Frei, Kleidung, Mutter, renovieren und Emanze

Moin, heute sehr langsames aufwachen, genug geschlafen, aber gerade etwas verpeilt. Sehr gut, dass ich dem Vater abgesagt habe, mein Sonntag, bei aller Sympathie, ich muss nicht 5 von 8 Tagen Urlaub beim Vater sein. Ich habe auch ein eigenes Leben. Heute wird geräumt, Dinge müssen in den Keller und streichen will ich auch. Aber erstmal wach werden und Kaffee trinken. Gestern vertan, ich wurde gar nicht zur Arbeit erwartet, also Arbeit schnell wieder abgebrochen und mit dem Bus zum Einkaufen gefahren. Danach doch todesmutiges Anprobieren und Sortieren der Kleidung meiner Mutter, die gute Nachricht: Über die Hälfte der Sachen passt gerade eh nicht, also freie Fahrt in den Keller. Was passt gewaschen und bald einsortiert, danach ein Schläfchen mit einem psychotisch wirkenden Traum, doch bevor es gruselig wurde Augen aufgerissen und die Wahrnehmung schnell als Traum und unwahr weg sortiert. Psychotisch wird es erst, wenn man Traum und Realität nicht mehr unterscheiden kann. Die Sonne scheint bei blauen Himmel, ein schöner Tag wie es scheint. Mein Verlangen nach ihm ist stark zurückgegangen, bin beschäftigt mit meiner Mutter, da passt er nicht rein, obwohl seine Mutter auch tot ist. Soll er mal seine Sachen machen, ich mache meine. Ich will meine Ruhe und hier werkeln, dabei haben weder Vater noch er was zu suchen. Ich brauche die Zeit für mich und meine Mutter, es gibt so viele Gefühle und Gedanken zu sortieren. Gekocht gestern gar nicht, es gab Fisch Burger, dazu musste ich nur Fisch Burger-Patties anbraten und den Burger belegen. War akzeptabel, besonders wenn man nicht kochen will. Sie hat auch immer alles allein gemacht, meine handwerklichen Fähigkeiten habe ich von ihr, bereits mit 8 durfte ich mit ihr eine ganze Altbauwohnung streichen und lackieren. Grundlagen für elektrische Arbeiten zu Hause habe ich vom Vater. Damit kann ich handwerklich mehr, als er, der anscheinend handwerklich total unerfahren ist. Das zum Thema Frauen- und Männerarbeit. Es gibt wenig Männerarbeit, vor der ich zurückschrecke. Für was braucht frau überhaupt Männer? Mir fallen derzeit nur das Tragen von wirklich schweren Sachen ein. Ich wurde halt zur unabhängigen Emanze erzogen und in meinen Leben war es oft so, dass ich Jungs einholte, einfach, weil ich nie in Rollenklischees erzogen wurde und immer nur ein Rennen zwischen Menschen und nicht zwischen Mann und Frau gesehen habe. Halten wir es kurz, ich habe mehr Eier, als es viele Männer haben, weil ich einfach nie Frauchen sein sollte und wollte. Eine Lesbe bin ich trotzdem nicht geworden, meistens waren Männer meine Gefährten. Um ehrlich zu sein, ich fühle mich den Männern oft mehr verbunden als den Frauen, eine Erklärung warum mein Freundes- und Bekanntenkreis schon immer überwiegend aus Männer bestand. Mit Männer klar zu kommen ist für mich meist einfacher als mit Frauen. Viele Frauen sind mir einfach zu unselbstständig und zu zickig. Aber natürlich gibt es auch tolle Frauen, die sind aber hart zu finden. Die Musik läuft schon, das wird sie auch den Rest des Tages, ich und die Musik, immer eine gute Zeit.