Nacht, Grün, Zigaretten, Dämmerung und träumen

Ein Gruß aus der Nacht! Nicht ganz wach und zu kurz geschlafen. Der Vater brachte gestern noch mehr Kram hier hin, ich will nicht mehr. Pizza gestern verkackt, also den Teig, alles nicht so geworden, scheint wohl wieder eine schlechte Zeit zum Kochen zu sein. Zum Kochen brauche ich geordnete innen und außen Verhältnisse. Beides nicht gegeben gerade. Über die Kollegin geärgert, das hört wohl nie auf, alles Kindergarten, da schmeißt eine Ü50 Frau ständig mit Sand nach mir, aber Ruhe bewahren. Heute Büro mit Beratungen und Azubi für mich, mal sehen, wie es wird. Kochbox gestern doch noch mit über 24 Stunden Verspätung erhalten, ich hoffe, der Kram ist noch gut, denn die Kühlelemente waren geschmolzen. Eine neue Bluse erhalten in Selenskyj grün. Mal sehen, ob ich es heute zum Orthopädie-Shop schaffe. Zigaretten sind zum Morgen ganz schrecklich geworden, ich rauche trotzdem, hustend.

Rosa Licht durchbricht die Nacht, es dämmert und ich halte mich an einem Kaffee fest. All diese Dinge der Mutter, ihr Schatz, meine Last gerade. Eigentlich bräuchte ich wie der Vater jetzt einige Tage frei, um mit dem Kram der Mutter, den endgültigen Abschied an ihre Gedenkstätte klarzukommen. Der Vater versteht nicht, warum ich gerade nicht neben Krankheit und Arbeit noch hoch motiviert in der ehemaligen Elternwohnung stehe. Ich habe weder Zeit noch Kraft dazu. Der Mann scheint auf Arbeit endlich mehr zu tun zu kriegen und hört sich erfreut an, für mich immer noch unrealistisch alles. Gerade gar keinen Bock auf Musik im Alltag, zu emotional, also Ruhe im Bus und abends dann eher Fernsehen. Gestern Luzifer geschaut, nachdem der Vater mich mit dem Chaos der Dinge allein gelassen hat. Besser keine Nachrichten geschaut, Ängste, gegen die man nichts machen kann, kann ich gerade nicht gebrauchen. Nur morgens springt die Jukebox im Kopf kurz an, heute gibt es diesen Traumsong:

Schlechte Nacht, Narzissmus, Romantik und gefangen

Guten Morgen oder Gruß aus der Nacht. Gestern kein guter Tag gekrönt von schlechter Nacht. Obwohl, die Pizza mit dem Vater war gestern doch gut, aber der Rest weniger. Ruhelose Nacht, geschlafen, aber anscheinend dabei gerannt im Traum. Mit dem Kopf fast 180 Grad woanders aufgewacht als eingeschlafen. Der Hund war gestern friedlich und hat nicht gekratzt. Vom Bruder ein Psychologie-Video zum Thema Narzissmus bei Eltern erhalten und geschaut, ja ich bin das Resultat einer narzisstischen Mutter. Volle Punktzahl auf der Checkliste für mich, juhu! ^^ Ich glaube in Selbsttherapie, ist der Bruder mir ein Stück voraus. Aber jetzt wo ich gerade wieder um sie trauere, vielleicht eine gute Erinnerung, dass sie bei weitem kein Engel war. Vielleicht komme ich irgendwann auch an den Punkt, dass ich mir nicht mehr beweisen muss, nicht wie sie zu sein. Ich bin jetzt irgendwie das andere Extrem geworden, auch nicht gut.

Es ist dunkel, keine Kerze brennt, Kerzen sind gestern alle abgebrannt und keine Lust gehabt neue aufzustellen, das ist dann wohl die Steigerung von Ruhe, ganz im Dunklem sitzen. Kein Fernsehen gestern geschaut, dafür Musikvideos laufen lassen. Wieder in der Vergangenheit gelandet, musikalisch, etwas Romantik für die frustrierte Frau aus Berlin. Nicht so scharf auf Büro heute nach gestern, aber wahrscheinlich besser für mich, hier zu Hause sitzen ist auch keine Lösung. Zwischendurch immer wieder Anfälle von Selbstmitleid, wie konnte ich es nicht mitbekommen, dass ich so dick geworden bin? Ich habe wirklich kaum etwas davon mitbekommen, meine Wahrnehmung war eine andere. Jetzt habe ich es bemerkt und sitze fest in diesen Körper und die Reaktion darauf ist Frustessen. Gefangen im eigenen Körper, ich kenne mich aus mit Gefangenschaft. Erst die Neuroleptika, jetzt das Fett. Gefangen damit seit 2013, man könnte meinen ich wäre ein Schwerverbrecher und nicht nur eine Frau, die ihren Kopf verloren hat.

Versuchen wir es mit farblich und musikalisch erfreulicher Musik:

Schlechte Nacht, November, große Träume und Spätschäden

Guten Morgen, nein eigentlich nicht so gut, konnte die Nacht nicht ein- und durchschlafen. Eine sehr müde Frau mit dicken Augen schlürft also gerade Kaffee und ist sehr froh über das Homeoffice heute. Jetzt gleich im Bus sitzen unrealistisch, jetzt gesehen werden, unangenehm. Hoffentlich kommt der Vater heute wie angekündigt, es gibt immer noch die Mission „Fernseher an der Wand befestigen“. Ein grauer Novembertag grüßt, keine Ahnung warum ich im November Geburtstag haben muss, es ist ein Arschloch-Monat um Geburtstag zu haben, mein ganzes Leben. Heute einige Termine, aber zum Glück keine Videokonferenzen, obwohl doch am Abend, hoffentlich bin ich bis dahin wach und etwas hübscher als gerade. Gestern wieder schlechte Nachrichten für mich und Kopfkino in der Nacht, na immerhin beim Mann läuft es. Gekocht und gegessen, Wraps mit Pilzrührei, war lecker.

Erinnerungen an mein altes Ich beschäftigen mich, was war ich doch mal für ein größenwahnsinniges Mädchen. Große Träume, große Pläne und dann kam Berlin. Immerhin ich habe überlebt bis hierhin. Dieser Glaube an mich selbst, wie groß der noch bis in meine Teenagerjahre war, doch dann traf ich Menschen, die andere Vorstellungen hatten. Irgendwie auch ein Fluch eine sehr hübsche junge Frau gewesen zu sein, alle haben mich auf mein Aussehen reduziert, keiner sah, wer ich noch bin. Zurück zu Gegenwart, überlebend in Berlin und nicht mehr so hübsch, aber dafür schlauer. Naivität war gestern. Hatte ich mir anders vorgestellt mein Leben, aber es ist, was es ist. Keine Ahnung was aus dem Sonntag wird, es gibt aktuell keine nutzbare Küche in der Elternwohnung mehr, also auch kein Sonntag mit dem Vater? Morgen werde ich wohl doch ins Büro fahren, zu viel zu Hause und irgendwer muss nach der Post schauen und die Datensicherung machen. Meine Hände tun weh, vielleicht doch Spätschäden von den Medis? Früher Tremor heute Schmerzen? Ich bin zu jung für solche Beschwerden.

Egal aufwachen und auf in die Arbeit und bis dahin alte Musik von meiner ehemaligen Heldin Mary J. Blige:

Die Nacht, Funk, Erinnerungs-Puzzle, Zucker und Schwäche

Ein Gruß aus der Nacht, ich glaube die Nachbarn haben mich geweckt. Aber gut, es kommt bald jemand wegen der Wasserzähler. Jetzt alles Funk, nicht nur die Heizung und der Feuermelder funken hier, sondern auch bald die Wasserzähler. Wollte ich nie haben, kriege ich aber doch, das total verstrahlte, irgendwo hin funkende zu Hause. Dunkel ist es hier und ich aber nicht müde, immerhin 6 Stunden geschlafen, scheint jetzt normal bei mir zu sein, so wenig Schlaf. Der Kaffee schmeckt und ich hoffe der Typ für die Wasserzähler kommt früh, dann kann ich hier auch früh weg. Blutdruck und Puls unten, vor der Pille, in der Nacht fährt mein Kraftwerk wohl runter. Wird Zeit das Haus zu verlassen, diese langen Wochenenden sind nicht so ideal für mich, andererseits auch wieder nötig, denn mehr arbeiten geht gerade nicht. Ich kann wohl nicht ewig vor dem Puzzle in meinem Kopf weglaufen, so viele Erinnerungen und zwischendurch immer wieder die Angst psychotisch zu sein oder zu werden. Ich las aber, das wer ständig daran denkt und es fürchtet, es nicht sein kann. Eine Psychose bedeutet ja, dass die eigene Wahrnehmung erheblich von der anderer abweicht und man die eigene Wahrnehmung aber für die echte hält und darüber auch nicht berichtet oder sogar diskutiert. Wird meine Erinnerung zu schräg, berichte ich sehr wohl und hoffe, dass wer widerspricht und/oder darüber diskutieren mag. Mittlerweile „weiß“ ich, erinnere ich mich, dass nicht nur der ehemalige Chef von einem Spiel sprach, sondern auch ein Kollege viele Jahre zuvor. Habe die alle ein Rad ab? Warum muss mit mir gespielt werden? Das Dumme ist, ich hatte beide Male auch noch zugestimmt, ich naives Stück. Keine Ahnung was ich dachte was da kommt, eine kostenlose Weltreise? Die Kürung zum Superstar? In meiner Psychose dachte ich tatsächlich ich sei Weltstar, zumindest eine kurze Zeit, bis mein Kopf beschloss doch das Opfer der Welt zu sein. Egal, vorbei, alles vorbei und ich lebe noch, zwar eher schlecht als recht, aber der Reflex Atmen funktioniert noch und das Herz schlägt. Natürlich habe ich keine Zeugen, für beide Gespräche, also glaubt mir oder auch nicht. Aber wie der Vater sagte: Egal, es ist egal, was wer vor Jahren sagte oder tat. Es lässt sich nicht mehr ändern, ich kann nichts beweisen und ändern schon mal gar nichts mehr. Laut Psychiater, Familie und Freunden bin ich aber gerade nicht psychotisch, auch wenn meine Erinnerungen zu schräg sind. Es ist ein Fluch sich so gut erinnern zu können, meine bestätigten Erinnerungen reichen zurück bis zum vierten oder fünften Lebensjahr, ich glaube da ist was schiefgelaufen bei mir, dabei dachte ich immer, dass diese Zeit gut war. Aber zurück zum jetzt, die Sonne durchbricht das Dunkel und der Himmel färbt sich pink, heute ins Büro mit Kollegin, keine Pizza danach, die wurde auf Donnerstag verlegt. Gestern das hier gekocht, langsam habe ich den Eindruck, dass das Geheimnis der asiatischen Küche eigentlich nur aus Ingwer, Knoblauch, vielleicht Chili und ganz viel Zucker besteht. Deswegen mag es der Mann wohl auch, auch wenn er es nicht zugibt, er steht auf Zucker. Aber normal, Urinstinkt des Menschen, alles mit viel Fett und/oder Zucker wird als lecker erachtet, weil Energielieferant. Tja leider hat so ein Sessel- und Sofarfurzer wie ich nur gar keinen so hohen Energiebedarf, was dann zur körperlichen Kugelbildung führte. Eine Kugel wollte ich nie sein, in meinen Herzen bin ich immer noch die kleine gut trainierte Tänzerin von früher, die entsetzt wäre, was mit mir passiert ist. Andererseits, damals fing das auch mit der Essstörung an, denn ich dachte damals ich wäre zu dick und fing mit Diäten an. Stopp! Mein Kopf hängt wieder in der Vergangenheit, das jetzt zählt, die Zukunft will gelebt werden und die beginnt jetzt, so schwach ich bin, keine Tränen für dich:

Nacht, Vater, Pakete, Jobs und Berge

Ein Gruß aus der Nacht, bin müde, aber wach, irgendein Nachbar hat gerade das Haus verlassen. Gestern der Tag ging schnell vorbei, einkaufen gewesen, Mann kam vorbei, Arbeits-Videotreffen, Pizza gemacht, Vater kam zu Besuch und danach alleine entspannen. Bis zum Treffen mit dem Vater ging es mir (sehr) gut, als er dann da war nicht mehr. Thema mit dem Vater war Tod der Mutter und die Entsorgung der Spülmaschine. Ja mein Geschirrspüler ist Schrott und eine Reparatur lohnt nicht mehr. Irgendwie habe ich den Eindruck, auch der Vater entfernt sich gerade. Er hat immer weniger Zeit und wenn, hat die neue Partnerin und deren kranke Mutter Priorität. Finde ich so nicht richtig, mit denen hat er nicht die letzten 30 Jahre verbracht, die haben ihn nicht aufgefangen als es ihm nach dem Tod meiner Mutter schlecht ging, aber gut, die sind wohl seine Zukunft. Wo meine Zukunft dann liegt, weiß ich aber nicht. Der Bruder wird immer seltsamer, der Vater entfernt sich mit neuer Partnerin und ich habe dann wohl nur noch als enge Verwandtschaft den Mann in Berlin. Nicht so gute Aussichten für mich. Heute ein Paket vom Paketshop abholen, ist man einen Tag die Woche nicht da, kommen natürlich alle Pakete auf einmal. Meine Nachbarinnen hatten ja einiges für mich angenommen, aber ein Paket ist jetzt kilometerweit entfernt im Paketshop. Der Kaffee schmeckt und ich überarbeite gerade meinen Lebenslauf, denn es gab eine Anfrage einer Recruiterin. Eigentlich will ich nicht wirklich wechseln, aber zu wissen, was andere bieten und einen Plan B haben, erscheint mir gerade nicht so falsch. Wenn Corona nicht aufhört, weiß ich nicht, ob ich meinen Job seelisch noch lange aushalte. Ein Ausweg scheint nur die extreme Abgrenzung gegenüber dem Kunden, aber selbst wenn ich das lerne und durchziehe, möchte ich das? Alles unklar gerade. Erwachsensein sein, Verantwortung tragen, stinkt. Fühle mich gerade alleine mit der Trauer um die Mutter, der Mann kannte sie nicht, der Bruder ist wie immer abwesend und anderer Meinung und der Vater investiert lieber in die Zukunft. Es ist dunkel, grau grüßt der Tag oder ist es noch die Nacht? Die Straße rauscht aber wie der Tag. Die Aktivität der letzten Tage scheint mir aber gutzutun, gerade nur alleine zu Hause sitzen, echt nicht ratsam. Frische Blumen gekauft, mein Luxus, Schnittblumen braucht man eigentlich wirklich nicht. So viel Depression gerade um mich herum und jetzt ist auch noch der Sommer ausgefallen. Überall verrückte Leute, kein Tag wo ich keinen durchgeknallten Menschen sehe, meistens mehrere und sollte ich zu Hause bleiben, gibt es da immer noch die Nachbarsfamilie und dann im Zweifelsfall auch mich selber. Ich muss mein Leben ändern, wenn ich es noch länger behalten möchte, aber ich kriege es gerade nicht hin, ich müsste abnehmen, ich müsste aufhören zu rauchen, mir einen Sport suchen, aber gerade kriege ich nur das hin, was wirklich für den aktuellen Tag notwendig ist. Also werde ich wegen Corona und nicht durch Corona sterben? Auch ohne Corona wären diese Herausforderungen schwierig. Na immerhin mein Covid-Arm ist wieder in Ordnung, die schmerzhafte Rötung nach der Impfung ist verschwunden, ich hoffe das bringt jetzt auch irgendwas, einen nicht zugelassenen Impfstoff in den Venen zu haben finde ich immer noch gruselig. Das Bein tut wieder weh, die Zehen sind wieder teilweise taub, danke Neuroleptika-Erhöhung, danke Muskelkrämpfe, danke Stress. Erzähle es der Tapete, sagte meine Mutter immer, wenn sie nicht zuhören wollte, ich erzähle es dann mal dem Blog oder den Bergen, hier in Berlin eher Müllberge:

Beschissene Nacht, Kuchen, sensibel und Abschied

Guten Morgen, was für eine beschissene Nacht! Wie eine Weltmeisterin geschwitzt und ständig wach gewesen. Aber gut 30 Grad Schlaftemperatur ist ja auch alles andere als ideal. Heute früh besser, gerade nur 22 Grad, also alle Fenster aufgerissen und genossen. Er war gestern da, ohne Wäsche, und es war schön. Das afrikanische Essen war lecker, aber auf dem Balkon war es zu heiß, sogar für ihn. Schön gerade das Thermometer fallen zu sehen, ich bin ja für sonnige Tage, aber abends/nachts sollte es dann regnen und abkühlen. Heute Lieferung, aber ich werde auch zum Supermarkt gehen und hoffentlich keine Rentner erschrecken. Gestern Nacht noch einen einfachen Kuchen gebacken, denn Margarine und Eier mussten weg, werde ich einfrieren und später essen. Für den Moment schön einen Teilzeit-Mann zu haben, wir hatten gestern eine schöne Zeit und abends dann aber auch unsere Ruhe voneinander. Abends noch gechattet und minimal aufgeräumt, gerade zu heiß für Aktivität. Der Kaffee schmeckt und ich denke leider an Arbeit, eine unzufriedene Ratsuchende am Wochenende, soll vorkommen, kommt bei mir aber eigentlich selten vor. Allerdings war sie schon mal so unfreundlich und hat sich dann doch wieder gemeldet, vielleicht schlage ich einen Beraterwechsel vor. Die Sommer-Schuhe meiner Mutter sind Mist, sie bereiten mir Fußprobleme, ich sollte sie wohl einfach wegwerfen und nicht klammern und meine Füße ruinieren. Gestern neue Sandalen für mich bestellt, nach meinem Geschmack, wenn die da sind, können ihre billigen Birkenstock-Kopien von Lidl gehen. Er hat heute Frühschicht, ich einen freien Tag, ungewohnt für mich zwei freie Tage am Stück zu haben, seit dem Tod meiner Mutter gibt es sowas für mich nicht mehr oder nur selten. Ich brauche das aber eigentlich, auch mal 2 Tage allein sein, damit ich mich wieder auf Mitmenschen freue. Ich glaube in diesem Leben werde ich nicht mehr zum Gruppentier. Die Vögel sind ruhig, was für ein Segen und aktuell ist es wolkig, ebenfalls gut. Bin wieder sensibler, um nicht zu sagen, übersensibel. Ich sehe jedes Detail, rieche und schmecke scharf und fühle jede Schwingung. Willkommen alte Nadine, so war ich mal vor Neuroleptika und scheine es wieder zu werden. Ist nur verdammt anstrengend so zu sein. Aber Pillen um vor der eigenen Hypersensibilität wegzulaufen? Keine Lösung für mich. Ich mag keine Pillen nehmen, um massenkompatibler zu sein. Vielleicht zurück ins Bett jetzt wo es etwas kühler ist, Hunger gerade keinen, das Nichts an einen freien Tag zu ertragen ist gerade was Neues für mich, versuchen es zu genießen, ohne mich gleich nutzlos zu fühlen. Musikalisch stecke ich gerade mitten in den Achtzigern, so viele Erinnerungen an die Zeit mit meiner Mutter, Erinnerungen an das kleine Mädchen was ich mal war. Es ist Zeit Abschied zu nehmen:

Wach in der Nacht, Stille, Angst und Balkonien

Guten Morgen, gestern sehr früh eingeschlafen und dann wach in der Nacht. Es herrscht Stille hier, totale Stille. Keine Musik, kein Geschreie, kein Getrampel oder Ähnliches. Insgesamt aber endlich mal wieder genug geschlafen, vielleicht schlafe ich später trotzdem noch mehr. Nachdem ich gestern alleine war, habe ich Kartoffelsuppe gekocht, nach Rezept von Mama. War sehr lecker und ist es immer noch. Habe jetzt leider wieder Ängste in der Wohnung dank Nachbar, ich hoffe das vergeht wieder. Die Bude sieht nicht so gut aus, bin nicht zum Putzen gekommen, sehe es aber auch nicht ein ständig gegen sein Chaos aufzuräumen und zu putzen. Dann sieht es halt kacke aus, er weiß, wo der Putzkram steht. Heute vegetarische Tortillas und wahrscheinlich auch Kartoffelsuppe. In der Nacht war es herrlich ruhig hier, keine Autos auf der Straße, erst gegen 4:30 ratterten die LKWs vorbei. Urlaub, endlich Urlaub, auch nicht zum Vater heute, der ist im Krankenhaus beim Bruder. Gestern den Balkon Corona angepasst für den Frühling vorbereitet. Nachdem es im Supermarkt keine schönen Pflanzen und im Internet gar keine Balkonpflanzen gab, habe ich jetzt gesät. Verschiedene bunte Blumen sollen es werden. Ein Kasten habe ich für Kräuter reserviert, bisher gibt es Schnittlauch, Petersilie und Minze, daneben war ich experimentell und habe Küchenreste gepflanzt. Mit dabei ist Frühlingszwiebel, Tomate, Knoblauch und eine Erdbeere. Mal sehen ob irgendwas davon wächst und wann. Schaut man sich die derzeitigen Paprikapreise an, sollte ich wohl auch noch Paprika pflanzen, wer bitte zahlt 4 Euro für 500 gr. Paprika? Müll rausbringen muss ich noch, aber will die Nachbarn nicht treffen. Die Woche über die Neue vom Vater aufgeregt, sie verhält sich mütterlich, was ich übergriffig finde, sie ist nicht meine Mutter und wird es auch nie, sie ist lediglich seine Partnerin. Gestern Wäsche gewaschen, jetzt reicht es aber erstmal. Vogelkäfig reinigen und später kochen sind die Missionen des Tages, mehr habe ich aber nicht vor. Ich hoffe es geht hier friedlich mit den Nachbarn weiter und dass sie nicht den Krieg wollen, doch falls doch, werde ich kämpfen….

Nacht, bestellen und Mallorca

Guten Morgen, Wochenstart für die Meisten, für mich mein zweiter Tag Wochenende. Der Besuch war gestern ganz unterhaltsam und es gab wieder afrikanisches Essen. War ganz gut, aber später wollte ich dann doch noch Leberkäse auf selbstgebackenen Mehrkornbrot. Die Nacht war ganz passabel, aber wieder zu kurz. Er ist auch schon wach, lässt mich aber jetzt morgens in Ruhe. Heute kommt hoffentlich mein Waschmittel, das gibt es zwar auch um die Ecke, aber nicht zu dem Preis den ich im Internet mit zwei Gutscheinen erreichen konnte. Warum sollte ich günstiges No-Name Waschmittel nutzen, wenn ich für weniger Geld ein Markenwaschmittel nach Hause geliefert bekomme? Ich für meinen Teil kann wunderbar ohne Geschäfte leben, ich habe auch vor der Pandemie nicht so gern eingekauft, Lebensmittel meistens schon, aber alles andere? Lieber online. Mich orientierungslos in eine Menschenmenge zu begeben, um auf unbestimmte Zeit Artikel zu suchen und bei Erfolg in eine Schlange einreihen? Ist das wirklich so prickelnd? Und dann noch meistens mehr bezahlen? Für mich ergibt das nur Sinn, wenn meine Bestellung per DHL geliefert werden soll, was meistens nicht klappt. Ein grauer Tag bisher, mein Schatz ist gestern schon den ganzen Tag im Regen Fahrrad gefahren, ich glaube, das könnte sich heute wiederholen. Der Kaffee schmeckt und heute wartet ein Interview und zwei Lieferungen auf mich. Das die Deutschen jetzt Mallorca stürmen kann ich verstehen, aber es ist doch ziemlich dumm jetzt in einen Flieger zu steigen. Er möchte sich arbeitssuchend melden, endlich, keine Ahnung was ihm vom Arbeitsamt erzählt wurde, es scheinen keine guten Geschichten zu sein. Mal sehen, ob ich heute koche, noch keine Idee oder Motivation, am Mittwoch kommt dann wieder eine Kochbox. Auf in den grauen Tag, es gibt nicht gutes, außer man tut es.

Kurze Nacht, grau und Manie?

Guten Morgen nach einer kurzen Nacht, immerhin 6,5 Stunden mit einer Unterbrechung habe ich geschafft. Er schläft noch also habe ich meine Ruhe, schlürfe Kaffee, rauche und tippe vor mich hin. Gestern der Homeoffice-Tag war nicht der Hit, mal sehen wie es heute im Büro wird. Am Sonntag zum Vater, mal sehen, wie das wird. Gestern ein Asien-Gericht mit Hoisin-Soße gezaubert, fand auch er gut. Schade, dass er derzeit keine Hello Fresh Gutscheine gibt. Heute zu Lidl, Gratis-Artikel abholen, ich mag die App. Die Vögel schweigen genau wie ich den grauen Tag an, da soll man nicht depressiv werden. Derzeit wenig zu tun auf Arbeit, das macht die Spannung im Team nicht einfacher. Geschafft Politiker zu einer Veranstaltung einzuladen, darauf bin ich ein bisschen stolz, lange genug genervt zu haben. Aktuell habe ich wieder Ängste, ich bin derzeit wieder selbstbewusster als sonst, das letzte Mal als ich so selbstbewusst war, war es aber wohl eine Manie und der Anfang der Psychose. Deswegen schwer für mich, Selbstbewusstsein nicht hinterfragt zu genießen. Geht es mir gut oder genau das Gegenteil? Vom Fernsehtypen nichts gehört, vielleicht auch ganz gut, wenn das nicht klappt, beim Fernsehen weiß man nie, was sie aus der eigenen Geschichte machen. Dann lieber nur hier, relativ anonym, hier und da blamieren. Immer noch nicht meinen Ausweis abgeholt, aber ich habe keine Ahnung auf welchen Bürgeramt der liegt. Auf in den Tag, ich habe genug Kleingeld durch die Socke, um heute den ganzen Bäcker leer zu kaufen, das Leben geht weiter, auch mit Corona.

Nacht, Hund, Büro, Ärztin und Geld

Guten Morgen, zu kurze Nacht, aber durchgeschlafen. Hund ist wieder beim Vater, also gestern kein nächtlicher Spaziergang für mich und auch heute früh drängt mich Niemand raus zu gehen. Gestern geweigert einkaufen zu gehen und zu kochen, er hatte dann die Idee bestellen, aber auf meine Kosten. Gehts noch? Es wurde indisch bestellt, aber auf seine Kosten. Ich kann mich nämlich nicht erinnern, dass ich 7 Tage die Woche für alle warmen Mahlzeiten zuständig bin. Heute Büro für mich ist wahrscheinlich ganz gut so. Zulange nicht den Bezirk verlassen. Gestern die Supervision war verschwendete Zeit, es wurde nicht über unser Problem gesprochen. Zwei Stunden teure Zeit abgesessen ohne eine einzige Lösung. Das Geld ist noch nicht da, ich frage mich, ob das Zufall ist, dass seitdem es ein Problem mit der Kollegin gibt, die Gehaltsüberweisungen macht, die Gehälter erst auf den letzten Drücker kommen. Heute also Oskar aus der Mülltonne Laune, keinen Bock auf die dominanten Kolleginnen, die eine Hierarchie gebaut haben, wo keine sein müssten. Vielleicht doch einen anderen Job oder Arbeitgeber suchen. Er schläft noch, ich bin müde, müde weil zu wenig Schlaf, aber auch müde von den Streithennen. Mürbe machen ist auch eine Kriegsstrategie. Meine Nervenärztin ist mir abhandengekommen, gestern wurde mein Termin ersatzlos abgesagt, angeblich wegen Krankheit, aber warum gibt es dann keinen neuen Termin in ein paar Wochen? Lediglich ein neues Rezept wurde mir angeboten. Keine Ahnung wie ich damit jetzt umgehen soll, das mir mitten beim Ausschleichen die Ärztin abhandenkommt. Muss ich wieder in die PIA? Ich hoffe, das Geld kommt noch und dann hoffentlich bald das Wochenende, keinen Bock auf mein Team, aber immerhin auf die Kunden.