Ohne ihn, Fellmonster, Arbeit und Fisch

Guten Morgen, erste Nacht ohne ihn, dafür mit Hund. Keiner der nachts mit mir um Platz und Decke im Bett kämpft, dafür ein Hund der nachts versucht ein Loch in den Boden zu graben. Die Nacht war kurz und unterbrochen, denn graben auf Linoleum ist ziemlich laut. Er arbeitet seit 6 Uhr früh, ich möchte nicht tauschen. Der Hund liegt kuschelig neben mir und hatte Pastete. Heute arbeiten, ich mag für diese Woche eigentlich nicht mehr, war alles anstrengend und hier gibt es einen Hund, der mich während der Arbeitszeit vermissen wird. Es wird aber heute sonst keine ausgebildete und verantwortliche Beraterin da sein, also muss ich da wohl hin. Gestern noch viel geheult, irgendwie verkrafte ich seinen Auszug doch nicht so gut, ich habe Angst ihn zu verlieren, ich vermisse ihn. Wer hätte gedacht, dass so eine seit Jahrzehnten allein lebende Schrulle wie ich plötzlich doch Wert auf Gesellschaft legt. Warme Füße habe ich, denn auf meinen Füßen liegt ein 26 Kilo Fellmonster und will kuscheln. Die Nachbarn sind ruhig, nix los in Treptow, nur die Autos rauschen von der Straße. Er ist weg, niemand mehr zum Umsorgen und niemand mehr den ich versuche für deutsches/europäisches Essen zu begeistern. Dafür ist der stinkende Fisch endlich weg. Der Blutdruck ist zu hoch, aber noch nicht gefährlich, aber ich bin tendenziell gestresst, auch schon am Morgen. Auf in den Tag, das Fellmonster will die Treppe heruntergetragen werden.

Dunkel, Arzttermin, Amaryllis und Weihnachten

Guten Morgen, boah ist das früh, boah ist das dunkel. Derzeit nutzen wir hier das Bett in Schicht, denn er kam erst früh ins Bett, Minuten bevor ich aufstehen musste. Dass ich einen Arzttermin morgens um 9 akzeptiere, spricht von Dringlichkeit und Terminnot, denn ich brauche meine Pillen. Ich mag meine Ärztin, aber die Sprechstundenhilfe, die immer nur beschissene Termine rausrückt, mag ich nicht. Gestern war es wie zu erwarten ruhig auf Arbeit, nur eine telefonische Beratung für mich und Arbeiten an der Webseite. Erstaunlich, dass ich auch nach 20 Jahren immer noch HTML kann. Ich glaube, sein Weihnachtsgeschenk kommt nicht mehr an, ich hoffe er verzeiht mir. Dunkel grüßt die Nacht und ich wundere mich, dass meine Ärztin überhaupt so früh Termine anbietet. Mittlerweile angefreundet mit der neuen Fernsehbox, so schlecht ist sie auch nicht. Eine Amaryllis schmückt das Wohnzimmer, schade, dass es die immer nur Weihnachten gibt. Bin sauer auf die Tante, finde es unmöglich Weihnachten einzuladen und dann wieder kurzfristig auszuladen. Der Terminkalender für das nächste Jahr füllt sich langsam, heute darf ich sehr verwirrte Aufzeichnungen einer Frau in einen Antrag umformulieren, mal sehen, ob es gelingt. Er schnarcht, wie gern wäre ich jetzt bei ihm im Bett, aber letzte Chance vor Weihnachten an Pillen zu kommen. Der Kaffee schmeckt und ich habe das Interesse am Adventskalender verloren, vielleicht bin ich für sowas doch schon zu alt. Die Zeit rennt, ab unter die Dusche.

Früh, Ohr, Weihnachtsfeier und Bestelllaune

Guten Morgen, früh ins Bett, früh aus dem Bett. Gestern hatte ich auf dem rechten Ohr Probleme, es fühlte und hörte sich an, als hätte ich gerade einen Flug hinter mir. Zum Glück ist jetzt wieder alles in Ordnung. Er kam spät von Arbeit und musste trotzdem heute vor mir raus, denn die Uni wartet. Meine Weihnachtsfeier war ganz ok, keine Dramen und auch kein zu langes oder gar besoffenes zusammen hängen. Trotzdem war der Tag lang von 9 bis fast 18 Uhr auf Arbeit zu sein, ist dann doch nicht so mein Geschmack. Heute wieder früh zur Arbeit, aber auch früher gehen, Tag 4 der 6-Tage-Woche. Heute mache ich doch wieder einen Versuch für uns zu kochen, ich gehe auf Nummer sicher, es gibt Hähnchenschenkel mit Reis, das mag er auch. Das Konto sieht mies aus, aber ich war in Bestelllaune, selbst schuld. Im Büro gibt es jetzt noch genug zu essen von der Weihnachtsfeier, heute sollte ich da nicht verhungern. Heute viel zu tun, 3 Beratungen warten, mal sehen wie ich mich schlage. Die Vögel piepsen und draußen ist es grau mit einem einzelnen Sonnenstrahl, alles wird gut, die Zukunft gehört uns.

Früh, Gulasch, Paket und Senat

Grausamer Morgen, es ist dunkel und viel zu früh und geschlafen habe ich auch nicht so toll und erst recht nicht lang. Blutdruck zum morgen ok, die Aussicht heute bis 19 Uhr zu arbeiten nicht so toll. Gestern einkaufen gewesen, geputzt und gekocht. Es gab Gulasch, das auch ganz gut gelungen ist. Jetzt ist die Bude aufgeräumt und im Kühlschrank warten selbst gekochte Reste. Nicht so richtig Bock in die Arbeitswoche zu starten, aber wird schon. Ein Paket wartet halb gepackt auf die beste Freundin, heute kann ich es nicht wegbringen, aber vielleicht morgen. Der Grund warum ich wach bin, ist ein Termin für den Berliner Senat, Beamte scheinen es früh zu mögen. Ich freue mich immer noch über meine orange Wand im Wohnzimmer, auch wenn sie gelb werden sollte. Keine Ahnung was ich heute anziehen soll, meine frisch gefärbten Lieblingshosen hängen noch auf dem Wäscheständer. Wird Zeit, dass das Gehalt kommt, aber ich vermute, bis Ende der Woche ist es da. Kaffee, erstmal Kaffee und dann auf nach Marienfelde.

Früh, Funkstille, Pizza und Studienkredit

Guten Morgen, viel zu früh und grau ist es. Gestern war ein entspannter Tag auf Arbeit, wenig zu tun, aber nicht gelangweilt. Mit der besten Freundin ist Funkstille, aber das ist gerade auch mal ganz gut, auch ich brauche Erholung von dem ganzen Stress. Der Kaffee schmeckt und heute warten 3 Beratungen auf mich, mal sehen wie es wird. Heute Abend dann Pizza, mal sehen wie es dem Hund und den Vater geht. Die Vögel piepsen und ich habe endlich Brot im Haus, seit meinen Urlaub gab es nur Brötchen, das ist aber für den Berufsalltag zu aufwendig und teuer. Heute wieder Dienst mit Kolleginnen, mal sehen was es zu besprechen gibt. Ich muss mich endlich um das Bafögamt kümmern, meine Studienkredite verfolgen mich immer noch. Ich hoffe, es kommt der Tag, an dem ich keinen Studienkredit mehr habe. Auf in den Tag, mit meinem Anti-Krampf-Medikament, das hatte ich gestern vergessen.

Früh, Arzt, Bluthochdruck und Ruhepunkt

Guten Morgen, da hat er heute hier geschlafen, ist aber bereits gegen 6 aufgestanden und kurz darauf verschwunden. Was macht man so früh am morgen draußen in der Stadt? Arbeiten muss er glaube ich erst gegen 11:30. Ich finde das sehr wunderlich, aber allein aufstehen ist doch ganz nett. Ruhe, unbeobachtetes Bloggen und ein Kaffee. Gestern Panik vor dem Arzt gehabt und dann durch einen S-Bahn-Ausfall noch zu spät gewesen und einen Kilometer vom S-Bahnhof zu Arzt gerannt. Leider mussten sie danach gleich Blutdruck messen und mein Wert war viel zu hoch, bedrohlich hoch. Ich habe Angst so zu sterben wie meine Mutter, das ist, aber auch der Grund warum ich aktuell schon bei dem Anblick eines Blutdruckmessgeräts Panik bekomme. Aktuell ist, aber glaube ich alles in Ordnung, die Ergebnisse beim Arzt waren auch in Ordnung, abgesehen vom Blutdruck. Heute wieder Arbeit, aber spät, mal sehen wie es wird. Offiziell habe ich nur eine Beratung, aber mal sehen, ob es mehr werden. Die beste Freundin und ihre Mutter haben Nasennebenhöhlenentzündung, ich möchte nicht tauschen, das ist die Hölle. Gerade aber keine Kraft mehr, sie wegen der Krankheit ausgiebig zu bemitleiden, ich habe andere Probleme, überleben zum Beispiel. Gestern vor und nach dem Arzt noch mit Kolleginnen, Kooperationspartner und der Chefin gesprochen, war leider nötig, trotz freien Tag. Heute weniger los und das ist gut so, ich muss meinen Ruhepunkt finden, auf in den Tag, einatmen, ausatmen, weitermachen.

Aufgewacht, Karriere, Liebe und Lilien

Moin, war das eine seltsame Nacht. Aufgewacht gegen 6 und verwirrt gewesen, ob es morgens oder abends 6 Uhr ist. Er hat sich gestern Abend nach der Arbeit nicht mehr gemeldet, ich hoffe, das ist kein schlechtes Zeichen. Früh ist es, viel zu früh, aber ich möchte früh auf Arbeit sein, um endlich ein paar Unterstunden abzubauen. Gestern nicht viel passiert, eine Beratung, ein Antrag, einkaufen bei Lidl und abends ein paar Status E-Mails von der besten Freundin. Heute muss ich auch noch irgendwas einkaufen, was ich morgen für den Vater kochen kann. Bisher habe ich keine Idee. Die Gehaltsabrechnungen lagen gestern schon da, ich hoffe, das Geld kommt Anfang nächster Woche. Nächste Woche muss ich wieder zum Senat, überhaupt keine Lust darauf.  Gestern nur eine Pizza gegessen, nachdem es Donnerstag keine Pizza gegeben hat, gab es die halt gestern. Ich habe Angst ihn zu verlieren, aber gleichzeitig denke ich, dass mein Eremitenleben mit Karriereambitionen auch genug Programm ist. Eigentlich will ich beides, eine Liebe und Karriere, aber irgendwie scheint das nicht kompatibel zu sein. Ich hatte mich aber schon mal für Karriere entschieden und das war ein großer Fehler, der im Krankenhaus und in Isolation endete. Die Erbsachen sind immer noch nicht geregelt und der Gedanke, dass ich mir einen Anwalt suchen sollte, nicht ganz vom Tisch. Rosa Lilien blühen im Wohnzimmer und ich muss mich wohl einfach überraschen lassen, was das Leben so bringt.