Passabel, Wraps, Job, Stimmen und weitermachen

Guten Morgen, ganz passabel geschlafen und heute früh ins Büro. Gestern im Arbeitszimmer mit den Vögeln gearbeitet und meine Allergie hat mich durch die Nase kaum atmen lassen, das mit den Vögeln kann so nicht weiter gehen. Gestern Homeoffice und danach noch eine große Runde um den Block mit Einkauf. Gekocht und gegessen doch lieber vegetarische Wraps mit Erdnusssoße. Sehr lecker. Der Schatz hat Geburtstag und wünscht, dass ich ihn besuche. Ich gebe zu nach Einbruch der Dunkelheit allein am Rande von Neukölln unterwegs sein, ist nicht so motivierend für mich und schlafen kann ich da auch nicht. Aber Geburtstag ist Geburtstag. Gestern auch beim Musik hören Tinnitus bekommen, gut dann wieder Stille und Kerzenschein für mich. Heute eine frühe, wichtige Videokonferenz, es geht um die berufliche Zukunft, also ob ich ab 2023 noch einen Job habe oder nicht. Der Kaffee schmeckt und für die Verdauung nehme ich jetzt Leinsamen und ein neues Medikament. Der Vater wollte, dass ich bei einer Wohnungsbesichtigung dabei bin, ich aber lieber nicht, kriege nur Aggressionen und das ist sicher nicht förderlich für die Gesamtsituation.

Es dämmert, Kerzen brennen, der Kaffee schmeckt, ein grauer Tag grüßt. Mein Englisch scheint besser geworden zu sein, ich verstehe jetzt viele Songtexte auch gesungen und muss nicht nachlesen oder sogar übersetzen lassen. Wer erwartet bei Eminem und Rihanna auch einen Song über Stimmen im Kopf?:

Weiter machen, wie schon immer, immer mit Hoffnung im Herzen, irgendwann wird es besser, ich hoffe nicht erst nach diesem Leben.

Früh, Wohnzimmer, Küche, älter und blond

Guten Morgen, damit hätte ich nicht gerechnet, dass die Lebensmittellieferung vor sieben kommt, also gerade aufgewacht durch ein Klingeln und noch total verpeilt. Ein junger Mann kennt jetzt mein Nachthemd, gekrönt durch verschlafenes Gesicht. Der Mann hat kein Corona, ist aber immer noch beleidigt, weil ich meinte ohne Testergebnis kein Treffen heute. Er macht daraus: „Du hast gesagt, ich habe Corona, deswegen brauchen wir uns nicht zu sehen.“ So viel zu afrikanischen Querdenkern in Berlin. Das freut die Braunen aus Sachsen sicher sehr!^^ Ganz gut geschlafen, den Mann sehe ich natürlich trotzdem. Ein grauer Novembertag, aber immerhin bisher kein Regen wie gestern. In der leeren, sehr hallenden Küche meiner Mutter gestern das letzte Mal gekocht, war das traurig. Noch ein Stück von ihr verschwindet und die gemeinsame Zeit mit dem Vater der letzten Jahre auch.

Aber ich bin noch da, heute ein Jahr älter, obwohl erst gegen 10:20 Uhr, um genau zu sein. Dass ich aber bis 10:20 noch sterbe ist glaube ich unwahrscheinlich, ich blicke optimistisch in die nächsten drei Stunden. Das neue Wohnzimmer gefällt, ich vermute, der Vater wird heute noch was für die Verbesserung des Wohnzimmers tun? Es war ein Couchtisch im Gespräch und ich brauche noch immer eine Fernseher-Befestigung? Ich hoffe, es ist eines von beiden. Ja worüber frau sich als Erwachsene freut. Früher war ich ja so Spaß orientiert!^^ Gestern den Reis beim Kochen verkackt, aber es ging trotzdem, später zu Hause dann sehr geheult. Meine Mama ist tot, der Vater löst die Elternwohnung auf und ich bin jetzt eine alte Schachtel mit Bierbauch ohne Bier getrunken zu haben. Für heute einen Friseurbesuch geplant, eigentlich nur Spitzen schneiden, endlich die Reste meiner Efassor (Farbentzug) Katastrophe rausschneiden lassen. Keine Ahnung, warum ich vor knapp vier Jahren meinte, blonder sein wäre ein gutes Ziel. Kaputte blonde Haare sind aber dann doch nicht dekorativ.

Ich glaube ich gehe wieder ins Bett, bisher nur Newsletter Glückwünsche. Und ich ahne schon, heute wird ein romantischer Abend mit dem Mann…..

Passabel, Arbeit, Veränderung und Ruhe

Guten Morgen, ganz passable Nacht und alles friedlich hier. Er hat endlich wieder Arbeit, das freut mich sehr, das ist gut für uns beide. Wir hängen nicht mehr aufeinander und Geld kommt rein. Er hat heute Geburtstag, aber es wird wohl keine Feier geben, sondern Formalien sind zu erfüllen. Der Kaffee schmeckt und mit der Ärztin gestern vereinbart, dass erstmal alles so bleibt wie es ist. Vielleicht brauche ich noch Zeit um mich an die Tropfen zu gewöhnen und selbst wenn nicht, es gibt gerade keine Alternative. Hab ihm einen Kuchen gebacken, er hat sich gefreut, ist aber prinzipiell deprimiert ein Jahr älter zu sein und trotzdem nicht erfolgreich. Ein Nachbar wird heute vorbeikommen, ich habe Schuhe von ihm zum Tausch gegen Cashewnüsse inseriert. Ich denke ein guter Tausch, er wollte die neuen Schuhe schon wegwerfen. Ich schlafe wieder traumlos, das finde ich besser, ich habe bei zu realistischen Träumen immer Angst, dass ich daraus nicht mehr aufwache und den Bezug zur Realität verliere. Ich hoffe meine Arbeitgeber kommen nicht auf die Idee mir das Homeoffice vorzuschreiben, wie von Herrn Heil gefordert, ich kann nicht 7 Tage die Woche nur zu Hause sein, da dreht meine Seele durch. Aber wenn die Regierung Homeoffice fordert, wer weiß. Heute Homeoffice in Spätschicht für mich, mal sehen, wie es wird, derzeit ist es doch sehr ruhig bei uns, die Leute sind jetzt wohl endgültig frustriert und resigniert und das ist berechtigt, dass muss ich auch einsehen. Habe heute trotzdem etwas Optimismus gefunden, das wird alles werden, durchhalten. Alles verändert sich und ich hoffe es wird besser als vorher, aber das weiß man ja nie, ob man sich vielleicht unnötig selbst gestresst hat. Stresst man sich gar nicht durch Veränderung, wird aber garantiert nichts besser. Auf in den Tag, er wird bald weg sein, also habe ich ruhe, Ruhe die ich zu schätzen werden weiß. Weglaufen wäre gut, aber wohin während Corona?

Schlechte Nacht, Geburtstag und neues Jahr

Guten Morgen, schlechte Nacht, ständig wach, doch als es dann um 6 Uhr morgens Lärm im Hausflur gab, ahnte ich der Nachbar hat vorher Krach gemacht und mich geweckt. Wie war der Geburtstag? Ganz gut, aber halt nicht der Hit. Gemeinsames Frühstück, gemeinsames Blumen räumen und dann ab nach Hause. Mit ihm dann indisch bestellt, was nicht der Hit war und danach musst er dann weg. Ab in die Badewanne und dann auch bald ins Bett. So viel zu meinem Corona Geburtstag. Immerhin einen Strauß langstielige bunte Rosen habe ich bekommen, mehr aber nicht. Er hatte zum Abend dann ein schlechtes Gewissen, er müsste sich mehr um mich kümmern, immerhin. Ich weiß jetzt nur nicht, ob er selbst darauf gekommen ist, oder ob mein Bruder oder Vater was gesagt haben. Er hat heute eine wichtige Prüfung, er hat sich auf einen Doktortitel beworben, ich drücke ihm die Daumen. Viele Glückwünsche erhalten und mich gefreut, so fühlt man sich nicht allein und vergessen. Heute Termine, erst zur Psychiaterin, dann zum Zahnarzt. Keine Ahnung was ich mit der Psychiaterin besprechen soll, das Medikament ist immer noch kacke. Ein grauer Tag grüßt, die Straße rauscht und ich will nicht zu den Ärzten. Ich will schlafen. Mein letzter Urlaubstag und ich muss durch die Stadt hetzen. Aber selbst schuld, ich habe die Termine gemacht. Ansonsten bin ich wieder ungeschickt, das war ich früher auch schon, jetzt wieder, ich schmeiße Dinge um, zerstöre sie, ohne Vorsatz. Ansonsten ist meine Welt aber in Ordnung, der Kaffee schmeckt und ich vermisse ihn. Keine Lust auf Alltag, keine Lust auf Arbeit, aber immer ohne Plan zu Hause sein, ist auch keine Lösung. Meine Kollegen und Vorgesetzten sind lieb zu mir, jeder von uns ist gerade unersetzbar. Wären das nicht alles so tolle Menschen, wäre ich schon weg. Auf in den Tag oder besser auf in ein neues Lebensjahr, also bis mindestens 56 werde ich es auch schaffen.

Blaulicht, leer, Schlüssel, Geschenke und Sonne

Guten Morgen, zerrissene aber ganz gute Nacht, dieses Mal weiß ich warum ich wach war, Blaulichteinsatz vor meinem Schlafzimmerfenster in der Nacht. Vielleicht ist das auch schon früher passiert. Blutdruck und Puls unauffällig, also Kaffee gekocht. Gestern nirgendwo gewesen, nur am Briefkasten. Mit ihm ausgesprochen, aber die Enttäuschung bleibt. Gestern Geschnetzeltes mit Paprika in Tomatensoße und Reis gekocht und gegessen, heute kommt der Vater zu Sucuk-Pizza. Ich erwarte eine Kochbox, aber gekocht wird daraus erst morgen. Feststellen müssen, dass der Supermarkt um die Ecke jetzt leer ist, nicht leer von Waren, leer von Kunden. Versucht mit Henna zu färben, ist aber nichts geworden, also doch wieder meine chemische Haarfarbe. Unschlüssig, ob ich heute das Haus verlasse, Haarfarbe kaufen und Passbild machen wäre eine Mission. Vielleicht bringe ich aber auch nur den Müll weg. Ein zu früher Geburtstagsgruß erreichte mich heute, ich will jetzt mal nicht abergläubisch sein. Keine Horrorträume, aber ein Traum über einen verlorenen Wohnungsschlüssel, der mich auch beunruhigte, aufgestanden, Schlüssel gesichtet, alles gut. Heute werde ich den Pizzateig selber machen, ich werde dieses Rezept probieren, bisher ist mir selbstgemacht und gekauft, kein überzeugender Teig untergekommen. Ich vermisse meine Mutter, auch wenn ich ohne Sie mehr Freiheit habe. Der dritte Geburtstag ohne Sie, seitdem sie weg ist, gibt es keine Geschenke mehr für mich. Frühstück wäre eine Mission, vielleicht mit Spiegelei. Ich bin faul, was wollte ich diese Woche alles schaffen, jetzt ist Donnerstag und ich habe nichts geschafft, außer ausreichend zu schlafen. Die Tante hat heute Geburtstag, aber wir reden nicht mehr miteinander, denn sie gehört zu den Querdenkern, wahrscheinlich weil sie seit Corona ihren Job nicht mehr ausüben kann. Die Kochbox ist da, aber auch HelloFresh kalkuliert zu wenig Fleisch/Fisch für zwei Personen. Schauen wir mal, dieses Mal wollte ich meine Boxen teilen. Der Kaffee schmeckt, ich bin entspannt. Es ist kühl aber die Sonne scheint, auf in den Tag oder wieder ins Bett, der Stress kommt früh genug zurück.

Vertrag, Lockdown, Geld und Lebenszeit

Guten Morgen, keine tolle Nacht, zu früh wach, weil weiter schlafen einfach nicht funktioniert. Gestern der Tag war ganz ok, die Beratung war doch sehr umfangreich, die zweite Beratung fiel wegen einen Coronafall in der Familie aus. Ausgesprochen mit der nervigen Kollegin, schon besser. Die wohl tollste Nachricht auf Arbeit war jedoch, dass mein Verlängerungsvertrag unterwegs ist, also auch nächstes Jahr gesichertes Einkommen. 🙂 Die Ankündigung eines neuen Lockdowns ist aber gar nicht witzig, das könnte bedeuten, dass ich keine Präsenzberatung mehr mache und nicht mehr ins Büro fahre. Meine Kochbox ist gestern angekommen, aber heute gibt es Pizza mit dem Vater. Mein Schatz ist gar nicht gut drauf, so ohne Geld und Arbeit, er kommt mir hier und da depressiv vor, aber bei den Umständen auch verständlich. Er dachte wohl, hier in Deutschland wartet die große Karriere und das große Geld und gerade ist gar nichts davon. Noch nicht mal die anstrengenden schlecht bezahlten Studentenjobs sind möglich. Der Kaffee schmeckt und es ist dunkel, das Wetter macht es auch nicht besser, gestern den ganzen Tag Regen und kein Funke Sonnenschein. Lilien blühen im Wohnzimmer, bald wird man auch diese nicht mehr kriegen. Ich will das Corona endlich aufhört, auch wenn ich zu den Privilegierten gehöre, die eine sichere Arbeit haben. Kein Monat mehr, dann habe ich Geburtstag, ich nähere mich Mitte 40, ätzend, so alt wollte ich nie sein. Was ist mit all den Jahren passiert? Erst habe ich Jahre in die angebliche Karriere gesteckt und dann wurde ich so krank, dass ich Jahre vegetierte, fair ist das nicht. Mir fehlt fast ein Jahrzehnt Lebenszeit. Aber Selbstmitleid hat noch keinen irgendwohin gebracht. Weiter machen, mit einer Maske im Gesicht und Hände waschen nicht vergessen.

Nachtschicht, Frühling, Supervision und Zähne

Guten Morgen, zu früh wach, aber wach ist wach. Er sollte seine Nachtschicht beendet haben, ich hoffe, es geht ihm gut. Zum Glück ist die Übelkeit und Schummrigkeit vorbei, das war ja nicht auszuhalten. Der Vater hat Geburtstag, doch sein Geschenk ist gestern im Paketshop gelandet. Mal sehen, ob ich es heute abholen kann. Aktuell sehe ich Sonne und grau blauen Himmel ohne Wolken, das sieht fast wie Frühling aus. Vorgestern endlich die Haare gefärbt, da ich am Hinterkopf nichts sehen kann, hatten sich dort wunderbare graue Strähnen entwickelt, die ich monatelang nicht entdeckt hatte. Heute früh ins Büro, die Supervision wartet, aber ich hadere noch mit mir, ob ich meine problematischen Fälle offen lege. Lege ich sie offen, kriege ich Entlastung, aber vielleicht auch ein Handlungsverbot. Die Tage die Sendung „Irre! Wir behandeln die Falschen!“ entdeckt und für sehr gut befunden, selten so sehr über die Psychiatrie gelacht. Vögel kreuzen den Horizont und mein Schatz hat sich verfahren und ist in Potsdam. Kann passieren nach einer Nachtschicht, fände ich aber selber gar nicht witzig. Heute Labbertag und eine Beratung, wird sicher anstrengend. Die Zahnschiene ist zwar nicht gerade sexy, aber ein Segen, ich habe morgens keine Zahnschmerzen mehr und fresse nicht meine eigenen Zähne auf. Sicher wäre es besser herauszufinden, warum ich Zähne knirsche und das zu beheben, die Zahnschiene ist aber die Soforthilfe. Brötchen sind im Ofen und meine Vögel schweigen, ich vermisse ihn, obwohl wir uns erst gestern Morgen gesehen haben. Alles friedlich in meiner kleinen Wohnung, aber schaut man sich den Mietenwahnsinn an, weiß ich, ich habe nichts zu meckern und sollte einfach nur glücklich sein. Auf in den Tag, alles wird gut.

Regen, Pakete, Geburtstag und entkront

Mahlzeit, ein grauer, verregneter Tag grüßt und ich war schon draußen, um Pakete einzusammeln. Bus verpasst und zur Paketstraße gelaufen, aber beide Pakete noch rechtzeitig abholen können. Eingekauft für den blöden Vater, morgen gibt es Rosenkohl, er sollte sich überlegen, wen er ärgert. Der Geburtstag gestern war schön bis zum Abend. Morgens eine schöne Zeit mit ihm gehabt und Blumen und Geschenke bekommen. Nachmittags mit der besten Freundin brunchen gewesen und ebenfalls Blumen und Geschenke bekommen. Ein gelungener Tag, der leider nicht mit Live-Musik zum Abend endete, weil ich keine ermäßigten Tickets kriegen konnte. Also waren wir zu Hause und haben mein Lieblingsessen bestellt. Auch noch alles gut, bis ich angefangen habe zu essen. Irgendwas Hartes war in meinen Mund und ich schluckte es runter. Kurz darauf die Erkenntnis was das war, meine Zahnkrone vom Weisheitszahn. Scheiße! Jetzt habe ich ein Stück Gold im Bauch oder Darm und einen offenen Zahn. Zum Glück bisher keine großen Schmerzen, ich hoffe das bleibt so bis Montag, bis ich zum Zahnarzt kann. Muss jetzt beim Essen aufpassen und nicht im Nachhinein denken, dass mein Geburtstag scheiße war, weil ich entkront wurde. Es ist zu dunkel für 15 Uhr, ich könnte jetzt auch schlafen, vielleicht mache ich das auch.