Früh, Termine, Stau und das Rad

Guten Morgen, zu kurze Nacht, aber die Chefin wartet. Gestern sehr langer Arbeitstag und sehr viel los. Blutdruck zum Morgen sehr gering. Auch heute ein sehr voller Terminplan und wahrscheinlich wieder Überstunden. Aber gut dafür die nächsten Tage vielleicht weniger Stunden. Die Sonne scheint, ein frischer Wind weht und der Vogel hält leider nicht den Schnabel. Meine neuen Sandalen sind da und sie wurden für gut befunden, endlich wieder mein Geschmack. Der Vater ist auf der Insel, ich wünschte ich könnte mich auch dort hin beamen. Die Nachbarn haben wieder vergessen was Rücksicht ist, laute Technomusik und ab 21 Uhr die Kinder anschreien. Nach den Graswolken, die hier ab mittags hochziehen, könnte man leider vermuten, dass die Überforderung mit den Kindern daher kommt. Ich würde bekifft auch lieber meine Ruhe wollen und nicht auf zwei kleine wilde Jungs aufpassen, die nicht pennen wollen. Leider musste ich feststellen, dass die psychiatrische Versorgung in meinen Bezirk unter aller Sau ist, also beten hier niemals krank zu werden und sollte ich krank werden, schnell in einen anderen Bezirk anmelden. Irgendwas ist auf der Straße los, Stau und Polizei, die gegen die Fahrtrichtung fährt. Mit dem Schatz gestern nur kurz gesprochen, er war abgelenkt, keinen Bock das Zweit- oder Drittgespräch zu sein. Hätte ich heute nicht den Acht Uhr Termin, wäre ich heute lieber im Büro, war wieder zu lange zu Hause. Aber um acht bereits im Büro sein, eher unrealistisch für mich. Bin wieder wie früher im Nachtmodus, heißt kann ich frei wählen, gehe ich nicht vor Mitternacht ins Bett. Angeblich für Menschen mit seelischer Krankheit normal, sie lieben die Ruhe in der Nacht. Nur in der Nacht bin ich frei von Anrufen, Nachrichten und ich kann in Ruhe ungestört nichts tun. Der Kaffee schmeckt und treibt meinen Blutdruck hoffentlich etwas hoch, ich glaube bin ich entspannt, sind die Pillen zu viel, aber arbeite ich, sind die gerade richtig. Ich muss lernen mich besser abzugrenzen, nicht jeder Anruf muss gleich beantwortet werden, nicht jedes Schicksal mitgefühlt werden. Obwohl es gestern vergleichsweise kühl war, heute früh schon 25 Grad in der Bude. Ventilator Wetter, wäre der Ventilator nicht so laut. Heute viele und stundenlange Videokonferenzen, eigentlich keinen Bock zu, besonders mich selbst dabei die ganze Zeit zu sehen. Auf in den Tag, im drehenden Rad….

Schlaf, Kollegin, Zahn, Impfen und Lotto

Endlich genug geschlafen, schon besser, gestern ging es mir den ganzen Tag nicht sonderlich, Schmerzen und totale Erschöpfung, also Mittagsschlaf und früh ins Bett. Sehr geärgert über eine Kollegin, die zur Verfolgung ihrer Ziele eine Realität zeichnet, die ich mit Fakten leicht widerlegen kann. Es ist aber so verdammt mühsam immer über alles zu diskutieren. Sein Zahnarztbesuch wird wohl hohe Kosten nach sich ziehen, ein Zahn ist halb tot und macht Ärger, jetzt heißt es zu entscheiden Rettungsversuch oder raus. Gestern angefangen zu telefonieren, aber kaum jemanden erreicht. Von meiner Seite aus gibt es keine Dringlichkeit, ich dachte nur von der anderen Seite. Wieder hat mich der Nachbar gegen 3 Uhr nachts geweckt, keine Ahnung was der gegen 3 in seiner Wohnung macht, ich werde davon auf jeden Fall wach. Er hat jetzt 10 Tage Arbeit am Stück, es wird Zeit, dass er aus einem Vertrag rauskommt, total übermüdet und mit Zahnschmerzen und Schmerzmitteln Fahrrad fahren in der Stadt, halte ich für eine riskante Geschichte. Heute nur Arbeit im Homeoffice für mich, sonst keine Termine, das finde ich gut. Still hier, habe mich noch immer nicht ganz daran gewöhnt hier wieder allein zu sein, manchmal laufe ich durch die Räume und suche ihn und bin dann erleichtert und enttäuscht zu gleich. Einen neuen Impftermin zu bekommen scheint derzeit unmöglich, dann halt nicht und das, obwohl die Berliner Impfzentren weiter an der Priorisierung festhalten. Da scheint es jetzt also sehr viele Leute der Priogruppe 1-3 zu geben, die jetzt versuchen einen Termin zu bekommen. Aber gut Priogruppe 3 ist mein Schatz auch, weil er systemrelevant arbeitet. Die doofe Kollegin versaut mir gerade die Freude an der Arbeit gewaltig, denn eigentlich mag ich meine Arbeit immer noch, aber ihr Verhalten nicht. Der Gedanke sich anders zu bewerben kommt ihretwegen immer wieder auf. Durch ihr nicht soziales Verhalten zerstört sie das Team. Meine Vögel schweigen, alles schweigt, durch graue Wolken ist etwas Sonnenschein zu sehen, 2021 ist hatte nie geplant so lange zu leben, aber bin immer noch da. Brauche eine neue Zahnärztin, es ist nicht so gut den Ärzten von einer seelischen Krankheit zu erzählen, es könnte sein, dass sie einen nicht mehr ernst nehmen und ohne Wissen zu der Krankheit und deren Medikamenten vermeidlich schlaue Ratschläge verteilen. Manchmal wünsche ich solchen Menschen ein paar Wochen in meinen Körper, vielleicht würden sie es dann besser verstehen. Gestern mal wieder so gekocht wie ich früher für mich allein gekocht habe, eine Gemüsepfanne aus Kartoffeln, Möhre, Bohnen und Zwiebeln mit Sucukwurst klein geschnitten. War lecker und schnell gemacht, anspruchsvoller kochen kann ich dann immer noch wenn jemand mit mir isst. Nix im Lotto gewonnen, aber ich denke das wollen gerade viele, der sichere Gewinner ist nur der Lotto-Anbieter. Aber was solls, es gibt derzeit sicher Leute die einen Lottogewinn dringender brauchen als ich, immerhin habe ich Wohnung, Arbeit und einen vollen Kühlschrank. Auf in den Tag, in besserer Verfassung als gestern, alles wird gut, irgendwann.

Etappenschlaf, getrennt leben, Kochboxen und Ruhe

Guten Morgen, ein nebeliger Tag grüßt und ich bin allein. Etappenschlaf, obwohl mich niemand gestört hat. Trage keinen Ring, es ist mir nicht danach und zu Hause sieht es ja auch keiner. Freiheit, Freiheit ist schön und Ruhe. Scheiden lassen will ich mich nicht, aber ich finde, sollte er woanders ein Zimmer finden, dann sollte er da hinziehen. Vielleicht merkt er dann nach ein paar Wochen und Monaten, was ich alles für ihn getan habe und das meine Forderungen dagegen nicht unverschämt waren. Polizei, ich höre Polizei, ich mag dieses Geräusch nicht und erst recht nicht Blaulicht in der Nacht. Das Haus ist gespenstisch ruhig, als hätte mein Nachbar für das gesamte Haus genug Krach gemacht und alle wollen jetzt Ruhe. Gestern mein Pfefferspray bekommen, das steht jetzt neben der Tür, jetzt fühle ich mich hier schon wie in Neukölln, da habe ich auch nicht jeden die Tür aufgemacht und hatte immer ein Messer in Griffweite. Schade bisher hatte ich mich hier sicher gefühlt und jeden die Tür geöffnet, unbewaffnet. Ich hoffe er kommt nicht so früh zurück, das ist gerade alles zu viel für mich, sein Chaos, seine Lautstärke und dann noch die Tendenz alles was ihm schmeckt einfach aufzuessen, auch wenn es für mich gedacht war. Kann nicht sein, dass ich hier jetzt um Platz, Ruhe und Essen kämpfen muss. Gestern nicht viel passiert, das Schweinefilet war gut und das Honig-Senf-Gemüse mache ich sicher wieder, aber ich glaube dann nehme ich einfach süßen Senf zum Marinieren des Gemüses. Vogelgezwitscher ist zu hören, wenigstens ein Lichtblick im grauen Tag. Corona, vielleicht ist das alles auch nur Corona, dass sich Paare und Familien nicht mehr ertragen können. Jeden Tag mit großen Sorgen gemeinsam in der Bude sitzen und das über ein Jahr, ist ja auch nicht gerade förderlich für das harmonische Miteinander. Heute rotes Thai-Curry mit Garnelen, das Menü hatte ich schon bei Marley Spoon und jetzt bei Hello Fresh, ein schnell und leicht zu kochendes Menü und wenig Kalorien hat es auch. Ich glaube für den Moment bin ich glücklich kinderlos zu sein, nicht auszudenken, wenn neben den Mann auch noch ein Kind hier herumspringen würde. Ich wäre dann sicher eine schlechte Mutter und nicht nur die gereizte Ehefrau. Vielleicht versuche ich doch noch während er weg ist die Bude zu putzen, auch wenn es nicht lange halten wird. Wenigstens ein paar Stunden ne aufgeräumte Bude. Der Kaffee schmeckt und ich habe Aufbackbrötchen, denn bei Netto ist der Backautomat kaputt, seit Wochen. Keine frischen Brötchen und Brot, für Niemanden hier mehr, es sei denn man backt selber. Ich brauche Ruhe, ich brauche Seelenbalsam Musik:

Gespräche, Dauerlockdown, Ente und schlafen

Guten Morgen, ne so richtig gut ist er nicht. Zu wenig geschlafen in der Nacht, weil ich gestern tagsüber geschlafen habe. Fühle mich schwächlich, aber nicht so elend wie vorgestern tagsüber. Eigentlich sollte gestern unser Tag sein, uneigentlich hatte er wie es scheint sinnlose Bewerbungsgespräche und wir haben lange gestritten. Von den Nachbarn zum Glück wenig gehört, dafür ist gestern meine Lieblingsnachbarin ausgezogen. Schade, keine Schokolade mehr von ihr an Nikolaus. Er wartet ungeduldig auf sein neues Handy, aber es ist falsch adressiert und deswegen unklar, ob DHL noch zustellt oder alles zurückgeht. Er braucht das Handy für die Arbeit. Gestern geheult, ich kann einfach nicht mehr, er aber auch nicht mehr. Der Dauerlockdown macht fertig. Gestern nicht gekocht, sondern indisch bestellt, war alles zu viel und er hat eingeladen. Ich hatte Ente Korma, sehr lecker und Brot, Salat und einen Mango Lassi gab es noch gratis dazu. Er wird mich heute alleine lassen und einen Freund besuchen, um ihn zu helfen, endlich Ruhe für mich, ich kriege hier gar nichts mehr hin, wenn er ständig hier ist, denn das Chaos, das er produziert, steht derzeit in keinem Verhältnis zu meinem Antrieb aufzuräumen und zu putzen. Macht keinen Spaß in der Wohnung zu räumen, wenn gleichzeitig woanders wieder Chaos entsteht. Heute koche ich also nur für mich, ich denke an Schweinefilet mit Honig-Senf-Gemüse. Die Ausgangssperre ich gruselig, ich will zwar meistens abends sowieso nirgendwo hin, aber es sollte trotzdem das Recht darauf bestehen, jederzeit spazieren zu können, wenn mir danach ist. Der Kaffee schmeckt und ich hoffe die Vögel halten ihren Schnabel, Geschrei am Morgen will niemand haben. Nasenspülung wieder aktiviert, trotz des großen Birkensterben, habe ich allergische Beschwerden. Dass die Birken sterben finde ich persönlich nicht so schlimm, auch wenn ich sonst um Bäume kämpfen würde, meine allergische Reaktion auf Birke ist einfach zu heftig, also ist sie Feind. Mein Urlaub ist bald vorbei und ich habe mich null erholt, dank Nachbarn und Lockdown. Es ist aber trotzdem eine weise Entscheidung gewesen in der derzeitigen Verfassung nicht zu arbeiten bzw. durch den Nachbarn und seinen Lärm hätte ich es gar nicht gekonnt. Bin müde, möchte endlich wieder zur Ruhe kommen und schlafen wie ein Kind…

Baulärm, gekocht und unter Psychos

Guten Morgen, gestern blieb es ruhig hier. Der Nachbar macht immer noch Baulärm aber viel leiser und wenn nicht leise, dann sehr kurz. Der Mann scheint ein echtes Aggressionsproblem zu haben, das er mit Baumaschinen auslebt. Versuche hier keine Angst zu haben, gestern versucht so leise wie möglich zu sein, aber das kann auch keine Lösung sein, ich darf hier auch wohnen und auch zu hören sein. Heute Pizzatag mit dem Vater aber ohne Hund, wegen des Psychopathen. Fühle mich zwischendurch schlecht, weil ich will das sie ausziehen, aber das hier ist nervlich eine viel zu große Belastung, es heißt also er oder ich und ich habe mich für mich entschieden. Es ist nicht meine Schuld, dass er wegen des Hundes ausrastete und brüllend vor der Tür stand und auch nicht meine Schuld, dass er die eigene Wohnung danach zerstört hat. Er findet die Situation mit dem Nachbar auch belastend, bei jedem Geräusch, das wir hier machen, müssen wir damit rechnen, dass er ausrastet. Vielleicht heute einkaufen, aber ich fühle mich derzeit unsicher in der Gegend, auch wenn es draußen genug Zeugen gibt. Gekocht gestern asiatisch mit viel Gemüse, Huhn und Kokosreis. Urlaub ist das alles bisher nicht, ich wollte doch entspannen und jetzt bin ich genau das Gegenteil wegen des Nachbars. Ich habe keinen Bock Seelenretterin im eigenen Haus zu spielen, hier habe ich Feierabend, weil das hier privat ist. Gut ist, dass mein Mann gerade meinen Essensplan beeinflusst, ich esse jetzt mehr Eier, Avocado, Banane und Fisch. Geschlafen ganz passabel, leider werde ich immer gegen 6 wach, weil die Nachbarin da aufsteht. Aber wieder hingelegt. Mache jetzt öfter Strechübungen, gegen die ganzen Krämpfe, leider habe ich vereinzelt auch wieder Mundkrämpfe. Gestern mit dem Freund telefoniert der abgesetzt hat, er wird wohl wieder ein Medikament ansetzen. Der Kaffee schmeckt und ich suche meine Entspannung, mein zu Hause ist mir eigentlich heilig, aber der Nachbar scheint wenig gläubig zu sein. Auf in den Tag, ich dachte ich bin hier der Psycho, aber weit gefehlt, die beiden da untern schießen jeden Vogel ab.

Horrortag, Lärm, SpDi und fremdbestimmt

Guten Morgen, was für ein Horrortag gestern. Der Nachbar ist richtig durchgeknallt und hat von 9 bis 16 Uhr mit kleinen Pausen mit einer Bohrmaschine oder ähnlichen ohrenbetäubenden Lärm gemacht. Es war kaum auszuhalten und ich abends nervlich ziemlich am Ende. Habe den sozialpsychiatrischen Dienst doch erreicht, die Nachbarn sind bekannt, sie meinten sie würden tätig werden. Habe Angst was heute passiert, noch so einen Tag überlebe ich nicht, ohne die Polizei zu holen. Immerhin ganz passabel geschlafen in der Nacht, mit Unterbrechung 7 Stunden. Ja es ist hellhörig hier, aber sie sollten wissen das auch ich sie höre, immer bei fast allen. Die Sonne scheint und ich hätte gern einen friedlichen Tag. Gestern einkaufen gewesen, aber Schiss gehabt denen zu begegnen, bin ihnen aber nicht begegnet. Warum können die ihre Probleme nicht für sich behalten? Warum müssen die mich da reinziehen? Ich hoffe, mein Schatz bekommt jetzt genug Schlaf, der war gestern Morgen auch ziemlich mitgenommen nach 3 Stunden Krach am Morgen. Arbeiten kann man hier derzeit nicht und Bewerbungsgespräche per Video oder Telefon gehen bei diesem Lärm auch nicht. Was denkt der sich? Was will er bezwecken? Rache dafür, dass er geräuschempfindlich ist und ich halt Geräusche mache? Was hätte ich da nicht alles zu rächen, nach all ihren Geräuschen? Irgendwer kratzt unten an der Wand, ich hoffe es wird nicht schlimmer. Aber ich ahne schlimmes. Ich weiß nicht, was die mit der Wohnung anstellen, nach den Geräuschen gestern, muss die Wand jetzt voller Löcher sein. Tja hat mein Bruder doch recht, ich lebe im Ghetto, in einem mit besonders viel seelisch Kranken. Gestern auf Raten des Bruders Pfefferspray bestellt, für meine Sicherheit, aber hoffentlich nur Sicherheitsgefühl. Noch viel schlimmer als der Lärm ist, dass mich deren Verhalten triggert, ich muss gerade sehr gut auf mich aufpassen, will aber noch nicht hochdosieren. Gestern viel mit dem Vater und Bruder gesprochen und mit meinem Freund der abgesetzt hat. Ich hoffe dem Freund wird heute geholfen, er hat einen Termin beim Psychiater. Gestern Backfisch gemacht war ganz lecker und einfacher zu machen als gedacht. Bin gespannt, ob morgen ein richtiger Lockdown beschlossen wird, ich rechne damit. Wunderbar, dann sind wir eingesperrt mit den Irren hier. Ich will doch nur Ruhe und Friede und ordentlich ausschlafen, ist das zu viel verlangt? Der Vater kommt morgen ohne Hund, soweit ist es schon gekommen, dass die, die Regeln machen. Ich werde bevormundet und fremdbestimmt von zwei irren Jobcenter-Empfängern. Hoffen wir das Beste für heute, gerade hört es sich an, als würde jemand die Wand verspachteln. Beten wir für deren Seelenheil.

Wach in der Nacht, Stille, Angst und Balkonien

Guten Morgen, gestern sehr früh eingeschlafen und dann wach in der Nacht. Es herrscht Stille hier, totale Stille. Keine Musik, kein Geschreie, kein Getrampel oder Ähnliches. Insgesamt aber endlich mal wieder genug geschlafen, vielleicht schlafe ich später trotzdem noch mehr. Nachdem ich gestern alleine war, habe ich Kartoffelsuppe gekocht, nach Rezept von Mama. War sehr lecker und ist es immer noch. Habe jetzt leider wieder Ängste in der Wohnung dank Nachbar, ich hoffe das vergeht wieder. Die Bude sieht nicht so gut aus, bin nicht zum Putzen gekommen, sehe es aber auch nicht ein ständig gegen sein Chaos aufzuräumen und zu putzen. Dann sieht es halt kacke aus, er weiß, wo der Putzkram steht. Heute vegetarische Tortillas und wahrscheinlich auch Kartoffelsuppe. In der Nacht war es herrlich ruhig hier, keine Autos auf der Straße, erst gegen 4:30 ratterten die LKWs vorbei. Urlaub, endlich Urlaub, auch nicht zum Vater heute, der ist im Krankenhaus beim Bruder. Gestern den Balkon Corona angepasst für den Frühling vorbereitet. Nachdem es im Supermarkt keine schönen Pflanzen und im Internet gar keine Balkonpflanzen gab, habe ich jetzt gesät. Verschiedene bunte Blumen sollen es werden. Ein Kasten habe ich für Kräuter reserviert, bisher gibt es Schnittlauch, Petersilie und Minze, daneben war ich experimentell und habe Küchenreste gepflanzt. Mit dabei ist Frühlingszwiebel, Tomate, Knoblauch und eine Erdbeere. Mal sehen ob irgendwas davon wächst und wann. Schaut man sich die derzeitigen Paprikapreise an, sollte ich wohl auch noch Paprika pflanzen, wer bitte zahlt 4 Euro für 500 gr. Paprika? Müll rausbringen muss ich noch, aber will die Nachbarn nicht treffen. Die Woche über die Neue vom Vater aufgeregt, sie verhält sich mütterlich, was ich übergriffig finde, sie ist nicht meine Mutter und wird es auch nie, sie ist lediglich seine Partnerin. Gestern Wäsche gewaschen, jetzt reicht es aber erstmal. Vogelkäfig reinigen und später kochen sind die Missionen des Tages, mehr habe ich aber nicht vor. Ich hoffe es geht hier friedlich mit den Nachbarn weiter und dass sie nicht den Krieg wollen, doch falls doch, werde ich kämpfen….

Schlaflos, Lärm, Krebs und Musik

Gruß aus der Nacht, keine Ahnung was los ist, aber ich kann nicht schlafen. Wach gewesen mitten in der Nacht und jetzt schon wieder. Entweder haben die Nachbarn Krach gemacht oder meine Seele ist gerade mal wieder im Arsch. Gestern gab es hier ohrenbetäubenden Lärm über Stunden, ich bin mir aber nicht sicher, ob das die Assi-Nachbarn waren oder doch andere die ihren Boden abzuziehen. Egal sehr belastend diesen Krach zu ertragen, arbeiten hätte ich hier gestern nicht können, zum Glück wollte ich eh ins Büro. Abends war es dann zum Glück ruhig hier. Der Vater hat gestern angerufen, ein neuer Krebsfall in der Familie, aber es wurde operiert und alles sieht gut aus. Die beste Freundin musste gerade die Mutter vor der Obdachlosigkeit retten. Irgendwie überall nur schlechte Nachrichten und die Leute sind durchgängig schlecht drauf. Heute vorerst letzter Arbeitstag für mich, es sei denn ein Urlaub zu Hause ist wegen des Lärmpegels nicht machbar. Dann gehe ich nächste Woche lieber ins Büro. Ich freue mich, dass er hier ist, das erdet mich derzeit etwas. Der Kaffee schmeckt und ich hoffe heute nichts von dem Nachbarn zu hören, irgendwann ist auch mal gut. Ich frage mich, ob der richtige Lockdown noch kommt oder nicht, wie wir mittlerweile wissen kann die Politik das jeden Tag beschließen und widerrufen. Er hat heute frei und wird das Haus verlassen, Ruhe für mich, wo ich eigentlich gar keine Ruhe möchte, gerade habe ihn lieber hier, zur Sicherheit. Habe Bauchschmerzen, gestern der Bürotag war ganz gut, gutzutun gehabt und der Tag ging schnell vorbei. Nach Feierabend noch zu Lidl, aber nicht viel gekauft. Wie es scheint, sind zwei meiner Kolleginnen mittlerweile auch Freundinnen, vorbei die Zeiten wo ich ohne Freunde da stand. Heute warten zwei Termine auf mich, aber mal sehen ob der Lärmpegel es möglich macht. Der Vater hat abgesagt, weil er Krankenhausbesuche machen wird. Schade ich wollte Backfisch und Radieschensalat für ihn machen. Rosen blühen im Wohnzimmer, aber trotzdem alles trist gerade. Muskelkrämpfe im mittleren Bereich, von wegen mein Medikament wirkt nicht. Dauernd höre ich Polizei, aber sie wollen nicht zu mir, zum Glück. Ich bin leer, alles ist leer gerade, keine Hoffnung auf ein Ende, Resignation, finanzielle Engpässe und Isolation. Da werden auch stabilere Menschen krank. Ich brauche Urlaub, ich will weg hier, aber wo soll ich hin? Versuchen wir es mit Musik:

Falsche Maske, Atteste, Lachs und Büro

Guten Morgen, ganz passable aber zu kurze Nacht. Gestern auf Arbeit viel zu tun und danach zu Netto. Der Einkauf war gut, aber danach den Assi-Nachbarn über den Weg gelaufen, sonst treffe ich die selten, aber gestern nach dem Streit natürlich sofort. Bin ich froh, wenn diese Woche geschafft ist, ich will nur schlafen. Eine Kollegin rief gestern an, nachdem sie lautstark des Bioladens verwiesen wurde, weil sie eine medizinische Maske statt FFP2 trug. Dass Sie überhaupt Maske trug ist bei ihr schon ne Leistung, die mühsam mit dem Therapeuten erarbeitet werden musste. Denn Sie ist seelisch schwerbehindert und hatte auch ein Attest darüber dabei. Sie hatte ihren Schwerbehindertenausweis gezeigt, aber wollte halt nicht das Attest mit allen Diagnosen einen wildfremden Mitarbeiter aus dem Supermarkt zeigen. Ich glaube da können wir uns bei den Idioten bedanken, die sich massenhaft Gefälligkeits-Atteste haben geben lassen, damit sie keine Maske tragen müssen, obwohl sie es könnten. Sie kann wirklich schlecht Maske tragen, genau wie ich, gestern im Supermarkt wieder eine Panikattacke wegen der Maske bekommen, aber durchgehalten. Habe ihr die Bestelldienste in Berlin empfohlen, falls sie bald in keinen Supermarkt mehr kann. In was für einer Welt leben wird, in der die schwerbehinderte Risikogruppe, die wir angeblich schützen wollen, nicht mehr vor Ort Lebensmittel kaufen darf. Es kann doch nicht sein, das Menschen nicht mehr Öffentliche fahren dürfen und nicht mehr einkaufen dürfen, weil sie zu krank für eine Maske sind. Auch ich brauchte lange, um mit Maske in den Öffentlichen nicht ständig panisch zu werden. Immer noch Angst vor den Nachbarn, die belauschen uns, aber ich belausche sie jetzt auch und habe mein Lärmprotokoll begonnen. Soweit muss es kommen, dass ich hier Stasi mache und jederzeit die Polizei rufen würde. Das bin eigentlich nicht ich. Heute ins Büro, bin gespannt wie das wird, zwei Beratungen warten, ich werde mein Bestes geben. Er schläft noch, gestern gab es Lachs, der sehr lecker war. Wieder zu kleine Portionen, aber dann halt ein bisschen Brot hinterher. Die Sonne scheint und ich habe Frauenschmerzen, alles wird gut, irgendwann.

Höllen-Nachbar, Coaching und Allergie

Guten Morgen, endlich mal wieder gut geschlafen. Gestern war hier die Hölle los, der Nachbar ist völlig durchgedreht und hat stundenlang ohrenbetäubend Lärm gemacht und gegen seine Decke geklopft. Arbeiten dabei unmöglich, denn jede Bewegung des Hundes in unserer Wohnung animierte ihn noch lauter zu werden. Das sein Krach gegen das Tapsen eines Hundes deutlich lauter war interessierte ihn nicht. Ich saß hier, konnte nicht arbeiten und hatte Angst. Ein Versuch beim SpDi anzurufen, aber da geht keiner ran und rausfahren tun die auch nicht mehr, die sozialpsychiatrischen Dienste in Berlin sind überlastet. Dann bei der Hausverwaltung angerufen, die waren sehr interessiert, empfahlen aber ich möge es erst mit unserem Hausmeister versuchen, der wäre groß und kräftig und würde ihn gut kennen. Gesagt getan, der nette Hausmeister hat dann bei ihm geklingelt und sofort war Ruhe im Karton. Nebenbei erfahren, dass er gar nicht Mieter ist, sondern seine Freundin und ihr rechtlicher Betreuer. Das die beiden nen Dachschaden haben wusste ich schon länger, aber dass der so groß ist, dass muss ich erstmal verdauen. Ich bin immer gegen die Diskriminierung von seelisch kranken Menschen, auch auf den Wohnungsmarkt, aber wer möchte solche Nachbarn haben? Sogar ich möchte das nicht. Fühle mich jetzt in meiner Wohnung nicht mehr 100 % sicher, habe Angst ihn zu treffen, sich darauf zu verlassen, dass die Polizei im Zweifelsfall schnell genug da ist, darauf verlasse ich mich lieber nicht. Er lässt eine Entschuldigung ausrichten, das glaube ich nicht wirklich, ich glaube er hat ein wenig zu viel konsumiert und ist gerade psychotisch. Zum Glück sind seine Kinder gerade nicht da, da bleibt denen das erspart. Ein Lärmprotokoll wird trotzdem geführt, aber erst ab heute. Ich will doch eigentlich nur Friede hier. Er hatte gestern lange Schicht, heute wieder, alleine mache ich die Tür hier nicht mehr auf. Nasenspray nehmen ist gerade Pflicht, die Birke macht mich sonst fertig. Gestern richtig lange im Wald gelaufen, ohne Pause, mein Bein wird immer besser. Gestern das Coaching ist ausgefallen, wenn 3 von 5 Teilnehmer daneben sind, ergibt es keinen Sinn. Im Angebot waren Migräne, Partner ins Krankenhaus gebracht und vom Nachbarn bedroht. Schöne neue Corona Zeit. Konnte gestern nicht mehr arbeiten, es war einfach zu laut und stressig hier mit den Nachbarn, also muss ich schauen diese Unterstunden wieder hereinzukriegen. Keine Ahnung wie es weiter gehen soll, ich mache dann mal weiter und hoffe das Beste oder auf die Polizei.