Standesamt, hungrig und Umschuldung

Mahlzeit, wird wirklich Zeit für Essen, denn ich bin seit 7:30 wach, habe aber noch nicht gegessen, weil wir beim Standesamt waren. Alles gut so weit, wir brauchen keine weiteren Dokumente aus Nigeria, aber offizielle Übersetzungen und einen Übersetzter für das nächste Gespräch, aus welchen Gründen auch immer, ich darf nicht übersetzten. Bin müde und hungrig, aber ansonsten geht es mir wieder gut, schon seltsam zum Standesamt zu gehen. Nazi Bemerkungen gab es nicht, aber zwei böse Blicke. Gestern nicht viel passiert, einkaufen gewesen, geschlafen, gekocht und abends Fernsehen. Ich brauchte Ruhe. Heute Spätschicht, mal sehen wie es wird, aber abends wird meine derzeitige Lieblingskollegin da sein um mich zu unterstützen. Das mit dem Kredit und der Umschuldung gestaltet sich schwierig, weil ich einen befristeten Arbeitsvertrag habe, zwar habe ich die Zusage, dass verlängert wird, aber das wissen die Banken ja nicht. Brötchen sind im Ofen und ich muss gleich wieder los, mal sehen wie ich den Tag überlebe.

Meckrig, Ruhe, Studentenwohnheim und später Vater

Guten Morgen, endlich allein, kein Mann hier, ein ruhiger Morgen. Gestern zum Abend hin richtig schlecht gelaunt gewesen, keine Ahnung warum, aber ich fühlte mich einfach mies und meckrig. Ich glaube, ich brauche einfach Ruhe, von der letzten Woche bis zur jetzigen hatte ich keinen freien Tag. Eine gute Erklärung warum ich mich gestern schon nach Wochenende fühlte. Die Fortbildung war ganz interessant, aber Fakt ist, externe Termine sind auch immer zusätzlicher Stress. Heute auch externer Termin, ich hoffe, ich schaffe die Woche noch. Der Kaffee ist zu stark, die Kippe brennt, er war gestern im Studentenwohnheim und wenig begeistert. Ich könnte so beengt auch nicht dauerhaft wohnen. Weiß nicht, ob ich mich freue oder trauere, weil er auszieht, es war aber mein Wunsch. Der Vater kam gestern wieder 2 Stunden zu spät, aber ich habe keine Zeit dran gehängt und bin nach 2,5 Stunden abgehauen. Einen fast 60-jährigen Mann, der schon immer zu spät war, noch erziehen wollen, ist wohl eine Mission mit geringen Chancen. Die Brötchen sind im Ofen, die Vögel piepsen und auf mich wartet ein Termin um 11. Mal sehen wie es wird. Auch heute geht vorbei und morgen nur kurz arbeiten und dann frei.

Früh, Journalist, Urlaub, Bewerbungen und Endspurt

Guten Morgen, was man nicht alles macht, wenn man die Chance sieht morgens allein ins Wohnzimmer zu schleichen und zu bloggen. Zu früh ist es, aber so früh, dass er noch pennt. Er ist heil zurückgekommen, aber sehr müde, war trotzdem schön ihn wiederzusehen. Gestern der Tag war sehr ruhig und ich blieb allein im Büro. Erfreulich ist, dass ein Arbeitskontakt von mir, uns einen Journalisten schicken will, wir brauchen jede Art von Öffentlichkeit, ich hoffe, das klappt. Heute wie es aussieht, letzter Tag arbeiten vor dem Urlaub, ich freue mich auf Urlaub, wenn auch ohne Sonne. Die Abbuchungswelle zum ersten auf meinem Konto ist vorbei und das Konto sieht mies aus, aber ich werde es trotzdem durch den Monat schaffen. Grau grüßt der Tag, die Bude sieht ok aus und die wichtigen Dinge sind geregelt. Heute zwei Beratungen, mal sehen wie es wird. Der Kaffee schmeckt und der Blutdruck ist normal. Der Vater will jetzt doch verreisen, aber leider frühestens nach meinem Urlaub, da kann ich dann nicht mehr. Mal sehen was ich im Urlaub anstelle, entspannen natürlich, aber vielleicht doch auch streichen und das Lager meiner Mutter weiter räumen. Bleibt er hier, brauche ich unbedingt ein größeres Bett, das geht auf Dauer nicht so, einer von Beiden pennt immer zu wenig. Er hat frei und wird wohl heute den Wohnzimmer-Besetzter spielen, er bewirbt sich wie ein Irrer überall, obwohl er eigentlich erst kürzlich eine Jobzusage hatte. Ich mag meine Arbeit und freue mich, wenn Ratsuchende gut informiert und zufrieden gehen, ich hoffe, die Bundesregierung rückt weitere Kohle raus, um unser Projekt weiterzuführen. Auf in den Tag, Endspurt und dann Freiheit.

Müde, Regen und Arbeit

Guten Morgen, ne eigentlich ist der Morgen nicht so erfreulich, es ist kalt, es regnet und ich bin müde und sitze im Bus. Aber ich vermute, der Arbeitstag wird schnell vorbeigehen. Eine Frau neben mir stinkt aufdringlich nach Parfüm. Gestern wieder ein 10 Stunden Tag auf Arbeit, heute kürzer. Immer noch keine konkreten Pläne für den Feiertag morgen. Gestern zu spät auf Arbeit gewesen, heute passiert mir das nicht. Auf in den dunklen, kühlen und nassen Tag.

Kraft, Überleben, Kosmetik, Schlaf und Empathie

Guten Morgen, war ich gestern müde. Irgendwie kostet mich das Zusammensein mit ihm viel Kraft, aber vielleicht habe ich auch einfach zu wenig geschlafen. Nachts 4 Stunden, am Zwischen-Morgen 2 Stunden und dann nachmittags nochmal 3 Stunden. Als ich gestern von meiner türkischen und chaotischen Kosmetik zurückkam, war ich einfach fertig und schlief sofort ein. Vielleicht lag es daran, dass ich bei der Behandlung auf einer Liege lag, wo mein Kopf tiefer hing als der Rest, das hat mir zu schaffen gemacht. Bei der letzten Kosmetik bei der ich war, was das nicht nötig kopfüber in der Tiefe zu hängen. Das Resultat finde ich aber gut, Pickel und Mitesser, die ich selber nicht behandeln konnte, sind endlich weg. Irgendwie fühle ich mich verunsichert wegen seiner Probleme, dabei besteht bei mir kein Anlass dazu, ich habe unbegrenzten Aufenthalt, ich habe eine bezahlte unbefristete Wohnung, ich habe einen guten, bis Ende 2020 sicheren Job und ich hänge zwar für die Monatsmitte zu tief im Dispo, aber auch das ist kein ernsthaftes oder bedrohliches Problem. Ich habe aber den Eindruck ich muss für mein Überleben hier kämpfen, muss ich aber gar nicht, er muss das. Heute Abend Pizza mit dem Vater und sonst nichts, vielleicht schaffe ich es bis dahin die Farbe an der Wand und Decke auszubessern. Aktuell wenig los bei grauen Aussichten, angeblich war es das mit dem Sommer, dabei hätte ich gern Nachschlag bis September oder Oktober. Die beste Freundin hat auch nur Probleme mit der Mutter, was ist mein Leben doch friedlich und langweilig. Alles gut bei mir, die Katastrophen haben andere. Die mir nachgesagte Empathie hat halt auch ihre Schattenseiten. Kaffee festgehalten und auf in den Tag.

Ausgespuckt, Regen, letzter Arbeitstag und Freiheit

Ausgespuckt von der Nacht sitze ich am Couchtisch. Die Familienfeier gestern war okay, auch wenn es wie immer Nudeln mit Pesto gab. Der Regen gestern war gewaltig, bei meiner Arbeit standen die Straßen unter Wasser und so bekam ich nach Feierabend erst nasse Füße und dann wurde auch der Rest nass. War dann toll über eine Stunde durchnässt im Bus mit kalter Klimaanlage zu sitzen. Noch vor Mitternacht zu Hause gewesen, aber dann nicht sofort schlafen können. Müde bin ich und ich habe keine Milch für den Kaffee. Der Tabak ist auch fast alle, ein nicht so optimaler Morgen. Mein letzter Arbeitstag vor dem Urlaub, bald ist es geschafft. Heute zu müde um emotional zu sein, spät dran, aber heute keine Verantwortlichkeiten auf Arbeit. Also nur duschen, anziehen, hinfahren und lächeln. Danach muss ich unbedingt einkaufen, dann ist aber mal gut für heute. Festgestellt, dass ich zu wenig Farbe bestellt habe, vielleicht streiche ich doch nur ein Zimmer. Ebenfalls festgestellt, dass meine Wege-Ängste, die ich vor 3 Jahren noch massiv hatte, total verschwunden sind. Yeah, die alte kleine Nadine, kann wieder allein in unbekannte Gegenden fahren. Auf in den Tag, die Freiheit winkt mir schon zu, keine Verpflichtungen, keine gestressten Kolleginnen und traurige Menschen in der Beratung für mehrere Wochen. 🙂

Neuer Laptop, Verrückte, kochen und Paketbote

Guten Morgen, noch weniger geschlafen als gestern, aber dieses Mal nicht nur seinetwegen, sondern weil mein neuer Laptop gestern angekommen ist und ich bis spät daran saß, um Daten zu kopieren und den Rechner einzurichten. Ich bin damit noch nicht fertig, also sitze ich wieder an meinen altersschwachen, dreckigen, alten Laptop. Der neue Laptop ist toll, er sieht gut aus, ist schnell und leise und ist nur noch etwas ungewohnt für mich. Gestern die Arbeit war ok und es wurde im Team beschlossen, dass ich mich von der zu verrückten trennen darf. Das Wetter sieht heute erfreulicher aus, auch jetzt schon Sonnenschein. Heute Abend Pizza mit dem Vater und der berühmten Nachbarin, sie will für uns kochen, ich vermute aus Dankbarkeit für wochenlang Blumen gießen. Er will nächste Woche auch für mich kochen, es scheint also die Zeit zu sein, wo andere für mich kochen und ich nichts tun muss außer Essen. Heute keine Termine auf Arbeit, es sei denn es kommt jemand spontan vorbei. Gestern nach der Arbeit abgehetzt um zu Hause zu sein, bevor der Paketbote kommt und deswegen nur Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Ich finde es etwas komisch, dass mein Hermes Paketbote mich duzt. Stand der doch gestern Abend lachend vor der Tür und sagte: „Du warst früher nicht da.“ Vielen Dank für den Hinweis, ich war arbeiten, wie so viele Menschen, damit ich es mir leisten kann, was zu bestellen. Ich muss auf mein Herz aufpassen, ich will nicht die Verliebte sein, während er vielleicht ganz andere Absichten hat. Auf in den Tag  und auf Wiedersehen alter Laptop, du hast mir jahrelang gute Dienste geleistet.