Missverständnis, Freundin, Homeoffice und Veränderung

Guten Morgen, ne eigentlich sieht es noch aus wie Nacht. Gestern noch Entwarnung auf Arbeit, ein Missverständnis, alles halb so wild, aber schon dagewesen. Gestern vegetarisch gekocht, auch dieses Mal reagiert meine Verdauung erfreut. Keine Ahnung, ob der Mann jetzt bei der Nachtschicht war, er war sich gestern impfen und meinte er fühlt sich müde. Ich hatte mal wieder 6 Stunden Schlaf die Nacht, scheint mein neues 8 Stunden zu sein. Fühle mich ok so weit, sehr viele Termine heute, wird ein langer Tag im Homeoffice. Immer noch von der Freundin enttäuscht, also ich melde mich nicht mehr. Vielleicht bin ich gerade etwas empfindlich, vielleicht ist sie auf ihrer Erfolgswelle herablassend, vielleicht auch beides. Auf jeden Fall gerade nicht unsere Zeit. Die beobachtende Angst denkt dabei gleich an Frühwarnsymptome, von wegen Isolation am Anfang des Krankheitsprozesses, es ist aber eher so, dass ich Kontakt gesucht habe und dieser nicht oder nicht zeitnah beantwortet wurde und ich daraus die Konsequenz ziehe mich vorerst nicht mehr zu melden. Von totaler Isolation ist da nicht zu sprechen, ich pflege viele Kontakte, aber die die sich nur melden, wenn sie was wollen oder es ihnen gerade (nach Tagen/Wochen) passt, die können mich gerade mal. Gestern hier nur gearbeitet, Müll weggebracht, Wäsche gewaschen, gekocht und ein Solebad genommen. Abends kam dann meine Lieferung, irgendwie zu viel Vogelsand erhalten, aber der wird ja nicht schlecht. Der Kaffee schmeckt, der Tag grüßt grau und ich muss mich immer noch an die Veränderung gewöhnen, sagte ich es bereits? Ich hasse Veränderung! Besonders, wenn ganz viel davon auf einmal kommt. Stabile Verhältnisse geben mir Sicherheit, Gewohnheiten strukturieren meinen Tag. Warte immer noch auf meine Tage, nach der zweiten Impfung hatte ich plötzlich Schmerzen und viel zu früh eine Blutung, seitdem jetzt gar nichts mehr. Für die Verschwörer: „Wurde ich von Bill Gates sterilisiert?“ Warten wir ab, aber irgendwas in meinem Hormonhaushalt ist seitdem gestört. Blutdruck und Puls normal niedrig, irgendwie schlafe ich viel besser, seitdem die Werte wieder ok sind. Für den Vater für den Sonntag original Wiener Schnitzel besorgt, ich hoffe, er freut sich. Vielleicht schaffe ich es am Wochenende endlich das Wohnzimmer umzustellen, es wird gefühlt immer dringlicher. Immerhin ich arbeite nur noch im Arbeitszimmer, das bedeutet zwar Kabelsalat in der Wohnung, aber besser als an meinem Entspannungsort (Wohnzimmer) zu arbeiten. Wie auch immer, auf in den Tag. Zum Morgen an Lisa gedacht und an ihre Gedanken zu Veränderung:

Enttäuschung, Pläne, Taube und Respekt

Guten Morgen, durchgeschlafen, aber nur 6 Stunden. Aber immerhin durchgeschlafen. Das Treffen mit der Freundin war nett, aber ich war auch enttäuscht. Nächste Enttäuschung kam dann hinterher, er kam nicht wie verabredet zum Essen und sagte mir erst Stunden später, dass die Kirche ihn aufgehalten hätte. Glaube ich so nicht, vielleicht hat die Kirche aufgehalten, aber da hätte man(n) rechtzeitig Bescheid sagen können und nicht erst Stunden später schreiben? Der Abend war also säuerlich auf die Freundin und auf ihn noch mehr. Angeblich ist in der Kirche Handyverbot, was ich ja noch glauben kann, aber dass man(n) über 8 Stunden nicht raus kann, um zu telefonieren, das glaube ich nicht. Das ist einfach seine gedankenlose Respektlosigkeit. Jetzt will er heute vorbeikommen, aber ich denke gerade er kann bleiben, wo der Pfeffer wächst. Auch ich habe Pläne und was ich mit ein paar Stunden am Morgen will, nachdem ein Abendessen und eine Übernachtung geplant war, weiß ich nicht. Gestern war also der Tag von „Nadine die Frau, der man viel versprechen kann, sich an nichts halten muss und sie auch nicht darüber informieren muss.“ Kurz davor sein Essen wegzuwerfen und den Ventilator einfach zu behalten. Blutdruck und Herz seitdem auch wieder schneller, ja aufregen ist nicht gesund. Die Sonne scheint, die Straße rauscht und ich versuche dann mal nicht ganz so sauer auszusehen. Warm ist es und es soll noch wärmer werden. Heute muss ich es zum Paketshop schaffen, den Rest der Woche keine Zeit dafür, schon lange nichts von den Nachbarn gehört. In meinem Arbeitspostfach nichts los, aber vielleicht auch ganz gut so. Kaffee schmeckt, meine Schuld, dass er denkt, ich sitze hier Tag und Nacht zu Hause habe keine anderen Pläne und warte auf ihn unbegrenzt? Dank Corona war das ja jetzt fast immer so, aber Bescheid sagen kann man trotzdem? Die Idee, dass er gar nicht in der Kirche war oder die Kirche vielleicht eine Sekte ist, kam auch. Lieferung erhalten, eigentlich nur wegen Tabak und Getränke, aber ein Blumenkohl ist auch dabei. Ich liebe Blumenkohl. Frische Brötchen gibt es damit auch, das ist doch mal was. Gerade saß eine Taube in meinem Blumenkasten, aber nein hier wird nicht gebrütet, brütet einmal eine Taube, brüten immer Tauben, denn ihre Kinder werden zu mir zurückkommen, wenn sie brüten wollen. Tauben können gern vorbeikommen, um sich auszuruhen, ein paar Körner und Wasser zu kriegen, aber dann bitte Abflug. Ach wäre meine Mutter noch da, die hätte mir schon früher gesagt, dass ich Respekt einfordern soll:

Spontan nicht allein, keine Termine und Musik

Guten Morgen, endlich allein. Ich glaube, ich bin wirklich nicht zum Zusammenleben gemacht. Gestern der Tag beim Vater war sehr anstrengend, zu ihm fahren, viele Treppen steigen, dann später ein Waldspaziergang, Treppen steigen, kochen, essen und dann wieder mit dem Bus nach Hause. Eigentlich ein nettes Programm, aber nicht, wenn man sich nur ein paar Tage vorher vor Schmerzen und Erschöpfung kaum bewegen konnte. Dementsprechend war ich nicht entzückt, dass er überraschend hier war und überraschend beschloss hier zu nächtigen. Damit war mein Plan: nach Hause kommen, entspannen und meine Lieblingssendung zum Sonntag schauen nämlich dahin. Stattdessen hieß es dann, seine Wäsche aufhängen, mehr Wäsche für ihn waschen, etwas für ihn kochen und danach Wohnzimmer räumen und nicht meine Lieblingssendung schauen. Wie gesagt ich stehe nicht auf spontan und auf Verpflichtungen an meinen freien Tagen auch nicht. Zu kurz geschlafen, weil er Frühschicht hat und mich geweckt hat. Genau das möchte ich^^ an meinen freien Tag nicht ausschlafen dürfen und extra früh aufstehen! Frau hat ja sonst keinen Spaß! Ich weiß das klingt unflexibel und egoistisch, aber so habe ich es empfunden. Immerhin er hat Kaffee gekocht und ist jetzt weg, aber ich fühle mich im Arsch. Heute wirklich keine Termine, das ist schön, kein Arztbesuch, kein Amt, einfach gar nichts bei Sonnenschein. Ich will derzeit auch keine Termine haben, sondern genießen, dass es mir seitdem ich beim Arzt war und den Blutdrucksenker nehme deutlich besser geht. Sogar die Schulterschmerzen sind fast weg, ja fast alle Muskelschmerzen sind weg, vielleicht weil mein Herz und Kreislauf endlich zur Ruhe kommt. Die Sonne scheint, die Straße rauscht und es ist ruhig hier. Vielleicht gehe ich gleich wieder ins Bett, es ist fantastisch allein in der Mitte des großen Bettes zu schlafen. Das Bett hatte ich zwar für uns gekauft, aber ich kann es auch sehr gut allein ausfüllen. Die ehemals beste Freundin ruft heute vielleicht durch, ich bin gespannt, ob und wie das wird, neben Freude ist da aber auch Unsicherheit, denn damals hatte ich durch die Krankheit die Freundschaft beendet und sie danach nicht zurückgewinnen können. Das alles ist jetzt aber fast 8 Jahre her und ich wieder bei Sinnen, schauen wir mal was passiert. Gestern dann noch mit dem Internetfreund gechattet, es kam ein Gespräch zur Bedeutung von Musik auf. Früher war Musik mein Leben, ich konnte mir nicht vorstellen ohne zu leben, ich formulierte als 10-Jährige sogar: „Ohne Musik muss ich sterben.“ Als wir nach Berlin zogen, war die Musik aber weg und ich fortan ein sehr unglücklicher Teenager. Ich habe trotzdem überlebt, aber habe ich dabei gelebt? Ich denke ich sollte die Musik zurück in mein Leben holen, ein Instrument spielen und/oder singen, denn nur bei Musik vergesse ich alles und bin glücklich. Ich sollte mal rechnen, ob ich mir Musik leisten kann und/oder hoffen, dass es bald wieder möglich ist im Chor zu singen. Als ich so krank war, hat mir der Chor und das Schlagzeug spielen sehr geholfen wieder gesund zu werden, denn Musik ist Leben, Musik ist Glück. Für den Moment kann ich mir nur vornehmen zu Hause Musik zu hören und zu singen, auf das die Nachbarn nicht zu sehr genervt sind. Die Verdauung rebelliert, ich glaube, mein Magen-Darm-Trakt hat sich immer noch nicht von 2 Jahren Amisulprid Dauerverstopfung erholt, aber ich meine es wird besser, von Tag zu Tag, wie auch die ganzen hormonellen Dinge. Das Mein Körper dazu aber jetzt fast ein Jahr braucht ist schon ne Nummer, aber immerhin erholt er sich überhaupt. Gerade keinen Bock auf ihn, ich möchte immer noch meine Ruhe und Musik, die erste und letzte Liebe meines Lebens:

Blutdrucksenker, Kartoffel, frei und keine Ahnung

Guten Morgen, was so ein paar Pillen alles bringen. Der Blutdrucksenker hat nicht nur den Blutdruck, sondern auch den Puls radikal gesenkt und seitdem fühle ich mich deutlich besser. Mit der Pille am Tag habe ich jetzt gesunde Werte und keine Panik. Gestern ging der Puls sogar auf 79 runter. Ich vermute, nehme ich die Pillen weiter, wird das noch dauerhaft besser. Ganz passabel geschlafen aber nur 7 Stunden, aber ohne Schweißausbrüche und kein wach gegen drei. Die Annahme ich bräuchte die Pille nicht, war wohl eine ziemlich dumme und auf Dauer auch riskante Geschichte, besonders bei Dauerstress und reduzieren des Neuroleptika. Arbeit gestern ziemlich aufregend, die übergriffige Kollegin hat wieder zugeschlagen und die anderen Kolleginnen und ich haben sich ziemlich aufgeregt. Habe eine ziemlich wütende Mail geschrieben und sie dann doch nicht abgeschickt. Vielleicht besser so wollen wir sachlich bleiben und nicht emotional. Wer in einem Streit auf Arbeit emotional reagiert hat meistens schon verloren, auch wenn er/sie recht hat. Gestern Bratkartoffeln mit Paprika und Merguez gemacht, der Schatz hat zu viele Kartoffeln mitgebracht, ich versuche gerade 5 Kilo Kartoffeln zu verwerten. Er dachte sich wohl Kartoffeln für die Kartoffel. Langsam komme ich endlich zur Ruhe, es kommt langsam an das er ausgezogen ist und ich genieße es allein zu sein. Kein Drama oder Verlassensängste von meiner Seite aus, einfach Ruhe und Freiraum ohne zu bereuen und zu fürchten. Zusammenwohnen war halt noch nie was für mich, was nicht heißt, dass ich ihn nicht liebe. Das Konto sieht auch schon etwas besser aus, er überweist weiter, ohne Kosten zu verursachen und bringt regelmäßig Lebensmittel mit, mit denen ich weiter spare. Gestern nirgendwo gewesen, aber heute geht es zum Vater und Hund, ich freue mich drauf und denke auch, dass das kräftemäßig drin ist. Aktuell keine Schmerzen und keine Schwäche. Gestern mit einer Freundin aus der Vergangenheit geschrieben, sie war meine beste Freundin bevor ich in 2012/2013 so schwer krank wurde und sie sich dann abwendete. Keine Ahnung, ob es möglich ist diesen Kontakt wiederzubeleben, es ist vielleicht einfach zu viel passiert, aber ich habe sie nicht vergessen, auch wenn ich mittlerweile genug neue Kontakte habe. Graue Aussichten grüßen gerade, aber gestern sah es morgens genauso aus, nachmittags gab es aber dann doch Sonnenschein. Ist das geil frei zu haben und frei zu sein, heute textet mich keiner zu, heute sind das alles Dinge, von denen ich keine Ahnung haben will….

Terrorvogel, Doppelbelastung, Freundin und Seelenjob

Guten Morgen, wach geworden durch ihn in der Nacht, der zur Frühschicht musste und jetzt nochmal durch meinen Terrorvogel. Immerhin, jetzt Ruhe und keiner da. Ist das schön allein zu sein. Zum Glück hat er bis Ende Mai jeden Tag Arbeit, ich brauche Ruhe, wenn ich selber hier wie ne Besenkte arbeite. Die Leute werden immer verrückter und ich muss aufpassen, dass ich es nicht auch bin. Mit dieser Doppelbelastung, sehr viel anstrengende Arbeit und einen stressenden Mann zu Hause schwebe ich in Gefahr. Immer noch Bauschmerzen, aber trotzdem gestern gekocht, dieses Mal nur für mich Königsberger Klopse, das erinnert mich an meine Urgroßmutter. War lecker, aber das Rezept ist nicht authentisch. Er hat gestern Yams mit Eiersoße gemacht und wollte teilen, weil er weiß, dass ich das auch mag, aber ich hatte bereits gegessen und wieder Bauchschmerzen. Dass das Finanzamt nicht aus der Tasche kommt, ist mehr als ärgerlich, wir brauchen das Geld, es würde die Lage entspannen. Der Kaffee schmeckt und ich weiß mit dem jungen, stressigen Nymphensittich nichts anzufangen, würde er doch mal Rücksicht nehmen, aber er terrorisiert alle hier. Wäre er nicht der Partner meiner alten Nymphensittich-Dame, ich hätte ihn schon herausgeworfen. Gestern mit der Ex-Kollegin ne Weile geredet, ich würde sagen, das war ein Entlastungsgespräch für mich, zum Glück war sie da, ich habe wohl eine neue Freundin gefunden. Mit der eigentlich besten Freundin gerade nämlich keinen Kontakt, denn ich habe ihr oft egoistisches Verhalten kritisiert, ihre Reaktion darauf, sie meldet sich gar nicht mehr und ist auch nicht erreichbar, wenn ich mich melde. Kann aber auch nicht sein, dass Kritik zum monatelangen Kontaktabbruch führt. Schön dass ich von Pfingsten nichts haben werde, denn Montag habe ich eh frei und deswegen kriege ich keinen bezahlten Feiertag. Ich liebe meinen Job eigentlich, aber Fakt ist auch, ich habe Anrecht auf ein Jahr Arbeitslosengeld und es gibt auch andere Jobs. Einen sozialen Job hatte ich mir romantischer vorgestellt, aber es ist ein Knochenjob oder wie ich sagen würde Seelenjob, besonders während der Pandemie. Kein Wunder das so viele in sozialen Jobs irgendwann schwer krank werden. Immer öfter habe ich in letzter Zeit studierte/gelernte Profis vor mir sitzen, die ausgerechnet bei uns Erfahrungsexperten um Rat und Unterstützung bitten. Die Sonne scheint und es sieht wie ein guter Tag aus, ab heute bin ich allein im Dienst, wahrscheinlich auch die ganze nächste Woche. Auf in den Tag, für den Moment die Ruhe genossen, zwei Termine für heute und Telefondienst, ich hoffe es bleibt ruhig.

Schnee, Einzug, Arbeitszimmer und Winter

Guten Morgen, es schneit! Ja es schneit wirklich in Berlin nach gefühlt 10 Jahren und gerade bleibt der Schnee auch liegen. Er ist gestern gekommen, mit fast all seinen Sachen. Das war eine Überraschung, nicht so überraschend ist er dann aber wieder abgehauen und nicht mehr aufgetaucht. Habe die Vögel jetzt unplatziert, jetzt gibt es hier kein Vogelzimmer mehr, sondern bald ein Arbeitszimmer, dass ich auch brauchen werde. Lange wach gewesen bis fast 3 Uhr morgens und jetzt etwas zerknautscht. Aber der Schnee ist genial, gerne mehr davon, ich würde gerne wieder ein weißes Berlin sehen. Räume heute weiter, für mich, nicht für ihn, denn dieser fließende Übergang von privat zu Homeoffice tut mir nicht gut. Blutdruck zu hoch, aber trotzdem ein bisschen Kaffee, langsam kenne ich bedrohliche Werte. Die Waschmaschine läuft und ich sollte wohl wieder ins Bett, räumen kann ich später noch. Kalt ist es und es gibt hier viel zu tun, aber warum sollte ich das alles allein machen? Er will das Arbeitszimmer auch. Die Vögel scheinen sich im Wohnzimmer aber wohl zu fühlen, ist nur seltsam, dass sie mich beobachten. Ich bin jetzt wohl ihr Unterhaltungsprogramm. Genieße die letzten Tage in Frieden, die Arbeit kommt schnell genug zurück. Gestern endlich die gefüllten Paprika, bevor die Paprika ganz hin sind und heute Truthahn, mit oder ohne ihn. Eine gute alte Freundin hat gestern nach Ewigkeiten angerufen, das war schön, auch wenn noch so viele Jahre ins Land gehen, sie scheinen unserer Freundschaft nicht auszuradieren. Sie gehörte auch zu den zwei verbleibenden Freundinnen nach meiner Krankheit. Winter also, richtiger Winter, haben wir das Corona zu verdanken? Wieder Zeit für Jahreszeiten? Bleibt genug Schnee liegen, wird die Stadt auch wieder heller, hell durch reflektierenden Schnee. Alles wird, irgendwann, bis dahin passende Musik:

Fisch, Rassismus, putzen und Therapie

Guten Morgen, ganz passable Nacht, aber zu früh wach. Das mit dem Fisch gestern war ein Reinfall, zu oft aufgetaut und zu viele Gräten. Weder er noch ich mochten viel von dem Fisch essen. Irgendwie ist er gerade schräg drauf, er macht sich zu viele Sorgen wegen einen richtigen Job und sprach sogar von Rassismus, dass er keinen richtigen Job bekommt wegen seiner Hautfarbe. Leider nicht unwahr, denn Studien haben gezeigt, dass weiße Arbeitgeber weiße Angestellte bevorzugen. Ich denke aber auch Corona, denn so viele Stellen gibt es gerade nicht. Ich denke ihm wird es schon besser gehen, wenn er irgendeine Arbeit hat, wobei das natürlich keine Dauerlösung sein kann. Bisher ist das einzige Angebot ein unbezahltes Praktikum. Aber die Arbeitgeber seiner Studentenjobs haben beide gesagt, dass sie ihn auch sozialversicherungspflichtig beschäftigen würden. Kaffee, heute muss es Kaffee sein, die Blutdruckmessung findet das auch ok, also genieße ich gerade. Heute zur Eigentümerversammlung, wird sicher öde und das mit den Rauchmeldern lässt sich eh nicht abwenden. Danach Zahnarzt, würde ich gern absagen, aber ich brauche meine Beisschiene und habe meine jetzige viel zu früh kaputt gebissen. Lebensmittel bestellt, mit vielen Getränken, ich mag und kann nicht alleine fast 30 Kilo Getränke schleppen, ohne andere Einkäufe. Trage meinen Ehering jetzt immer, sogar nachts, ich freue mich ihn zu sehen und er passt auch richtig, im Gegensatz zum zu kleinen Verlobungsring. Gestern viel geschlafen und dann noch ein bisschen geputzt, langsam habe ich wieder die Kraft eine saubere Bude zu wollen und auch zu putzen. Das nächste Mal koche ich wieder für uns, ich glaube dann schmeckt es uns beiden besser. Die beste Freundin hatte gestern Geburtstag und hat sich trotz Gratulation nicht gemeldet, ich hoffe nicht wegen einem Todesfall. Frei, heute habe ich frei, aber ich werde wohl etwas wegen der Arbeit machen müssen, weil mein Vortragspartner für Mittwoch, nicht aus der Tasche gekommen ist, ärgerlich. Ich bereite mich eigentlich immer gründlich und rechtzeitig vor. Ansonsten geht es mir gut, das sollte ich nach all den Horrorwochen zu schätzen wissen und dankbar sein, schmerzfreie Normalität ist auch ein Geschenk. Neuen Termin für Therapie ausgemacht, Videotherapie, mal sehen, ob das funktioniert. Auch wenn ich mich besser fühle, wegen dem Tod meiner Mutter gibt es einiges aufzuarbeiten. Auf in den Tag, vielleicht noch zu Netto, die Dinge kaufen die es online nicht oder nur total überteuert gab und dann mindestens noch 1-2 Stunden für den Vortrag machen.

Schlaf, Regen, Wohlfühlprogramm und Arbeit

Guten Morgen, schon besser, in Etappen über 8 Stunden geschlafen, aber derzeit könnte ich nur noch schlafen. Endlich ist es kühler, eine Befreiung, der Regen gestern Nachmittag hat gutgetan. Der Vater sollte wieder im Land sein und ich treffe ihn zum Frühstück und meine Oma hat Geburtstag, aber die redet ja nicht mehr mit mir. Wieder beruhigt was den Freund betrifft, aber es gibt noch Redebedarf. Nur noch heute und morgen frei, dann wartet der Beruf wieder, ist wahrscheinlich besser so, denn die letzten Tage wusste ich mit meiner Freizeit nichts mehr anzufangen. Gegessen gestern ein Kindergericht: Spiegelei mit Rahm Spinat und Kartoffelpüree, mir war danach. Bin immer noch zu faul zu richtig zu kochen. Die letzten Wochen waren wie ein schlechter Film, Medikamentenhorror mit Angst und Panik, Todestag und Trauer, unerträgliche Hitze und jetzt noch Tage mit Aggressionen. Es soll ja niemand sagen, ich hätte nicht genug Wohlfühlprogramm. ^^ Mal sehen wie der Vater drauf ist und was es zu berichten gibt, ich vermute die Pflanzen in der Wohnung werden es nicht alle überlebt haben, denn die Nachbarin ist alles andere als verlässlich. Hoffe, den Hund geht es auch gut, nach seinem Aufenthalt in Brandenburg. Das Standesamt schreibt und ich kriege noch mehr Angst, Heiraten war nie mein Thema, doch ich werde nicht jünger, schöner oder gesünder und möchte nicht allein bleiben. Heute einen Kassenbon von 2019 gefunden, ja Lebensmittel waren mal günstiger, vor Corona. Überlege der Oma wenigstens eine SMS zu schreiben, die kann sie dann nach Belieben ignorieren. Phantastische 25 Grad habe ich heute und der Blutdruck und Puls ist voll normal. Corona, ich mag nicht mehr, diese ätzenden Masken überall und keiner weiß wie lange es dauern wird. Aber gut in den USA möchte ich derzeit auch nicht leben. Der Kaffee schmeckt und bereitet keine Probleme, wird Zeit, dass ich wieder was zu tun kriege, die letzten Tage kamen mir fast depressiv vor, wenn ich meine Freizeit eh nicht genieße, kann ich auch wieder arbeiten. Ich habe mein Petticoat erhalten und einen neuen Versuch bei Brautschuhen gestartet, aber durch die bösen Worte der Freundin ist gerade die Freude weg. Ich glaube ich möchte nicht, dass sie zur Hochzeit kommt, ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich diese Freundschaft überhaupt noch will, denn sie war schon immer toxisch. Mal sehen, ob dieses Pasta-Rezept heute zu hoch für mich ist, das mit dem Ei, könnte schwierig werden. Auf in den Tag, unsortiert, mittelmäßig gelaunt, aber stabil.

Fachkonferenz, Hitze, Lebenssinn und Homeoffice

Guten Morgen, keine gute Nacht, ständig wach, aber die Werte zum Morgen sind noch keine Katastrophe. Gestern die Fachkonferenz war interessant und ich denke, ich konnte was bewirken. Auf Facebook eine sehr alte Studien-Freundin gefunden, seltsam nach all den Jahren. Das unbekannte Paket von Hermes war doch nicht unbekannt, es war ein Briefumschlag mit 2 USB-Sticks, die ich bestellt hatte. Mir war es gestern zu heiß und heute wird es nicht besser, es ist schwierig bei stickiger Luft in geschlossenem Raum geistig aktiv zu sein. Zum Glück habe ich hier zu Hause einen Ventilator und genug Getränke, Homeoffice sollte also gehen. Der Vater schreibt schöne Worte, es hebelt aber trotzdem nicht die Worte meiner Mutter aus, dass ich geboren wurde, um meiner Mutter einen Lebenssinn zu geben. Es ist immer noch schwierig für mich zu verstehen, dass ich auch ohne meine Mutter eine Lebensberechtigung habe. So viele Jahre war ich nur für sie da, was mache ich jetzt? Komisch geträumt von der alten Start-up-Zeit und von meiner Feindin, die, obwohl sie weniger engagiert und kreativ war, mit Schleimen ihren Weg an mir vorbeigeschafft hat. Wie ich diese Kathrin bis heute hasse. Ich war zuvor noch so blöd ihre Kündigung abzuwenden und zum Dank versucht sie mir mein erdachtes und erbautes Projekt zu klauen. Egal alte Geschichten, undankbares, schleimendes Miststück. Schwacher Kaffee fliest meine Kehle herunter, ich bin heute einfach zu müde. Die Sonne scheint und ich habe jetzt schon 26 Grad in der Bude, das wird noch mehr werden, wenn es mittags wird. Heute sollte seine Badehose kommen, das freut mich, dann können wir die Tage zum See. Ich bin selber sehr lange nicht geschwommen, ich denke es ist 2 Jahre her. Ich hoffe der Vater hat heute einen guten Flug und das alles gut geht, ich hatte wohl echt Panik wegen der Reise, denn seitdem sie abgesagt ist, geht es mir besser. Auf in den Tag, der Urlaub winkt, heute auch nicht viel arbeiten, ich habe genug vorgearbeitet, nur das Gespräch mit der Projektleiterin zur Fachkonferenz muss sein.

Puls, abends, einkaufen, schwimmen und Urlaub

Guten Morgen, heute früh sehr entspannt, was mein Puls zeigt. Ich glaube meine Werte der letzten Tage liegen nicht nur an der Medikamentenumstellung, sondern auch am Todestag der Mutter der jährt. Ich kann immer noch nicht verstehen, dass ich ohne sie leben darf und denke ich muss sterben, weil sie gestorben ist. Aber natürlich könnte es auch daran liegen, dass ich die Medikation jetzt wie die letzten Jahre gewöhnt, wieder abends nehme. Ich glaube auch, ich hatte Angst vor der Reise, die jetzt abgesagt ist und siehe da es geht mir besser. Gestern der Tag war anstrengend, die externe Schulung war nicht nur für mich etwas viel, zwei meiner Kolleginnen sahen dabei auch sehr blass aus. Der Kaffee schmeckt, der Blutdruck ist hoch aber ok und ich bin zuversichtlich, dass ich den heutigen Arbeitstag schaffen werde. Die Sonne scheint, die Nacht war ganz gut und mein Kühlschrank ist derzeit ziemlich leer. Muss dringend einkaufen, das ist jetzt wohl das Kontrastprogramm zur Corona Hamsterzeit. Bestelle auch nicht mehr, das ist zu teuer und nicht nur das, ich kaufe durch die Mindestbestellwerte zu viel und muss damit zu viel wegwerfen. Heute Abend Pizza mit dem Vater, aber bei mir, das ist deutlich weniger Stress für mich. Dank Sommerferien ist der öffentliche Nahverkehr nämlich ziemlich lahmgelegt und nur mit viel Zeit, Stress und laufen, sind meine Ziele erreichbar. Urlaub in Berlin, ich habe mir vorgenommen viel in der Natur und am Wasser zu sein. Ein Ausflug mit ihm zum See ist auch geplant, ich will ihm Wasser zeigen und schwimmen, auch wenn er nicht schwimmen kann, aber dann lernt er es halt. Esse seit 2 Tagen Kartoffelsuppe, so wie meine Mutter sie gekocht hat, aber sie ist mir nicht sonderlich gut gelungen. Die beste Freundin hat sich gemeldet, die Kollegin schlägt ein Open-Air-Konzert vor, es wird schon alles wieder. Heute wird unser Büro ziemlich voll, mal sehen, wie es wird, ich glaube ich werde aber vorher eine Stunde im Homeoffice arbeiten, um die Situation im Büro zu entschärfen. Die Maskenpflicht macht mir immer mehr Probleme, besonders in den Öffentlichen fühle ich mich schnell beklemmt und muss aufpassen nicht panisch zu werden. Heute fühlt sich nach leben an, zwar vorerst nur leben in Berlin, aber leben. Habe ihm eine Badehose bestellt, die erste Badehose seines Lebens, baden ist in Afrika nicht so üblich, mal sehen was er zum See sagt, die Argumentation sich sonnen und schwimmen zieht bei ihm schon mal nicht. Bin gespannt auf ein unbekanntes Päckchen, ich habe nichts bestellt, aber trotzdem ist ein Paket zu mir unterwegs und ich weiß nicht von wem. Ich freue mich auf den Urlaub, ich brauche Urlaub, die Corona Anrufe der letzten Zeit sind zu heftig für meine jetzige Situation, ich muss mich mehr stabilisieren, dann kann ich auch wieder richtig helfen. Auf in den Tag, endlich keine Panik mehr und ein Ende der Belastung in Sicht.