Kurze Nacht, keine Schmerzen, Parfüm und meine Welt

Guten Morgen, viel zu kurze Nacht, aber ich lege mich nach dem Schreiben wieder hin. Gestern dann doch nicht so viel passiert wie gedacht, da der Mann noch bis 14:30 hier war. Gegessen asiatisch vom Lieferdienst, war frisch, lecker und reichlich, ein Tipp einer Freundin, dort und nicht woanders zu bestellen. Mit der ehemaligen Kollegin telefoniert, hat gutgetan, ich hatte angefangen sie zu vermissen. Also nicht das Wohnzimmer umgestellt, aber immerhin Wäsche gewaschen. Es ist zu bemerken und zu wertschätzen, dass ich gerade keine körperlichen Schmerzen habe, kein Fußschmerz, kein Beinschmerz, kein Hand- oder Armschmerz und auch die Verdauung läuft. Blutdruck und Puls auch ok, ich fühle mich fast gesund. Mit der Ex-Kollegin/Freundin über Anpassungsstörungen gesprochen, vielleicht habe ich aktuell doch eine, und zwar deswegen, weil ich meine Mutter immer noch vermisse. Diesem Umstand, dass sie tot ist, dem kann ich mich nicht anpassen. Es bleibt aber trotzdem dabei, dass mein Herzarzt sowas nicht diagnostizieren darf. Habe am Montag einen Termin beim Psychiater, der kann mir dazu gern was erzählen. Bin auf der Suche nach einem neuen Parfüm, die Neue vom Vater hat meinen Duft geklaut, geht irgendwie gar nicht, dass seine Neue genauso riecht wie ich, aber sie ändert es nicht, also bin ich dran? Der Mann wäre über einen neuen Duft auch erfreut, irgendwie ist Parfüm ein großes Thema bei Afrikanern. Zum Beispiel in der Kirche gilt bei Parfüm: „Viel hilft viel.“ Das ist eigentlich so gar nicht mein Motto, aber gut nach 15 Jahren kann man mal einen neuen Duft probieren? Heute zum Vater, mal sehen, wie es wird, heute habe ich nicht so einen großen Rededrang, gerade beschäftigen mich keine scheinbar psychotischen Gedanken, für die ich einen Realitätsabgleich brauche. Geplant ist heute Wiener Schnitzel, Kartoffelspalten und ein Gurkensalat mit Sesam und Chili. Mal sehen, wann die andere Ex-Kollegin was merkt, sie hatte schon früher Größenwahn und neigte dazu arrogant zu sein, ich warte dann mal, ob sie wieder die Erde erreicht. Das passiert, wenn Leuten Erfolg zu Kopf steigt. Ein grauer Tag grüßt, es ist frisch und das Haus ruhig, auch die Vögel draußen und drinnen schweigen. Ich frage mich was meine Mutter gerade macht, ob sie irgendwo mit unserer Bobtail Hündin spaziert, spielt und kuschelt. Nicht über die nächste Woche nachdenken, so viele Termine, mal sehen wie ich mich schlage. Zum Morgen an Pippi Langstrumpf gedacht, in meiner Erinnerung singt sie besser:

Egal, das bleibt aber trotzdem mein Lebensmotto: „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt!“

Hypochonder, Pizza, Frühwarnzeichen und Sonnenschein

Guten Morgen, wieder nur 6 Stunden Schlaf, aber immerhin am Stück, immer noch Zahnschmerzen, aber die Zahnärztin hat nichts gefunden, was für eine Erleichterung. Vielleicht bin ich jetzt auch ein Hypochonder, wie viele seelisch kranke Menschen nach einer Weile der Krankheit. Aber selbst wenn, nach 8 Jahren Neuroleptika mal durchchecken lassen, kann nichts so falsch sein. Damit sollte auch das Gesundheitszeugnis für die Adoption endlich greifbar sein, besser wir klären die Familienverhältnisse zu Lebzeiten. Außerdem weiß ich jetzt was los ist mit der Gesundheit und brauche mich nicht in diffusen Ängsten zu wägen. Arbeit gestern hat gutgetan, aber wieder über die Kollegin geärgert, wo die ihr Ego herhat, wahrscheinlich aus dem Land Größenwahn. Heute Pizza mit dem Vater, habe ich auch Bock drauf, für das wieder erden der davon fliegenden Tochter, gibt es heute Abend eine scharfe Chorizo-Pizza. Den Mann dazu gebracht mit mir ans Meer zu fahren, sehr schön, könnte traurig werden, da brauche ich jemanden der mich umarmt. Außerdem mag er Zugfahrten und hat Berlin seit seiner Ankunft hier kaum verlassen. Wegrennen von der Wohnung scheint gerade zu helfen, ich halte es hier nicht mehr aus, irgendwie ist das hier gerade ein Ort der Depression und einer möglichen Psychose. Mein Psychiater war beeindruckt, dass ich das kontrollieren kann, also das ich es merke, wenn ich abrutsche und in die Handlung gehe. Ich scheine meine Frühwarnzeichen mittlerweile sehr gut zu kennen und habe Gegenmittel und genug Verbündete gefunden, denen ich ehrlich mitteilen kann was gerade in meinem Kopf passiert. Das Schlimmste bei seelischen Notlagen ist nämlich die Isolation damit, isoliert wird es immer schlimmer, denn dann hilft einen Niemand und auch die Selbsthilfe wird schwierig. Freue mich auf das Büro und die Ehrenamtliche, gestern auch mit der Chefin gesprochen, dass ich meinen Urlaub erstmal absage, über 3 Wochen allein zu Hause, ist genug Erholung bzw. Wahnsinn. Ich wünsche den alten Chef alle Krankheiten der Welt und den Verlust aller sozialen Kontakte. Einfach sterben wäre zu einfach für ihn. Blutdruck und Puls unten, während der Nacht sind die Werte immer sehr niedrig, ziemlich einfach zu erklären, wenn ich schlafe habe ich keine Ängste. Die Sonne scheint, der Vogel stresst und der Kaffee schmeckt. Doch wieder bei HelloFresh bestellt, denn es gab einen 30 % Gutschein, dieses Fertiggericht essen ist auch keine Lösung. Kann auch nicht sein, das gutes, selbst gekochtes Essen nur den Männern vorbehalten ist. Ich bin auch wichtig und bestellen oder draußen Essen ist noch teurer. Meine Zahnärztin gestern war nicht überrascht über meine Ängste, das kennt sie schon, schade, dass sie mich nicht mal mutig und kämpferisch in anderen Lebenslagen kennt, bei Arztbesuchen und besonders beim Zahnarzt bin ich halt Angsthase, aber nicht generell im Leben. Es ist früh, ich mag es, wenn ich ohne Wecker erwachen kann und dann erstmal ganz viel Zeit für mich habe. Morgens durch einen Wecker geweckt werden und dann noch unter Zeitdruck stehen, ist doch irgendwie Terror. Das kann dann doch gar kein guter Tag werden, wenn man so erwacht. Versuchen wir es mit Optimismus und einem Klassiker, auf mein Leben im Sonnenschein:

Schlaf, Chef, rote Autos und müde

Guten Morgen, schon besser. Das war eindeutig zu viel Stress und zu wenig Schlaf die Tage. Auch heute Nacht wenig Schlaf, weil ich einfach nicht einschlafen konnte, nachdem ich entdeckt hatte, dass man mein alter Chef nach 8 Jahren auf einen meiner Social Media Profilen war. Was will dieser Arsch? Ich hatte ihn doch gelöscht und wie ich auch dachte gesperrt. Mit diesem Mann möchte ich sicher mein ganzes Leben nichts mehr zu tun haben. Es reicht doch, wenn er mein Leben einmal zerstört und sich daran bereichert hat. Mit dem Vater war es gestern angenehm sehr viel geredet und etwas Neues zu meiner Vergangenheit erfahren, einen Fakt den meine Mutter mir nie mitgeteilt hatte, aber ihm. Gestern nicht mit dem Freund gechattet, irgendwie reicht es gerade, wir reden immer sehr lange, aber aktuell habe ich den Eindruck, dass seine Depression meine schlimmer macht. Das ist nicht so gut, bei aller Sympathie. Ich brauche jemanden der mir, wenn ich sage: „Die Welt ist scheiße“ widerspricht und nicht noch 10 Beweise liefert wie scheiße die Welt ist. Das ist, dann glaube ich, dann auch für ihn nicht so förderlich. Stille hier und Sonnenschein, nicht so viel über die Vergangenheit nachdenken, ich kann sie nicht mehr ändern. Was in meiner Hand liegt, ist das Jetzt und Morgen, der Rest gehört, wem auch immer. Was mich vorgestern endgültig verunsichert hat, war die Sache mit den Autos, vor meiner Tür. Im direkten Blickfeld standen 7 rote Autos. Ein statistisch unwahrscheinlicher Fakt. Denn rot ist bei den Deutschen mit 7,2 % aller Autos keine übliche Autofarbe. Vor meinem Fenster waren aber 7 Autos von 20 rot. Um sicherzugehen, dass ich nicht spinne, habe ich es fotografiert, aber z.B. dem Vater ist bei dem Bild nichts aufgefallen. Vielleicht wirklich Zufall vielleicht mögen meine Nachbarn halt sehr rote Autos. Aber ich wohne hier schon Jahre und es gab noch nie so viele rote Autos. Aber ob Zeichen oder nicht, ich ignoriere das lieber. Es ist einfach die Angst, dass das Gastlighting und/oder die Psychose wieder losgeht. Vielleicht reagiere ich auch viel zu sensibel, warum schaue ich überhaupt auf Autofarben? Autos kann man auch ignorieren, ich fahre noch nicht mal Auto. Was auch immer ich da vor über 8 Jahren mit einem Fremden über die Bedeutung von Autos und Autofarben besprochen habe, ist viel zu lange her um heute noch Gültigkeit zu haben. Vielleicht alles Zufall, die roten Autos, der Ex-Chef auf meinem Profil, ich scheine gerade zu viel Zeit zu haben zu beobachten und nachzudenken. Wird Zeit, dass ich wieder arbeite statt hier zu Hause Autos zu beobachten und im Internet zu surfen. Der Mann möchte heute vielleicht vorbeikommen, könnte gut sein, ich denke heute würde ich sogar kochen. Vergessen, vergessen, ich wünschte ich könnte vergessen wie andere Menschen, aber ich vergesse nicht. Ich schaffe es hier und da Erinnerungen zu verdrängen, aber irgendwo in meinem Hirn bleiben sie erhalten und grüßen dann irgendwann, wenn es gerade gar nicht passt. Der Kaffee schmeckt und ich bin nicht wirklich motiviert irgendwas Sinnvolles zu tun, sollte ich aber, bevor ich wieder parkende Autos beobachte und dann auch noch drüber nachdenke. Es gibt auch eine Erfindung die heißt Gardine, da sieht man dann gar keine parkenden Autos mehr. Hunger, gerade habe ich selten Hunger, ist aber vielleicht ganz gut so, nachdem ich jetzt mein aktuelles Gewicht kenne, wie gesagt großes Erstaunen bei der Hausärztin, wie man mit dem Gewicht so gesunde Blutwerte haben kann. Mein linkes Bein tut nur nicht mehr weh, es ist auch endlich abgeschwollen, die linke Wade war dicker als die rechte, was ich an den Hosen merkte, gestern machte die Hose kein Problem mit der linken Wade und ich bin schmerzfrei kilometerweit gelaufen. 2021 ein Jahr für die Tonne, aber wir sind selber schuld, dass die Natur keinen Bock mehr auf uns hat. Die Erde ist nicht unser Untertan, die Erde ist unsere Mutter. Vielleicht lege ich mich gleich wieder hin, gestern habe ich in Etappen 12 Stunden geschlafen, mein Körper ist sehr erschöpft, meine Seele ist erschöpft, jetzt wo ich nach 3 Jahren Angst weiß, dass mein Körper abgesehen von Übergewicht in Ordnung ist. Das ist eine zentnerschwere Last die von meinen Schultern gefallen ist und jetzt bin ich müde.

Glücklich und erleichtert

Ich bin so glücklich und erleichtert! Tränen rollen über mein Gesicht, die Ängste und der Leidensdruck deswegen waren doch viel größer als ich dachte. Ich bin so erleichtert, mein Blut sagt ich bin gesund, obwohl ich Neuroleptika nehme, obwohl ich dick bin und Raucherin. Kein Diabetes, kein Cholesterin, keine Schilddrüsenprobleme und auch kein Eisenmangel! Wie kann man lachen und weinen gleichzeitig, ich kann es gerade. Dem Mann und Vater gleich Bescheid gesagt und ab jetzt wird hier nicht mehr gefressen und wenn dann Obst oder Salat. Mein Körper ist bereit zu leben und ich kann es noch gar nicht fassen…..I should be so lucky!

Verantwortung, Unterstützung und Homeoffice

Guten Morgen, gestern doch noch Rückenschmerzen bekommen, ich hoffe, es liegt nicht am Bett. Der Tag gestern im Büro war angenehm und es gab auch ein paar Gespräche. Heute wieder Homeoffice. Heute Abend kommt der Vater vorbei, für eine Pizza, aber auch um das alte Bett abzutransportieren. Vielleicht auch noch mehr, je nachdem ob ich es noch schaffe ein Regal und einen Schrank leerzuräumen. Die letzten Tage abends baden, das brauche ich derzeit. Verantwortung, das ist derzeit mein Thema und ich habe den Eindruck, dass Freund und Vater derzeit sehr viel von mir erwarten. Ja ich wirke gesund, aber das heißt nicht, dass ich unbegrenzt belastbar bin. Die Vorträge der besten Freundin finde ich auch unpassend, denn sie sollte sich mal selbst an die Nase fassen, bevor sie von ihm mehr Unterstützung für mich erwartet, denn sie hat mich in letzter Zeit nicht unterstützt. Die Sonne scheint und alles scheint gut, blauer Himmel und nur eine kleine zerfetzte Wolke am Himmel. Schlafen ohne Wecker ist immer noch himmlisch, der Vorteil am Homeoffice, wäre es nicht über den Tag so einsam. Heute ein Gesprächstermin mit einer Frau die eindeutig psychotisch ist, ich weiß nicht, ob das gut geht und ob man in diesem Zustand überhaupt von Beratungsfähigkeit sprechen kann. Ich werde es ausprobieren. Ich hoffe es triggert mich nicht zu sehr. Auf in den Tag, es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Ausgeschlafen, grummelig, alles doof und die alte Nadine

Guten Morgen, endlich wieder ausgeschlafen, herrlich. Grau grüßt der Tag und ich bin wegen gestern noch etwas grummelig. Ich habe mich über die Kollegen geärgert und auch über ihn, aber heute schon besser. Werde langsam wütend auf den Vater, ich will nicht, dass er die Neue schon überall in der Familie und bei Freunden einführt. Die beiden sind noch keine 3 Monate zusammen, da wartet man doch erstmal ab. Mal sehen was der Bruder zu der Neuigkeit sagt, ich vermute aber er wird auch nicht begeistert sein. Ich würde gern meine Wohnung verändern, aber Geld und Zeit habe ich dazu nicht. Gestern Abend meinen ganzen Frust bei der besten Freundin abgelassen, wir haben über 4 Stunden telefoniert. Heute zum Vater und der Bruder kommt auch, aber ich will gar nicht, ich will gerade gar nichts, denn ich denke mir: „Ihr seid alle doof„. Kollegen doof, Freund doof und Vater doof. Ich hatte mir das alles anders vorgestellt. Was ich so will und was ich mir so vorstelle, scheint aber keine Sau zu interessieren. Immerhin habe ich frei, mein Trostpreis, der mir allerdings auch Zeit gibt, mich so richtig aufzuregen. Irgendwas verändert sich gerade bei mir, es ist so als würde meine jahrelange Gleichgültigkeit meinen Mitmenschen gegenüber plötzlich verschwinden, und was ist? Meine Mitmenschen regen mich auf. Die letzten Jahre hat mich nie irgendwas aufgeregt, es war mir alles egal. Das, was ich jetzt fühle, ist wieder die alte Nadine, die immer mit voller Wucht Gefühle empfindet, das ist sicher gesund, aber ich hatte vergessen wie anstrengend mein Leben vor der Krankheit war. Aber jetzt wieder mehr Pillen fressen, um wieder so gleichgültig zu sein, ist auch keine Lösung. Willkommen im Leben einer sehr empfindlichen und emotionalen Frau. Auf in mein neues altes Leben oder auch mutig gestritten, the future is unwritten.

Knochenesser

Gestern hatten wir Hühnchen mit Knochen, gekocht in einer leckeren Soße mit Gemüse. Soweit so gut, ich freue mich, wenn er kocht. Also abends nur Essen warm machen und los gegessen. Bei meinen Essen blieben dabei die Hühnerknochen übrig, denn ich habe gelernt, dass Hühnerknochen essen gefährlich ist. Er schaute auf meine ganzen Knochen und meinte nur: „Isst du die nicht?“ Ich: Nein! Er schnappte sich meine Knochen und aß sie. Ich schaute etwas verwirrt und beängstigt zu ihm und fragte ihn, ob das sein ernst sei. Er antwortete ja und erklärte mir, wie gesund Hühnerknochen sind. Außerdem meinte er, sie sind weich und lecker. Ich erklärte ihm dann wie gefährlich Hühnerknochen sind und das Erstickungsgefahr besteht, aber das interessierte ihn nicht. Wir diskutierten noch eine Weile, aber keiner von uns ließ sich überzeugen. Aha, ich bin mit einem Knochenesser zusammen.