Psychopharmaka, eine Dokumentation von der ARD

Guten Morgen, endlich genug geschlafen. Das ist doch mal was. Fühle mich auch schon etwas besser. Ein grauer Tag grüßt und gestern lief auf der ARD endlich mal eine Aufklärung über Psychopharmaka, wie ich und sehr viele Freunde und Bekannte von mir es erlebt haben. Ein Hoffnungsschimmer, dass Menschen, die die Pillen nehmen und über fehlende Wirkung, aber üble Nebenwirkungen klagen, mal ernst genommen werden. Auch wird über die lebenslange Abhängigkeit gesprochen und über die Schmerzen und Zustände, die man erleidet, möchte man davon wieder wegkommen. Es geht zwar nur um Antidepressiva, aber bei Neuroleptika ist das ähnlich. Man wird mit diesen Medikamenten versorgt, hat oft keine erwünschte Wirkung, aber Nebenwirkungen und davon wegzukommen bedeutet schlimme Schmerzen. Ist schon genial, wenn Pharmaindustrie und Ärzte aus zweifelhaften Gründen zusammenarbeiten und Patienten jede Glaubwürdigkeit absprechen. Ein lebenslanger Leidensweg, ein riesiges Geschäft. Leider schaffen es nur wenige aus eigener Kraft da wieder herauszukommen. Auch ich brauchte Hilfe, sehr viel Hilfe und die Schmerzen und Zustände waren einfach unerträglich. Besonders wenn man irgendwann so abhängig ist, dass eine sehr hohe Chance auf eine Absetzungspsychose entsteht, die dann wieder genutzt wird, um noch mehr Medikamente lebenslang zu verschreiben. Ein Teufelskreis. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr das Video verteilt, vielleicht kann man so noch das ein oder andere Schicksal retten.

Zurück zu meinen Leben, ein grauer Tag grüßt, ich bin jetzt bald zwei Monate ohne Neuroleptikum und habe nur noch die Schmerzen, die ich durch meinen zerstörten Magen-Darmtrakt und das Übergewicht habe. Keine Krämpfe mehr, kein Tremor und endlich wieder das Gefühl ich zu sein. Auch die Frauensachen haben sich endlich wieder, bei sinkenden Prolaktinspiegel erholt. Ich habe wieder Gefühle, ich kann lachen und weinen, wütend werden. Auch der Blutdruck ist wieder unten, kein Herzrasen mehr, keine Angst- und Panikattacken mehr. Aber mein Körper ist eine Ruine, schwierig zu ertragen, wenn der Kopf wieder auch Hochtouren läuft. Aber immerhin habe ich jetzt wieder die Chance, mit guter Ernährung und Sport so viel zu reparieren wie geht. Und die bei mir zum Glück nur leicht erhöhten Werte bei Zucker und Cholesterin noch so weit zu senken, dass ich nicht weitere lebenslange Pillen kriege. Ist schon ein geniales Geschäftsmodell, wenn Pillengabe dazu führt, dass weitere Pillen gegeben werden müssen. Ein Schelm, ein Geisteskranker, wer Böses dabei denkt. Ich finde, da sind die Drogendealer in Berlin dagegen ehrlichere Leute. Die erzählen eine wenigstens keine Lügengeschichten, auch wenn deren Ziel sicher auch ist, lebenslange Kunden zu generieren. So genug geschrien, geschrieben zum Morgen, bitte schaut euch das an, denkt mal darüber nach und lächelt nicht abfällig über Leute, die bereits abhängig sind von diesen teuflischen, pharmazeutischen Produkten.

Heiß, Blutdruck, Therapie und das Geschäft Gesundheit

Guten Morgen, des Zauber des Bloggens scheint vorerst vorbei für mich zu sein. Zu heiß zum Schlafen hier, lediglich ein paar Stunden in der Nacht, bis die Vögel grüßten. Gestern beim Mann gewesen, geschlafen, nach Hause, geweint, wieder sehr viel geweint. Ich will meine Vergangenheit nicht, ich denke, niemand will die. Auch meine Gegenwart ist nicht der Hit, aber immerhin gibt es die. Lebensmittel bestellen wollen, aber jedes Mal bei 100 Euro und mehr gelandet, zu viel Geld für Ende des Monats. Zu viel Geld für eine Frau, die gerade eh nur bedingt isst. Also doch zum Supermarkt, wenn ich auf der Straße in der Hitze nicht wie ein Käfer verbrenne. Kochbox für nächste Woche wieder reaktiviert, mit Gutschein sind die gerade günstiger als der Supermarkt. Vielleicht heute das hier gekocht, obwohl ich den Eindruck habe, Kartoffelsuppe wäre besser für den Magen-Darmtrakt.

Der Ventilator, mein Freund, Schatten Notwendigkeit, Blutdrucksenker bei diesem Wetter unnötig, aber die Ärztin sprach von einem zu haltenden Blutlevel, kurzum ich bin abhängig von den Pillen. Plötzliches Absetzten könnte zum Tod führen, auch wenn ich gerade bei der Hitze eher Werte von 110 zu 70 habe. Scheiß abhängig machende Pillen, für mich nichts anderes als legale Drogenabhängigkeit. Für mich ist die Pharmaindustrie leider zu oft der staatlich legitimierte Drogendealer. Ein Geschäft, an dem beide verdienen. Die Krankenkassen sind auch dabei, denn wirkliche Heilung ist teuer, also Pille rein und Deckel drauf, solange es gut geht. In meinem Fall bedeutet das, keine Therapie für Seele oder Körper, sondern Pille darauf. Psychotherapie oder ein überdachtes Sportprogramm, viel zu langfristig und teuer, lieber Pillen darauf, keine Heilung, aber scheinbare Linderung, starke Nebenwirkungen und sehen wie lange ich das überlebe. Ein toter Patient ist halt der günstige Patient für die Kasse.

Durch die fehlende Psychotherapie, Pillen genommen, die die erst meinen Geist, dann meine Gefühle und letztendlich meinen Körper zerstört haben. Da wieder durch erpresste Reduktion herausgekommen, aber mit starkem Übergewicht und Angst- und Panik. Bluthochdruck, der wieder mit appetitsteigernden Pillen behandelt wird. Weiter zu genommen, doch mit jedem Kilo mehr, brauche ich mehr von den Blutdrucksenkern, immer noch keine Therapieangebote der Krankenkasse, weder für Seele oder Körper. Dabei die Schuld immer wieder dem Patienten geben, ja warum haben sie denn nur 10 Therapeuten und nicht 20 angerufen? Beim 20ten Therapeuten hätte sie sicher einen Platz erhalten!? Ja, warum ernähren sie sich nicht richtig und machen Sport? Ja, dann wären die Blutdrucksenker nur halb so schlimm! Zuzahlungen dazu? Äh, nein, Medikamentennebenwirkungen sind ihr Problem.

Ein Teufelskreis, aus dem man selber wieder rauskommen soll. So wird an Therapien gespart und gleichzeitig durch die Gabe von Medikamenten verdient. Ein optimales Geschäft, außer für den Patienten. Wie soll ein krankes System gesund machen? Stimmt, gar nicht. Es ist ein Sterben auf Raten, mit immer mehr Pillen, die aber nicht heilen. Genug gekotzt, meine Mutter ist durch die Kombination starke Schmerzmittel und Blutdrucksenker schon tot, ich kämpfe dann mal weiter, allein, obwohl ich jeden Monat hunderte Euro an die Krankenkasse zahle. Was ist ein Glück wert, dass nur den Pharmazeuten ehrt?:

Kein Sturm, Zucchini, Diagnose, Medikamente und Wunder

Guten Morgen, noch nicht ganz wach, weil viel zu lange wach gewesen. Das Unwetter beobachtet und genossen, doch kein Sturm für Berlin, nur finstere Aussichten mit beeindruckend schwankenden Bäumen in der Nacht. Schon interessant, wie sich so viele Wetterdienste auf einmal irren können. Also ganze Aufregung umsonst für Berlin. 25 Grad in der Bude, für meinen Geschmack etwas zu viel, gleich mal alle Fenster aufgerissen. Früher liebte ich die Wärme des Sommers, als dicke Frau jetzt weniger, denn ich weiß nicht, was ich anziehen kann und schwitze. Eigentlich möchte frau sich verhüllen, uneigentlich erfordert der Sommer etwas anderes. Fisch mit Backkartoffeln und Möhrengemüse im Ofen bereitet, war ganz lecker. Samstag, nichts vor und das ist gut so, die Welt steht und dreht noch und für den Moment kein Techno zu hören. Küchenregal ausgeräumt und neu justiert, das Regal ist leicht schief, aber der Fußboden noch mehr. Nicht so eine geniale Vorstellung, dass das Regal mit all den Vorräten einfach so umstürzt. Später Zuchiniküchlein gemacht, die bei mir eher Fladen waren. Deckel auf die Pfanne war wohl keine gute Idee. Beratungen im Homeoffice gestern waren ok, Tränen, aber keine Beschimpfungen. Besser wäre natürlich keines von Beiden, aber aktuell scheint das nur selten möglich.

Das Konto sieht mies aus, Umzug des Mannes und gleichzeitig wieder Vorräte aufstocken, eine teure Geschichte. Jetzt ist aber beides geschafft. Keller aufräumen ist auch noch so eine Aufgabe, aber nicht heute. Morgen dann Mann und Vater treffen, aber heute gehört mir bzw. aus Erfahrung dem Nichts. Wohnung etwas putzen, kochen und die Badewanne sind dann mal die erlaubten Aktivitäten, auch nicht zum Supermarkt, hier gibt es genug zu essen. Der Vogel stresst, wie kann man nur in einer Tour so notgeil sein? Sogar den Wellensittich versucht er zu bespringen. Ständig diese Balzgesänge, ständig die Attacken auf alle Weibchen. Belastend, eigentlich sollte er ein Mädchen sein, jetzt habe ich einen lauten Tyrannen. Kaum Schmerzen gerade und Blutdruck unten, das muss auch mal bemerkt werden, ich fühle mich mit meinem dicken Bauch aber so als wäre ich dauerhaft im neunten Monat schwanger, eine Nebenwirkung von Amisulprid, von dem ich anfänglich so begeistert war. Das Medikament bin ich schon lange los, der (Bier-)Bauch und auch andere Dinge blieben. Aber die Hoffnung besteht, dass sich mein Körper auch davon wieder erholt, die Parkinson-Symptome von Fluanxol sind großteils auch verschwunden, nur ab und zu noch ein Tremor. Das alles, nachdem sich die Ärzte nie ganz sicher waren, ob ich schizophren bin oder nicht, nein ich möchte nicht darüber nachdenken, dass ich es vielleicht gar nicht bin und völlig unbegründet mit Medikamenten ruhig gestellt und zerstört wurde.

Nur die jungen Klinikpsychiater fanden diese Diagnose passend, während der Gerichtsgutachter und alle anderen Ärzte danach Zweifel an dieser Diagnose hatte, aber trotzdem Pillen verschrieben haben. Anderes Thema, denke ich darüber nach, möchte ich nur schreien, denn auf jeden Fall waren die Dosen, mit denen ich behandelt wurde, viel zu hoch. Ein grauer Tag grüßt, der Kaffee schmeckt, ich rauche zu viel und frage mich, was das Leben wohl noch bietet für mich. Eine ausgelaugte Sozialarbeiterin mit Bierbauch liegt auf dem Sofa und wartet auf das Ende der Pandemie, das Ende des Krieges und ein Wunder:

Ruhe, Parallelwelten, Angststörungen, Pillen und Diagnosen

Guten Morgen, was für eine scheiß Nacht. Alles zu viel gerade, ich brauche Ruhe. Gegessen weiterhin Lasagne, den Rest aber eingefroren. Büro gestern war ganz gut, aber ich fühle mich insgesamt erschöpft auf allen Ebenen. Gestern sehr leckere Erdbeeren ergattert, es ist endlich Saison für Erdbeeren! Zum Glück morgen nicht zum Vater, aber zu einer Veranstaltung am Morgen. Heute keine Termine und das ist gut so. Mal sehen, was ich heute koche oder backe, ich hätte noch Bio-Äpfel, die nicht sonderlich schmecken. Keine Lust auf Niemanden gerade, sollen die mich doch alle in Ruhe lassen. Eine Lieferung kommt heute, ich habe Manuka Honig bestellt, der soll ja Wunder bewirken. Vielleicht die Bude aufräumen, vielleicht nicht. Eine Freundin taucht derzeit total in eine Parallelwelt ab, ich kann und möchte ihr nicht mehr folgen. Nicht an die Pandemie, den Virus und Impfungen glauben ist das eine, aber wenn eine ganze Weltanschauung daraus wird, wird es schwierig da weiterhin den Kontakt zu halten. Die Bewertung der Welt und täglicher Ereignisse ist so grundverschieden.

Stille im Haus, den Vogel zum Schweigen gebracht, auch ich bin still. Sonne ist am Fenster zu sehen und ich frage mich, ob Ängste, die durch tatsächliche Bedrohungen zustande kommen eine Angststörung sind oder doch vielleicht ganz normal. Wegen des Krieges gerade Angst zu haben ist nämlich total plausibel, aber es war die letzten Jahre auch plausible Angst zu haben so spontan zu versterben wie meine Mutter und da sprachen die Ärzte von Angststörung bei mir. Angst haben ist aber ein natürlicher Reflex auf Dinge, die bedrohlich sind, sie soll uns schützen, ein Überleben sichern. Ist es nicht nur eine Störung, wenn es keine plausiblen Gründe gibt Angst zu haben? Wenn man übertriebene Angst hat, ohne Lebensgefahr? Ich hatte tatsächlich Horror Blutdruckwerte, die Zeit nach ihrem Tod, es findet tatsächlich ein Krieg in der Nachbarschaft statt. Ist es eine Angststörung, wenn man begründet Angst um sein Leben hat? Was nehmen die anderen denn für Drogen, wenn sie bei einem Blutdruckwert von 200 oder einem keinen 800 km entfernten Krieg ganz entspannt bleiben? Eine Angststörung ist für mich z.B. übertriebene Angst vor harmlosen Spinnen zu haben oder ähnliches. Das hat dann für mich nichts mehr mit Überlebensreflex zu tun.

Aber das sind nur meine Ansichten dazu, keine Ahnung, ob die Psychiatrie das anders definiert oder ob es wieder darum geht, möglichst viele Diagnosen zu verteilen und Leute dauerhaft unter Medikamente zu setzen. Der Logik folgend müsste jetzt die ganze Ukraine eine Angststörung attestiert werden und das ganze Volk unter Medikamente gesetzt werden. Wie haben die Menschen das früher gemacht? Bevor die Pharmaindustrie für jeden unangenehmen Zustand eine Diagnose und Pille hatte? Zurück zu meinem Leben, heute ändere und rette ich die Welt nicht, heute staubsauge ich vielleicht und nehme ein Bad und höre zum Morgen einen Klassiker aus meiner Teenager-Zeit:

Kacktag, Wohnungen, Vater, Tortelloni und die Gier der Pharmaindustrie

Guten Morgen, obwohl ich tendiere zu zwischen wach. Was für ein Kacktag gestern, kaum angefangen zu arbeiten auf übelste beschimpft worden und danach gleich wieder aufgehört zu arbeiten und schlafen gegangen. So unheimlich müde gerade, so unheimlich nah am Wasser gebaut. Also gar nichts hingekriegt gestern, nur die Senfeier gekocht. Draußen tobte der Sturm und ich versteckt in meinem Bett. Der Kaffee schmeckt und keine Kerze brennt. Ruhe hier, totale Ruhe, wäre gut, wenn ich heute etwas auf die Reihe kriege. Gestern war mir schon Müll wegbringen zu viel. Der Mann hat heute Fahrstunde und eine Wohnungsbesichtigung, ich hoffe, das klappt, ich finde sein jetziges Wohnhaus furchtbar. Mails geschrieben mit der besten Freundin, ihre Mutter hat endlich eine seniorengerechte Wohnung, ja Wunder geschehen, manchmal auch in Berlin. Heute einige Arbeitstermine für mich, ich hoffe, das wird gut, und keine Leute in der totalen Krise. Bin müde und total verschwitzt, immer noch Schmerzen, am besten schlafen gehen und erst im Frühling erwachen. Auswandern wäre gut, aber wohin, meine Rede war immer, wenn ich mal Berlin verlasse, dann auch gleich Deutschland, wäre das krank und ohne Kapital nicht so eine blöde Idee. Wieder versucht gewesen zu bestellen, aber es gelassen, heute mal in den Drogeriemarkt gehen müsste doch zu schaffen sein. Ruhe von den Nachbarn, endlich, wer solche Nachbarn hat, braucht keine Feinde. Blutdruck wieder unten, immerhin etwas.

Mit dem Vater telefoniert, wieder eine Absage, er sagt gerade ein Treffen nach dem anderen ab, habe ihn schon Wochen nicht gesehen. Heute Pesto-Tortelloni mit Kürbispüree, denke, das wird lecker. Gestern teilweise GNTM geschaut, Frau Klum sah aus wie ein pinker Bibo an den Armen, aber gut diese Frau kann auch einen Müllsack tragen. Gestern mit Schrecken ein Ärzteblatt von 2002 entdeckt, damals wurde sehr deutlich über die Pläne der Pharmaindustrie geschrieben, Punkt 11:

Der Wettbewerb zwingt zur Erschließung neuer Märkte. Das Ziel muss die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein, also in Menschen, die sich möglichst lebenslang sowohl chemisch-physikalisch als auch psychisch für von Experten therapeutisch, rehabilitativ und präventiv manipulierungsbedürftig halten, um „gesund leben“ zu können. Das gelingt im Bereich der körperlichen Erkrankungen schon recht gut, im Bereich der psychischen Störungen aber noch besser, (…)“

Was soll man dazu noch sagen? Wenn ein Ärzteblatt sowas ganz öffentlich schreibt? Ich habe es am eigenen Leib erfahren, jahrelang wurde ich medikamentös viel zu hoch dosiert, vielleicht sogar völlig falsch behandelt?! Viel hilft in diesem Fall nicht viel, viel ist manchmal total falsch! Meine Mutter ist bereits tot, durch zu viele Schmerzmittel über Jahre, sollte ich die Nächste sein? Das ist Profit machen mit dem Leben anderer, ja in meinem Verständnis sogar eine Art Krieg, den anscheinend kaum einer mitbekommen hat. Die Gier der Pharmaindustrie, kein Freund und Helfer, wie sie gern tun. Merken die Ärzte das nicht? Oder sitzen sie bereits im Boot zu ihrer nächsten gesponserten Dienstreise? Ich finde keine Worte dazu, ich könnte nur schreien, dass solche Informationen bereits vor 20 Jahren veröffentlicht wurden und keiner was getan hat. Da nenne mich einer noch mal paranoid, ach stimmt, die Ärzte taten es 2013, nach keinen fünf Minuten Gespräch und gaben mir Pillen, die dann meine körperliche Gesundheit zerstörten. Ergebnis: Noch mehr Pillen für mich. Alles Zufall? Oder ein sehr großes Geschäft? Mein Körper, meine Seele, meine Gesundheit, alles ein Faktor für maximalen Profit? Wie konnte es nur so weit kommen!?

Ich könnte nur schreien, nein ich schreibe es nieder und veröffentliche es, für alle die kein Ärzteblatt lesen. Einfach mal darüber nachdenken. Versuche mich zu beruhigen, nein ich bin nicht verrückt, ich lebe in einem verrückten System, dass aus Gesunden Kranke macht! Für mich ist es vielleicht schon zu spät nach fast neun Jahren Neuroleptika, weil mein Körper jetzt wirklich krank ist, aber für all die anderen, nicht alles schlucken!

Unproduktiv, Massage, Lebensmittelpreise und 2525

Guten Morgen, was für ein unproduktiver Tag gestern. Nicht nur Kosmetik abgesagt, auch das Schülertreffen und dann viel zu spät beim Arzt gewesen, weil ich nun mal meine Blutdruck-Pillen brauchte. Noch in der Wohnung der Eltern gewesen, aber kaum etwas eingepackt, nur ein paar Gläser, eine selbstgemachte Tonfigur aus meinen Grundschulzeiten und einen mir sehr wichtigen Hindu-Gott aus Holz. Es gibt jetzt also einen Gott in meinem Wohnzimmer, der sich alles genau anschaut und dabei dekorativ aussieht. Wieder zu Hause kaum mehr was geschafft, TK-Hühnerfrikassee mit Reis gegessen und schlafen gewesen. Der zurückerhaltende Teddy wirkt auf mich wie ein Zeittor, jedes Mal, wenn ich ihn sehe bin ich zurück in den 80ern. Aktuell anhaltende Reaktion darauf: Tränen. In der Nacht noch angefangen mir neue Musik auf den iPod zu spielen. Heute Homeoffice und danach Massage, auf die Massage freue ich mich, die ist überfällig. Lebensmittel bestellen wollen und es dann doch gelassen, ich brauche nichts, solange ich Müsli und meine Kochboxen habe und selbst wenn, nichts für 40 oder 50 Euro Mindestbestellwert.

Die Preissteigerungen beim Essen sind jetzt mittlerweile sehr deutlich und die Rückbesinnung auf deutsche Lebensmittel läuft, was soll man sonst resultieren, wenn es plötzlich Kohl und Rüben im Werbeangebot gibt? Vor Corona waren da andere internationale Dinge im Angebot. Aber kein Problem, dann halt Kohl und Rüben, wie schon in der Kindheit. Wie die neue Fastfood-Generation mit Kohl und Rüben auskommt? Ich ahne Begeisterungsstürme.^^ Oder essen die noch ihre Nudel-Vorräte aus den ersten Lockdowns? Nudeln sind auch teurer geworden, Fleisch auch. Es wird ebenfalls von Baustoffmangel gesprochen, das erste Mal seit den 70ern. Ich habe aufgehört, die Preissteigerungen weg horten zu wollen, man kann gar nicht so viele Vorräte haben, um den Preissteigerungen dauerhaft zu entgehen. Das ist ähnlich wie die Einführung des Euros damals, plötzlich hatten sich viele Preise verdoppelt, während sich das Gehalt halbiert hatte?! Da half auch kein Horten, es sei denn horten von Geld.

Die Straße rauscht, eine Kerze brennt und der Kaffee ist extra dünn, eigentlich könnte ich gleich Tee trinken. Die Nacht war ganz passabel und liege mit Sturmfrisur auf dem Sofa. Gestern beim Musik stöbern, über diese alte Schnulze gestolpert, irgendwie passend gerade…

Schlaf, Lager, Pillen, steif und Träume

Guten Morgen, noch müde nach über 7 Stunden Schlaf. Der Mann ist da und hat gerade für mich das Wohnzimmer geräumt, er kennt mein Morgenritual mittlerweile. Der Kaffee schmeckt und die Wahlen warten. Gestern im Lager war ein Reinfall, alles zugestellt vom Vater, keine Chance an die Sachen zu kommen, geschweige denn gute Fotos zu machen. War dann wohl eher ein, Nadine verabschiedet sich von den Sachen, ein paar Pullover habe ich noch für mich entdeckt. Irgendwie war das praktisch und lästig zu gleich, immer Kleidung von der Mutter zu kriegen. Praktisch wenn pleite, lästig, wenn sie mich wieder einkleidet als wäre ich noch ein kleines Kind. Sie hat immer gerne Leute eingekleidet, aber natürlich mich am liebsten. Ich vermisse Sie und ihre ehemalig lästige Sammelwut, jetzt sind ihre Dinge mein letzter Schatz. Es scheint als wäre Corona vorbei, ist es aber nicht, die spanische Grippe hat auch 3 Jahre gedauert, ist nur die Frage wie unsere Politiker damit umgehen, aber die wählen wir ja heute neu. Die Blutdrucksenker Pillen nerven mich, aber ich kenne die Antwort, wenn ich sie loswerden will: Abnehmen! Ich will überhaupt keine Pillen nehmen, aber ob das mit Ü40 noch realistisch ist, ich denke für viele nicht. Was passiert, wenn frau dick bleibt und die Blutdrucksenker nicht oder nicht richtig nimmt, habe ich ja bei meiner Mutter gesehen. Also keine Option. Die Massage war diese Woche nicht der Hit, hatte Schmerzen danach, aber vielleicht bin ich auch einfach zu verspannt gerade. Sie sprach wieder von einer einzigen/steifen Schulter, weil alles vereint steinhart ist. Die Geschichte um Melanie verfolgt mich gerade, was habe ich naives kleines Mädchen damals getan und versprochen? Es ist aber Vergangenheit, sehr weit zurück liegende Vergangenheit, vielleicht doch noch mehr Neuroleptika? Wer möchte sich schon lebhaft an seine Vergangenheit erinnern? Also was gestern oder letzte Woche war, vielleicht schon, aber was vor 30 Jahren war? Das könnte ein Teil meiner Schulterverspannung sein, zu viel belastende Erinnerungen und ein ebenfalls anstrengendes jetzt. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, aber warum habe ich einen großen Wanderrucksack erhalten? Das meinte schon meine erste Therapeutin niederschmetternd zu mir: „Die Last auf ihren Schultern ist sehr groß und glauben Sie nicht, dass irgendeine Therapie auf der Welt sie von dieser Last befreien kann.“ Schönen Dank auch, sie hätte auch gleich sagen können: „Ihr Problem!“. Vielleicht ein Grund, warum ich gerne in Träume/Parallelwelten entgleite, die Realität ist zu belastend. Wie gerne wäre ich Amelie, einfach alles ignorieren und eine eigene Welt bauen:

Traum(a), Therapie, Büro und 2020

Guten Morgen, keine gute Nacht, wach gewesen um 5 Uhr morgens. Wieder Ängste aus vergangenen Tagen, mitten in der Nacht nachgedacht, ob ich da irgendwas verdrängt habe, aber das, an was ich mich erinnern kann, ist schrecklich genug und reicht eigentlich als Begründung. Abschütteln diese Träume und Ängste, ich habe jetzt ein anderes Leben und alles liegt schon Jahrzehnte zurück. In diesem Fall ein Fluch auf mein gutes Gedächtnis. Ich würde gern vieles vergessen, aber ich vergesse nichts. Besonders meine Jahre in Neukölln, scheinen bis heute traumatisch zu sein, wie oft träume ich noch dort zu wohnen und bin dann beim Aufwachen erleichtert, dort nicht mehr zu wohnen. Ein grauer Tag grüßt und Beratung wartet, aber erstmal ankommen in 2020 mit einem Kaffee. Blutdruck ok, Puls auch, ich glaube würde er hier wohnen, würden diese Träume aufhören. Ich habe überlebt, das ist alles was zählt und ich lebe jetzt. Das Thema Therapie sollte ich wohl doch weiter angehen, auch wenn es aussichtslos erscheint, einen richtigen Therapeuten zu finden. Sich lebenslang mit Pillen voll knallen kann aber auch keine Lösung sein. Auf in den Tag, heute Supervision, aber ich habe nichts zu sagen, ich finde andere im Team sollten endlich mal reden. Raus aus dem Haus heute, ich denke das wird mit guttun, andere Umgebung, andere Gedanken und was zu tun. Ich bin kein verlorener Teenager mehr, auch nicht in den 20ern, ich bin eine erwachsene Frau in einem sicheren Umfeld. Ein Hoch auf mein Leben in 2020, trotz Corona.

Entrümpler, Hund, Rezept und das verrückte Berlin

Guten Morgen, ganz passabel geschlafen und optimistisch, weil gestern doch noch das Rezept kam und ich heute umstellen kann. Die Entrümpler sind wieder da, ich frage mich, warum man 2 Tage für eine Einzimmerwohnung braucht. Vielleicht kommt mein Nachbar ja auch wieder und die räumen die Wohnung für ihn, damit er später wieder neu einziehen und neu anfangen kann. Der Tee schmeckt, ich hoffe bald wieder der Kaffee, der Hund ist weg und ich bin erleichtert, das war doch etwas viel gestern, besonders das Tragen von 30 Kilo Hund im Hausflur. Viel Wasser aus der Flasche getrunken und ich habe den Eindruck, das hilft mir. Gestern im Wald gewesen, war ganz schön, aber ich war unruhig, weil ich auf mein Rezept hoffte. Heute wieder Büro und das Highlight: Endlich wieder Beratungen vor Ort. Diese Woche noch keine Pizza, das ist mir zu viel, aber ich werde am Sonntag zum Vater fahren. Corona, glücklich wer dabei nicht seltsam drauf kommt. Ich weiß auch nicht, warum Entrümpler so laut sein müssen in aller früh, ich kann eine Wohnung auch leise ausräumen. Gut Möbel durchs Treppenhaus schleppen könnte laut werden, aber muss man Möbel und Geschirr laut zertrümmern und laut schreien und das um 7 Uhr morgens? Hier wohnen Menschen. Gegenüber steht eine Frau allein am Fenster und gestikuliert wild, ich hoffe sie telefoniert, ansonsten ist das sehr schräg. Hier in der Gegend scheint es einige Leute mit psychischen Krankheiten zu geben, aber klar, hier ist auch Berlin und ich gehöre ja auch dazu. Habe ein Kleid bestellt, der 5 oder 6 Anlauf ein Kleid für die Hochzeit zu finden, bisher hat mir nichts gefallen, alles irgendwie unpassend, vielleicht gehe ich doch in lila Latzhose. Heute früh arbeiten, heißt auch früh frei, ich werde danach wahrscheinlich schlafen. Die Vorgesetzte wünscht ein Gespräch zu meinem Wohlbefinden, verständlich, aber auch stressig für mich. Auf in den Tag, ohne Hund und hoffentlich mit den richtigen Pillen.

Wach, Pillen, Technik, Quarantäne und aussitzen

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, aber selbst schuld, bis in die Nacht wach gewesen und dann wieder wach um acht. Heute zur Psychiaterin, ich hoffe sie rückt viele Pillen raus, denn mein Wirkstoff kommt zwar aus Spanien, aber wie ich hörte sind die Inhaltsstoffe gerne aus China. Ein erster Notfallplan für die Firma steht, ich bin gespannt wie wir das alles als Team lösen. Interessanterweise sind jetzt meine Fähigkeiten aus meinen alten Leben wichtig geworden für meinen Arbeitgeber, denn jetzt brauchen wir Leute die sich mit Webseiten und Technik auskennen, um alles für das Homeoffice vorzubereiten. Ich helfe gerne und komme so dann auch sicher auf meine Stunden. Er ist gestern in sein Studentenwohnheim, aber kommt heute Abend wieder, derzeit habe ich ihn lieber hier, sollte eine Quarantäne ausgesprochen werden, sind wir besser hier bei den Vorräten und zusammen. Mit dem Vater gestern alles ok, er sieht das mit dem Corona sehr locker und versteht die ganze Panik nicht, seine Gelassenheit hätte ich gerne. Die Baumärkte quellen über, viele denken wohl, dass man die Zeit zu Hause nutzen kann, um endlich mal zu renovieren und auch ich spiele mit dem Gedanken. Für das Homeoffice muss ich hier eh umräumen, denn derzeit gibt es keinen geeigneten Arbeitsplatz in der Wohnung, denn ich möchte weder auf meinem Sofa noch in meinem Bett beraten. Es gibt da draußen einige Menschen die auf eine mögliche Quarantäne überhaupt nicht vorbereitet sind, mein Vater, meine Chefin und auch die beste Freundin, haben keinerlei Vorräte, das finde ich bedenklich, aber vielleicht bin ich auch die Idiotin, weil ich die letzten Wochen angefangen habe meine Vorräte erheblich aufzustocken. Derzeit könnte ich hier locker ein paar Wochen bis zu einem Monat bleiben und nichts würde fehlen. Der Kaffee schmeckt, die Kippe auch, der Blutdruck ist zu hoch und meine Vögel brauchen Futter. Putzen und Aufräumen wäre auch gut, genau wie Wäsche waschen, mal sehen wie weit ich heute komme und mal sehen, ob diese Republik dieses Problem einfach aussitzen kann.