Falsche Maske, Atteste, Lachs und Büro

Guten Morgen, ganz passable aber zu kurze Nacht. Gestern auf Arbeit viel zu tun und danach zu Netto. Der Einkauf war gut, aber danach den Assi-Nachbarn über den Weg gelaufen, sonst treffe ich die selten, aber gestern nach dem Streit natürlich sofort. Bin ich froh, wenn diese Woche geschafft ist, ich will nur schlafen. Eine Kollegin rief gestern an, nachdem sie lautstark des Bioladens verwiesen wurde, weil sie eine medizinische Maske statt FFP2 trug. Dass Sie überhaupt Maske trug ist bei ihr schon ne Leistung, die mühsam mit dem Therapeuten erarbeitet werden musste. Denn Sie ist seelisch schwerbehindert und hatte auch ein Attest darüber dabei. Sie hatte ihren Schwerbehindertenausweis gezeigt, aber wollte halt nicht das Attest mit allen Diagnosen einen wildfremden Mitarbeiter aus dem Supermarkt zeigen. Ich glaube da können wir uns bei den Idioten bedanken, die sich massenhaft Gefälligkeits-Atteste haben geben lassen, damit sie keine Maske tragen müssen, obwohl sie es könnten. Sie kann wirklich schlecht Maske tragen, genau wie ich, gestern im Supermarkt wieder eine Panikattacke wegen der Maske bekommen, aber durchgehalten. Habe ihr die Bestelldienste in Berlin empfohlen, falls sie bald in keinen Supermarkt mehr kann. In was für einer Welt leben wird, in der die schwerbehinderte Risikogruppe, die wir angeblich schützen wollen, nicht mehr vor Ort Lebensmittel kaufen darf. Es kann doch nicht sein, das Menschen nicht mehr Öffentliche fahren dürfen und nicht mehr einkaufen dürfen, weil sie zu krank für eine Maske sind. Auch ich brauchte lange, um mit Maske in den Öffentlichen nicht ständig panisch zu werden. Immer noch Angst vor den Nachbarn, die belauschen uns, aber ich belausche sie jetzt auch und habe mein Lärmprotokoll begonnen. Soweit muss es kommen, dass ich hier Stasi mache und jederzeit die Polizei rufen würde. Das bin eigentlich nicht ich. Heute ins Büro, bin gespannt wie das wird, zwei Beratungen warten, ich werde mein Bestes geben. Er schläft noch, gestern gab es Lachs, der sehr lecker war. Wieder zu kleine Portionen, aber dann halt ein bisschen Brot hinterher. Die Sonne scheint und ich habe Frauenschmerzen, alles wird gut, irgendwann.

Lachs, Rassismus, Harissa und Adoption

Guten Morgen Berlin. Nacht ok, aber nicht der Hit und jetzt wartet der Sonntag. Werde zum Vater fahren und heute und japanisch angehauchten Lachs machen. Gestern heftige Diskussionen mit ihm betreffend seiner Jobchancen, er glaubt mir gar nichts und ist einfach nur frustriert. Diese Negativität kombiniert mit Rassismus-Vorwürfen an die Deutschen ist schwer auszuhalten. Ich möchte nach anderen Gründen suchen, warum das mit dem qualifizierten Job bisher nicht geklappt hat, aber vielleicht liege ich auch falsch. Gestern Homeoffice war ok, viel telefoniert und dann nach der Arbeit zu Netto. Da gab es dann tatsächlich 50 % Rabatt auf Obst und Gemüse. Für meine Arbeit wieder etwas Zuversicht gewonnen, dass es irgendwann wieder gut wird. Ich arbeite dann mal weiter und versuche mir nichts anmerken zu lassen. Der Kaffee schmeckt, Blutdruck ist erfreulich niedrig und der Sonntag grüßt grau. Er arbeitet gerade viel in Doppelschicht und hat keinen Tag frei, nein damit möchte ich nicht tauschen. Muss dringend abnehmen, die letzten Kilos mehr, sind einfach zu viel insgesamt. Seitdem ich das Medikament morgens nehme, verspüre ich den ganzen Tag Übelkeit, aber schlafe besser in der Nacht. Gestern gab es bei uns wieder seine geliebten Entenkeulen mit Harissa-Ofengemüse, war lecker, aber mit dem Harissa war ich etwas zu großzügig. Wer lange alleine lebt entwickelt Angewohnheiten, die andere seltsam finden, fällt einem nur nie auf, weil ja niemand da ist. Solche Eigenheiten habe ich auch, aber jetzt sind sie mir etwas peinlich. Alles sofort ändern, geht aber auch nicht. Morgen frei, ich muss unbedingt noch zum Hausarzt, gestern eine freundliche Erinnerung bekommen, das mein Gesundheitszeugnis für die Adoption fehl. Ich habe aber Angst vor einem Gesundheitszeugnis. Auf in den Tag, weiter starke Frau spielen, obwohl die eigentlich auf die Insel will.

Kartoffelgratin, Corona-Distanz, Klobrille und Schnulze

Guten Morgen, noch ein freier Tag allein, ich weiß noch nicht wie ich das finde. Gestern endlich den Kniff rausgekriegt wie man selber Kartoffelgratin macht. Dazu gab es Lachs und Salat. Bin traurig seinetwegen, ich sagte noch vor Wochen zu ihm: Lass Corona nicht zwischen uns kommen. Doch tata! Corona führt dazu, dass wir uns nicht mehr sehen. Das erzeugt bei mir derzeit eine Stimmung, die ganze Beziehung mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Aber gut schlaue Ratgeber sagen, dass man derzeit besser keine Beziehungen beendet, weil man es später vielleicht bereut. Der DHL-Bote kam gestern noch, aber ohne Farbeimer, dafür mit meiner neuen Klobrille. Das war mein Highlight des Tages gestern, eine schöne, neue, blaue Klobrille und ihre Montage. Ich freue mich über den Anblick und auch das Sitzgefühl ist dank Holzkern deutlich angenehmer.  Vielleicht heute etwas putzen, es gibt genug zu tun hier, Staub wischen, ist immer möglich und Fenster putzen wäre die Kür. Haare färben müsste ich auch mal, ich werde immer grauer, wie grau ich allerdings schon bin weiß ich nicht, denn ich färbe ja regelmäßig. Ich werde aber nicht einfach wie meine Mutter die grauen Haare wachsen lassen, denn das führte bei ihr dazu, dass sie plötzlich im Alter bis zu 20 Jahre älter geschätzt wurde. Ich fühle mich zu jung, um als Rentnerin durchzugehen. Brötchen warten im Tiefkühler, aber ich habe keinen Hunger. Die Nachbarin holte gestern ihr Paket mit Mundschutz ab, ich habe auch ein Paket Mundschutz bestellt, das nächste Woche da sein sollte. Die Vorstellung allerdings mit Mundschutz im Büro zu sein und dort mit Mundschutz zu beraten, finde ich sehr seltsam. Immerhin es ist Frühling, das gibt Hoffnung, die Natur ist gerade schwer beschäftigt alles wachsen und blühen zu lassen und ich schaue zu. Und weil gerade alles so kacke ist, heute eine Schnulze aus der Teenagerzeit:

Abgebrannt, Zuchininudeln und Weihnachten

Ahja Morgen, nicht so genial geschlafen, denn er war spät zu Hause und dafür früh wach. Eine Kombination die ich nicht bevorzuge. Er hat gestern die Küche fast abgebrannt und gestern Nacht gescherzt, dass ich das bestimmt aufschreibe, richtig, das mache ich. Auf Arbeit gestern etwas ruhiger, ich durfte am Nachmittag allein arbeiten, das fand ich gar nicht schlecht. Viele Leute wollen vor Weihnachten noch beraten werden, also heißt es nächste Woche Endspurt. Ich sollte noch nach Weihnachtsgeschenken schauen, für die Kinder, nicht für die Erwachsenen. Der Vater ist wieder in Berlin, ich werde ihn morgen sehen und Nudeln mit Zuchininudeln und Lachs in Sahne kochen. Gestern nach der Arbeit noch etwas aufgeräumt hier, dadurch dass ich am Montag Zahnarzttermine hatte und habe, komme ich nicht zum Putzen. Weihnachten kann kommen, wenn ich alle beraten habe, eine neue Krone habe und beim Psychiater neue Pillen abgeholt habe. Der Kaffee schmeckt und draußen ist es dunkel, keine Ahnung, ob ich heute 6 Stunden Arbeit durchziehe. Er arbeitet heute auch, aber zu meinem Rhythmus versetzt, wir werden uns kaum sehen und morgen auch nicht. Auf in den Tag, Weihnachten kommt bald.

Arbeit, Master, Termine und Lachs

Guten Morgen, heute mal andersrum, ich gehe vor ihm ins Bett, ich stehe nach ihm auf. Die ganze Woche war es andersrum. Diese Woche fast 40 Stunden gearbeitet, aber es geht mir gut, eigentlich sogar besser, als mit wenig Arbeit, denn die Arbeit lenkt mich ab von möglichen Dramaanfällen, die meine Seele bereithält. Gestern lange auf Arbeit gewesen und viel beraten, es war ganz gut und meine Blutdruckwerte während der Arbeitswoche waren fast alle normal. Er muss vielleicht nach Nigeria, um einen Master vor der Universität zu verteidigen. Ich wusste nicht, dass er eigentlich schon einen Master hat. Das Essen mit der besten Freundin am Freitag war ganz gut, aber sie schürt das Misstrauen in mir, ihm gegenüber.  Die Bude sieht aufräumbedürftig aus, die Vögel brauchen frischen Sand, der Boden muss gewischt werden und frische gewaschene Wäsche trocknet und will weggeräumt werden. Nächste Woche ist mein Terminkalender auch sehr voll, ich meine es waren 8 Termine in 4 Arbeitstagen plus das normale Geschäft. Heute zum Vater, ich plane Nudeln mit einer Lachs-Spinat-Sahne-Soße, ich hoffe, es wird schmecken. Der Kaffee schmeckt und der morgendliche Blutdruck ist ok. Morgen ausruhen und aufräumen, ich habe keine Pläne, vielleicht bleibe ich auch im Bett. Auf in den Tag, ein grauer Tag wartet und mein Leben geht weiter.