbarn, die ich noch nicht kenne. Nächste Woche dann neuer Psychiater Termin, mal sehen, was das für ein Mensch ist und welche Meinung er zu meiner Medikation hat. Gestern noch lange mit einer Kollegin/Freundin telefoniert, das war ganz gut, mein Redebedarf ist gerade hoch. Die Sonne scheint und ich hoffe, mein Auge wird nicht schlimmer. Ich hatte eine Geschäftsidee für ihn, aber er ist nicht überzeugt, dann halt nicht, soll er Fahrrad fahren. Heute Lieferung, weil ich auch Tabak brauche, ich weiß jetzt nicht was ich mit ganz viel Bananen und Fisch soll, das war eigentlich für ihn. Ich glaube mein Körper und meine Seele müssen sich noch eine Weile von den Medis erholen, bis alle Nebenwirkungen verschwunden sind und meine Gefühlswelt wieder Normalität ist. Mein alter Freund baut wieder scheiße, kaum aus der Forensik raus hat er wieder falsche Freunde und konsumiert Drogen. Schade, sehr schade, aber sein Leben lang war die Tür zum Knast seine Drehtür. Keine Ahnung warum er mit dem normalen Leben nicht klarkommt oder klarkommen will. Mich macht es traurig, denn so verliert er seine Freiheit wieder schnell. Heute zum Glück nur 6 Stunden Arbeit, ich kann auch nicht mehr, vielleicht mache ich auch nur 5 Stunden. Er hat heute wieder eine lange Schicht, gut so, dann habe ich meine Ruhe. Die Sonne scheint und es ist ruhig hier, keine Ahnung wie es weiter gehen soll, es liegt nicht immer an mir Lösungen zu finden und Pläne zu machen, ich mache jetzt gar nichts mehr. Auf in den Tag, zum Glück habe ich Samstag frei.

Kompromisssache, Verkehrschaos und privilegiert

Guten Morgen, eine Beziehung haben, ist wohl eine Kompromisssache. Frau kann sich nicht beschweren, dass man zu wenig draußen ist und man(n) draußen zu wenig Liebesbekundungen macht, wenn frau nicht bereit ist sich auch draußen zu treffen. So war ich für meine Verhältnisse gestern sehr spontan und habe ihn abends in Kreuzberg auf ein Getränk getroffen. Dass mit Kreuzberg war eine blöde Idee, denn ich hatte nicht mit dem Verkehrs-Chaos gerechnet, den der Zug der Liebe verursacht hat. Warum muss gefühlt jede Demo in Berlin in Kreuzberg stattfinden? Die Stadt ist groß, es gibt sicher auch andere Bezirke, die sich über Meinungsäußerung freuen.^^ Wobei Meinung beim Zug der Liebe auch wohl eher sekundär ist, es geht doch wohl eher darum unter Drogen, Technomusik zu hören und den Verkehr lahm zu legen. So hatte ich gestern Abend viel Spaß von Treptow nach Kreuzberg zu wollen, das Ergebnis war, dass ich 30 Minuten im Bus saß, dann in der Höhe des Treptower Parks ausgestiegen bin und bis zum Schlesischen Tor gelaufen bin. Ich war eine halbe Stunde zu spät, aber gut, er war auch zu spät. Zurück war es dann ähnlich aufregend, denn laut BVG Info sollten die Busse fahren, aber sie fuhren nicht. Also wieder laufen, er war besonders begeistert davon. Die Nacht war ganz gut und nun ist er auf zur Arbeit und ich habe Zeit für Kaffee, bloggen und rauchen. Mein Vater hat mir nach Mitternacht mitgeteilt, dass ich heute nicht kochen brauche, da die Nachbarin ihm Essen gebracht hat. Ein bisschen spät, denn eingekauft hatte ich bereits nachmittags. Keine Ahnung, was ich jetzt mit dem ganzen Essen mache. Nur bedingt Lust nach Kreuzberg zu fahren, eigentlich braucht mein Vater mich heute nicht, Essen ist ja da. Arbeit gestern war okay, wir hatten eine Tandem-Beratung mit besorgten Eltern. Es ist schön wieder auf Arbeit zu sein. Mein Leben ist doch ganz passabel, gute Arbeit, einen lieben Freund und eine günstige und sichere Wohnung nicht am Stadtrand. Das haben nicht viele Berliner, ich weiß ich bin privilegiert.  Die Sonne scheint und der Tag erscheint freundlich, mal sehen, ob der Hund sich freut mich zu sehen. Weiter geht es, ich hoffe, der Bus fährt heute, nochmal laufe ich nicht die ganze Strecke.

3 Uhr, Lasagne, Urlaub, Lotto, Liebe und Familie

Moin, moin, so ist das also, wenn man einen Kerl an der Seite hat, der um 3 Uhr morgens aufstehen muss um zur Arbeit zu fahren. Normalerweise würde ich da nicht mitspielen, aber ich habe Urlaub und konnte ja später noch schlafen. Nachts um 3 bin ich aber nicht aufgestanden, um Kaffee zu kochen und ihm ein Frühstück anzudrehen. Kaffee gibt es jetzt für mich exklusiv ohne ihn. Er mochte die Lasagne und hat gestern getrockneten Fisch mit gebracht, den er mit Reis kochen möchte. Ehrlich gesagt, fand ich aber den getrockneten Fisch optisch und vom Geruch eher abstoßend. Na mal sehen, ob der Fisch besser wird, wenn man ihn kocht, ich werde probieren, aber ich ahne, das werde ich nicht so sehr mögen. Gestern nur einkaufen gewesen, den Müll weggebracht und stundenlang Lasagne gekocht, mehr ist nicht passiert. Auch heute bin ich nicht motiviert den Farbeimer zu leeren, mal sehen was ich mit dem Tag anstelle. Langsam fühle ich mich tatsächlich nach Urlaub, heute ist mein dritter freier Tag und derzeit vermisse ich die Arbeit gar nicht. Im Lotto gewonnen, aber nur soviel, dass die Einsätze wieder hereinkamen, ich würde gern richtig im Lotto gewinnen, aber das wollen viele. Ich habe von meiner Mutter geträumt, aber was weiß ich nicht mehr. Im Traum war sie noch am Leben und sie bei mir, aufstehen und feststellen sie ist tot, war dann doch ernüchternd. Er spricht von Familiengründung, ich bin noch nicht soweit, obwohl ich die Ältere bin. Es ist gut, dass ich derzeit freihabe, ich denke an meine Mutter, ich denke an meine egoistische Oma, die immer nur das Beste für sich selbst sucht. Die Verantwortung für meine Mutter und mich wollte sie nie haben, unser Geld schon. Zum Glück bin ich nicht so, ich weiß das Liebe unbezahlbar ist. Mein genetischer Vater ist ein Feigling mit Drogenproblemen, auf so eine Person kann man verlustfrei verzichten. Vielleicht doch ein großer Verdienst meiner Mutter, mich trotzdem zu dieser positiven und liebevollen Person zu machen die ich bin. Auf in den Tag, erste Station Dusche und dann vielleicht Brötchen.