Ohne Hund, Onkel, Stress und Wasser gegen Haustiere

Guten Morgen, seltsam aufwachen ohne Hund, obwohl das auch stressig war. Der Vater hat den Hund gestern Abend noch abgeholt. Der Onkel rief noch an, um viel zu spät zu einem Geburtstag einzuladen, klar kann ich nicht, aber das war ihm sicher auch klar. Immerhin er hat überhaupt persönlich gefragt. Gestern nach der Arbeit noch mit dem Hund durch den Park gelaufen und anschließend eine 2-stündige Videokonferenz. War beides anstrengend, ich wollte doch nur ruhen und essen, war dann aber beides erstmal nicht. Geld sollte unterwegs sein, wenn die Sächsin von Ebay wirklich überwiesen hat. Mit der untreuen Freundin noch gechattet, sie hat gerade auch zu viel Arbeit und kommt kaum zum Schlafen, das erklärt auch einiges. Eine Präsenzberatung gestern, zu viel erzählt, für die Aufnahmefähigkeit von meinem Gegenüber, aber es gab einen Betreuer der mitgeschrieben hat.

Heute auch früh Büro, keine Ahnung was mit früh ist, aber scheint aktuell normal zu sein. Getestet, aber immer noch kein Corona, aber überall Grippesymptome. Pakete von mir sind irgendwo gelandet, ja ohne Homeoffice, ist bestellen keine so gute Idee mehr. Ein Paket ist in einem anderen Haus in der Nachbarschaft, eines in einem Paketshop der 6 km entfernt ist. Der Terrrorvogel mag auch kein Wasser, die Wasserpistole hilft also nicht nur gegen kratzenden Hund, sondern auch gegen schreienden Vogel. Ich war schon kurz davor dem Vogel ein neues zu Hause zu suchen. Aktuell ab und zu ein zuckendes Auge, noch so ein Frühwarnsymptom, aber ich weiß, dass ich gestresst bin, auch so. Geräte aufladen für den Weg mit dem Bus, ja weder auf Smartphone noch auf iPod möchte ich verzichten. Dann kann ich genau wie die anderen blind, taub und stumm im Bus sitzen. Die Frage zum Frühstück bleibt unbeantwortet, entweder Bäcker oder jetzt noch was zubereiten. Gestern Abend gab es nur noch Nudeln mit Pesto.

Heute noch zur Apotheke und zum Supermarkt, mit Hund dabei darf man eigentlich nirgendwo rein, auch nicht zum Bäcker. Versuchen wir es mit guter Laune, um den grauen Tag zu verscheuchen…

Hund, Büro, Bulgur und 7-Tage-Woche

Guten Morgen mit Hund, das hatte ich mir alles anders vorgestellt. Besonders gestern Abend, als der Hund mal so spontan nach seinem Essen früher rausmusste. Keine Ahnung wie ich den jetzt ins Büro kriege, der Vater hat den Maulkorb vergessen. Heute viele Termine, ich hoffe, ich darf mal eine Beratung allein machen (ohne Azubi). Das stresst ständig unter Beobachtung zu sein. Geplant heute früh auf Arbeit, früh heim, denn abends noch eine wichtige Videokonferenz. Der Kaffee schmeckt und der Hund chillt, noch keine Ahnung was ich mit seinem Frühstück mache. Er hat vor meinem Bett geschlafen, das war sehr beruhigend, auch wenn ich weiß, dass er nicht als Wachhund taugt. Gestern viel gearbeitet und danach in den Wald, das hat uns beiden gutgetan. Ich sollte viel öfter in den Wald, auch ohne Hund. Gekocht mein vorerst letztes Dinnerly Menü, Bulgur mit Hackbällchen. Das mit Bulgur und Couscous hatte ich mir schwieriger vorgestellt. Nichts vom Mann gehört, mich aber auch nicht gemeldet, keine Lust und er hat halt seine 7-Tage-Woche und ich aktuell auch. Diese Woche gar keinen Tag frei, erst wieder Montag, aber nur tagsüber. Wird Zeit für Ruhe, alles zu aufregend gerade. Blutdruck normal und ich verpennt. Gestern ein Selfie des Horrors im Wald gemacht, war ich deprimiert, aber auch scheiße müde und das sah man. Heute früh geht es schon wieder, immer noch dicke Frau, aber ohne Augenringe und Müdigkeit im Gesicht. Auf in den Tag mit Hund, gerade nicht viel zu erzählen, weil so beschäftigt. Bude sieht schlimm aus, ich sehe schlimm aus, alles sieht gerade schlimm aus und ich mache dann mal weiter…

Homeoffice, Squid Game, alte Kinder und zu jung

Guten Morgen, zu wenig Schlaf, aber heute Homeoffice also ist auch ein Schläfchen später möglich. Heute kommt der Hund zu mir, aber nur tagsüber, so blieb mir der nächtliche und extreme frühe Spaziergang mit dem Hund erspart. Gestern leider nicht viel hingekriegt, beim Arzt gewesen, eingekauft, geschlafen und telefoniert und gechattet. Die seltsame Nachbarin hat ein Paket für mich angenommen, unangenehm dort zu klingeln. Amazon versendet gerade wieder mit DHL und nicht mit dem eigenen Boten, dafür hat frau aber kein Prime, um ein Paket irgendwann im Paketshop abholen zu können. Gestern auf Empfehlung in „Squid Game“ hereingeschaut, was für ein kranker Scheiß. Asiaten in Serie brutal ermorden, vielleicht lustig für andere, verstehen brauche ich das nicht. Keine Ahnung was Zuschauer daran gut finden, ich habe genug gesehen und wechsel dann auf den Disney Channel. Mit der Käuferin gestern noch gechattet, hoffentlich klappt das alles reibungslos, eine Last auf meinen Schultern weniger, wenn das Lager geräumt ist, ich habe dann nur noch ein Kanapee dort stehen.

Gegessen gestern noch Reste vom Curryreis und später Fisch und Kartoffeln, keine Lust zu kochen. Der Kaffee schmeckt und es dämmert gerade. Erwachsensein, das hatte ich mir lustiger vorgestellt. Fakt ist aber, sowas gibt es vielleicht gar nicht, sondern nur ältere Menschen die sich den Erwartungen angepasst verhalten. Die meisten wollen doch nur überleben und nicht erwachsen sein und spielen dann halt die ihnen zugewiesene Rolle. Nach außen hin bin ich vielleicht erwachsen: Ich habe eine Wohnung, Arbeit, einen Ehemann, aber innerlich bin ich immer noch Pippi Langstrumpf, alternativ auch Ronja Räubertochter. Die Müllabfuhr macht Lärm, vielleicht habe ich einen neuen alten Duft für mich gefunden, ich hatte den Duft schon mal in meinen 20ern versucht, aber damals fühlte ich mich zu jung dafür, heute passt es. Stichwort zu jung, die Jukebox im Kopf spuckt diesen Song des Tages aus:

Bewaffneter Morgen, Hund und nix kaufen

Guten Morgen, bewaffnet in den Morgen, bewaffnet mit einer Wasserpistole, für oder gegen den Hund, wenn er wieder kratzt. Ansonsten aber friedlich hier, das haarige Wunder kriegt gerade Futter und ich damit Ruhe um zu schreiben? Nachdem es mir gestern wirklich nicht gut gegangen war, heute Homeoffice für mich, ist auch besser mit dem Hund, aber ich denke auch für meine Seele und meinen Körper gerade. Alles zu viel und da ich heute nur Telefon- und Videotermine habe geht das auch. Rücken tut weh, Schultern tun weh, aber nervlich gerade ok. Also bald Arbeit und dann auf in den Tag. Nachmittags dann Spaziergang im Wald, ich denke, das wird auch mir guttun. Die Hälfte der Einkäufe gestern vergessen, so gab es eine improvisierte Thunfischpizza für den Vater. Sachen auf Ebay verkaufen ist anstrengend, dauernd Rückfragen, dauerndes Gefeilsche um jeden Cent. Da kommt auch die Idee auf, einfach alles für einen guten Zweck zu verschenken und seinen Frieden zu haben. Der Mann freut sich über eine Essenslieferung, ich hoffe er kocht was Gutes daraus, eigentlich alles sehr gesund was ich ihm gesendet habe. Der Vater sollte im Zug sitzen und ich war schon mit dem Hund draußen, nachdem der hier Terror gemacht hat. Trage Sachen aus dem Laden meiner Mutter, das ist seltsam, aber meine Art ihr zu gedenken. Warum sollte ich mir neue Sachen kaufen, wenn ich noch ein ganzes Lager davon voll habe? Aktuell also auf allen Ebenen, besser nicht einkaufen, ich habe genug und mehr von allen. Der Hund stresst, ich hoffe, er kommt bald zur Ruhe nach Gassi und Frühstück. Vielleicht bekomme ich dann auch Frühstück? Der Nachbar war noch nicht hier um sich zu beschweren, dieses Mal bin ich aber auch bereit alles Maßnahmen gegen ihn ausführen zu lassen. Blutdruck normal mit dem Blutdrucksenker, deswegen keine Einträge mehr dazu, wären da nicht die Nebenwirkungen vom Blutdrucksenker. Auf in den Tag, vielleicht nachher das hier kochen, Hähnchen und Erdnüsse kommen eigentlich immer gut. Ein Song zum Tag:

Vanillekaffee, Küche, Krähen und Berlin.de

Guten Morgen, endlich Sonntag. Endlich keine Arbeit. Vanillekaffee schmeckt und ich fürchte die Reaktion des Terror-Vogels zum Morgen. Gestern nicht lange im Homeoffice gearbeitet, nix zu tun und keine Lust. Also mit Unterstunden Schluss gemacht und etwas im Haushalt geräumt. Später dann für den verschnupften, schlecht gelaunten Mann Putenoberkeule zubereitet, sein Lieblingsfleisch. Heute das hier für den Vater gekocht, wird aber nicht ganz vegetarisch, denn die Tortellini, die ich habe, sind mit Fleischfüllung oder das was sie so nennen. Alles ohne Lieferung einer Kochbox, ich hatte auch so alles da außer Tortellini und Rauchmandeln. Rauchmandeln sind sehr lecker wie ich feststellen durfte. Ruhig im Haus, außer mein Vogel, ich ahne schon, meine Nachbarn „lieben“ den Vogel auch. Aktuell zwei mögliche Käuferinnen für die Sachen meiner Mutter gefunden, mal sehen was wie zu welchem Preis klappt. Keine Ahnung, ob das heute der letzte Sonntag wird, wo ich ihn ihrer Küche kochen werde, denn bald beginnen die Bauarbeiten in ihrer ehemaligen Küche. Erinnerungen verschwinden, Sie verschwindet. Der Vater nannte die Küche die letzten Jahre auch meine Küche, weil da sonst niemand gekocht hat, dann verschwindet also auch meine Zweitküche.

Nächste Woche übernachtet der Hund bei mir und ich werde ihn mit ins Büro nehmen, die Kollegen freuen sich auf ihn, laut eigener Aussage. Überlegt einen neuen Bodenbelag für die Wohnung zu organisieren, einfach mal mit einem Raum anfangen, die Wohnung ist ja eigentlich ok, aber der Fußboden hier ist so verdammt hässlich. Heute Feiertag auf einen Sonntag, da freuen sich die Arbeitgeber und haben Geld gespart. Kurze Schreckminuten zum Morgen, Zahnschiene nicht finden können und Medikament nicht finden können, aber beides noch gefunden. Gerade nicht die Zeit wo ich ausprobieren will, ob ich auch ohne Zahnschiene und Neuroleptika auskomme. Bauch und Kopf sind sich da einig, dass das notwendige Maßnahmen sind. Glaubt mir zwar kein Pharmareferent oder Arzt, dass meine Dosis was bringt, aber die haben den Kram ja auch noch nie genommen. Eigentlich finde ich, dass jeder der Psychopharmaka verschreibt, sie vorher mal selbst genommen haben sollte, um zu wissen fühlen, was diese unzureichend erforschten Medikamente mit einem machen. Lebensqualität ist nämlich auch Gefühl für mich, Leben ohne Gefühl ist wie lebendig begraben sein.

Zurück zu leichteren Themen, das Wetter, es grüßt kalt und grau und Krähen schreien draußen und verscheuchen wieder alle anderen Vögel in der Gegend. Es ist wie ein Revierkampf, wenn die Krähen kommen und jeden anderen Vogel, der hier chillen möchte, verjagen. Ich finde es schade, denn die anderen Vögel hier sind hübscher, netter und singen besser. Gut das ich heute das Haus verlasse, gerade besser nicht zu viel allein sein, sonst werde ich wunderlich. Doch zugesagt, mich als Pressesprecherin vorzustellen, vielleicht finden die mich ja auch scheiße und geben mir den Job gar nicht. Einem meiner Schüler ein Praktikum bei uns versprochen, mal sehen, wie das wird. Gestern Nacht feststellen dürfen, dass Berlin.de offline war, das finde ich schon ein Ding, wenn die offiziellen Seiten einer Stadt wie Berlin offline sind. Angeblich wegen einem Zertifikatsfehler. Erinnert mich jetzt an den Fehler bei Twoday.net wo kein Geld und keine Men-Power vorhanden war, um rechtzeitig ein neues Sicherheitszertifikat zu kaufen und zu installieren. Dass Berlin pleite ist, ist keine Neuigkeit, aber kein Geld für ein Sicherheitszertifikat? Heute früh geht aber wieder alles, also doch noch ein nächtlicher Einsatz vom Techniker? Auf in Tag oder wieder ins Bett? Frühstück gibt es später beim Vater. Schlafen, ich muss mehr schlafen, die Akkus aufladen und ich lasse dazu Joss Stone den Morgen besingen:

Fleisch, TV, Streik, Medis und Gläser

Guten Morgen, wieder die Nacht verkackt, weil viel zu spät ins Bett. Essen für den Vater gestern auch verkackt, weil das Fleisch schlecht war, anderes auffindbares Fleisch war dann auch hin, als wäre das ein Zeichen endlich weniger oder gar kein Fleisch mehr zu essen. Spät zu Hause gewesen und mit der Freundin in der Türkei telefoniert. Sie ist wieder besser drauf und war sogar hilfreich für mich. Um Mitternacht starteten dann Amazon Warehouse Deals und ich habe es tatsächlich geschafft einen neueren, größeren Samsung Fernseher für weniger als die Hälfte des üblichen Preises zu ergattern. Eigentlich heute zwei Arzttermine, aber uneigentlich haben wir immer noch Streik und keine S-Bahnen fahren, werde wohl nur zum Psychiater und nicht noch zum anderen Arzt, das wird auch so eine Odyssee, weil ich ans andere Ende der Stadt muss. Eigentlich ist mir nämlich nach Ruhe und Schlafen und nicht nach stundenlangen, wirren fahren in den überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln, die noch fahren. Aber zum Psychiater muss schon sein, auch wenn ich dazu erstmal quasi zum Kudamm muss und zwei Busse und zwei U-Bahnen brauchen werde. Eine erwähnenswerte Neuigkeit gibt es auch noch, der Mann weiß endlich, dass ich noch Neuroleptika nehme. Er wusste von meiner Krankheit, er wusste, dass ich früher die Medikamente nahm, aber er wusste nicht, dass ich noch heute mit dem Thema kämpfe und dass meine zum Teil gesundheitlich sehr schlechten Zustände der letzten Zeit von der Reduktion kamen. Er fand es toll, dass ich versuche davon wegzukommen, aber fragte halt auch, warum nicht jetzt alles sofort absetzen? Dass das nicht so leicht geht, habe ich ihn dann erklärt. Ich würde mittlerweile den Entzug von Neuroleptika mit einem harten Drogenentzug vergleichen. Da kann es leicht passieren, dass Körper und Seele völlig abklappen. Für den Moment möchte ich noch etwas abwarten, bevor ich wieder reduziere, es ist zwar alles wieder ruhig und stabil, aber ich traue dem noch nicht. Die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt und ich muss mein Leben auf die Reihe kriegen. Damit meine ich nicht den Beruf, das kriege ich schon hin, sondern meine körperliche und seelische Gesundheit. Ich kann wohl dankbar sein, das sich so bärenstarke Schutzengel habe, die haben mit mir wirklich sehr viel zu tun. Der Hund war gestern sehr kuschelig, ständig stupste er mich an und wollte Nähe, war wunderbar haarig schön, das schlechte Fleisch hat er trotzdem oder gerade deswegen nicht bekommen. Keine Lust auf die Reise durch die Stadt, aber immerhin werde ich Musik dabei haben, vielleicht wird es dann nicht so schlimm. Der Mann wurde von der Nachtschicht nach Hause geschickt, ärgerlich, wenn man dann nachts am Stadtrand steht und irgendwie nach Hause muss. Der Vater hat Schränke ausgeräumt, alte Gläser und Geschirr meiner Mutter. Ich habe ein Glas entdeckt, dass aus einer Zeit stammt, als ich 3-5 Jahre alt war, sofortige Zeitreise in die Küche meiner Mutter aus Kindergartenzeiten. Sie hatte damals die Wohnung aus Sperrmüll eingerichtet und alles mit Lack und Folien aufeinander abgestimmt. Es war eine grün gestrichene Küche mit weißer Folie mit grünen Blumen drauf. Ihr ahnt vielleicht, diese Gläser brauche ich, auch wenn ich sie eigentlich gar nicht brauche. Wenn das so weiter geht, muss ich meine Sachen aus der Küche aussortieren, um für ihre Dinge und die Erinnerungen Platz zu machen. In diesem Fall wohl für die trauernde Nadine sehr gut, dass meine Mutter die Sammelwut hatte und selten etwas weggeworfen hat. Ich hätte nicht gedacht, dass sie noch mindestens 40 Jahre alte Gläser hatte. Neulich einen schönen Witz gelesen zum Thema älter werden und leben: „Jetzt ist es eh zu spät, um jung zu sterben. Jetzt müssen wir es durchziehen.“ Das nehme ich dann mal als mein aktuelles Motto an, den Club 27 habe ich eh verpasst. Jetzt wäre es das nächste Ziel eine süße alte Damen im Schaukelstuhl zu werden. Überlassen wir dazu Beyonce das Wort:

Verpennt, verärgert, Hund und Trommel

Guten Morgen, noch verpennt, denn gestern wieder über das Verhalten der „Lieblingskollegin“ aufgeregt und damit wieder jede Zuversicht für die Arbeit verloren. Der Mann kam dann noch zwischen den Schichten vorbei, der Vater und der Hund auf eine Pizza und es wurde sehr früh in der Nacht. Keine Ahnung wie das alles weitergehen soll, aber vielleicht auch nicht mehr meine Frage. Alles Kindergarten und ich glaube, klein Nadine möchte endlich aus dem Kindergarten abgeholt werden. Mein Herz ist zu schnell, mein Herz hängt an der Arbeit, aber diese ständigen, unnötigen Machtkämpfe, die ständige Wiederholung der immer gleichen Fehler, ich bin aufgeregt und sehr müde zu gleich. Auch sehr enttäuscht von einer ehemaligen Kollegin, deren Weg ich geebnet hatte, sie scheint das schon vergessen zu haben. Kann Sie ja, aber dann vielleicht besser ohne mich? Ich bin da anders, hilft mir jemand grundlegend vergesse ich das nicht. Scheint aber ein Fehler zu sein. Undank ist der Welten Lohn und Unbeholfenheit muss nicht mit Arroganz zum Ausdruck gebracht werden. Egal, nicht das erste Mal, dass ich alles gebe und nichts ernte, mein (wiederholter) Fehler. Immerhin die Sonne scheint, die Temperatur ist angenehm und eine Wespe war gerade hier, ist aber wieder abgeflogen. Heute Liefertag ohne Hund, statt wie ursprünglich geplant, denn der Bahnstreik verhindert die geplante Dienstreise des Vaters, also kann der Hund bei ihm bleiben. Gebe zu, darüber bin ich erleichtert, denn austickende Nachbarn und knapp 30 Kilo Hund über Treppen tragen, es gibt Schöneres! Ich hoffe, der Mann ruht jetzt nach der Nachtschicht. Ich habe heute bisher drei Termine in meinem Arbeitskalender, auch muss ich einen Anruf machen, der mir Bauschmerzen macht. Mit den Kochboxen nicht vorangekommen, zwei Gerichte sind noch zu kochen. Heute vegetarisch oder asiatisch. Eigentlich gestern Spaß gehabt auf Arbeit, Spaß mit den Ratsuchenden, aber nicht mit dem Team. Der Vogel stresst, keine Ahnung warum man jeden neuen Tag erstmal anschreien muss. In über 30 Jahren Vogelhaltung, nie so eine Stressbacke gehabt. Immerhin die 6 Stunden, die ich geschlafen habe, habe ich durchgeschlafen und der Kaffee schmeckt. Na mal sehen, was der Tag bringt, ich hoffe mein Herz erinnert bald nicht mehr an die Dschungel Trommel:

Emma, Eintopf, Stimmen und überleben

Guten Morgen, ich bin besorgt. Ja gestern wurde meine Fröhlichkeit leider stark gedämpft, denn Emma, die Therapiehündin der Kollegin, hat einen Tumor. Oft habe ich mit Emma gekuschelt und gesehen wie sie die Kollegin emotional aufbaute und manchmal auch mich. Sie sollten jetzt in der Klinik sein, ich hoffe die magischen Worte: „Koste es was es wolle“ bringen noch was, falls nicht, wäre es eine Katastrophe. Ich weiß nicht was mit der Kollegin passiert, wenn Emma stirbt, sie ist glaube ich ihre wichtigste Bezugsperson. Ich habe Hilfe angeboten, aber bisher hat die Kollegin sich nicht erneut gemeldet, ich denke ich höre heute erneut von ihr. Die Sonne scheint, ich habe genug geschlafen und es erscheint ansonsten ein schöner Tag, ich muss all das Erlebte bei den Ärzten noch sacken lassen und gelobe Besserung. Gestern frisch gekocht, meinen Eintopf mit breiten grünen Bohnen, Kartoffeln, Hackfleisch und Tomate. War lecker und ist, denke ich auch gesund. Ich muss mein Leben ändern, für mein Leben, aufhören zu rauchen, Gewicht verlieren, sonst werde ich das Rentenalter auch nicht erreichen. Die guten Befunde gestern waren ein Zeichen von „Noch ist es nicht zu spät“ und sind damit meine Chance noch was zu ändern. Meine Hausärztin war sehr erstaunt über meiner Werte, trotzdem Gewicht. Meine Gedanken zum Abend kreisen jetzt weniger um Herrn X und aktuell mehr, um meine Erinnerung an den Fieberwahn (Nahtod?) mit 11 oder 12. Damals hatte ich angefangen mich mit nicht sichtbar anwesenden Leuten zu unterhalten. Das hatte damals aber geholfen, die Stimmen, die ich damals hörte, waren fürsorglich und wollten, dass ich überlebe. Der Vater meinte dazu, dass er mir das auch glaubt, und das es normal sei, dass wenn man tagelang allein im Fieberwahn liegt, sich mit nicht anwesenden Leuten zu unterhalten. Also damals doch keine Schizophrenie? Ich weiß es nicht, aber ich habe überlebt. Heute keine Pläne, eigentlich wollte ich den Tag verschlafen und vielleicht zum Supermarkt gehen, mich erholen, alles sacken lassen und Pläne schmieden, uneigentlich warte ich jetzt auf Neuigkeiten von Emma. Der Blutdruck und Herzschlag ist normal, mein Magen macht gerade auch keine Probleme, die Vögel sind mit ihrem Gepiepse zurückhaltend. Leben eine einmalige Chance, ein Song meiner Mutter dazu, sie hatte auch gute Seiten, sie hat mich zur Kämpferin gemacht…

Gestritten, Büro, Massage und Hund

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, fühle mich aber ganz passabel. Gestern mit dem Vater gestritten, aber auch wieder ein gekriegt und dann doch noch gut unterhalten. Der Vater ist dann erst gegen halb elf weg und ich konnte dann bis zwei nicht schlafen. Heute wieder Büro, leider mit der Kollegin zusammen, mit der es gar nichts klappt, ich hoffe sie sitzt nicht im selben Raum wie ich, sonst wird das ein sehr langer Tag für mich. Erster Termin heute erst 11:30 im Büro, vielleicht mache ich heute auch einfach einen kurzen Tag, habe diese Woche schon extra Stunden gemacht. Blutdruck zum morgen so niedrig, dass ich beschlossen habe meine Pille erst nach dem Kaffee zu nehmen. Der Schatz hat einen Gutschein für seinen Lieferdienst, aber alles dort ist fast doppelt so teuer wie anderswo. Irgendwie stört mich das, obwohl ich ja im Endeffekt nichts zahle. Ein grauer Tag grüßt, ich vermute, es wird regnen. Heute noch zur Apotheke, meine Tropfen holen, mein Körper signalisiert jetzt wieder, dass er seine Tropfen will. Pickel im Gesicht, woher die jetzt kommen keine Ahnung. Gestern gefreut über die Entscheidungen der Chefetage, alles so wie ich es mir gewünscht habe, DANKE! Also erstmal doch weiterarbeiten. Nächste Woche Montag Massagetermin, ich hoffe das wird gut und das ich keinen Kerl kriege, halb nackt vor einem fremden Kerl liegen und sich anfassen lassen, ist dann doch eine Hürde, selbst bei einer Frau, aber eine Massage brauche ich schon sehr lange. Alle diese Krämpfe und Muskelverspannungen durch die Reduktion. Die neuen Kleider sind schön, ich freue mich, dass ich was in meiner Größe gefunden habe was nicht Polyester ist, mir gefällt und zum Geldbeutel passt. Der Hund gestern hat sich geweigert mit mir zu gehen, ich glaube er hat mich mittlerweile vergessen, schade ich dachte er würde mich nicht so schnell vergessen. Auf in den Tag, alles wird gut, irgendwann.

Krank, Benzos und Arbeitsverbot?

Guten Morgen, müde blicke ich drein und jetzt ist auch noch ne Kollegin mehr krank. Wie wir jetzt ihre Arbeit aufteilen weiß ich nicht, ich habe eigentlich schon genug Arbeit die Woche. Der Vater war gestern mit Hund da, aber der Hund fing wieder an zu kratzen und ich hatte Schiss vor der Reaktion des Nachbarn, aber es gab zum Glück keine Reaktion. Aufgaben für die Chefin übernommen, die ich, glaube ich, nicht so schnell lösen kann. Reicht ja auch gestern und vorgestern insgesamt 18 Stunden gearbeitet und nur 12 Stunden geschlafen. Heute Nacht auch nicht viel Schlaf, aber ich werde versuchen mich tagsüber hinzulegen. Der Freund mit Corona nimmt jetzt starke Benzos, Neuroleptika absetzen und Corona haben ist etwas viel auf einmal. Einen anderen alten Freund gesprochen und Nummern getauscht, ich kenne ihn schon seitdem ich 15 bin, eine sehr lange Zeit, die er aber viele Jahre im Knast verbracht hat. Der Kaffee schmeckt und mein Schatz will zur Botschaft, einem Freund helfen. Gestern frische Brötchen geliefert bekommen, es sind noch welche da, aber gerade bin ich nicht hungrig. Muss bald die Kollegin kontaktieren, wir brauchen einen Schlachtplan wie wir beiden Verbliebenen den ganzen Laden wuppen können. Mir geht es na ja, nicht krank werden, aber die Arbeit stabilisiert mich immerhin psychisch. Keine Zeit Paranoia wegen des Nachbarn zu schieben, wenn ich andere unterstütze. Gestern stand die Drohung im Raum, dass wenn ich mich nicht impfen lasse, dass ich vielleicht nicht mehr arbeiten darf, ich hoffe es kommt nicht so weit. Nur noch Homeoffice wäre ja auch eine Lösung, meine Kollegin machen das schon über ein Jahr und wurden zu nichts gezwungen. Ruhig bleiben, einatmen, ausatmen, heute Videoberatung, ich sehe gerade einfach nur scheiße aus, scheiße müde mit tiefen Augenringen. Ich glaube, ich brauche heute Cat Stevens, Musik meiner Mutter, Musik meiner Kindheit: