Nachtschicht, Frühling, Supervision und Zähne

Guten Morgen, zu früh wach, aber wach ist wach. Er sollte seine Nachtschicht beendet haben, ich hoffe, es geht ihm gut. Zum Glück ist die Übelkeit und Schummrigkeit vorbei, das war ja nicht auszuhalten. Der Vater hat Geburtstag, doch sein Geschenk ist gestern im Paketshop gelandet. Mal sehen, ob ich es heute abholen kann. Aktuell sehe ich Sonne und grau blauen Himmel ohne Wolken, das sieht fast wie Frühling aus. Vorgestern endlich die Haare gefärbt, da ich am Hinterkopf nichts sehen kann, hatten sich dort wunderbare graue Strähnen entwickelt, die ich monatelang nicht entdeckt hatte. Heute früh ins Büro, die Supervision wartet, aber ich hadere noch mit mir, ob ich meine problematischen Fälle offen lege. Lege ich sie offen, kriege ich Entlastung, aber vielleicht auch ein Handlungsverbot. Die Tage die Sendung „Irre! Wir behandeln die Falschen!“ entdeckt und für sehr gut befunden, selten so sehr über die Psychiatrie gelacht. Vögel kreuzen den Horizont und mein Schatz hat sich verfahren und ist in Potsdam. Kann passieren nach einer Nachtschicht, fände ich aber selber gar nicht witzig. Heute Labbertag und eine Beratung, wird sicher anstrengend. Die Zahnschiene ist zwar nicht gerade sexy, aber ein Segen, ich habe morgens keine Zahnschmerzen mehr und fresse nicht meine eigenen Zähne auf. Sicher wäre es besser herauszufinden, warum ich Zähne knirsche und das zu beheben, die Zahnschiene ist aber die Soforthilfe. Brötchen sind im Ofen und meine Vögel schweigen, ich vermisse ihn, obwohl wir uns erst gestern Morgen gesehen haben. Alles friedlich in meiner kleinen Wohnung, aber schaut man sich den Mietenwahnsinn an, weiß ich, ich habe nichts zu meckern und sollte einfach nur glücklich sein. Auf in den Tag, alles wird gut.

Stein, Labbertag, allein und Hochzeits-Alien

Moin, derzeit meine Spezialität: Schlafen wie ein Stein. Auch heute Nacht, eine traumlose Auszeit ohne Unterbrechungen. Ich weiß ein Geschenk, erst neulich klagte eine Frau, dass sie gern mal wieder lange und tief durchschlafen möchte, ich kann das im Gegensatz zu ihr. Gestern auf Arbeit nicht viel passiert, besonders abends wurde es etwas langweilig. Heute Labbertag, das wird anstrengend. Heute früh allein und das ist auch gut so, wir haben uns die letzten Tage viel gesehen. Feststellen dürfen, dass ich mich in einem potenziellen Hochzeitskleid fühle wie ein Alien, das passt einfach nicht zu mir und auch die beste Freundin fand die Fotos im Kleid merkwürdig. Es ist ja auch merkwürdig, Jahrzehnte habe ich mich dagegen gewehrt und jetzt versuche ich es und es fühlt sich fremd und unpassend an. Ich bin halt keine Braut, ich bin eher der Kumpeltyp. Mal sehen wie ich mit diesem Problem umgehe, aber ich vermute komme ich in einer lila Latzhose zur Hochzeit, wird er blöd gucken. Aber gut, dass ich kein stilles, kleines, Weibchen bin, sollte er jetzt schon wissen. Schauen wir weiter, vielleicht wird es auch einfach nur ein schönes Kleid ohne diesen ganzen weißen Spitzenkram. Grau grüßt der Tag, Abwechselung ist derzeit nicht angesagt, wir haben grau oder grau bei mittleren Temperaturen. Denke viel über den Tod meiner Mutter nach, sie war zum Ende hin eine körperbehinderte Schmerzpatientin, davon bin ich weit entfernt, also lebe ich länger? Irgendwas muss ich ja von meinem genetischen Vater haben, ich hoffe ich habe seine Hirngefäße, die nicht so schwach sind, wie die von meiner Mutter. Auf in den Tag und die männerlose Ruhe genossen, morgen geht es wieder zum Vater, denn er möchte die Pizzaabende doch nicht einstellen. Auf in den Tag, in Hosen und Turnschuhen, so ganz ohne Kleid.

Schlaf, Labbertag, Lotto, Pizza und Valentinstag

Guten Morgen, wer ständig wach um acht ist, der muss einfach um spätestens Mitternacht schlafen. So geschehen gestern, denn ich brauche dringend Schlaf. Arbeit gestern an die Kollegin weitergeben, kann nicht sein, dass wir zu dritt sind, aber ich 5 von 6 Tagen die Verantwortliche bin. Jetzt bleiben mir 3 Tage, immer noch mehr als die Kolleginnen. Gestern großer Labbertag und es gab viel zu bereden, sehr anstrengend, besonders wenn Tränen dazu kommen. Gestern abends nur schnell gekocht und Wäsche gewaschen, mehr nicht, ich brauche gerade kein „Mehr“. Heute wieder Beratungen, mal sehen wie es wird, gestern fühlte ich mich kurzzeitig wie ein totaler Versager, was die Arbeit angeht. Ich bin mittlerweile ein dummes Lotto-Schaf geworden, ich gebe Geld aus für die Hoffnung auf einen Gewinn, aber ich gewinne nie oder wenn den Einsatz. Ziemlicher Schwachsinn Geld auszugeben für eine minimale Gewinnchance, das Geld Obdachlosen zu schenken wäre sinnvoller. Das Büro wird heute voll, sehr unangenehm, das Büro ist einfach zu klein, wenn alle sich entscheiden gleichzeitig zu kommen. Heute Abend Pizza mit dem Vater und Hund, ich habe mich von der anstrengenden Hundewoche noch nicht erholt. Auf so ein Fellmonster aufpassen, ist halt doch nicht ohne. Morgen Valentinstag, ich habe ihn verpflichtet vorbeizukommen, um mich zu umarmen und zu küssen, mehr erwarte ich nicht, aber das muss schon sein. Auf in den Tag ein blauer Himmel grüßt und ich sehe auch etwas Sonnenschein, weitermachen.