Höllen-Nachbar, Coaching und Allergie

Guten Morgen, endlich mal wieder gut geschlafen. Gestern war hier die Hölle los, der Nachbar ist völlig durchgedreht und hat stundenlang ohrenbetäubend Lärm gemacht und gegen seine Decke geklopft. Arbeiten dabei unmöglich, denn jede Bewegung des Hundes in unserer Wohnung animierte ihn noch lauter zu werden. Das sein Krach gegen das Tapsen eines Hundes deutlich lauter war interessierte ihn nicht. Ich saß hier, konnte nicht arbeiten und hatte Angst. Ein Versuch beim SpDi anzurufen, aber da geht keiner ran und rausfahren tun die auch nicht mehr, die sozialpsychiatrischen Dienste in Berlin sind überlastet. Dann bei der Hausverwaltung angerufen, die waren sehr interessiert, empfahlen aber ich möge es erst mit unserem Hausmeister versuchen, der wäre groß und kräftig und würde ihn gut kennen. Gesagt getan, der nette Hausmeister hat dann bei ihm geklingelt und sofort war Ruhe im Karton. Nebenbei erfahren, dass er gar nicht Mieter ist, sondern seine Freundin und ihr rechtlicher Betreuer. Das die beiden nen Dachschaden haben wusste ich schon länger, aber dass der so groß ist, dass muss ich erstmal verdauen. Ich bin immer gegen die Diskriminierung von seelisch kranken Menschen, auch auf den Wohnungsmarkt, aber wer möchte solche Nachbarn haben? Sogar ich möchte das nicht. Fühle mich jetzt in meiner Wohnung nicht mehr 100 % sicher, habe Angst ihn zu treffen, sich darauf zu verlassen, dass die Polizei im Zweifelsfall schnell genug da ist, darauf verlasse ich mich lieber nicht. Er lässt eine Entschuldigung ausrichten, das glaube ich nicht wirklich, ich glaube er hat ein wenig zu viel konsumiert und ist gerade psychotisch. Zum Glück sind seine Kinder gerade nicht da, da bleibt denen das erspart. Ein Lärmprotokoll wird trotzdem geführt, aber erst ab heute. Ich will doch eigentlich nur Friede hier. Er hatte gestern lange Schicht, heute wieder, alleine mache ich die Tür hier nicht mehr auf. Nasenspray nehmen ist gerade Pflicht, die Birke macht mich sonst fertig. Gestern richtig lange im Wald gelaufen, ohne Pause, mein Bein wird immer besser. Gestern das Coaching ist ausgefallen, wenn 3 von 5 Teilnehmer daneben sind, ergibt es keinen Sinn. Im Angebot waren Migräne, Partner ins Krankenhaus gebracht und vom Nachbarn bedroht. Schöne neue Corona Zeit. Konnte gestern nicht mehr arbeiten, es war einfach zu laut und stressig hier mit den Nachbarn, also muss ich schauen diese Unterstunden wieder hereinzukriegen. Keine Ahnung wie es weiter gehen soll, ich mache dann mal weiter und hoffe das Beste oder auf die Polizei.

Kinder, Bestellung, Supervision und Krankenhaus

Guten Morgen, nicht so gute Nacht. Wach gewesen um 4 und aufgegeben um 7. Könnte aber auch an den Kindern im Haus liegen, die gerade schon wieder toben. Noch kurz ein letztes Mal meine Bestellung durchgesehen, vieles was ich Sonntag ausgewählt habe, ist jetzt nicht mehr verfügbar. Mal sehen was dann heute Abend tatsächlich ankommt. Nochmal bestellen ist bei Rewe eh nicht möglich, alle Lieferslots für meine Gegend sind bis Ende des Jahres ausgebucht. Ich plane ein wenig Weihnachten, wenigstens ein kleines Essen mit Freunden (ohne eigene Familie in Berlin) soll es sein. Ob mein Schatz dabei sein kann, ist unklar, es könnte sein, dass er Essen ausfahren muss. Gestern war nicht so wild, sehr ruhig im Homeoffice, aber durchaus Anfragen und Beratungen gehabt. Mal sehen wie es heute wird, heute mit Supervision und ich habe immer noch die Themen Abgrenzung und Hirnblutungen in meinem Gepäck. Nachdem meine Mutter an Hirnblutungen gestorben ist, finde ich es sehr bedrückend, wenn Leute mit ebenfalls Hirnblutungen zu mir kommen und jederzeit sterben könnten. Bei mir wird nicht gestorben! Aber mal sehen, was der Profi dazu sagt. Der graue zu frühe Tag wird mit Kaffee begossen, langsam wird es hell, schlafen kann ich vielleicht nochmal heute Nachmittag. Zum Negativ scannen bin ich nicht mehr gekommen, aber ab nächste Woche habe ich frei, dann kann es richtig losgehen, es warten hunderte Negative. Die Frau vom Vater ist im Krankenhaus, wegen ihrer gebrochenen Hand, ich hoffe sie kommt da schnell wieder raus. Das Krankenhaus ist aus meiner Sicht niemals ein guter Ort. Pinke Rosen lassen ihre Köpfe hängen, bevor sie erblüht sind, schade, ich fand sie so schön. Auf in den Tag, heute wird mal früh gearbeitet, dann wird dass auch was mit dem Nachmittagsschlaf.

Krankenhaus, Bürgeramt, ES und Kinderwanderung

Genug geschlafen, aber schlechte Nacht. War wach mit Herzrasen, vielleicht weil mir vor dem Einschlafen ein traumatisierender Krankenhausaufenthalt aus meiner Kindergartenzeit eingefallen ist. Dieser Aufenthalt im Krankenhaus könnte die Ursache für viele meiner Alpträume sein. Gestern beim Bürgeramt aufgeregt, erst kam mein Bus zu spät, ich renne also zum Termin und da steht vor mir eine Frau, die als ich vorbei will „Abstand“ schreit. Ich erklärte ihr, dass ich gerade jetzt einen Termin im Bürgeramt habe, doch sie behauptete sie auch und das ich Abstand halten und warten müsste. Wie sich dann herausstellte, hatte diese Dame gar keinen Termin, sie war im falschen Bürgeramt und fing dann als man sie wegschicken wollte an zu diskutieren und zu betteln. Während mein Termin bereits aufgerufen war und ich ihretwegen nicht zum Termin konnte und warten musste. Zum Glück hat meine Sachbearbeiterin auf mich gewartet und ich konnte meinen Termin dann 5 Minuten zu spät noch wahrnehmen. Der Spaß ging dann aber mit der Bearbeiterin weiter, die tippte in ihr System und fragte dann doch tatsächlich: Was will „Es“ denn, der Ausweis ist doch noch gültig. Ich erklärte ihr, dass ich geheiratet habe und das es eine Namensänderung gibt und der Termin war schnell erledigt. Über das „Es“ habe ich mich dann aber noch sehr aufgeregt. Ja man kann Spaß haben im Bürgeramt.^^ Heute früh wach geworden durch eine laute Kinderwanderung im Haus, ich finde das muss nicht um 7 Uhr morgens sein. Ein grauer Tag grüßt und ich muss heute ins Büro, früh genug wach bin ich auf jeden Fall. Der Blutdruck ist weiterhin unauffällig, nur mein Puls ist zu hoch. Der Kaffee schmeckt und das Brot ist heute aufgetaut. Gegessen gestern Reste vom Reis und mein letztes Menü aus der Kochbox. Für den Moment nicht so gut gelaunt, gerne würde ich mit meiner Mutter über den Krankenhausaufenthalt als Kind sprechen, aber sie ist nicht mehr da. Ich habe keine Ahnung welches Krankenhaus das war, noch wie lange genau ich da war, ich erinnere mich nur, dass ich erst in einem Zweibettzimmer war und später dann auf die Kinderstation mit sehr vielen Kindern in einem Raum musste, was ziemlich schrecklich war. Auf in den Tag, schnell das Bürgeramt gestern vergessen und nicht soviel über den Krankenhausaufenthalt nachdenken. Mein Leben ist jetzt, als erwachsene Frau und nicht als Es.

Aufgewacht, Karriere, Liebe und Lilien

Moin, war das eine seltsame Nacht. Aufgewacht gegen 6 und verwirrt gewesen, ob es morgens oder abends 6 Uhr ist. Er hat sich gestern Abend nach der Arbeit nicht mehr gemeldet, ich hoffe, das ist kein schlechtes Zeichen. Früh ist es, viel zu früh, aber ich möchte früh auf Arbeit sein, um endlich ein paar Unterstunden abzubauen. Gestern nicht viel passiert, eine Beratung, ein Antrag, einkaufen bei Lidl und abends ein paar Status E-Mails von der besten Freundin. Heute muss ich auch noch irgendwas einkaufen, was ich morgen für den Vater kochen kann. Bisher habe ich keine Idee. Die Gehaltsabrechnungen lagen gestern schon da, ich hoffe, das Geld kommt Anfang nächster Woche. Nächste Woche muss ich wieder zum Senat, überhaupt keine Lust darauf.  Gestern nur eine Pizza gegessen, nachdem es Donnerstag keine Pizza gegeben hat, gab es die halt gestern. Ich habe Angst ihn zu verlieren, aber gleichzeitig denke ich, dass mein Eremitenleben mit Karriereambitionen auch genug Programm ist. Eigentlich will ich beides, eine Liebe und Karriere, aber irgendwie scheint das nicht kompatibel zu sein. Ich hatte mich aber schon mal für Karriere entschieden und das war ein großer Fehler, der im Krankenhaus und in Isolation endete. Die Erbsachen sind immer noch nicht geregelt und der Gedanke, dass ich mir einen Anwalt suchen sollte, nicht ganz vom Tisch. Rosa Lilien blühen im Wohnzimmer und ich muss mich wohl einfach überraschen lassen, was das Leben so bringt.