Ausgeschlafen, grummelig, alles doof und die alte Nadine

Guten Morgen, endlich wieder ausgeschlafen, herrlich. Grau grüßt der Tag und ich bin wegen gestern noch etwas grummelig. Ich habe mich über die Kollegen geärgert und auch über ihn, aber heute schon besser. Werde langsam wütend auf den Vater, ich will nicht, dass er die Neue schon überall in der Familie und bei Freunden einführt. Die beiden sind noch keine 3 Monate zusammen, da wartet man doch erstmal ab. Mal sehen was der Bruder zu der Neuigkeit sagt, ich vermute aber er wird auch nicht begeistert sein. Ich würde gern meine Wohnung verändern, aber Geld und Zeit habe ich dazu nicht. Gestern Abend meinen ganzen Frust bei der besten Freundin abgelassen, wir haben über 4 Stunden telefoniert. Heute zum Vater und der Bruder kommt auch, aber ich will gar nicht, ich will gerade gar nichts, denn ich denke mir: „Ihr seid alle doof„. Kollegen doof, Freund doof und Vater doof. Ich hatte mir das alles anders vorgestellt. Was ich so will und was ich mir so vorstelle, scheint aber keine Sau zu interessieren. Immerhin habe ich frei, mein Trostpreis, der mir allerdings auch Zeit gibt, mich so richtig aufzuregen. Irgendwas verändert sich gerade bei mir, es ist so als würde meine jahrelange Gleichgültigkeit meinen Mitmenschen gegenüber plötzlich verschwinden, und was ist? Meine Mitmenschen regen mich auf. Die letzten Jahre hat mich nie irgendwas aufgeregt, es war mir alles egal. Das, was ich jetzt fühle, ist wieder die alte Nadine, die immer mit voller Wucht Gefühle empfindet, das ist sicher gesund, aber ich hatte vergessen wie anstrengend mein Leben vor der Krankheit war. Aber jetzt wieder mehr Pillen fressen, um wieder so gleichgültig zu sein, ist auch keine Lösung. Willkommen im Leben einer sehr empfindlichen und emotionalen Frau. Auf in mein neues altes Leben oder auch mutig gestritten, the future is unwritten.

Er hat ne Neue!

Er hat ne Neue! Nein nicht mein Freund, mein Vater. Ich freue mich für ihn, aber gleichzeitig löst das komische Gefühle in mir aus. Da schläft jetzt also eine fremde Frau im Bett meiner Mutter. Mein Vater braucht aber eine Frau, möchte nicht allein leben und ich kann ihn nicht dauerhaft stützen. Ich sollte mich auch für mich freuen, ich kann machen was ich will, Verantwortung fällt von meinen Schultern und trotzdem lache ich nicht. Ich muss mich sortieren, es ist erfreulich, aber aktuell bin ich nur überrascht und verwirrt. Die Kinder haben Priorität haben sie abgemacht, das heißt wohl ich kann trotzdem immer auf ihn zählen. Es ist eine Kindergartenfreundin von ihm, das wird sicher passen, die beiden kennen sich und haben viel miteinander erlebt. Wahrscheinlich perfekt für ihn, aber perfekt für mich? Ich möchte nicht, dass sie die Sachen meiner Mutter berührt. Aber das Leben geht weiter und die Welt verändert sich.

Schlafrhythmus, Aussprache und Zahn

Guten Morgen, zu früh wach, aber ausreichend geschlafen. Diese Woche hat meinen Schlafrhythmus total auf den Kopf gestellt, obwohl ich gestern länger wach hätte bleiben können, war ich bereits gegen 23 Uhr so müde, dass ich ins Bett bin. Aussprache mit ihm Fehlanzeige, er kam weit nach Mitternacht nach Hause, nur ein wenig Aussprache über ein paar Nachrichten auf dem Handy. Mit der Problemkollegin gestern allein gut zusammengearbeitet, aber es bleibt ein flaues Gefühl. Komische Gefühle sind auch auf ihn bezogen da, er hat eine andere Sicht der Dinge als ich. Der Kaffee schmeckt und ich sitze auf dem Sofa, auf dem er schnarcht und sich weigert ins Schlafzimmer zu gehen. Der eine Zahn wurde gestern Morgen repariert, ich ahnte es schon, aber meine Zahnärztin bestätigte es mir, der zahnärztliche Notdienst aus Neukölln letztes Wochenende hat mich belogen, um meine Krone nicht zu befestigen und mich mit Schmerzen wegzuschicken. Ich hoffe der Zahnhorror halt bald mal ein Ende, jetzt hoffe ich das Provisorium des anderen Zahns hält, bis die neue Krone eingesetzt werden kann. Fast 900 Euro kostet der Spaß, dafür wird mein Weihnachtsbonus nicht reichen. Gestern viel beraten, leider auch eine Mutter die ihr Kind dringend in die Klinik bringen sollte. Ich bin wirklich die letzte die eine Klinikeinweisung empfiehlt, aber wenn Gefahr herrscht, muss es einfach sein. Treptow grüßt grau, ich habe meine 6-Tage-Woche mit Frührhythmus heute Nachmittag geschafft und darf mich dann 2 Tage ausruhen.

Eingeschlafen, Drama, Selbstschutz und Eiscreme

Guten Morgen. Ungewöhnlich, ich bin gestern vor Mitternacht fast auf meinem Sofa eingeschlafen, merkte es aber noch und bin ins Bett. Ich war wohl sehr müde, von dem ganzen Drama der letzten Tage. Ist alles zu viel gerade, die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub, viele Verabredungen und zweimal Drama hoch zehn. Da werde auch ich mal zur Frühschläferin. Bei der besten Freundin gibt es wieder Hoffnung, aber die Gefahr ist nicht vorbei und auch er hatte gestern noch eine Stellungnahme seiner Uni, dass dieses Visumproblem angeblich nur Neubewerber betrifft. Ich hoffe, das stimmt, dann hat er noch Zeit seinen Master zu machen und sich Vollzeit-Arbeit zu suchen. Trotzdem bleibt Misstrauen zurück, ich war gerade dabei ihm mehr zu vertrauen und dann ist die Bombe geplatzt, mein Selbstschutz reagierte darauf damit alle Gefühle und Pläne für nichtig zu erklären. Jetzt scheint doch wieder alles möglich zu sein, aber ich bleibe wohl die Frau, die man notfalls heiraten kann. Sehr romantisch. ^^ Arbeit gestern war ok, eine seltsame Beratung gemacht, zu der ich falsch informiert war und danach kam keiner mehr. Was für ein Glück, denn gestern war ich wirklich nicht gut drauf. Heute wieder besser, ich werde zum Vater und den Hund fahren und hoffe, da gibt es kein Drama. Die Sonne scheint und ich habe 28 Grad in der Bude, es ist zu warm für meinen Geschmack, aber ich glaube auch nicht, dass es ab morgen nur noch 19 Grad sein soll. Morgen keine Termine, nur Bude aufräumen und nachdenken. Ich komme auch als Single mit Karriere klar, ich brauche keinen Mann. Ich habe eine Wohnung, ich habe Arbeit, ich habe genug Geld und mittlerweile auch wieder genug soziale Kontakte, mir fehlt es an nichts. Ein Mann an meiner Seite wäre nur die Sahne auf meiner Eiscremeportion, aber Eis schmeckt auch so. Auf in den Tag, weitermachen, beobachten und abwarten.

Allein, Fisch, Ego-Single, Pennermodus und Gründe

Früh verlassen, ich bin zerknautscht und rieche nach Schweiß und er ist bereits abgehauen. Durch seine Dienstpläne hat er gestern bereits gegen 23 Uhr gepennt und war heute bereits vor 8 wach, während ich endlich schlafen konnte. Ich bin müde und gleichzeitig enttäuscht und erleichtert, dass er jetzt weg ist. Vielleicht gehe ich gleich wieder schlafen und hoffe, es ist kein schlechtes Zeichen, dass ich es gerade alleine besser finde als mit ihm zusammen. Der getrocknete Fisch gestern war nicht mein Ding, ich kaute auf einem Stück herum und fand es essbar, aber wirklich nicht lecker, schade das ich nicht mehr Begeisterung aufbringen konnte, denn er wollte mir mit der Kochaktion sicher was Gutes tun. Ist für mich halt eine ganz schöne Umstellung vom Ego-Single zum Beziehungsmensch. Ich bin es halt gewohnt Zeit für mich zu haben und in einem Bett allein zu schlafen. Auch das ich gerade Urlaub habe ist gerade nicht förderlich, denn im Urlaub bin ich immer im Pennermodus und weit entfernt vom Frühaufsteher. Gestern nicht viel passiert, ich war baden, Müll wegbringen und Blumenerde kaufen, mehr nicht und dann kam er abends und kochte Jollof Reis mit diesem seltsamen Fisch:20190808_101858 Er hat Probleme, die ich nicht lösen kann und ich weiß nicht, ob er von mir erwartet sie zu lösen. Ich habe immer noch Angst, dass er mich nicht wirklich mag, sondern nur bestimmte Vorteile durch mich erwartet. Ist das schon Rassismus, wenn frau an Gefühlen immer wieder zweifelt, weil es auch andere Gründe geben könnte? Oder suche ich nur einen Ausweg, weil ich es teilweise schon als Invasion erlebe, wenn er sich hier in meinem kleinen Reich breit macht? Soviel Chaos durch fremde Dinge und Gewohnheiten? Ich bin unentschlossen, dabei reden wir mittlerweile von Liebe. Ich glaube, ich brauche einfach Zeit für mich, um es sacken zu lassen und ihn wieder zu vermissen. Ich bin jetzt so viele Jahre allein, da gewöhnt man sich nicht so schnell um. Auf in den Tag, oder besser, auf zurück in mein Bett, für mich ganz allein.

Dramaqueen, Tod, Gefühle und der Himmel

Guten Morgen, soweit ganz gut, ich habe die Dramaqueen etwas abgeschüttelt und aufgehört über die Arbeit nachzudenken. Geht es nach der Dramaqueen, würde ich gerade auf einem Pferd in die Prärie reiten. Aber ich lebe im kapitalistischen Berlin und habe kein Pferd. Es muss eine Lösung vor Ort geben. Der Kaffee schmeckt und das Wetter ist mies, vielleicht gehe ich gleich wieder ins Bett, ab morgen wartet eine 6 Tage Woche auf mich. Habe derzeit viel zu tun und die Dramaqueen darf mich nicht schwächen, die sitzt nämlich schmollend in der Ecke und verweigert jede Kooperation und Aktion. Ich kann nicht fassen, dass er nicht mehr da ist, noch vor einer Woche habe ich schwärmend seine Facebook Fotos betrachtet. Was macht man eigentlich mit verstorbenen Facebook Freunden? Meine Vögel singen ein Lied, gestern nach der Arbeit noch ordentlich geputzt hier, obwohl ich hundemüde und erschöpft war. Aber so muss ich heute kaum was machen. Ich frage mich, ob ich Gefühle zulassen kann. Ich möchte nicht verletzt werden. Ein paar Schmetterlinge habe ich schon verscheucht, noch regiert der Kopf. Brötchen warten, aber ich bin nicht hungrig, sondern müde. Zu viele Menschen im Himmel und ich immer noch hier, dabei wollte ich nie älter als 25 werden.

Scheißtag, Englisch, Gefühle, Zuhörer und Stimmung

Guten Morgen, war das gestern ein Scheißtag. Auf Arbeit Spannung, danach noch einkaufen müssen und dann verkackte Kommunikation mit dem Date. Ich glaube, mein Englisch ist doch zu schlecht, um von barrierefreier Kommunikation zu sprechen. Es gibt zu viele Missverständnisse und komplizierte Dinge auf Englisch zu erklären ist sehr mühsam und ein Wörterbuch brauche ich dazu auch. Für den Moment desillusioniert und die Vorfreude ihn morgen zu sehen fast weg. Aber vielleicht sprechen da auch Frust und Angst aus mir. Ich habe Angst meinen Beruf bald nicht mehr machen zu können und irgendwie tötet diese Angst gerade andere Gefühle und Hoffnungen. Mir ist danach mich in meiner Wohnung zu verkriechen und zu warten bis alles vorbei ist. Ich will nicht zurück zum Jobcenter, aber alle anderen Perspektiven Geld zu verdienen, werden wohl noch Monate dauern. Abwarten, vielleicht wird ja doch noch alles gut, aber es liegt nicht in meiner Hand. Heute zum Vater, vielleicht kann ich bei ihm meinen Gedankenknoten lösen, er ist eigentlich ein vertrauenswürdiger und guter Zuhörer. Der Kaffee schmeckt, die Sonne scheint und ich darf die „Lecke mich am Arsch Stimmung“ nicht überhand nehmen lassen.