Hühnerfrikassee

Ich liebe Hühnerfrikassee und es ist immer gut, wenn ich irgendwie krank bin. Meistens jedoch wird es dann die fertige TK-Packung und Reis dazu gekocht. Dabei habe ich noch ein Rezept, von meiner verstorbenen Berliner Oma und es nie gekocht. Aber jetzt, denn ein Suppenhuhn und reichlich Zeit sind vorhanden:

  1. Man nehme ein Suppenhuhn und kocht es circa zwei Stunden in einer salzigen Brühe. Wenn es fertig ist, Fleisch von den Knochen lösen und in mundgerechte Stücke zerkleinern. Brühe zur Weiterverwendung aufbewahren.
  2. Mehlschwitze herstellen: 3 Esslöffeln Öl/Butter erhitzen und nach und nach 2 Esslöffel Mehl hinzugeben und dann mit einem halben Liter Brühe ablöschen.
  3. Drei Eigelbe und eine Packung Crème fraîche (Alternative: Schmand) zusammenrühren und separat aufkochen.
  4. Finale: Fleisch und Gemüse (z. B. Möhren, Erbsen, Champignons oder Spargel) in die restliche Brühe einrühren, Mehlschwitze einrühren, aufkochen und am Schluss bei reduzierter Hitze mit der Crème fraîche Soße verfeinern und abbinden. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Reicht locker für vier Personen und mehr, in meinen Fall werde ich dann wohl einige Portionen einfrieren und bei Bedarf erwärmen. Ach ja Beilage bei mir Reis, geht aber sicher auch mit einer anderen Beilage. Kosten von mir dabei aktuell ungefähr 4 Euro, ohne Reis.

Aggressiv, Selbstschuld, gekocht und schreien

Guten Morgen, komischer Tag, es ist grau, es herrscht Stille und ich muss heute zur Ärztin und Heilpraktikerin. Seltsam wie meine Mitmenschen auf meine Geschichte reagieren, richtig aggressiv macht es mich, wenn besonders Frauen mir nicht glauben, eine Schuld bei mir suchen oder es herunterspielen. Vielleicht Selbstschutz, vielleicht aber auch immer noch die falsche Erziehung. Wir Frauen müssen doch zusammenhalten?! Warum sollte eine Frau so was erfinden? Welchen Gewinn hat sie dadurch, sich selbst als Opfer darzustellen? Ich sehe darin keinen Gewinn, eine Geschichte zu erzählen, in der ich Opfer bin. Im Gegenteil, mein Stolz will selber nicht wahrhaben, dass das passiert ist. Es ist allein schon eine Erniedrigung, es zu erzählen. Wir sind hier nicht Hollywood und ich nicht Amber Hard und ich war mit gerade mal 15 Jahren ein Kind.

Themenwechsel. Gestern die Reste aus meiner Kochbox gekocht, es gab Fisch für den Mann und für mich Gnocchi. Viel geschlafen, kaum aufgeräumt, Night mare on Elmstreet doch Herr Krüger von nebenan, gibt mir leider nicht mein Paket. Zum Schlüsseldienst muss ich noch, wieder ein kaputter Briefkastenschlüssel, ich habe es echt drauf.^^ Manchmal habe ich Kräfte in meinen Händen, ich weiß nicht, woher die kommen. Schlüssel abbrechen, Türgriffe durchdrehen lassen, kein Problem. Dass manchmal, wenn der Mann mich schlafend anfasst, ich zuckend oder sogar schreiend aufwache, macht jetzt aber Sinn. Eine alte Freundin ist zurück in meinem Leben, kennt gerade mal eine meiner Geschichten, bei weitem nicht die Schlimmste, und ist jetzt schon schockiert. Besser nichts mehr erzählen, ich überschätze die Stärke meines Gegenübers manchmal. Gestern musikalisch wieder in den 90ern gelandet, Schmusepuse-Musik und einen Song der bis heute und gerade besonders passt:

Früh, Kräuter, Englisch, Hanfmilch, Kohlrabi und egal

Guten Morgen, früh ins Bett, früh wieder raus. Gerade graue Aussichten mit Regen und Autolärm. Willkommen in meinen wundervollen Leben. Die Paprika mit dem Vater war eine ganz blöde Idee für meinen Magen, warum auch immer, Paprika geht gerade nicht, also gestern zur Beruhigung Erbsensuppe. Nicht bei der Zahnärztin gewesen, ich fühlte mich zu schlecht und die Vorstellung einen weiten Weg mit den Öffentlichen zurückzulegen erschien Horror. Heute Büro, mit netter Kollegin und später ein Telefonat mit dem Chef, hoffe, das wird gut. Immerhin die Tage die Füße Sandalen tauglich gepflegt, doch jetzt sind wohl eher Gummistiefel das Accessoire des Tages. Die Kräuterhexe hat beschlossen, nicht nur die Petersilie noch in die Kräutersammlung aufzunehmen, sondern auch Thymian. Mit den Zweien, ist meine Sammlung für den täglichen Bedarf dann komplett. Denkbar wäre noch Salbei und Lavendel, aber mit keiner großen Dringlichkeit. Im Kühlschrank liegt noch Fenchel, den muss ich irgendwie verkochen, aber Fenchel ist wirklich nicht auf meiner Hitliste, sondern eher auf der „Kann man essen, muss man aber nicht“ Liste.

Mein Englisch ist besser geworden, das hat frau davon, wenn sie jetzt fast drei Jahre täglich Englisch schreiben und sprechen muss. Mittlerweile kann ich auch immer öfter gesprochenen Inhalten folgen. Wobei ich davon ausgehe, dass ich an der Aussprache von Woody Allen weiterhin scheitere. Immerhin, so Jahrzehnte später, denn in der Schule war Englisch schnell der Horror für mich. Gestern meine Hanfmilch Lieferung erhalten, ich freue mich, finde sie nur etwas teuer, warum ist pflanzlicher Milchersatz immer teurer als Kuhmilch? Eigentlich sollte das doch anders sein?! Der Vater sollte im Urlaub sein, freue mich für ihn, ich könnte jetzt auch eine Woche Meer vertragen. Freue mich auf das 9-Euro-Ticket, finde ich fair, wird dann nur zur Arbeitslosigkeit der Kontrolettis führen. Keine Ahnung, was ich heute koche, mich reizt diese Kartoffel-Kohlrabi-Suppe, aber vielleicht wird es auch nur ein Döner. Einer der Kochboxen-Anbieter hat mir ein Angebot gemacht, dass ich nicht ablehnen kann, ab Juni also auch wieder Kochbox bei mir.

Einen Termin vor Ort heute, mit professioneller Begleitung, doch zu einem Thema, zu dem ich auch im Schlaf referieren kann. Wobei ich aber davon ausgehe, dass sich bis zum Termin wach bin, Kaffee sei Dank. Freue mich auf das lange Wochenende, dieses Mal war ich auch mal schlau und rechtzeitig und habe mir den Brückentag gesichert. Das erste Mal nach über vier Jahren in diesem Beruf. Keine Aufopferung mehr für Kunden und Team, die mir eh keiner dankt, im Gegenteil, ich werde dann gefragt, warum ich so unentspannt bin. In der Bude nicht viel passiert, nur Müll weggebracht und dabei den sympathischen Hausmeister getroffen, ich weiß immer noch nicht, woher er mich kennen könnte, aber irgendwie kommt er mir auch vertraut vor. Es gibt diese Momente, wo man eine fremde Person trifft, aber gleich spürt, dass man irgendwas gemeinsam hat. Meistens sehe ich es in den Augen und spüre es im Bauch, wenn ich so eine Person treffe. Die meisten Leute sind mir aber nach über 30 Jahren Berlin egal:

Grau, Seilschaften, die Vorsorge einer Mutter, Curry und Vergebung

Guten Morgen, noch nicht wach, aber bereit an der Tastatur. Grau ist es und es gibt Kaffee im rosa Becher. Beim Vater gestern war irgendwie melancholisch und noch eine Pflanze mitgenommen. Allerdings auch eine weitere Abnehmerin für eine Pflanze gefunden. Ebenfalls bald hier ein Vakuumierer für Lebensmittel. Aktuell gibt es nämlich nur Großpackungen günstig, mit dem Vakuumierer kann ich Portionen einfrieren, die dann für 1-2 Personen reichen. Der Mieter der günstigen Wohnung ist nicht erreichbar, ich ahne leider nicht so gute Dinge, im besten Fall hat der weiter vermietet und im nicht so guten Fall ist die Wohnung im schlechten Zustand? Wie auch immer, es wird Zeit, diesen Mieter loszuwerden. Ausgezogen ist er ja schon, jetzt brauchen wir nur die Schlüssel. Das kommt davon, wenn der Bruder rum lügt, um irgendwelche entfernten Bekannten in die Wohnung zu bekommen, die sich jetzt aufführen wie total unbekannte. Ja, ja bestimmte Geschäfte macht man in Berlin nur im Familien- und Freundeskreis, Seilschaften sind halt wichtig.

Voll vergessen, dass ich heute einen Termin beim Psychiater habe, ich glaube aber ich will da heute nicht hin, nicht nur wegen der Erkältung/Allergie. Es gibt nichts zu besprechen und Medikamente habe ich auch noch. Soll doch irgendwer heute den Termin kriegen, der/die ein Gespräch dringender braucht. Ich fühle mich aktuell erschöpft, aber nicht kriselig. Bei manchen Dingen, die meine Mutter gehortet hatte, denke ich, sie ahnte, was da kommt, denn jetzt brauche ich sie und habe sie auch dank ihr. Andere Töchter kriegen Aussteuer, ich kriege z.B. eine sichere bezahlbare Wohnung, Kleidung in der richtigen (Über-)Größe, Fitness-Equipment, Kerzen, Küchenkram und einen Vakuumierer. Danke Mama, du bist nicht mehr da, aber sorgst trotzdem für mich. Sie wusste wohl, dass die Preise für Mieten und Lebensmittel explodieren, ihre Tochter dick wird und sich in der Isolation der Pandemie auf ein neues Level kocht. A pro pro kochen, gestern nur Nudeln mit Walnusspesto, heute vielleicht ein Curry.

Neben putzen und Pflanzenübergabe an gute Hände, heute vorgenommen zu lesen. Die Birke ist derzeit wirklich mein Feind, gehe ich aus dem Haus dauert es keine 5 Minuten bis es nur noch aus der Nase fließt und die Stirnhöhle schnell dicht ist. Aktuell kann ich aber riechen und schmecken, versuchen wir die Birke zu meiden. Sortieren von Erinnerungen, es werden nicht weniger, aber die Bewertung der Erinnerungen fällt milder aus als früher, vielleicht auch ein Schritt mit der Logik: Vergeben, um vergessen zu können. Vergeben, um sich nicht total zu isolieren, denn auch die Sünder haben gute Seiten. Nichts ist nur schwarz oder weiß, das Meiste im Leben hat Graustufen oder wenigstens eine gute Erklärung. Diese Woche Termin mit der Adoption, ich hoffe, das klappt, 34 Jahre ist mein Vater jetzt an meiner Seite, ich hoffe, es werden weitere 34 Jahre. Der Kaffee schmeckt und der Kopf sucht Musik, ach deuten wir diesen Michael Jackson Song mal anders:

Lieferung, gekocht, Luft, Pakete und aufstehen

Guten Morgen, nein gar nicht gut, viel zu spät schlafen gegangen und gerade vom Lieferdienst wach geklingelt worden. Immerhin, Lieferung komplett, es hat sich gelohnt. Jetzt gibt es hier wieder Wasser, Milch, Vogelsand, kurzum all die schweren Sachen, die ich in den Mengen nicht tragen kann. Der Kaffee schmeckt und ich bin sehr müde, erster Termin erst gegen elf, bis dahin lege ich mich wieder hin. Zeitumstellung ist großer Mist, ich bin immer noch nicht im neuen Rhythmus. Gestern gar nichts passiert, alle Termine abgesagt und geschlafen. Die wunderbare Sonne genossen, gekocht und auf dem Balkon gegessen. Heute keine Frühlingsaussichten mehr, grau grüßt der Tag. Angefangen die Sachen der Mutter zu verstauen, das wird Zeit dauern hier wieder Luft in die Bude zu kriegen. Heute Homeoffice mit sehr vielen Beratungen, mal sehen, wie es wird, der Tag wird auf jeden Fall lang und spät. Fühle mich gerade gerädert, aber dafür habe ich jetzt volle Vorräte. Heute Lasagne, die ich gestern Nacht noch vorbereitet habe, Reste Lasagne mit Aubergine und anderen Kram der weg musste.

Blutdruck die letzten Tage normal, obwohl ich auch mit dem Blutdrucksenker leicht runter bin, selbstverständlich in Absprache mit der Ärztin. Weitere Pakete sollten heute folgen, hoffentlich nicht mitten in meinen Beratungen. Osterhasen warten in der Küche auf Ostern, es wird wohl ein letztes Ostern in der Elternwohnung geben, weil die Mieter doch erst einen Monat später kommen. Gestern telefoniert und gechattet, keine Lust auf echte Kontakte. Einfach nur in der Bude sitzen und rausgucken. Zu viel geraucht, zu viel gegessen, wenn schon Rückschlag, dann auf allen Ebenen. Aber immerhin fettarme Milch bestellt, mal sehen, ob ich mich wieder ans Müsli ran traue. Ich warte auf Frieden in der Ukraine, bald, vielleicht ohne Putin gleich zu ermorden, obwohl vielerorts dazu aufgerufen wird. Der Mann schreibt zum morgen und es ist ruhig im Haus, keine Nachbarn zu hören, auch schon gestern nicht. Aufgewacht und die obere Körperhälfte hergerichtet, es wartet eine Videoberatung. Versuchen wir das erneut mit dem Aufstehen..

Freizeitstress, Matrix, kochen, Studenten-Sperrmüll-Schick und Geld

Ein Gruß aus der Nacht, das nenne ich Freizeitstress: bloggen wollen, schwimmen wollen und ins Lager müssen. Aber wahrscheinlich besser so, wenn das Lager endlich geräumt ist und ich nicht ständig diesen Druck und das schlechte Gewissen im Nacken habe. Der Kinobesuch gestern hat sich gelohnt, ich fand, der neue Matrixfilm war trotz Überlänge sehr kurzweilig. Aktion, philosophische Gespräche, Psychiatriekritik und die gute Botschaft, dass es nie zu spät im Leben ist. Ich ging mit einem Lächeln aus dem Film. Die Begleitung fand es auch gut und wir hatten eine ganze Sitzreihe für uns allein. Danach die japanische Suppe gekocht und für gut befunden, das war gestern fast ein vegetarischer Tag, nur eine Scheibe Salami und Schinken waren gestern mein Fleischanteil an der Ernährung. Heute ist eine Wiederholung geplant: „Tikka-Masala-Curry mit knusprigem Paneer-Käse“ ein Gericht, dass ich schon mal gekocht hatte und für gut befunden habe. Aber gut, ich finde fast alles mit Käse gut, vielleicht etwas zu gut. Silvester eigentlich nur ein Essen mit dem Mann geplant, aber der Trauzeuge hat sich eingeladen und ich sage dazu nicht nein. Silvester dann nicht vegetarisch und asiatisch kochen.

Es ist gerade so entspannend ohne Vogel hier zu sein, wie konnte ich so lange nach dem Auszug des Mannes warten, den Vogel wieder in ein anderes Zimmer zu positionieren? Ich denke auch die Nachbarn sind erleichtert, hier keine Geräuschalarmanlage in Form eines Nymphensittichs mehr zu haben. Zum Glück morgen früh einen Liefertermin ergattert, so konnte ich gestern Abend noch spontan beim Essen auf drei Personen umplanen, ohne in Stress zu geraten. Der Kaffee schmeckt, die Verdauung bereitet bisher keine Probleme, aktuell bin ich leider wieder „Pupsi“ meine Verdauung rebelliert ständig, ziemlich peinlich für mich. Meine Wohnung sieht jetzt schrittweise ziemlich erwachsen aus, der Studenten-Sperrmüll-Schick verschwindet schrittweise. Ich wusste irgendwie, als ich anfing meine Poster zu rahmen und nicht mehr mit Stecknadeln an der Wand zu befestigen, dass es wohl bald vorbei ist mit Einrichtungskindergarten. Findet der Mann ziemlich erfreulich, dem war das hier alles immer irgendwie peinlich, jetzt dürfen Gäste kommen.

Die finanzielle Armut der Kindheit und besonders die als Studentin zu vergessen, hat etwas länger gedauert. Obwohl, das werde ich nie vergessen, aber langsam mal loslassen, das ist die andere Geschichte. Ich kann ja immer noch sparsam leben, auch wenn es hier nicht mehr wie im Sozialkaufhaus aussieht. Ich werde schon nicht zum totalen Kapitalisten, nur weil ich Geld in meine Einrichtung stecke. In meinen Herzen bin ich immer ein Arbeiterkind, das sitzt tief, die Liebe zum Geld wird niemals allein mein Lebensinhalt sein…

Geschafft, Gutscheine, Alkohol und keine Menschen

Guten Morgen, für mich ist Weihnachten erstmal geschafft. Keinen Bock mehr auf das Fest, keinen Bock auf Menschen. War genug Trubel die Tage, waren genug Menschen. Heute dann bitte gar nichts mehr für mich. Außer Müll wegbringen, keine Ambitionen das Haus zu verlassen. Gestern war dann nicht so toll, zu sauer und enttäuscht vom Vater. Geschenk war dann auch blöd, aber gut so ist es. Vom Mann und Bruder gab es Gutscheine, ich habe dann genug Guthaben für Massage oder Kosmetik. Immer noch schweinekalt mit -10 Grad, aber kein Schnee. Der Kaffee schmeckt und draußen singen wieder Krähen ein Lied. Der Mann geht gerade auf eine Reise, Freunde besuchen. Ich habe gerade lieber keine Freunde, ich brauche nichts, was sich nicht hier befindet. Immerhin, das hat sich seit der Kindheit verbessert, ich kann mich in meine eigene Wohnung zurückziehen, wenn ich die Schnauze voll habe. Emotional durchzudrehen und sich dann nirgendwo hin zurückziehen können ist nämlich doppelt grausam. So kann ich jetzt so lange Pause von der Welt machen, bis ich wieder Bock habe. Schwimmen ist leider nicht möglich, das Schwimmbad um die Ecke hat zu bis nächstes Jahr und selbst wenn nicht, die wollen jetzt 2G+, wo soll ich an den Feiertagen einen Test herkriegen? Na vielleicht nächste Woche, dann halt ein anderes Schwimmbad.

Dieser Druck an den Feiertagen Alkohol zu trinken, ist schon immens, es gehört traditionell einfach dazu. Ich habe es dann bei einem Sekt und zwei Radler belassen, und war trotzdem angetrunken, ich vertrage nichts mehr, währende ich als Teenager als trinkfest galt. Aber gut, die Nebenwirkungen, keine Angst und fröhlicher und geselliger sein, sind während den Feiertagen halt förderlich. Ich hätte gestern nur gar nicht so viel trinken können, um die Gesamtsituation gut zu finden. Außerdem Drogen jeder Art verstärken nur die Gefühle, die man eh in sich trägt, ich brauchte gestern nicht noch mehr Wut und Tränen. Mit dem Bruder ganz gute Gespräche gehabt und der Mann hatte sein erstes Raclette. Es wird langsam hell, gestern strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, immerhin etwas. Mal sehen, was ich heute anstelle, den Kleiderschrank entmisten habe ich schon länger vor, vielleicht auch nicht, aber einen Schrank voller Dinge zu haben, die nicht mehr passen ist nur frustrierend. Nächste Woche wieder Kochbox ist wahrscheinlich besser für mich, was ich so sonst koche, ist meistens einfach viel zu viel und am dritten oder vierten Tag schmeckt es dann nicht mehr. Den Stiefvater eins nochmal versucht anzurufen, der hat einfach aufgelegt, dann halt nicht. Der hat Scheiße gebaut, nicht ich, also kann er auch mal zurückrufen. Berlin 2021, soll ich froh sein dabei zu sein? Gut (über) leben ist natürlich wünschenswert, aber alles andere? Ich kann es wohl mit: „Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“ zusammenfassen. Oder auch da sind zu viele Menschen, die Probleme machen:

Sucht, Essen, Tochter, Max Headroom und gelb

Guten Morgen, wieder so früh wach, keine Ahnung warum. Für den Moment ist Beherrschung angesagt, denn seit gestern Morgen rauche ich keine Zigaretten mehr. Aber morgens zum Kaffee vermisse ich die Kippe jetzt besonders. Ich rauche morgens zum Aufwachen eigentlich immer sehr viel. Jetzt nur Kaffee ist schon schräg. Mein Verstand weiß aber, dass das besser für mich ist, gerade bei meinen Allergien und Gewicht, gibt es auch andere Gründe atemlos zu sein, aber die Sucht schreit gerade gewaltig. Gestern ein schlechter Tag gewesen, konnte mich während der Arbeit nicht konzentrieren und habe dann auch nur ein paar Stunden gearbeitet und mich besser hingelegt.

Die Thunfisch Bowl war lecker und danach noch ein Basenbad. Über 20 Jahre habe ich jetzt geraucht, ich hoffe ich überlebe die erste Woche ohne, ich denke, dann sollte es geschafft sein. Heute wahrscheinlich rote Bete, ja es gibt schon seltsam gesunde Gerichte, die ich mag. Meine Männer würden das beide nicht mögen. Vielleicht aber mal ganz gut so, Essen zu haben, dass nur mir schmeckt und nur für mich ist. Ist selten, dass ich nur für mich koche. Heute bisher keine Pläne, vielleicht endlich ins Lager? Diese Aufgabe lastet sehr schwer auf meinen Schultern, endlich frei zu sein, von ihren Sachen und der Verpflichtung mich als Tochter zu kümmern, das wäre doch mal was so drei Jahre nach ihrem Tod. Ich denke ich als Tochter erinnere am meisten an sie und sollte mich wohl eher um meinen Erhalt kümmern als um Klamotten und Sammelsurium.

Mit dem Mann gerade wenig Kontakt, ich bin so beschäftigt und er mit dem neuen Job auch. Eine 40-Stunden-Woche ist ihm nichts und das, obwohl er der gesündere von uns beiden ist, er jammert gern wie gut ich es habe, mit nur 30 Stunden die Woche, ich glaube er hat keine Vorstellung was es bedeutet meine Krankheiten zu haben und meine Medikamente zu nehmen. Aber eh mein Eindruck, die neue Generation ist eine Generation von Weicheiern. Nichts mehr mit 40 Stunden plus die Woche arbeiten und verloren, wenn sie ihr Smartphone nicht haben, weder Telefonnummern noch Wege sind in ihrem Kopf gespeichert, alles übernimmt das Telefon, wie ein ausgelagertes Gehirn. Finde ich bedenklich, wenn man sein Gehirn mit Strom aufladen muss und vielleicht verlieren kann. Alles wie in Max Headroom bevor gesagt. Habe ich diese Serie geliebt und keine Ahnung gehabt wie sehr es der Zukunft entsprach. Ein elektronisches Zweitgehirn dabei zu haben ist ja immer gut, aber davon abhängig sein? Tippe hier rauchlos in der Dunkelheit, vielleicht gehe ich lieber wieder ins Bett, schlafend ist die Rauchentwöhnung leichter. Freue mich über meine neue gelbe Handtasche, die erste neue Handtasche für mich nach 10 Jahren? Erinnert mich, warum auch immer daran:

Bauchschmerzen, überfordert, Mann und Erinnerungssturm

Guten Morgen, mit Bauchschmerzen und viel zu früh. Den Mann umgeparkt, jetzt brauche ich das Sofa und er kann ins Bett. Gestern noch viel zu spät eine unvollständige Lieferung erhalten, man kann nicht immer Glück haben. Gestern noch das hier gekocht, schmeckte dem Mann nicht, hätte auch dem Vater nicht geschmeckt, das Problem scheint der Essig in der Paprikasoße zu sein, ich mochte es. Aber ich hatte die Menüs ja auch für mich bestellt und nicht für die Männer. Der Mann bekam dann einen Burger und was der Vater heute kriegt, ist noch unklar. Das Treffen gestern war nett, aber schnell vorbei und der Tag dadurch zerrissen. Nichts mehr auf die Reihe gekriegt und überrascht, dass der Mann in der Tür stand und hier auch nächtigen wollte. Aktuell habe ich echt andere Probleme als mir den Schichtplan des Mannes zu merken. Ich scheine mich mit der Arbeit doch wieder überlastet zu haben, wenn ich sonst alles vergesse und nichts geregelt kriege, dabei hatte mich niemand dazu aufgefordert. Na immerhin nächste Woche bisher kaum Termine, aber ich darf ja noch einen neuen Kollegen anlernen. Gestern eine graue Strähne entdeckt, die der Färberei entgangen ist. Die grauen Haare der Kollegin sehen gut aus, aber bei mir? Der neue Fernseher macht immer noch Spaß, aber die provisorische Aufstellung ist eher wackelig. Die Nachbarn sind auch schon wach, ich vermute die haben mich auch geweckt. Leider wieder Nebenwirkungen vom Neuroleptika, ich hatte wieder geringfügig erhöht, weil alles zu viel war/ist und was passiert? Bein tut wieder weh und Hände schlafen wieder ein und das bei den homöopathischen Mengen, wie mein Arzt es beschreibt. Aktuell ist aber nicht der Zeitpunkt wieder herunterzugehen oder gar weiter auszuschleichen. Die Arbeit ist sehr stressig, die Beziehung auch und mein Kopf hat einen Erinnerungssturm. Schon krass wie viele Erinnerung da irgendwo in meinem Kopf konserviert sind und jetzt ohne die medikamentöse Blockierung im Hirn beachtet werden wollen. Das ist jetzt eine Warteschlange von acht Jahren, die endlich dran kommen möchte. Ich verstehe, dass viele andere Erkrankte da gleich wieder den Laden mit Medikamenten dicht machen. Ich will es weiter versuchen, mit so wenig wie möglich auszukommen. Krähen schreien, die Krähen sind hier fast schon eine Plage, weil sie andere Vögel verscheuchen, irgendwie die Gangster unter den Vögeln, die ihr Revier abstecken und verteidigen. Später zum Vater, eigentlich zu viel Programm, aber gar kein Programm ist auch keine Lösung. Immerhin morgen frei, vielleicht schaffe ich es dann hier mal zu putzen, aktuell reicht es nur für das Notwendigste wie Müll rausbringen. Auf in den Tag…

Zurück ins Büro, Couscous, Kaffee und Musik

Guten Morgen, gestern ein aufregender Tag, aufregend, weil so viele Menschen getroffen und gesprochen. Im Büro gestern nämlich mit drei Kollegen gesprochen und einen davon etwas angelernt und dann kam später noch der Vater und Hund zur Pizza bei mir vorbei. Obwohl ich nicht beraten habe, ein anstrengender Tag rückblickend. Bin es nicht mehr gewöhnt so viele Menschen an einem Tag zu treffen und zu sprechen. Aber da der Kollege wohl noch eine Weile angelernt werden muss, bin ich dann ab nächste Woche wieder vier Tage im Büro. Habe ich versprochen und gerade bin ich aber gar nicht mehr so begeistert darüber, erscheint mir gerade anstrengend. Ich vermute aber, auf Dauer wird das auch gut für mich sein. Mit dem Mann zum Hochzeitstag nächste Woche gesprochen, groß feiern ist wohl nicht, aber wenigstens abends in ein Restaurant. Irgendwann nach meiner Tagesschicht und vor seiner Nachtschicht. Mir ist eingefallen, dass der Hausmeister mir das mit den Birken fällen versprochen hatte, danke lieber Mann, auch wenn die Aktion übertrieben vorsichtig und aufwendig erschien. Die bestellte Lesebrille ist viel zu stark, zwei Dioptrien brauche ich dann wohl doch nicht. Mit den neuen Parfüms bin ich sehr unentschlossen, alles immer noch zu aufdringlich. Genau genommen will ich ja auch gar kein neues Parfüm, aber es ist leider nötig, denn ich will nicht so riechen wie die Partnerin des Vaters, obwohl ich mir eigentlich ziemlich sicher bin, dass sie so riecht wie ich und nicht andersrum, denn ich nutze den Duft schon über 15 Jahre. Heute vielleicht Couscous, ich wollte immer lernen wie man Couscous kocht, die Erkenntnis nach dem Rezept ist aber, eigentlich die gleiche Zubereitung wie Reis. Meine Mutter machte ein gutes Couscous in ihren letzten Jahren, sie hat mir aber nie verraten wie. Irgendwie hat sie mir nie beigebracht richtig zu kochen, ich kann mich nur an gemeinsames Kekse backen erinnern. Keine Ahnung warum sie ihr Wissen nie an mich weitergegeben hat. Ich finde kochen lernen, sollte jedes Kind/jeder Mensch. Ich bin sogar dafür, dass zum Schulfach zu machen, wenn die Eltern es nicht schaffen diese wichtige Fähigkeit weiterzugeben. Besser kochen, habe ich jetzt durch die ganzen Kochboxen nach ihrem Tod gelernt. Die technische Administration im Büro hat mich gestern unruhig gemacht, aber sie ist dann doch noch gelungen. Eine neue Nachbarin vom Büro hat mir gestern einen Milchkaffee ausgegeben und erst später gebeichtet, dass da auch Hafermilch drin war. Ich finde Hafermilch eklig, sie erinnert mich im Kaffee an Caro-Kaffee, von dem ich als Kind mal wunderbar kotzen musste. Danach wollte ich dann erstmal viele Jahre keinen Kaffee mehr. Meine Nachhilfegruppe steht jetzt auch, ich darf die Büroräume nutzen, ich muss nur noch akzeptieren, dass viele davon mit der Ausbildung gar kein Geld verdienen wollen bzw. auch generell nicht mehr arbeiten wollen. Verstehe ich nicht, wie man jung planen kann nie wieder zu arbeiten. Aber gut, nicht jeder muss Arbeit so wichtig finden wie ich und wie ich aus meiner Studentenzeit weiß, man kann auch mit sehr wenig Geld ein nettes Leben haben. Heute ein vorerst letztes Mal Homeoffice, rückblickend auf die letzten Wochen kann ich nur sagen ich bin derzeit produktiver im Homeoffice, es ist einfacher sechs Stunden oder mehr durchzuziehen, wenn man keine 1-2 Stunden Fahrtweg hat. Zum Frühstück heute Brot, es müssen ja nicht immer Brötchen sein, allerdings auch nicht immer Brot. Wieder angefangen im Bus Musik zu hören, macht Spaß, der alte iPod tut es noch und schont die Handybatterie. Song des Tages, was von der heiß geliebten Mahalia: