Notfallpläne, Medikamente und Vater

Mahlzeit, heute früh alles Corona und noch ein bisschen gestohlene Zeit mit dem Liebsten. Notfallpläne müssen her, nicht nur für die Arbeit. Der Tiefkühler und der Kühlschrank ist randvoll, Hunger werde ich/wir nicht so schnell haben. Auch reichlich Klopapier ist da, einzige Unsicherheit besteht wegen meiner Medikamente, ob die weiterhin lieferbar sind. Gerade beim Vater, alles gut soweit und der Hund ist heute verfressen. Auf in den Tag, wir schaffen das und auch die Rentner werden überleben.

Ausgeschlafen, Paket, Freunde und Vater

Grauer Morgen, aber endlich lange geschlafen, zwar wieder wach um acht, aber wieder hingelegt. Wenigstens am Sonntag will ich ausschlafen. Gestern auf Arbeit nicht viel passiert, nur kurz da gewesen und mit der Ehrenamtlichen unterhalten. Danach einkaufen und nach Hause Pakete einsammeln. Meine (Asi-) Nachbarin hat ein Paket für ihn angenommen und fragte mich mehrfach, ob er mein Mann sei, keine Ahnung warum sie wissen wollte, ob wir verheiratet sind. Es schien fast so, dass sie seine Pakete nur an die Ehefrau rausrückt. Nächste Woche habe ich zwei Treffen mit Freunden geplant, die letzten Monate des Zusammenlebens, habe ich meine Freunde vernachlässigt. Das darf eigentlich nicht passieren und geht gar nicht, wegen der Beziehung die Freunde nicht mehr sehen. Sollte die Beziehung mal nicht gut laufen oder sogar in die Brüche gehen, sind es die Freunde die einen auffangen, aber auch nur, wenn man sie vorher nicht total vernachlässigt hat. Die Beziehung der besten Freundin kriselt, es könnte sein, dass sie bald wieder Single ist und dann muss ich für sie da sein. Der beste schwule Freund ist verwirrt wegen Liebesdingen, Themen bei denen ich eigentlich die Zuhörerin bin. Nächste Woche werde ich Zeit für beide haben. Beziehungsmässig geht es mir gut, bei mir gibt es keinen Streit und auch keine Trennung, im Gegenteil, vielleicht steht dieses Jahr noch eine Hochzeit an. Heute zum Vater, ich muss mit ihm über meine Gefühle wegen der Neuen sprechen und später werden wir mit Freunden und Hund über das Tempelhofer Feld spazieren. Die Blutdruckwerte sind seitdem er und der Hund weg sind wieder deutlich geringer, Mitbewohner zu haben, scheint mich aufzuregen. Aber die Konsequenz, dass ich alleine gesünder lebe, möchte ich nicht dauerhaft ziehen. Auf in den Tag, alles wird gut, weitermachen.

Monster

Ich nenne den Hund ja manchmal Fellmonster. Das ist lieb gemeint, denn er ist ein wirklich lieber Hund. Das irgendwer in ihm ein richtiges Monster sehen könnte war mir bisher fern. Bis heute. Ich wollte eigentlich schlafen, der Hund grub und dann klingelte es. Die Asi-Nachbarin und Mutter von unter mir. Das Graben des Hundes würde ihren Kindern Angst machen. Sie hätten Angst, dass sich ein Monster durch die Wand gräbt. Ich sagte ihr, dass ich das nicht wirklich vermeiden kann, aber dass der Hund morgen früh wieder auszieht. Monster, unser Hund das Monster. Ist schon interessant wie die lauteste Familie im Haus, so empfindlich auf das Graben des Hundes reagiert.

Frei, Schlüssel, Schönefeld und Gespräch

Guten Morgen, viel zu früh für einen freien Tag, aber wach ist wach. Kurze Nacht, aber ohne Störungen, heute kein Graben, kein Kotzen. Die Hundesitterin hat den Schlüssel zurückgegeben, sehr gut, es ist nämlich sein Schlüssel und ihm kurz nach dem Auszug die Schlüssel wegzunehmen, empfinde ich als falsches Signal. Gestern endlich ein ruhigerer Tag für mich, nur eine Beratung, die zweite fiel aus und endlich Zeit Beratungen per Mail abzuarbeiten. Erleichterung, es ist nämlich nicht angenehm, zu wissen, dass da immer Leute auf Antwort warten, aber man kommt nicht dazu. Ich hoffe, er ist von seiner Nachtschicht sicher nach Hause gekommen und schläft jetzt. Einen schwarzen Mann nachts allein in Schönefeld rumrennen zu lassen, halte ich für riskant. Die Ehrenamtliche wünscht ein Dreier Gespräch mit der Projektleitung, ich vermute, weil ich auf ihre Entschuldigungen nicht reagiert habe und sie sich jetzt Sorgen macht. Diese Woche war eine Antwort an sie, aber einfach keine Priorität, ich will keinen Krieg gegen sie führen. Morgen wird der Hund wieder abgeholt, wahrscheinlich werde ich ihn vermissen, aber gleichzeitig erleichtert sein. Heute nichts groß vor, einkaufen und ein langer Spaziergang mit dem Hund im Wald ist geplant, mehr nicht. Der Hund liegt wärmend auf meinem nackten Fuß und schnarcht, ich würde gern auch soviel schlafen wie er. Auf in den Tag, auf in mein langes Wochenende, alles gut.

Kotzen, Schichten und Arbeitslevel

Guten Morgen, auch wenn es gerade nicht so gut aussieht. Immerhin meine Kollegin ist wieder auf dem Damm. Die rief gestern nämlich an und meinte, sie ist vielleicht krank ab heute. Wäre aber blöd, ich will morgen nicht arbeiten. Der Hund hat die Nacht Kotzgeräusche gemacht, aber nicht gekotzt, wach geworden bin ich trotzdem davon. Alles friedlich gerade, der Hund liegt zu meinen Füßen, hatte seinen Morgensnack und der Kaffee schmeckt. Zum Glück kann die Hundesitterin auch heute, es ist alles stressig genug, trotz ausgeprägter Hundeliebe. Er hatte gestern frei, aber heute wieder Tag- und Nachtschicht. Ich muss nur zu meiner Tagesschicht, aber auch das reicht mir. Nächste Woche Personalgespräch, ich werde wohl ansprechen müssen, dass ich derzeit am Limit bin und keine Steigerung möglich ist, ehrlich gesagt kann ich mir noch nicht mal vorstellen, dass mein jetziges Arbeitslevel ein Dauerzustand werden könnte, aber das besprechen wir nächste Woche. Ich liebe meinen Job trotzdem, aber wir brauchen dringend Unterstützung. Heute ist Tag 8 der Hundebetreuung, dem Hund geht es gut, mir nur bedingt, aber ich halte durch. Ich will meine Freiheit zurück, auch wenn die manchmal langweilig ist. Auf in den Tag, mit dem Hund raus und dann zur Arbeit.

Grau, Erklärungen, Kissen und Hundesitterin

Ne, ne, heute ist mir nicht nach Morgen, viel zu wenig geschlafen und der Tag grüßt grau. Gestern wieder stressig auf Arbeit, aber noch in einem guten Maß. Heute Nacht hat der Hund nur kurz zum Einschlafen gegraben, ich habe sein Bett ins Schlafzimmer gebracht, ihn geholt, ihm gezeigt, wo sein Bett ist und Ruhe war die ganze Nacht. Die Ehrenamtliche schreibt mir nachts Mails auf die Arbeitsadresse und erklärt sich, ich brauche keine Erklärungen, daneben benommen ist daneben benommen. Ich habe ihn ein Kissen besorgt, denn in seinem Studentenwohnheim gibt es wohl keine Kissen inklusive, also schläft er derzeit ohne Kissen. Ich könnte nicht dauerhaft ohne Kissen schlafen. Mal sehen wie heute wird, es wird wohl voll im Büro, nicht so prickelnd in einem kleinen Raum zu viert zu sitzen mit dem Hund der Kollegin. Habe mir eine neue Tabaktasche gegönnt, die alte sieht nicht mehr so gut aus und der Knopf fällt fast ab. Die neue ist schwarz gepunktet und ich finde sie toll. Das sollten jetzt aber genug Ausgaben für den Monat sein, jetzt werden nur noch Lebensmittel gekauft. Die Hundesitterin ist jetzt im Einsatz, das gab mir gestern die Chance nach der Arbeit noch zur Apotheke, zum Tierbedarf, zur Post und zur Paketabholung zu gehen. Danke liebe Hundesitterin, es kann nicht sein, dass ich nur auf Arbeit oder bei dem Hund bin. Samstag jetzt frei, das freut mich, das freut den Hund, die letzten Wochen waren sehr anstrengend und diese Woche mit Hund reichen mir 4 Arbeitstage völlig. Er hatte gestern wieder 2 Schichten bei verschiedenen Arbeitgebern, die Zweite war eine Nachtschicht, ich hoffe, es geht ihm gut. Auf in den Tag, nur noch heute und morgen, dann habe ich frei und am Sonntag wird der Hund abgeholt.

Graben, Er und Stress

Guten Morgen, eine Nacht mit vielen Grabeversuchen des Hundes, ich hatte heute Nacht aber eher den Eindruck, das war ein beachte mich graben. War er etwa eifersüchtig auf meinen Freund? Denn als ich heute früh anfing den Hund zu kuscheln und ins Wohnzimmer zu kommen, wurde hier nicht mehr gegraben. Arbeit gestern war stressig, 4 Beratungen in 6 Stunden, kaum Zeit auszuatmen. Es ist schön, dass er da ist, sogar das Schnarchen habe ich vermisst. Heute früh nicht mehr soviel Zeit zum Schreiben, er ist da, der Hund ist da und die Arbeit ruft. Heute sehe ich die Dramaqueen Ehrenamtliche, keine Lust auf Sie. Auf in den Tag, auch diese Woche mit Hund werde ich schaffen.