Zeitumstellung, Corona Notlagen, kein Müsli und Lil Nas X

Guten Morgen, die Nacht mit der Zeitumstellung liegt hinter mir, nein ich fühle mich nicht motiviert jetzt eine Stunde früher aufzustehen. Ich finde dieses ganze Zeitumstellen Schwachsinn. Gestern fünf Stunden Techno von den Nachbarn nicht so geil. Gearbeitet und sonst geschlafen, fast den ganzen Tag. Keine Ahnung, woher die große Müdigkeit kommt. Gut, die Woche war sehr arbeitsreich und anstrengend. Draußen Nebel und kein Sonnenschein und der abgelaufene Kaffee schmeckt. Beschlossen den Ex nicht mehr zu antworten, versuchen wir diesen Alptraum zu vergessen. Festgestellt, dass der Mann keine Zeit hat, weil er jetzt neue Filme auf Disney Plus schauen muss. Ja, einem Filmfreak sehr viele neue Filme bereitstellen und dann erwarten, er hat Zeit für andere Dinge, ziemlich naiv.

Heute zum Vater, ich vermute das letzte Mal, denn im April kommen die Mieter und später ein Essen mit dem besten schwulen Freund. Morgen Arzttermin und später hoffentlich schwimmen, klappt in letzter Zeit in Serie nicht, das mit dem Schwimmen. Immerhin gestern Nacht noch das Bad geputzt und die Haare gefärbt. Ich werde immer grauer, nein ich hatte keinen Stress in den letzten Jahren.^^ War sehr entspannend während Corona die ganzen Verrückten der Stadt in extremen Notlagen zu erleben. Auch das Absetzen, Ersetzen und Reduzieren von Neuroleptika war keine schmerzhafte Geschichte am Rande der geistigen Gesundheit. ^^ Aber ich lebe und sitze in keiner Psychiatrie. Dass ich dabei jetzt grau und dick aussehe, nur ein optischer Beweis, dass ich gekämpft habe.

Ich glaube, mein Bett ruft mich wieder, kein Bock auf Frühstück, oder besser auf Müsli, nachdem ich neulich davon kotzen musste. Keine Ahnung, ob ich so schnell wieder mit Müsli anfange. Heute wartet auch noch türkische Pide auf mich, gestern eine Lieferung vom türkischen Supermarkt erhalten, leider unvollständig und dafür einen Sauerkirschsaft bekommen, denn ich nicht mag. Seit gestern einen Ohrwurm im Ohr, Lil Nas X ist so süß, den würde ich sofort adoptieren:

Heizung, Sturm, gespart, Müsli und Traurigkeit

Guten Morgen, eigentlich ganz gute Nacht, nicht so guter Morgen, denn der Hund kratzte am Boden und der Nachbar schlug als Antwort lautstark gegen die Heizung. Muss ich heute noch die Polizei rufen? Kann irgendwie nicht sein, dass ich aus deren Sicht, weder Vögel, einen Hund noch einen Ehemann haben darf. Ich bin auch dagegen, dass die Hauptmieterin zwei kleine Jungs, mehrere Hunde und einen seltsam aggressiven Kerl dazu hat. Der Sturm ist immer noch stark, gestern sind mir die Balkonmöbel um die Ohren geflogen und heute früh ist der Hund fast davon geweht. Da hat dann auch der Hund keine große Lust auf ausgedehnte Gassirunden. Homeoffice war gestern ok, aber wegen Sturm, danach dann lieber nicht in den Wald, könnte lebensgefährlich sein, wegen alter, maroder, umkippender Bäume. Gleiches heute, Baumgerippe wackeln bedrohlich vor sich hin. Immerhin noch im Supermarkt gewesen, meine Art an der Kasse neben Rabatten und Sonderangeboten, auch noch Gutscheine und Coupons geltend machen zu wollen, überfordert viele Kassiererinnen, die dann verzweifelt nach der Marktaufsicht rufen. Freut dann andere wartende Kunden, aber ich habe 10 Euro extra gespart. Von 10 Euro kann man viel kaufen, warum sollte ich das Geld verschenken?

Mein Müsli-Business geht voran, ich werde immer kreativer in der Zusammenstellung, aktuell nehme ich einen Teil fertiges Müsli, ergänze es mit Haferflocken, Nüssen und Früchten und stelle die Mischung mit Milch abends vor dem Schlafen in den Kühlschrank. Keine Gedanken an die Vergangenheit gerade, aber die Gegenwart ist gerade auch nicht erheiternd. Die Außenwelt ist gerade eine visualisierte Depression. Glücklich wer gerade ein zu Hause hat. Gestern erst weiter Spinat gegessen und später noch den Gnocchi-Auflauf gemacht. Abgesehen von einer Scheibe Schinken, gestern kein Fleisch für mich. Der Vater ist gut angekommen im Ferienort und der (Pflege-) Bruder hasst mich bestimmt gerade, weil ich seiner Querdenker Mutter mitgeteilt habe, dass er Corona hat, war keine Absicht, fiel mir erst später auf, dass das wohl Konsequenzen hat. Ich finde jetzt sollten beide doch mal einsehen, dass es a) Corona gibt und b) die Impfung vor eine Infektion nicht schützt. Also beide mit ihren radikalen Ansichten falsch lagen. Stille im Haus, dem Nachbar mache ich ganz sicher nie wieder die Tür auf, der Zug für Gespräche ist abgefahren, selber mega asozial verhalten, aber maximal Rücksicht von anderen erwarten.

Mal sehen was aus dem Tag so wird, für den Moment keine Meinung und keine Pläne, spazieren gehen ist ja gerade eher nicht. Vielleicht Frühstück und wieder ins Bett, Faulheit muss auch mal sein, morgen und übermorgen genug Pläne und Termine. Winter und Traurigkeit:

Quiche, der Hund, die Männer, Nachbarin und Essen

Guten Morgen, ganz schlechte Nacht, warum auch immer. Hoffentlich nur zwischen wach und bald wieder ins Bett. Die Kollegin hat gestern zum Abschied eine Quiche gemacht, war lecker, aber auf Paprika reagiere ich gerade nicht so gut. Der Vater hat gestern abgesagt, aber kommt ja heute inklusive Hund. Der Hund wollte schon bei den letzten Besuchen hier bleiben, heute darf er dann auch erstmal bleiben. Vielleicht koche ich für den Hund schon mal etwas Reis mit Möhre, das liebt er. Finde es seltsam, dass der Hund die letzten Male trotz Vater der gehen wollte hier bleiben wollte. Normalerweise ist der Vater die absolute Nummer eins für ihn, aber vielleicht weiß der Hund auch einfach, dass der Vater keinen Reis für ihn kocht. Je älter er wird, umso mehr ist er nur noch an Futter und Schlaf interessiert. Obwohl, das wollen auch viele Menschen vermehrt im Alter, schlafen und essen. Beschreibt auch gut mein Leben der letzten Jahre. Leider habe ich nicht nur Reis und Möhren gegessen, sondern eher Schokolade und Eiscreme.

Die Nachbarin scheint verreist zu sein, ich habe dann mal ihre Fußmatte nach dem Putzdienst gerichtet, denn ich denke immer an den Film Bin-Jip, wenn es offensichtliche Zeichen gibt, dass Nachbarn nicht zu Hause sind. Gestern ist ein alter Mann im Bus gestürzt, aber es schien ihm gutzugehen, mithilfe konnte er wieder aufstehen und ist auf beiden Beinen aus dem Bus ausgestiegen. Wieder einen Corona-Test gemacht, kein Corona für mich. Gestern nicht viel beraten, ich schone mich gerade etwas, denn ich habe gemerkt, dass es weder mir noch den Ratsuchenden guttut, wenn ich zu viel mache. Nächste Woche Homeoffice, aber ich habe ja 24/7 den Hund als Gesellschaft da. Manchmal finde ich Hunde besser als Gesellschaft als Männer, aktuell erscheint mir der einzige Vorteil bei einem Mann, dass der alleine auf Toilette gehen kann. Im Haushalt läuft gerade nicht viel, nur kochen, Küche aufräumen und Wäsche waschen, mehr kriege ich nicht hin. Nächste Woche wieder Kochbox. Ernährungstechnisch läuft gerade sehr viel anders, es gibt Müsli zum Frühstück und gekocht wird immer mehr vegetarisch. Früher gab es immer Brot oder Brötchen und meistens auch Fleisch. Früher habe ich mich aber auch nach den Männern gerichtet, die müssen dann nur nicht mit meinem Magen und meinem Gewicht leben. Alleine kann Frau machen, was sie will und ihr guttut.

Weil ich jetzt nicht Mandy spielen will, kommt Cat Stevens zu Wort:

Grau, Neuroleptika-Wrack, vegetarisch, und Nüsse

Guten Morgen, ganz passable Nacht, nur einmal wach gewesen in der Nacht und über sieben Stunden geschlafen. Ein grauer Tag grüßt und ich denke, die trampelnden Kinder von oben haben mich geweckt. Gestern doch kein Homeoffice gemacht, aber einkaufen gewesen und schwimmen gewesen. Schwimmen war anstrengend, zu viele stressige Menschen im Bad. Hoffentlich wird das nächsten Samstag anders. Heute zum Vater, er will, dass ich bei einer Besichtigung dabei bin, ich aber nicht, warum auch immer, ich reagiere aggressiv auf Leute, die die Elternwohnung haben wollen. Also werde ich vorher gehen. Gibt es dann Mieter, kann ich die auch später noch kennenlernen. Ein grauer Tag grüßt, Spatzen singen im Busch und die Straße rauscht noch gemäßigt. Der Kaffee schmeckt und für den Moment funktionieren Atmung und Verdauung. Fühle mich immer noch wie ein Neuroleptika-Wrack, das hat alles so viel zerstört und ich meine nicht nur mein aktuelles Gewicht. Ob das alles wirklich angemessen oder nötig war, das weiß keiner, denn Forschung wird in diesem Bereich kaum betrieben. Ich für mich persönlich vertrete den Standpunkt, dass Neuroleptika nur in absoluten Krisenzeiten gegeben werden sollten und danach schnellstmöglich wieder reduziert und/oder abgesetzt werden sollten. Lieber etwas verrückt in der Birne, als ein (dauerhaftes) seelisches und körperliches Wrack. Das ist für mich nämlich nicht Leben retten, das ist für mich mehr Leben zerstören.

Aber genug über Psychopharmaka, mein Standpunkt sollte bekannt sein und ich kenne auch wenige Leute, die damit zufrieden sind. Immerhin gestern noch das Bad geputzt und gechattet, ansonsten eher weniger Tatendrang in der Wohnung. Die Tür zum Vogelzimmer zu lassen hilft weiterhin ungemein, betrete ich das Zimmer fange ich sofort an zu niesen und die Nase schwillt zu. Aktuell fange ich an mich vor Fleisch zu ekeln, vielleicht weil ich Fleisch gerade auch nicht vertrage, also heute wieder vegetarisch. Die nächste Woche dann keine Kochbox, erstmal kochen, was ich noch hier habe und ich habe noch verdammt viel hier, dank Corona-Panik-Horten. Selbst wenn das Ende der Welt naht, was will man dann mit einem vollen Küchenschrank? Sich damit begraben lassen und in Himmel oder Hölle dann auffuttern? Gibt es dort Bonuspunkte für eine Dose Hühnersuppe oder Knäckebrot? Für Klopapier und Nudeln? Kann ich mir kaum vorstellen, im Himmel gibt es sicher bessere Sachen und in der Hölle wäre ein Brathähnchen wohl passender.

Aktuell steige ich immer mehr in das Nuss-Business ein, damit pimpe ich mein Müsli am Morgen, am Anfang waren es geröstete Cashewnüsse oder Haselnüsse, mittlerweile bin ich bei Walnuss und Paranuss angelangt, dazu dann noch Banane und Himbeere. Auf in den Tag, es gibt nichts Gutes, außer man tut es, dazu der Lieblingssong des Mannes, der auch mich zum Lächeln bringt:

Haarloser Grizzly, telefonieren, Familienmuseum und Musik

Guten Morgen, 6 Stunden scheint mein neues 8 Stunden beim Schlaf zu sein. Heute Büro, ist vielleicht auch ganz gut so. Gestern nicht viel passiert, Homeoffice und Müll wegbringen. Gegessen Reste, trotz vorhandener Kochbox. Heute Abend dann Pizza mit dem Vater. Der Kaffee schmeckt, die Straße rauscht und es ist dunkel, abgesehen von meiner Kerze. Mit der Chefin gesprochen, es gibt etwas Hoffnung für nächstes Jahr, also weiterhin durchhalten? Mein Gesicht hat sich etwas beruhigt, was ich jedoch befremdlich bis übergriffig finde, die Kosmetikerin hat mir einfach mein Gesicht gewachst, das wollte ich abgesehen von Damenbart aber eigentlich gar nicht. Ich hatte eine Gesichtsreinigung und -massage gebucht, nicht reiß Lola dem Grizzlybären das Fell aus der Fresse. Aber gut für unerwünschte Behaarung im Mundbereich ergibt es Sinn. Mache auf der Arbeit jetzt langsam, gestern sehr viel telefoniert und unter dem schreienden Terrorvogel gelitten, keine Ahnung was der jetzt wieder hat.

Freue mich auf die Kollegin im Büro und habe den Mann vorgeschlagen äthiopisch essen zu gehen, er meinte dazu aber nur „kenne ich nicht“. Kenne ich auch nicht, aber warum nicht? Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich mich mehr für Afrika interessiere als er, er sieht es nur als seine Vergangenheit, wie es scheint. Der Adventskalender grüßt zum morgen, aber es ist nur ein einfacher mit Schokolade, an die selbstgebastelten von Mutti kommt das nicht ran. Aber immerhin überhaupt einer. Hatte Müsli bestellt, jetzt stehen da zwei Gläser mit Müsli in der Küche und warten auf mich, eine echte Frühstücksalternative wird das aber nicht, ich finde Müsli zum Frühstück irgendwie befremdlich.

Schaue ich mich in meiner Wohnung um, sehe ich auch einiges von Stiefvater eins, ich muss unterbewusst Sachen von ihm gesammelt zu haben, seltsame Sache, dass ich über 30 Jahre später an uralten Sachen von ihm festhalten, erst neulich habe ich Sachen von ihm aus der Wohnung der Mutter hier hergeschleppt. Vom Stiefvater zwei und von der Mutter sowieso finden sich auch Sachen und ich habe auch noch eine Kette der Urgroßoma hier. Meine Wohnung, ein Familienmuseum? Gestern alte Fotos geschaut, was war ich ursprünglich für ein süßes und fröhliches Kind, doch dann kam das Leben und das Lachen verging mir.

Es dämmert, die Annäherung an die Musik hat wieder begonnen, aber ich bin immer noch verwirrt, wer bin ich und wenn ja wie viele? Versuchen wir es mit neuer Musik, bemerkenswert ist das neue Album von Adele: