Passabel, Blutdruck, krankes System und keine Party

Guten Morgen, ganz passabel geschlafen, immerhin 7 Stunden am Stück. Gestern fast meine erste Beratung verschlafen, weil die Nacht so gestückelt war. Heute schon besser. Viel telefoniert, gestern, neben den beruflichen Kontakten, noch mit 4 Freunden gequatscht. Getroffen aber niemanden, außer die Menschen im Paketshop. Gestern mal keine Schlange am Paketshop, das muss auch mal erwähnt werden. Mit mir gekämpft nicht online zu bestellen, es ergibt keinen Sinn, aber es ist so gemütlich besonders bei Getränken und Sachen die ich nicht hier kriege. Heute noch Telefonberatung im Homeoffice und danach schwimmen, ja ich hoffe das klappt heute endlich mit dem Schwimmen. Danach noch Kollegin treffen und dann Ruhe in der Kiste.

Blutdruck mit 100 zu 60 weit unten, aber ich schlafe gerade eigentlich auch noch halb. Darauf erstmal Kaffee und keinen Blutdrucksenker. Wenn ich genug und durchgehend schlafe, ist der Blutdruck immer unten. Ja ich verfolge immer noch den Verdacht, dass mein Blutdruckproblem eher seelisch als körperlich ist, wer ständig Angst- und Panik hat und schlecht oder gar nicht schläft, der hat halt hohen Blutdruck und Herzrasen. Angst- und Panik habe ich schon eine Weile nicht mehr, aber dafür Schlafprobleme. Bin stolz, dass ich bei den Neuroleptika kaum hochgegangen bin trotz all der Probleme, ich will kein Zombie mehr sein, dann lieber wach und ängstlich und ein paar Blutdrucksenker. Mal sehen, was die neue Ärztin am Montag dazu sagt. Vielleicht versteht die, dass Körper und Seele zusammen gehören und Ursachen für Symptome in beiden Bereichen zu suchen sind. Dieses System wir haben Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele ist einfach Schwachsinn.

Habe vorhin Vogelzwitschern gehört, jetzt abgelöst von den Krähen, die wieder alle verscheucht haben. Ja Krähen sind faszinierende Vögel, aber nicht, wenn sie alle anderen verscheuchen. Die sozialpsychiatrische Versorgung in Berlin ist seit Corona am Zerbröckeln, immer weniger (entspannte) Leute arbeiten in dem Bereich, also können Leute mit Hilfebedarf froh sein, wenn überhaupt wer kommt. Das hat dann alles weniger mit selbstbestimmten Leben zu tun, das hat was mit „Friss oder stirb!“ zu tun. Schwierig das meinen Kunden nah zu bringen, ohne dabei unfreundlich zu werden. Manchmal erinnert mich das an ein Kind, das Geburtstag hat und eine Party und Torte erwartet und dann feststellen muss, dass es weder Party noch Kuchen gibt, sondern nur einen weiteren Tag.

Dazu passend singt Phil Collins….

Schlaf, Wäsche, Urinstinkte, asexuell, fett und Celeste

Guten Morgen, endlich mal wieder 7 Stunden geschlafen, ist das schön. Stille in der Stadt bei grauem Ambiente. Gestern nur spazieren gewesen und sonst nicht viel, geschlafen und gekocht und sinnlose Serien auf Netflix geschaut. Immerhin auch zwei Telefonate und Mails geschrieben, aber mehr dann nicht an Sozialkontakten. Krähen kreisen und schreien den Himmel an. Immer noch nicht durch mit der Wäsche, es trocknet zu langsam, Geduld, Geduld. So viel Wäsche wäscht sich halt nicht an 1-2 Tagen, ein Trockner wäre jetzt wirklich eine tolle Sache, alternativ nehme ich auch einen heißen Sommer. Heute dann schwimmen, aber zum Glück später, aktuell schaue ich noch verkniffen in die Welt. Der Vogel meint was sagen zu müssen, schade, es war so ruhig. Der Kaffee schmeckt und ich vermisse gerade niemanden. Die eigentlich beste Freundin meldet sich aus der Versenkung und hat neue Musik für mich. Ihre Trefferquote für neue Musik für mich ist sehr hoch. Mir neue Musik anzudrehen ist nämlich nicht so einfach. Celeste ist auf jeden Fall gemerkt und aufgenommen in meiner Sammlung. Die Freundin trauert darum nicht in die Clubs zu dürfen, fast ihr ganzes Sozialleben findet in Clubs statt. Zum Glück bin ich nicht so abhängig von Clubs. Medizin zum Morgen genommen, jetzt erstmal Ruhe im Karton.

Die Sachen der Mutter passen zum Teil nicht, ich bin zu fett geworden, danke Krankheit, danke Pillen, danke Corona Homeoffice, wo essen und schlafen meine wichtigsten Tätigkeiten waren. Was ist der Mensch schon ohne Gefühle und Sozialkontakte? Richtig ein Wesen, das schläft und frisst. Schlafen, ficken, fressen, die Urinstinkte des Menschen, gefühllos und asexuell durch Medikamente, bleibt dann nur noch schlafen und essen. Diese Kastration durch Psychopharmaka finde ich immer noch nicht zufällig, auch wenn es als Nebenwirkung gilt. Früher wurden psychisch Kranke ganz offiziell sterilisiert oder kastriert, heute hat man Pillen dazu und nennt es Nebenwirkung. Das neue Jahr, es ist mir irgendwie egal, die einzige gravierende Veränderung ist, was am ersten auf meinem Konto passiert.

Frühstück wäre ein Thema, bleiben wir vernünftigerweise bei Müsli, mit extra Banane und vielleicht Nüssen. Und lassen wir dazu die für mich neue Celeste den Tag besingen:

Musikloser Gruß

Ein Gruß aus der Nacht, heute Nacht nicht so wunderbar, der Mann störte mit Heizung an und aus in der Nacht. Im Homeoffice mehr gemacht als geplant, aber insgesamt nicht viel. Gekocht Lachs mit Kartoffelecken und Salat. Spülmaschine lief dann ständig gestern, den zu zweit fällt halt sehr viel Abwasch an. Gerade Schmerzen, hoffe, das geht wieder weg. Schlechtes Gewissen wegen des Freundes, der Geburtstag hatte, gestern nach der Arbeit neben dem Mann eingeschlafen, statt zu spazieren. Abends Filme geguckt, aber Filme in Englisch finde ich dann irgendwann anstrengend, auch mit Untertiteln. Heute wieder Homeoffice, aber nur einen Termin, mal sehen, wie es wird. Ich bin so müde. Dem Mann geht es schon etwas besser, nachdem er gestern den ganzen Tag verschlafen hat. Heute Abend Pizza mit dem Vater, mal sehen, wie das wird. In letzter Zeit immer weniger gemeinsame Sonntage. Mit der Musik immer noch auf Kriegsfuß, alles passt irgendwie nicht mehr. Ein Leben ohne Musik, aber eigentlich nicht denkbar für mich.

Sprachlos, mit Schmerzen in der Nacht, nicht so wunderbar, immerhin Blutdruck unten, vielleicht gehe ich wieder ins Bett, schlafen, alles verschlafen, wie schon mein ganzes Leben, aber da spielte früher wenigstens Musik.

Nacht, die Party, Sandmann, Weihnachtsessen und Pink

Ein Gruß aus der Nacht, keine Ahnung warum ich wach bin, aber gut, so ist es halt. Der Mann ist krank, also heute Konzert allein? Irgendwie werden gerade alle um mich herum abwesend durch Erkältung. Der Kaffee schmeckt in der Dunkelheit und das linke Bein macht Probleme. Das Essen gestern war gut, aber heute vielleicht doch mal frei kochen? Es gibt noch Kassler und Sauerkraut. Gesehen gestern Abend „Matrix“, der erste Teil, wie viel man von einem Film nach Jahren vergisst. Ich bin ja immer noch dafür: „Wer eine Party nicht mag, sollte sie verlassen dürfen, ohne Sanktionen.“ Heute viel vor, aber mit mitten in der Nacht wach sein, nicht gerade in Bestform, als wollte mich jemand von meinen Tagesplänen abhalten. Vielleicht ist der Sandmann ja sauer auf mich, kommt vorbei, aber macht nur den halben Job. Also klein, mit rotem Mantel, wie aus dem DDR-Fernsehen ist der sicher nicht.

Später schwimmen, mal sehen wie es heute wird und was die Omas sagen, wenn ich mit ihnen schwimmen will. Irgendwo heute noch einen Schnelltest machen, denn ich möchte heute zu einer Comedy Show mit 2 G plus Auflage. Weihnachtseinkäufe gestern online erledigt, genug Essen und Süßigkeiten für alle beteiligten Männer und mich. Es wird wohl am 24.12. Lammkeule mit Rotkohl und Klößen geben und am 25.12. dann Raclette. Ein Gulasch wäre auch noch möglich. Gestern wenig, aber sehr intensiv gearbeitet, sehr mitteilsame Frauen am Telefon. Geduld, Geduld, die müsste man kaufen können, wäre dann aber sicher immer ausverkauft. Nirgendwo gewesen gestern, außer beim Müll, muss auch mal sein, aktuell bin ich wirklich keine Stubenhockerin. Eher die Frau, die vor Kopfkino und dem totalen körperlichen Verfall davon läuft. Vielleicht auch auferstanden aus Ruinen.

Rauchen macht heute früh keinen Spaß, ich denke ein gutes Zeichen, nach dem Schwimmen bestimmt wieder gar keine Lust mehr zu rauchen. Die Kerze leuchtet in der Dunkelheit und aktuell treffen die Songs von Pink meine Stimmung ganz gut, deswegen der perfekte Song zum mittlerweile Morgen:

Terminkalender, Dunkelheit, Heizung, Zeit und die Nachricht

Guten Morgen, es wird Zeit das die Arbeitswoche vorbei ist. Mein Terminkalender sagt nur anderes. Gestern anstrengender Tag, zu spät zu Hause, Pizza erstmalig nicht fertig, als der Vater (pünktlich!!) kam. Letztes Weihnachtsgeschenk für den Vater erhalten, dank Nachbarin. Das mit dem Päckchen bei den Nachbarinnen abholen klappt hier eigentlich. Freut mich, dass sie auch was für mich machen. Spät oder sollte ich besser sagen früh schlafen gewesen, ist immer so wenn ich noch bis 21/22 Uhr Besuch habe, ich kann danach nicht bald schlafen gehen. Der beste schwule Freund hat bald Geburtstag und lädt zum Spaziergang ein, ich habe beschlossen ihn kulinarisch zu beschenken, denn er kocht auch gerne. Nicht geschafft mich um meine Schüler zu kümmern, das wird schon noch. Gerade ist mein Leben voller Termine, was freue ich mich auf die Ruhe zwischen den Jahren. Es ist noch dunkel, aber es dämmert, keine 8 Stunden Licht am Tag ist schon eine Nummer, mit der man klarkommen muss. Ein alter (Handwerker) Freund hilft heute dem Vater oder besser seinen Nachbarn, die Heizung ist ausgefallen in dem Haus, schlechter Zeitpunkt so im Winter. Obwohl ich finde es nicht so kalt gerade, ich weiß aber, dass viele Leute das anders empfinden. Heute zum Glück Homeoffice, keine Lust allein im Büro zu sein, keine Lust auf den Fahrtweg, heute ist der Tag wo ich zu Hause sein darf.

Morgen voller Terminkalender und Sonntag zum Glück frei, dieser ganze Kosmetikkram die letzten Wochen hat mir regelmäßig meinen Montag und damit mein Wochenende zerstört. Musik immer noch ein schweres Thema, nichts passt und auch der Suchtfaktor Facebook ist gerade eher zu meiden. Auch Herr Zuckerberg darf mir meine Zeit nicht mit großteils Schwachsinn rauben. Der Kaffee schmeckt und heute wird wieder richtig gekocht, die Pizza gestern war nicht der Hit, heute lieber vegetarisch, asiatisch. Gerade keine Proteste oder Nachrichten an die Welt, außer vielleicht eine ganz alte:

Zwischen wach, Formularhaufen, Italienisch, Comics und Musik

Ein Gruß aus der Nacht. Zwischen wach würde ich sagen. Gestern ganz nett im Büro, aber einen viel zu hohen Formularhaufen ausgefüllt. Ich bezeichne mich zwar als Papierkriegerin, aber 90 Minuten am Stück Formulare ausfüllen ist dann doch grausam für alle Beteiligten. Da kam auch mir der Gedanke auf: „Ich muss weg!“. Supervision ist dann ausgefallen, wie auch schon meine Massage diese Woche, wunderbar, wenn hilfreiche Termine ausfallen. ^^ Heute nochmal Büro, aber aktuell bin ich lieber im Homeoffice, da bin ich derzeit auch effektiver. Die Pizza für den Vater dann gestern auf heute verschoben, ich war zu müde nach der Arbeit, um dann noch stundenlang auf Essen und Gesellschaft zu warten. Stattdessen sehr lecker italienisch gekocht und baden gewesen. Ich liebe die italienische Küche und kann sie auch erstaunlich gut kochen, auch schon vor der Zeit mit dem Italiener hier in Berlin, der immer für mich kochte. Mein Gesicht ist immer noch nicht in Ordnung, also so schnell mache ich das nicht mehr, ich denke ich kann froh sein, wenn ich Weihnachten wieder normale Gesichtshaut habe. Die Kollegin sollte gestern entbunden habe und ist jetzt hoffentlich Mutter eines gesunden Sohnes, das Team möchte sie noch beschenken.

Schwacher Kaffee schmeckt, ich will nichts riskieren, obwohl die Blutdruckwerte die letzten Tage unten sind. Manchmal stelle ich mir meinen Kopf wie im Film „Alles steht Kopf“ vor. Kleine Wesen, die in meiner Schaltzentrale irgendwelche Diskussionen führen. Alternativ passt auch Mr. Incredible, besonders die Szene wo er nach langer Pause, viel zu alt und zu dick versucht wieder in seinen Superheldenanzug zu schlüpfen. Meine Mutter liebte den Film und der Vater fand ihn auch lustig. Die Stille der Nacht hat auch was, keiner stört in der Dunkelheit. Mit meiner Musik noch nicht im Reinen, irgendwie passt nichts mehr, weder Rock, noch Soul und auch nicht die Klassik, alles klingt wie eine Lüge. Dann halt nicht und zu ganz anderer Musik gewechselt:

Ich gehe dann mal wieder ins Bett…..

Scheißtag, gekocht, Musik, Wissen und Billie Eilish

Guten Morgen, war das ein Scheißtag gestern. Da hilft nur eins: „Schlafen“. Nach der Arbeit also noch gekocht und schlafen gegangen. Leider oder zum Glück viel zu lange geschlafen und erst wieder gegen 22 Uhr erwacht. Machte aber nichts, wach gewesen und wieder schlafen gegangen. Jetzt fühle ich mich schon besser und ich schaue auf ein verschneites Berlin. Es ist sehr kalt, sogar für mich, die sonst auch schon mal bei 15 Grad im T-Shirt rumsitzt. Weiter mit dem alten Kollegen geschrieben, er hatte neue Musik für mich, eine erstaunlich hohe Trefferquote bei ihm 7 von 9 Lieder für gut befunden. Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Azubi immer seine CDs kopiert hatte. Budget für eigene neue Musik hatte ich nämlich nicht. Ja damals in den Zeiten, wo man noch für Musik zahlen musste. Dass man heute mit einem Internetzugang legal an unglaublich viel Musik umsonst ran kommt, ist schon eine Verbesserung. Mit dem Internetfreund gechattet, er macht jetzt nächtliche Spaziergänge, darauf würde ich ja selber nicht so kommen, nachts bin ich zu Hause. Stelle ich mir aber nicht schlecht vor, draußen zu sein, wenn alle schlafen. Aktuell bin ich aber eher die Frühaufsteherin, die dann lieber tagsüber durch die Gegend rennt, auch wenn dann zu viele Mitmenschen stören. Die Arbeit war gestern ok, auch wenn ich verwirrt war, der Schädel brummte und ich mich schwindelig fühlte.

Einen Erwerbsminderungsrenteantrag für einen Ratsuchenden ausgefüllt und noch eine Beratung zum Thema Assistenz. Mehrfach von vielen Seiten gehört, dass mein Fachwissen nach bald 4 Jahren Beratung ziemlich groß ist, mir fällt es nur manchmal schwer meinen Gedankensturm zu strukturieren. Oft rede ich dann erstmal und strukturiere später. Den Mann gestern dann nicht getroffen, ich wollte nur schlafen und mein Essen hätte ihm eh nicht geschmeckt. Ich habe den Eindruck, dass mir die Kochboxen guttun, seitdem ich regelmäßig damit koche und esse, nicht mehr zugenommen und weniger Magendarmprobleme. Heute Homeoffice mit vielen Telefonterminen, ich hoffe, die Nachbarn unterlassen das mit der Trillerpfeife, um meinen Vogel zum Ausrasten zu bringen. Sehr störend einen Vogel mit 120dB im Hintergrund zu haben, wenn man telefoniert. Wohl ihre Art gegen mein Homeoffice zu protestieren. Morgen dann Schwimmbad, ich ahne schon ich werde sehr über meine Kondition enttäuscht sein, dann halt Oma schwimmen. Auch werde ich mich sicher schämen, also am besten unsichtbar ins Wasser steigen und dann da bleiben, bis die Zeit abgelaufen ist.

Der Kaffee schmeckt, die Straße rauscht und ich höre neue Musik, zu früh, um jetzt schon zu arbeiten, aber ich glaube einer meiner Schüler hat mir was geschickt, was ich noch lesen könnte. Für den Tag sagen wir „Hallo“ zu Billie Eilish in meiner Musiksammlung:

Nacht, Kosmetik, Allergie, tragende Unterstützung und Zombie

Guten Morgen, wach in der Nacht, mit immer noch gerötetem Gesicht. Gestern, die Kosmetikerin hat sich sehr über mein Gesicht hergemacht. Die Nachbarn sind auch schon wach, vielleicht hat mich das geweckt. Der Kaffee schmeckt und heute wartet später Homeoffice. Gestern gab es dann Döner, Hunger und keinen Bock zu kochen. Ab heute gibt es wieder eine Kochbox. Mit dem Mann nicht soviel Kontakt gerade, er ist beschäftigt mit Arbeit, ich mit meinem Kopf und meiner Seele und ebenfalls Arbeit. Aber ich bin trotzdem nicht allein, genug andere Kontakte gerade. Ziehen wir die Arbeitswoche durch und hoffen auf das Beste, so wenig Drama wie möglich. Blutdruck die Tage zu hoch, aber noch nicht gefährlich, ich habe aber einen Blick darauf. Zum Glück habe ich die Pillen, sonst wäre das gerade sicher gefährlich. Nase verstopft, ich brauche mein Spray, schlimm in Corona-Zeiten ständig eine verstopfte Nase zu haben, alle befürchten das Schlimmste, nicht eine Allergie.

Rauche zu viel, esse noch gemäßigt, aber immer noch zu viel. Gestern eine Lebensmittel-Lieferung, eine komplette. Die Straße rauscht, die Vögel schweigen zum Glück, eine Kerze begleitet meine rauchende, Kaffee trinkende Schreiberei zum Morgen. Einen weiteren BH bestellt, ich bin aus dem Alter und Format raus, um billige BHs zu tragen, ich brauche keine Nippelabdecker, ich brauche tragende Unterstützung, die durchhält. Also jetzt in die Traditionsmarke „Triumph“ investiert und bisher sehr zufrieden. Weihnachten, Weihnachten, ich denke dieses Jahr haben wir gute Chancen auf weiße Weihnachten, ein Wunsch von mir, der schon lange nicht wahr geworden ist. Die letzte weiße Weihnacht liegt 10 Jahre oder mehr zurück? Den Abend gestern mit Musik verbracht und ein bisschen Fernsehen, aktuell schnell Reizüberflutung. Die Oase ist dann mein Bett. Gar nichts und sehr viel passiert, ein Krieg in meinem Kopf, meinen Erinnerungen und die Realität, die verändert werden möchte. Immerhin kein Medikamenten-Zombie mehr, aber dieser Song passt trotzdem:

Gegessen, Medis, Mutter, stolz und Berge

Guten Morgen, ganz passabel geschlafen und zu früh wach. Gestern der Kosmetiktermin ist zum Glück ausgefallen, wäre mir gestern auch nichts gewesen, der Termin beim Arzt reichte als tägliches Ausflugsziel. Danach dann Döner und später das hier gekocht. Heute Homeoffice mit Supervision, ich glaube damit könnte ich heute alleine sein, weil sonst keiner da ist. Da ich aber gerade die meiste Arbeit alleine mache, auch angemessen? Viel Musik gehört und nur wenig Fernsehen gesehen und relativ früh schlafen gewesen. Erstmal alles sacken lassen und notfalls mehr Tropfen für mich, der Arzt hat mir gestern ein Rezept gegeben. Es ist noch dunkel, die Straße rauscht und ich mag mein „neues“ Wohnzimmer. Beschlossen eine neue Handtasche zu tragen, ich kann nicht ewig alle Sachen meiner Mutter auftragen, das mochte ich schon zu ihren Lebzeiten nicht und fühlte mich dann verpflichtet nach ihrem Tod? Ich habe den Eindruck, so halte ich sie irgendwie mehr in Erinnerung, aber die Sachen sind und waren nie ich. Die einzige Ausnahme sind ihre Anfertigungen, das sind wenigstens Einzelstücke, nicht ganz mein Geschmack, aber einzigartig wie ich.

Der Kaffee schmeckt und ich bin eine neue Frau in Werdung, vielleicht auch eher die alte Nadine? Überhaupt Nadine? Ich lachte früher schon herzlich über den Witz: „Wer bin ich? Und wenn ja wie viele?“ Meine Mutter und ich waren immer ein Stück eine Person, vielleicht fällt es mir deswegen so schwer sie endlich loszulassen. Mit ihrem Tod bin auch ich ein Stück gestorben. Sie ist immer noch die Hälfte, die ich vermisse. Für mich ist sie immer noch da, auch wenn sie sonst keiner sieht und fühlt. Frau kann schreiben und denken über sie was man will, aber im Zweifelsfall war sie ein kämpfender Schutzengel für mich. Heute spiele ich für viele Schutzengel, aber wer schützt mich? Da fällt mir in Berlin nur mein Stiefvater ein, vielleicht auch mein Bruder, wenn der mal was mitbekommt. Einer meiner Onkel aus er alten Heimat vielleicht auch, während ich meine Oma vergessen kann. Für meine Oma war ich immer das unerwünschte Kind und die Schande der Familie Teil 2 nach meiner Mutter. Wir waren die schwarzen Schafe und irgendwann auch stolz drauf. Das ist eine gute Erinnerung an sie, neben der ganzen Vernachlässigung und Gewalt, sie hat mich gelehrt stolz darauf zu sein, ein Outsider, ein Freak ein Halbblut zu sein. Vielleicht auch ein Grund, dass schwule Männer sie liebten. Dieser Teil von ihr muss unbedingt überleben, der Glaube, dass jeder einzigartig und wertvoll ist und stolz darauf sein kann.

Ich glaube ohne diesen Glauben, wäre ich nie so weit im Leben gekommen, zu viele Hater in meinem Leben. Genug Mutter Gequatsche für heute, das Leben geht weiter und kein Berg wird je zu hoch sein….

Schlechte Nacht, November, große Träume und Spätschäden

Guten Morgen, nein eigentlich nicht so gut, konnte die Nacht nicht ein- und durchschlafen. Eine sehr müde Frau mit dicken Augen schlürft also gerade Kaffee und ist sehr froh über das Homeoffice heute. Jetzt gleich im Bus sitzen unrealistisch, jetzt gesehen werden, unangenehm. Hoffentlich kommt der Vater heute wie angekündigt, es gibt immer noch die Mission „Fernseher an der Wand befestigen“. Ein grauer Novembertag grüßt, keine Ahnung warum ich im November Geburtstag haben muss, es ist ein Arschloch-Monat um Geburtstag zu haben, mein ganzes Leben. Heute einige Termine, aber zum Glück keine Videokonferenzen, obwohl doch am Abend, hoffentlich bin ich bis dahin wach und etwas hübscher als gerade. Gestern wieder schlechte Nachrichten für mich und Kopfkino in der Nacht, na immerhin beim Mann läuft es. Gekocht und gegessen, Wraps mit Pilzrührei, war lecker.

Erinnerungen an mein altes Ich beschäftigen mich, was war ich doch mal für ein größenwahnsinniges Mädchen. Große Träume, große Pläne und dann kam Berlin. Immerhin ich habe überlebt bis hierhin. Dieser Glaube an mich selbst, wie groß der noch bis in meine Teenagerjahre war, doch dann traf ich Menschen, die andere Vorstellungen hatten. Irgendwie auch ein Fluch eine sehr hübsche junge Frau gewesen zu sein, alle haben mich auf mein Aussehen reduziert, keiner sah, wer ich noch bin. Zurück zu Gegenwart, überlebend in Berlin und nicht mehr so hübsch, aber dafür schlauer. Naivität war gestern. Hatte ich mir anders vorgestellt mein Leben, aber es ist, was es ist. Keine Ahnung was aus dem Sonntag wird, es gibt aktuell keine nutzbare Küche in der Elternwohnung mehr, also auch kein Sonntag mit dem Vater? Morgen werde ich wohl doch ins Büro fahren, zu viel zu Hause und irgendwer muss nach der Post schauen und die Datensicherung machen. Meine Hände tun weh, vielleicht doch Spätschäden von den Medis? Früher Tremor heute Schmerzen? Ich bin zu jung für solche Beschwerden.

Egal aufwachen und auf in die Arbeit und bis dahin alte Musik von meiner ehemaligen Heldin Mary J. Blige: