Blutdruck, Hormone, Corona und Mutter

Guten Morgen im neuen Editor, nein ich will das nicht lernen, aber ich muss wohl. Gestern war ein beschäftigter Tag, einiges zu tun gehabt auf Arbeit und viel telefoniert und geschrieben. Zum Abend ging mein Blutdruckmessgerät kaputt, jetzt muss ich das mit der Manschette vom Arzt benutzen. Vor dem Teil habe ich aber tendenziell Angst, denn das Pumpen ist sehr unangenehm und die Werte meist höher als nur mit dem Handgelenkteil. Heute also Bluthochdruck bei 150 zum Morgen, nicht schön, wie ich aber vermute nicht lebensgefährlich. Meine Hormone scheinen durch die Reduktion auch verwirrt zu sein, ich habe viel zu früh meine Tage. Vielleicht ist mein Unwohlsein gerade auch durch Entzugserscheinungen vom Medikament geprägt. Denn abgesehen von Medikament ist gerade alles gut, kein Streit, keine Katastrophen, alles friedlich. Kaffee lassen wir mal lieber, ich will leben, auch wenn ich immer noch am Erwachen bin. Die Vögel piepsen, ein grauer Tag grüßt und ich vermute, heute wird weniger auf Arbeit los sein. Heute kommt er vorbei, ich freue mich auf ihn, seine Gegenwart tut mir gut, im Zweifelsfall auch ohne Worte. Er wollte mir eine Fitness-Uhr schenken, aber ich will keine Uhr tragen und erst Recht keine, die mich über meinen Blutdruck informiert, ich messe jetzt schon viel zu oft und mache mich damit wahnsinnig. Ich will nicht die Frau sein, die jede Minute ihren Blutdruck überprüft. Stattdessen ist es jetzt Haaröl als Geschenk geworden, im Zweifelsfall bin ich dann die Leiche mit glänzendem Haar. Er scheint wohl um meine Gesundheit besorgt zu sein, das finde ich schön, ich dachte ich bin damit allein. Aktuell scheinen da draußen immer mehr verrückte Leute unterwegs zu sein, Corona tut uns allen nicht gut. Die letzte Woche gleich zwei Personen im (psychotischen?) Selbstgespräch unterwegs getroffen, das geht mir dann immer nah, denn 2013 war ich selbst so eine Frau. Ich kann immer noch nicht fassen, dass meine Mutter nicht mehr lebt, neben all der Trauer ist dabei auch ein Stück Befreiung zu spüren, denn sie war sehr dominant und als Kind auch brutal zu mir. Das alles ist jetzt vorbei, die fürsorgliche aber auch kontrollierende und bevormundende Mutter. Ich bin endlich frei, ich muss sie nicht mehr tragen, ich muss nur mich tragen. Ich hoffe ich überlebe das, ich hätte gern noch ein paar Jahrzehnte mein Leben. Auf in den Tag, weitermachen und überleben trotz aller Widrigkeiten, das habe ich von ihr gelernt.

Gut, Triathlon, Essen, Kaffee und Muskelkrämpfe

Guten Morgen, mir geht es erstaunlich gut für den Morgen, Fuß tut nicht weh und Blutdruck ist okay. Vielleicht, weil er da ist. Mit ihm geht es mir besser. Die Sonne scheint und der Triathlon ist noch nicht wieder gestartet. Das dafür aber 500 Parkplätze und Straßen für den Autoverkehr gesperrt sind, macht den Auto fahrenden Nachbarn keine gute Laune. Arbeit war gestern okay, aber nicht ganz 6 Stunden gearbeitet. Einkaufen gewesen, gestern gab es Brokkoli-Kartoffel-Gratin und Pute und heute für den Vater wird es Gulasch geben. Er schläft noch und ich habe Zeit zum Bloggen, wunderbar. Ich glaube viele meiner Beschwerden gerade, sind auch psychosomatisch, anders kann ich mir nicht erklären, dass sobald er da ist alles soviel besser ist. Morgen zum Anwalt, das Erbe endlich beenden, nach über 2 Jahren nach ihrem Tod nicht zu früh. Heute ist ein Kaffee möglich und ich freue mich drauf, meine Vögel halten derzeit den Schnabel, auch nett. Trinke aber erstmal Magnesium, denn ich habe seit einer Weile/seit dem neuen Medikament  Muskelkrämpfe. Die neue Raumaufteilung funktioniert ganz gut, wir haben jetzt einen Ruheraum, indem jemand ungestört sein kann. Hier fliegen immer noch Hundehaare rum, dabei war der Hund nur am Donnerstag kurz hier. Heute darf ich wieder mit dem Hund kuscheln, darauf freue ich mich, er ist der liebste, alte, behinderte Hund den ich kenne. Alles gut heute früh und ich hoffe es bleibt so.

Blutdruck, Büro, Überempfindlichkeit und Veränderung

Guten Morgen, schon besser, heute früh fühle ich mich fast gesund, allerdings sind die Blutdruckwerte wieder hochgegangen. Das Medikament scheint da senkend gewirkt zu haben, was jetzt mit der Reduktion wegfällt. Dafür fallen aber auch andere Nebenwirkungen weg, die sehr belastend waren. Gut geschlafen, abgesehen von einer Unterbrechung mitten in der Nacht. Heute Büro und echte Beratungen gemacht, mal sehen, wie es wird, aber soweit ich weiß sind es leichte Themen. Finde das habe ich auch mal verdient, kein geballtes Elend, sondern nur fachliche Unterstützung. Die Sonne scheint freundlich, ein schöner Herbsttag, ich hoffe es bleibt so. Gestern war er kurz da, wir haben zusammen gegessen und uns über Musik unterhalten. Heute Abend Pizza mit dem Vater, blöd ist nur, dass ich dazu meine große Medikamentenflasche mitnehmen muss, die Zeiten der Notwendigkeiten überschneiden sich. Derzeit möchte ich kein Experiment machen, ob ich mein Medikament auch 2-3 Stunden später nehmen kann. Gut heute herauszukommen, zu Hause zu arbeiten ist zwar bequem, aber wegen fehlender Abgrenzung auch belastend. Der Übergang zwischen privat und Arbeit ist halt doch sehr fließend. Keine seltsamen Sachen passiert, ich hoffe, diese Überempfindlichkeit hört auch bald auf, zurzeit spüre ich ein Haar was auf meinem Arm liegt. Alles in Veränderung gerade, neue Welt, aber ich glaube die Veränderungen sind gut, ist nur etwas viel auf einmal gerade, ich bleibe dann mal stehen und mache mit bei der Veränderung.

Staub, Raumwechsel, zusammenleben?

Moin, mit zugeschwollener Nase, war wohl etwas viel Staub gestern. Aber selber schuld, wer ein Bücherregal 4 Jahre nicht abstaubt und dann in der Staubwolke steht, braucht sich nicht zu beschweren. Aber es ist endlich vollbracht: Der komplette Raumwechsel inklusiver aller Möbelstücke und Gegenstände. Wobei einiges ist im Keller gelandet, da kann ich dann bald auch wieder aufräumen. Aber für den Moment reicht es mir mit räumen, hier wird nicht mehr geräumt, alles zu aufregend. Ich habe jetzt eine neue Ordnung, jetzt bleibt es auch so. Blutdruck ist bei 150 zu hoch, aber klar nach so einer aufregenden und körperlich anstrengenden Aktion gestern. Ich hoffe das geht wieder zurück, vor der Aufräumaktion war es noch 120. Er war gestern da, war ganz schön, aber wieder zur kurz, denn er hatte Nachtschicht. Heute Homeoffice, ordentlich genug ist es hier jetzt wieder, aber die Frau dazu sehr müde. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und hier gibt es gerade 25 Grad im Schatten. Mein Vogel freut sich sicher über die Videokonferenz später. Gestern doch Zweifel bekommen, ob zusammenleben wirklich so erstrebenswert ist, denn kaum war er hier veranstaltete er Chaos und später gab es dann wieder seine lauten Anrufe. Ich liebe ihn, ich habe auch wegen ihn hier alles umgestellt, aber alleine wohnen ist auch ganz schön. Ich bin halt meist eine sehr aufgeräumte und ruhige Person, er wohl eher das Gegenteil. Aber gut, das ich aktuell leicht reizbar bin, ist mir bekannt und gestern Abend war ich auch einfach nur noch müde und wollte Ruhe und die mühsam erbaute neue Ordnung verteidigen. Gestern beim Einschlafen von einer psychotischen Frau geträumt, das hat mich so erschreckt, dass ich wieder aufwachen wollte, dabei war schon klar, dass das nicht ich bin, aber ihr Wahn wirkte so real. Chinesische Sitzstangen mit Kalkbeschichtung für meine Vögel besorgt, der Wellensittich hat eine neue Lieblingsstange, die alte Nymphensittichdame sitzt lieber weiter auf einer alten Cräckerstange. Er sollte jetzt in seinem Studentenwohnheim sein, im August wird er zu mir ziehen, allerdings erstmal nur während meines Urlaubs. Ab September müssen wir dann sehen, es könnte dann sein, dass er dann hier dauerhaft einzieht. Der Kaffee schmeckt, die Kippe auch und die Medikamentenumstellung verhält sich bisher unauffällig, abgesehen von zu kurzem Schlaf alles gut. Brötchen sind im Ofen und ich glaube, ich will Rührei zum Frühstück, mir ist danach. Mal sehen wie die Spätschicht wird. Für den Moment:

You can do what you want
The opportunity’s on
And if you find a new way
You can do it today

Chaos-Bude, Urlaub, sein Koffer und LPs

Guten Morgen, wieder zu wenig geschlafen, aber gut. Sitze in einer Chaos-Bude und muss hier einiges, putzen, räumen, aufräumen und einräumen, denn sämtliche Inhalte aus dem Regal und auch Kleiderschrank liegen hier jetzt uneingeräumt rum. Aber gut ein Schritt weiter, endlich steht der Kleiderschrank im Schlafzimmer und das Regal im Arbeits-/Vogelzimmer. Gestern eine Aussprache mit dem Vater, alles wieder gut und wir fahren allein in den Urlaub, sollte das trotz Corona im August möglich sein. Damit hat seine Neue das erste Mal Punkte bei mir gesammelt, denn Sie hat sich von den Urlaubsplänen zurückgezogen. Sie kann meinen Vater das ganze Jahr haben, nur diese 2 Wochen im August gehören mir. Heute frei, das brauche ich auch, wenn ich mich hier so umschaue, so wie es gerade hier ausschaut, kann ich hier auf gar keinen Fall Homeoffice machen. Heute also Bücher abstauben und Bücher sortieren und Kleider (aus-) sortieren. Ich versuche dabei auch ihm Platz zu geben, denn all die Monate, die er hier lebte, musste er aus dem Koffer leben, denn ich hatte keinen Platz für seine Dinge und dabei hatte er doch nur diesen einen Koffer. Die Sonne scheint, aktuell 24 Grad hier und das finde ich angenehm. Der Kaffee schmeckt und der Tatendrang wird noch gesucht, ich will endlich wieder ein ordentliches Zuhause. In diesem Punkt bin ich nämlich etwas autistisch, alles muss seinen Platz haben und Chaos und Veränderungen sind beunruhigend. Kommt wahrscheinlich daher, dass ich im Chaos groß wurde, jetzt bin ich erwachsen und ich möchte (saubere) Ordnung. Das schöne dabei ist aber, man entdeckt beim Räumen alte Schätze wieder, wie z.B. meine LPs, da wartet gute Musik auf mich, Musik, von der ich glaube, dass sogar er sie mögen wird, denn es ist auch viel Jazz dabei. Brötchen warten im Tiefkühler und ein Topf coq au vin steht auf dem Herd. Alles wird anders und hoffentlich besser.

Ein Original aus meiner LP-Sammlung:

Schlechte Nacht, Lieferung, Gardinenstange und der (rassistische) Heiratswunsch

Guten Morgen, war nicht so ne tolle Nacht, oft wach gewesen, dabei stört hier gerade weder Geräusch noch Licht beim Schlafen. Vielleicht ist es das neue Medikament? Zum Frühaufsteher, der kaum schläft, will ich aber auch nicht werden. Ein grauer Tag grüßt und das Homeoffice wartet, eigentlich ganz gutzutun gerade, aber nach dieser Nacht, keine Lust. Angefangen mich dem Sommer zu ergeben, bei 26 Grad im Schatten sind Turnschuhe, Socken, Jeans, langärmelige Oberbekleidung und vielleicht noch eine Jacke eine beschissene, sehr schweißtreibende Idee. Also gestern leichte Stoffhose, Sandalen und kurzärmlige Bluse. Schon besser. Meine Lieferung gestern hat gut geklappt, ich war sehr erleichtert, dass die Lieferung schon um 21 Uhr und nicht wie das letzte Mal um Mitternacht kam. Aber leider keine Eier, die wollte ich eigentlich haben. Frühstück ist gerade auch nur bedingt möglich, denn ich habe die Auswahl zwischen alten Brot und gefrorenen Toast. Aber vor der Arbeit in den Supermarkt? Mal sehen wie weit ich morgen mit dem Vater komme, aktuell wäre das Anbringen von Gardinenstangen meine Priorität. Mein neues Schlafzimmer ist immer noch schön, aber die Freude daran ist mir durch den ganzen Stress der letzten Tage vergangen. Alles zu viel gerade, ich will wieder gleichbleibende, friedliche Normalität. Meine neuen, männlichen, afrikanischen Freunde auf Facebook wollen alle flirten und fragen zu schnell nach Heirat. Bin ich jetzt Rassistin, weil ich meinen Freund unterstellt habe, er wollte auch nur schnell heiraten, wenn ich zeitgleich immer wieder erlebe, dass Kerle nur interessiert sind, wenn eine Heirat möglich ist? Ist es Rassismus, wenn frau immer wieder, seit Jahren erlebt, dass Araber und Afrikaner, wegen Papieren, heiraten wollen und sie deswegen denkt, der nächste Afrikaner ist genauso? Mein Schatz ist wirklich nicht glücklich darüber, aber ich auch nicht. Da es mein Schatz aber gerade gar nicht so eilig hat zu heiraten und er mir sogar frei gestellt hat es ganz zu lassen, spricht dagegen, dass er so ein Papiergeier ist. Ich denke er ist eher ein altmodischer Typ, der denkt, führt man eine ernste Beziehung, wird auch geheiratet. In Deutschland ist das aber nicht so zwingend. Aufräumen muss ich hier und putzen, was ich alles muss, aber erstmal mal weiter Kaffee, Toast und dann Homeoffice. Auf in den Tag, vielleicht bekomme ich heute eine gelbe Lampe aus den 60ern.

Chaos, Bett, Kiste, Bräutigam und Zukunft

Guten Morgen, heute Nacht mal mit Gardine geschlafen, aber ich war wieder um 8 wach, habe aber weitergeschlafen. Ein freier Tag im Chaos, denn überall stehen Bettteile rum. Das muss sich heute ändern, aber erstmal aufwachen. Gestern Abend noch sehr geheult wegen der Kiste, es war als würde eine bewaffnete Soldatin von einem kleinen Mädchen umarmt, nur dass das beides ich war, die Soldatin und das kleine Mädchen (mit der Kiste). Grau grüßt der Tag, da bekommt man wenig Lust was zu tun, aber Chaos in der Bude ist für mich nicht lange ertragbar. Ich habe geträumt von den Dingen meiner Mutter, die Dinge sind eine Reise zurück in der Zeit. Ansonsten war es ok mit dem Vater gestern, viel geredet und abends das Menü versaut, ich bin derzeit schon seit Tage nicht in Kochlaune und alles, was ich koche, ist nicht der Hit aber essbar. Eigentlich kann ich gut kochen, aber derzeit nicht. Sogar die Nudeln habe ich gestern verkackt. Mein Standesamt hat mir geschrieben, man soll Unterlagen online einreichen und bekommt dann einen Termin. Vielleicht doch noch dieses Jahr heiraten. Das würde meiner Mutter gefallen, sie hatte mir vor ihren Tod noch ein Kinderbuch mit dem Titel: „Ein Bräutigam für Frau Maus“ gegeben. Sie wollte, dass ich endlich unter die Haube komme. Der Kaffee schmeckt, ist aber immer noch zu stark. Er kommt bald vorbei, heute wieder Doppelschicht für ihn, aber ich kenne wegen dem Bett kein Erbarmen, ich brauche seine Hilfe, heute, nicht irgendwann. Ich bin auch wichtig, es kann nicht sein, dass er immer wegen Arbeit keine Zeit für mich hat und mich mit dem Umbau/Renovierung der Wohnung ganz allein lässt. Ich weiß er kämpft in der Gegenwart, um zu überleben, aber ich bin die Zukunft. Mich lässt derzeit auch niemand in Ruhe, ich arbeite, ich renoviere, ich räume um, ich organisiere Betten, ich muss dem Vater beim Ausräumen helfen, ich muss für Übersetzungen sorgen (…) was ich alles muss. Ich mache es für eine schönere Gegenwart und bessere Zukunft, mit ihm und natürlich auch für mich. Auf in den Tag und den IKEA Montageplan des Horrors ausgedruckt, ich bin gespannt wie hilfreich er sein wird, denn in Nigeria kauft sicher niemand bei IKEA.

Gelassen, Anspannung, loslassen, neues Leben und Kartoffelsuppe

Guten Morgen, irgendwie sehr gelassen erwacht heute. Ich finde es gut, dass es so ruhig ist und das ich heute nichts zu tun habe. Grau grüßt der Tag, aber auch damit habe ich kein Problem. Alles gut gerade. Gestern der Tag verlief planmäßig, Frühstück, Hund kraulen, Waldspaziergang und abends kochen. Dabei einige gute Gespräche mit dem Vater. Irgendwie ist die letzten Tage verdammt viel Anspannung von mir gefallen, meine Schultern schmerzen, als hätte ich eine schwere Last getragen, die jetzt aber weg ist. Tatsächlich habe ich aber nichts Schweres getragen die letzten Tage, also ist es wohl eher meine Seele, die sich nach langer Zeit der Anspannung endlich entspannt. Der besten Freundin geht es nicht gut, mal sehen, ob ich irgendwie helfen kann. Lange geschlafen, fast 9 Stunden, das war wohl auch nötig, endlich runter vom Panikmodus und zurück zum Leben. Es ist erleichternd zu wissen, das Corona in Deutschland kein Todesvirus ist, es ist erleichternd endlich die Studienkredite gezahlt zu haben, es ist erleichternd nächste Woche wieder tageweise im Büro zu sein und die Corona-Ruhe hat mir auch geholfen meine Mutter endlich ein großes Stück loszulassen, ich bin bereit für ein Leben nach ihrem Tod. Die Lebensmittelbestellungen im Internet fand ich gar nicht so schlecht, vielleicht werde ich jetzt öfter mal bestellen, einfach, weil es hier nicht alles gibt und die Preise im Internet mittlerweile auch nicht mehr höher sind, als im Markt um die Ecke, dafür war aber vielfach die Qualität besser. Im Hausflur hört man Kinder und Kindergeschrei, die an irgendeiner Wohnungstür Sturm klingeln. Kinder sind schon nervig, aber sie können nichts dafür. Mal sehen was ich heute anstelle, keiner drängt mich zu irgendwas und das ist wunderbar. Vielleicht später einkaufen, vielleicht putzen und auf jeden Fall eine Kartoffelsuppe kochen, mag er nicht, aber er ist nicht hier, also nicht mein Problem, ich liebe Kartoffelsuppe, ein Rezept meiner Mutter. Auf in den Tag, aber langsam und wie und wann ich will.

Lebensmittelverschwendung und meine Mutter

Guten Morgen, ist das früh, aber ich bin wach ohne Wecker und habe 7 Stunden geschlafen. Ohne Traum, wie erleichternd. Gestern der Spaziergang und danach Resteverwertung. Reste von Kassler mit Sauerkraut gegessen, dann einen Bananeshake aus braunen Bananen gemacht und später einen Apfelkuchen aus verschrumpelten Äpfeln gebacken. Ich bin gegen Lebensmittelverschwendung, habe aber die letzten Wochen wegen Corona und wegen der falschen Annahme er wäre hier, zu viel Essen gekauft. Heute Arbeit, ich denke, ich mache nur ein paar Stunden, ich vermute es wird wenig los sein. Einkaufen müsste ich auch, ich habe eine Einkaufsliste und weiß nicht, ob es naiv ist zu glauben, dass ich diese Dinge im Supermarkt um die Ecke kriege. Heute kommt er, die Mutter unter mir schreit wieder rum, sehr erholsam^^.  Bald ist Muttertag und ich habe keine Mutter, das ist seltsam, sie war immer so schön aufdringlich zu diesem Tag. Grau grüßt der Tag und ich höre Vogelgezwitscher von Draußen, die Vögel erscheinen seit Corona viel lauter geworden zu sein. Ich bin immer noch dabei meinen Frieden mit meiner Mutter zu finden, obwohl sie schon fast 2 Jahre tot ist, ist sie mir immer noch sehr nah. Aber ich habe angefangen loszulassen, während mein Vater sofort nach ihrem Tod alle ihren Sachen verschenken wollte, habe ich auf dieses Vorhaben erstmal nur aggressiv reagiert, wenn irgendwer, irgendwas von meiner Mutter wegnehmen wollte. Mittlerweile geht es, ihre Sachen können verschwinden, denn sie hatte wirklich (zu) viele Sachen. Ich freue mich nächste Woche wieder im Büro zu sein, das wird mir guttun, auch wenn die Kolleginnen im Homeoffice bleiben. Ich plane immer noch meine Renovierung hier, endlich die Zimmer hier so nutzten, wie ich es immer schon wollte. Ist schon seltsam da lässt sich eine erwachsene Frau von ihrer Mutter vorschreiben, wie die Räume ihrer Wohnung zu nutzen sind und die Tochter hält sich dran, auch nach ihrem Tod. Dabei ist die Aufteilung der Räume nach ihrem Geschmack totaler Schwachsinn, da wohne ich jetzt im fünften Jahr hier, zahle jeden Monat Miete und nutze das schönste Zimmer hier fast gar nicht, weil sie es nicht wollte. Schluss damit, das ist meine Wohnung, mein Leben, ich brauche keine Angst mehr vor ihr haben, aber ich kann auch nicht mehr nach ihrer Hilfe schreien. Auf in den Tag, ohne Sie, aber dafür immer mehr mit mir.

Atemlos, Wald, Tupperdosen, Gehalt und Arzt

Guten Morgen, was für ein strahlend sonniger Tag, doch ich bin total verpennt und wenig erfreut, dass ich um 10:40 in einen anderen Bezirk sein soll. Die Blumenkastenaktion gestern war der Horror für mich, zum Glück kamen Nachbarn und halfen. Ich brauchte danach erstmal eine Weile, um wieder zu Atem zu kommen. Die Aktion hat dann aber so lange gedauert, dass ich dann nicht mehr mit in den Wald bin und lieber angefangen habe zu kochen. Schade ich wäre gern in den Wald gegangen, aber kochen ab 20:30 ist dann doch nicht mein Ding, wenn am nächsten Tag der Wecker früh geht. Der Kaffee schmeckt und ich habe zu wenig geschlafen, vielleicht werde ich heute allein im Wald spazieren, das Paket in der Paketstation wäre ein Anlass, denn dahin könnte ich durch den Wald laufen. Gestern angefangen über die Dinge, die ich aus der elterlichen Wohnung will zu sprechen, mein Vater will vieles loswerden und ich bin an manchen Dingen wirklich interessiert, leider an vielen Dingen, die er behalten will. Für den Moment, bin ich jetzt Besitzerin von einigen Tupperdosen meiner Mutter. Immerhin er hat mir zugesagt, dass ich die Fotos haben darf, das ist mir das Wichtigste. Das Gehalt ist da, die netto Erhöhung ist nicht sonderlich hoch, aber ich vermute die Steuer frisst auch viel auf. Warten wir auf die Gehaltsabrechnung. Aber mehr Geld ist mehr Geld, also Schnauze halten und glücklich sein. Mit ihm geschrieben, ich glaube, er versteht schrittweise wie es mir so geht, denn erst traf ich mit all meinen Beschwerden auf totales Unverständnis, aber gut ich hatte auch keine Ahnung, was ihn von mir abhält, also auch von meiner Seite aus, totales Unverständnis. Das Essen ist gestern sehr gut geworden, ich kann endlich ein asiatisches Essen gut kochen, ich brauchte anscheinend nur das richtige Rezept und die richtigen Zutaten. Heute keine Arbeit, aber trotzdem genug zu tun, über den frühen Arzttermin kann ich nur fluchen, aber ich sollte dankbar sein zu Corona überhaupt einen Arzttermin zu haben. Auf in den Tag, ab unter die Dusche, ab in den Bus und dann mal sehen, was es heute mit der Ärztin zu besprechen gibt.