Spät, niedrig, Suppe, Delta und Frühstück

Guten Morgen, viel zu lange wach gewesen, jetzt spät wach bei immer noch 30 Grad. Regen gab es nämlich keinen für Berlin, hoffen wir auf heute. Es ist mir zu heiß und ich schwitze, mein Körper scheint das aber gut zu finden, sehr niedriger Blutdruck, niedriger Herzschlag und die Muskelkrämpfe und damit Schmerzen sind fast verschwunden. Alles, was ich wohl brauchte, ist Wärme. Heute bewölkt und Unwetterwarnung, ich hoffe mit Regen. Gestern die Arbeit war anstrengend, vielleicht weil ich was falsch gemacht habe. Jetzt aber frei, zwei Tage für mich. Er wird heute vorbeikommen und wir wollen zusammen essen, ich vermute jedoch Wäsche wird es dazu auch geben. Für mich gestern wieder Gemüse Suppe mit Nudeln gekocht, warum auch immer Suppe erscheint mir gerade die richtige Ernährung. Gestern nicht eingekauft, die Luft beim Müll rausbringen, machte meinen Atem schwer, also keine Lust auf Draußen. Stattdessen vor dem Ventilator gesessen. Der Kaffee schmeckt und erstaunlicherweise gar keine Angstzustände mehr seit der Hitze, vielleicht ist es doch was Körperliches? Das, wenn Blutdruck und Puls hoch sind, ich in Panik gerade und nicht andersrum? Wäre es die Seele, könnte heißes Wetter diese Zustände nicht heilen. Die Corona-Zahlen in Berlin sind einstellig, müssen wir jetzt Angst vor Delta haben? Aktuell internationale Fußballspiele stattfinden zu lassen halte ich für eine ziemlich dämliche Entscheidung, aber Millionäre stehen über der Delta-Variante? Versucht das Fußballspiel gestern zu verschlafen, aber ging nicht, denn bei jedem Tor schrie der Nachbar sehr laut rum. Der Vogel stresst gewaltig, er scheint in Paarungsstimmung, aber niemand will sich mit ihm paaren. Getränke vom Balkon in Sicherheit gebracht, im Winter war das eine gute Idee, aber bei 34 Grad werden kohlensäurehaltige Getränke sicher nicht besser. Vielleicht heute noch etwas aufräumen, kochen werde ich nicht, ich habe entdeckt, dass man in meiner Gegend jetzt afrikanisches Essen bestellen kann, mal sehen wie er das dann findet. Dank der Hoffenden weiß ich jetzt, dass ich zu wenig trinke, das könnte auch ein Grund für diverse körperlichen Beschwerden sein. Versuche ich also mal mehr zu trinken und hoffe auf Besserung. Aufbackbrötchen warten und die Eier müssen weg, ich würde sagen, das Frühstück steht dann fest. Meine Gärtnerinnen Ambitionen in der Wohnung und auf dem Balkon bringen erste Früchte, ich habe eine Erdbeere und eine Tomate, ich glaube Gäste brauche ich für die Vernichtung dieser „zahlreichen“ Früchte nicht einzuladen. Beschallen wir den Morgen mit einer Hymne aus meiner Kindheit, damals habe ich wirklich so getanzt:

Vater, Frühstück und zu spät

Guten Morgen, ein friedlicher Morgen und die Schmerzen sind fast weg. Er ist da versteckt sich aber in einem anderen Zimmer. Keine Ahnung was mit dem Vater passieren soll, ich kann mit den Rücken immer noch nicht zu ihm fahren, aber wenn der Mann hier ist, ist es auch nicht passend, dass er herkommt. Gegessen gestern Döner den er mitgebracht hat. Die Sonne grüßt und ich fühle mich ganz passabel. Vögel zwitschern und mit der digitalen Nachbarschaft wird über den vermehrten Hubschraubereinsatz in der Gegend diskutiert. Es ist wohl die Polizei, die hier Streife fliegt. Warum auch immer, ich habe den Eindruck das ist seit Corona verstärkt. Er sah gestern sehr gut aus als er herkam, neue Frisur, Schnauzer ab und hübsche Kleidung. Auch ich hatte versucht mich hübsch zu machen Haare gefärbt und gewaschen, Schminke und ein Kleid. Zu viel Corona Gammellook in der Beziehung der letzten Monate. Die Nachbarn sind ruhig und er möchte Frühstücken, ich auch. Der Kaffee schmeckt, für den Moment trage ich seinen Ring, frau kommt nicht klar. Morgen zum Psychiater mal sehen, was der sagt. Gestern mit einer Kollegin telefoniert, sie gehört zu den netten und hatte mehrfach nachgefragt was denn mit mir sei. Er hat gestern wieder Nahrung mitgebracht, sehr gut einkaufen kann ich derzeit nämlich nicht, vielleicht morgen wieder. Nichts bestellt, auch nicht für ihn, abwarten, Konto schonen. Wäsche trocknet und eine Meise kommt zum Frühstück vorbei, er macht auch gerade Frühstück für uns, auf dem Balkon. Gespräche folgten und der Vater ist enttäuscht und auf den Weg, aber für den Moment ist mir meine Ehe wichtiger als pünktlich zu einer Verabredung zu sein mit meinem Vater, der mich immer Stunden warten lässt. Er ist jetzt arbeiten, ich hoffe es regnet nicht, sieht aber nicht so aus. Auf in den Tag oder eher auf vom Sofa, der aufrechte, schmerzlose Gang ist das Ziel.

Ruhe, Friede, Entzug und Traum

Guten Morgen, endlich genug geschlafen und einen Puls unter 90, was Ruhe alles so bringt. Auch der Blutdruck ist unauffällig, ganz anders als noch vor einer Woche. Er war gestern Wasser und Gebäck kaufen und hat gekocht, nachdem ich ihm erklärt habe, dass sein Finger nicht so schlimm ist wie gedacht. Es gab Rindfleisch in einer scharfen Tomatensoße mit Bohnen und Reis, fand ich gestern sogar lecker. Heute geht er in die Kirche, ein Glück, ein paar Stunden für mich oder eher um die Wohnung aufzuräumen und zu putzen. Das Wetter grüßt freundlich, kühl, aber es ist Sonnenschein zu sehen. Hier gerade Friede, nach heftigen Diskussionen gestern. Er will Geld in Bildung investieren, aber wir haben kein Geld und ich bin von der Jobgarantie danach nicht überzeugt. Aber sein Leben soll er machen und mir das Gegenteil beweisen. Ein Lottogewinn wäre hilfreich, aber der kommt leider nicht. Ich will endlich meine Ruhe und nicht ständig seinen Druck mittragen, ich glaube, wenn er ausgezogen ist, werde ich lachen und weinen zu gleich. Die Waschmaschine läuft denn ich wasche seinen Sachen nochmal durch bevor er geht, am neuen Ort gibt es keine Waschmaschine. Ich wünsche ihm das Beste, aber mir auch und das ist nun mal gerade Ruhe. Der Kaffee schmeckt und ich habe meine Ruhe beim Bloggen, während er mal wieder telefoniert, keine Ahnung woher er so viele Menschen kennt, die alle ständig mit ihm telefonieren wollen. Hormonell geht es mir wieder besser, ich spüre wie mein Körper sich erholt und hoffentlich endlich aufhört zu glauben ich würde stillen. Haare färben wäre auch mal wieder angesagt, aber wenn er ständig hier ist, geht das nicht. Ich will endlich wieder eine aufgeräumte, geputzte Wohnung, mit offenen Fenstern und Türen und viel Frischluft. Ich will hier keine Heizkosten zahlen, wenn draußen 20 Grad sind und ich möchte mich in der Dusche oder beim Händewaschen nicht ständig verbrennen, weil er die maximal heiße Wassertemperatur eingestellt hat. Ich glaube ihm ist nicht bewusst, was das für Kosten sind, denn er hat in Deutschland noch nie in einer Wohnung gelebt, wo solche Kosten extra abgerechnet wurden. In seinen Studentenunterkünften war immer alles inklusive. Aber ich denke das muss er selbst herausfinden, herausfinden wie das hier läuft. Ich für meinen Teil möchte zu meinem sparsamen Lebensstil zurückkehren und durchatmen. Aber gut, nicht alles seine Schuld, beim Essen hatte ich auch allein Corona bedingt aufgedreht, Essen als gäbe es kein Morgen mehr und er hat gerne mitgemacht im kulinarischen Luxusleben. Hinzu kommt, dass ich in den letzten Monaten aufgrund der Krämpfe und Schmerzen nicht mehr allein einkaufen konnte, selbst wenn ich gewollt hätte. Aber das scheint jetzt endlich vorbei zu sein, ich fühle mich endlich wieder fit genug einkaufen zu gehen, notfalls auch Getränke. Dass ich die letzten Monate so schräg darauf war, konnte er nicht verstehen, denn ich habe ihm nicht von meiner Medikamentenumstellung und meinen Medikamentenentzug erzählt, weil er gegen Medikamente ist. Er musste also mit einem weinerlichen Häufchen Elend zusammenleben, ohne eine Erklärung zu bekommen. Meine Schuld, aber rückblickend wohl gut, dass ich damit nicht ganz allein geblieben bin. Nicht an die Arbeit gedacht, die kommt früh genug zurück, auch ich habe eine Auszeit verdient und bin damit immer noch die Kollegin mit den wenigstens Krankheitstagen. Die Tage endlich eine Sache aufgeklärt, die mich lange sehr quälte, da war, eine Erinnerung von der ich lange nicht wusste, ob sie real oder ein Traum war. Jetzt bin ich mir sicher, es war ein Traum, denn die Gegebenheiten des Traums passen nicht mit den tatsächlichen zeitlichen Ablauf in der Vergangenheit zusammen. Bin ich erleichtert, diesen Alptraum kann ich also endlich loslassen. Früher mal in den Kalender schauen und nachrechnen, was wann wie passiert sein kann, hätte sicher geholfen. Ein ruhiger Sonntag, genug Kaffee, vielleicht Frühstück und Freiheit gespürt.

Urlaub, Menschenkontakt, Medikament und Freiheit

Moin, nicht so gute Nacht, aber ich habe ja frei, schlafen kann ich immer. Blutdruck und Puls unauffällig, also Kaffee. Ist schon auffällig, dass ich im Urlaub keinen Bluthochdruck habe. Die Lieferung zu meinem Schatz ist unterwegs und vollständig laut Lieferschein, hatte mich schon gefragt, nachdem online so viel ausverkauft ist, ob die Bestellung vollständig sein wird. Heute kommt ein Freund vorbei, spazieren und danach Kuchen essen, ich freue mich, wohldosierter Menschenkontakt ist doch was Feines. Mit dem Medikament am Experimentieren, nehme ich 2,0 mg oder ein wenig mehr, kommen die Nebenwirkungen wieder, nehme ich etwas weniger als 2,0 mg geht es mir besser. Spricht also alles weiterhin dafür, dass ich mein Medikament nicht vertrage. Gestern nicht viel gemacht, geschlafen, gefrühstückt, geschlafen, gekocht und gegessen, geschlafen und dann chatten und Fernsehen. Ein sehr unspannender Tag. Aber mein Körper und meine Seele braucht das derzeit. Ein blauer Himmel grüßt mit Wölkchen und es ist für November warm. Auf meinem Balkon blühen Blumen, willkommen Erderwärmung. Bevor der Besuch kommt noch aufräumen und selbstverständlich auch mich selber duschen und frisch anziehen. Mit dem Kollegen gestern im Hausflur reden war mir unangenehm, dabei mag ich ihn. Leider blieb ungeklärt, wie ich zum Ende meines Urlaubs wieder an mein Telefon kommen kann. Dem Vater geht es gut, der Bruder ist sehr einsilbig, hat aber versprochen nächsten Sonntag zum Frühstück zu kommen. Ich hoffe er kommt wirklich, jetzt habe ich extra vegetarischen Frühstückskram für ihn besorgt. Heute früh ist mir nach Mahalia und bisher nicht nach Frühstück, auf in den Tag und Ruhe und Freiheit genossen.

Schichtarschloch, Lärmterroristen und Wissen

Guten Morgen, heute bin ich das Schichtarschloch, gestern Spätdienst und dafür heute trotzdem sehr früh. Kaum Freizeit zwischen den Schichten und auch zu wenig Schlaf. Dunkel ist es und kalt. Er schläft noch seelenruhig, während ich mit Kaffee bewaffnet im Wohnzimmer sitze. Es ist toll den eigenen Laptop zurückzuhaben, 17 Jahre habe ich jetzt Laptops und bevor ich ihn traf, habe ich diese nie geteilt. Wieder zum Morgen keine Zahnschmerzen, keine Ahnung warum ich morgens keine habe, aber erfreulich. Gestern mein Tag war ganz ok, morgens bei der Rentenversicherung, nachmittags/abends Beratungen im Büro. Sein Tag gestern war anstrengender und länger und abends kam er dann nass, durchgefroren und frustriert nach Hause. Immerhin gestern noch das Notwendigste eingekauft, heute gibt es hier Frühstück für ihn und mich. Die Nachbarskinder machen Lärm, das ist wieder ein Moment wo ich denke ich will keine Kinder,  wenn die mich jeden Tag so früh und laut wecken. Ich finde sie hier in der Nachbarwohnung schon zu laut und stressig. Immerhin, heute früh frei, danach muss ich richtig einkaufen und zur Post eigentlich auch, aber Post nicht heute. Ich hoffe die kleinen Lärmterroristen verschwinden bald, zum Glück sind das nicht meine. Gestern wieder feststellen dürfen, dass der Wissensstand meines Teams deutlich besser ist, als der Wissensstand von ähnlichen Teams in Berlin, das macht mich stolz, wir sind halt die Streber in Berlin und ich sollte aufhören mein Wissen, als unzureichend zu empfinden. Die kranke Kollegin ist wieder da, aber deutlich geschwächt, wir und sie müssen jetzt auf sie aufpassen. Endlich Ruhe, der Tag wird langsam heller und ich versuche dann heute mal pünktlich zu sein.

Marathon, Fortbildung, Zahnarzt und Unterschiede

Guten Tag, eine Marathon-Woche hat begonnen und ich bin noch nicht ganz wach. Aber früh wach, denn ich hoffe der Zahnarzt ruft mich gleich zurück. Er ist weg, finde ich gut, ich habe extra im Bett gewartet bis er weg ist. Morgens wusseln wir beide rum, da braucht keiner den anderen. Es ist toll meinen Laptop zurückzuhaben, alles meins. Liebe hin oder her, ich finde, man muss nicht alles teilen und ich finde es eher beklemmend, wenn wirklich alles geteilt wird. Eigentlich heute mein freier Tag, aber ich habe eine Fortbildung und zum Zahnarzt muss ich auch. Gestern das Frühstück mit dem Vater war nett, ich habe wirklich versucht früh wieder zu Hause zu sein, aber es war zu spät für die Busrundfahrt, denn um 17 Uhr ist es derzeit zappenduster in Berlin. Eine Busfahrt in der Dunkelheit ist nur begrenzt informativ. Abends etwas gestritten, ich weiß nicht, ob ich als Musik und Film begeisterte Frau auf Dauer mit jemanden zusammen sein kann, den meine ganze Musik und auch meine Filme nicht gefallen. Wie viel Gemeinsamkeit muss sein? Wie viel Unterschied ist tragbar? Von der besten Freundin höre ich derzeit nichts, die ist hoffentlich im Urlaubsparadies, ich bin in Berlin, habe Zahnschmerzen und bin genervt von ihm. Ich warte nicht mehr auf meine Pakete, wie ich feststellen durfte, hängen in Britz gleich zwei Pakete für mich die seit Tagen/Wochen nicht zugestellt wurden. Meine Vögel schweigen und ich habe Rückenschmerzen, es gibt bessere Tage, aber es könnte auch schlimmer sein. Auf in den Tag und hoffentlich zum Zahnarzt.

Paket, Frühstück, beste Freundin und Sonnenschein

Guten Morgen, geweckt worden vom Paketboten, für die Nachbarn, nicht für mich. Ärgerlich besonders, weil es die einzigen Nachbarn sind, die ich nicht leiden kann. Er hat das Paket angenommen, ich hätte die Annahme verweigert. In der Tat warte ich auch auf ein Paket, aber bisher hat es hier dazu nicht geklingelt. Die Waschmaschine läuft und er ist im Bad, ich fühle mich ganz gut an meinen freien Tag und weiß noch nicht, was ich mit dem Tag anstelle. Er hat Pläne, gut so, hier zusammen abhängen ist nur bedingt lustig, besonders wenn wir beide nichts zu tun haben. Nichts zum Frühstücken da, ich sollte zum Supermarkt gehen. Morgen in aller frühe Zahnarzt, meine Vorfreude ist stark begrenzt, das wird teuer und unangenehm. Die Bude sieht ganz passabel aus, aber zu putzen findet sich hier immer was. Gestern hat mich ein Freund besucht, es war ganz schön, wir haben lange nicht mehr gesprochen. Die beste Freundin ist stark verliebt und hängt bei ihm im Norden von Berlin ab, ich frage mich, ob sie noch bei ihm einziehen wird. Die Sonne scheint und blauer Himmel grüßt. Das Sortieren der Sachen meiner Mutter machte mich gestern traurig, wie soll man sich über 20 Paar neue Socken freuen, wenn es ihre waren? Bin ich blöd, weil ich ihre guten Sachen weiternutzen möchte? Ich weiß sie hätte es so gewollt, aber will ich das eigentlich? Täglich an sie erinnert werden? Mal sehen was mit dem Tag passiert, aber ich habe tendenziell gute Laune heute.

Provisorium, Zahnarzt, Schneiderin und Frühstück

Guten Morgen, das Wunder ist passiert: Ich bin mal vor ihm wach und habe mir den neuen Laptop gesichert. Sehr schön, mal Ruhe und Laptop für mich am morgen. Er hat nämlich Studien für heute angekündigt, da weiß ich jetzt schon, dass ich den ganzen Tag weder vom ihm noch vom Laptop etwas haben werde. Gestern der Besuch beim Zahnarzt war erleichternd, habe ein Provisorium und die Schmerzen sind fast weg, auch geht Essen damit wieder fast normal. Beschlossen, dass ich meinen Zahn doch behalte und brav Raten zahle, meine Mutter hätte es auch so gewollt. Nach dem Zahnarzt zur Krankenkasse, die immerhin 180 Euro bezahlt, kein Hit im Verhältnis zu den Gesamtkosten, aber besser als nichts. Das erste Mal ein fast privates Gespräch mit der Zahnärztin gehabt, ich glaube, sie ist doch ganz ok. Trotzdem gestern geschwächt gewesen von den ganzen Zahnproblemen am Wochenende und zu Hause dann nicht mehr fleißig gewesen. Heute muss ich einkaufen und vielleicht die Schneiderin besuchen, sie hat sich mir gegenüber immer wie eine Mutter verhalten, mir zugehört, an mich gedacht, für mich genäht und mich immer wieder auch mal beschenkt. Jetzt ist wohl der Zeitpunkt, wo ich mal Tochter spielen kann. Nix zum Frühstücken da, aber ich bin nicht hungrig, Hauptsache erstmal Kaffee. Seltsam diese Woche am Samstag wieder arbeiten zu müssen. Ich bin gespannt auf den Weihnachtsbonus, der sollte Ende des Monats kommen, ich werde ihn für Weihnachten und für meinen Zahn auch brauchen. Auf in den Tag, meine verlorene Zahnkrone lag gestern übrigens in der Toilette.

Bettflucht, Herbsttag, Grippe und Frühstück

Guten Tag, heute scheint der Tag der senilen Bettflucht zu sein, er war gegen 7 aus dem Haus und ich bin jetzt schon wach, obwohl das gar nicht notwendig ist. Die Nacht ständig wach gewesen, weil ich pinkeln oder trinken musste. Bedenken gehabt, ob ich morgens noch durch die Nase atmen kann, aber es geht weiterhin. Verschwitzt und zermatscht schaue ich in den Tag, heute muss ich nur Arzttermine der nächsten Woche absagen und meine Hühnersuppe aufessen. Gestern der Ausflug zum Discounter war sehr anstrengend, solange ich hier liege, erscheint es zwischendurch fast so, als wäre ich gesund, aber sobald ich das Haus verlasse, signalisiert mir mein Körper Anstrengungen wie bei einem Marathon. Ein schöner Herbsttag grüßt draußen, Sonnenschein lässt die gelb, orange, braunen Blätter wunderbar scheinen. Meine Vögel singen ein Lied und ich halte mich am Kaffee fest. Aufgewacht und dachte, sie lebt, es ist so, als hätte sie gerade mit mir gesprochen, aber alles nur Phantasie. Sogar mein Vater sucht schon nach einer neuen Frau und ich wage nach Jahrzehnten wieder eine ernsthafte Beziehung. Die beste Freundin ist verliebt und fährt wohl bald mit ihm in den Urlaub, freut mich und nicht nur, weil sie mir dann nicht unterstellt, ich würde sie hängen lassen für einen Kerl. Ich huste immer noch böse und sehe wahrscheinlich schrecklich aus, aber ich bin nicht alleine, so viele von der Arbeit und in der Praxis meiner Ärztin haben derzeit Grippe. Eigentlich stehe ich ja nicht so auf Gruppenzwang, aber diese Runde Grippe musste ich wohl unbedingt mitmachen. Auf in den Tag, immer noch keinen Appetit, aber hier wird gleich irgendwas gefrühstückt.

Krankenkasse, Bürokratie und Luxusleben

Mahlzeit, mein freier Tag begann turbulent, denn er hat ein Problem mit der Krankenkasse und die verschiedenen Sachbearbeiter erzählten nicht richtige und verwirrende Sachen. Zum Glück löste sich dieser Knoten noch auf, aber es wird so oder so eine finanziell belastende Geschichte für ihn. Tut mir irgendwie leid, dass ich jetzt die Person bin, die ihm erklärt, wie die scheiß Bürokratie in Deutschland läuft. Jetzt ist er weg, arbeiten und ich muss mich erstmal entspannen und mein Frühstück nachholen. Der Haushalt sieht wirr aus und ich muss unbedingt aufräumen. Gestern mit dem Vater war ganz schön und unser Essen lecker, der Hund hat sich nicht sehr gefreut mich zu sehen, wollte dann aber später doch kuscheln. Keine Ahnung was ich mit dem Tag anstelle, aktuell erstmal Frühstück und Wäsche waschen. Vielleicht ganz gut, dass wir uns die nächsten Tage nicht sehen, ich muss mich erholen. Liege im Kleid herum und die Dusche ruft, heute ist wohl der Tag, wo ich dankbar bin, dass meine Lebensverhältnisse nicht so schwierig sind und ich in Sicherheit lebe. Mein Leben ist im Gegensatz zu seinem ein Luxusleben. Irgendwie erinnert mich das alles an meinen Ex, wo ich auch ständig die Bürokratie Helferin war. Gut mittlerweile bin ich auch beruflich eine Bürokratie Helferin, seine Probleme sind also nicht wirklich eine Herausforderung für mich, aber irgendwie habe ich jetzt schlechte Laune, weil er ein Problem hat, dass nicht so leicht zu lösen ist. Auf in den Tag, mir geht es gut.