Keller Fahrrad, Schichtwechsel, Deutscher und Familie

Guten Morgen, gestern Nacht und heute früh kurzes Bangen um ihn, denn er hat meinem Keller Fahrrad endlich mal wieder Berlin gezeigt und ich war mir unsicher, ob mein Fahrrad nicht doch spontan die Dienste einstellt. Hat es aber nicht, es wurde vor der langen Kellerzeit auch durchgecheckt, das einzige was zu tun war, war Reifen aufpumpen und das hat auch gereicht. Gestern mein externer Termin ist gut ausgegangen, die Frau kriegt was sie will, wenn auch zu wenig selbstbestimmten Konditionen. Zu wenig geschlafen, aber als ich gegen 8 wach war und er noch nicht hier, überkam mich wach machende Panik. Jetzt schläft er in meinem Bett, heute wieder Schichtwechsel im Bett. Aktuell bin ich die Beraterin mit den meisten Beratungen, aber gut, das ist keine Position, die ich auf jeden Fall verteidigen werde. Mein Schatz wird schrittweise immer mehr deutsch, ist schon erstaunlich das jemand wie Nigeria aussieht, aber so deutsch ist. Wüsste ich es nicht besser, könnte man denken er wäre hier aufgewachsen. Grau grüßt der Tag und meine Internetverbindung ist stabil und seit der Störungsmeldung nur 1-2 mal ausgefallen, deutlich weniger als vorher mit mindestens 1-2 mal am Tag. Die Tage mit erschrecken festgestellt, dass auf meinem Handy die Standortverfolgung aktiviert war, Google schickte mir eine detaillierte Karte, wo ich überall in den letzten Monaten war. Hilfe! Da hat sogar mich Smartphone Idiot der Ehrgeiz gepackt, diesen Dienst so schnell es geht zu deaktivieren. Wo ich wann bin, geht nur mich was an. Um eine ständige Standortortung normal zu finden, dafür bin ich zu alt, ich komme aus einer Zeit da wusste nie jemand wo ich gerade bin, es sei denn ich habe es mitgeteilt. Beim Vater gestern war ok, ich wehre mich aber noch gegen Einladungen die ihn, seine Neue und mich einschließen. Sie gehört für mich nicht zur Familie und ich weiß auch nicht, ob sie das je sein wird. Ja, ein Platz an seiner Seite ist frei, aber keiner in der Familie. Der Kaffee schmeckt und ich muss duschen, meine Haare sind vom Basenbad ganz salzig. Auf in den Tag, dass Büro wartet, aber ich habe erst spät Termine.

Keine Zeit, Fahrrad, Stress und sterben

Guten Morgen, heute keine Zeit zum bloggen, denn er war da, vor mir wach und außerdem wollte er mein Fahrrad. Das freut das Fahrrad es wurde seit Jahren nicht ausgeführt. Jetzt auf den Weg zur Arbeit, ein langer stressiger Tag liegt vor mir. Durch die 3 Tage frei aber etwas Abstand zur Arbeit gefunden, meine Gedanken sind noch ganz woanders. Er wollte gestern seine Schlüssel nicht zurück, er war wohl doch beleidigt, dass ich sie ihm weggenommen hatte, aber wir haben darüber geredet und jetzt hat er wieder seinen Schlüssel. Ich liebe ihn und möchte ihn nicht verlieren, seine Pläne vielleicht, wegen einem Job, in einer anderen Stadt zu leben, finde ich gar nicht witzig. Wir müssen das hier lösen. Auf in den Tag, viele Termine warten und ich hoffe ich werde aus Stress nicht spontan versterben.

Frei, Vater, Morgenritual und Reis und Huhn

Guten Morgen, eine zu kurze Nacht liegt hinter mir, dabei hätte ich ausschlafen können. Wach ist aber wach und der Kaffee ist lecker. Ich habe heute bis Dienstag frei, er muss heute bis Dienstag arbeiten. Irgendwie sind unsere Arbeitspläne wenig kompatibel. Morgen zum Vater, ich freue mich, wir haben uns zu lang nicht gesehen, das letzte Mal Weihnachten. Meine Beratung gestern wurde abgesagt, aber die Dame rief dann doch an und heulte. Er hat mich gerade allein gelassen, weil ich schon am Schreiben war, bevor er die Toilette verlassen hat. Nach 15 Jahren bloggen, ist das Bloggen am Morgen für mich einfach ein Ritual, das wird nicht enden, nur weil ich einen Partner habe. Ich muss mir noch was zum Kochen für morgen ausdenken, eins ist sicher, es wird weder Reis noch Huhn, er meinte gestern auch schon, genug Huhn, finde ich auch. Genug Huhn und Reis. Mal sehen wie das Jahr nächste Woche weitergeht. Eigentlich hätte ich heute arbeiten müssen, aber ich habe mir freigenommen und bin auch froh, nicht ins Büro zu müssen. Irgendwie haben die Streitereien letztes Jahr dazu geführt, dass meine Lieblingskollegin nicht mehr meine Lieblingskollegin ist, also bin ich auch nicht mehr scharf darauf mit ihr zu arbeiten. Der Tag grüßt grau, ein Tag zum im Bett zu bleiben, das werde ich wohl auch machen, abgesehen von einem Ausflug in den Supermarkt. Auf Netflix wartet meine Serie und kein Mensch wartet heute auf mich. Vielleicht backe ich heute einen Kuchen, denn er ist ein Spontan-Fan meines Kuchens geworden, und zwar so sehr, dass ich kaum etwas abkriege. Warten wir ab was der Tag bringt, ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich heute nicht Fahrrad fahren muss wie er.

Aussprache, Gutscheine, Fisch und frei

Guten Morgen, lange allein geschlafen, er wollte auf der Couch schlafen. Ich höre auf zu protestieren, wenn er auf der Couch schlafen will, ich schlafe besser ohne ihn. Gestern zum Feierabend noch eine Aussprache mit der Kollegin mit der es geknallt hat. Wir werden Montag mit Supervision weiterreden, aber ich denke wir haben bereits das Schlimmste entschärft, ich erwarte kein Drama am Montag. Komisch heute freizuhaben, es zieht mich fast ins Büro, aber nur fast. Gestern im Gutscheinfieber gewesen, ich habe noch Geburtstagsgeschenke an mich selbst, wie eine Massage und einen Haarschnitt bestellt. Mit ihm möchte ich morgen nigerianisch essen gehen, ich hoffe ihm gefällt es und ich hoffe, ich kann mit den Anbietern verhandeln, dass in meinen Essen kein getrockneter Fisch reinkommt. Der getrocknete Fisch, scheint in Nigeria eine große Sache zu sein, ich stehe trotzdem nicht drauf. Er muss schon bald zu Arbeit, während ich freihabe, blödes Timing. Schon komisch einen freien Tag zu haben, während beide Männer (Vater und Freund) nichts von mir wollen. Der Vater ist in Spanien und mein Freund wird heute 10 Stunden durch die Kälte mit dem Fahrrad Essen liefern. Der Kaffee schmeckt und die letzten Brötchen gehören ihm, ich kann später neue für mich kaufen. Ich bin nicht hungrig und ich muss heute auch keine 10 Stunden Fahrrad fahren. Mal sehen was ich mit dem Tag anstelle, einkaufen muss ich und zu putzen gibt es hier immer was, vielleicht noch kochen, genug Zeit dafür ist da. Die Nachbarkinder heulen und der Vater schreit, was wäre mein Leben ohne Nachbarn. Der Tag grüßt grau und meine Vögel piepsen vor sich hin, mein Leben ist schon ganz ok, ich kenne deutlich schlechtere Zeiten und hoffe diese kommen niemals zurück.

Grillen, Hausputz, Fahrradfahrer und Brötchen

Moin, moin, zu wenig geschlafen, aber unwiderruflich wach. Gestern beim Vater war ok, erfreulich, dass wir abends von den Nachbarn zum Grillen eingeladen waren. So musste ich nicht kochen. Zu Hause dann noch lange wach gewesen und 2 Broke Girls geschaut. Warm ist es, ein Tag zum wenig anziehen, darauf bin ich aber nicht vorbereitet. Mein Balkon blüht wunderbar und strahlend blauer Himmel grüßt. Heute nur einkaufen, sonst nichts, außer Hausputz, wenn ich mag. Fenster putzen, wäre wirklich mal angesagt. Gestern morgens hier fast nicht weggekommen, denn meine ganze Gegend war wegen wild gewordener Fahrradfahrern gesperrt. So brauchte ich statt 20 Minuten eine Stunde nach Kreuzberg. Ich warte immer noch auf eine Antwort wegen der Ausbildung, ich finde nach einem Monat nach Eingang der Bewerbung, könnte man sich mal melden. Aber gut, wenn es nicht wird, ist das schade, aber ich kann mich nicht beschweren zu wenig zu tun zu haben. Ein Job reicht vielleicht auch. Mein Leben ist doch auch ohne Kerl ganz schön, ich habe eine geräumige, hübsche und günstige Wohnung mit Mietpreisbindung und ich habe einen Job, der mir Spaß macht und von dem ich leben kann. Ich habe Freunde, Kollegen und meine Berliner Patchworkfamilie, ich brauche keinen Mann. Eigentlich brauche ich nur einen Kerl für Liebessachen, finanziell gibt es keinen Anreiz mir einen Kerl anzulachen. Ein schöner Tag, die Brötchen sind im Ofen und der Kaffee schmeckt.