Aggressiv, Selbstschuld, gekocht und schreien

Guten Morgen, komischer Tag, es ist grau, es herrscht Stille und ich muss heute zur Ärztin und Heilpraktikerin. Seltsam wie meine Mitmenschen auf meine Geschichte reagieren, richtig aggressiv macht es mich, wenn besonders Frauen mir nicht glauben, eine Schuld bei mir suchen oder es herunterspielen. Vielleicht Selbstschutz, vielleicht aber auch immer noch die falsche Erziehung. Wir Frauen müssen doch zusammenhalten?! Warum sollte eine Frau so was erfinden? Welchen Gewinn hat sie dadurch, sich selbst als Opfer darzustellen? Ich sehe darin keinen Gewinn, eine Geschichte zu erzählen, in der ich Opfer bin. Im Gegenteil, mein Stolz will selber nicht wahrhaben, dass das passiert ist. Es ist allein schon eine Erniedrigung, es zu erzählen. Wir sind hier nicht Hollywood und ich nicht Amber Hard und ich war mit gerade mal 15 Jahren ein Kind.

Themenwechsel. Gestern die Reste aus meiner Kochbox gekocht, es gab Fisch für den Mann und für mich Gnocchi. Viel geschlafen, kaum aufgeräumt, Night mare on Elmstreet doch Herr Krüger von nebenan, gibt mir leider nicht mein Paket. Zum Schlüsseldienst muss ich noch, wieder ein kaputter Briefkastenschlüssel, ich habe es echt drauf.^^ Manchmal habe ich Kräfte in meinen Händen, ich weiß nicht, woher die kommen. Schlüssel abbrechen, Türgriffe durchdrehen lassen, kein Problem. Dass manchmal, wenn der Mann mich schlafend anfasst, ich zuckend oder sogar schreiend aufwache, macht jetzt aber Sinn. Eine alte Freundin ist zurück in meinem Leben, kennt gerade mal eine meiner Geschichten, bei weitem nicht die Schlimmste, und ist jetzt schon schockiert. Besser nichts mehr erzählen, ich überschätze die Stärke meines Gegenübers manchmal. Gestern musikalisch wieder in den 90ern gelandet, Schmusepuse-Musik und einen Song der bis heute und gerade besonders passt:

Paket- und Haushaltstag, türkisches Gemüse, lila Suppe und Schulfächer

Guten Morgen, keine Ahnung was mit mir los ist, bin derzeit immer zu lange in der Nacht wach. Aber gut, ich kann später noch weiter schlafen, heute ist eh Paket- und Haushaltstag. Heißt, man kann auch schlafend auf Paketboten warten und ein dreckiger Fußboden hält mich auch nicht davon ab. Mission Handwerker gestern gut gelungen, pünktlich erschien ein netter Mann, der die Balkontür in unter 30 Minuten repariert hatte. Sehr gut, habe ich mich gefreut, erstmal über den Handwerker, dann über die reparierte Tür. Im nächsten Leben werde ich vielleicht auch beruflicher Handwerker, heutzutage auf jeden Fall keine schlechte Wahl, arbeitslose Akademiker haben wir bereits genug. Mit etwas Glück bin ich dann auch bald die Frau mit Akkubohrschrauber, passend zum jetzt sortierten Werkzeugkasten. Tja, ich sollte halt ein Junge werden und als es nicht so war, wurde trotzdem am vorbereiteten Erziehungsprogramm festgehalten. Barbie verrückte deswegen bereits in meinem Puppenhaus Möbel und Ken war meistens nur Beiwerk.

Mein Hamster hat dann gestern in Anbetracht des historischen Termins doch noch mal zugeschlagen, offizielle Begründung, ich brauche noch Wasservorräte und Sachen für den Mann, inoffiziell ist es aber der Angsthase. Die Abholung meiner Gemüse- und Obsttüte in der Nachbarschaft gestern war nämlich enttäuschend, für 10 Euro hätte ich mehr erwartet. Aber immerhin, alles, was ich bekommen habe, mag ich und werde ich wohl auch aufessen. Wer in Berlin wirklich günstiges Essen will, der muss halt zu den Türken, deren Preise für z.B. Gemüse sind ungeschlagen. Also geplant, mit der Freundin zum Maybachufer zu gehen, besonders vor Feierabend bekommt man da das Gemüse hinterher geschmissen, es sind nur Mengen, die ein Single niemals bewältigen kann. Also am besten als Gruppe einkaufen und die Schätze dann auf mehrere Haushalte aufteilen. Ist man flexible im Essensplan, lässt sich so richtig sparen.

Gestern den Rotkohl verwertet, einmal im Ofen geröstet und mit Walnuss und Feta überbacken und dann noch eine sehr leckere lila Suppe. Ja, Rotkohl geht nicht nur traditionell zubereitet an Weihnachten. Später dann noch Milchreis gekocht. Ja, rückblickend wohl Mama-Essen, Rotkohl und Milchreis verbinde ich mit ihr, allerdings auch Songs wie diesen. Der Vater bringt heute auch noch Sachen, er war meistens abwesend, aber er hat mich nie angerührt und attackiert, wie sie es getan hat. Gemeinsame Zeiten hatten wir meistens nur beim Handwerken, ich durfte immer assistieren, aber habe rückblickend viel gelernt dabei, der Bruder hat aus gleicher Tätigkeit sogar einen Beruf gemacht. Genug über die Berliner Familie nachgedacht, es bleibt spannend, was heute geliefert wird, an Lebensmitteln, aber auch von IKEA. Es wäre gut, wenn heute alles da ist, sodass ich Morgen beim Mann die ganze Mission durchziehen kann. Handwerklich ist mein Mann nämlich eine Vollnull, beim Kochen hat er aber schon einiges gelernt in Berlin.

Ja, ich finde immer noch, dass Handwerken und kochen für den eigenen Haushalt eigentlich Schulstoff sein müssten. Was bringt einem in der ersten eigenen Wohnung eine Gedichtanalyse oder eine Kurvendiskussion? Richtig gar nichts, davon hat man kein Licht in der Bude und auch nichts zu essen. Genug geschwafelt für einen Samstagmorgen, es gibt viel zu tun, fangt schon mal an!

Früh, Tränen, Spandau, Erpressung und neue Pläne gesucht

Guten Morgen, viel zu früh für einen Sonntag, aber vielleicht lege ich mich später nochmal hin. Ausgiebig über die Katastrophe auf Arbeit nachgedacht, es ist wohl besser, ich schaue mich nach einem neuen Job um. Das will ich eigentlich gar nicht, aber die personelle Entwicklung ist so ungünstig, dass, auch wenn ich bleibe, ich mit einer baldigen Kündigung rechnen kann. Geheult deswegen, mehrfach, ich liebe meine Arbeit, aber auch nicht um jeden Preis. Eine E-Mail bekommen, das ein Paket für mich in einer Paketstation wartet, allerdings in Spandau! Was denken die sich, dass ich während Corona über 26 km Autostrecke mit den Öffentlichen fahre, um ein Paket zu bekommen? Ich glaube, auf dieses Paket werde ich verzichten müssen, ich hatte eh nichts mit DHL bestellt. Ich bin zwar neugierig was und von wem es sein könnte, aber nicht so sehr, dass ich hin und zurück 2,5 Stunden mit den Öffentlichen nach Spandau fahre. Mit dem Mann ordentlich gefetzt, er hat doch tatsächlich gemerkt, dass ich nicht mit ihm spreche und fragte nach. Der Vater macht weiter Erpresser Spiele, um seine Neue in die alte Familie zu bringen, aber sowas kann man nicht erzwingen. Eigentlich hörte ich ihn mal sagen, dass seine Kinder zuerst kommen und dann erst die neue Partnerin, aber aktuell handelt er genau andersrum. Wenn seine Kinder die Neue nicht wollen, dann haben sie halt Pech gehabt. Gestern tatsächlich zeitnahe Amazon Lieferungen bekommen, mit denen ich nicht so schnell gerechnet hätte. Sehr schön, so habe ich weitere Weihnachtsgeschenke. Man könnte fast vermuten, dass Merkel den Onlinehandel stärken will, während der stationäre Handel gerade stirbt. Blutdruck etwas zu hoch, aber ich bin auch in Aufregung, aktuell könnte ich nicht nur meinen Job, sondern auch den Ehemann und Vater verlieren. Papierkram wartet auf mich, ich muss einige Briefe schreiben, aber das dann ab morgen. Vielleicht schaffe ich es dann morgen auch anzufangen mich zu bewerben, ich habe in Berlin immerhin eine Stelle entdeckt, die auf mein aktuelles Profil passt. Gegessen gestern mittags Pizza und später eine Leberkäse-Kartoffelpfanne mit Gemüse. Die Neugier auf die Foto-Negative ist gerade verloren, ich habe andere Probleme und Aufgaben. Gestern eine Nachricht einer Nachbarin gelesen, bei Netto vergammelt jetzt Obst und Gemüse, weil alle bestellt haben, statt zu Netto zu gehen. Ein bisschen schlechtes Gewissen hatte ich da schon, auch wenn ich das sicher nicht alleine war. Ich werde morgen mal zu Netto gehen, obwohl ich gerade eigentlich alles habe. Alle meine Pläne haben sich gerade aufgelöst. Leben ist das was passiert, während man andere Pläne macht. Auf Wiedersehen Pläne! Ich hoffe ich finde schnell neue und dass die Zukunft nicht ganz so schwarz wird….

Paket-Ärger, Vater, Mutter und Musik

Guten Morgen, nicht so wunderbar gerade, zu wenig geschlafen. Gestern erfolglos bei der Postfiliale gewesen, nicht aufregen. Es wurde angeblich an einem Tag versucht zuzustellen, wo ich nicht da war, dabei habe ich der Post schon mitgeteilt, wann ich da bin und wann nicht. Dann gab es wieder keinen Zustellversuch und das Paket ging direkt in die Filiale, wie die Benachrichtigungskarte zwei Tage später per Post zeigt. Und jetzt der Höhepunkt und da gehe ich gestern in die Filiale und mein Paket ist nicht zu finden. Angeblich wurden Pakete in die falsche Filiale geliefert. Wunderbar!^^ Jetzt bitte mal nicht aufregen! Paket ist weg und wenn es wieder auftauchen sollte, darf ich dafür sicher wieder in die Filiale, man hat ja sonst nichts zu tun. Die Sonne scheint, das ist erfreulich, bereit für Homeoffice fühlt sich aber anders an. Sie stellen die Tage wieder das Wasser ab, nicht das erste Mal, irgendwas scheint mit den Wasserleitungen hier nicht okay zu sein. Die Vögel schweigen, wegen der Gardine die geschlossen ist. Ist mir aber ganz recht so. Gegessen gestern Reste, Spinat mit Gnocchi und einem Stück Fleisch. Ich muss viel an meinen genetischen Vater denken, der Brief von ihm aus dem Jahr 1991 hat mich nachdenklich gemacht. Es muss noch mehr Briefe geben, aber irgendwann antwortete er nicht mehr auf meine Briefe. Man sagt alle Kinder lieben ihre Eltern, ob ich diesen unbekannten Mann liebe ist aber sehr unklar. Es gibt mehr Gründe zum Hassen. Er schiebt alle Schuld auf meine Mutter, dass er halt nicht mit ihr konnte. Ich vermisse meine Mutter, mit ihr konnte ich über alles reden und sie war immer da, egal was passierte. Mir bleibt ihre Musik:

Nachbarn, Chinesen, DHL-Überraschung, Muttertag und Entscheidungen

Guten Morgen, nicht so schön erwacht, die schreiende Mutter unter mir, war die erste Stimme, die ich hörte. Wäre das schön, wenn die ausziehen, aber ich vermute die Chance einer 4-köpfigen Hartz IV Familie auf eine neue Wohnung ist sehr gering. Schade. Mein Freund mag seit Corona keine Chinesen mehr, er meidet den Kontakt, wann immer er kann. Da kann ich ja glücklich sein, keine Chinesin zu sein, sonst würde ich ihn gar nicht mehr sehen. Gestern viel geschrieben mit meinen Mitmenschen, zum Abend hin, zählte ich Gespräche mit 8 verschiedenen Menschen, leider alles nur virtuell. Kontaktarm würde ich das nicht bezeichnen und auch nicht als selbst gewählte Isolation. Gestern überrascht worden, DHL stand vor meiner Wohnungstür, erste Überraschung, aber dann hatte die DHL-Dame noch ein kleines handschriftlich adressiertes Paket an mich, zweite Überraschung. Die beste Freundin schickte Nervennahrung zu Corona mit lustigen Karten. Ich habe mich sehr gefreut, wann kriegt man heutzutage noch überraschende, persönliche Post? Eher selten bis gar nicht würde ich sagen, danke für dieses Gefühl, dass da jemand an mich denkt. Grau grüßt der Tag und der Vater wartet, ich denke ich werde heute schon anfangen einige Sachen meiner Mutter wegzuräumen und versuchen sie auf die Kreuzberger Art loszuwerden. Heißt einfach vor die Haustür stellen und abwarten was passiert. Gestern beim Supermarkt um die Ecke noch Lachsfilet bekommen, das sind zwar keine Lachssteaks, aber gut, wir haben Corona, Lachsfilet mit Kartoffel- und Möhrenspalten im Ofen zubereitet geht auch. Muttertag, seltsamer Tag, ich habe meiner Mutter eine hängende Blumenampel gekauft, damit ihr Balkon aussieht wie gewohnt, auch wenn sie nicht mehr da ist. Da muss der Vater durch, dass ich meiner toten Mutter ein Muttertagsgeschenk mache. Die Vögel schreien, mein Blutdruck ist etwas zu hoch und der Urlaub hat begonnen. Friede geschlossen mit der Vorgesetzten, das ist genau das gleiche wie mit meinem Freund, während Corona bitte keine endgültigen Entscheidungen zur Lebenspartnerschaft und zum Arbeitsverhältnis treffen, auch wenn ich mich im Recht fühle. Ich könnte es später bereuen. Auf in den Tag, Benjamin schreit, wunderbar, wieder ein geschenkter Lebenstag, ohne Sie.

Paket, Hefe, Kredit und Corona in anderen Ländern

Guten Morgen, zu früh wach, erst von allein und dann final durch das Klingeln des Paketdienstes, für die Nachbarin. Für den Moment ist meine Laune neutral und verpennt, dabei gab es gestern einen Grund zur Freude: Erst kam meine Lieferung mit Hefe, dann beendete ich eine knifflige und wahnsinnig nervige Aufgabe für die Arbeit und dann schaute ich nach Feierabend in die Mail und der Kredit wurde bewilligt. Alles gut, um nicht zu sagen, gestern tanzte ich hier einen kleinen Freudentanz. Gestern wieder nicht draußen gewesen, nur den Müll habe ich rausgebracht. Heute geht es aber zum Abend raus, denn es heißt Pizza-Abend mit dem Vater. Grau grüßt der Tag und Wuhan hat bei der Angabe der Todeszahlen wohl ordentlich gelogen, offiziell 2535 Tote, inoffiziell wohl eher über 40.000. Werden in Deutschland auch so viele sterben? Gestern ist auf meinem Konto wieder viel Geld verschwunden, aber das war kein Aprilscherz, das war der Erste. Die Kontaktsperre wurde also verlängert, warum sehe ich das so gelassen und bin sogar erfreut, dass es bei Kontaktsperre bleibt und vorerst keine Ausgangssperre kommt? Zum Glück sind wir hier nicht Südafrika, dort herrscht Quarantäne auf kleinsten Raum und wer das Haus verlässt, auf den wird geschossen. Grau grüßt der Tag und es ist still, Sonnenschein wäre hilfreich, aber für den Moment muss ich wohl froh sein weder in Wuhan noch in Südafrika zu leben. Alles gut hier im grauen Berlin, etwas still vielleicht, aber immer noch Wohlstand und fast keine Todesgefahr. Der Bruder schreibt wieder, die beste Freundin und der Geliebte auch, erstmal Kaffee und Musik gelauscht:

Ausgeschlafen, Paket, Freunde und Vater

Grauer Morgen, aber endlich lange geschlafen, zwar wieder wach um acht, aber wieder hingelegt. Wenigstens am Sonntag will ich ausschlafen. Gestern auf Arbeit nicht viel passiert, nur kurz da gewesen und mit der Ehrenamtlichen unterhalten. Danach einkaufen und nach Hause Pakete einsammeln. Meine (Asi-) Nachbarin hat ein Paket für ihn angenommen und fragte mich mehrfach, ob er mein Mann sei, keine Ahnung warum sie wissen wollte, ob wir verheiratet sind. Es schien fast so, dass sie seine Pakete nur an die Ehefrau rausrückt. Nächste Woche habe ich zwei Treffen mit Freunden geplant, die letzten Monate des Zusammenlebens, habe ich meine Freunde vernachlässigt. Das darf eigentlich nicht passieren und geht gar nicht, wegen der Beziehung die Freunde nicht mehr sehen. Sollte die Beziehung mal nicht gut laufen oder sogar in die Brüche gehen, sind es die Freunde die einen auffangen, aber auch nur, wenn man sie vorher nicht total vernachlässigt hat. Die Beziehung der besten Freundin kriselt, es könnte sein, dass sie bald wieder Single ist und dann muss ich für sie da sein. Der beste schwule Freund ist verwirrt wegen Liebesdingen, Themen bei denen ich eigentlich die Zuhörerin bin. Nächste Woche werde ich Zeit für beide haben. Beziehungsmässig geht es mir gut, bei mir gibt es keinen Streit und auch keine Trennung, im Gegenteil, vielleicht steht dieses Jahr noch eine Hochzeit an. Heute zum Vater, ich muss mit ihm über meine Gefühle wegen der Neuen sprechen und später werden wir mit Freunden und Hund über das Tempelhofer Feld spazieren. Die Blutdruckwerte sind seitdem er und der Hund weg sind wieder deutlich geringer, Mitbewohner zu haben, scheint mich aufzuregen. Aber die Konsequenz, dass ich alleine gesünder lebe, möchte ich nicht dauerhaft ziehen. Auf in den Tag, alles wird gut, weitermachen.

DPD, Filmriss, kochen und freier Tag

Guten Morgen, ne eigentlich gerade etwas verärgert, warum muss DPD morgens um 9 bei mir klingeln und das auch noch für die Nachbarn? Ich habe mich wecken lassen und bin zur Tür, weil ich dachte, es ist für mich, aber nein für die Nachbarin. Nicht das erste Mal, dass mich DPD morgens um 9 wegen der Nachbarn weckt. Mein Blutdruckmessgerät funktioniert wieder, es waren nur die Batterien leer, der morgendliche Wert ist normal. Gestern mit dem Vater sehr ruhig, wir waren im Wald mit dem Hund, ich habe gekocht, ich habe Inventur am Rechner gemacht und später haben wir gegessen. Nach Hause kam ich dann zu einem Mann mit schlechten Gewissen und Filmriss, dem ich erklärte, was aus meiner Sicht passiert ist. Heute muss ich leider zur Arbeit, ich finde es frech immer wieder Extra-Termine auf meinen freien Montag zu legen. Ich mag meine Arbeit zwar sehr, aber Freizeit noch mehr, kann nicht sein, dass ich immer wieder 6 statt 5 Tage mit der Arbeit beschäftigt bin und dann am 7. Tag für den Vater koche. Wo bleibe ich da und die Erholung? Sich gestern mit ihren Sachen zu beschäftigen war seltsam, sie ist tot, aber alle ihren Sachen sind noch da und wir müssen uns darum kümmern. Sie hatte so viele Sachen gesammelt, die Klamotten, die aus dem Laden übrig sind, würden immer noch reichen um ihren gesamten ehemaligen Kiez einzukleiden. Ich muss eine Wert-Schätzung machen und einen oder mehrere Käufer finden. Auch hatte ich versprochen mich um die Vermietung zu kümmern und habe bisher nichts getan. Aufräumen oder zu mindestens staubsaugen muss ich hier auch, was ich alles muss. Er hat bald Geburtstag und möchte nicht feiern, ich möchte aber trotzdem, dass er eine gute Zeit hat. Eine neue Haarfarbe muss auch her, ich möchte wieder heller werden, aber trotzdem braun bleiben. Die beste Freundin meldet sich derzeit nur, wenn sie Streit mit ihrem Kerl hat, ist alles gut, höre ich Tage und Wochen nichts. Einen Preis für die beste Freundin gewinnt sie damit nicht, aber sie ist nicht die erste Frau die sich verliebt und dann nicht mehr für ihre Freundinnen da ist. Eine ziemlich dumme Entscheidung, ich bin seit über 25 Jahren an ihrer Seite, er gerade mal 1-2 Monate. Genug gemeckert, der Kaffee wirkt und wach ist wach, mal sehen, ob ich irgendwie produktiv werde bevor ich zur Arbeit muss.

Paket, Frühstück, beste Freundin und Sonnenschein

Guten Morgen, geweckt worden vom Paketboten, für die Nachbarn, nicht für mich. Ärgerlich besonders, weil es die einzigen Nachbarn sind, die ich nicht leiden kann. Er hat das Paket angenommen, ich hätte die Annahme verweigert. In der Tat warte ich auch auf ein Paket, aber bisher hat es hier dazu nicht geklingelt. Die Waschmaschine läuft und er ist im Bad, ich fühle mich ganz gut an meinen freien Tag und weiß noch nicht, was ich mit dem Tag anstelle. Er hat Pläne, gut so, hier zusammen abhängen ist nur bedingt lustig, besonders wenn wir beide nichts zu tun haben. Nichts zum Frühstücken da, ich sollte zum Supermarkt gehen. Morgen in aller frühe Zahnarzt, meine Vorfreude ist stark begrenzt, das wird teuer und unangenehm. Die Bude sieht ganz passabel aus, aber zu putzen findet sich hier immer was. Gestern hat mich ein Freund besucht, es war ganz schön, wir haben lange nicht mehr gesprochen. Die beste Freundin ist stark verliebt und hängt bei ihm im Norden von Berlin ab, ich frage mich, ob sie noch bei ihm einziehen wird. Die Sonne scheint und blauer Himmel grüßt. Das Sortieren der Sachen meiner Mutter machte mich gestern traurig, wie soll man sich über 20 Paar neue Socken freuen, wenn es ihre waren? Bin ich blöd, weil ich ihre guten Sachen weiternutzen möchte? Ich weiß sie hätte es so gewollt, aber will ich das eigentlich? Täglich an sie erinnert werden? Mal sehen was mit dem Tag passiert, aber ich habe tendenziell gute Laune heute.