Zahnarzt, Psycho-Werbefilm, Außenseiter und aufwachen

Guten Morgen, wieder zu wenig geschlafen, aber ich fühle mich passabel. Heute ein unmöglich früher Zahnarzttermin, es ließ sich nicht anders einrichten und die neue Schiene wartet, da kann ich meine Zahnärztin nicht versetzten, nachdem sie das für mich geregelt hat. Gestern sehr viel beraten und gemerkt, dass ich wohl doch etwas zu viel gemacht habe, denn ich wusste nicht mehr alles zu den Kunden, wie sonst eigentlich immer. Früh zu Hause gewesen und nicht mehr gekocht, aber den Film Vanilla Sky zu Ende gesehen. Der Lieblingsfilm des Kollegen von 1998, bevor der Film erneut verfilmt mit Tom Cruise zum Werbefilm für Scientology wurde? Ist mein ehemaliger Kollege ein Scientology Anhänger? Wobei 1998 gab es nur das Original und noch nicht die Cruise/Scientology Verfilmung. Auf jeden Fall ein kranker Film, ich hatte ihn früher schon mal geschaut und fand ihn nur wirr, heute mit dem Wissen zu psychischen Krankheiten und meiner eigenen Geschichte verstehe ich glaube ich besser, worum es geht. Aber, das der Kollege Narzist ist, darauf wäre ich damals nicht gekommen, heute würde ich es unterschreiben, damals dachte ich hier und da nur er neige zu Depressionen. Die Wahnvorstellungen/Träume des Hauptdarstellers erinnern jedoch an eine Psychose. Wie auch immer, mal sehen, ob ich irgendwann mal das Original sehe, für den Moment bin ich bedient. Gestern noch mit dem Mann gestritten und mit dem Internetfreund gechattet und tatsächlich vor Mitternacht im Bett gewesen. So früh wach sein ist immer noch seltsam, aber verschafft mir den Freiraum den Morgen gemütlich beim Kaffee trinken und schreiben zu verbringen. Blutdruck und Herzschlag die Tage wieder schneller, zu viel Aufregung, Arbeit und zu wenig Schlaf. Der Kaffee schmeckt und ich bin noch nicht ganz wach, so viele gestörte einzigartige Menschen in meinen Leben. Besonders die Programmierer der Neunziger, alles Freaks und ich damals mittendrin. Schon krass, dass die heute alles bewegende Technologie, das Internet, von Leuten erschaffen wurde, die alle Außenseiter waren. So richtig gedankt hat es ihnen keiner, außer dass sie damit eine lebenslange Jobgarantie hatten/haben. Zurück zum jetzt, ein grauer Tag grüßt, ich habe seit gestern Frauenschmerzen, bin also doch nicht durch Impfung von Bill Gates sterilisiert worden, aber verwirrt waren meine Frauendinge schon nach der Impfung. Der Song des Tages, auch passend zum Film: Aufwachen!

Die Neuen, Freaks, Glutamat und Zeitsprung

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, aber immerhin durch. Der Trick mit dem Schlafen ist doch so einfach, einfach mal vor oder spätestens um Mitternacht schlafen. Ist mir nicht gelungen. Die Eigentümerversammlung gestern war grausam, weil zwei Neueigentümer meinten das die üblichen 1,5 Stunden nicht reichen und sehr viele Fragen und besonders Einwände formulierten und das ganze dann auf 2,5 Stunden verlängerten. Tolle Sache so 2,5 Stunden am Stück ohne Pause im geschlossenem Raum mit Maske. Formulierte auch ein anderer Besitzer, aber die neuen gaben keine Ruhe. Danach dann gestresst heim, Mann getroffen und dann zu spät zu Netto. Zu spät, weil bereits alle Wochenangebote ausverkauft waren, ich frage mich was da Montag Morgen los war, dass z.B. ein Wochenvorrat Pfifferlinge bereits ausverkauft war. Es gibt da aber einen sehr herzigen neuen Kassierer, seelisch krank, nicht nur zu sehen an den Narben an seinem Arm vom Ritzen, den ich sehr mag. Wir Freaks halten zusammen, also ab sofort mein Lieblingskassierer. Irgendwie ist mein Radar für seelisch Kranke feiner, bewusster geworden. Früher fand ich solche Leute einfach nur irgendwie anziehend und sympathisch, heute weiß ich warum. Es zu wissen ist deutlich besser, denn Beziehungen mit Freaks können freundlich gesagt auch mal sehr anstrengend werden. Aber wie meine Mutter sagen würde: „Einfach kann jeder!“. Gegessen dann ein asiatisches Menü vom Imbisswagen, die Zutaten (Ente, Reis, Gemüse) waren prinzipiell gut, aber die Soße, die Soße war nur Glutamat mit Wasser. Gut, nicht mehr da kaufen. Vögel abdecken am Morgen, blöde Idee, weil eine Krähe vorbeiflog und der Terrorvogel anfing zu schreien. Der Kaffee schmeckt und heute Homeoffice, ich fühle mich aber tatsächlich so, dass ich anfangen könnte die Warteliste abzutelefonieren. Die Trauer um die Kollegin ist umgeschlagen in Wut, ich mag und mochte ihre teilweise dominante, unberechenbare Art auf Arbeit nicht. Privat ist sie ein Schatz, aber im Beruf, es gibt lustigeres, als angeschrien zu werden und nicht zu Wort kommen zu dürfen. Es wird trotzdem schwer ohne Sie, denn so verbleibe ich mit der Kollegin, mit der ich am wenigstens kann. Ein grauer Tag grüßt und es ist frisch, immerhin kein Regen. Aktuell habe ich den Eindruck, nachdem ich beziehungstechnisch meine Teenagerzeit wiederholt habe, dass ich mich wieder an mein 11-jähriges-Ich angenähert habe. So viele Erinnerungen an damals, was war ich damals für ein cleveres und kampfbereites Mädchen. Darüber hinaus aber auch eine Lolita, was die Sache nur unnötig komplizierte. Lolita werde ich nie wieder, aber ich denke das ist auch gut so, als ein kleines Mädchen ohne Plan zu sein, dass Begehrlichkeiten auslöst und das nur als Aufmerksamkeit sieht, böser Fehler. Mit meinem Hörbuch: „Unkaputtbar“ von Nicole Jäger komme ich gerade nicht weiter, nachdem ich es erst kaum erwarten konnte, verlor ich bereits nach 2 Stunden das starke Interesse. Zu viel Hausfrauen-Psychologie, zu wenig Gemeinsamkeiten mit meinem Leben. Aber ich werde es noch zu Ende hören. Eigentlich ist sie sehr lustig, aber lustig gibt es in dem Buch nicht, eher Predigten. Schade, hätte ich anders geschrieben. Egal, bin ich jetzt mal fertig mit meinem Zeitsprung? Oder noch mittendrin? Passend dazu, meine Lektion in Diversity als Kind: