Horror, Arzt, Veränderung, Büro und Leben

Guten Morgen, nicht so guter Morgen und schlechte Nacht. In der Nacht sind mir wieder die Gliedmaßen eingeschlafen und der Blutdruck zum Morgen ist Horror. Vielleicht sterbe ich gerade, aber noch kann ich tippen. Also keinen Kaffee, Wasser und Blutdrucksenker sind auch ganz schön. Keine Ahnung warum alle diese Symptome bei der Reduktion wieder auftreten. Laut meiner Ärztin, kann, dass bei meiner jetzigen Dosis gar nicht sein, ist aber so, hat sie mir auch früher nicht geglaubt, dass ich Nebenwirkungen von geringen Dosen habe. Ich muss wohl nochmal zu einem anderen Arzt. Vielleicht liegt auch wieder eine Bandscheibe schief. Oder ich, die Veränderungen nicht gerade toll findet, ist das derzeitige Veränderungsprogramm zu viel. Erbe, Adoption und Hochzeit, ist ja auch viel Programm und nebenbei noch arbeiten gehen. Manchmal glaube ich, dass so ein junger Mann vielleicht zu viel für mich ist, viel zu aufregend, aber die alten Männer sind meistens auch nicht mein Fall. Single fürs lange Leben ist aber auch eine harte Entscheidung. Hoffe ich schaffe den Bürotag heute, zum Glück ist mein Programm nicht so aufregend. Es wäre aber auch kein Wunder, wenn ich alle diese Symptome auch habe, weil ich um meine Mutter trauere. Emotionaler Schmerz und emotionale Belastung äußert sich gern körperlich bei mir. Gestern von Kintsugi gehört, ein schöner Ansatz, Brüche und Scherben mit Gold wieder zusammenzufügen. Gestern seine Schuhe getragen, bequem sind sie und die Idee aus Plastikmüll aus dem Meer Schuhe zu machen finde ich auch gut. Eine Fliege nervt, hat die kein Zuhause? Die Pizza mit dem Vater gestern war nicht der Hit, aber wir haben über die Erbsachen gesprochen, bald ist es so weit. Auch mein Testament steht, ich möchte keine Streitigkeiten hinterlassen. Ein grauer, verregneter Tag grüßt, zum Glück darf ich morgen wieder Homeoffice machen, so wie ich mich derzeit fühle, ist es besser, wenn ich mich zwischendurch kurz hinlegen kann. Auf in mein Leben, jeder Tag könnte der letzte sein.

Notar, Lampe, Habanero, Visum und Praktikantin

Moin, nicht so ne tolle Nacht und leider auch wieder zu hoher Blutdruck. Die Arbeit scheint da wohl Auswirkungen zu haben. Gestern beim Anwalt/Notar über das Erbe, den Ehevertrag und mein Testament gesprochen. Hoffentlich klappt das alles wie besprochen. Dann dank Schienenersatzverkehr und Internetproblemen zu spät angefangen zu arbeiten und nicht soviel zu tun gehabt. Mal sehen, wie heute wird.  Abends dann Pizza mit dem Vater und meine neue gebrauchte Lampe montiert bekommen. Mit ihm lange über das Zusammenwohnen gesprochen, wir werden zusammenleben, aber noch nicht jetzt, denn das Problem ist mein Homeoffice und der Datenschutz dabei, arbeite ich hier, darf er eigentlich nichts hören und sehen dabei. Das ist aber schwer möglich, es sei denn er schließt sich die ganze Zeit in ein Zimmer ein und verlässt es nicht. Pizza gestern mit Habanero gemacht, der Trick es essbar zu machen, ist die Habanero in der Tomatensoße zu pürieren. Heute mindestens 2 Beratungen, ich denke, heute wird was los sein, auch weil ich die einzige verantwortliche Kollegin bin. Das Geld ist da, wie schön, monetäre Motivation. Er hat gerade ein Visum-Problem, denn mit dem Abschluss braucht er ein neues Visum zum Arbeiten, aber die Ausländerbehörde bietet dazu derzeit wegen Corona nur einen Online-Service an. Ich zähle die Tage bis zu meinem Arzttermin, an meiner Medikation muss sich was ändern, so kann ich nicht die nächsten Monate und Jahre durch die Gegend rennen. Heute gibt es eine neue Praktikantin für mich, ich weiß noch nicht wie ich die finde, aber ich gebe ihr eine Chance. Aktuell 23 Grad in der Bude bei grauen Aussichten, es gibt schönere Tage. Auf in den Tag, alles wird werden und ich hoffentlich irgendwann eine Großmutter.

Haare, Anwalt, Herbst und DHL

Guten Morgen, ganz passabel ohne Etappen geschlafen und obwohl heute der Anwaltstermin ansteht, ist der Blutdruck und Puls ok. Wirre sexuelle Träume gehabt, keine Ahnung woher die plötzlich kommen. Beim Aufwachen die letzten Tage ist es immer wie die falsche Matrix, dass sie tot ist. Ich scheine es erst jetzt richtig zu realisieren. Gestern endlich die Haare gefärbt, will kein grauer Esel sein, wenn man meine Haare sieht, könnte man denken ich bin schon Ü50. Gestern auf Arbeit sehr ruhig, war aber mal ganz gut, mit der Kollegin unterhalten und ein bisschen gearbeitet. Bin aufgeregt wegen dem Anwaltstermin, da hängt heute viel dran. Es geht um die Adoption, aber auch um das Erbe. Das heißt heute Spätschicht nach dem Anwaltstermin und dann abends Pizza mit dem Vater. Heute möchte ich den Pizzateig frisch machen, dank Corona habe ich alles da und die Zutaten müssen verbraucht werden. Es wirkt herbstlich in Berlin, wohl Zeit die Sandalen wegzuräumen und wieder Socken und richtiges Schuhwerk zu tragen, dass das jetzt so abrupt geht, erst Hochsommer, dann Herbst, hätte ich nicht gedacht. 24 Grad in der Bude, eigentlich angenehm, aber draußen das windige Grau sorgt nicht gerade für Stimmung. Der Kaffee schmeckt, langsam scheint sich mein Zustand zu normalisieren, ich werde trotzdem erneut mit der Ärztin zur Medikation diskutieren, denn es gibt noch immer zahlreiche unerwünschte Nebenwirkungen. Kartoffelbrot wartet, ich liebe Kartoffelbrot, mit der Liebe zu Kartoffeln bin ich wohl sehr deutsch. Entspannt ist es auf Arbeit, so ohne Projektleitung, ich mag nicht ständig kontrolliert und angekeift werden. Die Vögel schreien, gleich mal schauen, ob das Freude zum Tag ist, oder ob ihnen was fehlt. Die Anwältin sitzt von mir aus gesehen, am Arsch der Welt, das wird eine lange Fahrt. Muss meinen Mobilfunkanbieter kündigen und über mein Datenvolumen diskutieren, das ist mittlerweile nicht mehr ausreichend. Ein Paket sollte gestern vergeblich zugestellt werden, dabei ist der DHL bekannt, dass ich am Mittwoch nicht da bin. Aber ich rege mich nicht mehr auf, scheiß Service ist scheiß Service. Auf in den Tag oder eher ab unter die Dusche, das Leben geht weiter und ich bin dabei.

Fachkonferenz, Panikattacken, Vater und Valium

Guten Morgen, heute früh wenig Zeit, denn eine Fachkonferenz wartet. Letzter Arbeitstag vor dem Urlaub. Für den Moment ist der Blutdruck perfekt und es schreien und lärmen Kinder im Haus. Mein Vater versteht immer noch nicht was Angst- und Panikattacken sind und was eine Medikamentenumstellung bedeutet. Meine Befürchtungen und Ängste, mein Unwohlsein, meine Blutdruck- und Pulswerte, alles real und nicht eingebildet, er versteht es aber nicht. Interessanterweise versteht mein Schatz mich besser, ohne dass ich lange erklären muss. Die Pizza mit dem Vater gestern war ok, aber er kam viel zu spät und war nicht sehr gesprächig. Er scheint sauer zu sein, dass ich nicht mit in den Urlaub komme, aber mich panisch und mit Todesangst im Flieger zu erleben, hätte er sicher auch nicht witzig gefunden. Das Medikament abends zu nehmen scheint auf jeden Fall richtig für mich zu sein, mir geht es viel besser, ok super geht es mir weiterhin nicht, aber nicht mehr so elend. Den Arbeitstag gestern gut gemeistert, nur zu Abend hin wurde es anstrengend. Der Kaffee schmeckt und ich frage mich immer noch, wer mir was als Paket geschickt hat. Mein Schatz meinte gestern auch, er hat mir was geschickt, ist die Zeit der Überraschungspakete? Die Sonne scheint und ich hoffe, heute fühle ich mich nicht so wie auf Valium wie gestern, gut dieser Zustand ist besser als Panik, aber auch nicht so wünschenswert. Auf in den Tag, auf zu Konferenz, ich hoffe es gibt ausreichend Möglichkeit raus zu gehen, wenn es mir reicht.

Früh, Arbeit, Ausflug, Adoption, Hochzeit und Aufstehen

Hm, zu wenig geschlafen und zu früh wach. Aber die Arbeit wartet und die muss ich bis 14 Uhr beendet haben. Gerade sieht das Wetter aber nicht nach Boots-Ausflug aus, aber gut wir haben noch 8 Stunden für eine Wetterverbesserung. Gestern beim Vater, jetzt doch über Adoption gesprochen, besser wäre es, aber ein bisschen Angst habe ich auch davor. Aber wir beide wären besser versorgt, wenn wir auch vor dem Gesetz eine Familie sind. 2020 könnte also das Jahr sein, indem ich adoptiert werde und heirate, 2 Männer für Nadines selbst ausgesuchte Familie. Die Pizza gestern war ganz gut, jetzt wieder mit Tomatensoße statt Paprikasoße. Mein Schatz hat sich heute extra freigenommen für unseren Ausflug, ich kann das leider nicht, deswegen bin ich früh wach, um früh zu arbeiten. Ich hoffe, meine Lampe kommt bald, sie müsste eigentlich heute oder morgen kommen. Ich freue mich auf meinen Urlaub, ich will weg hier und ans Meer und an die Sonne und zu ihr. Der Kaffee schmeckt, endlich, ich dachte schon nach dem späten, langen Schlafen, gewöhne ich mir jetzt auch noch den Kaffee ab. Ich würde so gern mal auf ein Seed Konzert, aber das wollen viele, die sind immer ausverkauft. Aber für den Moment: Aufstehen!

Frühaufsteher, inkognito weise, Lampe und Tod

Guten Morgen, da werde ich doch durch das neue Medikament zum Frühaufsteher, einfach, weil ich abends schon so früh müde bin. Gestern nicht geschafft zu warten bis mein Schatz auf Arbeit ist, ich bin vorher eingeschlafen. Aber gut, die letzten 7 Jahre hatte ich das Medikament abends genommen, jetzt morgens. Einen Rüffel für die Unterstunden bekommen, dabei dachte ich, dass das während Corona egal ist, das gilt es heute zu klären. Heute Abend Pizza mit dem Vater, mal sehen, wie das wird, ich glaube er hat endlich verstanden, dass das die letzten Wochen und Monate alles etwas viel für mich war und ist. Immerhin ich schlafe zu früh, aber wieder fast 8 Stunden, schon besser, schlafen ist bei mir sehr wichtig, um mich stabil zu halten. Heute Beratungen, aber angenehme, keine Leute die viel zu schnell und hektisch reden und auch keine Leute, die ganz schreckliche Geschichten teilen. Kann ich normalerweise ab, aber derzeit nicht so gern. Gegessen einen Bohnen-/Kartoffeleintopf in Tomatensoße, ein Gericht das ich mir mal in einem Dönerladen abgeguckt habe und liebe. Haare gefärbt, ich will kein grauer Esel sein, auch wenn mein Schatz sagt grauhaarige Menschen gelten in Afrika als weise. Ich bin dann lieber inkognito weise. Mein neues zu Hause ist wunderbar, ich frage mich, warum ich so viele Jahre hier gelebt habe, ohne es zu meinem zu Hause zu machen. Der Kaffee schmeckt, aber auch der Kaffeekonsum ist seitdem neuen Medikament gesungen, ich habe jetzt nach einer Tasse genug und will keine zweite mehr. Eine Absage vom Wunsch-Psychiater bekommen, der hat leider noch nicht mal mehr eine Warteliste, weil er so überrannt ist. Aber gut ich habe noch weitere Tipps, die ich abklopfen werde. Meine 60er Jahre Lampe ist wieder auf dem Weg zu mir, dieses Mal mit Hermes, ich hoffe dieses Mal klappt es mit der Lieferung. Die Sonne scheint und heute ist es nicht so schwül, auch meine Kollegin fühlte sich deswegen schummerig, ohne Medikamentenumstellung. Ein Ratsuchender von mir wird sterben, damit komme ich nicht klar, vielleicht werde ich dazu eine eigene Supervision bekommen, ich finde es mies, dass ich ständig mit dem Tod zu tun habe. Ich habe so viele Menschen an den Tod verloren, Menschen, die mir wichtig waren, das ist doch alles nicht fair. Auf in den Tag, die Dusche wartet und die S-Bahn rauscht hinter dem Haus, ich lebe und ich hoffe nicht nur, um die anderen gehen zu sehen.

Schlaf, Normalität, Kabel, Pizza und Zeitreise

Guten Morgen, graue Aussichten, aber ich habe endlich wieder mehr geschlafen. Gestern war ich auch sehr müde und fühlte mich wie ein Stein, als es gegen Bett ging. Mega aufgeregt über Amazon, den ganzen Tag warte ich auf die Pakete und dann klingelt der nicht bei mir und gibt es bei ner Nachbarin ab, die ich nicht leiden kann. So hatte ich mir das nicht gedacht. Dann wird da halt nicht mehr bestellt. Langsam kehre auch ich zur Normalität zurück, die Angst von irgendwas zu wenig zu haben ist verflogen, die Einkäufe werden überwiegend vor Ort gemacht und ich fühle mich derzeit auch nicht mehr staatlich kontrolliert und eingeengt. Die Wohnungsumwandlung ist geschafft und langsam komme ich wieder zu Hause an. Endlich keine Panik mehr. Ich brauche friedlichen, gleichbleibenden Alltag, etwas auf was ich mich verlassen kann und was mir Halt gibt. Endlich eine ordentliche Kabelführung im Flur gebastelt, bisher ging das Internetkabel diagonal durch den Flur und war eine Stolperfalle. Heute wieder Homeoffice und einige Termine, der Tag wird schon vorbeigehen. Mein Schatz hatte wieder Nachtschicht und schläft jetzt wohl. Heute Abend Pizza beim Vater, mal sehen, wie es wird, ich komme dabei bei Lidl vorbei, vielleicht nutze ich Chance die Angebote der Woche zu sichten. Unser Urlaub ist mittlerweile gebucht, jetzt muss nur noch Corona mitspielen. Gestern in den Nachrichten gesehen, dass Corona wahrscheinlich von einem Schuppentier auf den Mensch übertragen wurde. Ich verstehe die Chinesen nicht, wie kann man vom Aussterben bedrohte Tiere essen? Es gibt so viele Alternativen, ohne Arten auszurotten und dabei eine Pandemie auszulösen. Aufgewacht und an die Smiths gedacht und sofort „Panic“ gesungen, heute eine musikalische Zeitreise:

Jahrestag, Fufu, LKWs, Freundin und Pizza

Moin, hm, wo ist der Sonnenschein? Grau und verregnet sieht es aus und ich habe zu wenig geschlafen. Meine Vögel singen trotzdem ein Lied und ich hoffe, mein Schatz wird nicht krank. Heute ist nämlich ein besonderer Tag, heute sind wir ein Jahr zusammen. Ich hoffe ihn wenigstens am Abend zu sehen, ist er krank, wird das wohl nichts. Der Vater konnte einen Corona-Test machen und ist negativ. Sehr schön, dann habe ich es wahrscheinlich auch nicht, sonst hätte ich ihn längst angesteckt. Die Arbeit gestern war nicht der Hit, ich hatte zwar was zu tun, aber nicht Zeit füllend. Früh freigehabt und zur Post gefahren, das Einschreiben waren wirklich Masken aus China, war ich erleichtert. Die vielen Jahre Armut und ständiges Katastrophenmanagement kriegt man nicht, wenn überhaupt raus aus dem Kopf. Heute wieder Büro, mal sehen, wie es wird, diese Woche war bisher sehr ruhig. Ich möchte heute Abend afrikanisch kochen: Lamm mit Spinat und Fufu. Mal sehen, ob es gelingt und er es mag. Am Wochenende geplant endlich noch das Regal und den Kleiderschrank in den Zimmern zu tauschen, dann wäre der Zimmerwechsel fast perfekt. Leider kann ich nämlich allein weder das Regal noch den Kleiderschrank in ein anderes Zimmer bringen, denn beide passen aufgebaut nicht durch die Türrahmen. Die Pizza gestern mit dem Vater war gut, dieses Mal keine rote Habanero, sondern nur grüne Peperoni auf die Pizza, das war auch scharf genug. Die LKWs rauschen vor der Tür, das Rauschen von LKWs gehört nicht zu meinen Lieblingsgeräuschen. Die beste Freundin schreibt, sie müsse nicht immer verfügbar für mich sein und das sie ihren Ex noch verdauen müsste. Entschuldigung, bin ich mal nicht verfügbar, werde ich mit 3 Monaten Funkstille von ihr bestraft und ich muss gerade die Wohnungsräumung meiner toten Mutter verkraften, warum muss es immer um sie gehen? Ich denke, dazu ist dringend eine Aussprache nötig. Gestern Nacht noch Shortbread gebacken für ihn, das mag er und meinte schon mein Shortbread ist besser, als alles was man in Deutschland als Shortbread kaufen kann. Die Hochzeit wird jetzt konkreter, denn das Standesamt vergibt wieder Termine und ich denke wir haben jetzt alle Unterlagen. Meine gute Laune ist aber gerade nicht vorhanden, mir geht es gut, also wird bald erfahrungsgemäß ein Unglück passieren und ich schaue misstrauisch um mich herum. Obwohl, die letzten Wochen ist auch einiges sehr unerfreuliches passiert, vielleicht reicht das ja. Auf in den Tag, zum Glück Büro, zum Glück heute keine Teamsitzung, einfach nur arbeiten. Der Kaffee schmeckt und ich muss aufpassen, das Shortbread nicht ohne ihn zu essen. Alles wird und bleibt gut.

Frühdienst, Eichelhäher, Türkei, Einschreiben und Pizza

Moin, Frühdienst zum Kotzen, aber die Kollegin hatte um einen einmaligen Tausch gebeten. Gestern im Büro war es öde, aber die Zeit ging relativ schnell vorbei, mal sehen, ob mich heute wer anruft und was will. Gestern mit einem Eichelhäher hinter dem Haus geflirtet und ganz angetan gewesen, so ein hübscher Vogel. Dann ein Anruf aus der Türkei, eine ehemals gute Freundin klagte ihr Leid, welches durch die Corona-Regelungen in der Türkei nicht gerade einfacher wird. Die haben nur bestimmte Tage wo sie das Haus verlassen dürfen, hat man an diesem Tag keinen Bock, sitzt man wieder unbestimmte Zeit zu Hause fest. Dann gestern sehr erschreckt gewesen, ich kam gut gelaunt nach Hause, öffnete den Briefkasten und der war rammelvoll. Alles ok, bis auf eine Karte wo drauf stand, dass ein Einwurf-Einschreiben nicht zugestellt werden konnte. Welches Einschreiben? Wer will mir Ärger machen? Alte Ängste kamen hoch, eine Recherche, ob ich mit der Sendungsnummer den Absender herausfinden kann, kann ich nicht. Dann nochmal drüber nachgedacht, wäre das der übliche Ärger von Früher, wäre es ein normaler Brief, der in meinen Briefkasten gepasst hätte, ist ja nur Einwurf ohne Unterschrift. Es muss also einen Grund geben, dass Einwurf nicht eingeworfen werden konnte. Es ist wohl zur groß für den Briefkasten. Dann kam ich darauf, dass muss eine Bestellung mit Masken aus China sein, die ich vor vielen Wochen getätigt habe, ich hoffe ich behalte damit recht. Da ich heute Frühdienst habe, habe ich auch früh frei und kann zur Post fahren. Er hatte wieder Nachtschicht, es ist angenehme Arbeit, die relativ gut bezahlt ist, aber Nachtschicht bleibt Nachtschicht. Die beste Freundin meldet sich nicht mehr seit meiner Beschwerde, ich vermute jetzt soll ich schuld sein, dass sie meine Bedürfnisse ignoriert. Gut schweigen kann ich auch. Noch ziemlich verpeilt in den Tag gucken, die Zeit rennt und um spätestens 10 muss ich das Telefon scharf schalten. Auf in Tag, heute Abend Pizza beim Vater und hoffentlich ist das Einschreiben nichts Böses.

Erwachen, Habanero, Kater und Handtaschen

Guten Morgen, wunderbares erwachen bei Sonnenschein, mit Blick ins Grüne und mit Vogelgezwitscher. So gefällt mir das. Kurze Überlegung, ob heute doch Homeoffice, aber nein ich glaube ich will ins Büro. Der Vater hat gestern das alte Bett abgeholt, ein Schritt weiter ins neue zu Hause. Die Pizza gestern mit Habanero belegt, das war nicht nur mir, sondern auch dem Vater etwas zu scharf. Schlafen im neuen Bett ist wunderbar, ich schlafe jetzt sehr hoch, was man aber vielleicht als altersgerechtes Schlafen titulieren kann. Heute einige Termine langweilig wird das heute nicht. Die beste Freundin hat einen neuen Kratzbaum für den Kater, der Kater, denn ich vor vielen Jahren schwerkrank aus einer versieften, polnischen Privatwohnung geholt habe. Illegaler Tierhandel ist in Berlin ganz groß, gerne mit kranken polnischen Tieren. Der Kater musste damals danach sofort in die Notaufnahme und sehr teure Behandlungen folgten. Beim Tierkauf spart man so nicht, aber man kann tierisches Leben retten, bestärkt aber gleichzeitig die Billig-Händler weiterzumachen. Der Topper hat endlich aufgehört Eigengeruch zu verströmen, doch kein Fehlkauf, damit steht einer positiven Ebay Bewertung nichts mehr entgegen. Jetzt muss ich nur noch das alte Lattenrost loswerden, ich hoffe es findet sich jemand. Der Vater wird am Pfingstwochenende verreisen, freier Sonntag und freie Fahrt für mich, endlich die Bude zu Ende zu streichen. Ich und meine neue Bude, immer noch seltsam, aber erfreulich, all die Jahre hätte ich es hier soviel schöner haben können. Brötchen warten, der Kaffee ist ok und endlich alle, Jacobs kommt mir nicht mehr ins Haus. Alles wird gut, immer noch seltsam ohne sie zu leben, mein ganzes Leben dachte ich, ich lebe nur für sie, jetzt bin ich noch immer da, nach ihr. Zwei weitere Taschen von ihr stehen in meinem Wohnzimmer, wie kann man nur soviel Kram sammeln, sie muss Pläne gehabt haben, was sie z.B. mit geschätzt 50 Handtaschen vorhatte. Ich brauche dann vorerst keine Handtaschen mehr. Der Blutdruck ist erhöht, aber noch keine bedrohliche Katastrophe. Weitermachen, Leben ist Bewegung und ich kann mich bewegen, also sollte ich das auch machen.