Scheißtag, Einkaufspreise, Aggressionen und Erinnerungen

Tach och, war das ein Scheißtag gestern. Auf Arbeit so sehr geärgert, dass ich schreiend davon rennen wollte, ja wieder die Kollegin. Dann zum Restaurant um den sehr müden Mann zu treffen und schlechtes Essen bekommen. Dann Rohrbruch am Herrrmannplatz und keine U-Bahn nach Hause. Ein durchgehend „perfekter“ Tag. Brauchte dann noch ne Weile um mich abzuregen. Den besten schwulen Freund zugekotzt und noch weitere Personen. Heute schon etwas besser. Heute wieder Büro und Supervision. Vielleicht alles gerade zu viel, zurück ins Büro, Kollege anlernen, sehr viele Termine und dann auch noch privat sehr viele Verpflichtungen. Gut, dass ich heute noch meine Massage habe. Am Wochenende ins Lager, es gibt Kaufinteressenten, aber die wollen mehr Informationen und Fotos. Aber gut, vielleicht kann ich dann auch noch mal für mich schauen, ob ich passende Kleidung finde? Klar ist, niemand wird mir die Verkaufspreise der Mutter zahlen, ich kann froh sein, wenn ich annähernd die Einkaufspreise erhalte. Dafür sollte ich aber die gesamten Einkaufspreise kennen. Zum Glück war meine Mutter ein Inventur-Nazi, die meisten Antworten sollte ich durch eine Excel-Tabelle finden. Wieder angefangen mit der undankbaren Freundin zu sprechen, vielleicht gibt es ja doch eine Lösung. Endlich gelernt die Zahnschiene für oben auch wieder aus dem Mund zu kriegen, das war die Tage ein Problem, weil sie zu fest sitzt. Wieder Verdauungsprobleme, aber immerhin 7 Stunden geschlafen. Heute Pizza mit dem Vater, ich möchte einen neuen Sauerteig ausprobieren. Der Mann hat mir gestern verschiedenfarbige Rosen mitgebracht, jede Farbe hat eine Bedeutung. Aktuell ist mein Motto wohl: „Ach Sie suchen Streit?“ oder sind es doch nur die Anderen oder beides? Ich sage nur: „Friedlich durch das Leben gehen ist gar nicht mal so leicht“. Warum können mich die Arschlöcher der Welt nicht einfach in Ruhe lassen? Wie die Musikauswahl zeigt spitzen^^ Laune. Aggressionsabbau mit politisch nicht korrekter Musik. „Die Zeit heilt Wunden, doch vergessen kann ich nicht…“

Lieferung, Systemfehler, Gläser und Schiene

Guten Morgen, früh wach gewesen, wieder hingelegt. Lieferung erhalten und geärgert, aber alles mit dem Kundenservice geklärt. Sämtliche Tabakwaren fehlen, wunderbar^^, aber ich muss ja eh noch zum Paketshop nach der Arbeit? Für den Vater und mich gestern noch Lauchkuchen gemacht, war lecker und der Vater hat mir mal wieder geholfen mit wirren Erinnerungen klarzukommen. Arbeit gestern nicht so produktiv, immerhin eine Präsenz-Beratung gemacht mit der anzulernenden Kollegin. Ich denke die Kollegin ist so weit, auch allein zu beraten. Vögel mit Futter und Kräcker ruhig gestellt. Heute Homeoffice ab 10, also noch Zeit, viele Termine heute. Die Lieferung heute war hauptsächlich für den Mann, es gibt wieder Ente und Pute für ihn hier. Der Tiefkühler ist aber jetzt voll, jetzt wird nichts mehr gekauft. Die Sache mit dem Fernseher bleibt weiterhin spannend, Amazon schickt den Fernseher einfach nicht raus, obwohl vor Tagen bestellt, der Kundenservice sprach von einem Systemfehler bei Amazon, ich glaube aber der Systemfehler lag nicht am Versand, sondern eher darin, dass der Preis, zu dem ich bestellt habe, zu niedrig war. Dieser Preis war nämlich nur zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens möglich, danach wurden alle Preise, auf die es Rabatt geben sollte, angehoben. Der Kaffee schmeckt und ich bin noch gar nicht wach, um fremden Lieferjungen die Tür zu öffnen und mit dem Kundenservice zu sprechen. Der Vater hat Gläser meiner Mutter gebracht, ich weiß jetzt nicht, was damit anstellen, aber ich wollte sie haben. Besonders das Glas mit der alten Folie aus der Küche von 1980 weckt starke Erinnerungen, außerdem sind noch Gläser meiner heißgeliebten Urgroßoma dabei. Gestern auch technische Fehler auf Arbeit behoben, ich habe den Eindruck der eigentliche Techniker würde die Aufgabe gern komplett an mich abgeben. Aktuell bin ich schon seine ausführende Hand im Büro, die per Telefon oder Video seinen Anweisungen folgt. Der Besuch bei der Zahnärztin war gut, habe wieder saubere Zähne und eine neue Zahnschiene für oben, viel besser die Schiene oben zu tragen und nicht nur, weile meine Zähne auf Wanderschaft sind. Ohne Schiene würden meine Zähne glaube ich bald wieder aussehen wie vor der Zahnklammer. Das ist eines der Dinge wo meine Mutter mal ziemlich hinterher war, meine Zähne, es wurde viel Zeit und Geld investiert, damit das Kind schöne Zähne hat. Die Haltung des Vaters zu meinen Erinnerungen ist ziemlich gut: „Scheiß drauf, was wer wann warum gesagt oder gemacht hat.“ Ein ziemliches Stoppschild für Gehirnfickerinnen wie mich. Stimmt ja auch, ich kann nicht mehr ändern was vor 10, 20 oder 30 Jahren passiert ist oder wer was warum angekündigt hat. Letztendlich ist es Vergangenheit und mein Leben ist jetzt und es ist mein Leben, ich muss mich nicht lenken lassen und Ankündigungen andere erfüllen, ich bin der Kapitän für mein Leben. Ein Song meiner Mutter dazu, alles süße (Alb-)Träume:

Spülmaschine, Lamm, einkaufen und das Haus

Guten Morgen, kalt ist es geworden, keine Lust mehr offene Fenster zu haben, ist einfach schon nach wenigen Minuten zu kalt. Die neue/gebrauchte Spülmaschine ist gut und funktioniert. Leider ist die Freude nicht so groß wie erwartet, vielleicht wegen dem ganzen Stress drumherum. Die Reinigungsleistung ist aber klasse, so sauber war mein Geschirr noch nie. Gestern sogar angefangen das angeblich saubere Geschirr mit der Spülmaschine neu zu reinigen. Der Mann war gestern da, aber nur am Schimpfen über die Jobsituation und laufende Bewerbungsverfahren. Hatte Lamm gekocht, was auch gut ankam. Heute wahrscheinlich Blumenkohl, die nächste Kochbox kommt erst am Dienstag. Mittlerweile auch sauer auf die Ex-Kollegin, wie kann sie sich so einfach aus dem Staub machen, nachdem wir so gekämpft haben? Wie feige und asozial ist das mir gegenüber? Auch gibt es da so einige Umgangsformen von ihr, die auch immer sehr belastend waren. Gestern bei Netto gewesen und zugeschlagen, viele fast abgelaufene Sonderangebote, aber die Wochenangebote waren fast alle ausverkauft. Vor Ort einkaufen ist ungewohnt für mich geworden, es ist mühsam, vieles ist nicht verfügbar und dann muss man auch noch schleppen. Aber günstiger ist es, erstmal im Laden schauen und nur die fehlenden Dinge zu bestellen. Immerhin noch Kaffee im Sonderangebot bekommen, Kaffee ist online so viel teurer. Die Idee mit dem Verkauf und Kauf von Immobilien ist erstmal gestorben, ich habe mich vertan mit den Finanzierungen oder besser ich war zu unwissend. Ein Gespräch mit dem Vater brachte Klärung, jetzt kenne ich die genauen Konditionen und sehe auch kein Verbesserungspotential derzeit. Schade, aber nachdem der Nachbar jetzt wieder Besucher und Party in der Bude hat, hört er auf zu bohren? Ist nur fraglich ob Technomusik und lautes Gelaber besser sind. Muss hier immer noch putzen, aber das ist jetzt auch wieder möglich, nachdem ich seit gestern die Wasserversorgung in der Küche wieder nutzen kann. Keinen Bock auf den Mann, wenn er nur schlechte Laune mitbringt, schlechte Laune habe ich gerade auch allein, ein Vortrag über Rassismus in den Bewerbungsverfahren macht es nicht besser. Der Vater kommt nachher vorbei, den Unterbau der Spülmaschine noch einbauen, mal sehen, ob es gelingt, heute habe ich aber Zeit und bin entspannt, falls es länger dauert. Eigentlich eingeladen zum Flohmarkt heute, aber ich vermute allein gehe ich da nicht hin, ich brauche nichts und das Wetter ist mies. Die Überlegung das Wohnzimmer umzustellen steht immer noch im Raum, ich muss hier was ändern, um Coronazeit zu vergessen. Blutdruck und Puls unten, weniger als normal, auch mal ganz gut und in meinen früheren Jahren eigentlich immer normal. Vor der Gewichtszunahme, vor dem Tod meiner Mutter, vor Corona, war mein Blutdruck und Herzschlag immer unter den Werten, die als normal gelten. Musikalisch ist immer noch Mutti-Zeit. Also ein bisschen Zeitreise, passend zu meiner Wohnung in der ich wohl vorerst bleiben muss, unser Haus in der Mitte der Straße:

Streit, Heulkrampf und Zukunft gesucht

Guten Morgen, gestern ist mir die Welt ein bisschen auf den Kopf gefallen, gerade läuft vieles schief und obendrauf noch der stressige Nachbar. Die Pizza gestern war gut, aber mit dem Vater fast gestritten, weil ich einfach nicht mehr konnte und einen Heulkrampf bekommen habe. Fand er nicht lustig, aber die Reaktion: „Du schaffst das schon“ war irgendwie auch nicht angemessen. Danach erstmal den besten schwulen Freund, dem Internet-Freund und dem Ehemann mein Leid geklagt, danach ging es mir wieder besser. Kaum geschlafen, weil ich nicht einschlafen konnte, aber heute früh mussten Dinge erledigt werden, damit ich mich nicht wie ein Käfer auf dem Rücken fühle. Die Idee umzuziehen kam gestern auch auf, ich fühle mich unwohl mit der Psycho-Familie unter mir und ich glaube die gehen nicht von alleine weg. Für den Moment keine Ahnung wie es weitergeht, aber checken wir mal die Optionen aus. Heute Abschied nehmen von einer lieben Kollegin, ich bin traurig, aber es ist ihr Leben. Der Vogel stresst, dank meines Blogs kann ich mich jetzt doch wieder an seinen ursprünglichen Namen erinnern, er heißt Gino, obwohl Terrorvogel viel besser passt. Der Kaffee schmeckt und ich rauche zu viel, auch gestern Abend nach dem ganzen Frust zu viel gegessen. Ja Selbstzerstörung, wenn die Welt nicht nett zu mir ist. Heute ins Büro, mit Kolleginnen, aber ich fühle mich derzeit nur bedingt arbeitsfähig. Muss mein Hörbuch noch zu Ende hören, aber ich komme nicht dazu, vielleicht am Sonntag, da hat der Vater abgesagt. Graues, regnerisches Wetter grüßt, Motivation sieht anders aus. Was wird die Zukunft bringen? Wo geht es lang? Keine Ahnung, ich bin nur ein Mensch:

Regen, Job, Unfall, Dissoziation und normal verrückt

Guten Morgen, immer noch Regen, herrlich. Gestern war ein Tag zum Vergessen. Alles schrecklich, der Morgen und erst Recht der Nachmittag. Auf Arbeit immer kämpfen, neben sehr vielen Beratungen ist einfach nicht witzig und bringt mich an den Rand. Keine Ahnung, ob es noch eine Lösung gibt, der Mann fragte gestern schon was die Jobsuche macht. Er merkt einfach wie sehr mir das alles an die Nieren geht. Was ich stattdessen machen soll weiß ich aber nicht, vielleicht auch einfach Pause. Ich könnte mir auch noch eine Ausbildung vorstellen und soweit ich weiß, ist das Arbeitsamt gerade großzügig mit der Finanzierung von Fortbildungen. Blutdruck und Herzschlag gestern viel zu hoch, heute früh zum Glück wieder niedrig, da nehme ich schon Blutdrucksenker, aber treffe ich auf die Kollegin, sitze ich hier trotzdem mit 150 Blutdruck und einen Herzschlag um fast 100. Dass die Chefs nicht sehen, dass die Dame nur Stress und Streit bringt, das geht nicht nur mir so. Die Straße ist laut und heute warten viele Termine auf mich und eine sehr nette Kollegin, ich hoffe das tut mir gut. Der Mann ist gestern durch den Regen während der Arbeit bis zur Unterhose nass geworden, er freut sich nicht so über den Regen. Der Kaffee schmeckt mit Bio-Milch und ich muss einen Regenschirm suchen, denn heute geht es ins Büro. Vor der Arbeit noch testen, aber ich vermute alles außer Corona bei mir. Immerhin fühle ich mich heute nicht so seltsam wie gestern, mir geht es alles andere als gut, aber meine Seele ist wieder stabiler. Gestern nach der Arbeit erstmal geschlafen und dann später nochmal, gegessen Königsberger Klopse mit Kartoffeln. Schlafen und Gespräche, sind die zwei Dinge die mich gerade aufrechterhalten. Der Vater hatte einen Unfall und trägt jetzt Augenklappe, er hat den Kampf gegen einen Sonnenschirm verloren. Aber alles heilbar wie er sagt. Ich hoffe, er kommt bald heil und ohne Delta zurück, er fehlt mir als Gesprächspartner, mit dem Mann in Englisch quatschen ist halt nicht das Gleiche. Irgendwie bricht für mich gerade das soziale Miteinander weg, meinen üblichen Gesprächspartnerinnen geht es durchweg schlecht und keine hat Lust vorhanden sich noch andere Sorgen anzuhören, ich auch nur noch bedingt. Damit bleiben wir aber allein mit unseren Sorgen, obwohl wir uns stützten könnten. Wenn beide Seiten aber unbedingt Entlastung suchen und beide sich kaum mehr was anhören können, dann ist das wohl das Spiel der Ertrinkenden, die sich an sich klammern, statt zu schwimmen und damit beide untergehen. Aber immerhin ist mir das bewusst, ich muss auch auf Arbeit aufpassen mich nicht zu sehr mit Ertrinkenden zu beschäftigen. Das ist hart, aber ein ertrinkender Rettungsschwimmer rettet halt auch keinen. Aktuell kommt mir die Realität manchmal unwirklich vor, es ist aber keine Dissoziation, es kommt nicht seltsames vor, aber ich habe einfach den Eindruck im falschen Film zu leben. Das mit Corona und dem Dauerlockdown kann doch gar nicht wahr sein. Wüsste ich es nicht genau, würde ich denken Deutschland hat eine kollektive Psychose und nur die Menschen, die bereits wegen einer Psychose in Behandlung sind, behalten einen klaren Kopf. Wer hätte mal gedacht, dass die Irren den Normalen erklären müssen wie man mit irren Zuständen und Isolation zurechtkommen kann? Immerhin heute Morgen Ruhe, Zeit und Friede für mich, die Dusche wartet und dann raus da in diese verrückte Welt in der ich mit meiner Andersartigkeit immer weniger auffalle.

Streit, Terror-Vogel, Insel und Rente

Guten Morgen, schon wieder eine zerhackte Nacht, aber ich fühle mich passabel. Etwas Sonne ist zu sehen und kein Laut zu hören. Gestern nirgendwo gewesen, keine Motivation und nur vor mich hin gearbeitet. Viel nachgedacht über den Streit auf Arbeit, eine Behauptung von vielen werde ich zurücknehmen, das Corona, die Arbeit und das Private einfach zu viel waren/sind, dafür kann die Kollegin nur bedingt was. Klar durch sie wurde die Arbeit noch anstrengender, aber dass es vorher schon zu viel war, dafür kann sie nichts. Ein lauer Tag grüßt und ich habe gestern zu viel Lasagne gegessen. Der Terror-Vogel schreit trotz Decke über den Käfig, er geht mir so sehr auf die Nerven, darf ich morgens nicht eine Stunde meine Ruhe haben? Der Vogel ist der größte und teuerste Fehlkauf seitdem ich Vögel haben. Er sollte ein Weibchen sein, er war extra teuer, weil geperlt, doch ein paar Wochen nach dem Kauf verlor er die Perlung im Gefieder und stellte sich als Mann heraus, der Tag und Nacht gerne schreit. Schwierig dazu zu dem Grundsatz bis an Lebensende zu stehen. Blutdruck ok, Herz etwas schnell, aber nicht gefährlich, keine Ahnung was ich heute Nacht träumte, kann mich an keinen Traum erinnern. Es ist seltsam jetzt ohne ihn zu leben, also er ist ja nicht gänzlich verschwunden, aber halt deutlich weniger da. Doch ich erinnere mich auch noch an den Nervfaktor, also unternehme ich nichts. Der Vater schreibt von der Insel, ich hoffe er hat eine gute Zeit, ich war seit 2018 nicht mehr da. Das war damals aber auch der Horror, weil der Vater keinen zweiten Bungalow gemietet hat und wir zur Beerdigung zu viert tagelang auf nur 30 m² hausten, war das schrecklich neben der sowieso schon schmerzhaften Trauer. Kein Rückzug, keine Privatsphäre, braucht man ja auch nicht, wenn man gerade seine Mutter beerdigt. ^^ Der Bruder ist dann nach ein paar Tagen ausgezogen und hat lieber am Pool geschlafen. Ich hätte wohl auch lieber auf eigene Kosten was anmieten sollen, statt diesen Horror zu ertragen. Aber ich glaube mein Vater hat einfach kein Verständnis dafür, dass es Menschen gibt, die Rückzug und Ruhe brauchen. Er ist eher so ein Gesellschaftsmensch, er braucht ständig Menschen um sich, um sich gut zu fühlen, ich bin genau das Gegenteil. Der Kaffee schmeckt und ich muss wohl noch Lebensmittel wegwerfen, die er mitgebracht hat, die Hitze der letzten Woche hat den Vergammelungsprozess beschleunigt. Zum Paketshop komme ich auch heute nicht, Öffnungszeiten die nicht zu meinen Arbeitszeiten passen. Bei der Apotheke bestellt, ja im Alter muss man mehr investieren, um sich „normal“ zu fühlen, überall Zipperlein, überall Handlungsbedarf, um den Laden am Laufen zu halten. Wobei ich auch resultieren muss, dass es nicht nur das Alter, sondern auch ein Resultat von Lockdown, Neuroleptika und Trauer ist, dass mein Körper in schlechter Verfassung ist. Manchmal fühle ich mich schon wie eine Rentnerin, nichts mehr von der „Ich bin unsterblich“ Haltung aus jungen Jahren. Wäre die Rente nicht so mickrig, wäre ich vielleicht schon Rentnerin. Aber eine EU-Rente, die noch nicht mal den Hartz-IV Satz erreicht, nimmt einen die Freiheit nach einer schweren Krankheit eine Auszeit zu nehmen. Also habe ich darum gekämpft als erwerbsfähig zu gelten, auch wenn ich es von 2013 bis 2016 wirklich nicht war und ich, trotz aller Bemühungen, auch heute nicht voll erwerbsfähig bin und es wahrscheinlich auch nie wieder werde. So viel zur „sozialen“ Marktwirtschaft, wo Kranke und Alte weiterarbeiten müssen, weil es sonst nicht zum Überleben reicht. Die Pläne jetzt das Rentenalter auf 68 anzuheben sind ein Hohn für mich, wie soll ich bis fast 70 arbeiten? Die Wahrscheinlichkeit, dass ich vorher sterbe und nie Rente bekomme, obwohl ich eingezahlt habe, ist leider höher. Da kann ich nur hoffen, dass mein Mann mich überlebt und wenigstens eine Witwerrente bekommt. Das ganze Rentengeld meiner Mutter ist unwiderruflich weg. Mindestens 30 Jahre eingezahlt und nichts bekommen. Zum Glück hat sie sich wenigstens ihre private Altersvorsorge, ein paar Jahre vor Ihren Tod, auszahlen lassen und in Immobilien gesteckt, somit haben ihr Ehemann und ich jetzt wenigstens etwas davon. Sie hatte immer Angst vor Altersarmut und wurde dann gar nicht alt, doch wie es scheint hat sie mich damit vor der totalen Armut bewahrt. Auf in den Tag, die Kollegin schreibt schon, aber ich bin noch nicht arbeitsbereit, erstmal duschen und vielleicht frühstücken und dann Mitmenschen.

Schlaf, Kollegin, Zahn, Impfen und Lotto

Endlich genug geschlafen, schon besser, gestern ging es mir den ganzen Tag nicht sonderlich, Schmerzen und totale Erschöpfung, also Mittagsschlaf und früh ins Bett. Sehr geärgert über eine Kollegin, die zur Verfolgung ihrer Ziele eine Realität zeichnet, die ich mit Fakten leicht widerlegen kann. Es ist aber so verdammt mühsam immer über alles zu diskutieren. Sein Zahnarztbesuch wird wohl hohe Kosten nach sich ziehen, ein Zahn ist halb tot und macht Ärger, jetzt heißt es zu entscheiden Rettungsversuch oder raus. Gestern angefangen zu telefonieren, aber kaum jemanden erreicht. Von meiner Seite aus gibt es keine Dringlichkeit, ich dachte nur von der anderen Seite. Wieder hat mich der Nachbar gegen 3 Uhr nachts geweckt, keine Ahnung was der gegen 3 in seiner Wohnung macht, ich werde davon auf jeden Fall wach. Er hat jetzt 10 Tage Arbeit am Stück, es wird Zeit, dass er aus einem Vertrag rauskommt, total übermüdet und mit Zahnschmerzen und Schmerzmitteln Fahrrad fahren in der Stadt, halte ich für eine riskante Geschichte. Heute nur Arbeit im Homeoffice für mich, sonst keine Termine, das finde ich gut. Still hier, habe mich noch immer nicht ganz daran gewöhnt hier wieder allein zu sein, manchmal laufe ich durch die Räume und suche ihn und bin dann erleichtert und enttäuscht zu gleich. Einen neuen Impftermin zu bekommen scheint derzeit unmöglich, dann halt nicht und das, obwohl die Berliner Impfzentren weiter an der Priorisierung festhalten. Da scheint es jetzt also sehr viele Leute der Priogruppe 1-3 zu geben, die jetzt versuchen einen Termin zu bekommen. Aber gut Priogruppe 3 ist mein Schatz auch, weil er systemrelevant arbeitet. Die doofe Kollegin versaut mir gerade die Freude an der Arbeit gewaltig, denn eigentlich mag ich meine Arbeit immer noch, aber ihr Verhalten nicht. Der Gedanke sich anders zu bewerben kommt ihretwegen immer wieder auf. Durch ihr nicht soziales Verhalten zerstört sie das Team. Meine Vögel schweigen, alles schweigt, durch graue Wolken ist etwas Sonnenschein zu sehen, 2021 ist hatte nie geplant so lange zu leben, aber bin immer noch da. Brauche eine neue Zahnärztin, es ist nicht so gut den Ärzten von einer seelischen Krankheit zu erzählen, es könnte sein, dass sie einen nicht mehr ernst nehmen und ohne Wissen zu der Krankheit und deren Medikamenten vermeidlich schlaue Ratschläge verteilen. Manchmal wünsche ich solchen Menschen ein paar Wochen in meinen Körper, vielleicht würden sie es dann besser verstehen. Gestern mal wieder so gekocht wie ich früher für mich allein gekocht habe, eine Gemüsepfanne aus Kartoffeln, Möhre, Bohnen und Zwiebeln mit Sucukwurst klein geschnitten. War lecker und schnell gemacht, anspruchsvoller kochen kann ich dann immer noch wenn jemand mit mir isst. Nix im Lotto gewonnen, aber ich denke das wollen gerade viele, der sichere Gewinner ist nur der Lotto-Anbieter. Aber was solls, es gibt derzeit sicher Leute die einen Lottogewinn dringender brauchen als ich, immerhin habe ich Wohnung, Arbeit und einen vollen Kühlschrank. Auf in den Tag, in besserer Verfassung als gestern, alles wird gut, irgendwann.

Ruhe, Seele, Vitamin D und Selbstbestimmung

Guten Morgen, Ruhe und genug Schlaf, mir geht es besser. Er hat woanders geschlafen, danke dafür. Zwar ist alleine einschlafen jetzt etwas gruselig, aber der lange Schlaf und die Ruhe jetzt ist es wert. Blutdruck auch wieder unten, die letzten Tage zu hoch und die ganze Zeit ruhelos. Auch keine Bauchschmerzen gerade, alles besser, wenn man(n) mich mal in Ruhe lässt. Ich genieße die Ruhe, auch mein Vogel hält den Schnabel. Gestern noch gechattet mit ner Freundin und mit einem alten Freund. Leider ist mein anderer alter Freund wieder im Knast, aber ich ahnte es. Ich meine er hat es keine 6 Monate in Freiheit geschafft, schade. Der Kaffee schmeckt und ich überlege mir mal wie viel ich heute arbeite, zwingend nötig sind nur 2 Stunden, später am Tag. Dunkel ist es, ein grauer Tag, vielleicht gehe ich wieder ins Bett. Aus dem Fenster gucken ist auch eine wichtige Tätigkeit. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass man derzeit aufpassen muss, was man sagt oder schreibt, viele reagieren sehr empfindlich. Also besser gar nichts sagen und vielleicht später ein Gespräch suchen. Auf die Kollegin nächste Woche kann ich nicht zählen, wie naiv von mir das zu hoffen, ich kenne sie doch. Gegessen gestern den Rest der Königsberger Klöpse und Beeren, die er von der Arbeit mitgebracht hatte. Er versteht nicht wie wichtig Ruhe und Schlaf für mich sind, ich erklärte ihm mehrfach wie wichtig das für mich ist wegen der Krankheit, damit sie nicht zurückkommt und er erwiderte nur, dass jeder Schlaf bräuchte. Er versteht einfach nichts. Aber gut er hat auch keine Ahnung was meine Krankheit bedeutet. Für ihn waren seelische Krankheiten vor Deutschland nicht existent. Den Vater und Bruder sehe ich Montag, bis dahin habe ich ruhe und kann atmen. Feststellen dürfen, dass mir die Vitamin D Einnahme nicht nur bei den Muskeln, sondern auch bei den Atemwegen hilft, es geht aufwärts. Passt aber eigentlich, denn ich erzähle schon mein ganzes Leben, dass es mir in sonnigen, warmen Orten/Ländern so viel besser geht, wahrscheinlich weil da auch mein Vitamin D Wert endlich im grünen Bereich ist. Deutschland mag ja wirtschaftlich interessant sein, aber das Wetter macht Leute wie mich fertig. Aber gut warten wir ab, der Klimawandeln soll ja auch bald Deutschland zu einem warmen Ort machen. Auswandern im Alter wird also vielleicht gar nicht nötig sein. Morgen auf einen Spaziergang eingeladen, vielleicht mache ich das, nachdem ich endlich wieder spazieren kann. Immer noch nicht ganz fertig mit der abschätzigen und aggressiven Reaktion auf meinen Vortrag die Woche, wie kann man im sozialen Bereich als Profi arbeiten und dann entsetzt sein, dass ein ehemaliger Patient wieder stabil ist und wichtige Arbeit macht? Ist das in deren Köpfen nicht vorgesehen? Angst um den eigenen Arbeitsplatz? Zu viel Selbstbestimmung für Menschen mit Erkrankung und/oder Behinderung? Sollte das nicht Ziel ihrer Arbeit sein? Egal ich habe wahrscheinlich nichts mehr mit denen zu tun, mir tun nur deren Klienten leid. Die Straße rauscht leise und ich genieße den Ruhepunkt, nichts gar nichts muss ich gerade, keiner stört, macht Krach oder Chaos oder will bedient werden. Keiner sieht mich im Pennerlook und findet mich vielleicht unsexy. Etwas Jazz auf den Kaffee und Kopfsalat:

Kollegin, Steak, Ehedings und das Elend der Stadt

Guten Morgen, endlich schlafen, ohne ihn, fast acht Stunden. Aufgewacht und Sonnenschein, wunderbar. Gestern die Kollegin verabschiedet, das ist immer noch traurig, aber wir schreiben uns auch privat, hoffen wir mal, dass der Kontakt hält. Gestern nach der Arbeit noch im Grünen gesessen, ausatmen und zu Hause dann Steak nur für mich und lange Telefonate mit zwei Freunden. Irgendwie gerade hoher Redebedarf, ich versuche dann mal in Schlaflosigkeit und bei doppelter Arbeitslast nicht krank zu werden. Er wird dann wohl im Juni temporär ausziehen, ich komme dazu nicht klar, einerseits möchte ich mal eine Weile meine Ruhe, anderseits werde ich ihn auch vermissen und habe Angst, dass es das dann war. Dieses ganze Ehedings, ist für uns beide wohl zu viel. Der Kaffee schmeckt, Brötchen warten und neben Aufschnitt gibt es auch Eier. Sehr gut, dass ich heute freihabe, das brauche ich und die drei Arbeitsstunden die diese Woche fehlen, die hole ich sicher wieder rein. Heute Liefertag, ich erwarte zwei Pakete und abends Lebensmittel, mal sehen, ob, wann was ankommt, besonders durch DHL. Er hat gestern Wasser besorgt, da brauchte ich dann nicht deutlich teurer bestellen, denn mit dem neusten Rückenvorfall werde ich den Teufel tun jetzt 10-20 Liter Wasser zu schleppen. Ich schätze mich schon glücklich, dass ich wieder laufen kann, gestern immerhin 2 km geschafft, bis ich dringend eine Pause brauchte. Genieße die Ruhe, den Sonnenschein und das hier keiner Chaos macht, wo vorher keines war. Vielleicht heute putzen, ganz sicher kochen, einatmen, ausatmen, gar nichts machen. Mal sehen wie sein neuer Job nächste Woche wird, er wird dann 40 Stunden aus dem Haus sein, dass sollte Entspannung bringen. Beruhigend zu wissen, dass eine Ratsuchende die ich abgegeben habe auch von den Kolleginnen als „große Herausforderung“ beschrieben wird, was sehr positiv gewählte Worte sind, es liegt also nicht nur an mir. Für den Moment geht es mir gut, keine schrägen Momente wie gestern, bin gerade sehr sensibel auf das Elend der Stadt und dank Corona gibt es davon deutlich mehr. Jetzt aber nur noch zu Hause sein ist auch keine Lösung. Ohne Ignoranz überlebt man diese Stadt nicht, zu viele gescheiterte Gestalten, besonders in Neukölln. Mal sehen, wann er wieder kommt, aber bis dahin darf ich wie Al Bundy auf dem Sofa sitzen:

Topper, Büro, Rechte, Bett und Sonnenschein

Guten Morgen, zu spät dran laut Plan, aber ich habe ja Gleitzeit und ich schaffe es trotz Verspätung noch ins Büro zum ersten Termin heute. Muss ich halt länger bleiben, aber halb so schlimm. Gestern kam der Topper und ich habe die erste Nacht darauf geschlafen, herrlich! Aufwachen ohne Schmerzen, ist schon eine geile Sache. So wie es derzeit scheint alles richtig gemacht mit dem Bettenkauf. Eigentlich auch heute nur bedingt Lust ins Büro zu fahren, aber ich habe Bürozeit gefordert jetzt habe ich sie und die wird auch wahrgenommen. Außerdem schrie auch schon eine Kollegin, das sie nicht mehr allein im Büro sein möchte. Er hatte wieder Nachtschicht, also wartete ich in der Nacht wieder, dass er sicher am Arbeitsplatz ankommt. Gekocht die Tage Tomatensoße, auf die italienische Art, heißt stundenlang und ich muss sagen eine Soße die 6 Stunden plus gekocht hat, schmeckt wirklich deutlich besser. Die beste Freundin würde mich wohl lieber als Single sehen, denn sie stänkert gegen ihn, aber aktuell bin ich auf seiner Seite. Kann sich aber auch wieder ändern. Denn sie hat ja recht, aber jedes der eigenen Rechte sofort zu 100 % einfordern oder Schluss machen, finde ich auch etwas radikal. Die Umstellung hier ist wirklich wie eine neue Wohnung, ich fange wohl erst jetzt an hier wirklich zu leben. Das alte Bett muss weg, die Matratze ist bereits im Müll, das Bettgestell wird morgen abgeholt und das Lattenrost wollte ich meistbietend verscherbeln. Die Sonne scheint, ein freundlicher Tag und draußen kreuzen Fahrradfahrer in Sommerkleidern. Alles gut, nur habe ich keine Lust die Laptop-Tasche ins Büro zu schleppen. Auf in den Tag, ich glaube, ein Ausritt ins Büro wird mir heute guttun.