Gescheitertes Regal, deutsche Eigenheiten, Scherbenhaufen und Nuttenfrühstück

Guten Morgen. Vorbei der Sonnenschein, gestern der Tag des gescheiteren Regals. Ich hatte vorher ausgemessen, aber die Erhöhung des Türrahmens vergessen und außerdem sind die Wände hier weder im rechten Winkel noch symmetrisch. Kurzum, das Regal passte nicht in die gewünschte Ecke, also alles wieder abgebaut. Jetzt habe ich kein Regal, aber dafür eine chaotische Küche. Heute ein zweiter Versuch, mit einem schmaleren Regal.

Zwei Dinge an der Wohnung des Mannes riefen Fragen hervor: In der Toilette kann man vor dem Spülen sehen, was man so von sich gegeben hat und an der Tür ist ein Türspion. Seine Frage, warum machen die Deutschen das? Ganz einfach, die Deutschen sehen gern das Ergebnis ihrer Gedärme und wollen vor dem Öffnen der Tür sehen, wer davor steht. Fand er seltsam, er will wohl weder in der Toilette noch vor der Tür irgendwas sehen. Keine Ahnung, warum die Deutschen das wollen. Also das mit dem Türspion finde ich noch logisch, aber das mit der Toilette, hm, das ist wirklich bizarr, warum wollen die Deutschen ihre Scheiße Exkremente sehen? Aus medizinischer Sicht, ist es natürlich gut informiert zu sein, aber ich ahne, damit hat es weniger zu tun, ich denke, es hat eher was mit dem Stolz auf selbstgemachte Dinge zu tun.

Heute wieder Homeoffice, ohne Videokonferenzen, besonders die letzte gestern Abend war sehr ermüdend und zu lange. Alle Pakete gestern erhalten, allerdings die Sendung von Ikea war wieder ein Scherbenhaufen. Teller bestellen und versenden, scheint wohl keine Sache zu sein, die man machen sollte. Heute Abend nach langer Zeit Pizza mit dem Vater, ich hoffe bis dahin steht die Küche wieder. Habe vor, vor der Arbeit nochmal in den Baumarkt zu fahren. Morgen dann wieder Büro, ist gerade irgendwie besser für mich, zu Hause ist es gerade irgendwie zu emotional. Gestern Suppe gegessen und armer Ritter, kommen wir doch zurück auf die einfache Küche. Aktuell beide Kochboxen gekündigt, erstmal essen was da ist. Keine Meinung zum Tag, der Kaffee schmeckt und ich habe wieder mein besungenes Nuttenfrühstück:

Regen, schlaflos, Vorräte, Kriegsbilder und Inklusion

Guten Morgen, ne eigentlich nicht gut, viel zu wenig geschlafen und aufgewacht im regnerischen Ambiente. Keine Ahnung was das ist, aber immer, wenn der Vater da war, komme ich danach nicht zur Ruhe und bin noch ewig wach. Angefangen in der Nacht die Vorräte zu sortieren, dann ein Hummus zu machen und einen Teig für ein Brot vorbereitet. Keine Ahnung, was das sollte. Also ich hätte jetzt Hummus und fertigen Brotteig da, außerdem die Erkenntnis, dass es in diesem Haushalt noch genug Mehl und Backmischungen gibt. Sollte das nicht reichen, gibt es noch reichlich Bohnen getrocknet und eingelegt, Tomatendosen und zahlreiche andere Gläser und Konserven. Eigentlich esse ich heutzutage nichts mehr aus der Dose oder dem Glas, aber ich ahne schon, ich werde damit wieder anfangen. Ich hoffe aber, dass es nie wieder Dosenobst in Zuckerwasser als Nachtisch gibt, wie zu meiner Schulzeit. Dann lieber gar kein Nachtisch oder jeden Tag einen Apfel.

Langsam zu lange zu Hause gewesen, es fängt an zu stinken und ich ahne schon, mein Körper wegen zu wenig Auslauf am Streiken. Die Bilder aus der Ukraine sind furchtbar, das ist neu an Krieg in 2022, überall Kameras, die Bilder in die ganze Welt tragen. Ich glaube hätte es eine derartige Kameraüberwachung in anderen Kriegen der Vergangenheit gegeben, sie hätten nicht so lange stattgefunden. Das ist kein Videospiel, kein Film, das ist Realität. Ist Videoüberwachung vielleicht doch zu etwas gut? Was ist die Steigerung, Überwachung wie im Minority Report? Es ist nur zu deiner Sicherheit, höre ich da in Gedanken und bekomme Angst. Sind die Menschen, die Sicherheit versprechen, nicht oft selbst das Problem? Kann man Menschen überhaupt so viel Macht geben und blind vertrauen? Ich kenne wenige so ehrenhafte Menschen, dass ich da annähernd vertrauen würde. Die meisten sind sich doch nur selbst die Nächsten.

Zurück zu meinen Berlin in April 2022, die Thunfischpizza gestern war gut, Thunfisch ist verdammt lange lagerbar, eine Dose in meinen Schrank ist noch bis 2026 haltbar. Gestern der Arbeitstag war ganz gut, viel gesprochen und beraten. Eine leise Hoffnung macht sich breit, dass die Versorgung von Kranken und Behinderten wieder besser wird, jetzt wo die Corona-Maßnahmen enden, dass sie wieder annähernd ausreichend wird. Inklusion scheint immer noch ein Luxusgut zu sein, dass es nur in guten Zeiten gibt. Pandemie, Krieg? Kommt alleine klar, wer die Zeit ohne Unterstützung überlebt bekommt später dann vielleicht mal wieder Besuch. Oh ich merke gerade nicht so ein fröhlicher Tag heute, alles kacke, die Aussichten trüb, immerhin der Kaffee ist gut. Neue Öko-Filter für die selbstgedrehten Zigaretten überzeugen nicht, aber ich wollte ja eh aufhören? Ach, mein Morgen in einem Song:

Thunfisch, Preise, Loslassen, Mode und Staub

Guten Morgen, keine gute Nacht, aber selbst schuld, zu viel gegessen gestern und mit Bauchschmerzen in der Nacht erwacht. Gestern wieder nicht das Haus verlassen, aber das Wetter war und ist sehr mies, grau, Regen und Kälte. Textilien gefärbt, Kleiderschrank aufgeräumt und überfällige Telefonate geführt. Nix mit studieren, ich brauchte doch meinen zweiten Wochenendtag, aber heute geht es wirklich los mit Arbeit, Termine warten und das E-Mail-Postfach ist voll mit Anfragen. Der Kaffee schmeckt und der Vogel singt. Heute Abend ist eine Thunfisch-Pizza für den Vater geplant, denn im ehemaligen Küchenvorrat des Vaters gab es noch reichlich Thunfischdosen, die zum Einsatz kommen müssen. Heute sollten DHL und Amazon läuten, aber weiterhin keine Lebensmittellieferung, auch wenn ich gestern wieder versucht war. Kann aber irgendwie nicht sein, dass ich jetzt 80 Euro statt 60 Euro pro Lieferung zahlen soll. Da bin ich raus, 80 Euro ist einfach zu viel für einen Lebensmitteleinkauf, halten wir uns an die Coronavorräte, die müssen eh weg. Ich kann hier noch sehr lange von Nudeln und Konserven leben. Krankmeldungen auf der Arbeit, ich fühle mich auch nur bedingt nach Arbeit, ohne körperlich wirklich krank zu sein, einfach keine Lust, wenn man aus dem Fenster guckt. Keine Lust, wenn ich mir meine Wohnung anschaue, wo auch viel getan werden muss. Die Mutter endgültig loslassen, ihre Schätze an mich nehmen und in mein Leben einordnen, eine Aufgabe, die mich doch sehr mitnimmt. Aber es ist gut, dass es endlich passiert, das ist auch Ballast, der endlich in den Himmel gehört. Sie ist auch so ständig bei mir, ohne zwischen ihrer Tupperdosen-Sammlung und ihren Tischdecken zu sitzen.

Auch sollte ich endlich schnallen, dass ich nicht mehr verpflichtet bin, die Kleidung zu tragen, die sie mir so brachte. Es gibt niemanden mehr, der mir ein schlechtes Gewissen macht, wenn ich Kleidung ablehne und/oder entsorge. Trotz sortieren, ist aber immer noch ein beträchtlicher Teil meiner Kleidersammlung von ihr, die Sachen, die ich wirklich mochte, die Sachen, die passen. Ja meine Mutter hat mich mein ganzes Leben lang eingekleidet, zum Teil auch, weil ich einfach zu pleite war mir eigene Kleidung zu kaufen oder weil es mir nach der Krankheit einfach mal egal war, was ich trug, Hauptsache angezogen. Das Gemeine daran ist jetzt nur, dass dieses modische Erwachen zu einem Zeitpunkt stattfindet, wo es gar nicht so einfach ist Kleidung zu finden in die ich noch reinpasse. Das Leben, immer zu einem Scherz aufgelegt. Da bin ich dann doch ganz froh, dass es in Mamas Fundus Kleidung in meiner aktuellen Größe gibt. Aber ich habe auch bestellt und hoffe auf das Beste, der Mann hatte mir ein Kleiderbudget überwiesen und dieses sollte jetzt ausgeschöpft sein. „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“, ein Witz, denn ich früher sehr gut fand, bezogen auf meinen Geist, leider trifft das jetzt auch auf meinen Körper zu. 😦

Genug gejammert, Mode ist wirklich nicht das dringendste Problem gerade, ich werde schon schrittweise zu meinem eigenen Stil finden. Keine Nachrichten geschaut, ich stelle mich gerade blöd: „Wie Weltgeschehen?“ davon habe ich nichts gehört. Bin ich auch mal egoistisch nur mit meiner Welt beschäftigt und die findet gerade in meinem Kopf und in der Wohnung statt. Staub erzählt von der Vergangenheit, von einem langen, kalten und dunklem Winter. Staub, da kommt dieser Song in meinen Kopf, ich bin noch da, trotz Staub:

Philosophie um Mitternacht, aus Fehlern lernen und Väter

Guten Morgen, zu spät schlafen gegangen, zu früh wach. Doch gestern noch eine philosophische Diskussion zum Wesen des Menschen gehabt und ob die Zerstörung der Erde durch den Menschen Teil von Mutter Naturs Plan ist oder nicht. In der Evolution gab es immer wieder Dinge, die die Erde fast zerstört haben, also dieses Mal der Mensch? Die Diskussion wurde dann gegen ein Uhr morgens abgebrochen. Mein Gesprächspartner unterstellte mir danach ich würde Hegel lesen, habe ich aber nie.

Die Sonne scheint, die Kinder über mir toben und machen Krach, der Kaffee schmeckt, die Straße rauscht und gestern gab es tatsächlich eine Bolognese mit Bandnudeln. Heute Abend kommt der Vater und es gibt erstmalig eine Kochbox Pizza, ich ahne jetzt schon, das wird ihm vielleicht zu gesund sein. Mein Vorsatz mich gesünder zu ernähren steht nämlich noch und die Tabelle mit den erlaubten und nicht erlaubten Lebensmittel am Kühlschrank wirkt derzeit noch abschreckend. Gestern viel beraten und in der Supervision wieder sauer geworden, es ist wirklich unklar wo meine berufliche Zukunft liegt, wenn bestimmte Mitmenschen immer und immer wieder die gleichen Fehler machen und so gar nichts daraus lernen. Ich finde Fehler ja nicht schlimm, passiert, aber nichts draus lernen macht mich dann irgendwann doch wütend. Da hilft dann auch nicht, dass meine Zündschnur kürzer geworden ist, heißt, dass ich jetzt deutlich schneller sage, wenn mir was nicht passt, wenn mein Gegenüber dann darauf aber scheinbar gar nicht reagiert ist das mehr als frustrierend.

Abends mit dem Mann telefoniert und am Lebenslauf seines Cousins gearbeitet, die afrikanische und deutsche Art sich zu bewerben ist doch ziemlich anders. Stichwort dazu: Selbstlob stinkt, aber bei meinem Mann und auch seinem Cousin musste ich feststellen, dass sie sich in ihren Bewerbungen kreativ, über alle Masse selbst loben, statt mit wichtigen Fakten zu argumentieren. Das in Deutschland eher gute Arbeitszeugnisse zählen, als Selbstdarstellung, ja, das Arbeitszeugnisse überhaupt wichtig sind, ein Novum für die Beiden. Körperliche und seelische Verfassung soweit ganz gut heute. Müsli vorbereitet und Medikamente genommen. Viel an Stiefvater eins gedacht, überhaupt an meine Väter, ich zähle mindestens drei, der Erzeuger, Stiefvater eins und dann Stiefvater zwei, der hoffentlich der letzte bleibt. Keinen Platz mehr für Väter in meinen Leben, Väter und ihren Erwartungen an mich. Gut der Erzeuger hatte keine Pläne für mich, der wollte einfach nur wegrennen, was er auch getan hat. Stiefvater eins ist dann auch gerannt, während Stiefvater zwei immer noch da ist. Passend dazu 80er Jahre Musik aus einem meiner Lieblingsfilme als Mädchen:

Homeoffice vorbei, Krieg und Ukraine

Guten Morgen, nicht so gute Nacht. Gestern Homeoffice mit viel Videokonferenz. Sehr erbaulich gleich am Morgen gesagt zu bekommen, dass man scheiße aussieht. Einen kleinen Triumph gehabt, denn ein bisher immer überheblich wirkender Mann, wurde ganz blass, als ich ihm die aktuell geltenden Gesetze erklärte, in diesem Fall Schulungsvorteil auf meiner Seite. Kann irgendwie nicht sein, dass ein Leiter eines Amtes seit 2 Jahren geltendes Gesetz ignoriert und sich darüber hinwegsetzt. Danach aber Krämpfe bekommen und lieber schlafen gegangen. Gegessen gestern einen Schawarma Teller und später Thunfischsalat. Keinen Bock zu kochen und bestellt. Heute Büro, ich glaube besser für meinen Körper, der schon wieder angefangen hat wegen zu wenig Bewegung zu gammeln. Aber bald gibt es wieder einen anzulernen Kollegen, dann werde ich wieder mehr ins Büro fahren. Offiziell ist nämlich die Weisung zum Homeoffice in Berlin bald vorbei, womit sich die Ämter endlich nicht mehr im Homeoffice verstecken dürfen, aber ich halt auch nicht mehr. Damit dürfte der Zugang zu Hilfeleistungen bald wieder erleichtert werden.

Der Kaffee schmeckt und ich schaue mit Entsetzen auf die Neuigkeiten aus der Ukraine, doch keine Ahnung wie man Putin stoppen könnte. Die deutsche Armee hat dem nichts entgegenzusetzen, aber mischt sich die USA ein, wird es noch schlimmer? Ist Europa noch sicher? Haben wir bald noch Gas? Einen Krieg? Ja, wie lächerlich kommen einem da wieder die eigenen Wohlstandprobleme vor. 33 Jahre Frieden im Kalten Krieg nach der Wiedervereinigung waren genug? Ist den alten Kriegstreiber langweilig geworden? Was kann ich als Einzelperson dagegen tun? Mir fällt leider nichts ein. Heute doch kein Lager räumen, aber Pizza mit dem Vater am Abend. Auf der Arbeit warten Präsenztermine, das gefällt mir meist ganz gut, besser als nur telefonieren. Corona Test gestern negativ also raus da und unter Menschen gemischt. Der Mann fühlt sich schikaniert wegen der ganzen Papiere, die notwendig sind, um sich auf eine Wohnung zu bewerben. Da muss aber jeder durch, das ist kein Plan gegen Ausländer. Eine Kerze brennt und es dämmert, Spatzen singen aufgeregt und die Straße rauscht, aus gegeben Anlass:

Taxi, Handwerker, Philharmonie, Alter und nackte Männer

Guten Morgen, noch total müde, aber ok. War gestern noch beim Mann und konnte danach nicht schlafen. Netterweise hat mir der Mann ein Taxi nach Hause ausgegeben. Das war meine Rettung, auch wenn der Taxifahrer wohl eher ein Typ der Klasse „Querdenker“ war. Morgenzigarette voll eklig, das wollen wir mal als gutes Zeichen deuten. Kaffee ok. Zum Glück übernimmt zum Morgen die Kollegin den Handwerkertermin, hätte ich jetzt nicht geschafft morgens um neun oder früher da zu sein. Gestern vor dem Büro von einem verrückten Mann voll getextet worden, von wegen wir Frauen seien Staatseigentum und Fotzen. Ja Meinungsfreiheit ist alles. ^^ Der Vater glaubte gestern es gibt Pizza und stand vor der Tür, aber ich war ja gar nicht da und verabredet war Donnerstag. Also heute Pizza mit dem Vater. Der Mann hat Karten für die Philharmonie bekommen, ich freue mich und bin gespannt, wann wir da hingehen. Der Vogel singt Balzgesänge zum Morgen, na seine Probleme hätte ich ja gerne.

Heute Beratungen vor Ort, mal sehen, wie das wird, gestern der Termin kam nicht. Der Mann hat den Witz mit dem Nasenhaarschneider gestern gut aufgenommen, er fand es auch witzig, dass das Alter halt andere Maßnahmen erfordert. Um mein Alter kümmert sich nächste Woche wieder die Kosmetikerin. Ticket für Schwimmen am Samstag ergattert, ich war kurz versucht auch am Sonntag woanders zu buchen, denke aber das ist dann wieder ein Plan zum Scheitern. Irgendwie gerade etwas sprachlos, nach den Gedankenstürmen der letzten Wochen. Vom Trauzeugen zu Weihnachten neue Musik kennengelernt und beschlossen den Morgen mit tanzenden nackten Männern in Pink zu beginnen:

Schlaf, Reste, Müsli und wegrennen

Guten Morgen, bis auf eine Unterbrechung gut geschlafen und ausreichend. Das mit dem Schlaf scheint gerade besser zu werden. Heute Büro und ganz froh darüber zu lange hier gewesen. Nachbarn sind zu hören und es ist noch dunkel, der Kaffee schmeckt. Gestern Reste gegessen und zu lange geschlafen nach der Arbeit. Schlafen möchte ich gerade immer. Die Überreizung durch Medien ist aber immer noch gegeben, doch wieder im Kerzenschein hier gesessen und nur zum Einschlafen, ein paar Musikvideos. Gutes Gespräch mit der Chefin gehabt, alles gut so weit und weitermachen. Endlich durch mit den Altkleidern der Mutter, alles durchgewaschen und sortiert. Mit dem Mann nur kurz gesprochen, nicht seine Schuld so spät und in einer anderen Kultur geboren zu sein. Heute kommt der Vater und Hund auf eine Pizza vorbei, ich hoffe, er kommt nicht erst wieder nach 20 Uhr. Neuerdings in Träumen englisch quatschen, warum auch immer, dabei ist mein Englisch-Level immer noch weit entfernt von Muttersprache. Neues Ticket zum Schwimmen gebucht, dieses Mal klappt es, bitte nicht wieder Terminschwierigkeiten und Schweinehund.

Wollte wieder Lebensmittel bestellen, aber keine zeitnahen Lieferslots, dann vielleicht doch heute nach der Arbeit einkaufen. Pizzateig nach der Arbeit mal schnell selber machen, zu stressig. Müsli vorbereitet, irgendwie in letzter Zeit immer weniger Brot auf meinen Speiseplan, sogar der Käse wird schlecht, weil er nun mal nicht zu Müsli passt. Coronazahlen wieder steigend, heute wohl einen Test im Büro machen, aber keine verdächtigen Symptome. Die Kleidung der Mutter müffelt immer noch, ich hoffe, das gibt sich noch mit mehrfachen durchwaschen. Mein Leben von dem religiösen Mädchen, zur Gangsterbraut in Berlin und zurück? Obwohl so religiös wie damals werde ich nie wieder, dazu habe ich zu viel erlebt und weiß ich zu viel. Die Kirche als Institution ist für mich ein Scheißhaufen, Religion an sich aber nicht. Ein alter Hip-Hop Freund und Handwerker hat dem Vater bei einem Heizungsproblem geholfen, ich freue mich, dass das geklappt hat.

Zurück zur alten Musik, die aber gerade hervorragend passt, ich kann nicht ewig wegrennen…

Terminkalender, Dunkelheit, Heizung, Zeit und die Nachricht

Guten Morgen, es wird Zeit das die Arbeitswoche vorbei ist. Mein Terminkalender sagt nur anderes. Gestern anstrengender Tag, zu spät zu Hause, Pizza erstmalig nicht fertig, als der Vater (pünktlich!!) kam. Letztes Weihnachtsgeschenk für den Vater erhalten, dank Nachbarin. Das mit dem Päckchen bei den Nachbarinnen abholen klappt hier eigentlich. Freut mich, dass sie auch was für mich machen. Spät oder sollte ich besser sagen früh schlafen gewesen, ist immer so wenn ich noch bis 21/22 Uhr Besuch habe, ich kann danach nicht bald schlafen gehen. Der beste schwule Freund hat bald Geburtstag und lädt zum Spaziergang ein, ich habe beschlossen ihn kulinarisch zu beschenken, denn er kocht auch gerne. Nicht geschafft mich um meine Schüler zu kümmern, das wird schon noch. Gerade ist mein Leben voller Termine, was freue ich mich auf die Ruhe zwischen den Jahren. Es ist noch dunkel, aber es dämmert, keine 8 Stunden Licht am Tag ist schon eine Nummer, mit der man klarkommen muss. Ein alter (Handwerker) Freund hilft heute dem Vater oder besser seinen Nachbarn, die Heizung ist ausgefallen in dem Haus, schlechter Zeitpunkt so im Winter. Obwohl ich finde es nicht so kalt gerade, ich weiß aber, dass viele Leute das anders empfinden. Heute zum Glück Homeoffice, keine Lust allein im Büro zu sein, keine Lust auf den Fahrtweg, heute ist der Tag wo ich zu Hause sein darf.

Morgen voller Terminkalender und Sonntag zum Glück frei, dieser ganze Kosmetikkram die letzten Wochen hat mir regelmäßig meinen Montag und damit mein Wochenende zerstört. Musik immer noch ein schweres Thema, nichts passt und auch der Suchtfaktor Facebook ist gerade eher zu meiden. Auch Herr Zuckerberg darf mir meine Zeit nicht mit großteils Schwachsinn rauben. Der Kaffee schmeckt und heute wird wieder richtig gekocht, die Pizza gestern war nicht der Hit, heute lieber vegetarisch, asiatisch. Gerade keine Proteste oder Nachrichten an die Welt, außer vielleicht eine ganz alte:

Vegetarische Burger, Zeitdiebe, Psychopharmaka und Sonnenbrille

Guten Morgen aus der Dunkelheit, ich steigere mich 7 Stunden Schlaf. Gestern nicht viel passiert, abgesehen von meinen ersten vegetarischen Burgern, war lecker, aber sehr ungewohnt und später dann doch noch ein Würstchen gegessen. Über DHL geärgert, die klingen, ich stehe „Hallo“ sagend an der Tür und mein Paket wird trotzdem im Erdgeschoss bei den Nachbarn abgegeben. War ich nicht schnell genug? Diskussionen mit den Kolleginnen zu 2G oder 2G plus. Ich finde 2G plus eine übertriebene Barriere für unsere Kunden, mir reicht 2G, mal abgesehen davon, dass keine von denen gerade Präsenzberatung macht, sondern nur ich. Interessant wie sie Regeln für etwas machen wollen, dass sie gar nicht betrifft. Gestern telefoniert und noch bei der Tanke gewesen, Tabak holen. Der Vogel stimmt ein Lied an, es ist f*cking 6:30, was denkt der sich, bzw. was denkt er nicht?

Wieder ein Ticket zum Schwimmen am Samstag ergattert, dieses Mal lasse ich es langsamer angehen, dann schwimme ich halt mit den Omas und plansche mit den Kindern. Mein Gesicht hat sich noch nicht vollständig beruhigt, ich sehe immer noch gerötet aus, aber heute geht es ins Büro, Rotkopf hin oder her. Es ist noch dunkel, der Kaffee schmeckt und die Kerze brennt, fühle mich ganz passabel und werde wohl früh ins Büro. Aktuell frühstücke ich tatsächlich Müsli, mein Magen findet das gut, die Zunge weniger. Heute Pizzaabend mit dem Vater, ich bin es leid immer Ewigkeiten zu warten. Wie kann es sein das jemand regelmäßig 2-3 Stunden später kommt? Ich finde, das ist eine respektlose Zumutung, mal abgesehen von kalter Pizza. Man(n) kann mit seiner Zeit machen, was man will, aber die Zeit anderer zu klauen, das geht gar nicht. Es sei denn es würde dabei um das In Time Robin Hood Prinzip gehen. Ich bin aber keine Zeit-Millionärin, also warum raubt er mich aus?

Anderes Thema, die Nachbarn sind auch schon wach, der Sohn ist wieder da, sie versuchen es immer wieder, obwohl eindeutig überfordert. Gestern wurde hier wieder sehr viel geschrien, weil der Sohn wohl andere Pläne als Mutti hatte. Mein Körper schmerzt wieder, mein Bein, meine Hüfte, meine Schultern und der Rücken. Hätte ich eine Chance würde ich diesen Körper entsorgen und neu starten, aber das ist leider nicht möglich. Wir beide sind für dieses Leben verheiratet und die Erinnerung an meinen jugendlichen, durchtrainierten Körper ist das Dressing auf meinen Salat. Die Krankheit und vor allem die Neuroleptika danach haben diesen Körper zerstört. Wie kann man Medikamente verordnen, die so viele schlimme Nebenwirkungen haben? Warum nicht gleich wieder Elektroschocks? Die gehen wenigstens schnell vorbei und bringen meist auch nichts, außer Qualen für die Erkrankten. Sind die Ärzte Sadisten? Oder wissen sie es wirklich nicht besser? Alles nur Hilflosigkeit? Jünger der Pharmaindustrie? Lernt man das im Studium? Im Zweifelsfall alle verfügbaren Pillen auf einmal in den Patienten schmeißen und dann ne Runde beten?

Für alle diese Ärzte wünsche ich mir, dass sie mal selber ihre Pillen schlucken sollten und danach, falls sie noch denken können, mal darüber nachdenken, ob die Kosten-Nutzen-Rechnung aufgeht. Das alles ist viel zu wenig erforscht und Patienten damit immer Versuchskarnickel? Für mich ist das alles nicht „Leben retten“, die wenigsten seelisch Kranken sind fremd- oder eigengefährdend. Genug gekotzt über das System Psychiatrie in Deutschland, gerne würde ich meinen Leidensweg für Ärzte spürbar machen. So viel zu den Gedanken zum Morgen, nicht so fröhlich heute, ich sage nur:

„Es sind 106 Meilen nach Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ’n halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel, und wir tragen Sonnenbrillen!“

Die Musik dazu aber lieber im Original:

Kaffee, Mietenwahnsinn, Heizkosten, alte Lösungen und Winter

Guten Morgen, viel zu früh wach, aber gut erst mal Kaffee. Gestern tagsüber wieder viel geschlafen und abends Wecker gestellt und Pizza bereitet. Nichts vom Mann gehört, ich hoffe, es geht ihm gut. Die Nachbarin ist schon wach und auf dem Weg irgendwo hin, vielleicht hat mich das geweckt. Keine Ahnung was diese ältere Frau jeden Tag um 6 vorhat, ich dachte, die ist Rentnerin. Fernseher-Aktion gestern wieder nicht erfolgreich, falsche/fehlende Schrauben. Also noch eine Chance, das Wohnzimmer umzustellen, bevor hier irgendwas an der Wand befestigt wird. Heute Nacht wachte ich davon auf, wie mir Wind ins Gesicht blies, noch schlafe ich mit angekippten Fenster, ab nächste Woche dann wohl nicht mehr, die Temperaturen sollen fallen. Wunderbar, totale Dunkelheit und Kälte. ^^ Immerhin Blutdruck normal und Verdauung auch, spricht dafür, dass es mir wieder etwas besser geht. Heute ein Ausflug zur Apotheke geplant und sonst aber nicht viel. Die Veränderung in der Stadt ist gerade gewaltig, nicht nur Mietenwahnsinn, sondern auch sonst alles viel teurer, nix mehr mit arm aber sexy, sexy scheinen nur noch Geldscheine zu sein. Trotz Arbeit und Einkommen, wäre meine Existenz in Berlin aktuell eigentlich gerade auch gefährdet, wäre da nicht meine Familie. Denn die Gehälter in Berlin sind traditionell niedrig geblieben. Wie will man sich als Single eine Wohnung für 800 Euro kalt oder mehr leisten bei diesen Gehältern? Richtig gar nicht, man kann ja auch wegziehen. Irgendwo hin, wo die Gehälter reichen, um eine Wohnung zu finanzieren.

Gestern angefangen zu heizen, es ist mir zu kalt hier, aber ich fürchte die Kosten. Nein ich werde nicht wie von Sarrazin empfohlen einen Strickpullover und Mütze zu Hause tragen, um Heizkosten zu sparen. Soll der doch hoffen, dass Oma ihm einen Pullover strickt, aber ich glaube die mag ihn auch nicht mehr. Nächsten Sonntag der erstmal letzte Sonntag in der Elternwohnung, danach beginnen die Bauarbeiten. Alles verändert sich, gegen meinen Willen. Beständigkeit abbestellt, wie schon mein ganzes Leben. Einen Rasierhobel für mich entdeckt, ja manche Dinge aus der Vergangenheit sind besser als die aktuellen Lösungen, sie sind nur in Vergessenheit geraten. Das ist halt Marktwirtschaft, wenn gute Lösungen durch schlechtere neue ersetzt werden. Weil neu ist besser? Nein neu ist sehr oft nicht besser, auch wenn mein Mann das glaubt. Die Tage auch von einer Lösung gehört Kohlenmonoxid zu Stein zu verwandeln, wie wäre es damit einfach ein paar neue Bäume zu pflanzen? Alte sehr gut funktionierende Lösung? Was wurde aus der Tradition Wissen von Generation zu Generation weiterzugeben? Sind die neuen Generationen alles Klugscheißer? Oder einfach nur dämlich? Ich weiß es nicht, aber irgendwas läuft da gewaltig schief.

Langsam dämmert es, es ist noch zu früh um irgendwo hin zu wollen, vielleicht zurück ins Bett. Irgendwie gestohlene Zeit so eine Krankschreibung, aber ich finde auch irgendwie nicht, denn ich bin auch durch die Arbeit krank. Die Pizza gestern ist richtig gut geworden, nicht nur der Teig stimmt jetzt, sondern auch der Belag. Vom italienischen Ex gelernt, dass man das Gemüse für die Pizza mit Olivenöl, Salz und Pfeffer mariniert. Genug geschrieben für heute, der Winter kommt…