Regen, leere Regale und mach es dir selbst

Guten Morgen, mitten in der Nacht ins Bett, jetzt schon wieder wach. Aber es gibt Regen! Alle Fenster auf und zusehen, wie die Temperatur fällt. Gestern noch viel gekocht und gebacken, mein Seelenberuhigungsprogramm. Es gibt hier jetzt Kartoffelsuppe, Bolognesesoße und Brownies mit Kirschen und einem Schuss Amaretto. Einkaufen im Supermarkt um die Ecke gestern, eine sehr enttäuschende Geschichte, denn fast alles, was ich wollte, war ausverkauft. Neben mir neue Gesichter aus der Ukraine, die genau wie ich auf die leeren Regale schauten. Was es noch gab, war halt teuer, heute bleibt es herauszufinden, ob das nur in meiner Ecke so ist, oder auch anderswo. An so einem heißen Tag wie gestern keine Getränke kriegen, war auf jeden Fall bitter.

Gestern versucht Hilfen für mich zu organisieren, niemanden erreicht oder Warteliste. Warten, bis man vergessen hat, was man wollte. Graue Aussichten finde ich gerade herrlich, da draußen konnte ich mich gestern wegen der Hitze kaum bewegen. Wieder angefangen Müsli zu essen, mein Magen dankt es mir. Heute ein Therapiegespräch, aber ich ahne schon, sie wird mir bestätigen, da ist Therapiebedarf, aber gleichzeitig verkünden, da gibt es keinen Platz für mich. Das hatten wir schon mal letztes Jahr, zurückgelassen worden, mit einer Therapeutenliste, bei der keiner ans Telefon geht und/oder kein Platz da ist, oft auch keine Warteliste. Da kann man schon mal wütend werden, wenn das vorwiegende Gefühl nicht gerade schwere Depression ist. Das Motto unseres Gesundheitssystems ist wohl: „Mach es dir selbst!“

Heiß, Blutdruck, Therapie und das Geschäft Gesundheit

Guten Morgen, des Zauber des Bloggens scheint vorerst vorbei für mich zu sein. Zu heiß zum Schlafen hier, lediglich ein paar Stunden in der Nacht, bis die Vögel grüßten. Gestern beim Mann gewesen, geschlafen, nach Hause, geweint, wieder sehr viel geweint. Ich will meine Vergangenheit nicht, ich denke, niemand will die. Auch meine Gegenwart ist nicht der Hit, aber immerhin gibt es die. Lebensmittel bestellen wollen, aber jedes Mal bei 100 Euro und mehr gelandet, zu viel Geld für Ende des Monats. Zu viel Geld für eine Frau, die gerade eh nur bedingt isst. Also doch zum Supermarkt, wenn ich auf der Straße in der Hitze nicht wie ein Käfer verbrenne. Kochbox für nächste Woche wieder reaktiviert, mit Gutschein sind die gerade günstiger als der Supermarkt. Vielleicht heute das hier gekocht, obwohl ich den Eindruck habe, Kartoffelsuppe wäre besser für den Magen-Darmtrakt.

Der Ventilator, mein Freund, Schatten Notwendigkeit, Blutdrucksenker bei diesem Wetter unnötig, aber die Ärztin sprach von einem zu haltenden Blutlevel, kurzum ich bin abhängig von den Pillen. Plötzliches Absetzten könnte zum Tod führen, auch wenn ich gerade bei der Hitze eher Werte von 110 zu 70 habe. Scheiß abhängig machende Pillen, für mich nichts anderes als legale Drogenabhängigkeit. Für mich ist die Pharmaindustrie leider zu oft der staatlich legitimierte Drogendealer. Ein Geschäft, an dem beide verdienen. Die Krankenkassen sind auch dabei, denn wirkliche Heilung ist teuer, also Pille rein und Deckel drauf, solange es gut geht. In meinem Fall bedeutet das, keine Therapie für Seele oder Körper, sondern Pille darauf. Psychotherapie oder ein überdachtes Sportprogramm, viel zu langfristig und teuer, lieber Pillen darauf, keine Heilung, aber scheinbare Linderung, starke Nebenwirkungen und sehen wie lange ich das überlebe. Ein toter Patient ist halt der günstige Patient für die Kasse.

Durch die fehlende Psychotherapie, Pillen genommen, die die erst meinen Geist, dann meine Gefühle und letztendlich meinen Körper zerstört haben. Da wieder durch erpresste Reduktion herausgekommen, aber mit starkem Übergewicht und Angst- und Panik. Bluthochdruck, der wieder mit appetitsteigernden Pillen behandelt wird. Weiter zu genommen, doch mit jedem Kilo mehr, brauche ich mehr von den Blutdrucksenkern, immer noch keine Therapieangebote der Krankenkasse, weder für Seele oder Körper. Dabei die Schuld immer wieder dem Patienten geben, ja warum haben sie denn nur 10 Therapeuten und nicht 20 angerufen? Beim 20ten Therapeuten hätte sie sicher einen Platz erhalten!? Ja, warum ernähren sie sich nicht richtig und machen Sport? Ja, dann wären die Blutdrucksenker nur halb so schlimm! Zuzahlungen dazu? Äh, nein, Medikamentennebenwirkungen sind ihr Problem.

Ein Teufelskreis, aus dem man selber wieder rauskommen soll. So wird an Therapien gespart und gleichzeitig durch die Gabe von Medikamenten verdient. Ein optimales Geschäft, außer für den Patienten. Wie soll ein krankes System gesund machen? Stimmt, gar nicht. Es ist ein Sterben auf Raten, mit immer mehr Pillen, die aber nicht heilen. Genug gekotzt, meine Mutter ist durch die Kombination starke Schmerzmittel und Blutdrucksenker schon tot, ich kämpfe dann mal weiter, allein, obwohl ich jeden Monat hunderte Euro an die Krankenkasse zahle. Was ist ein Glück wert, dass nur den Pharmazeuten ehrt?:

Homeoffice, Halloumi, haariger Hobbit, Offener Dialog und Scham

Guten Morgen, endlich mal wieder richtig geschlafen. Kalt ist es draußen, Minusgrade, das Fenster in der Küche leicht beschlagen. Homeoffice gestern nicht spektakulär und spazieren gegangen. Der Mann wollte vorbeikommen, ich aber nicht, es gab mal Zeiten, wo ich auch späte Verabredungen wahr genommen habe, diese Zeit ist nicht jetzt. Sonne ist zu sehen und ich bin noch nicht ganz da. Dem Vater für die ganze Woche abgesagt, aber er will mich morgen vielleicht doch sehen. Ich schimpfe dazu nur innerlich, sage aber wenig, immerhin dem Hund geht es gut. Heute auch Homeoffice und sollte der Mann vorbeikommen, wieder Wraps. Ansonsten Halloumi mit Mandelcouscous. Fühle mich anders, wie eine junge Seele im alten Körper, mein ganzes Leben war es andersrum. Vielleicht bin ich endlich so alt, wie ich mich schon immer fühle? Der Vogel krakelt und zum Schweigen gebracht, was gebe ich für einen Garten mit Voliere für die Vögel, das wäre die optimale Lösung, Vögel in der Wohnung haben, ist allergiebedingt nichts für mich. Gestern abends ein bisschen Beauty gemacht, wollte nicht haarig mit Hobbit Füßen ins Schwimmbad heute.

Tendenziell geht es mir körperlich besser, fast keine Schmerzen gerade. Was Neuroleptika alles zerstören, in meinem Fall deutlich mehr, als sie geheilt haben. Die Pillen waren nur gut, um mich anfänglich zu beruhigen, aber alles danach, musste das sein? Ist das wirklich Lebenserhaltung, wenn man mit Pillen Persönlichkeit und Körper zerstört? Denn sie wussten nicht, was sie tun? Was ist mit „Offener Dialog„? Ach stimmt, zu personalintensiv, die Pillen sind erstmal günstiger für das System. Medikamentenzombies später sind aber dann wieder sehr, sehr teuer für das System, es sei denn sie sterben früh, was auch oft der Fall ist. Ich freue mich sehr, dass ich dieses Jahr die „Offener Dialog“ Ausbildung machen darf, eine erprobte Heilungschance von über 80 % sollte doch auch die Krankenkassen überzeugen? Aber gut, das wird der Pharmaindustrie nicht gefallen, die an den aktuellen Behandlungsmethoden bis zum Tode reichlich verdient. Mein ganzes Leben erfreute ich mich an guter körperlicher Gesundheit, bis ich verpflichtet wurde Pillen zu nehmen, seitdem geht es abwärts. Genug Kritik zum Morgen, obwohl es gibt nicht genug Kritik an Medikamenten und einem System, dass Menschen nicht heilen oder wenigstens stabilisieren kann und sie schrittweise in den Tod schickt.

Anders Thema, der Kaffee schmeckt, die Kippe gar nicht und ich freue mich auf das Schwimmen, zum Glück sind da keine Models anwesend, sondern hauptsächlich Omas und Muttis, da brauche ich mich dann weniger schämen. Dazu ein Ohrwurm zum Schämen:

Altgeräte, Krankenversicherung, Pizza und Motivation

Tag, alles ok so weit. Blutdruck wieder zu hoch, aber noch nicht gefährlich. Vodafone schreibt sie haben die Altgeräte erhalten, wunderbar, keine 3stellige Zahlungsverpflichtung für Elektroschrott. Das Geld für sein Weihnachtsgeschenk ist auch zurück und seine Krankenversicherung lässt ihn gehen, auch wenn sie auf eine Vertragszeit bis Oktober bestehen könnten. Alles gut so weit, gestern hat er sogar auf Deutsch dem Arbeitgeber seine neue Kontoverbindung mitgeteilt. Wunderbar. Alles gut gelaufen, was wir da im Dezember angeschoben haben. Der Tag grüßt grau und ich sitze verpeilt mit Sturmfrisur am Rechner während er sich fertig macht. Heute ein langer Tag, ich werde nach der Arbeit direkt zum Vater fahren und Pizza machen. Damit werde ich heute 12 Stunden aus dem Haus sein. Der Kaffee schmeckt, die Kippe auch und nur die Laptopbatterie macht schlapp. Heute Recherchen und Beratungen, ich denke, der Tag geht schnell vorbei. Gestern auf Arbeit ging schnell vorbei und Spaß hatte ich dabei auch. Die Motivation von gestern ist aber heute Nacht irgendwo verschwunden. Aktuell sitzt da eher ein verpenntes, unmotiviertes Wesen vor dem Rechner, krallt sich am Kaffee fest und möchte da nicht raus. Mein Magen rumpummbelt derzeit heftig, irgendwie sind wir beide magenkrank, keine Ahnung was wir falsches gegessen haben.  Er ist jetzt dafür Türen in der Wohnung zu schließen, um Heizkosten zu sparen, ich fühle mich aber in geschlossenen Räumen nicht so wohl, ich bekomme schnell Atemnot. Ich lebe schon so viele Jahre mit offenen Türen in der Wohnung, dass mir gar nicht klar war, das mir offene Türen in der Wohnung ein Bedürfnis sind. Da heize ich sogar lieber, statt stundenlang in einem stickigen, kleinen, geschlossenen Raum zu sitzen. Tulpen blühen im Wohnzimmer und Büro und sind Vorboten für Ostern. Auf in de Tag, ab unter die Dusche, auch heute geht vorbei.

Post, Bank, Krankenkasse und einkaufen

Guten Tag, morgen war einmal, bevor ich bei der Deutschen Post, bei der Sparkasse und bei der Krankenversicherung war. Endlich geschafft Vodafone ihren Elektroschrott zurückzusenden, sein Weihnachtsgeschenk auch und dann noch die Einschreiben an das Bafögamt und die Rentenversicherung. Weiter ging es zur Bank, endlich ein Girokonto für ihn eröffnen, erst fast abgewimmelt worden, weil wir keinen Termin hatten, aber dann doch noch einen englischsprachigen Berater bekommen und erfolgreich das Konto eröffnet. Keine Ahnung, warum das ohne mich nicht möglich war, obwohl er es mehrfach allein versucht hat. Danach zu seiner Krankenkasse, die trotz geringen studentischen Einkommen einen hohen freiberuflichen Beitrag von ihm wollen, was laut deutscher Gesetze und Vertragsdetails auch bis August 2020 zulässig ist. Blöd, dass er auch eine deutlich günstigere private Studentenversicherung hätte haben können, aber niemand hat ihn dazu informiert. Jetzt steht der Vertrag mit der sauteuren Versicherung aber und es liegt an der Kulanz des Chefs, ob er vielleicht doch früher raus darf. Bei mir gestern nicht viel passiert, nicht das Haus verlassen und mich sehr gefreut als er wieder kam, ich scheine ihn wohl doch sehr vermisst zu haben, denn heute Nacht hing ich wie eine Klette an ihn. Einkaufen müsste ich, aber ansonsten heute nichts mehr, genug geschafft für heute und sollte irgendwer meinen Schatz diskriminieren, kriegt er oder sie es mit mir zu tun. Das Wetter ist mies und ich trinke Saft und blinzele in den Tag, genug geschafft für dieses Jahr.

Krankenkasse, Bürokratie und Luxusleben

Mahlzeit, mein freier Tag begann turbulent, denn er hat ein Problem mit der Krankenkasse und die verschiedenen Sachbearbeiter erzählten nicht richtige und verwirrende Sachen. Zum Glück löste sich dieser Knoten noch auf, aber es wird so oder so eine finanziell belastende Geschichte für ihn. Tut mir irgendwie leid, dass ich jetzt die Person bin, die ihm erklärt, wie die scheiß Bürokratie in Deutschland läuft. Jetzt ist er weg, arbeiten und ich muss mich erstmal entspannen und mein Frühstück nachholen. Der Haushalt sieht wirr aus und ich muss unbedingt aufräumen. Gestern mit dem Vater war ganz schön und unser Essen lecker, der Hund hat sich nicht sehr gefreut mich zu sehen, wollte dann aber später doch kuscheln. Keine Ahnung was ich mit dem Tag anstelle, aktuell erstmal Frühstück und Wäsche waschen. Vielleicht ganz gut, dass wir uns die nächsten Tage nicht sehen, ich muss mich erholen. Liege im Kleid herum und die Dusche ruft, heute ist wohl der Tag, wo ich dankbar bin, dass meine Lebensverhältnisse nicht so schwierig sind und ich in Sicherheit lebe. Mein Leben ist im Gegensatz zu seinem ein Luxusleben. Irgendwie erinnert mich das alles an meinen Ex, wo ich auch ständig die Bürokratie Helferin war. Gut mittlerweile bin ich auch beruflich eine Bürokratie Helferin, seine Probleme sind also nicht wirklich eine Herausforderung für mich, aber irgendwie habe ich jetzt schlechte Laune, weil er ein Problem hat, dass nicht so leicht zu lösen ist. Auf in den Tag, mir geht es gut.