Schlaf, Vorräte, Pizza, DDR und Homeoffice

Moin, gestern schlauer gewesen und früher ins Bett, ich mache mir zwar immer Sorgen, wenn er Nachtschicht in Brandenburg hat, aber ich sollte mir auch Sorgen um mich machen, denn dauerhaft zu wenig Schlaf, ist gefährlich für mich. Heute sollen die Telefone für daheim kommen, habe ich mein Telefon, kann ich zu Hause bleiben. Die ganzen Vorräte zu Hause beruhigen, aber die Unsicherheit flüstert ständig in mein Ohr, ob ich nicht doch noch weitere Vorräte brauche. Heute nach der Arbeit zum Vater, mal sehen wie lange das noch möglich ist. Eigentlich sollte mein Vater vor mir Angst haben, denn er ist fast im gefährlichen Alter und ich gehöre zur Risikogruppe. Mein Vater ist das aber alles egal. Ist nur fraglich, ob ich heute noch alle Zutaten für eine Pizza kriege. Grau grüßt der Tag, da werden die Leute hoffentlich nicht alle in den Parks und auf den Spielplätzen abhängen. Das Wort von Merkel gestern war für mich zögerlich und nichts sagend, ja richtig wir leben derzeit in der DDR, Grenzen dicht, Regale leer. Die Straße rauscht wie eh und je, keinerlei Rückgang des Autoverkehrs, alle unterwegs. Mein Kontostand ist der Horror, aber ich werde in den folgenden Wochen deutlich weniger ausgeben, weil ich alles hier habe. Auch meinen Schatz habe ich die Tage ein wenig Vorräte mitgegeben, Reis, Nudeln, Tomatenmark und etwas Gemüse. Irgendwie weigert er sich dauerhaft hier zu sein, finde ich nicht gut, obwohl er, weil er noch arbeitet und viel Kontakt mit anderen hat, eigentlich ein Risiko für mich ist. Ich vermute jedoch, er darf auch bei einer Ausgangssperre weiter arbeiten, denn er liefert Essen und sortiert Briefe. Das scheint gerade krisensichere Arbeit zu sein, denn er braucht das Geld. Auf in den Tag, das Büro und Telefon wartet und der Kaffee schmeckt.

Corona, Hamsterrad, Geld und keine Zahnschmerzen

Guten Morgen, der Stein ist erwacht, hat aber heute Augenringe und leichte Halsschmerzen. Nein sicher kein Corona, irgendwie ist die ganze Panik deswegen bisher an mir vorbeigegangen. Habe beschlossen weiter gelassen zu bleiben, solange es keine Meldungen für Berlin gibt. Gestern sehr viel geredet und den Restarbeitstag allein genossen, danach zur Drogerie und in den Supermarkt, gestern gab es Steak mit Salat und ein Basenbad. Irgendwie muss sich Frau ja belohnen. Er hatte wieder Nachtschicht und sollte jetzt auf dem Heimweg oder bereits in seinem Studentenwohnheim sein. Der Blutdruck ist mit 110 niedrig, ich vermute wäre er hier, wäre er höher. Der Kaffee schmeckt und ich muss aufpassen, dass die Woche sich nicht wie ein einziger Murmeltiertag anfühlt, es ist kein gutes Zeichen, wenn ich mich wie in einem Hamsterrad fühle, aber derzeit fühle ich mich so, immer in Erwartung auf den Feierabend. Ich hoffe, das ist nur der Winter, der mich antriebslos macht. Derzeit fände ich 24/7 Freizeit gar nicht so schlecht. Gestern einen Test zum Autismus gemacht, autistisch bin ich nicht, aber vieles andere. Für Autismus bin ich zu emphatisch und gesellig. Das Geld ist endlich da, aber auch diesen Monat sollte ich meine Füße still halten, keine Sonderausgaben bitte. Ich sollte das mit der Umschuldung immer noch angehen, günstige Kredite sind überall zu haben. Trage jetzt brav nachts meine Zahnschiene, endlich keine kieferübergreifenden Zahnschmerzen mehr, ich hatte mich gewundert, woher die Schmerzen kommen, jetzt weiß ich sie kamen vom nächtlichen Zähneknirschen. Seit dem Tod der Mutter habe ich mir sehr viel Zahn weggeknirscht. Auf in den Tag, ohne Zahnschmerzen und mit niedrigem Blutdruck, was will man mehr.

Zwischenmeldung und warten

Der Tag geht bisher ganz gut, alles was ich machen wollte, jetzt bereits erledigt: Hunderunde, Ausdrucke für den Freund, Brief ans Bafögamt, Überweisungen an das Bafögamt und die Zahnärztin, Arbeitsmails lesen, auf der Facebookseite der Arbeit posten, duschen, anziehen, Anzeige für einen Bungalow in Gran Canaria, mit der Ex des Bruders einen Hundebetreuungsplan absprechen, lüften, aufräumen und natürlich Frühstücken. Jetzt heißt es warten, warten auf Ihn und warten auf den DHL-Mann. Nichts mehr zu tun, außer warten auf Männer, die eh nur kurz hier sein werden. Der Hund schnarcht und vielleicht versuche ich gleich ne Runde mitzumachen. Blutdruckwert mittlerweile wieder bei 120, alles gut, nur die Wäsche trocknet zu langsam. Vielleicht später noch in den Wald, wenn der DHL Mann vor der Dunkelheit kommt. Alles wird gut, auch ohne Trainerausbildung habe ich genug zu tun und eine Steigerung meines Einkommens ist auch ohne diese Ausbildung möglich. Mittlerweile kenne ich Gründe warum ich aussortiert wurde, es hat weder mit meiner Qualifikation noch mit meiner Nase zu tun. Alles gut, ich mag München eh nicht und fast 2 Jahre umsonst arbeiten bis dann mal Geld reinkommt, ist auch nicht so attraktiv. Dann lieber jetzt andere Aufgaben in Berlin übernehmen und sofort Geld sehen. Scheiß Wetter und morgen wieder zur Arbeit.

Papierkrieg, Hund, Studienkredit und leben

Guten Morgen, aufgewacht im Papierkrieg, seinem Papierkrieg, denn nach einem Jahr Deutschland hat er viel Papier gesammelt und es bisher nicht organisiert. Jetzt ist mein ganzes Wohnzimmer ein einziger Papierhaufen, denn er versucht zu sortieren und zu organisieren. Da die Lohnsteuererklärung ansteht, sollte ich das auch machen, es geht schließlich um viel Geld. Gestern beim Vater war es ruhig, ich habe die Inventur fertig gekriegt, gekocht und mich schief gelacht wegen dem Hund. Ich werde bald anfangen mich, um die Vermietung zu kümmern, eine Möglichkeit etwas dazuzuverdienen. Die Sonne scheint, dass Geld ist da und alles ist gut. Eine Kollegin ist krank, aber es ist eh schon abgemacht, dass ich Aufgaben von ihr übernehme. Habe etwas Bammel, wenn der Hund ab Samstag zu mir kommt, er ist es einfach nicht gewöhnt bis zu 8 Stunden allein zu sein und ich habe bedenken, ob das gut geht. Einkaufen muss ich, aber vielleicht vorerst nur frühstücken, das ich die Menschen von dem Studienkredit heute kontaktiere sehe ich nicht, irgendwie heute kein Tag, wo ich finanzielle Verhandlungen führen möchte. Ich bin jedoch optimistisch, das wird alles finanziell, ich habe einen Meisterplan gegen die Angst entwickelt, ich werde leben, und zwar nicht auf Hartz IV Niveau trotz Arbeit, es gibt Lösungen. Auf in den sonnigen Tag, ich rieche Frühling.

Morgenmuffel, Spanien, Anbieterwechsel und Pizza

Guten Morgen, diese Nacht nicht so schlimm und er geht mir gerade aus dem Weg, sehr gut. Ich bin und bleibe ein Morgenmuffel und finde (fordernde) Gesellschaft am Morgen einfach belastend. Gestern nicht viel passiert, ein paar Stunden Büro und danach zu einer Arbeitsgruppe, zu Hause dann Bolognese gekocht und dann nicht mehr viel. Der Kaffee schmeckt und er telefoniert in einen anderen Raum, immerhin ein wenig Privatsphäre. Der Anwalt in Spanien dreht am Rad, er will Kohle sehen, schnell und stellt Kostenaufstellungen auf, die einfach nicht stimmen. Sehr unangenehm, wenn man mit einer Sprachbarriere ein Erbe antreten soll und unbekannten Anwälten trauen soll. Heute sollte das Büro wieder voll sein, alle Kolleginnen da, ob das jetzt gut ist, darüber bin ich mir unsicher, derzeit liegt mein Ruhebedürfnis deutlich höher. Seine Zeit hier bei mir läuft ab und für den Moment finde ich die Aussicht allein zu sein, sehr attraktiv. Mein DSL-Anbieterwechsel hat geklappt und ich habe heute 220 Euro Gutschrift dafür bekommen, sehr schön, mein Konto sieht echt mies aus. Heute Abend zum Vater, Pizza machen, aber viel wichtiger über den seltsamen, spanischen Anwalt reden und was der von uns will. Jetzt wo ich keine Trainerausbildung machen werde, werde ich Zeit haben, da dieses Jahr noch persönlich vorbeizugehen, am besten mit Übersetzter. Auf in den Tag, die Arbeit wartet und dann mal weitersehen, ich werde spät nach Hause kommen heute.

Schicht, Beratungen, Lob und Vorurteile

Guten Morgen, heute sind wir beide Schicht-gleich, aber er hat netterweise schon das Haus verlassen, obwohl er sogar eine halbe Stunde nach mir auf Arbeit sein muss. Gestern ein sehr beschäftigter Tag, ich habe 5 Beratungen gemacht und die ganze Zeit gut zu tun. Dass ich allein war, war kein Problem, denn alle unbekannten Ratsuchenden waren weiblich und nett. Ich hoffe, ich konnte nachhaltig helfen. Heute Frühdienst wegen einer Supervision, ich frage mich, ob wir über unsere Probleme reden werden oder doch nur Fälle durchkauen. Die Brötchen sind im Ofen, der Kaffee schmeckt und für den Moment habe ich keine Schulden bei meiner Bank, denn das Gehalt ist auch gekommen. Schönes Gefühl die schwarzen Zahlen wiederzusehen. Gestern ein großes Lob bekommen, die Geschäftsführerin eines Unternehmens, wo ich eine Präsentation/Schulung gemacht habe, hat sich bei meinem ehemaligen Chef überschwänglich für die Schulung bedankt. Irgendwas richtig gemacht und ich scheine wieder auf meinen alten Level für Präsentationen zu sein, das Level, dass ich vor meiner Krankheit hatte.  Schöne Sache, besonders nachdem meine Kolleginnen beide diese Präsentation nicht machen wollten. Dass er das Geld so schnell und vollständig zurückgezahlt hat, arbeitet noch in mir, ich hatte zwischendurch Angst, dass er das Geld nimmt und wegrennt und ich die gearschte bin. Aber alle diese Ängste waren unbegründet und vielleicht Vorurteile. Jetzt muss ich mein Bild von ihm korrigieren und schäme mich für mein Misstrauen. Die Zeit rennt, ich muss den Bus kriegen, auf in den Tag.

Arbeit, Telefon-Marathon-Tag, Geld und Weihnachtsgeschenke

Guten Morgen, so richtig gut finde ich den Morgen nicht, aber egal, aufgestanden und auf in die Arbeitswoche. Heute allein Dienst, hoffentlich geht das gut, denn ich habe Beratungen mit Unbekannten. Gestern ein Telefon-Marathon-Tag mit der besten Freundin, knapp 5 Stunden haben wir telefoniert und als ich dann doch noch zum Supermarkt bin, war es bereits dunkel. Er hatte gestern Uni und Arbeit und war fast 18 Stunden aus dem Haus. Vodafone hatte gestern und gerade auch Ausfälle, bin ich froh, wenn ich im Dezember nicht mehr ihr Kunde bin. Heute auch ein langer Tag für mich, 8 Stunden werde ich heute arbeiten, viel für mich und für ihn wohl eher eine kurze Schicht. Er ist bereits weg und ich schaue allein in den Tag, das Gehalt ist immer noch nicht da, aber er hat mir gestern Geld überwiesen, dass ich ihm geliehen hatte. Ich habe jeden Cent zurückerhalten, deutlich schneller als vereinbart, das finde ich sehr erleichternd und baut weiteres Vertrauen in mir auf. Er hat einen neuen Arbeitgeber und befindet sich im Training, ich hoffe die rücken noch einen richtigen Vertrag für ihn raus. Meine Zähne tun nicht mehr weh, ich muss nur aufpassen wegen dem Provisorium im Weisheitszahn, aber gestern traute ich mich das erste Mal nach Wochen, auch auf der rechten Seite zu kauen. Angefangen mich mit Weihnachtsgeschenken zu beschäftigen, er hat gestern schon sein Nikolausgeschenk erhalten, weil ich mich über die Rückzahlung so gefreut habe und nicht weiß, ob er an Nikolaus noch hier wohnen wird. Mal sehen wie der Tag so wird, mein Büro erwartet mich.