Nacht, Ärzte, Nebenwirkungen und Stress

Guten Morgen, beschissene Nacht, mehrfach wach und dann nicht zwischen sechs und sieben wach, um ohne Termin zur Hausärztin zu können. Kacke. Ärzte, Ärzte ich muss relevante Ärzte anrufen, damit ich alle Termine diese Woche schaffe. Hektik, genau das brauche ich gerade nicht. Blutdruck zu hoch, Herz ok, trotz der Tablette. Leider feststellen müssen, dass die Nebenwirkung meines Blutdrucksenkers nicht nur der gewünschte langsamere Herzschlag ist, sondern auch Magen-Darm-Probleme. Ich scheine wohl die Person gewordene Nebenwirkung zu sein, alles, was möglich ist, passiert bei mir. Aber gut, insgesamt bin ich in einem schlechten Zustand. Aber was will man erwarten, wenn man viele Jahre so sediert war, dass man sich einfach um nichts mehr gekümmert hat? Das ist aus meiner Sicht auch der Grund warum Menschen mit Neuroleptika früher sterben, nicht nur die schlimmen Nebenwirkungen, sondern auch die Unfähigkeit sich um die Nebenwirkungen zu kümmern. Morgen und übermorgen Herzarzt, ich habe Angst, was gar keine gute Voraussetzung ist. Immerhin zur Hausärztin darf ich gleich doch noch, die Zahnärztin ist im Urlaub. Was mich gerade neben Corona, Nebenwirkungen und Arbeitsstress fertig macht, ist das ich mich meine zu erinnern, dass Herr X mir diverse Krankheiten voraussagte. Krankheiten, die bereits eingetreten sind oder wo es Anzeichen gibt, dass sie da sein könnten. Was nun? In Panik verfallen? Alles als falsche Erinnerung vom Tisch wischen? Oder doch alle Tests machen und die Ärzte befragen? Dabei gehe ich doch so ungern zu Ärzten, aber schaden kann es natürlich nicht, dass alles abzuchecken. Gestern tatsächlich den Kleiderschrank aufgeräumt und einen großen Sack Dinge entsorgt, das war es dann aber auch für gestern. Der Nachbar dreht wieder durch, aber noch habe ich niemanden alarmiert, weil ich hörte wie sie versucht ihn zu stoppen. Die neue Nachbarin kennengelernt, eine junge, sehr kleine und dünne Spanierin, die aber deswegen nicht weniger laut ist. Gerne nutzt sie gegen Mitternacht oder später laut quatschend den Hausflur. Verstehe ja nicht, warum man im Hausflur nicht mal ein paar Minuten die Klappe halten kann, wenn andere schlafen. Beim Mann alles gut, er wird jetzt gecoacht für die Jobsuche, ich hoffe es bringt was, denn ich habe den Eindruck, dass es kulturelle Probleme bei der Selbstdarstellung im Bewerbungsgespräch gibt. Das wäre z.B. dass man in Afrika anscheinend sehr dick aufträgt in der Selbstdarstellung, während man in Deutschland tendenziell eher bescheiden und zurückhaltend daher kommt. Der Vogel stresst gewaltig, keine Ahnung warum, sogar heute früh als noch die Decke drüber lag. Auf unter die Dusche, auf zu meiner Rentnerinnen Ärztin, wie ich erfahren habe ist sie schon über 70. Keine Ahnung warum ich bei Ärzten ältere Frauen bevorzuge, vielleicht weil mein ganzes Leben die einzige Autorität, die ich anerkannt habe, eine ältere Frau war, und zwar meine Mutter. Auf in den Tag, alles wird gut, wenn ich mich darum kümmere.

Verpeilt, Überlastung, Vogel und Erinnerung

Guten Morgen, es geht so mittelmäßig. Schlecht geschlafen und wieder zu wenig. Gestern der Tag war aber deutlich besser als vorgestern, im Büro sein und Präsenzberatung machen, hat mir gutgetan. Aber ziemlich verpeilt gewesen gestern, erst am Nachmittag fiel mir auf, dass ich meinen Pullover falsch herum anhatte. Oh Mann, ein Zeichen für Überlastung. Blutdruck und Herzschlag aber seit gestern wieder normal niedrig, immerhin das, Körperfunktionen ok, aber Seele auf halb acht. Der Kaffee schmeckt und ein grauer Tag grüßt. Gestern hat die Psycho-Nachbarin geklingelt, ich habe entgegen meiner Vorsätze die Wohnungstür geöffnet. Sie hatte einen Wellensittich auf der Straße gesichtet und wollte wissen, ob das einer von meinen ist. Was soll man dazu sagen? Das war natürlich sehr aufmerksam und lieb gemeint von ihr. Aber ich vermisse keinen Vogel. Gestern eine neue Kollegin etwas angelernt, leider war sie dann leicht übergriffig in unserer ersten gemeinsamen Beratung. Passierte auch schon mit einer anderen neuen Kollegin, keine Ahnung warum die meinen mir reinquatschen zu müssen. Ich bin wohl zu nett und wenig autoritär. Fachlich war das nämlich nicht nötig. Viele Hausaufgaben für meine Kunden heute, das ist der Grund warum ich gerade Niemand neues aufnehmen möchte, die die ich schon habe machen genug Arbeit und ich hänge bereits hinterher. Gestern Abend noch länger telefoniert, aber eher fachlich statt persönlich, aber auch gut, Gespräche sind Gespräche und lenken immer ab. Draußen schreien Krähen und mein Wohnzimmervogel meint antworten zu müssen, wie nervig. Dem Mann geht es gut so weit, um den Vater sorge ich mich, er ist immer öfter schusselig, ich hoffe nur durch Überlastung und nicht durch Alter. Gut heute im Homeoffice zu arbeiten, die Fahrtwege sind mir für heute zu viel und die Begeisterung für die Kollegin ist seit gestern gedämpft. Ist wohl eine Utopie, dass man Menschen keine abgrenzenden Ansagen macht, sie aber trotzdem Grenzen einhalten. In diesem Punkt scheint mein Menschenbild wohl immer noch naiv, obwohl ich es besser wissen müsste. Nicht einkaufen gewesen gestern, es gibt hier genug zu essen, nicht immer Wunschkonzert, aber davon dann reichlich. Gestern Reste essen gemacht, Kartoffeln mit Zucchini, Möhren, Zwiebeln und Leberkäse angebraten. Ging schnell, war lecker. Erinnerungen, alte Erinnerungen kommen hoch, ich wünschte manchmal ich könnte mich nicht erinnern, aber ein Leben lang Pillen dagegen einwerfen ist auch keine Lösung…

Zink, Vorstellungsgespräche, Nachbarin und Mietpreisdeckel

Guten Morgen, hier ist was los, eine Nachbarin zieht aus. Schade, das war eine gute Nachbarin. Warum ziehen die Guten aus und die Schlechten bleiben? Gestern fühlte ich mich als würde ich krank werden, Halsschmerzen und einfach totale Müdigkeit, aber nach einer Zink-Tablette und viel Schlaf geht es heute wieder. Mein Körper wollte wohl schon stressbedingt aufgeben, hat sich aber doch noch gerappelt. Er hat heute viele Vorstellungsgespräche, eigentlich sollte das heute unser Tag sein, aber ich vermute ich kriege nur den Nachmittag und Abend. Zwischendurch doch immer wieder Arbeitsmails gelesen, scheint alles gut und ich wurde angefragt für einen Vortrag. Gestern sehr viele Unterhaltungen gehabt, klar mit ihm, aber auch mit Vater, Bruder, einem Freund, einer Freundin, Kolleginnen und Nachbarn. Tja da brauche ich immer Urlaub, um die private Kommunikation zu pflegen. Arbeite ich, höre und rede ich jeden Tag soviel, dass ich abends dann meist keinen Bock mehr habe. Der Terror-Nachbar verhält sich ruhig, warum zieht der nicht aus? Warum die nette Nachbarin? Fremdsprachige Umzugshelfer machen Krach im Flur, aber gut, ich bin wach. Gerade jetzt zur Aufhebung des Mietpreisdeckels umzuziehen halte ich für gewagt. 15000 Berliner fanden das gestern spontan gar nicht lustig. Ich kenne viele die jetzt vor großen Mietnachzahlungen stehen und vielleicht ihre Wohnungen verlieren werden. Gedacht war der Mietendeckel mal, um die einkommensschwächeren Mieter zu schützen, jetzt ist es genau das Gegenteil geworden. Nur wer durchgängig seit 2019 beim Jobcenter war, kann wohl damit rechnen, dass das Jobcenter jetzt die Mietnachzahlungen trägt. Eine Freundin von mir wird es hart treffen, sie hatte Mietrücklagen, aber durch Corona und sonstige Katastrophen sind die Rücklagen jetzt verschwunden. Der Terror-Nachbar ärgert sich gerade bestimmt über den Umzug, sehr gut, dann konzentriert er sich mal nicht auf uns und unsere Geräusche. Ich hoffe mein Schatz findet bald Arbeit, aktuell ist er in 4 oder 5 verschiedenen Bewerbungsgesprächen, da muss doch irgendwas klappen. Aktuell gibt es zwei interessante Stellen, auf die ich mich bewerben könnte, aber habe beschlossen dann doch erstmal bei meiner Arbeit zu bleiben, diese Tätigkeit passt einfach zu mir, auch wenn es Probleme mit den Kolleginnen gibt. Probleme mit Kollegen gibt es aber überall, also fraglich, ob ein Wechsel was bringen würde. Er hat etwas Geld überwiesen, sehr gut, er kann sich an den Kosten hier ruhig beteiligen, sind nämlich nicht nur meine Kosten. Auf in den Tag, ungestört, hoffentlich.

Kopfschmerzen, Pakete, Serie, hellhörig und Ventilator

Guten Morgen, endlich mal lange genug geschlafen. Aber mit leichten Kopfschmerzen und zugeschwollener Nase erwacht. Allergie nächste Stufe? Oder doch der neue Vorhang im Schlafzimmer? Es gab da nämlich eine Kundenbewertung, die von Atemwegsproblemen durch den Vorhang sprach. Warten wir ab. Mein Ebay-Paket erneut mit Hermes versenden lassen, ich hoffe diesmal klappt es. Ich will diese schöne 60er-Lampe wirklich. Aber die Chancen sind gut, alle meine Pakete mit Hermes sind in letzter Zeit bei mir persönlich angekommen. Er sollte jetzt die Nachtschicht beendet haben und ich erwache gerade. Grau grüßt der Tag bei 25 Grad, heute Spätschicht, ich bin viel zu früh wach. Gestern nicht das Haus verlassen, keine Lust auf gar nichts. Nur ein bisschen putzen, kochen und die erste Staffel von „Little fires everywhere“ zu Ende geschaut. Erstaunlich gut die Serie, auch wenn sie vom bösen Amazon kommt. Der Putzmann rumpumbelt im Hausflur, immerhin telefoniert er nicht. Ist alles doch sehr hellhörig hier, so meint meine Nachbarin auch oft, wenn es bei mir klingelt, dass es eigentlich für sie ist. Ich sage ihr dann immer, wenn es für mich ist, aber sie glaubt mir dann nie und wartet so lange bis sie selber sieht, dass es nicht für sie ist. So lernte sie auch meinen Freund kennen, denn der arbeitete damals für Amazon und kam mit einem Amazon T-Shirt hier an, weswegen sie mir so lange nicht geglaubt hat, dass es für mich ist, bis ich mit ihm in meiner Wohnung verschwunden bin. Gerade eine Lieferung von DPD, auch die liefern noch persönlich. Da kenn ich also noch eine Alternative zu DHL. Der einzige Nachteil von DPD ist, die liefern immer sehr früh, am liebsten vor 9 Uhr morgens. Am Freitag ist ein Bootsausflug geplant, 3 Stunden Stadtrundfahrt, ich hoffe die Kollegen erheben kein Veto, aber bisher keine verbindlichen Termine am Freitag. Gestern nicht mehr das alte Medikament genommen, mir geht es gut und die Nebenwirkungen verschwinden langsam, ich hoffe ich kriege jetzt nicht zahlreiche neue. Auf in den Tag, der Kaffee schmeckt und ich habe hier einen frisch gelieferten Bausatz für einen Ventilator.

Paket, Hefe, Kredit und Corona in anderen Ländern

Guten Morgen, zu früh wach, erst von allein und dann final durch das Klingeln des Paketdienstes, für die Nachbarin. Für den Moment ist meine Laune neutral und verpennt, dabei gab es gestern einen Grund zur Freude: Erst kam meine Lieferung mit Hefe, dann beendete ich eine knifflige und wahnsinnig nervige Aufgabe für die Arbeit und dann schaute ich nach Feierabend in die Mail und der Kredit wurde bewilligt. Alles gut, um nicht zu sagen, gestern tanzte ich hier einen kleinen Freudentanz. Gestern wieder nicht draußen gewesen, nur den Müll habe ich rausgebracht. Heute geht es aber zum Abend raus, denn es heißt Pizza-Abend mit dem Vater. Grau grüßt der Tag und Wuhan hat bei der Angabe der Todeszahlen wohl ordentlich gelogen, offiziell 2535 Tote, inoffiziell wohl eher über 40.000. Werden in Deutschland auch so viele sterben? Gestern ist auf meinem Konto wieder viel Geld verschwunden, aber das war kein Aprilscherz, das war der Erste. Die Kontaktsperre wurde also verlängert, warum sehe ich das so gelassen und bin sogar erfreut, dass es bei Kontaktsperre bleibt und vorerst keine Ausgangssperre kommt? Zum Glück sind wir hier nicht Südafrika, dort herrscht Quarantäne auf kleinsten Raum und wer das Haus verlässt, auf den wird geschossen. Grau grüßt der Tag und es ist still, Sonnenschein wäre hilfreich, aber für den Moment muss ich wohl froh sein weder in Wuhan noch in Südafrika zu leben. Alles gut hier im grauen Berlin, etwas still vielleicht, aber immer noch Wohlstand und fast keine Todesgefahr. Der Bruder schreibt wieder, die beste Freundin und der Geliebte auch, erstmal Kaffee und Musik gelauscht:

Nikolaus, psychotisch, Hähnchenschenkel und verrückt

Guten Morgen, ganz ok geschlafen und endlich wieder normalen Blutdruck, die letzten Tage war er zu hoch. Er ist schon weg und ich hätte noch schlafen können, aber ich bin wach. Die Nachbarin hat Nikoläuse im Haus verteilt, auch vor meiner Tür stand einer, das hat mich gefreut. An Tagen wie diesen, denke ich, ich lebe doch im richtigen Haus, mit den richtigen Nachbarn. Gestern fast eine Stunde mit einer psychotischen Frau telefoniert, die alle möglichen Hilfen ablehnte, aber gleichzeitig verzweifelt war, das ging tief in die Magengegend, aber ich konnte nicht helfen und nicht nur, weil das nicht mein Job ist. Ich fühle mich schlecht deswegen, aber ich weiß wirklich nicht, was ich tun kann. Heute Arbeit mit der Konfliktkollegin, wir haben eine Beratung zusammen, mit einer Frau, die ebenfalls Wahnideen hat. Aktuell scheint die Zeit, der wirklich schrägen Menschen zu sein, aber heute bin ich nicht allein. Die Hähnchenschenkel mit Reis und Tomatensoße fand er auch gut, endlich, ich habe was gekocht, was er auch mag. Grau grüßt der Tag, die Stadt ist voller verrückter, aber aktuell lerne ich täglich, dass nicht ich die verrückteste bin.

Kompromisssache, Verkehrschaos und privilegiert

Guten Morgen, eine Beziehung haben, ist wohl eine Kompromisssache. Frau kann sich nicht beschweren, dass man zu wenig draußen ist und man(n) draußen zu wenig Liebesbekundungen macht, wenn frau nicht bereit ist sich auch draußen zu treffen. So war ich für meine Verhältnisse gestern sehr spontan und habe ihn abends in Kreuzberg auf ein Getränk getroffen. Dass mit Kreuzberg war eine blöde Idee, denn ich hatte nicht mit dem Verkehrs-Chaos gerechnet, den der Zug der Liebe verursacht hat. Warum muss gefühlt jede Demo in Berlin in Kreuzberg stattfinden? Die Stadt ist groß, es gibt sicher auch andere Bezirke, die sich über Meinungsäußerung freuen.^^ Wobei Meinung beim Zug der Liebe auch wohl eher sekundär ist, es geht doch wohl eher darum unter Drogen, Technomusik zu hören und den Verkehr lahm zu legen. So hatte ich gestern Abend viel Spaß von Treptow nach Kreuzberg zu wollen, das Ergebnis war, dass ich 30 Minuten im Bus saß, dann in der Höhe des Treptower Parks ausgestiegen bin und bis zum Schlesischen Tor gelaufen bin. Ich war eine halbe Stunde zu spät, aber gut, er war auch zu spät. Zurück war es dann ähnlich aufregend, denn laut BVG Info sollten die Busse fahren, aber sie fuhren nicht. Also wieder laufen, er war besonders begeistert davon. Die Nacht war ganz gut und nun ist er auf zur Arbeit und ich habe Zeit für Kaffee, bloggen und rauchen. Mein Vater hat mir nach Mitternacht mitgeteilt, dass ich heute nicht kochen brauche, da die Nachbarin ihm Essen gebracht hat. Ein bisschen spät, denn eingekauft hatte ich bereits nachmittags. Keine Ahnung, was ich jetzt mit dem ganzen Essen mache. Nur bedingt Lust nach Kreuzberg zu fahren, eigentlich braucht mein Vater mich heute nicht, Essen ist ja da. Arbeit gestern war okay, wir hatten eine Tandem-Beratung mit besorgten Eltern. Es ist schön wieder auf Arbeit zu sein. Mein Leben ist doch ganz passabel, gute Arbeit, einen lieben Freund und eine günstige und sichere Wohnung nicht am Stadtrand. Das haben nicht viele Berliner, ich weiß ich bin privilegiert.  Die Sonne scheint und der Tag erscheint freundlich, mal sehen, ob der Hund sich freut mich zu sehen. Weiter geht es, ich hoffe, der Bus fährt heute, nochmal laufe ich nicht die ganze Strecke.

Falscher Kaffee, SSD, Pizza und Liebesjunky

Guten Morgen mit dem falschen Kaffee. Dachte ich merke den Unterschied nicht so, ich merke aber sehr wohl was. Heute der erste Blogbeitrag über den neuen Laptop. Bin immer noch fasziniert von der Lautlosigkeit des neuen Laptops. So eine SSD statt Festplatte ist schon geil. Das ist ein wirklicher Fortschritt der Technik, während alle anderen Leistungsmerkmale des Laptops nicht besser sind wie bei meinen 6 Jahre alten Laptop. Ich hoffe mein neues Modell hält auch 6 Jahre. Heute auf Arbeit erwarten mich keine Termine und keine Kollegen, mal sehen was ich mit der Zeit anstelle, es gibt natürlich trotzdem was zu tun. Gestern die Pizza mit dem Vater und seiner Nachbarin, war ganz interessant, ich wäre auch gern Filmkritikerin. Er wird langsam verbal anhänglich, der Liebesjunky in mir betrachtet das wohlwollend, aber auch immer noch paranoid. Die Hormone kündigen die Trauerwoche an, aber noch ist es nicht losgegangen. Das Wetter ist mittelmäßig, weder toll noch schlecht. Gestern wieder lange wach gewesen, seinetwegen, noch habe ich mein Herz unter Kontrolle. Die beste Freundin schweigt seit ein paar Tagen, aber ich leide trotzdem nicht an Kommunikationsarmut. Weiter mit dem zu starken Kaffee und auf in den Tag.

 

Neuer Laptop, Verrückte, kochen und Paketbote

Guten Morgen, noch weniger geschlafen als gestern, aber dieses Mal nicht nur seinetwegen, sondern weil mein neuer Laptop gestern angekommen ist und ich bis spät daran saß, um Daten zu kopieren und den Rechner einzurichten. Ich bin damit noch nicht fertig, also sitze ich wieder an meinen altersschwachen, dreckigen, alten Laptop. Der neue Laptop ist toll, er sieht gut aus, ist schnell und leise und ist nur noch etwas ungewohnt für mich. Gestern die Arbeit war ok und es wurde im Team beschlossen, dass ich mich von der zu verrückten trennen darf. Das Wetter sieht heute erfreulicher aus, auch jetzt schon Sonnenschein. Heute Abend Pizza mit dem Vater und der berühmten Nachbarin, sie will für uns kochen, ich vermute aus Dankbarkeit für wochenlang Blumen gießen. Er will nächste Woche auch für mich kochen, es scheint also die Zeit zu sein, wo andere für mich kochen und ich nichts tun muss außer Essen. Heute keine Termine auf Arbeit, es sei denn es kommt jemand spontan vorbei. Gestern nach der Arbeit abgehetzt um zu Hause zu sein, bevor der Paketbote kommt und deswegen nur Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Ich finde es etwas komisch, dass mein Hermes Paketbote mich duzt. Stand der doch gestern Abend lachend vor der Tür und sagte: „Du warst früher nicht da.“ Vielen Dank für den Hinweis, ich war arbeiten, wie so viele Menschen, damit ich es mir leisten kann, was zu bestellen. Ich muss auf mein Herz aufpassen, ich will nicht die Verliebte sein, während er vielleicht ganz andere Absichten hat. Auf in den Tag  und auf Wiedersehen alter Laptop, du hast mir jahrelang gute Dienste geleistet.