Wochenende, Disco, Job und Psychose-Musik

Guten Morgen, keine Ahnung warum, aber wieder sechs Stunden Schlaf. Endlich Wochenende. Brauche ich auch dringend. Alles zu aufregend/anstrengend gerade. Zu kalt geworden, um mit offenen Fenster zu schlafen. Gestern Nacht um eins noch Türkendisco vor der Tür, war das laut, ich vermute, viele andere wurden geweckt. Der Kaffee schmeckt und über die Geschichte von Melanie nicht (wieder) verrückt werden. Der Mann hat endlich einen Job gefunden, wie es scheint, im Homeoffice, ich freue mich für ihn und gleichzeitig bin ich aber etwas ketzerisch, ob er dann nach einer Weile mehr Verständnis für mich hat, die jetzt viel zu lange im Homeoffice war. Warten wir ab. Die Zeit stellt so vieles klar. Gestern noch meine Brandnooz Coolbox erhalten, hatte ich schon vergessen, dass ich die Dezember 2020 bestellt hatte. Sehr schöne Box, mit einer Menge vegetarischen und veganen Kram, leider dank DHL aber kaum noch gekühlt, als es ankam. Aktuell Lebensmittel mit DHL in zu verschicken ist doch sehr^^ optimistisch. Das Lager wartet auf mich heute, ich will früh mit Kamera hin, damit das Licht noch gut ist, danach aber dann kein Entkommen mehr vor der Exceltabelle?! Gestern nach der Arbeit musste es Döner sein, ich vermute ich stinke heute noch, aber Döner macht schöner. Keine Ahnung, ob der Mann dann heute herkommen wird für seine Fahrrad-Schicht, könnt gut sein, dass er jetzt „krank“ ist bis der neue Vertrag beginnt. Morgen kein Vater Besuch, weil Wahlen und Marathon, da bleiben wir beide lieber zu Hause. Die Rosen des Mannes blühen wunderschön, schade, dass ich an sowas meist erinnern erpressen muss. Der Terrorvogel freut sich lautstark über den Tag, ich freue mich nicht so, wenn ich ihn höre. Gestern noch baden gewesen und Musik gehört, mein besseres Englisch versaut mir so manchen Song, weil ich endlich die Texte verstehen, für den Moment gestorben ist die über Psychose singende Rihanna. Hat die etwa auch zu viel gekifft? Dann lieber ruhigere Musik, über die Erinnerung, hoffentlich wird wirklich alles gut…

Kaffee, Excel, Produktivität und Melanie

Guten Morgen, viel zu früh wach, es scheint als wäre es noch Nacht. Immerhin sechs Stunden am Stück geschlafen. Kaffee gekocht und beschlossen früher ins Büro zu fahren. Irgendwie sehr anstrengend wieder jeden Tag im Büro zu sein, bin ich nicht mehr gewöhnt. Gestern war ganz gut, Supervision, Kollege anlernen, Beratung, Massage und Vater dann abgesagt, weil nach der Massage sehr schwindelig und müde gefühlt. Noch mehr Anfragen zu der restlichen Kleidung aus dem Laden meiner Mutter, aber ich brauche genaue Stückzahlen und gebe zu, ich hab keine Lust auf die Exceltabelle. Es ist noch dunkel und ich vermute, der Mann hat jetzt Feierabend. Der Rücken tut mir weh von der Massage, scheine aktuell sehr verspannt zu sein. Immerhin nicht mehr so aggressiv, voller Liebe bin ich zwar auch nicht, aber irgendwas in der Mitte. Diese Woche die letzte 4-Tage-Woche, ab nächste Woche geht es dann wieder richtig rund. Interessanterweise aber in der 4-Tage-Woche nicht weniger produktiv gewesen als in der 5-Tage-Woche. Kann man mit dem Arbeitgeber aber nicht machen, sagen: „Ich komme dann bei gleichem Ergebnis nur 4 Tage, aber bitte bezahlen Sie mich weiterhin 5 Tage die Woche.“ Dabei gibt es sogar Studien dazu, dass in weniger Arbeitszeit die Produktivität steigt, also nicht nur bei mir. Eine weitere Erinnerung ist dazu gekommen, eine Erinnerung die ich in der Psychose auch schon hatte, die damals aber eskalierte. Es geht um die Geschichte von Melanie aus Lichtenrade, einer ehemaligen Klassenkameradin und Freundin von mir, aber diese Geschichte aus den 90ern erzähle ich ein andern Mal. Die Geschichte ist aber echt, denn Sandra und Melanie waren damals dabei, das war keine einsame Hirngeburt ohne Zeugen. Ich wollte Melanie damals retten und habe mich dabei selber in die Scheiße geritten? Egal, ich nehme diese Erinnerung wahr, aber steigere mich nicht wieder rein, wer auch immer damals was gesagt oder versprochen hat, es ist zu lange her. Neuroleptika weiter hoch gesetzt und meine linke Seite tut wieder weh, angeblich nicht möglich bei der geringen Dosis, ich spüre es aber. Heute letzter Arbeitstag die Woche und dann endlich frei und in ein langes Wochenende. Keine Termine gemacht, ist gerade alles genug und die Wohnung mit vielen Aufgaben wartet auch. Kommt ein neuer Lockdown? Ich vermute, nach den Wahlen könnte es wieder so weit sein. Oder wird es bald öffentliche Kennzeichnungen für geimpfte und ungeimpfte geben? Ich finde diese Spaltung in der Gesellschaft weiterhin gruselig. Versuchen wir es mit ruhigeren Klängen zum Tag, ein Song den ich damals noch über einen Walkman im Internat hörte:

Die Nacht, Funk, Erinnerungs-Puzzle, Zucker und Schwäche

Ein Gruß aus der Nacht, ich glaube die Nachbarn haben mich geweckt. Aber gut, es kommt bald jemand wegen der Wasserzähler. Jetzt alles Funk, nicht nur die Heizung und der Feuermelder funken hier, sondern auch bald die Wasserzähler. Wollte ich nie haben, kriege ich aber doch, das total verstrahlte, irgendwo hin funkende zu Hause. Dunkel ist es hier und ich aber nicht müde, immerhin 6 Stunden geschlafen, scheint jetzt normal bei mir zu sein, so wenig Schlaf. Der Kaffee schmeckt und ich hoffe der Typ für die Wasserzähler kommt früh, dann kann ich hier auch früh weg. Blutdruck und Puls unten, vor der Pille, in der Nacht fährt mein Kraftwerk wohl runter. Wird Zeit das Haus zu verlassen, diese langen Wochenenden sind nicht so ideal für mich, andererseits auch wieder nötig, denn mehr arbeiten geht gerade nicht. Ich kann wohl nicht ewig vor dem Puzzle in meinem Kopf weglaufen, so viele Erinnerungen und zwischendurch immer wieder die Angst psychotisch zu sein oder zu werden. Ich las aber, das wer ständig daran denkt und es fürchtet, es nicht sein kann. Eine Psychose bedeutet ja, dass die eigene Wahrnehmung erheblich von der anderer abweicht und man die eigene Wahrnehmung aber für die echte hält und darüber auch nicht berichtet oder sogar diskutiert. Wird meine Erinnerung zu schräg, berichte ich sehr wohl und hoffe, dass wer widerspricht und/oder darüber diskutieren mag. Mittlerweile „weiß“ ich, erinnere ich mich, dass nicht nur der ehemalige Chef von einem Spiel sprach, sondern auch ein Kollege viele Jahre zuvor. Habe die alle ein Rad ab? Warum muss mit mir gespielt werden? Das Dumme ist, ich hatte beide Male auch noch zugestimmt, ich naives Stück. Keine Ahnung was ich dachte was da kommt, eine kostenlose Weltreise? Die Kürung zum Superstar? In meiner Psychose dachte ich tatsächlich ich sei Weltstar, zumindest eine kurze Zeit, bis mein Kopf beschloss doch das Opfer der Welt zu sein. Egal, vorbei, alles vorbei und ich lebe noch, zwar eher schlecht als recht, aber der Reflex Atmen funktioniert noch und das Herz schlägt. Natürlich habe ich keine Zeugen, für beide Gespräche, also glaubt mir oder auch nicht. Aber wie der Vater sagte: Egal, es ist egal, was wer vor Jahren sagte oder tat. Es lässt sich nicht mehr ändern, ich kann nichts beweisen und ändern schon mal gar nichts mehr. Laut Psychiater, Familie und Freunden bin ich aber gerade nicht psychotisch, auch wenn meine Erinnerungen zu schräg sind. Es ist ein Fluch sich so gut erinnern zu können, meine bestätigten Erinnerungen reichen zurück bis zum vierten oder fünften Lebensjahr, ich glaube da ist was schiefgelaufen bei mir, dabei dachte ich immer, dass diese Zeit gut war. Aber zurück zum jetzt, die Sonne durchbricht das Dunkel und der Himmel färbt sich pink, heute ins Büro mit Kollegin, keine Pizza danach, die wurde auf Donnerstag verlegt. Gestern das hier gekocht, langsam habe ich den Eindruck, dass das Geheimnis der asiatischen Küche eigentlich nur aus Ingwer, Knoblauch, vielleicht Chili und ganz viel Zucker besteht. Deswegen mag es der Mann wohl auch, auch wenn er es nicht zugibt, er steht auf Zucker. Aber normal, Urinstinkt des Menschen, alles mit viel Fett und/oder Zucker wird als lecker erachtet, weil Energielieferant. Tja leider hat so ein Sessel- und Sofarfurzer wie ich nur gar keinen so hohen Energiebedarf, was dann zur körperlichen Kugelbildung führte. Eine Kugel wollte ich nie sein, in meinen Herzen bin ich immer noch die kleine gut trainierte Tänzerin von früher, die entsetzt wäre, was mit mir passiert ist. Andererseits, damals fing das auch mit der Essstörung an, denn ich dachte damals ich wäre zu dick und fing mit Diäten an. Stopp! Mein Kopf hängt wieder in der Vergangenheit, das jetzt zählt, die Zukunft will gelebt werden und die beginnt jetzt, so schwach ich bin, keine Tränen für dich:

Büro, Finanzamt, Frauenrolle und krankes System

Guten Morgen, ganz passable Nacht mit 6 Stunden Schlaf, ich lege mich nach dem Schreiben wieder hin. Gestern der Tag im Büro war gut, einiges geschafft und sogar beraten, fachlich nicht emotional. Morgens große Freude, dass Geld vom Finanzamt war da, damit sehen jetzt gleich zwei Kontoauszüge deutlich freundlicher aus. Immer noch diskriminierend finde ich aber, dass bei dem Überweisungsgrund auf mein Konto der Name meines Mannes stand. Als wäre das sein Geld allein, obwohl nach Sichten der Finanzdaten klar sein sollte, dass ich die meisten Steuern bezahlt habe. 2021 die Frau darf zwar das Geld verdienen, die Frau darf auch die Steuererklärung machen, aber das rückerstattete Geld gehört immer dem Mann? Wo leben wir? Für mich hat diese Methode nichts mit Gleichberechtigung zu tun, wenn es nicht nach dem Einkommen, sondern nach dem Geschlechtsorgan geht. Aber egal, ich habe ja mein Geld bekommen, durch die Heirat auch mehr als sonst, aber diese Unterordnung der Frau im System stört mich immer noch gewaltig. Warum kann nicht jedes Paar allein entscheiden, wer formal steuerpflichtig ist? Ein grauer Tag grüßt und die Vögel halten bisher den Schnabel. Der Blutdruck ist unten und der Kaffee schmeckt. Heute noch ein paar Stunden Homeoffice, muss eine Kundin anrufen, die mich sonst stalkt. Heute Essenlieferungen, Hello Fresh zur Mittagszeit und am Abend der Einkauf vom Supermarkt. Nach dem Steak heute vegan kochen, ich muss nicht jeden Tag Fleisch haben. Versuche mir derzeit selbst mehr Wertschätzung entgegenzubringen, es wird frisch und lecker für mich selbst gekocht, es werden Massagetermine und Arzttermine vereinbart und bei der Arbeit gibt es jetzt mehr Grenzen im Umgang mit den Kunden. Ich predige immer Achtsamkeit für den Umgang mit sich selber, Gesundheit als erste Priorität im Leben usw. und halte mich dann selber nicht dran. Allen soll es gut gehen, nur ich kann dabei vergessen werden? Das kann so nicht weitergehen, signalisierte erst der Körper und nun auch die Seele, ich höre dann besser mal zu, so schlimm ist das auch nicht, sich mal um sich selbst zu kümmern?! Ist das auch Resultat von veralteten Rollenbildern? Das die Frau die Kümmerin ist? Ich bin aber keine Hausfrau und Mutter, der Mann nicht der Großverdiener und Ernährer. Kann doch irgendwie nicht sein, dass ich arbeite, dabei meinen „Mann“ stehe und mich zusätzlich aufopferungsvoll um die Familie und andere kümmere. Wer kümmert sich da um mich? Irgendwie ist da was bei der Emanzipation schiefgelaufen. Das ist keine Gleichberechtigung, wenn frau nur zusätzlich zu ihren traditionellen Aufgaben noch arbeiten geht. Das ist Ausbeutung. Vielleicht auch der Grund lieber getrennt zu leben, ich mag zu Hause nicht noch jeden Tag Dienstmagd, Köchin und Putzfrau für den Mann sein. Auch ich bin nach der Arbeit müde und brauche Erholung. Apropos Arbeit da scheint es endlich aufwärtszugehen beim Mann, zwei etablierte Unternehmen geben ihm nächste Woche Arbeit und er ist hoffentlich endlich weg vom Fahrrad fahren zum Mindestlohn. Was meine Arbeit angeht, habe ich wieder Hoffnung, dass das alles doch noch wird und ich mich nirgendwo bewerben muss oder andere Pläne umsetzten muss. Es liegt auch an mir, mehr Grenzen zu setzen und besser auf mich zu achten. Die Arbeit und die geringfügige Erhöhung des Neuroleptika scheinen gerade zu helfen mich zu stabilisieren, tja so ist das wohl auch beim Reduzieren von Neuroleptika, manchmal muss man einen kleinen Schritt zurückgehen, um nicht völlig von vorne zu beginnen. Ich versuche mich jetzt nicht als Verliererin zu sehen, die wieder mehr nimmt, sondern als achtsame Frau, die in einer Krisensituation rechtzeitig einen kleinen Schritt erhöht, um nicht völlig abzurutschen und danach wieder mit der deutlich höheren Anfangsdosis leben zu müssen. Werden die Zeiten wieder stabiler, gehe ich wieder runter. Schade daran ist nur die Erkenntnis, dass ich wohl lebenslang gefährdet bin, nichts mit einmaliger Psychose und ausgeheilt. Wird das Leben zu belastend, besteht Gefahr für mich. Risikofrei ohne Medis leben, ist wohl nur für mich drin, wenn mein berufliches und privates Leben stabil und stressfrei ist. Davon bin ich aber aktuell weit entfernt, wir haben seit 1,5 Jahren Corona Pandemie, die Ehe klappt nicht, die Arbeit ist mega stressig, ich kann wohl glücklich sein, dass ich Familie und Freunde habe, einen guten Psychiater und gerade nicht noch ein Umzug dazu kommt. Aber irgendwie auch krank, dass mein Leben die Medis nötig macht, damit ich funktionieren kann. Was ist das für eine Gesellschaft, wo jeder sich irgendwas einschmeißt, um weiterhin ein funktionierendes Rad im System zu sein? Das bedingungslose Grundeinkommen wäre so eine Erleichterung für viele, aber ja das würde die Arbeitgeber entmachten, wenn man sich plötzlich aussuchen kann, wo, wie und wie viel man arbeitet. Die Lohnsklaverei ist ein lohnendes Geschäft der Reichen, um noch reicher zu werden. Aber genug gekotzt über unser System, der Tag wartet und die Sonne kommt gerade raus, das erinnert mich an Emiliana…

Freunde, Therapie, Erinnerungen und Berlin

Guten Morgen, zu kurze Nacht aber der Magen rumpumbelt. Ein grauer Tag grüßt und die Vögel halten noch den Schnabel. Gestern nicht viel passiert, habe einen kleinen Ausflug gemacht und mit einem asiatischen Essen auf dem Heimweg abgerundet. Immer bestellen ist zu teuer, allein den Mindestbestellwert knacken ist so eine Sache, wenn man allein isst. Abends rief eine gute alte Freundin an, wir haben seitdem sie Familie hat wenig Kontakt, aber sprechen wir uns ist es als hätten wir erst gestern gesprochen. Danach noch gechattet und den Tag vorbeigehen lassen. Gestern Nacht die Krankenkasse belästigt, ich habe die Therapieempfehlung von 2020 an den Terminvergabeservice gesendet. Vielleicht ist das Ding schon abgelaufen und vielleicht können die auch nichts tun, ich telefoniere aber nicht nochmal 20 und mehr Therapeuten ab, um überall ne Absage zu bekommen und/oder beim falschen Therapeuten zu landen. Das hatten wir schon und war verschwendete Zeit und verschwendetes Geld. Aktuell fühle ich mich wie wieder auferstanden, mit allen guten und schlechten Seiten meiner Persönlichkeit vor der Psychose. Ich bin wieder kreativ und lebendig, quatsche Witziges wie ein Wasserfall und habe sehr viele Gefühle, zu viele Gefühle. Schattenseite ist die Erinnerung, ich erinnere mich an so vieles was wahrscheinlich durch Neuroleptika verdrängt war. Die Angst über diese Erinnerungen wieder in die Psychose zu gleiten ist hoch, ich will nicht mehr ins Wunderland, nie wieder. Ich will aber auch keine Neuroleptika mehr, die alles zum Erstarren bringen, also muss ich da durch. Passende therapeutische Hilfe dazu wäre gut, aber notfalls muss sprechen darüber mit Familie und Freunden auch helfen. Das ist noch eine andere erfreuliche Sache wieder die Alte zu sein, ich zählte neulich dem Mann gegenüber auf wo meine Freunde in Berlin wohnen, herauskam eine Liste von bereits 5 guten Freunden, 2 potenziellen Freundinnen und meinem Internet-Freund in Frankfurt. Dazu kommen dann noch Vater, Bruder und Ehemann. Wow, das sind für meine Verhältnisse sehr viele vertraute Leute. Ich glaube nur in den Internatszeiten, hatte ich so viele Vertraute in meinem Leben. Davor und danach niemals. Mich jetzt also nochmal zu isolieren und dabei wahnsinnig werden ist deutlich unwahrscheinlicher als 2013. Es gibt genug Menschen, denen ich traue und die mich festhalten. Aber auch ich halte sie fest. Berlin 2021, 32 Jahre in dieser Stadt, die ich brauchte um fast zu sterben und dann doch noch Anschluss zu finden. Berlin ist hart, nix für kleine Dorfmädchen, wie ich es war als ich 1989 herkam. Aber ich lebe, Berlin hat mich stark beschädigt, aber nicht umgebracht. Neben Berlin gibt es in Deutschland mittlerweile keine andere Option für mich mehr, wenn ich nochmal umziehe, dann ins Ausland. Berlin: „Und ich weiß, ob ich will oder nicht das ich dich zum Atmen brauche“…

Schlaf, Chef, rote Autos und müde

Guten Morgen, schon besser. Das war eindeutig zu viel Stress und zu wenig Schlaf die Tage. Auch heute Nacht wenig Schlaf, weil ich einfach nicht einschlafen konnte, nachdem ich entdeckt hatte, dass man mein alter Chef nach 8 Jahren auf einen meiner Social Media Profilen war. Was will dieser Arsch? Ich hatte ihn doch gelöscht und wie ich auch dachte gesperrt. Mit diesem Mann möchte ich sicher mein ganzes Leben nichts mehr zu tun haben. Es reicht doch, wenn er mein Leben einmal zerstört und sich daran bereichert hat. Mit dem Vater war es gestern angenehm sehr viel geredet und etwas Neues zu meiner Vergangenheit erfahren, einen Fakt den meine Mutter mir nie mitgeteilt hatte, aber ihm. Gestern nicht mit dem Freund gechattet, irgendwie reicht es gerade, wir reden immer sehr lange, aber aktuell habe ich den Eindruck, dass seine Depression meine schlimmer macht. Das ist nicht so gut, bei aller Sympathie. Ich brauche jemanden der mir, wenn ich sage: „Die Welt ist scheiße“ widerspricht und nicht noch 10 Beweise liefert wie scheiße die Welt ist. Das ist, dann glaube ich, dann auch für ihn nicht so förderlich. Stille hier und Sonnenschein, nicht so viel über die Vergangenheit nachdenken, ich kann sie nicht mehr ändern. Was in meiner Hand liegt, ist das Jetzt und Morgen, der Rest gehört, wem auch immer. Was mich vorgestern endgültig verunsichert hat, war die Sache mit den Autos, vor meiner Tür. Im direkten Blickfeld standen 7 rote Autos. Ein statistisch unwahrscheinlicher Fakt. Denn rot ist bei den Deutschen mit 7,2 % aller Autos keine übliche Autofarbe. Vor meinem Fenster waren aber 7 Autos von 20 rot. Um sicherzugehen, dass ich nicht spinne, habe ich es fotografiert, aber z.B. dem Vater ist bei dem Bild nichts aufgefallen. Vielleicht wirklich Zufall vielleicht mögen meine Nachbarn halt sehr rote Autos. Aber ich wohne hier schon Jahre und es gab noch nie so viele rote Autos. Aber ob Zeichen oder nicht, ich ignoriere das lieber. Es ist einfach die Angst, dass das Gastlighting und/oder die Psychose wieder losgeht. Vielleicht reagiere ich auch viel zu sensibel, warum schaue ich überhaupt auf Autofarben? Autos kann man auch ignorieren, ich fahre noch nicht mal Auto. Was auch immer ich da vor über 8 Jahren mit einem Fremden über die Bedeutung von Autos und Autofarben besprochen habe, ist viel zu lange her um heute noch Gültigkeit zu haben. Vielleicht alles Zufall, die roten Autos, der Ex-Chef auf meinem Profil, ich scheine gerade zu viel Zeit zu haben zu beobachten und nachzudenken. Wird Zeit, dass ich wieder arbeite statt hier zu Hause Autos zu beobachten und im Internet zu surfen. Der Mann möchte heute vielleicht vorbeikommen, könnte gut sein, ich denke heute würde ich sogar kochen. Vergessen, vergessen, ich wünschte ich könnte vergessen wie andere Menschen, aber ich vergesse nicht. Ich schaffe es hier und da Erinnerungen zu verdrängen, aber irgendwo in meinem Hirn bleiben sie erhalten und grüßen dann irgendwann, wenn es gerade gar nicht passt. Der Kaffee schmeckt und ich bin nicht wirklich motiviert irgendwas Sinnvolles zu tun, sollte ich aber, bevor ich wieder parkende Autos beobachte und dann auch noch drüber nachdenke. Es gibt auch eine Erfindung die heißt Gardine, da sieht man dann gar keine parkenden Autos mehr. Hunger, gerade habe ich selten Hunger, ist aber vielleicht ganz gut so, nachdem ich jetzt mein aktuelles Gewicht kenne, wie gesagt großes Erstaunen bei der Hausärztin, wie man mit dem Gewicht so gesunde Blutwerte haben kann. Mein linkes Bein tut nur nicht mehr weh, es ist auch endlich abgeschwollen, die linke Wade war dicker als die rechte, was ich an den Hosen merkte, gestern machte die Hose kein Problem mit der linken Wade und ich bin schmerzfrei kilometerweit gelaufen. 2021 ein Jahr für die Tonne, aber wir sind selber schuld, dass die Natur keinen Bock mehr auf uns hat. Die Erde ist nicht unser Untertan, die Erde ist unsere Mutter. Vielleicht lege ich mich gleich wieder hin, gestern habe ich in Etappen 12 Stunden geschlafen, mein Körper ist sehr erschöpft, meine Seele ist erschöpft, jetzt wo ich nach 3 Jahren Angst weiß, dass mein Körper abgesehen von Übergewicht in Ordnung ist. Das ist eine zentnerschwere Last die von meinen Schultern gefallen ist und jetzt bin ich müde.

Ins Wunderland und zurück

Guten Morgen, reichlich geschlafen, war auch nötig, denn gestern war ich definitiv mit einem Fuß im Wunderland. Aber das Wunderland ist auch so verführerisch, zumindest die Eingangshalle. Die Eingangshalle bei mir hat solchen Botschaften wie: Wir lieben dich, du bist besonders, du bist einzigartig, du hast wichtige Talente, du bist die Auserwählte, wofür auch immer. Aber so schön das ist, ich kenne das schon und so habe ich gestern den Vater und einen Freund um einen Realitätsabgleich gebeten, das zusammen mit dem Schlaf hat mich jetzt erstmal zurück auf die Erde geholt. Das war alles zu viel in letzter Zeit, die Arbeit mit Menschen in extremen Notlagen, die seit Monaten anhaltenden Probleme im Team, die Schlafstörungen, der austickende Nachbar, die Ängste um meine Gesundheit und Lebenszeit und jetzt final der Ärztemarathon diese Woche mit noch mehr Ängsten und schlaflosen Nächten. Vielleicht auch zu viel allein gewesen die letzten Wochen, ich habe zwar wie eine Weltmeisterin telefoniert und gechattet, aber das scheint nicht ausgereicht zu haben. Ab jetzt wird wieder richtig geschlafen, ab jetzt keinen Ärztemarathon mehr und ab jetzt mehr raus und Menschen in echt treffen. Heute geht es zum Vater, ich denke das wird mir guttun und morgen finde ich noch einen Grund das Haus zu verlassen. Gestern dann als ich das mit dem Wunderland merkte gar nichts mehr gemacht im Haushalt, sondern versucht meinen Verstand zu retten und später dann einen Döner bestellt. Blutdruck und Herzpuls unten, auch vor den Pillen. Kaffee schmeckt und mit dem Fakt leben nicht auserwählt zu sein. Ich bin nur Nadine, die Überlebende in Berlin, die gern ein anderes Leben haben würde. Das Leben gerade ist aber auch scheiße, Corona, Homeoffice, Isolation, Gewichtszunahme, Natur dreht durch, Konto leer, Ehe klappt so nicht und die total Verrückten finden immer mich und ich sage zu selten Nein. Dazu noch die Trauer um die Mutter, die in den letzten Wochen immer stärker wurde, da sagt sogar meine Leid erprobte Seele: Es reicht mir! Dieses Mal weiß ich aber, dass diese freundliche Eingangshalle ins Wunderland nur der Anfang ist in ein Horrorland. Also schnell raus da, so schön es Anfangs scheinen mag. Ich muss mit den Fakten leben, die mein Leben ausmachen und nein dieses Mal hilft der Spruch: „Es gibt andere denen es schlechter geht!“ leider nicht. Ich glaube die meisten Leute in Deutschland wollen mein Leben, meine Geschichte nicht haben. Ich auch nicht, aber es ist nun mal meins. Draußen ist es ruhig, die Nachbarn sind trotz Vorwarnung ruhig, nur mein Vogel meint, man müsse den neuen Tag anschreien. Sonnenblumen stehen im Wohnzimmer, die Lieblingsblumen meiner Mutter, der Himmel grüßt grau und Corona ist leider immer noch nicht vorbei. Wir werden den Herbst wieder im Lockdown sitzen, mit oder ohne Impfung. Aufhören an das Gespräch mit dem Herrn X zu denken, der hatte entweder Einblick in meine Therapieakte 2005 oder ich stand damals schon zu sehr unter Stress, um irgendeine richtige Erinnerung zu haben. Damals hatte ich schon jahrelang ohne Pause gearbeitet, damals hatte ich Machtkämpfe geführt, kaum geschlafen und begegnete ihm nach 5 Energiedrinks, damit ich nicht aus den Latschen kippe. Ich sollte das alles vergessen, alles löschen in meinem Hirn, wie gern würde ich dazu die „Men in Black“ treffen, die diese Teile meiner Erinnerung einfach auslöschen. Zurück in mein Leben, es gibt nur dieses eine, ich kann es nehmen oder es lassen, es gibt keine andere Option. Es kommt kein Lottogewinn, es passiert kein Wunder. Es ist, was es ist.

Nacht, Hochwasser, Reduktion und Dankbarkeit

Guten Morgen, seltsame Nacht, aber rechnerisch acht Stunden geschlafen, mit Wach gegen vier, weil irgendwer Technomusik spielte. Bin müde doch heute steht viel an, ich muss was für die Arbeit machen, ich habe einen Impftermin. Ich könnte aber auch gerne gar nichts machen und aus dem Fenster gucken. Gestern einkaufen gewesen, Moussaka gemacht und viel zu viel davon gegessen. Neuen Massagetermin gemacht, in der direkten Nachbarschaft, damit ich es dieses Mal schaffe, mal sehen, was Angelika drauf hat. Gefällt es mir, frage ich sie nach einer Flatrate. Ich bin müde, nicht nur von der Nacht, allgemein, gerade keine Superkräfte, die waren jetzt zu lange im Einsatz. Gestern bei den Berichten über das Hochwasser doch noch Angst um die bucklige Verwandtschaft bekommen und nachgefragt, ob bei ihnen noch alles trocken ist. Sie leben und es ist alles trocken bisher, fragt sich nur wie lange, denn die unmittelbare Nachbarschaft von ihnen steht schon unter Wasser. Der Kaffee schmeckt, die Zigarette weniger, ich sollte endlich aufhören zu rauchen, kann es aber irgendwie nicht. Nervige Fliegen kreisen unter der Zimmerlampe, haben die kein anderes Zuhause? Dem Mann geht es gut, er arbeitet wieder brav zum Mindestlohn und versucht zu überleben wie wir alle. Ich habe noch keine Idee wie ich die nächsten Wochen auf Arbeit überleben soll, zu viel Arbeit für zu wenig Berater, es wird wohl auf Wartelisten hinauslaufen. Die Sonne scheint und der Blutdruck ist unten, ich hoffe ich reagiere auf die Impfung nicht wie die Hoffende, aber wenn ich habe Blutdrucksenker hier. Nach all dem, was ich durchgemacht habe, kann ich einfach nicht an einer Impfung sterben. Pfingstrosen stehen im Wohnzimmer und ich hoffe sie erblühen, sie sind so wunderschön, wenn sie blühen. Lange nichts zu den Neuroleptika geschrieben, da gerade keine Beschwerden, abgesehen von Durchfall alles gut, wobei der auch durch den Stress kommen kann. Derzeit auch keine leicht psychotischen Zustände wie die Wochen zuvor. Alles friedlich in der Birne. Das Abwarten und Aushalten hat sich also vorerst gelohnt, sicher auch der feste Glaube, dass diese Zustände von der Reduktion kamen und nicht eine nicht ausgeheilte Psychose sind, die jetzt mit weniger Medikament richtig ausbricht. Danke an alle die für mich da waren und geholfen haben und immer noch helfen, dass ich dadurch nicht im Wunderland verschwinde. Mein Gehirn ist jetzt halt ne Baustelle im Rezeptoren-Chaos, aber die Reparaturen gehen voran. Zwischendurch fühle ich mich ziemlich seltsam, Wiedergeburt die Zweite, alles auf null und wieder alles neu kennenlernen. Wie viele Leben werde ich noch haben? Auf in den Tag, es ging mir schon schlechter, also Schnauze halten und dankbar sein.

Video, Sauerkraut und das perfekte Verbrechen

Guten Morgen, ganz passable Nacht und geschafft, sehr früh wach nach Spätdienst. Heute um acht wird es spannend, es geht per Video um die personelle Entwicklung und danach muss ich ins Büro, denn eine Präsenzberatung wartet. Ein grauer, regnerischer Tag wartet, dabei hatte ich es gestern so eilig neue Sommerkleider zu waschen. Ich würde mal sagen, die können jetzt in Ruhe trocknen, den ganzen Tag, ich brauche eher einen Regenschirm. Der Kaffee schmeckt und nach den problematischen Käse Spätzle vorgestern, gestern Kassler mit Sauerkraut und Kartoffelpüree gemacht. Die Straße rauscht und ich muss immer noch Erinnerungen sortieren und abwehren. Gestern Pakete erhalten durch Hermes und Amazon und abends in der Sprechstunde gab es nur einen leichten Anruf. Heute ins Büro wird zwar Stress, nachdem ich vorher Videokonferenz zu Hause habe, aber mein Bauch sagt mir es ist Zeit das Haus zu verlassen, bevor ich wieder seltsam drauf komme. Sich mit Psychose Erinnerungen auseinandersetzten, ist nämlich ein Drahtseilakt zum Wahnsinn, weil man nie weiß, ob eine Erinnerung echt ist oder der Krankheit entsprungen ist. Irgendwie auch das perfekte Verbrechen, jemanden böses antun und danach in die Psychose schicken, denn dem Opfer wird danach niemand glauben, noch nicht mal das Opfer selbst kann sich sicher sein, ob Dinge tatsächlich passiert sind. Der Vater ist zurück, ihm scheint es gutzugehen, ich hoffe ihn heute gegen sieben für eine Pizza auf meinem Sofa anzutreffen. Die Supervision gestern war nicht der Hit, wir versuchen es morgen nochmal. Die Zahlen in Berlin sehen gut aus. Ich bewege mich dann nur in Bezirken mit einer Inzidenz unter vier, werde mich aber vorher trotzdem testen. Keine Ahnung was morgens um vier los ist, aber in letzter Zeit werde ich da immer wach. Blutdruck und Herzschlag ok, wer hätte gedacht, dass der Blutdrucksenker auch sofort die Herzfrequenz wieder in normale Bereiche bringt. Es ist immer noch schwierig für mich einzusehen, dass ich täglich Pillen brauche, um gesund zu sein, aber gut ich bin keine zwanzig mehr, eher das Doppelte. Der Terror-Vogel flog die Tage aufgeregt herum und ließ sich, obwohl wir das nie trainiert haben, auf den Finger nehmen, auch scheint er jetzt Rücksicht zu nehmen, er schreit erst, wenn er mich oder andere sieht und hört, sonst ist Ruhe. Auf in den Tag, jetzt bin ich sogar zu früh dran, also noch Zeit für Dusche und Frühstück, bis mir hoffentlich was Gutes verkündet wird.

Frei, Schüler, Disco, Kurzraffer und Pink Floyd

Guten Morgen, endlich wieder gut und lange geschlafen. Fühle mich schon besser. Konnte es gestern nach Feierabend kaum glauben, dass ich endlich freihabe. Aktuell auch kein Bedürfnis irgendwas zu machen oder irgendwen zu sehen. Auch nicht den Mann. Bleibt mal alle schön wo ihr seid, ich bleibe dann mal hier. Vielleicht heute Wohnung aufräumen und kochen, vielleicht auch nicht. Obwohl ich habe noch Lammkeule und grüne Bohnen, das reizt mich schon. Gestern nicht gekocht, es gab wieder Burger, zu mehr war ich nicht imstande. Ein grauer Tag grüßt und es ist etwas schwül warm. Päckchen kamen gestern keine an, aber wenn wundert es DHL. Arbeit war ganz ok, ich konnte endlich alles aufarbeiten, was mir im Nacken saß, jetzt bin ich etwas erleichtert und habe nicht mehr das Gefühl ständig irgendwas für irgendwen vergessen zu haben. Ein Schüler hat sich gestern schon gemeldet, ich kriege wohl sechs davon und bin gespannt. Ständig vor dem Ventilator sitzen finden meine Augen nicht witzig, ich bekomme Augenprobleme davon. Das Haus ist ruhig, gestern wieder Türkendisco auf der Straße, heißt Auto mit sehr lauter, anhaltender, orientalischen Musik vor dem Haus. Das fand ich aber ganz unterhaltsam, das erinnert mich an Neukölln. Obwohl wenn es mich an Neukölln erinnert, dann war das wahrscheinlich eher arabische Disco. Der Vater müsste bald zurückkommen, mal sehen, was sein Auge macht und was er von der Insel zu berichten weiß. Nächste Woche wartet ein Marathon von Teamsupervision auf Arbeit auf mich, noch ein Grund mehr jetzt die Füße stillzuhalten. Ich brauche meine Kraft, um eventuelle Kämpfe durchzustehen. Ich renne jetzt nicht weg, ich liebe meinen Job, aber so kann es nicht weitergehen. Der Kaffee schmeckt und meine Vögel piepsen nur leise. Gestern noch einkaufen gewesen und geschwitzt wie Sau dabei, aber gut auf den Rückweg hatte ich auch 15 kg plus auf meinen kaputten Rücken. Alt werden ist nichts für Weicheier, krank sein schon mal gar nicht. Es ist teuflisch, dass man beim Reduzieren von Neuroleptika gern mal Zustände hat, die sich wie die Krankheit anfühlen, es ist aber nicht die Krankheit, es sind Entzugserscheinungen. Neulich einem Freund erzählt was bei mir von 2009 bis 2013 alles passiert ist bevor ich durchknallte, vielleicht eine normale Reaktion meines Körpers und keine Schizophrenie. Im Kurzraffer war das: Überarbeitung zum Hungerlohn ohne Urlaub seit Jahren, Selbstmord des geliebten Nachbarn, Umzug in eine Horrorwohnung in der ich nie zur Ruhe kommen durfte, eine Vergewaltigung durch einen Blogger, wieder Umzug, Machtspiele auf Arbeit und Aufhebungsvertrag und dann der endgültige Ausbruch der Psychose. Viele Gründe total verrückt zu werden, keine angeborene Krankheit, die einfach so irgendwann ausbrach. Ich gehe dann mal positiv davon aus, dass mir soviel Scheiße auf einmal nicht mehr passieren wird. Das muss doch mal reichen für ein Leben. Mein Leben jetzt ist viel gefestigter, ich habe eine sichere, meist ruhige Wohnung, ich arbeite nicht mehr mit machtgeilen Männer die Frauen unterdrücken wollen, ich lade keine Unbekannten aus dem Internet in meine Wohnung ein und zu meinen Nachbarn halte ich Distanz. Wenn sich hier wer umbringt, dann will ich ihn/ sie nicht gut gekannt haben. Ich bleibe dann mal hier in meiner Wohnung, ich bleibe dann mal verheiratet und hoffentlich auch in meinem Job. Die Scherben von damals sind immer noch nicht alle aufgelesen, falls mir mal nach leiden ist. Zurück zum jetzt, ein Brötchen wartet und Eier sind auch da, etwas Sonnenschein grüßt und Pink Floyd untermalt meinen Morgen: