Heizungsableser, Mentholtabak, Essen und Spätschicht

Guten Morgen, auch wenn ich gerade nicht viel gut finde. Eigentlich hätte ich ausschlafen können, uneigentlich kommt der Heizungsableser vorbei und ich bin verdonnert früh aufzustehen und zu warten. Nicht so gut geschlafen und keine Lust auf Arbeit heute, besonders nicht auf die Spätschicht. Der Hausflur wird gerade laut gereinigt, könnten sie auch lassen, der Unterschied ist kaum erkennbar. Er wird Ende Januar wieder ausziehen und ich weiß nicht, ob ich trauere oder tanze. Ich werde ihn sicher vermissen. Der Tabak ist alle und ich muss auf eine Notreserve Menthol Tabak zurückgreifen, gar nicht so schlimm, perfekt ist aber was anderes. Er hat gestern Kochbananen und Nudeln gekocht, war ganz gut, aber meine Moussaka hätte ich besser gefunden, die gibt es dann heute Abend. Gestern wie eine Wilde geputzt, auch die schwer erreichbaren Stellen, damit es mit dem Heizungsableser nicht peinlich wird. Eingekauft habe ich auch, aber fast nur Grundzutaten. Er akzeptiert eigentlich keinerlei Fastfood oder Fertigessen. Das ist aber natürlich gut für mich, ich esse viel zu viel Mist und das, obwohl ich viel über Essen weiß und kochen kann. Grau grüßt der Tag und die Rechnung meiner Zahnärztin liegt wie ein Dämon auf meinem Schreibtisch, Geld was ich nicht habe, aber zubeißen können, muss schon sein. Der Heizungsableser war schon da, sehr gut, erledigt. Ein kleiner Mann der schnell überall hinrannte und wieder verschwand. Der Kaffee schmeckt, der Mentholtabak weniger, Brötchen warten und danach meine Kollegen.